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Europa: wXw: 16 Carat Gold 2020 - Tag 2 Review (07.03.2020): Ambition 12, wXw Showcase, Showcase Media Panel & wXw 16 Carat Gold - Tag 2
Verfasst von MS.de am 08.03.2020, 12:01 Uhr
A N Z E I G E
wXw – 16 Carat Gold – Tag 2, 07.03.2020, Turbinenhalle 1, Oberhausen

Ambition 12

Drei Shows am Samstag, deswegen ging es gestern schon um 12 Uhr los in der Turbinenhalle. Das Format, auf das ich mich sehr gefreut hatte, fand als erstes statt, nämlich Ambition. Ein erlesenes Teilnehmerfeld bestehend aus einigen Carat Turnierteilnehmern fand sich zusammen, um den Sieger zu ermitteln. Das Teilnehmerfeld lautete: Daniel Makabe, Kevin Lloyd, Chris Ridgeway, Vincent Heisenberg, Rust Taylor, Tyson Dux, Scotty Davis, Mike Bailey



Die Vorrundenmatches waren alle grundsolide. Als erstes konnte Daniel Makabe, nachdem er eigentlich unterlegen schien, ein Muster, das sich durch das Turnier ziehen wird, eine Submission anbringen und die nächste Runde erreichen. Es war das Aus für Kevin Lloyd, der gut aussah und sehr beliebt war. Veit Müller Ersatz Vincent Heisenberg hatte natürlich Größen- und Kraftvorteile gegen Chris Ridgeway, die er zu Beginn auch gut einsetzte. Doch wie es so oft ist, verliert man dann bei der ersten Unachtsamkeit und so wurde er von einem tollen Headkick ausgeknockt. Das dritte Match war das Highlight der Vorrunde und es fand zwischen Rust Taylor und Tyson Dux statt. Letzterer zeigte eine couragierte Leistung und schien mehrfach der sichere Sieger zu sein, doch im längsten Vorrundenmatch kämpfte sich Rust Taylor mehrfach zurück und konnte dann doch noch den Sieg erringen. Abgerundet wurde die erste Runde durch die wohl beliebtesten Teilnehmer mit Scotty Davis und Mike Bailey. Letzterer hatte noch einige vor an diesem Tag und so verlor er hier recht schnell und deutlich gegen den so jungen wie souveränen Scotty Davis.

Es folgte das erste Highlight von Ambition: Im Junior Superfight trafen die Young Guns, Ethan Allen und Luke Jacobs, aufeinander und gaben es sich so richtig. Für Freude dieses Kampfformates eine Augenweide, aber auch für den Casual-Fan könnte das ein Match gewesen sein, da beide teilweise auch in Richtung normales Match workten. Beide rissen in zehn Minuten die Hütte ab und zeigten, dass mit ihnen in Zukunft zu rechnen sein wird. Breakout-Performance für mich hier, da ich beide bisher nicht kannte.

Im ersten Halbfinale traf Daniel Makabe auf Scotty Davis und auch hier wirkte Makabe wieder unterlegen, nur um dann doch irgendwann ein Submission anzusetzen und den Sieg einzufahren. Seine Matches in diesem Turnier waren nicht herausragend, aber so wie er selber alle gut. Komplettiert wurde das Finale von Chris Ridgeway, der Rust Taylor ausschalten konnte. Dies schaffte er wieder mit seinem Headkick und so stand das Finale fest und es war die Frage, ob die Submission oder der Knockout den Titel bringen würden.

Doch bevor es dazu kommen konnte erwiesen und zwei Legenden des BATTLEARTS die Ehre, nämlich Daisuke Ikeda und Yuki Ishikawa. Dieses Match unterschied sich durch seine Länge und Härte grundsätzlich erheblich vom Rest der Card und auch wenn es etwas schleppend losging, so prügelten sich die beiden windelweich und zogen dadurch alle Zuschauer komplett in ihren Bann. Mir persönlich war das ganze fast sogar etwas zu hart, wenn man sich die vielen Fäuste ansieht, die krachend im Gesicht landeten oder Running Headbutts, die sehr komische Geräusche machten. Beide Männer gaben alles und letztendlich war es Ikeda, der seinen Widersacher KO hauen konnte. Eine absolute Empfehlung für alle Leute, die nur im Ansatz etwas mit dem Genre anfangen können.



Dann kam es natürlich noch zum großen Finale, und beide Männer hatten keine leichte Cardposition nach dem Kracher zuvor. Wieder workten die beiden ein grundsolides Match, das zum Ende hin Fahrt aufnahm, so wie es sich für ein Finale gehört. Die Submission siegte hier über den KO und so konnte Daniel Makabe wirklich den Pokal in die Höhe stemmen (wobei das nicht gerade seine Spezialität war). Für mich ein guter, weil verdienter Abschluss dieses Turniers!



Note: 2



wXw Showcase

Nach einer kurzen Pause, in der der übliche Turbinenhallendöner verputzt wurde, ging es dann schon mit dem nächsten Format, dem Showcase, weiter. Hierbei erhielten sieben Promotions, die ihre Shows auf wXw NOW hochladen die Chance ein Match zu präsentieren und so für sich zu werben. Die Promotions sind: White Wolf (Spanien), Smash (Kanada), CZW (USA), BEW (GB), Bodyslam (Dänemark), Rising Sun (Italien) und KULT (Deutschland). Letztere starteten auch. Für jede Promotion gab es ein kurzes Highlightvideo und dann ging es auch gleich los.

Das erste Match war Carnage gegen Mexxberg und hier sahen wir ein typisches Carnage Match. Viel Power, viel Versuch der Crowdinteraktion, ansonsten viel routiniertes, aber nichts herausragendes. Carnage gewann dann nach einem Einroller.

Als nächstes bekamen wir dann Kaiden gegen Rizo von White Wolf geboten. Es gab eine klare Heel/Face Verteilung dadurch, dass Kaiden die Zuschauer beleidigte und den Großteil des Kampfes mit unfairen Mitteln bestimmte. Typisch für einen Showcase gewann aber der Hero dann doch das Match und so siegte Rizo nach einem Flying Knee. Ein grundsolides Match.

Es folgte ein Titelmatch, nämlich zwischen Lexa Valo, der Titelträgerin, und Kat von Kaige. Die beiden Damen legten ein größtenteils unfallfreies Match ohne besondere Highlights hin, das die Titelträgerin, wie in allen anderen Titelmatches natürlich auch, für sich entscheiden konnte.

Es folgte das CZW World Title Match und damit das erste Highlight der Show. Joe Gazy und Anthony Greene zeigen ein gutes Match, das sich im Verlauf immer weiter steigerte und zum ersten Mal alle Zuschauer in den Bann zog und animierte eine Meinung Kund zu tun. Gacy gewann nach einer krachenden Lariat. Im Anschluss betrat DJ Hyde den Ring und kündigte an, dass die CZW wieder in Deutschland veranstalten wird. Dies wird am 13. November in Hamburg geschehen. Nach kurzer Pause wurde das auf den 14. November in Frankfurt korrigiert, wo die Veranstaltung dann wohl stattfinden wird.

Bodyslam zeigte einen Three-Way um etwas Abwechslung reinzubringen, was gut funktionierte. Michael Fynne wirkte wie ein Star, Emeritus hatte immerhin seine dunkle Maske und Peter Olisander wirkte wie ein Gelehrter, der ein Buch dabei hatte und immer wieder reinschaute, um danach bestimmte Moves zu zeigen. Das Match war sehr kurzweilig und profitierte natürlich von den üblichen Three-Way Spots, die man so bringen kann. Letztendlich staubte Olisander den Sieg ab, Fynne wirkte aber wie der Star in diesem Match.

Als vorletztes Match verteidigte Nico Inverardi seinen Titel gegen eine italienische Version von Alberto Del Rio, nämlich Luca de Pazzi. Auch hier also eine klare Face/Heel Verteilung. Das Match war solide, ging mir persönlich sogar etwas zu lange. Das lag an der langen Offensive von de Pazzi, die aber zu nichts führte, sodass Nico seinen Titel dann doch verteidigen konnte.

Im Main Event kredenzte uns Smash Wrestling dann einen Fourway mit Tyson Dux, Brent Banks, Sebastian Suave und Tarik, der auch gewann. Dies war für mich das Match der Show und auch hier profitierten die Teilnehmer neben ihrem guten Können von der Abwechslung der Matchart. Alle Wrestler bekamen ihre Spots, wobei mir vor allen Brent Banks in Erinnerung bleibt, der innovative Sachen zeigte und ein interessanter Wrestler ist. Tarik konnte letztendlich Suave pinnen und so die Show beschließen.

Note: 3



Showcase Media Panel

Anschließend gab es noch ein kurzes (30 Minuten) Mediapanel mit den Promotern der zuvor stattfindenden Show. Bis auf KULT waren alle, also sechs, Promoter anwesend. Alle bekamen kurz Zeit, um sich vorzustellen und dann konnten Fragen gestellt werden, wobei bei der Kürze der Zeit nur Platz für 1-2 Fragen an jeden Promoter war. Hier kurz die Sachen, die mir Interessant erschienen:

White Wolf: Gehen in ihr zehntes Jahr und haben im März ihre Anniversary Show; die größte Show in der Geschichte der Promotion; bauen langsam wieder auf, was seit dem Krieg damals weg ist; damals war Wrestling in Spanien groß, danach in kompletten Trümmern; spricht darüber, dass lokales Talent aus der Blase raus muss, um sich zu entwickeln und versucht das zu ermöglichen; ist stolz auf A-Kid, der es zur WWE schaffte, was einen Boost bedeutete

Smash: Wird von drei Leuten geleitet, es spricht Sebastian Suave, der eben auch im Ring stand; haben von Toronto nach Ostkanada expandiert und arbeiten viel mit Progress, wXw und hätten gerne weitere Partner, werden aber nichts übers Knie brechen, da die Qualität stimmen muss

Bodyslam: Niemand in Dänemark mag Wrestling, dennoch sind sie da; Promotion gibt es seit fünf Jahren und wächst schnell; hatten 6/16 Carat Teilnehmern schon bei sich; sind als Insel sehr isoliert und haben das Problem der Sprachbarriere in Europa; spricht die Wichtigkeit von lokalen Wrestlern an; man kann nicht nur Fly Ins holen, braucht eine gesunde Basis, um zu wachsen.

CZW: Sind bei mehreren Streaminganbiertern, werden alles zu Fite TV schieben; haben auch PPV Deals gemacht, Zahlen alle sehr gut; will Bobby Gunns zu CZW holen, setzt auf Talent Exchange; würde gerne mehr Geld mit der Mediathek machen, die Aufnahmen sind aber teilweise noch auf VHS und nicht interessant für die großen Player, die die ehemaligen Stars von CZW unter Vertrag haben.

BEW: Gibt es seit vier Jahren, würden gerne weiter mit Stardom arbeiten, aber es stockt nach dem Besitzerwechsel; schicken aber noch Talente rüber

Rising Sun: spricht über Italien, was ein schwieriger Markt ist; am Anfang waren 50 Zuschauer eine gute Crowd, nun haben sie 400; auch in Italien gibt es keine Wrestlingkultur, sie müssen alles aufbauen; wachsen, vor allem in Mailand; hatten schon Ospreay und Starr da

Abschließend bekräftigten alle, gerne mit der wXw zusammenzuarbeiten und gerne im nächsten Jahr wiederzukommen, wenn erneut ein Showcase stattfinden sollte.



wXw 16 Carat Gold – Tag 2

Der zweite Abend des Carats steht traditionell im Zeichen des Titelmatches und dieses Mal könnte es gar nicht um mehr gehen. Titel vs. Karriere; Bobby Gunns gegen David Starr. Logisch, dass sich das Openingvideo auch um die beiden dreht. Zudem wird auf die Historie der Turbinenhalle eingegangen, die so voll wie selten zuvor beim Wrestling ist. 1600 Leute sollen da sein!



Der Event startet erst einmal mit der ersten Turnieraction und wie immer weiß man vorher nicht, wer gegeneinander antreten wird, was ein brillantes Arrangement ist. Es folgt der epische Entrance des Abends mit Cara Noir, der eine sehr schwere Aufgabe, nämlich Jeff Cobb zu besiegen hat. Letzteres schafft er zwar im Endeffekt, wird aber vorher einen Großteil des Matches durch den Ring geworfen. Cobb ist ein Star und das weiß auch das Publikum, das vielleicht 60/40 hinter ihm steht. Das sieht man auch an der Reaktion nachdem Cara Noir seinen Sleeper ansetzt und Cobb aufgeben muss. Nicht alle sind begeistert, auch wenn Cara Noir sich in Deutschland mit seinen Leistung doch einige Freunde macht.

Im zweiten Match treffen mit Eddie Kingston und The Rotation auch zwei völlig unterschiedliche Größenverhältnisse aufeinander und so ist auch das Match aufgebaut. Rotation als Underdog, der herumgeschmissen wird, aber immer wieder auf seine Schnelligkeit und Flugfähigkeiten setzt. Rotation ist super beliebt, was Kingston aber nicht verunsichert, sondern zum Lachen bringt. Er spielt den Bully gut und gerät natürlich letztendlich in große Gefahr das Match zu verlieren, vor allem nachdem er 2x den 450 Splash kassiert hat. Der dritte Versuch klappt nicht und nach einem großen Slam und der patentierten Backfist ist Rotation Geschichte. Nach dem Match schnappt sich Kingston erneut das Mikrofon und fordert das Publikum dazu auf, ihn weiter auszubauen, da er das liebt. Er wiederholt seinen Kommentar vom Vortag: Er ist nicht gekommen, um andere aufzubauen, denn er will und wird selber gewinnen.

Wir sind nun Backstage, wo Daniel Makabe Fotos mit seiner Siegertrophäe von Ambition macht und dabei von Marius Al Ani unterbrochen wird. Es folgt ein Match der beiden. Al Ani spielt das ********* gut und will Makabe demütigen, der mit fairen Mitteln dagegenhält und seine wrestlerische Klasse für sich sprechen lässt. Durch das Momentum vom Vormittag traut man Makabe durchaus den Sieg zu und auch die Zuschauer sind auf seiner Seite. Vor allem auf dem Boden beherrscht er seinen Gegner, während Al Ani es mal wieder mit vielen Ankle Locks versucht. Dies klappt leider auch und so schwächt er Makabe entscheidend, um seinen Driver anzubringen und zum Unwohlsein der Zuschauer den Sieg zu erringen. Anschließend posiert er dann mit der Trophäe von Makabe.

Als nächstes stehen JayAA auf dem Programm, die etwas großes für uns angekündigt haben. Die Halle frisst Andy und Skillet wieder aus der Hand und beide amüsieren sich etwas darüber. Sie verkünden, etwas Freshness in die Tag Team Szene bringen zu wollen und deswegen haben sie eine Grafik designt und eine App entwickelt, um ein neues Matchformat abzuhalten: Das Tag Team Experten Wildcard Gauntlet, in dem irgendwelche Wrestler zufällig in ein Tag Team gewürfelt werden und um ein Tag Team Titelmatch kämpfen.



Ein großartiges Format, das uns folgendes Match beschert hat: Es beginnen Julian Pace/Puma King gegen Lucky Kid/Leon van Gasteren. Hier treffen Vollgasteren also aufeinander und man sieht, dass beide sich davor drücken. Kein Wunder, dass Puma King also Lucky pinnt, nachdem dieser erneut von einem Auge auf dem Titan Tron abgelenkt wird.

Es folgen Avalanche und Black Taurus, die sich durch dieses Match pflügen werden. Mit Pace/Puma King haben sie wohl die meisten Probleme, doch durch ihre kraftvollen Aktionen schaffen sie Überlegenheit und gewinnen. Es folgen Norman Harras und Tarik, die beide gar nicht miteinander klarkommen, da Harras alles kommentiert was Tarik im Ring macht und meint alles besser zu können. Als er im Ring ist und Momentum aufbauen will, wechselt sich Tarik selber wieder ein, was zur Niederlage der beiden führt. Das nächste Team sind DJ Hyde und Levaniel, der eine mehrminütige Promo über seine Deathmatch-Vergangenheit hält und dabei verpasst, dass DJ Hyde schon im Match ist und dieses auch verliert. Eine großartige Promo von Levaniel.

Es wird nun wieder etwas seriöser, denn Chris Ridgeway und Scotty Davis sind das nächste Team. Ridgeway packt hier wieder seinen Headkick aus und so können die beiden nach kurzer Zeit ihre Widersacher bezwingen, was uns zum großen Finale führt. Das letzte Team sind nämlich die Young Guns, Ethan Allen und Luke Jacobs, die vorhin Ambition schon ihren Stempel aufdrückten und durch diese Performance von den Zuschauern geliebt werden. Auch hier bringen sie ungeahnte Intensität in das Match und es entwickelt sich ein gutes Match zum Ende des Gauntlets, bei dem die Young Guns als das etablierte Team dann auch gewinnen können. Ihr Titelmatch bekommen sie morgen und es wird sicher das nächste Highlight für die beiden.

Nach der Pause kommt Alexander James in den Ring und beschwert sich über die Cardposition, über die Wertschätzung die er erfährt, über alles und jeden. Er will alles an seinem nächsten Gegner auslassen, der besser der beste im Umkleideraum ist. Heraus kommt Alpha Kevin, der AJ fast überrascht, aber dann doch schnell geschlagen wird. Es folgt ein Beatdown nach dem Match, Melanie Grey will eingreifen, doch bekommt ihre Krücken weggeschlagen. Killer Kelly will AJ beruhigen, doch dieser tritt trotzdem gegen Melanie zu und malträtiert Alpha Kevin mit einem Stuhl, bevor er abzieht. Kelly will sich um die beiden Niedergeschlagenen kümmern, doch diese helfen sich lieber selber.

Backstage sehen wir Tarik und Harras, die im Zwist nach ihrem Match sind. Tarik hat drei Kollegen von Smash dabei und fordert von Harras sich ebenfalls drei Freunde zu holen und morgen gegen sie anzutreten.

Endlich geht es weiter mit Turnieraction und wir sehen Mike Bailey gegen Bandido. Beide Wrestler zeigen eine außergewöhnlichen Spaß im Spiel mit der Crowd, die sich nicht für einen der beiden entscheiden kann. Das Match startet schnell, wird dann noch schneller und endet im absoluten Wahnsinn. Ich will gar nicht zu viel schreiben, deshalb nur so viel: Nach dem Match flog sehr viel Geld (Münzen UND Scheine) in den Ring, es gab minutenlange Standing Ovations und es war vielleicht das beste Match, was ich jemals live in der wXw gesehen habe. Ich denke man muss es sich einfach anschauen, um einen Eindruck zu bekommen. Letztendlich gewann Bailey nach wahnwitzigen Nearfalls, bei dem beide immer wieder die Moves des Kontrahenten kopierten mit einer ebensolchen Aktion gegen einen Bandido, der sehr gerne wiederkommen darf. Das kann man wirklich kaum besser machen.



Im letzten Finale treffen natürlich Jurn Simmons und Shigehiro Irie aufeinander, die keinen unglücklicheren Spot hätten erwischen können. Ihr ruhiges, auf kräftigen Aktionen aufbauendes Match war sicherlich grundsolide, aber nach einem Match wie dem zuvor wirkt alles erst einmal mehrere Ebenen langsamer und behäbiger. So richtig kamen ich und viele andere Zuschauer deswegen auch nicht rein. Simmons gewann relativ schnell und wird hoffen morgen mehr leisten zu können. Irie darf gegen WALTER ran.

Es folgt das Video zum Mainevent und wie schon angesprochen könnte es nicht um mehr gehen. Das Match wird über eine halbe Stunde gehen. Zwischendurch werde ich längen verspüren, doch irgendwann reißt mich das Match dann doch rein. Die Entrances sind gut. Starr bekommt Konfetti, Gunns Rauch/Dampfschwaden. Bobbys Schergen sind vom Ring verbannt, sollten sie Eingreifen und es eine DQ geben, verliert Bobby den Titel. Sollte jemand aus dem Roster eingreifen, wird es eine halbjährige Suspendierung geben.

Beide Männer wissen um was es geht und versuchen den Gegenüber strategisch zu schwächen. Starr wirkt gelöst, post wie Bobby, lässt sich Bernie Sanders Sprechchöre kredenzen, doch alles Gute muss enden und so übernimmt Bobby spätestens nach einem Suicide Dive von Starr, der in die dritte Reihe springt, da Bobby ausweicht, die Kontrolle. Es wird mit dem Countout gespielt, doch David kann sich natürlich gerade noch retten. Dennoch: Der Schaden ist angerichtet.



Im Anschluss bearbeitet er zunächst den linken Arm, anschließend auch einzelne Finger, während Starr immer wieder mit purem Willen und dem rechten Arm dagegenhält. Beide können sich nicht besiegen, egal zu welchen Mitteln sie greifen und so kommt es wie es kommen muss. Bobby nutzt eine Ablenkung von TAS zu einem Tieftritt, doch Starr befreit sich. Später will er sich disqualifizieren lassen, was zu einem Titelverlust führen würde. Als TAS den Hammer wieder aus dem Ring befördert, landet Starr einen Tieftritt und Gürtelschlag, doch beides reicht nicht. Auch Stan Hansen reicht nicht und Starr ist verzweifelt. Es geht zurück zu den Basics, beide können kaum stehen, als Bobby dann doch den Sieg einfährt, letztendlich sogar clean und die Geschichte von David Starr in der wXw beendet.

Bobby feiert lange, Starr liegt am Boden. Als Bobby weg ist, bricht es aus Starr raus. Unter Tränen bedankt er sich bei allen und rekapituliert seine Zeit bei der wXw. Auch viele Zuschauer sind ergriffen und kaum jemand verlässt die Halle. Die Totenstille nach dem Ringgong weicht dann doch Chants für David Starr. Er macht klar, dass das keine Story, sondern ein echtes Ende ist. Er deutet an, dass man zwar Meinungsfreiheit habe, aber auch die Konsequenzen tragen muss und er deswegen nicht mehr in der wXw sein kann. Er dankt CMJ, Dennis Birkendahl und allen anderen Mitarbeitern. Abschließend natürlich auch den Fans und verlässt dann langsam zum letzten Mal den wXw Ring. Nachdem im Oktober Thatcher den Titel gewann, es eine Riesenfeier gab und dieser nun doch weg ist, gab es beim Carat die große Ernüchterung und den Wegfall des nächsten Publikumslieblings. Viele Herzen wurden heute gebrochen.




Halbfinalteilnehmer:

Mike Bailey
Jurn Simmons
Eddie Kingston
Cara Noir


Top 3 Momente des ersten Tages:

- Bandido vs. Mike Bailey; inklusive Aftermath
- David Starrs Promo nach dem Main Event
- JayAAs Promo und das Gauntlet Match


Fazit:

Weiter, immer weiter. Heute wurden alle Emotionen angefragt und morgen geht es wieder von Null los. Bandido/Bailey und die Promo von David Starr werden mich noch etwas beschäftigen, doch schon nachher werden neue Momente kreiert. Carat Wochenende bedeutet keine Pause.

Note: 2+

(geschrieben von unserem Redakteur Otto Addo)


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