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Europa: wXw: 16 Carat Gold 2020 - Tag 1 Review (06.03.2020)
Verfasst von MS.de am 07.03.2020, 16:05 Uhr
wXw – 16 Carat Gold – Tag 1, 06.03.2020, Turbinenhalle 1, Oberhausen

Gestern war Carat, gestern war Carat, gestern, gestern, gestern war Carat. :)

Die wenigsten werden es wissen, aber es war schon lange ein Wunsch von mir einmal ein 16 Carat Gold zu besuchen. Die Masse an Zuschauern, die aus so vielen verschiedenen Ländern nach Oberhausen strömen, die enge Beziehung zwischen Wrestlern und Fans. Carat ist DAS Wrestlinghighlight im deutschsprachigen Wrestling.

Dieses Jahr ist es soweit. Schon morgens war die Motivation hoch und so ging es um 06:00 Uhr mit dem Auto nach Oberhausen. Die Fahrt verlief komplikationsfrei, das Appartment wurde bezogen und nach einem gemütlichen Presselunch und einer Odyssee durch Oberhausen (mir wurde mit 2€ in der Geldbörse meine Karte eingezogen; wie also mit Benzin nach Hause kommen, wie den Mindestverzehr in der Halle bezahlen?) war es auch schon Abends und man stand am Einlass, der sich schnell auflöste und so ging es dann in die Halle.

Die 16 Carat Gold Setups sehen schon vor dem Bildschirm immer wieder großartig aus. In der Halle war das keinesfalls anders. Fette Leinwände am Entrance, überall Banner und Diamanten, sogar ein großer Screen für fast 75% der Zuschauer (auf irgendeiner Seite muss er ja hängen). Ich war noch nie beim Carat, habe aber die Sichtproblematik im letzten Jahr mitbekommen. In diesem Jahr wurde das, zumindest gestern - wie das heute mit 500 Zuschauern mehr aussieht, muss man mal schauen – mehr als zufriedenstellend gelöst. Es gab viele Podeste, sogar auf dem Balkon und ich konnte an 3-4 Positionen hervorragend sehen, ohne besonders früh in der Halle gewesen zu sein.

Hier einmal ein Blick in die Halle, allerdings vor dem ersten Match, also noch etwas leerer:



Auch die Produktionsqualität war gewohnt hoch, wenn man von kleinen Tonübersteuerungen zu Beginn absieht. Fast jedes Match bekam individuelle Backstagepromos vor dem Match und so war auch abseits des In-Ring Geschehens viel geboten. Die Zeit in der Halle verging, auch dank der allseits bekannten „Mitgucker“, schnell und nach gefühlt wenigen Minuten ging es dann auch schon mit dem Alternate Fourway los. Hector, Levaniel, Scotty Davis und Rust Taylor kämpften um den Platz des Turnierersatzteilnehmers und vor allen Davis und Levaniel zogen die Zuschauer in ihren Bann. Es war ein kurzer, knackiger Opener, bei dem die typische Multi Man Match Formel kaum zum Tragen kam, da selten zwei Männer außerhalb des Ringes lagen. Das Match gewann dann letztendlich Rust Taylor etwas glücklich mit einem Abstauber. Es dürfte nicht das letzte gewesen sein, was wir von ihm an diesem Wochenende sehen, da er später in einem Backstagevideo The Rotation davon in Kenntnis setzte, dass er alles tun wird, um ins Turnier zu kommen. Vielleicht ein Beatdown vor/nach einem der nächsten Matches? Man darf gespannt sein!

Es wurde der Carat Song gespielt (Verlinkung spare ich mir mal, damit eure Ohren nicht abfallen) und dann war es auch schon 20:00 Uhr und der erste Abend des Carats begann offiziell. In einem tollen Video stellte Baron von Hagen, der Sieger des ersten 16 Carat Golds, die Entwicklung und Bedeutung des Turniers heraus. Von 150 auf 1500 Zuschauer und das für ein Turnier, das mittlerweile von vielen großen im Business gewonnen wurde. Er ist stolz der erste Sieger dieses Turniers gewesen zu sein und freut sich mit uns auf die 2020er Ausgabe des Turniers.

Es folgte die obligatorische Wrestlerparade ...



... bei der lediglich Marius Al Ani und Alexander James Buhrufe ernteten. Ansonsten keine besonderen Vorkommnisse. Deswegen können wir auch schon zum ersten Match kommen, in dem Mike Bailey und Chris Ridgeway aufeinandertrafen. Die Zuschauer waren ca. 50/50 zwischen beiden Wrestlern verteilt und beide lieferten sich eine Kickschlacht, wobei Ridgeway auch immer wieder Submissions einsetzte, um zum Erfolg zu kommen. Ridgeway schien immer einen Schritt voraus zu sein und fing auch einige Kicks ab, doch den großen Punch konnte er selber nicht setzen. Letztendlich brachte Bailey eine mächtige Shooting Star Press aufs Parkett, bei der er mit den Knien auf Ridgeway landete und konnte dann den Flamingo Driver zum Sieg zeigen.

Im zweiten Matches des Tages trafen mit Lucky Kid und Jurn Simmons zwei Regulars aufeinander. Simmons, für viele ein großer Favorit, bekam ein unglaublich gutes Entrancevideo und zeigte somit einen DER Entrances der ersten Nacht. Auch Lucky kam ganz gute Reaktionen, doch schon nach wenigen Sekunden wurde er vom suchenden Auge auf der Leindwand abgelenkt, sodass Jurn fast nach 10 Sekunden gewinnen konnte. Es folgte ein sehr kurzes, sehr hartes Match, bei dem Lucky auch kurz vor dem Sieg stand, als er Jurn dutzende Elbows in den Nacken schlug. Nach einem Piledriver kam Jurn aber relativ unbeschadet aus dem Match und dürfte weiterhin einer der Turnierfavoriten bleiben.

Als Drittes traf „Hometown-Hero“ The Rotation auf einen der Luchadore, nämlich Puma King. Beachtlich hier die vorhin schon erwähnte Konfrontation von Rust Taylor vor dem Match, der Rotation pushte, aber auch drohte, seinen Platz einzunehmen. Es folgte, wenig überraschend ein sehr schnelles Match beider Teilnehmer mit einigen tollen Aktionen vom Top Rope, das The Rotation im Endeffekt gewinnen konnte.

Das vierte Match fand zwischen Eddie Kingston und Daniel Makabe statt und litt leider etwas darunter, dass beide relativ selten im wXw Ring anzutreffen sind und somit keine großen Sympathien verteilt waren. Wie hier alle wissen, bin ich ein Fan von Daniel Makabe, der das Match auch über einen langen Zeitraum überlegen gestalten konnte. Als die Crowd am Ende dann mit in das Match gezogen wurde, war es auch schon vorbei und Eddie Kingston der Sieger. Nach dem Match nahm er sich ein Mikrofon und kündigte an, in Zukunft nicht mehr derjenige zu sein, der in eine Promotion kommt und das lokale Talent mit Niederlagen stärkt. Er wird das Turnier gewinnen und seine Marke hinterlassen!

Das letzte Match vor der Pause war Bandido gegen Julian Pace und hier bekamen wir Teil 2 der schnellen Matches zwischen Luchador und wXw Talent. Für mich war das hier alles noch mal eine Stufe schneller, sauberer und atemberaubender als das Rotation Match und hier war die Crowd auch mal richtig drin. Beide Akteure zeigten unglaublich saubere Aktionen und tolle Moveabfolgen. Julian Pace stand mehrere Male kurz vor dem Sieg, doch keiner der Destroyer, noch die Spanish Fly reichten zum Sieg. Auch Bandido war sehr beliebt und zeigte einige waghalsige Manöver, wovon eines am Ende zum verdienten Sieg im bis dato (und im Endeffekt auch am ganzen Abend) MotN reichte.

Vor der Pause wurden dann noch die ersten Namen für den Catch GrandPrix bekanntgegeben. Es sind Laredo Kid und der beim WTTF sehr beliebte JD Drake.

Nach einer knappen halben Stunde ging es dann weiter mit Shigehiro Irie gegen Black Taurus und hier trafen mal zwei kräftige Burschen aufeinander, sodass auch mal eine andere Komponente ins Turnier kam. Beide versuchten sich regelrecht zu überrollen, doch standen immer wieder auf, egal wie unkonventionell und kräftig der andere zuschlug. Die Crowd war nach der Pause erst mal etwas ruhiger, wurde aber auch in das Match gezogen, sodass laute „Beastmode“ Chants durch die Halle hallten. Irie, für viele einer der Favoriten an dem Wochenende, gewann letztendlich auch und umarmte den wXw Headreferee Tassilo Jung, zu dessen Freude. Von Irie können wir wohl noch einiges erwarten!

Im Anschluss trafen Jeff Cobb und Alexander James aufeinander, wobei letzterer die seltene Gabe besitzt, aus der Halle komplett die Luft rauszulassen. 90% des Matches dominierte er den eigentlich körperlich überlegenen Cobb und brachte so die Menge zum Schweigen, die ganz klar auf der Seite von Cobb war. In einer der überlegenen Phasen kam dann auch etwas grundlos Killer Kelly zum Ring, wurde aber sofort wieder weggeschickt. Dies führte aber keineswegs zu einem Finish durch Ablenkung, sondern zu einer weiteren dominanten AJ Phase, der Cobb viel am Boden hielt. Als alle schon einen Sieg von AJ befürchteten, schaffte Cobb das Comeback und gewann mit dem seit Lucha Underground beeindruckenden Wrath of the Gods.

Es folgte das letzte Erstrundenmatch des Tages und einer der Momente des Turniers, als Cara Noir seinen großartigen Schwanenseeentrance zeigte, der von der Länge an den Undertaker erinnerte, und nahezu ebenso euphorisch begleitet wurde. Im starken Kontrast dazu kam der Body Marius Al Ani dann mit Rapmusik rein und gab an, die Fäuste sprechen zu lassen. Hier entwickelte sich ein gutes Match, bei dem Al Ani am Ende oft sehr kurz vor dem Sieg stand, was die Zuschauer allerdings gar nicht gut fanden. Das waren fast Bad Bones Reaktionen für Al Ani, der mehrere Ankle Locks und andere harte Aktionen zeigte. Cara Noir konnte sich immer wieder irgendwie befreien und konnte dann überraschend eine Submission anbringen und gewinnen. Ein wirklich gutes Match und die Heel Rolle von Al Ani könnte dem Turnier fehlen, jetzt wo keine Heels mehr dabei sind.

Im Main Event wurden die Tag Team Titel ausgekämpft und ich muss noch mal die Titelhistorie Videos vor den Titelmatches ansprechen, die die Titel einfach unglaublich aufwerten. Apropos Aufwerten: Die Titel haben die Pretty Bastards unglaublich aufgewertet, die immer selbstsicherer werden und auf einmal richtig gut ankommen. Gegen die beliebten JayAA war natürlich trotzdem kein Kraut gewachsen, das war spätestens nach der Backstagepromo von Andy klar, die man einfach gesehen haben muss. Er agierte Backstage voraufgezeichnet mit der Halle, die ihm komplett aus der Hand fraß und alle Reaktionen brachte, die beabsichtigt wurden. Für mich ein Segment des Jahres.

Auch in der Halle war JayAA sehr beliebt und so wurden Andy und Schürrle immer wieder mt lauten Anfeuerungsrufen bedacht. Das Match wurde ziemlich auf Augenhöhe geführt, wobei JayAA etwas überlegen agierten. Dennoch sah es so aus, als könnten die Bastards die Titelverteidigen als Bobby Gunns den Referee ablenken konnte, sodass Norman Harras die Titelgürtel ins Spiel brachte und die Bastards ihre Kontrahenten damit ausknockten. Zum Glück konnte Skillet auskicken und als Tas die beiden Übeltäter vom Ring verbannte, revanchierten sich die Herausforderer ebenfalls mit Gürtelschlägen. Der Finisher hinterher saß und wir haben neue, von 90% der Halle, sehr bejubelte Champions und gehen mit einem positiven Gefühl in den zweiten Tag!


Viertelfinalteilnehmer:

Mike Bailey
Jurn Simmons
The Rotation
Eddie Kingston
Bandido
Shigehiro Irie
Jeff Cobb
Cara Noir

Top 3 Momente des ersten Tages:

- Bandido vs. Julian Pace
- Cara Noirs Entrance
- JayAA gewinnen die Tag Team Title



Fazit:

Man hört ja immer davon, dass die Carat Shows überragend sind und die Feste des Jahres. Beides konnte ich noch nicht zu 100% feststellen, auch wenn ich durchgehend gut unterhalten wurde und auch einige tolle Matches gesehen habe. Wrestlerisch fehlt noch das große Highlight, auch wenn es natürlich keine schlechten Matches gab. Es ist auch nichts schlechtes, noch etwas Steigerungspotential zu haben und man darf gespannt sein, was die wXw heute und morgen noch aus dem Hut ziehen werden. Note: 2-

(geschrieben von unserem Redakteur Otto Addo)


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