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Europa: wXw World Tag Team Festival - Tag 3 - Bericht
Verfasst von Griese am 07.10.2019, 11:01 Uhr
wXw – World Tag Team Festival – Tag 3, 06.10.2019, Turbinenhalle Oberhausen


Ambition Wildcard Edition

Der dritte Tag begann mit Ambition und auch wenn es das dritte Turnier des Wochenendes war, bot es durch seinen Stil und seine Teilnehmer eine willkommene Abwechslung zu der Abendveranstaltung. Zu Ambition muss ich sagen, dass ich in der Welt des Shoot Style Catchens gar nicht zu Hause bin und zuvor auch nie ein Ambition sah. Zudem kannte ich auch fast alle Teilnehmer nicht.





Die Vorrunde begann mit Daniel Makabe gegen James Runyan und wie alle Vorrundenkämpfe gab es hier einen soliden Kampf zwischen zwei Männern, der viel auf dem Boden stattfand. Zu den einzelnen Sequenzen kann ich gar nicht so viel sagen. Runyan kam als eine Art Schönling mit einer Robe rein, was irgendwie gar nicht zu dem Format passte, im Ring konnte er aber mit Makabe, der einer der Favoriten war, mithalten und verlor ein knappes Match.

Im zweiten Match traf Dominic Garrini auf Alexander Dean und hier kannte ich beide Kämpfer immerhin schon vom Vortag. Auch dieses Match war kurzweilig und geprägt von Action am Boden. Dean war natürlich der kräftigere und versuchte immer wieder Schläge einzubringen, doch Garrini war an dem Tag zu stark und konnte ihn zur Aufgabe bringen.

Anschließend gab es Kevin Lloyd gegen Rust Taylor, der an diesem Wochenende doch einiges zu tun bekam. Taylor hat mich sehr überzeugt mit seiner technischen Klasse und Lloyd hatte einen kleinen Fanclub dabei, sodass zum ersten Mal etwas Stimmung abseits des Klatschens aufkam. Das Regelverständnis war ein Problem für Taylor, der dennoch gewinnen konnte. Lloyd bekam großen Applaus nach dem Match.

Abschließend durfte A-Kid, der kurzfristig eingesprungen war, dann gegen Scotty Davis ran, der ebenfalls einen Fanklub am Start hatte. Das Match war vielleicht das Härteste bisher, vor allem nachdem Davis seinen Kontrahenten aus dem Ring beförderte, was natürlich illegal war. A-Kid kam wutentbrannt zurück und es entbrach eine schöne Klopperei, an deren Ende A-Kid sich durchsetzen konnte.

Es wurde der Ambition Superfight für das Carat Wochenende angekündigt und mit Yuki Ishikawa gegen Daisuke Ikeda hat man auf jeden Fall einen Kracher rausgehauen. Auf den Rängen wurde vor Begeisterung getanzt und auch ich freue mich sehr, Ikeda mal in einem wXw Ring sehen zu können.

Dann folgten die Halbfinals und ehrlich gesagt konnte ich qualitativ keinen großen Unterschied zu den Runden davor erkennen. Zunächst traf Daniel Makabe auf Dominic Garrini und beide wurden als ebenbürtig dargestellt. In einem etwas längeren Match konnte Makabe aber letztendlich den Sieg holen und in das Finale einziehen. Ihm folgte A-Kid in einem etwas kürzeren Match, weil Rust Taylor wieder Regellücken aufwies und nicht angreifen durfte, als er es wollte und dadurch entscheidend abgelenkt wurde. Ansonsten war das auch hier ein solides Match.

Es folgte der Superfight zwischen dem neuen Champion Timothy Thatcher und Oney Lorcan. Beide hielten auf dem Bildschirm noch mal eine Promo, in der sie den Gegner lobten und sich auf den Kampf freuten. Der Kampf war dann natürlich im gleichen Format wie die Turniermatches, doch deutlich länger und man konnte die Anspannung wirklich spüren. Auch hier gab es lange Bodenphasen, an deren Ende aber oft einer der Kämpfer angezählt wurde. Thatcher blutete auch wieder und irgendwann wurde es dann richtig schön aggressiv, als beide Männer auch im Stand aufeinander eindroschen. Hier gab es dann auch mal keine Submission als Finish, sondern einen Knockout, was dem Event einfach gut getan hat. Im Anschluss ließen sich beide Männer zurecht feiern und verließen den Ring dann für das Finale.





Dann gab es das Finale, in dem Daniel Makabe auf den in letzter Minute eingesprungenen A-Kid traf. Ehrlich gesagt blieb mir das Match nicht so sehr in Erinnerung wie der Superfight vorher, doch ich weiß noch, dass es ein harter Kampf war, der auch etwas länger dauerte und bei dem der Favorit, Daniel Makabe, leider den Kürzeren ziehen musste, sodass ein Kind Ambition gewonnen hat.


Fazit

Ambition war ein kleines, kompaktes Turnier, das mich zu unterhalten wusste. Aufgrund meiner fehlenden Vergangenheit in dem Bereich kann ich das Turnier kaum mit vergangenen vergleichen und weiß daher nicht, ob es besser oder schlechter als vergangene Editionen war. Auch kann ich schwer beurteilen, ob es irgendwelche beeindruckende Aktionen am Boden etc. gab. Ich wurde gut unterhalten und die zwei Stunden vergingen wie im Flug.

Note: 2


Media Panels

Zwischen den Veranstaltungen hatten wir wieder einmal die Chance einigen Wrestlern und dieses Mal auch den Verantwortlichen der wXw Fragen zu stellen. Die wichtigsten Aussagen fasse im Folgenden mal zusammen.

Der erste Gast war Jay Skillet. Einige Fragen drehten sich natürlich, um das Comedy Match vom Vortag. Laut ihm waren 10-12 Leute an der Vorbereitung beteiligt. Andy war einer der Hauptakteure, da er oft vor Ideen übersprudelt. Die Zucchini kamen von der Veranstaltung in Erfurt. Dort wussten sie schon, dass sie die einsetzen müssen.

Weitere Fragen: Wo will er mal wrestlen? Skillet sagte dazu, dass er überall dort hingeht, wo er bezahlt wird. Zu seiner Arbeit als Trainer in der Academy sagte er, dass er einfach reingeworfen wurde und während der langen Verletzungspause auch viel Zeit hatte. So habe sich in dem Bereich alles natürlich entwickelt.


Als nächstes waren Felix Kohlenberg, Tassilo Jung und Dennis Birkendahl zu Gast. Alle wurden durcheinander befragt, ich fasse hier mal die Antworten der Personen nicht in zeitlicher Reihenfolge zusammen.

Felix Kohlenberg wurde gefragt, wie es zum Engagement von WALTER bei BJPW mit Daisuke Sekimoto kam? Dieses lief zum Teil direkt, zum Teil über die wXw, da Daisuke keinen Ansprechpartner hatte. Sie waren froh zu helfen, da das Match in der Sumo Hall ein Traum von beiden ist.





Eine weitere Frage war, wie man es schaffte WALTER zu ersetzen? Dies sei schwierig, da er bei allen Wochenenden bisher dabei war und viel mehr tat, als alle sahen. Viele Wrestler würden sich nun seine Aufgaben teilen und in die Bresche springen.

Die Showcase Veranstaltung beim 16 Carat im März wird nicht mehr Wrestling Deutschland sein, sondern international, weil es die Partnerpromotions, die bei wXw NOW sind, auch verdient haben und der Event im letzten Jahr nicht besonders gut ankam. Dies sei aber nicht der einzige Grund, die Idee entstand schon vorher.


Dennis Birkendahl sprach über die neuen Themes. Hier ging alles sehr schnell, da sie kurzfristig die Musikbibliothek wechseln mussten und so viele Ideen verloren gingen. Jeder Wrestler bekam 2-8 Themes vorgelegt und konnte selber entscheiden. Negative Punkte sieht er im Moment nicht in Bezug auf die Themes. Es würde eher helfen die Themes nun auch bei wXw NOW Hören zu können. Man hat natürlich versucht sich an den alten Themes zu orientieren, aber nicht immer gibt es einen 100% Kopie.

Das Booking des Turniers nahm aufgrund der Ausfälle 20h Telefonkonferenzen ein. Also 60h Arbeitszeit. Sie hatten schon einen guten Plan, als die Absagen reinkamen. Der neue Modus hat geholfen, da man so nur Sieger booken und nicht immer wieder neu durchrechnen musste. Vieles wurde on the fly noch am Morgen gebookt, da über Nacht neue Ideen kamen.

wXw Digest war die Idee von Tas für Leute, die keine Zeit haben komplette Shows zu gucken. Es wird bisher gut angenommen.


Tassilo Jung wurde zu NXT-UK befragt und wie es die Shows beeinflusst. Er gab an, dass Femmes Fatales wohl am härtesten betroffen war. Generell müssen sie lernen damit umzugehen und darum herum zu arbeiten.

Es wurde nach dem Ende von Shotgun und den neuen Road To … Shows gefragt. Das ist natürlich ein anderes Storytelling, aber früher wusste sie auch immer schon längerfristig wer wann da ist. Durch die vielen neuen Konstrukte ist dies nun nicht immer möglich, sodass das aktuelle Konzept besser passt.

Lelya Hirsch wurde gelobt und Tas stimmte dem zu. Sie kam zum Trainieren und sie wollten ihr eine Chance bei Femmes Fatales geben, weil sie merkten, was sie für ein Potential sie hat und wollen sie natürlich so oft wie möglich wieder booken.

Auf Daisuke Ikeda kamen sie über Yuki Ishikawa. Der nahm den Kontakt auf und schon nach 10 Minuten antwortete Ikeda positiv auf die Anfrage. Als sie die Graphiken in der Halle vor der Show testeten, wärmte sich Daniel Makabe auf der Stage auf und ist komplett ausgemarkt, als er den Superfight Ikeda vs. Ishikawa gesehen hat.

Sie wollen gerne wieder im UK veranstalten, wissen aber nicht, wie es mit dem Breit weitergeht.

Für Ambition kamen so viele Bewerbungen, dass sie wirklich filtern mussten. Generell haben sie viele interessante Wrestler gefunden. Tas fragte sich, warum jemand wie Rust Taylor frei, ohne Vertrag herumläuft. Er sei einfach großartig.


Der nächste Gast war Daniel Makabe. Er nannte Volk Han und Billy Robinson als seine Inspirationen. Er hat keinen besonderen sportlichen Hintergrund, sondern war einfach ein Fan, der alles ausprobierte was er im Fernsehen sah.

Zur wXw kam er über den Aufruf zur Ambition-Bewerbung. Sofort schrieben ihm 15 Leute ein DM, dass er das doch bitte machen soll. Mit seiner Leistung bei Ambition ist er zufrieden, auch wenn sein Knie komplett durch ist. Außerdem sprach er darüber wie es ist fast blind zu wrestlen (er kann ohne Brille fast nicht sehen) und gab an, dass es ihn nicht beeinträchtigt. Am ehesten noch als Face, wenn er High Fives von Fans annehmen wollte und diese verfehlte. Deswegen gibt er ihnen mittlerweile die Hand.

Sein Durchbruch waren die Matches mit Timothy Thatcher im Jahre 2017. Hier gab ihm Thatcher auch einen Ringkampf Schal, was ihn tief bewegt hat. Er hat großen Respekt vor Thatcher und die Matches und Geste bedeuten ihm alles. Daniel Makabe brach hier sogar in Tränen aus. Kommentar von mir:Ein sehr authentischer, sympathischer Wrestler, den die wXw öfter buchen sollte. Er kann ihnen sicherlich im und außerhalb des Rings viel geben.

Makabe sprach noch über die Trikots und wieso er sie trägt? So sei er nicht besonders athletisch, fand aber auch den schwarzes T-Shirt Look, den alle von Kevin Stehen kopierten langweilig. Hero machte es vor, er führte es weiter, aber eben mit Fußball und auch während der Matches.


Als nächstes betrat Bobby Gunns die Bühne. Auch er sprach über Vorbilder und nannte ebenfalls Billy Robinson, die britische Szene von früher und alle Leute, die früher in Bremen catchten (Schumann, Finlay, Regal etc.)

Auch wenn er gestern ausgebuht wurde, so ist er stolz auf das Match und es ist das Wichtigste überhaupt eine Reaktion zu bekommen. Er wurde vom Heel zum Face ohne je irgendwas geändert zu haben. Einfach nur weil die Fans es plötzlich gut fanden, was er tat. Er ist traurig, dass seine Theme weg ist und fragt sich, ob das wirklich das Beste ist. Die neue Theme ist aber auch gut und Daft Punk wird in einem halben Jahr vergessen sein, wie es immer ist.

Seine Pläne für Hamburg sind einfach. Da er unbesiegt ist, will er dort seinen Titel verteidigen. Verteidigen? Ja, denn in Dresden wird er sein Rematch bekommen und dann eben in Hamburg seine Serie ausbauen und den Titel verteidigen. Die ganze Story um das Nordderby war seine Idee. Es war einfach natürlich und wurde gut umgesetzt.


Anschließend waren die Arrows of Hungary zu Gast. Sie sprachen über die ungarische Wrestling Szene, die kurios ist. In den 40ern waren die Stadien voll, doch dann gab es mehrere Regimewechsel und das Wrestling war tot. Sie brachten es mit der HCW wieder nach oben und haben mit harter Arbeit und Marketing Fans gewonnen. Das kuriose ist, dass das keine Wrestling Fans, sondern HCW Fans sind, die kein anderes Wrestling gucken.

Sie trainieren 60 Leute jede Woche und es gibt vielversprechende Breakout Kandidaten. Sie wollen weiter die Jugend Ungarns trainieren, aber sich auch in der wXw und im UK etablieren. Der erste Schritt ist es Regulars hier zu werden und nicht immer nur für einzelne Touren gebookt zu werden.

Icarus wurde zu seinem Dive befragt. Dies mache er schon ewig, um sich abzugrenzen, da er weder der kräftigste, noch der technisch Beste ist. Es war sein 11. Dive und einer der leichtesten. Er weiß, dass er sich auf seinen Partner verlassen kann, der ihn unten fängt und hat keine Zweifel. Das Turnier ist zu groß, um es nicht zu tun.


Abschließend war noch Faye Jackson zu Gast. Sie sprach über sich und die Workhorsemen und darüber, dass ihr Southern Stil jetzt rüberschwappt. Sie ist froh darüber und kommt gerne immer wieder zur wXw, wenn sie gefragt wird, da die Trainingsmöglichkeiten so gut sind. Das Leben in der Academy sei für sie als Einzelgängerin eine Umstellung, doch es macht Spaß und sie lernt viel.



WTTF – Nacht 3

Nach einem langen Wochenende ging es dann zurück in die Halle zu Nacht 3 und auch hier gab es schon vor der Show einen kleinen Anheizer, als die Anti Fun Police in den Ring kam und ein Match gegen Alexander Dean und Golden Boy Santos bestritt. Natürlich war das nur ein Pre-Show Match, aber auch hier gab es einige komische Momente, natürlich zwischen Santos und Santos, die beide beweisen wollten, der richtige Santos zu sein. Standesgemäß gewann dann natürlich die Anti Fun Police und wurde mit lautem Jubel aus diesem Wochenende verabschiedet.

Die Hauptshow wurde dann, wie sollte es auch anders sein, mit einem Fourway eröffnet. Scotty Davis und Rust Taylor aus Ambition durften ebenso ran wie Jay Skillet und Oliver Carter, dessen einziger Einsatz an dem Wochenende das war. Ich muss glaube ich nicht viel dazu schreiben. Es war der typische Fourway, wie man ihn bei der wXw schon zigfach gesehen hat. Kann man gucken, war auch gut, wird man aber bald wieder vergessen haben. Scotty Davis gewann gegen Rust Taylor, der daraufhin seinem Gegner den Mittelfinger zeigte. Gut so!

Das zweite Match der Hauptshow war eine willkommene Abwechslung, denn die gestern so großartige Leyla Hirsch war wieder am Start und sie bekam mit der zurückkehrenden Killer Kelly ein echtes Brett vorgesetzt. Sie versuchte auch einige Minuten dieses Brett zu durchbohren und brachte einige starke Aktionen an die Frau, doch musste sich dann am Ende doch dem Killerinstinkt ihrer Gegnerin geschlagen geben. Ein gutes Match zwischen beiden, was ich in den kommenden Monaten gerne öfter sehen will.





Im nächsten Match trafen die Workhorsemen, die vielleicht das beste Team an diesem Wochenende waren, auf Schadenfreude und guckt euch das Match gerne an, denn hier gab es richtig auf die Brust und ins Gesicht. Vor allem Lucky Kid wurde lange Zeit übel malträtiert, wobei sich JD Drake und Anthony Henry nicht viel nahmen, doch gegen Ende gab es natürlich auch die Retourkutsche. Dazu ein Match mit einer grandiosen Stimmung, weil die Workhorsemen einfach auch für das Publikum das Team des Wochenendes waren. Nicht umsonst gab es nach dem Match, das Lucky Kid nach all der Prügel, die er einstecken musste, doch noch für sich entscheiden konnte, sehr laute „Please Come Back“ Chants des Publikums. Well deserved, ich schließe mich dem zu 100% an. Schadenfreude feierte dann, nur um von Purge Club unterbrochen zu werden, der sich nach der Schmach von gestern natürlich rächen wollte. Es folgte ein klassischer Beatdown gegen Schadenfreude. Schade, dass der Purge Club so wenig aus sich macht. Die Theme und der Entrance sind toll, der Beatdown total generisch und man hat das alles schon zigfach gesehen. Wo ist die Anarchie? Wo der Unterschied zu den Beatdowns von Rise? Ein Knüppel reicht dafür nicht.

Es folgte das Shotgun Titel Match und bei mir setzte ehrlich gesagt ein bisschen der Hangover ein. In der fünften Show ist es wahrscheinlich natürlich, dass man irgendwann etwas ausgelaugt ist und das war ich hier. Dieses Match war sicherlich grundsolide und Flamita zeigte auch einige starke Aktionen. Allerdings war es klar, dass der Titel hier auf keinen Fall wechseln würde und ich wurde einfach müde. Wie gesagt: Objektiv und on demand sicherlich ein gutes Match, mich hat es an diesem Abend nicht abgeholt.

Gleiches kann man dann auch für die erste Titelverteidigung von Timothy Thatcher sagen. Auch hier war das Problem, dass Jonathan Gresham natürlich auf keinen Fall gewinnen würde, auch wenn er an dem Wochenende schon zwei Siege hatte, die in zu einem legitimen Contender machten. Es half auch nicht, dass Gresham die ersten zehn Minuten wie ein Heel rüberkommen wollte und dauernd aus dem Ring oder in die Seile ging. Das Match steigerte sich noch, als auch Gresham teilnahm und hatte einige tolle Momente. Abgeholt hat es mich nicht wirklich, aber auch hier muss man wahrscheinlich noch mal bei wXwNOW reingucken und wird sehen, dass das Match aufgezeichnet so viel besser war, als zu diesem Zeitpunkt in der Halle.

Nach dem Match kam dann noch mal Stimmung in die Bude als Ilja die Halle unter schallenden Buhrufen betrat. Thatcher zeigte die beste Aktion des Wochenendes, als er einfach ging, um sich den Scheiß nicht anhören zu müssen. Ilja beleidigte alles und jeden und verlange Karsten Beck, eine Titelchance, eine wärmere Halle und was man nicht so alles verlangen kann. Als Karsten nicht darauf einging, streckte er ihn nieder und Davis Starr machte den Run In. Beide keilten ein wenig umher, wurden dann getrennt und ein Match für nach der Pause angesetzt.

Nach der Pause gab es dann das Match und es hat wirklich alles übertroffen, was ich mir erhofft hatte. Ich glaubte an einen Angle und ein kurzes Match, doch beide gaben sich richtig aufs Fressbrett und hauten eines der besten Matches des Wochenendes raus. Ilja natürlich als Bösewicht und Starr als Held der Massen, der den bösen Russen/WWE Guy (hier ist Ilja noch nicht aus Schottland) fällen wollte und verdammt oft verdammt nah dran war, aber dann doch das Nachsehen hatte. Die Intensität in diesem Match war herausragend und wenn die beiden so rangehen, dann könnte ich mir das Woche für Woche angucken.

Es folgte das vorletzte Match des Abends. LuFisto löste ihren gestern gewonnenen Titleshot direkt ein und traf auf Amale, die gegen eine solch gute Gegnerin dann auch prompt eines ihrer besten Matches zeigte. Für mich lag das Match knapp hinter dem Femmes Fatales Finale vom Vortag, doch es war wirklich ein gutes Aufeinandertreffen, bei dem Amale vielleicht etwas zu schnell gewann und LuFisto leider sehr schnell weg war, sodass sie nicht gebührend verabschiedet werden konnte. Dann muss sie hoffentlich noch mal wiederkommen, denn ihre Leistung an dem Wochenende war einfach toll.

Chris Hero/Kassius Ohno ist bei Anniversary neben Meiko Satomura und Robbie Brookside am Start!





Es folgte der Main Event. Schon über die Show bekamen alle Teams noch einmal Promozeit über den Bildschirm, sodass die Motivation klar war. Das Match fand unter Elimination und Tornado Rules statt und plätscherte ehrlich gesagt ein bisschen vor sich hin, bis Icarus wieder vom Balkon springen wollte. Ahura konnte das verhindern und strippte dann lieber auf dem Geländer, was wiederum Icarus verhindern konnte. Beim Runtergehen ging es für Icarus dann über das Geländer, er wurde in den Ring geschleift und die Arrows waren Geschichte. So wirklich lang ging das Match zwischen den Bastards und Lorcan/Burch dann auch gar nicht, bevor Bobby Gunns den Ringrichter bei einem Pinversuch der NXT Kombination rauszog, sich in den Ring begab und den Bastards beistand. Als diese gerade zum enstcheidenden Schlag ansetzen wollten, stürmte Norman Harras in den Ring und es schien auf eine Pattsituation hinauszulaufen, doch auch Harras schloss sich der Gruppierung an und so konnten die Bastards den Titel gewinnen. Danach feierte die neue Fraktion bei ein paar Zigaretten den Titelgewinn, um die Show ausklingen zu lassen. Von den Rängen gab es vereinzelte Buhrufe, einige Verwirrung, aber auch viel Jubel für die neue Fraktion, die mit Vollgasteren wohl gleich einen Gegner hat, denn Gunns trug einen verdächtigen Hoodie bei seinem Eingriff.





Fazit

Der Samstag kann eigentlich nicht übertroffen werden, doch an so einem Wochenende muss das auch nicht das Ziel sein. Die ersten Match waren gut, die beiden Titelmatches vor der Pause wahrscheinlich objektiv auch, für mich in der Halle ehrlich gesagt nicht und nach der Pause gab es dann noch das MotN, ein gutes Frauentitelmatch und einen Main Event, der vor allem vom Angle lebte.

Note: 2


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