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AEW: Roundtable zu AEW All Out! (neues Konzept)
Verfasst von Griese am 30.08.2019, 09:03 Uhr
Hallo liebe Forumsmitglieder,

Roundtables sind auf dem Cyboard ja schon seit über einem Jahrzehnt eine Tradition. Eine Tradition, die wir pflegen und gerne in Zukunft wieder ausbauen wollen. Allerdings ist es für viele Leser und auch für manche Schreiber nicht immer spannend zu jedem Match einfach nur etwas zum Sieger und Aufbau des Matches zu schreiben. Da auch die AEW raus aus dem Mainstream Alltagstrott will und sich aufmacht mit altbekannten Konventionen zu brechen, ist es naheliegend die Shows dieser neuen Promotion ebenfalls auf einem etwas anderem Wege zu besprechen. Deswegen geht es hier nicht nur um die Matches und ihre Ausgänge, sondern auch um einige Thesen, in denen wir auf die Zukunft der AEW eingehen wollen.


Erster AEW World Champion Adam Page oder Chris Jericho - Was wäre besser?

Shinigami:
Ohne hier groß über den etwas schwachen Aufbau des Matches zu reden, komme ich gleich zum Punkt. Meiner Meinung nach sollte Chris Jericho der erste AEW Champion werden. Warum? Es würde zu seinem Gimmick passen. Nachdem, was er alles für AEW getan hat, ist es sein gutes Recht, Champion zu werden und es würde seine Überheblichkeit noch weiter steigern. Er muss noch nicht mal sauber gewinnen, damit man etwas hat, womit man in den Weeklies weitermachen kann. Adam Page bleibt erstmal der Jäger und kann so noch mehr Sympathiepunkte sammeln, bis es zum Feel Good Moment kommt.

Hermann Rieger:
Der erste World Champion einer neuen Promotion sollte natürlich sowohl einen einigermaßen klangvollen Namen haben, aber auch den Weg für die Zukunft ebnen. Wenn es nur danach geht, dann muss der erste World Champion von AEW, wenn man nur aus diesen beiden Namen wählen kann, Chris Jericho sein. Y2J war schon in vielen Promotions Champion, ist der größte und bekannteste Name im Roster und hat sich für die nächsten Jahre der AEW versprochen. Er hat schon mehrfach bewiesen, dass er eine Promotion tragen kann und wäre medientechnisch sicherlich das optimale Zugpferd für die ersten Monate. Zudem könnte es für einen großartigen Moment sorgen, wenn es nach Monaten dann irgendjemand, der bis dahin behutsam aufgebaut wird, schafft ihn zu bezwingen und sich zu krönen.

Andererseits könnte die AEW natürlich mit einem Upset zeigen, dass bei ihnen wirklich einiges anders läuft und es nicht nur um die Namen und die Vergangenheit, sondern um die Zukunft des Wrestlings geht. Ein Adam Page wäre als unbeschriebenes Blatt dann sicherlich die bessere Wahl als der fast fünfzigjährige Jericho, an dem sich trotz eines NJPW Engagements schon einige Leute satt gesehen haben. Wenn ich aber ehrlich bin, dann wären mir für diesen Zweck aber 2-3 bessere Namen als Page eingefallen, der bisher auch noch nicht zu 100% ankam und bei mir absolut kein Big Match Feeling erzeugt. Wenn man jemanden zum Champion machen will, der bisher nicht in der WWE war und noch ein frisches Gesicht ist, hätte man eher zu Kenny Omega greifen sollen, der dann doch auf allen Ebenen mehr Potential hat. Deswegen votiere ich bei den beiden Alternativen auf jeden Fall für einen Sieg von Y2J!


EdgeGF:
Nach Double or Nothing habe ich diese Frage noch eindeutig beantwortet. Als erster AEW World Champion kam für mich zu diesem Zeitpunkt nur Chris Jericho in Frage. Auch heute spricht noch nahezu alles für ihn. Er ist eines der bekanntesten Gesichter im gesamten Wrestling Buisness. Er ist einer der besten Mic Worker der heutigen Zeit, wenn nicht sogar aller Zeiten. Er hat Charisma, ist im Ring immer noch gut und hat in der Vergangenheit bereits zahlreiche Titel gewonnen. Kurzum gesagt Chris Jericho ist ein Star, der Millionen von potentiellen Zuschauern bekannt ist und als Heel Champion besser funktionieren dürfte als ein Face Champion zu dem neue Zuschauer der TV Show noch keine Verbindung aufgebaut haben. Dazu benötigt es mehr Zeit und Aufbau.
Demzufolge erscheint es mir nur als allzu sinnvoll, dass Chris Jericho der erste AEW World Champion wird. Und doch kann ich nicht umhin kommen zu erwähnen, dass Adam Page seid Fight for the Fallen mehr Charaktertiefe bekommen hat. Der Angriff von Jericho hat ungewollte Spuren hinterlassen, was wiederum Page ausnutzte, um sich im Anschluss besser in Szene zu setzen. Im ersten Video nach Fight for the Fallen zog sich der Hangman eine Tackerklammer aus der Wunde. Blut lief sein Gesicht herunter und tropfte in ein Waschbecken. Es sind diese einfachen, aber doch genialen Momente die dem Charakter Adam Page die Tiefe geben, die ihm zuvor fehlte.
Die AEW hat es sich auf die Fahnen geschrieben, anders sein zu wollen. Dementsprechend müsste man den Schocker bringen und dem Hangman den Titel gewinnen lassen. Ich glaube allerdings nicht daran. Ich gehe nicht davon aus, dass man mit einem Face als Champion in die Shows gehen wird. Ein Turn könnte in Frage kommen, besonders das Page zuletzt mitteilte, wie sehr er doch diesen Titelgewinn entgegen aller Erwartungen brauchen würde und doch glaube ich, dass man mit Adam Page weiterhin als Face plant.
Der erste AEW World Champion wird Chris Jericho. In den folgenden Monaten sollte Adam Page aus dem Titelgeschehen erstmal rausgehalten werden. Ich will sehen, wie er nach dieser Niederlage mit sich zu kämpfen hat, sich wieder fängt und langsam seinen Weg zurück an die Spitze in Richtung eines Titelmatches erarbeitet. Ich will sehen wie man diese Fehde in 1-2 Jahren wieder aufgreift und Page entweder durch einen Sieg über Chris Jericho in die Position für ein weiteres Titelmatch bringt oder ihn gar gegen Jericho den Titel gewinnen lässt, um diese Story mit einem Feel-Good Moment abschließen zu können. Doch noch ist die Zeit von Adam Page nicht gekommen.

Beginnend mit All Out, wird die Tag Team Division das Aushängeschild der AEW?

EdgeGF:
Es ist mit Sicherheit noch zu früh um ein endgültiges Fazit zu ziehen und doch komme ich nicht umhin zu erwähnen, dass ich den Eindruck gewonnen habe, dass die AEW bereits jetzt schon eine der besten, wenn nicht sogar die beste Tag Team Division besitzt. In der AEW treten zwei der besten Tag Teams der Welt an. Die Young Bucks und die Lucha Brothers. Ergänzt wird die Division mit etablierten Teams, wie den Best Friends, SCU und der Dark Order, die in den Indys besser bekannt sind als Super Smash Brothers. Doch auch mit dem Aufbau von neuen Teams ist man beschäftigt. Bei All Out wird es SCU in einem Trios Match mit Luchasaurus und Jungle Boy, A Boy and his Dinosaur zu tun bekommen. Als Anhängsel werden sie von Marko Stunt unterstützt. Das Team und insbesondere Luchasaurus ist bereits nach einem Match over und wird vermutlich auch noch in der Zukunft ein wichtiger Bestandteil der Tag Team Division werden. Des Weiteren tritt ein weiteres unbekanntes Team mit der Private Party bei All Out auf Angelico und Jack Evans, die einige von euch noch von Lucha Underground kennen werden. Im anstehenden Turnier zur Bestimmung der ersten AEW World Tag Team Champions bekommt die Private Party einen prominenten Spot und tritt in ihrem Erstrundenmatch auf die Young Bucks. Mit dem Turnier wird deutlich, dass man auch in Zukunft bereit ist die Tag Team Division als eine der wichtigsten Säulen der Liga darzustellen. Unterstrichen wird dies durch den bisherigen Einsatz der Tag Team Division bei den bisherigen 3 Events. Sowohl bei Double or Nothing, als auch bei Fyter Fest befand sich ein Tag Team Match im Co Main Event. Bei Fight for the Fallen traten die Young Bucks gegen Cody und Dustin Rhodes sogar im Main Event an. Die AEW meint es ernst mit der Tag Team Division. Wird sie das Aushängeschild der AEW werden? Bevor sich die anderen Divisionen aufgebaut haben, wäre es zu früh ein Urteil darüber zu fällen, aber es erscheint mir als sicher, die Tag Team Division als eine der tragenden Säulen der AEW zu bezeichnen.

Hermann Rieger:
Die Tag Teams standen bisher einigermaßen im Mittelpunkt, das stimmt, und es macht wirklich Hoffnung, dass die Titel in einem großen Turnier ausgekämpft werden. All dies lässt die Tag Team Division in einem guten Licht stehen. Dieser These muss man also eigentlich sofort zustimmen. Für ein Aushängeschild bräuchte die Division sowohl in der Spitze als auch in der Tiefe einige starke Teams. Die beiden prominentesten Vertreter stehen natürlich im Leitermatch und zu ihnen muss eigentlich nichts mehr gesagt werden. Wer diese beiden Teams aufbieten kann, muss sich in der Spitze vor niemandem verstecken. Allerdings muss man auch schon kurzfristig, aber natürlich vor allem langfristig, auch andere Teams aufbauen, einiges an Varianz einbringen, um so zu einem Aushängeschild zu werden. Man hat einige Teams im Roster, die in etwa auf einem Niveau agieren, allerdings gibt es im Moment keines, dem ich glaubhaft einen Sieg gegen die Lucha Brothers oder die Young Bucks zutrauen würde. Wenn wir die Teams mal durchgehen sind SCU die Veteranen, die vor allem die anderen Teams aufbauen werden. Die Dark Order wurde sehr besonders eingeführt und kann auch für die eben geforderte Varianz stehen, aber sie brauchen noch etwas. Die Best Friends und Angelico/Evans sind etablierte Teams, die aber Light Versionen von den guten Teams sind. Deswegen bin ich sehr gespannt, wie es die von EdgeGF erwähnten Teams schaffen die Division aufzumischen. Beide würden in anderen Promotions wohl eher nicht so gut funktionieren, zumindest A Boy and his Dinosaur brauchen viel Fantasie, um sie sich ganz oben vorzustellen. Auch die Private Party ist noch unten Karriereleiter und wird brauchen, auch wenn sie prominent gefeatured werden. Deswegen bleibe ich noch bei einem verhaltenen Ja, da die Breite zwar stark ist, aber die Spitze doch etwas dünn zu sein scheint.

Shinigami:
Ich kann meinen Vorredner nur anschließen, dass die Tag Team Division für den Anfang gut aufgebaut ist, aber dass es das Aushängeschild wird wage ich zu bezweifeln. Man muss die Teams fernab vom Titel auch irgendwie beschäftigen und da wird es wohl schwierig für den Großteil der Tag Teams glaubwürdige Storys über einen langen Zeitraum laufen zu lassen. Die Frage die ich mir stelle ist, ob die Tag Teams ausreichen, um genug Contender für den Titel zu haben, ohne das man sich nach einem Jahr in den Matches wiederholt. Ich gehe davon aus (alleine schon wegen der Young Bucks), dass die Tag Teams nicht stiefmütterlich behandelt werden und immer ein gewisses Spotlight genießen werden, aber nicht höher gestellt sein werden, als der Men/Women Championship.


Die Überraschung der AEW im ersten Jahr wird …?

EdgeGF:
Darby Allin.

Eine Festlegung auf einen Namen fällt mir alles andere als einfach. MJF ist ein junger und genialer Heel. Der selbst bezeichnete „youngest and fastest rising star in professional wrestling“ hat bereits viele Leute überzeugt und wird ab Oktober sicherlich auch die TV Zuschauer überzeugen können. Luchasaurus habe ich vorher bereits angesprochen. Vielleicht ist er dem ein oder andere noch als Judas Devlin in seiner Zeit bei der WWE bzw. FCW und später NXT bekannt. Wiederum andere kennen ihn als Vibora von Lucha Underground. Ein fast 2m großer Mann mit Masterabschluss zur mittelalterlichen Geschichte, der den ersten Eindrücken zu Folge ganz anständig im Ring ist und das Publikum mit seinem Gimmick und Auftritten bereits hinter sich gebracht hat.

Meine Entscheidung fällt trotzdem auf Darby Allin. Ein 22-Jähriger Jungspund der mir vor seinem Match gegen Cody bei Fyter Fest nicht bekannt war. In der 2. Folge zur Road to Fyter Fest lieferte in wenigen Minuten eine Promo ab, die jeder gesehen haben sollte, um den Charakter des Darby Allin zu verstehen. Es waren die vielleicht besten 4 Minuten, die ich bisher von der AEW gesehen habe. Er erklärte, dass er sich eine Hälfte des Gesichts bemalt, da sein Onkel ihn als 5-Jähriger angetrunken nach Hause fuhr und bei einem Unfall ums Leben kam. Ein Ereignis, was ihn in der Folge und auch heute noch mitgenommen hat, sodass es sich für ihn so anfühlt, als wäre an dem Tag ein Teil von ihm gestorben, was er durch die Gesichtsbemalung ausgedrückt will. Wie CM Punk lebt er nach den Straight Edge Prinzipien. Früher fuhr er auf halbprofessioneller Basis Skateboard und setzt sich auch heute noch immer gefährlicheren Stunts aus. Er war für eine Zeit obdachlos. Mittlerweile ist er mit Priscilla Kelly verheiratet, die bei den Mae Young Classics einen Auftritt hatte. Darby Allin ist schlicht gesagt ein Wrestler, den es so kein zweites Mal gibt. Seine Risikobereitschaft auf dem Skateboard überträgt sich auf seine Spots im Ring, mit denen er das Publikum mitreißen kann und doch muss man ständig Angst um seine Gesundheit haben. Es gibt nur wenige Momente bei denen ich den Atem anhalten muss. Einer davon war der Coffin Drop, einer der Signature Moves von Allin, auf dem Apron in seinem Debüt gegen Cody bei Fyter Fest. Ein Spot der die Zuschauer merkbar geschockt hat und den ich so kein zweites Mal sehen will, da er in dieser Form einfach sinnlos seine Gesundheit aufs Spiel setzt. Auch wenn er sich nicht verletzt hat, so zahlt er später für solche Aktionen seinen Preis. Wie man beim nächsten Event sehen konnte, so hat es Darby Allin in einem Match geschafft das Publikum mitzunehmen. Die Darby Allin Chants waren nicht zu überhören und so werden sie auch bei All Out nicht zu überhören sein. In einer Zeit in der Evolve einige schwerwiegende Abgänge zu verkraften hatte, konnte Darby Allin die Lücke füllen und die Evolve Zuschauer auf seine Seite ziehen. Es deutet sich bereits an, dass er die AEW Zuschauer ebenso auf seine Seite ziehen wird. Daher hat er das Potential die Überraschung des ersten Jahres in der AEW zu werden.


Hermann Rieger:
Da hat es sich der Kollege natürlich etwas leicht gemacht, denn nach all dem was von Allin und MJF gesehen, gelesen und gehört hat, sind sie die natürlichen Aufsteiger der Promotion und sollten in diesem Jahr schon einige Ausrufezeichen setzen. Nun frage ich mich natürlich, wie ich mich absetzen kann und habe das AEW Roster durchscrollt. Und ehrlich gesagt ist es mir ziemlich schwer gefallen jemanden zu benennen. Die Claims scheinen ziemlich abgesteckt mit vielen Topplayern, der Tag Team Division und den Füllresten. Das Damenroster ist noch so klein, dass ich das Außen vor lasse, da ich auch viele Athletinnen gar nicht fair bewerten kann. Man muss also etwas nicht komplett offensichtliches wählen.

Wahl 1 wäre Cody und ich habe schon in seiner Matchvorschau ausgeführt, dass ich glaube, dass er zu einer Art Veteran/Mentor werden kann, der nichts mit dem Titel zu tun hat, sondern immer wieder aufgebaute Matches bekommt, in dem es um was anderes geht. Ihn nicht im Titelrennen zu sehen wäre schon eine Überraschung, aber das reicht mir noch nicht ganz. Deswegen wähle ich seinen Gegner, Shawn Spears. Ich bin ehrlich: Spears hat mich nie überzeugt in der WWE und ich sah in ihm nie mehr als die untere Midcard. Doch wie er in ein paar Wochen aufgebaut wurde und auch einen Manager an die Seite bekommt zeigt mir, dass die AEW einiges mit ihm vor hat. Auf seine Weise ist er als Singles Wrestler noch recht einzigartig unterwegs und sollte sich Y2J aus dem Titelrennen verabschieden, kann ich ihn mir sogar im World Title Picture vorstellen. Das ist eine ziemliche Bold Prediction, aber ich traue ihm wirklich einiges zu und da Allin und MJF offensichtlichere Kandidaten sind, gehe ich mal ein Wagnis ein und wähle Shawn Spears.

Shinigami:
Meine zwei Roundtablemitstreiter gehen auf Nummer sicher und wählen Wrestler aus dem bestehenden Roster, aber das ist mir zu einfach. Das erste Jahr wird für die AEW das wichtigste, aber auch schwierigste Jahr. Sie haben etwas zu Beweisen und sind in der Bringschuld. Die Fans sind da und bereit für etwas Neues. Die ein oder andere Verpflichtung wird bestimmt noch gemacht werden und für Überraschung sorgen. Wer das sein wird, steht in den Sternen, aber Johnny Mundo und Taya stehen da ganz oben auf meiner Liste.

Einzelfehden sind natürlich ein essenzieller Bestandteil jeder Wrestlingshow, aber Stables sind in der Geschichte des Wrestlings nicht zu vergessen. Im ersten Jahr gehen ich davon aus, dass sich ein Heelstable bilden wird mit mindestens 4 Personen. Ich lehne mich weit aus dem Fenster und behaupte, dass ein Ex-WWEler so ein Stable gründet, um die AEW von innen heraus zu zerstören. Bestandteil des Stables sind Wrestler die unter Wert verkauft wurden oder von Cody (oder The Elite) schlecht behandelt/besiegt worden sind.

Irgendwie hab ich das Gefühl noch mehr schreiben zu müssen, da meine Kollegen so viel geschrieben haben, aber das ist meine Prognose als Überraschung für AEWs erstes Jahr: Ein dominantes Heelstable.

PAC vs Kenny Omega

Shinigami:
Mein Text zu Moxley vs Omega war schon fertig und dann kam die Meldung über Moxleys Ausfall. Schlecht für Moxley, aber vielleicht ganz gut für die Fehde. Kennys Promo über die Infektion hat das ganze nochmal intensiver gemacht. Nicht auszudenken, was bei Jons Rückkehr passiert. Ich freue mich jetzt schon drauf. Die AEW hat sehr schnell und gut darauf reagiert. Das Thema direkt angesprochen, den Ersatzmann bekannt gegeben und in den Ausfall in die Story mit eingebunden. Zu PAC selber kann ich leider nicht viel sagen und daher auch eher weniger zum Match. Aufgrund der kurzen Zeit, wird wohl eher beim Weigh-In noch etwas Spannung aufgebaut. Aus dem Bauch heraus, würde ich auf Kenny Omega als Sieger tippen.

Hermann Rieger:
Im Gegensatz zu meinem Kollegen, Shinigami, habe ich mir noch gar keine genauen Gedanken zu dem Match zwischen Omega und Moxley gemacht und werde dementsprechend nicht so kalt erwischt. Vorweg: So eine Verletzung ist immer unschön, doch wenn ich es einem Wrestler zutraue dieses Match sogar noch zu verbessern ist es PAC, der für mich das heißeste Eisen zum Start von AEW war und dann ja leider aus weiterhin nicht ganz offensichtlichen Gründen doch bisher nicht eingesetzt wurde. PAC gegen Omega dürfte auf jeden Fall das schnellere, spektakulärere Match sein, bei dem sich die Zuschauer auf einige atemberaubende Sequenzen einstellen können. Moxley kann man nach einer Rückkehr auf jeden Fall gegen beide in den Ring stellen und ihm im TV noch etwas mehr Profil geben. Aufgrund dessen, dass das Match so kurzfristig angesetzt wurde, kann ich mir nicht vorstellen, dass Omega verlieren wird. Er ist weiterhin einer der Hauptcharaktere der Liga und wird früher oder später um das ganz große Gold antreten. Ein No Contest/Draw scheint mir das höchste der Gefühle für PAC zu sein, der sicherlich in Zukunft auch noch in Richtung des ganz großen Golds gehen kann, aber für den Durchschnittszuschauer mit dem kurzen Aufbau nicht Favorit gegen einen Kenny Omega sein kann.

EdgeGF:
Ursprünglich wurde alles auf das Match Kenny Omega vs Jon Moxley ausgerichtet, doch dann kam am vergangenen Wochenende die Hiobsbotschaft. Jon Moxley musste seine Teilnahme am Match aufgrund einer MRSA Infektion absagen. Wenige Stunden später war klar, dass der Gegner für Kenny Omega nicht mehr Jon Moxley, sondern plötzlich Pac heißen würde. Den reinen WWE Zuschauern ist er noch als Neville bekannt. Der Fehde gegen Jon Moxley tat diese Verletzung kein Abbruch. Im Gegenteil, angesichts der letzten Being the Elite Ausgabe nutzte Omega diese Steilvorlage, um die Fehde nochmal anzuheizen und auf ein neues Level zu heben, sodass wir zukünftig nur noch gespannter auf das erste Aufeinandertreffen der beiden sein können. Im Match Kenny Omega vs Pac erwartet uns sicherlich ein mindestens ebenso gutes Match. Die Matchqualität könnte meiner Meinung nach sogar nochmal etwas besser ausfallen, als bei einem potentiellen Match gegen Jon Moxley. Bekommen die beiden genügend Zeit, könnten sie das Match des Abends auf die Beine stellen. Wahrscheinlich wird die Interaktion der beiden nicht so gut ausfallen, wie sie zwischen Omega und Moxley ausfallen könnte, aber im Endeffekt hat die AEW aus der Not heraus ein würdiges Ersatzmatch gebookt. Pac sollte eigentlich schon bei Double or Nothing gegen Adam Page antreten. Der Sieger sollte auf den Sieger des Matches Omega vs Jericho treffen. Pac war zu der Zeit noch Titelträger des höchsten Titels von Dragon Gate und wollte keine Niederlage einstecken, um dem Titel keinen Schaden zuzufügen. Mittlerweile hat er den Titel verloren und ist damit frei für sein Debüt bei der AEW. Mit Omega trifft er zugleich auf eine der Lichtfiguren der Liga. Ein Sieger ist nur schwer zu prognostizieren. Omega braucht den Sieg, um sich als Herausforderer auf ein Titelmatch in Stellung zu bringen und zeitgleich weiterhin gestärkt in die Fehde gegen Moxley zu gehen, die wohl nur aufgeschoben ist. Pac wiederum darf sich eine Niederlage in seinem Debütmatch nicht erlauben. Ein Sieg erscheint mir allerdings für unwahrscheinlich. Dementsprechend sehe ich nur zwei Optionen. Entweder wird Omega nach einem harten Match einen knappen Sieg erringen, oder das Match wird in einem Time-Limit Draw enden. Letzteres stellt für mich eine realistische Option dar, aber ich tippe darauf, dass die AEW im gesamten Match über damit spielen wird und am Ende Omega knapp Pac besiegen kann.
Sieger: Kenny Omega


The Young Bucks (Matt & Nick Jackson) vs. The Lucha Bros. (Fenix & Pentagón Jr.) (c)

Shinigami:
Am 16.03 gewannen die Young Bucks den AAA Tag Team Titel von den Lucha Bros. Seitdem sind sie vier Mal aufeinander getroffen (zweimal davon mit Kenny Omega), auf der Pressekonferenz attackiert worden und nun soll die Fehde in einem Leitermatch münden. Die Young Bucks sehen sich vor eine große Herausforderung gestellt und sollen ihre Kontrahenten in den Königsdisziplin des Wrestling gegenübertreten. Für mich wäre das hier auch der richtige Abschluss, da die Young Bucks dann im AEW Tag Team geschehen mitmischen und die Lucha Brothers wieder für die AAA unterwegs sind. Daher ist meine Vermutung auch, dass nach einem intensiven und spotreichen (ohne große In-Ring-Story) Match die Lucha Brothers ihren Titel verteidigen.

Hermann Rieger:
Es ist einfach immer wieder ein Highlight, wenn diese beiden Teams aufeinander treffen und nach dem Match bei DoN könnte dieses Match erneut der Showstealer werden. Wir haben hier zweifelsfrei zwei der besten Tag Teams im Ring, die für innovative und spektakuläre Aktionen sehen. Hinzu kommt noch die Leiter Komponente, die ein bisschen Abwechslung in die standardisierten Aktionen der beiden Teams bringen sollte. Für mich sollte dies hier der vorläufige Abschluss der Fehde beider Teams sein, die sich in den letzten Monaten doch schon mehrfach gegenüberstanden. Dieses Aufeinandertreffen wird ein Match, von dem ich vorher weiß, dass es mich zu 100% unterhalten wird und bei dem mir der Sieger mehr als egal ist, da es für die Zukunft gar nicht so wichtig ist wer gewinnt, wenn es nicht einen völlig überraschenden Turn gibt. Hier gilt einfach nur: Kopf ausschalten und genießen!

EdgeGF:
Die Fehde der beiden Teams zieht sich seit Beginn des Jahres durch. Zunächst gewannen die Young Bucks die AAA World Tag Team Championship, um sie bei Double or Nothing zu verteidigen. Die Young Bucks gaben die Titel Mitte Juni wieder an die Lucha Borthers ab. Seitdem sind Fenix und Pentagon Jr. die Titelträger und dennoch gelang es Ihnen bisher nicht den Young Bucks in der AEW eine Niederlage zuzufügen. Bei Fyter Fest verloren sie zusammen mit Laredo Kid gegen ihre Rivalen, die ihrerseits Unterstützung von Kenny Omega erhielten. Nach ihrem Sieg bei Fight for the Fallen gegen SCU forderten sie die Young Bucks zu einem Ladder Match bei All Out heraus, dem sogenannten Escalera de la Muerte. Bei Triplemania XXVII konnten sie ihre Niederlage gegen die Elite bei Fyter Fest ausbügeln und den Sieg erlangen. Mit diesem Sieg im Rücken gehen sie gestärkt in das finale Tag Team Match gegen die Young Bucks. Die Stipulation passt zum Abschluss dieser Fehde. Angesichts der Tatsache, dass die Lucha Brothers bisher noch kein Match in der AEW gegen die Young Bucks gewinnen konnten, erwarte ich in diesem Match ein Sieg der Lucha Brothers und damit die Titelverteidigung. Mit der Einführung der AEW World Tag Team Championship dürfte eine weitere Fehde um die AAA World Tag Team Championship für die Young Bucks nicht mehr notwendig sein. Mit einem Sieg der Lucha Brothers kann man eine klare Trennlinie zwischen den beiden Titeln ziehen. Die Titel der AAA können zukünftig wieder in der AAA ausgetragen werden. Die AEW wird ihre Titel einführen. Ob die Lucha Brothers bei der direkten Vergabe dieser Titel eine Rolle spielen wird, bleibt abzuwarten. Früher oder später werden sie sehr wahrscheinlich in einem Titelmatch um die AEW World Tag Team Championship antreten.
Sieger: The Lucha Brothers

Cody vs Shawn Spears

Hermann Rieger:
Ich muss gestehen, dass Cody vielleicht die größte Wandlung in den letzten Jahren durchgemacht hat, die ich bei einem Wrestler verfolgen konnte. Immer kreativ, aber nie ganz oben in der WWE, dann etwas ziellos in den Indys und bei NJPW, doch nach und nach festigte er sich und ist für mich der absolute Hauptact bei AEW. Wenn man einen etwas komischen Vergleich ziehen will, dann würde ich ihn als Big Match Cody bezeichnen. Als Mitgründer von AEW hat er sowieso ein hohes Standing und seine Matches genießen generell einen sehr gelungenen, vielschichtigen Aufbau, sodass sie auch ohne Titelgold auskommen. In dem Sinne erinnert er mich sogar an denjenigen Wrestler aus Stanford, dessen Thron er bereits symbolisch zerstört hat.

Auch dieses Match ist für die kürze der Zeit hervorragend aufgebaut und bietet verschiedene Komponenten, wobei Shawn Spears durch seinen neuen Manager und seine uns bisher unbekannte Attitüde sicherlich ein ernstzunehmender Widersacher für Cody sein wird. Dieser muss sicher einiges einstecken und ich bin mir nicht sicher, dass er siegreich aus der Nummer herausgehen wird. Und wenn doch, dann dürfte er im Nachhinein noch einiges einstecken.

Cody sehe ich erst einmal weiter auf dem Pfad der gut aufgebauten Big Matches wandeln und erst einmal nicht ins Titelgeschehen eingreifen. So könnte er als eine Konstante auf den Cards stehen und dafür sorgen, dass auch Matches, in denen es nicht um das Gold geht, von Bedeutung sind. Die Fehde mit Shawn Spears sollte auch noch weitergehen. Zu viele Feuer werden auch nach dem Match noch köcheln.


Shinigami:
Wo soll ich nur anfangen? Der Aufbau der hier betrieben wird, ist vielleicht der Beteiligung von Cody geschuldet, aber trotzdem Hut ab für so eine intensive Story, obwohl man das meiste nur über Youtube Videos vorangetrieben hat. Der umstrittene Stuhlschlag wird in die Story mit eingebaut und wird so dargestellt als wollte Spears Cody wirklich umbringen. Dann holt sich Spears noch Tully Blanchard noch in seine Ringecke, um zu verstehen wie die Rhodes im Ring ticken. Hier hat man sich wirklich Zeit genommen. Spears und Blanchard jeweils in einzelnen Interviews. Die Vertragsunterzeichnung fühlte sich richtig wichtig an. Codys Konzentriertheit auf das Match. Brandi nochmal mit einem kurzen Statement. Jede Minute habe ich aufgesaugt, wie ein trockener Schwamm das Wasser. Eine Frage ist bis jetzt noch unbeantwortet: Wer steht in Codys Ecke? Wird es seine Frau sein, sein Bruder Dustin, doch sein Jüngling MJF oder jemanden den wir noch nicht auf den Schirm hatten. Shawn Spears wird dreckig gewinnen oder nach DQ Cody richtig fertig machen, einfach um seinen Heelstatus noch mehr hervorzuheben.

EdgeGF:
Aus einer ohnehin schon sehr guten Card sticht dieses Aufeinandertreffen zwischen Cody Rhodes und Shawn Spears für mich neben dem Match zwischen Riho und Hikaru Shida, was besonders an letzterer liegt, am meisten heraus. Die Geschichte der beiden reicht zurück bis 2006. Bei OVW begegneten sich Cody und Shawn Spears erstmalig. Beide freundeten sich an. Shawn Spears sollte letztendlich mitteilen, dass für ihn Cody zu einem sehr ausgewählten und engen Kreis an Freunden zählte. Dies alles änderte sich schlagartig, als Shawn Spears aus dem Nichts Cody bei Fyter Fest mit einem Stuhl attackierte. Blutüberströmt musste Cody in den Backstagebereich gebracht werden, um mit 12 Stichen genäht zu werden. Die Freundschaft war damit beendet und so nahm die Fehde in den nächsten Wochen an Fahrt auf. Spears rechtfertigte seine Aktionen damit, dass Cody ihn zuvor in einem Interview als „good hand“ bezeichnete, was er wiederum als Akt der Respektlosigkeit aufnahm. So ist eine „good hand“ zwar immer vertrauenswürdig und solide im Ring, aber man traut ihr nie den ganz großen Sprung an die Spitze einer Company zu. Für Shawn Spears, der sich selber als Star ansieht, gleicht diese Aussage einem Verrat. Er holte sich Tully Blanchard als Manager auf seine Seite, der seinerzeit die mit Abstand meisten Matches gegen Codys Vater, Dusty Rhodes bestritt. Cody nahm die neue Bedrohung ernst und zögerte nicht lange bei der Vertragsunterschrift. Es wurde sich darauf geeinigt, dass jeder einen Partner seiner Wahl als Ringbegleitung mitnehmen darf. Für Shawn Spears ist klar, dass dies nur Tully Blanchard sein kann. Es ist noch offen wen sich Cody an seine Seite holen wird. Seine Frau Brandi erscheint möglich. Sein Bruder Dustin ist ebenso möglich. Sein selbsternannter bester Freund MJF hatte bereits Berührungspunkte mit Shawn Spears und könnte ebenso in Betracht gezogen werden, wie vergangene Wegbegleiter von Tully Blanchard. Arn Anderson ist hierbei als Beispiel zu nennen.
Wer auch immer Cody am Ende zum Ring begleiten wird, das Match selber dürfte sehr intensiv werden. Ein Sieger lässt sich kaum bestimmen. Ich denke nicht, dass man die Fehde so schnell abarbeiten wird. Mit einem klaren Sieg von Cody rechne ich dementsprechend nicht. Ich glaube nicht, dass Cody zu unfairen Mitteln greifen wird. Noch nicht zumindest. Ich denke eher, dass Shawn Spears durch den Eingriff von Tully Blanchard gewinnen wird. Womöglich wird er auch disqualifiziert werden, was ich demzufolge als einzigen Weg ansehe, dass Cody als Sieger aus dem Ring gehen kann. Grundsätzlich gehe ich von einem Sieg von Shawn Spears aus, in welcher Art und Weise auch immer. Die Fehde der beiden hat gerade erst begonnen und ist zu unterhaltsam, um sie jetzt schon zu beenden.
Sieger: Shawn Spears


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