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Japan: NJPW "G1 Climax 28 - Finale" Report & Review vom 12.08.2018
Verfasst von DS am 12.08.2018, 15:49 Uhr
NJPW "G1 Climax 28 - Finale"
12. August 2018
Tokyo, Nippon Budokan - 12.112 Zuschauer


Report und Review zum Finale des G1 Climax 28

Hallo und herzlich willkommen an alle zum Finale des G1 28.
Normalerweise ist das Finale eine One-Match-Show mit einer soliden Undercard.
Es gab einige unterhaltsame Matches und spannende Entwicklungen auf der Undercard.
Das Event lebte aber definitiv von seinem epochalen Main Event.
Zum letzten Mal in diesem G1, viel Spaß beim lesen.

Togi Makabe, Michael Elgin & Tomoaki Honma besiegen Yuji Nagata, Shota Umino & Ayato Yoshida (7:12)

Ein solider und gewohnter Opener für das G1 Finale. Die Young Lions bekommen etwas Spotlight mit Yuji Nagata und Honmas Geschichte um seine Rückkehr ist einfach schön. Diese kurzen Tag Matches sind genau das Richtige, damit er wieder langsam rein kommt nach seiner schweren Verletzung. Ayato Yoshida verspricht weiterhin Großes und auch Umino hinterlässt einen super Eindruck. Beide Young Lions könnten etwas ganz fantastisches werden. Makabe beendet das Match nach dem King Kong Knee Drop gegen Yoshida. Ein schöner Opener. [**1/2]

Bad Luck Fale besiegt Henare (1:49)

Henare geht sofort auf Fale los und zeigt weiterhin viel Energie in seinen Matches. Fale nimmt ihm jedoch schnell die Initiative ab und zeigt den Bad Luck Fall zum Sieg. So etwas in der Richtung hätte Fale wenigstens ein einziges Mal im G1 gebraucht. Da hat er sich aber lieber sechs mal disqualifizieren lassen. Henare wirkt gut, hat aber noch einen weiten Weg vor sich. Er wirkte exzellent in seinem Match gegen Ishii und konnte sehr gut mithalten. Hier wird er etwas zurückgestuft mit dem Squash. Kein wirkliches Match, nur ein kurzer Squash. [ohne Wertung]

Suzuki-gun (Takashi Iizuka & Taichi) besiegen CHAOS (Hirooki Goto & YOSHI-HASHI) (8:03)

Miho Abe hat sichtlich Angst vor Iizuka, als während des Einzugs immer wieder seine Musik ertönt. Ich verspüre diese Angst eher wenn ich an die Qualität seiner Matches denke. Das Match war dann leider auch genau das. Taichi ist im Moment noch ein Glücksspiel in der Heavyweight Division. Er kann gute Matches zeigen, wie er gegen Naito bewiesen hat. Oftmals fühlt er sich aber einfach unglaublich langweilig im Ring an. Heute war leider kein guter Tag. Die Interaktionen von HASHI und Taichi haben nicht geklickt. Iizuka war wieder die meiste Zeit mit beißen und seinen Eisenfingern beschäftigt. Ich weiß wie falsch das klingt. ;) Suzuki-gun gewinnt nach einer Powerbomb von Taichi gegen HASHI. Schade, nachdem HASHI seinen G1 gegen Page stark beendete. Kein gutes Match. [*1/2]

Nach dem Match geht Taichi mit dem Mikrofonständer noch auf HASHI und Goto los. Vor allem auf Goto hat er es abgesehen. Ich glaube zwar im Moment nicht daran und habe auch keinerlei Interesse. Eventuell hat es Taichi aber auf den NEVER Openweight Title abgesehen.

Bullet Club (Cody & Hangman Page) besiegen Juice Robinson & David Finlay (8:56)

Juice entfernt sofort den Verband von seiner Hand. Er ist wieder okay und will keine Zeit vergeuden, das auch zu präsentieren. Cody bekommt erstaunlich gute Reaktionen vom Publikum in Tokyo. Sein Match gegen Kenny und seine anschließende Entscheidung sich gegen die Firing Squad zu stellen scheinen die heimischen Fans positiv überrascht zu haben. Das Match war sehr unterhaltsam und Page konnte nochmal etwas glänzen am letzten Tag. Am Ende gewinnt der Bullet Club jedoch. Das sogar mit einem cleanen Pin von Cody gegen Juice. Die Liste an Herausforderer auf Juices US Title ist mittlerweile enorm gewachsen. Ein sehr gutes Tag Team Match auf der Midcard. [***]

Cody macht es offiziell und fordert Juice nach dem Match um den IWGP US Title heraus. ZSJ hat sich auch während des G1 schon angekündigt. Juice wird alle Hände voll zu tun haben in den nächsten Monaten. Ganz gleich ob er zuerst gegen ZSJ oder Cody ran muss, mit beiden bekommt er eine schwere Aufgabe seinen Titel zu verteidigen. Wobei ich ZSJ noch für viel gefährlicher halte als Cody im Moment. Sollte er das überstehen, so hat er während des G1 noch genug Matches verloren um ihn lange und ausreichend mit weiteren Matches um den Titel zu versorgen.

NEVER Openweight 6 Man Tag Team Championship
Bullet Club OG (Tama Tonga, Tanga Loa & Taiji Ishimori) besiegen Bullet Club (Matt Jackson, Nick Jackson & Marty Scurll) (11:26) ===> TITELWECHSEL

Eigentlich war hier nur ein 6 Man Tag Team Match ohne Titel angesetzt. Loa provoziert die Bucks und Marty jedoch solange, bis diese die Titel aufs Spiel setzen wollen. Präsident Harold Meij gibt sein Einverständnis und wir haben auf einmal ein Titelmatch. Harold Meij wird erstaunlich häufig in die Firing Squad Geschichte eingebunden und zeigt Präsenz vor der Kamera. Ich bin gespannt wo das hinführt und ob das zunimmt. Taiji Ishimori tritt das erste Mal zusammen mit der Firing Squad auf. Damit steht die Gruppierung jetzt bei 4 Mitgliedern. Ich hoffe nur sehr, dass sich die Eingriffe nicht auch in seine Matches einschleichen. Ishimori war exzellent während des Best Of The Super Juniors Turniers und sollte in seinen Singles Matches in der Junior Heavyweight Division weiterhin solo unterwegs sein. Zumindest hoffe ich das. Das Match war erstaunlich gut und die Firing Squad hat an diesem Abend mal bewiesen, dass sie als Tag Team ja eigentlich ziemlich gut sein können. Zugegeben, mit den Young Bucks und Marty Scurll haben sie Gegner gehabt, die das Match problemlos tragen können. Als Guerrillas of Destiny waren sie ja aber durchaus immer ein ansehnliches Tag Team. Zum Glück rufen sie das heute ab und zeigen ein gutes Match. Nach einem Blind Tag von Tama Tonga gelingt ihnen sogar der Sieg und die Titel wechseln zur Firing Squad. Marty weiß nicht, dass Tama Tonga der aktive Mann ist und kassiert den Gun Stun zur Niederlage. Ehrlich gesagt hatte ich die Titel sowieso schon fast vergessen. Leider haben die Bucks und Marty in den letzten Monaten nichts mit den 6 Man Tag Team Titles angestellt. Der Titelwechsel ist also einerseits legitim, andererseits auch vollkommen irrelevant. Der NEVER Openweight 6 Man Tag Team Championship fühlt sich in New Japan belanglos an. Er wechselt entweder hin und her oder wird vergessen. Vielleicht kann die Firing Squad damit ja wenigstens ein paar gute Matches aufbauen. Als Tag Team funktionieren sie ja wenigstens, wenn sie auf die DQs und den restlichen Bullshit verzichten. Das Match hier war jedenfalls ziemlich gut. [***1/4]

WrestleKingdom 13 wird angekündigt. Das Datum ist ja fix, das Logo sieht man jedoch zum ersten Mal. Ein sehr schönes Design für WrestleKingdom 13.

Los Ingobernables de Japon (Tetsuya Naito, EVIL, SANADA & BUSHI) besiegen Suzuki-gun (Minoru Suzuki, Zack Sabre Jr., Yoshinobu Kanemaru & El Desperado) (10:41)

Die LIJ vs. Suzuki-gun Fehde geht am letzten Tag des G1 in eine weitere Runde. Die Konstellationen sind immer wahnsinnig unterhaltsam und ein weiteres Kapitel der beiden Stables geht irgendwie immer. Vor allem Naito hat mit Suzuki und ZSJ immer wieder zu tun. Die Interaktionen dieser Paarungen sind immer sehr unterhaltsam. Naitos Respektlosigkeiten gegen Suzuki führen zu fantastischen Schlagabtäuschen und mit ZSJ hat er nach diesem Jahr noch mehrere Rechnungen offen. SANADA holt den Sieg für LIJ, als er Kanemaru mit dem Skull End zur Aufgabe bringt. Das Match war sehr gut, ein verrücktes Durcheinander mit wunderbaren Interaktionen zwischen allen Beteiligten. Vor allem weitere Matches zwischen Naito und Suzuki/ZSJ würde ich mir wünschen. Ein sehr gutes Match. [***1/2]

CHAOS (Tomohiro Ishii, Toru Yano & Jay White) besiegen Bullet Club (Kenny Omega, Yujiro Takahashi & Chase Owens) (9:40)

Dieses Match hatte zwei Aufgaben. Entspannte und witzige Tag Team Aktion zum schmunzeln, sowie das Titelmatch für Ishii klar machen. Beides hat hier fantastisch funktioniert. Das Match ist sehr entspannt und der Bullet Club will einfach nur Spaß haben. Yujiro muss draußen bleiben und wird einfach nicht eingetaggt. Die Andeutungen sind einfach klasse und Chase und Kenny haben sichtlich Vergnügen. Yujiro kommt aber rein und der Bullet Club holt mal wieder das Ruderboot raus. Währenddessen ruft Yujiro schnell Pieter herein, die in der Mitte beginnt zu tanzen. Nach wenigen Sekunden vergessen alle welche Aktion sie eigentlich zeigen und genießen den Tanz in ihrer Mitte. Yujiro ist zufrieden, Yano bekommt fast einen Herzinfarkt, Chase genießt sichtlich und selbst Jay White lehnt sich mit einem Wohlfühl-Grinsen zurück. Zum Glück sind Kenny und Ishii die Stimme der Vernunft. Kenny geleitet Pieter wie ein Gentleman nach draußen. Ishii schaltet am Ende um und holt Chase mit einem brutalen Lariat zu Boden. Der Brainbuster zum Sieg für CHAOS ist nur noch Formsache. Nach dem Match bringt Ishii seine Herausforderung um den IWGP Heavyweight Title in trockene Tücher. Das Publikum liebt die Herausforderung von Ishii und ich sowieso. Nach allem was Omega und Ishii bisher zusammen gezeigt haben, kann ich das Titelmatch kaum erwarten. Ich bin froh, dass der Sieg von Ishii über Omega im G1 nicht einfach unter den Tisch gekehrt wird. Das Match kommt und alleine für die Herausforderung war es wert dieses Tag Team Match hier zu bringen. Ein wirklich sehr spaßiges und witziges Match. Die Herausforderung am Ende ist das i-Tüpfelchen. [***]

Rey Mysterio, KUSHIDA & Pro Wrestler Sengoku Enbu besiegen CHAOS (Kazuchika Okada, YOH & SHO) (12:27)

Okada und Rey eröffnen das Match und wirken nicht unbedingt harmonisch. Rey ist soviel kleiner als Okada und die Interaktionen der beiden wirken ein wenig holprig. Nicht schlecht, aber irgendwie klickt es einfach nicht. Ich will nichts gegen Rey sagen, der Mann ist eine Legende mittlerweile. Im Gegensatz zu einem Chris Jericho erfindet er sich aber auch nicht mehr wirklich neu und spielt "nur" noch seine großen Hits runter. Das mag alles super sein, mit etwas Neuem wird man aber nicht mehr überrascht. Jericho hat mir da mit seinem neuen Gimmick und seinen Brawls bisher deutlich besser gefallen in New Japan. Rey zeigt hier, was er auch schon bei Dominion gezeigt hat. Am Ende gewinnt das Team um Rey nach einem 619 und Springboard Splash gegen Yoh. Okada war wieder als Heel unterwegs und zieht erstaunlich Heat die letzten beiden Tag. Erst gegen Honma und heute gegen Rey. Nach dem Match trennt sich Okada im Backstage Bereich von Gedo als Manager und will Rey in einem Singles Match. Ich würde nicht zu viel in die Trennung von Gedo interpretieren. Der Split wirkte freundschaftlich und Okada bleibt bei CHAOS. Es sei wohl lediglich Zeit für Okada alleine seine Matches zu bestreiten. Gedo respektiert das und wird Okada hinter der Bühne weiterhin anfeuern. Ob es zu dem Rey/Okada Match kommt ist schwer zu sagen. Zu lange und unbeständig sind die Gerüchte zu Rey, dass er für einen letzten Run zur WWE zurückkehrt. Ständig ist er wohl kurz vor einer Einigung. Ich gehe aber eigentlich davon aus, dass New Japan das Match angedeutet hat, da man es auch bringen kann und möchte. Die Frage ist dann nur wann. Nach den heutigen Interaktionen zwischen Okada und Rey hoffe ich mal nicht, dass es das Match für Okada bei WrestleKingdom 13 wird. Was man für ihn plant für WK13 ist schwer einzuschätzen, ein Match gegen Rey würde mich aber schon leicht enttäuschen. Das Match war gut, jedoch nicht sehr gut, wenn man die Starpower bedenkt. [**3/4]

G1 Climax 28 - Finale
Hiroshi Tanahashi besiegt Kota Ibushi (35:00)

Das Publikum ist schon heiß bevor es überhaupt los geht. Ich kann nicht sagen, dass ich weniger aufgeregt wäre. Schon vor Matchbeginn gibt es einen fantastischen Feel-Good-Moment. Katsuyori Shibata ist in der Ecke von Tanahashi. Ich kann gar nicht sagen wie froh mich dieser Anblick macht. Die Halle reagiert lautstark auf ihn, als man ihn auf den Bildschirmen sieht. Das Match ist schon emotional bevor es los geht. Beide fangen langsam und am Boden an. Tanahashi ist hier klar in der besseren Position als Ibushi. Tanahashi versucht es wieder taktisch und methodisch und geht auf Ibushis Knie. Mit einem Cloverleaf und Scorpion Lock bleibt Tanahashi am Knie dran. Ibushi kämpft sich aber zurück und will das Pacing zu seinen Gunsten anziehen. Es folgen Schläge und Kicks, Ibushi muss aber erstmal zurück fahren, da das Knie noch angeschlagen ist. Tanahashi ist draußen und Ibushi auf dem Apron. Tanahashi will ihn mit einem Dropkick gegen das Knie vom Apron holen. Ibushi weicht aus und verpasst Tanahashi einen Double Stomp auf dem Apron. Das war großartig. Ibushi kommt ins Match, kämpft den Schmerz im Knie weg und setzt Tanahashi mit mehrerer Kicks zu. Tanahashi fängt jedoch einen Kick und holt Ibushi sofort wieder mit einem Dragon Screw auf die Matte. Das Selling von Kota ist exzellent und Hiroshi bearbeitet das Knie so konstant. Grandiose Arbeit von beiden. Ibushi kommt jedoch mit einem weiteren Double Stomp zurück und will den Lawn Dart zeigen. Ganz knapp kann Tanahashi noch in die Sling Blade kontern. Es folgen weitere Dragon Screws und Tanahashi probiert es erneut mit dem Cloverleaf. Mit einem angeschlagenen Knie nimmt er Kota so viel von seinem Repertoire und sie erzählen das beide fantastisch. Ibushi entkommt in die Seile, Tanahashi lässt jedoch nicht los und verpasst ihm eine weitere Dragon Screw in die Seile. Kota muss nach draußen und es folgt der Crossbody von Hiroshi nach draußen auf Kota. Wieder im Ring will Tanahashi das Ende vorbereiten und fühlt sich sicher, das Knie genug bearbeitet zu haben. Er setzt zur Sling Blade an, wird jedoch mit einer Hurricanrana gekontert und muss selbst nach draußen. Ibushi stachelt sich selber richtig an und folgt mit einem Springboard Moonsault. Wieder im Ring bringt Ibushi Tanahashi auf das oberste Seil in die Ecke. Tanahashi ohrfeigt ihn und Kota wird immer wütender. Er holt Tanahashi mit einer Super Hurricanrana runter und zeigt einen exzellenten Near Fall. Es folgt ein Half and Half Suplex mit dem Pin aus der Brücke für einen weiteren grandiosen Near Fall. Ibushi will es mit dem Kamigoye beenden, wird jedoch gekontert in einen Cradle Pin für einen super Near Fall. Tanahashi kontert eine Powerbomb mit einer krachenden Ohrfeige. Jetzt wird Kota wütend und schaltet wieder auf seinen brutalen Shoot Style um. Brutale Palm Strikes und Kicks gegen Tanahashi. Der gibt aber einfach nicht auf, spannt alles an und läuft schmerzverzehrt in die Strikes und Kicks rein und motiviert sich selbst. Das ist absolut wahnsinniges Selling und einfach nur mitreißend. Tanahashi legt alles in einen Schlag um Kota zu unterbrechen und bringt ihn ordentlich ins wanken. Der hat aber sofort die Antwort und holt Tanahashi mit einem zerstörerischem Lariat von den Beinen. Was für eine Sequenz. Das Publikum ist am Limit und steht geschlossen hinter Tanahashi. Beide bleiben auf den Knien im Schlagabtausch und keiner will nachgeben. Wieder auf den Beinen geht der brutale Schlagabtausch weiter und Kota wirkt frustriert. Er hat keine Antwort auf Tanahashi und seine härtesten Treffer funktionieren heute nicht. Tanahashi zeigt die Sling Blade für einen exzellenten Near Fall. Er setzt nach mit einem Straight Jacket German für einen weiteren fantastischen Near Fall. Der High Fly Flow soll es beenden, doch Ibushi zieht die Knie an. Es folgt ein heftiges Running Knee gegen Tanahashis Hinterkopf. Ibushi holt erneut den Moonsault Double Knee Stomp raus von gestern und trifft genau. Tanahashi krümmt sich vor Schmerzen und sellt meisterhaft. Anschließend muss Tanahashi doch noch den Lawn Dart nehmen und Ibushi setzt nach mit dem Deadlift German Suplex über die Ringseile. Meine Güte, Tanahashi nimmt hier harte Aktionen gegen den Kopf und Nacken. Last Ride Powerbomb von Ibushi und Tanahashi kickt aus. Das war der wahrscheinlich beste Near Fall in diesem Turnier. Tanahashi ist noch da, nach all den Kopftreffern, und die Halle bebt. Dann soll es endlich Kamigoye richten, doch Tanahashi kontert erneut. Ibushi lässt jedoch nicht los und zeigt einen Straight Jacket German Suplex für einen weiteren exzellenten Near Fall. Ibushi lässt die Arme nicht los von Tanahashi und versucht verzweifelt endlich Kamigoye zu landen. Wieder kontert Tanahashi und kommt letztendlich mit einem grandiosen Dragon Suplex durch für einen grandiosen Near Fall. Kota liegt auf dem Bauch und Tanahashi ergreift seine vielleicht letzte Chance. Der High Fly Flow sitzt genau auf Kotas Rücken. Tanahashi geht erneut hoch, Kota kommt nur benommen und verwirrt und auf die Beine. Der Crossbody sitzt und Tanahashi setzt alles auf eine Karte. Ein weiterer Versuch zum High Fly Flow und Kota kann nichts mehr entgegen setzen. Das Cover geht durch und Hiroshi Tanahashi gewinnt den G1 Climax 28. Dieses Match war unglaublich. Ich habe es mir gerade das zweite mal zum Review angesehen und bin einfach nur beeindruckt. Insgesamt vier Matches haben für mich die volle Punktzahl erreicht, dass hier war Nummer 5 und mein persönlicher Favorit des Turniers. Dieses grandioses Match Layout von Tanahashi kombiniert mit Kotas brutalem Stil-Mix. Beide haben sich scheinbar reichlich Gedanken über ihr Match gemacht und einen Klassiker geliefert. Da ich diese 30+ Minuten Matches persönlich bevorzuge ist die Entscheidung für mich leicht. Es wäre aber nicht so, dass die beiden hier Zeit rum bringen mussten. Sie haben diese 35 Minuten mit einem so durchdachten Match Layout, grandiosem Storytelling, Selling, beeindruckenden Aktionen und Near Falls gefüllt, dass es wie im Flug vorbei ging. Das Publikum hat in der gesamten Zeit keinen Durchhänger gehabt und für die nötige Atmosphäre gesorgt. Das war Professional Wrestling in Reinkultur, ein ganz klarer heißer Kandidat zum Match des Jahres und eines der emotionalsten Matches in diesem Jahr. In meinen Augen muss man dieses Match gesehen haben, wahrscheinlich nicht nur einmal. Danke für diesen G1 und dieses Finale. [*****]

Wie erwartet ist das Finale eine One-Match-Show, aber was für ein Finale haben wir dafür bekommen. Die Undercard war sehr unterhaltsam und hatte keine Aussetzer. Das Fale Match war zum Glück ein Squash und hat kaum Zeit beansprucht. Juice hat eine Menge Arbeit vor sich mit zwei hochkarätigen Anwärtern auf seinen US Titel. Ishii macht sein Titelmatch klar und es steht uns ein möglicher weiterer Klassiker zwischen Omega/Ishii bevor. Ein klein wenig enttäuscht bin ich, dass Jericho nicht einmal per Video etwas von sich hören ließ. Es wäre kein schönes Zeichen wenn seine erste Titelverteidigung erst bei WK13 stattfindet. Dann wäre er bis dahin über ein halbes Jahr mit dem Intercontinental Title verschwunden ohne ein Match zu haben. Trotz all des Lobes für ihn und seiner Neuerfindung, das ist mir etwas zu viel. Vor allem da der Titel durch Tanahashi und Naito wieder wertvoll ist.
Nicht im geringsten bin ich enttäuscht über Tanahashi als Sieger. Die möglichen Auswirkungen sind fantastisch. Kota und Kenny hatten ihr Match und können sich Zeit nehmen für ein weiteres Aufeinandertreffen. Sollte Kenny Champion bleiben bis WK13, was ich sehr hoffe, dann gibt es endlich das zweite Match zwischen Tanahashi und Omega. Bitte lasst den Koffer bei Tanahashi und den Gürtel bei Kenny. Die Vertragssituation von Kenny könnte dann auch über den Ausgang des Matches bestimmen. Sein Zweijahres-Vertrag läuft wieder im Januar 2019 aus. Sollte er wieder verlängern und uns bei New Japan erhalten bleiben, dann stehen viele Zeichen auf eine erfolgreiche Verteidigung. Das Resultat wäre mehr als nur eine Titelverteidigung. Die Speerspitze von New Japan besteht aus vier gleichwertigen Elite-Wrestlern: Kazuchika Okada, Hiroshi Tanahashi, Tetsuya Naito und Kenny Omega. Sollte Omega verlängern und den Titel gegen Tanahashi verteidigen im Tokyo Dome. So hätte er den Titel und eine positive Bilanz gegen jeden anderen der Drei und wäre klar positioniert als bester Mann der Spitze. Es kann bis dahin noch viel passieren. Ob das Match stattfindet werden wir sehen und ob er verlängern und gewinnen würde steht auch noch aus. Die möglichen Szenarien sind aber ungemein spannend für die kommenden Monate. Ich persönlich wünsche mir Tanahashi/Omega im Dome um den Titel. Zu Tanahashi muss man kaum noch etwas sagen. Ich verstehe jeden der enttäuscht ist über Kotas Niederlage. Man muss Tanahashi aber einfach den größten Respekt zollen. Der Mann ist 41 Jahre und liefert Match des Jahres Kandidaten und legt sich gleichzeitig für junge Talente hin. Er war der Funke den New Japan brauchte, als das Unternehmen qualitativ und unternehmerisch am Tiefpunkt angekommen war. Das Publikum in Japan liebt ihn und die Reaktionen heute auf ihn sprechen Bände. Solange er solche Matches liefern kann wird er immer ein Kandidat für den ganz großen Sieg auf der größt möglichen Bühne sein. Er trägt heute noch einen großen Teil von NJPW auf seinem Rücken und verdient höchste Anerkennung. Nachdem er dieses Jahr gegen Okada verlor und sein Rekord gebrochen wurde, so schien es, dass dies sein letzter großer Kampf sei und er den Platz freigemacht hat. Heute hat New Japan bewiesen, solange Tanahashi wrestlen kann wird er immer Chancen auf die höchsten Errungenschaften haben. In meinen Augen vollkommen zurecht. Was für ein Finale.
Der G1 28 war eine tolle Zeit, auch wenn es wahnsinnig viel zu schreiben gab. Ich hoffe ihr alle hatte ebenfalls viel Spaß mit dem G1 und die vier Wochen genossen. Ich danke jedem der die Zeit, Lust und das Interesse hatte das hier 4 Wochen lang zu lesen, zu kommentieren, zu kritisieren und mit gerätselt hat wie der G1 ausgeht. Hauptsache ihr hattet Spaß und der ein oder andere konnte etwas mit meinen Reviews anfangen. Die Diskussionen wurden angenehm geführt und ich hoffe doch, dass die Reviews und eure Meinungen und Einschätzungen eine Bereicherung für den NJPW Bereich auf Moonsault.de waren. Wir hören uns im September zu DESTRUCTION und den Road Shows wieder. Einen schönen restlichen Sommer für alle.



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