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Kolumnen: NJPW Dominion 6.9 in Osaka-Jo Hall Review
Verfasst von DS am 14.06.2018, 22:51 Uhr
NJPW DOMINION 6.9 in OSAKA-JO HALL
09. Juni 2018
Osaka, Osaka-jo Hall - 11,832 Zuschauer

Review

Hallo zusammen liebe Moonsault.de - Community,

ich habe ein Try-Out bei Moonsault.de begonnen und möchte euch in Zukunft aktuelle News, Reports und Reviews liefern.
Seit nun mehr 25 Jahren schaue ich bereits Wrestling und bin auch heute noch begeistert dabei.
Aus zeitlichen Gründen schaue ich aktuell ausschließlich New Japan Pro Wrestling.
An einem gewissen Punkt war es mir einfach nicht mehr möglich die WWE, NJPW und diverse Indies zu verfolgen. So entschied ich mich vor knapp 2 Jahren mein Hauptaugenmerk auf NJPW zu legen.
Mittlerweile gibt es viel und regelmäßig Content auf NJPWWORLD und ich verfolge dort jede verfügbare Show.
Ziel ist es zu jeder NJPW Show eine kurze Zusammenfassung mit einem kleinen Review zu schreiben.
Den Anfang möchte ich heute machen mit NJPW Dominion vom letzten Samstag.
Keine Angst, nicht alle Reports und Reviews werden so umfangreich ausfallen wie dieses hier. ;)
Dieses erste Mal habe ich jedoch aus zwei Gründen etwas ausführlicher gestaltet.
1. Auf Grund der Größe und Bedeutsamkeit dieser Veranstaltung.
2. Um etwas detaillierter zu beleuchten was bzw. was mir nicht gefällt, damit ihr nachvollziehen könnt wie und warum ich so bewerte.

Ich freue mich über eine rege Diskussion, Feedback und selbstverständlich auch Kritik. Diskutiert und argumentiert mit mir. Was habt ihr genauso gesehen, was habt ihr vollkommen anders empfunden und für euch differenziert bewertet. Ich freue mich auf den Gedankenaustausch mit euch gleichgesinnten NJPW – Fans und allen die es vielleicht noch werden wollen. :)

P.S. Das Review wurde vor wenigen Tagen geschrieben, bevor die Matches für die Kizuna Road und das G1 Special bekannt gemacht wurden. So wurden manche meiner Anmerkungen also entweder schon bestätigt oder widerlegt.


1. IWGP Jr. Heavyweight Tag Team Championship – 60 Minutes Time Limit
Champions El Desperado & Yoshinobu Kanemaru besiegen Roppongi 3K (09:29)

2. Special Tag Team Match – 30 Minutes Time Limit
David Finlay & Juice Robinson besiegen YOSHI-HASHI & Jay White (07:26)

3. Special Tag Team Match – 30 Minutes Time Limit
Zack Sabre Jr. & Minoru Suzuki besiegen Toru Yano & Tomohiro Ishii (08:42)

4. Never Openweight Championship – 3 Way Match – 60 Minutes Time Limit
Michael Elgin besiegt Taichi und Champion Hirooki Goto (13:46)
=> Titelwechsel und damit 18. Never Openweight Champion: Michael Elgin

5. IWGP Tag Team Championship – 60 Minutes Time Limit
The Young Bucks besiegen SANADA & EVIL (15:03)
=> Titelwechsel und damit 80. IWGP Tag Team Championship Team: The Young Bucks

6. Special 6-Man Tag Team Match – 30 Minutes Time Limit
Marty Scurll, Hangman Page & Cody besiegen Rey Mysterio Jr., Jyushin Thunder Liger & Hiroshi Tanahashi (11:35)

7. IWGP Jr. Heavyweight Championship – 60 Minutes Time Limit
Hiromu Takahashi besiegt Champion Will Ospreay (20:20)
=> Titelwechsel und damit 81. IWGP Jr. Heavyweight Champion: Hiromu Takahashi

8. IWGP Intercontinental Championship – 60 Minutes Time Limit
Chris Jericho besiegt Champion Tetsuya Naito (17:16)
=> Titelwechsel und damit 19. IWGP Intercontinental Champion: Chris Jericho

9. IWGP Heavyweight Championship – No Time Limit – 2/3 Falls
Kenny Omega besiegt Champion Kazuchika Okada (64:50)
=> Titelwechsel und damit 66. IWGP Heavyweight Champion: Kenny Omega


IWGP Jr. Heavyweight Tag Team Championship
El Desperado & Yoshinobu Kanemaru(c) vs. Roppongi 3K

Ein kurzer und unterhaltsamer Opener, jedoch ohne nennenswerte Highlights. Die Story des Matches war, dass Roppongi 3K erfahrener sind und die Tricks der Champions mittlerweile durchschaut haben. Kanemaru trifft aus Versehen El Desperado mit dem Suntory Special und 3K scheint bereit die Titel zurück zu erlangen. Am Ende gelingt es Desperado & Kanemaru jedoch, durch einen Ref Bump und Angriff mit der Whiskey Flasche, die Titel wieder zu verteidigen. Es wird interessant zu beobachten wohin man mit Roppongi 3K nun möchte. Die erneute Niederlage bringt sie nicht in Position für einen weiteren Titleshot. Eventuell ist auch ein Split im Bereich des Möglichen, nachdem beide exzellente Leistungen als Singles Performer beim BOSJ 25 gezeigt haben. [***]


Special Tag Team Match
David Finlay & Juice Robinson vs. YOSHI-HASHI & Jay White

Ebenfalls ein kurzes und knackiges Tag Team Match, gedacht um die Rivalität zwischen Robinson und White weiter auszubauen. Juice pinnt White clean nach dem Pulp Friction und wird wohl einen Shot auf dessen IWGP US Heayweight Championship bekommen, möglicherweise beim G1 Special in San Francisco. Ein Run von Juice mit einem Singles Title würde mir durchaus sehr gefallen. Er ist over, in Japan wie in den USA, hat sich wahnsinnig verbessert, und in seinen Versuchen den NEVER Openweight und IWGP Intercontinental Title zu erringen bewiesen, dass er exzellente Matches haben kann, die eine Multi-Day Road Show von NJPW headlinen können. [**3/4]


Special Tag Team Match
Zack Sabre Jr. & Minoru Suzuki vs. Toru Yano & Tomohiro Ishii

ZSJ & Suzuki gewinnen ein kurzes und spaßiges Tag Team Match. Die Interaktionen zwischen Suzuki und Ishii sind ein Highlight und laufen hoffentlich auf ein Singles Match hinaus. Gerne auch um einen Titel, dazu aber an anderer Stelle mehr. Gleichzeitig hat man mit Suzuki & ZSJ aber auch ein weiteres Tag Team in den Topf geworfen, welches um den IWGP Tag Team Title antreten kann. Suzuki ist für sein Alter in absoluter Höchstform und strahlt immer eine Intensität aus die ihn absolut sehenswert macht. ZSJ ist durch den New Japan Cup und das Match gegen Okada ebenfalls ein gemachter Mann in NJPW. So ergeben sich mehrere Möglichkeiten aus den Match-Interaktionen und dem Ergebnis, und alle haben das Potenzial großartig zu werden. [***]


Never Openweight Championship
Hirooki Goto(c) vs. Michael Elgin vs. Taichi

Taichis Ablenkungsmanöver und Shots mit dem Mic nerven mich persönlich einfach nur. Gar nicht erst zu sprechen von seinen ständigen Hinhaltetaktiken und der Flucht aus dem Ring. So war er im Endeffekt da um den Pin zu nehmen. Elgin wird neuer Champion und kann dadurch in eine Fehde mit Goto gehen, da dieser nicht von Elgin gepinnt wurde. Ein Singles Match zwischen Elgin und Goto hätte mir auf dieser Bühne jedoch besser gefallen. Das Match war dadurch in Ordnung und kurzweilig, mehr jedoch nicht. [**3/4]
Eine Anmerkung in eigener Regie: Nach der Kontroverse um Elgin letztes Jahr habe ich nicht erwartet in 2018 einen Titel an ihm zu sehen. Es bleibt jedem selbst überlassen wie man dazu steht. Eine umfangreiche Meinungsbildung ist immer schwierig durch ein paar News und Twitter-Zoff zwischen zwei Parteien. Vor allem wenn es um etwas so schwerwiegendes geht wie die Zerredung von sexuellen Übergriffen. Elgin hat sich dafür entschuldigt und gelobt sich als Mensch zu bessern. Was darauf hindeutet, dass ein Großteil wohl wahr ist an den Anschuldigungen. Persönlich stehe ich ihm auf menschlicher Ebene danach dennoch skeptisch gegenüber und würde den Titel lieber woanders sehen.
Damit zurück der Bogen zum vorherigen Match. In einem möglichen Programm zwischen Ishii und Suzuki wäre der NEVER Openweight Title in meinen Augen bedeutend besser aufgehoben. Was die beiden für ein intensives und hartes Match austragen können steht außer Frage. Fehden- und Matchqualität wären wohl enorm hoch. Ein Titel wie der NEVER Openweight Title würde da einfach perfekt passen. So würde es mich einerseits freuen wieder einen Singles Title bei Ishii zu sehen und andererseits würde es der Fehde mit Suzuki noch einen kleinen Bonus geben.


IWGP Tag Team Championship
SANADA & EVIL(c) vs. The Young Bucks

Ein sehr gutes Match und das beste auf der Card zu diesem Zeitpunkt. Eine intensive Schlussphase, tolle und sehr sauber geworkte Aktionen und starkes Selling. Die Young Bucks mögen nicht jedermanns Geschmack treffen und die Wrestling-Community oftmals spalten. Ich persönlich bin auch kein riesiger Fan, der ihnen das Merchandise aus den Händen reißt. Ich stehe den Bucks aber auch nicht negativ gegenüber und lasse mich gerne unterhalten, solange sie ein gutes Match abliefern und allzu viel Blödsinn und konstante Spots ohne Storytelling unterlassen. Bei WrestleKingdom 12 haben sie bewiesen, dass sie exzellente Allround-Performer sein können. Dieses Match war ebenfalls eine starke Leistung von den beiden Brüdern. EVIL & SANADA waren ebenfalls fantastisch in allen Bereichen und beide Teams haben ein sehr starkes Match abgeliefert. Die Bucks als Champions gehen für mich in Ordnung, die Division kann ruhig etwas durchgeschüttelt werden. EVIL & SANADA geben ebenso tolle Champions ab, ihr Run war aber leider durch die Verletzung EVILs ohnehin etwas in Vergessenheit und sie waren als Team dadurch nicht unbedingt so perfekt abgestimmt wie die Bucks. Von daher macht der Titelwechsel sogar Sinn. Die Tag Team Division sieht interessant aus die kommenden Monate. Suzuki & ZSJ vs. The Young Bucks wäre auch ein möglicher Kandidat in absehbarer Zeit und definitiv ein Match was ich sehr gerne sehen würde.[****]


Special 6-Man Tag Team Match
Marty Scurll, Hangman Page & Cody vs. Rey Mysterio Jr., Jyushin Thunder Liger & Hiroshi Tanahashi

Die Legenden müssen sich dem populären Bullet Club geschlagen geben. Marty, Page & Cody sind eingespielt und ein Sieg macht daher Sinn. Das Match war kurzweilig und spaßig anzusehen. Mysterio, Liger und Tanahashi in einem Ring als Team zu sehen hat mir ein Lächeln bereitet. Die Fehde wird noch etwas ausgebaut und eventuell sehen wir Mysterio noch das ein oder andere Mal in NJPW. Vielleicht sogar beim G1 Special, wenn man bedenkt, dass das Event wohl doch noch ein paar Namen braucht um die Ticketverkäufe anzukurbeln. Ein Match zwischen Rey und Marty Scurll wäre jedenfalls absolut sehenswert. Marty ist einfach over und wirkt wie ein Star. Nicht nur in der Jr. Heavyweight Division, sondern generell in NJPW. Das Match war gut geworkt, Mysterio sah exzellent aus und alle konnten mal etwas zeigen. Das Match war da als Showcase für die Legenden und um weitere Fehden aufzubauen. Darin hatte es Erfolg und hat gut unterhalten. [***]


IWGP Jr. Heavyweight Championship
Will Ospreay(c) vs. Hiromu Takahashi

Vorneweg, ich bin ein riesiger Fan von Takahashi. Sein BOSJ 25 Sieg und ihm hier den Titel zu geben stellen mich mehr als zufrieden. Sein Charakter, Moveset und seine Fähigkeit, scheinbar nicht weniger als überdurchschnittliche Matches zu haben, machen ihn für mich zum Aushängeschild der Jr. Heavyweight Division von NJPW. Sein BOSJ 25 Finale gegen Ishimori hat mir jedoch noch etwas besser gefallen als dieses Match hier. Dennoch das beste Match des Abends zu diesem Zeitpunkt. Ospreay’s Story der Nackenverletzung und Erschöpfung wurde schon während des BOSJ 25 begonnen. Dafür konnte er hier noch einige High Risk Moves zeigen, fuhr jedoch das Pacing danach etwas zurück. Takahashi attackierte den Nacken, nutzte den Schwachpunkt aus, führte die Story um Ospreay super fort und konnte damit den Sieg einfahren. Der Double Overhook Piledriver von Takahashi sieht absolut hart aus und ist ein perfekter Setup für den Triangle Choke oder Time Bomb. Mit Ospreay’s Nackenverletzung macht es Sinn, dass er danach nicht mehr auf die Beine kommt und die Time Bomb zum Titelverlust kassiert. Beide nahmen einige harte Aktionen auf Nacken und Kopf und schonen sich hoffentlich erstmal ein wenig.
Nachdem BOSJ 25 und diesem Match haben beide etwas Erholung verdient. [****1/4]


IWGP Intercontinental Championship
Tetsuya Naito(c) vs. Chris Jericho

Chris Jericho gewinnt überraschend einen Titel in NJPW. Das Match unterschied sich deutlich von allen anderen auf der Card. Jericho’s Alter limitiert ihn natürlich darin mit der Agilität aktueller NJPW Performer mitzuhalten. Das versteckt er aber sehr gut und tritt in NJPW als wilder Brawler auf. Gleichzeitig nimmt er aber auch harte Moves und kassiert einen Piledriver auf die stabilen, nicht präparierten Tische von NJPW. Generell war das Match visuell sehr stark. Naito wird von Jericho attackiert bevor die Ringglocke läutet und kommt nicht einmal dazu seinen Anzug abzulegen. Naitos Platzwunde am Hinterkopf hinterließ so etwas an Blut an seinem weißen Anzug, was ein für ein starkes visuelles Erlebnis sorgte und sofort den Ton für das Match angab. Eine spätere Wunde direkt am Auge von Naito verstärkte das Bild noch einmal erheblich und Naito war einfach nur noch angepisst. Tranquilo war diesmal nicht Naito’s Motto und er wirkte so intensiv und wütend wie man ihn selten gesehen hat. Jericho ging ihm unter die Haut und machte dies exzellent. Jericho wirkt in NJPW wie ausgewechselt und diese Art des brutalen Brawlers gibt seiner Karriere noch einmal eine neue Facette und eine interessante Ausrichtung. Nachdem Match ist Jericho nicht fertig mit Naito, bis EVIL zur Rettung eilt. Es wird sehr interessant zu sehen sein wohin diese Stories noch führen in den kommenden Monaten. Jericho vs. EVIL ist eine Möglichkeit um Jericho den Titel eventuell wieder abzunehmen. Es sei denn Jericho bleibt NJPW noch länger und öfter erhalten als erwartet. Vielleicht sogar mit einem Match im Cow Palace. Ein Auftritt Jerichos in San Francisco würde den Ticketverkäufen sicherlich etwas Aufwind verschaffen. Es ist schwer zu sagen, inwiefern er sich da aus dem Fenster lehnen möchte um andere Verpflichtungen bei der WWE eventuell nicht zu gefährden. Jericho ist unberechenbar und seine Aussagen führen die Fans immer gerne hinters Licht. Ich bin gespannt ob es zu einem Auftritt in San Francisco kommt. Des Weiteren ist es unfassbar spannend zu beobachten wohin sich Naito nun entwickelt. Er wirkte wie ausgewechselt während des Matches, hat nie wirklich in den Kampf gefunden und Jericho hat ihn so wütend gemacht wie niemand zuvor. Keine Spielchen diesmal für Naito, nur blanke Wut auf Jericho. Dennoch verlor er am Ende durch Jericho’s Tiefschlag und musste sich blutig geschlagen geben. Nicht alles in NJPW ist rosig, die Charakter- und Storyentwicklungen sind jedoch durchgehend auf höchstem Niveau. Von daher ist von einer Weiterentwicklung des Charakters Tetsuya Naito wohl stark auszugehen und ich persönlich bin wahnsinnig gespannt darauf. [***3/4]


IWGP Heavyweight Championship – No Time Limit – 2/3 Falls
Kazuchika Okada(c) vs. Kenny Omega

Ein exzellentes, außergewöhnliches und atemberaubendes Match. Die Fans waren mitgenommen und erfasst von dem Match, Kelly und Callis haben exzellent kommentiert und Okada und Omega haben abgeliefert. Eine kurze Anmerkung zu mir und meinen persönlichen Wertungskriterien: Ich LIEBE lange, epische Matches. Schon als ich mit Wrestling groß wurde, war Shawn Michaels vs. Bret Hart bei WrestleMania 12 mein persönliches Lieblingsmatch. Eine Stunde ohne Fall und dann kommt die Entscheidung in der Overtime. Ich habe diesen Aufbau geliebt und das Match verschlungen. Spätere Iron Matches in der WWE, die teilweise über 10 Falls hatten, haben mich dann leider eiskalt gelassen, da ich diesen langen Aufbau zu ein oder zwei Falls einfach bevorzuge. Jeder Wrestling-Fan der sich für ein solches Review interessiert, dem wird wohl die Diskussion um die Ratings von Dave Meltzer bekannt sein. Mir persönlich ist dies egal, ich bewerte für mich, nach meinem subjektiven Empfinden und bleibe dabei innerhalb der bekannten 5-Sterne-Skala. Über meine Bewertungen kann gerne auch mit mir diskutiert werden. Ich versuche jedoch so ausführlich wie möglich zu beschreiben warum ich zu meinem Ergebnis komme. Ob Omega/Okada die beste Fehde aller Zeiten ist, darüber kann man auch seitenweise debattieren. Ich persönlich empfinde es jedoch zumindest als die aktuell beste Matchserie in den letzten Jahren. Aller Zeiten, sehr schwer zu sagen, hier gibt es wohl auch mehr als genug Raum zum Argumentieren. Ich akzeptiere jede Meinung, solange man begründet und vernünftig argumentiert warum man andere Fehden besser fand. Selber wüsste ich im Moment nicht wo ich die Fehde insgesamt einordnen würde. Ein Blick zurück in ein paar Jahren wird Klarheit schaffen.
Zurück zum Match: Omega und Okada waren in einer fast unmöglichen Position. Jeder Fan, der auf dieses Match hin gefiebert hat, hat nicht weniger als einen Klassiker erwartet hat. Für mich haben die beiden diesen geliefert, bedingungslos. Mit dem vierten Match der Serie, wobei nach jedem vorherigen Match nicht weniger erwartet wurde als Exzellenz, schaffen es die beiden dennoch wieder ein ergreifendes Match mit Athletik, Storytelling und Härte abzuliefern. Nach über 120 Minuten Wrestling (in den drei vorherigen Matches) noch in der Lage zu sein mit einem weiteren 60+ Minuten Match etwas Neues zu zeigen und die vorherigen Matches zu referenzieren, das ist für mich Exzellenz. Ich wüsste persönlich nicht was ich mehr erwarten könnte von einem Match. Okada nimmt überraschend den 1. Fall mit einem Roll-Up und bringt Kenny’s Gameplan komplett durcheinander. Wie Okada danach grinsend in der Ecke steht zeigt einmal mehr wie gut der Mann ist, egal ob Heel oder Face. Man hat bei ihm immer das Gefühl er repräsentiert sich selbst als Charakter. Exzellent im Ring, sympathisch als Person, jedoch mit einer arroganten Seite, die ihn gelegentlich in einem ganz anderen Licht dar stehen lässt. Kurz gesagt, er fühlt sich menschlich, realistisch und greifbar an. Kenny muss umschalten und umdenken um das Schiff zu wenden. Er liegt 1:0 hinten und Okada benötigte noch nicht einmal seinen Rainmaker dafür. Damit wird Omega hier zum absoluten Face und bringt die Leute hinter sich. Der zweite Fall in so einem Match ist grundsätzlich schwer, da die Fans erwarten, dass der Ausgleich kommt. Mit Okada war jedoch auch durchaus ein 2:0 denkbar, wodurch die Anspannung im Match nie gefallen ist. Kenny kommt mit allem was er hat nach Okada, wie beim Match der beiden beim G1 Climax. Der zweite Fall kommt nach knapp einer Stunde Gesamtzeit nach dem One Winged Angel und wir haben das 1:1. Auf den letzten Metern können beide vor Erschöpfung kaum noch stehen. Beide kontern sich aus bis Okada den Rainmaker durchbringt, jedoch dabei so erschöpft ist, dass der Impact fehlt. Kenny bleibt nur wankend stehen und Okada muss selbst auf die Knie gehen. Eine grandiose Sequenz und ein tolles Bild. Am Ende bekommt Kenny den One Winged Angel in der Nähe der Seile durch, wenn auch nur unter großer Erschöpfung. Okada kann nach dem zweiten One Winged Angel im Match nicht mehr und bleibt in den Seilen liegen. Kenny bringt seine letzten Kraftreserven auf und zeigt einen vernichtenden V-Trigger, den Okada frontal nimmt. Es folgt ein letzter One Winged Angel, Okada bleibt regungslos liegen und Kenny Omega wird nach dem Pinfall (2:1) neuer IWGP Heavyweight Champion. Perfekt!
Man kann ein Match nur schwer besser erzählen und nicht sauberer und spektakulärer worken. Am Ende beweist Omega, dass er die bessere Ausdauer hatte und damit gewinnen konnte. Auch ein Sieg Okadas wäre für mich vollkommen perfekt gewesen nach diesem Match. Sein Title Run war fantastisch zu verfolgen. Beiden gelingt es in 4 Matches immer etwas Neues zu zeigen, im Ring absolut perfekt zu worken und dazu eine fantastische Geschichte zu erzählen. Auf Grund meiner Vorliebe zu langen Matches war ihr zweites Match, der 60-Minutes Draw, bisher mein Favorit. Nach diesem Match könnte ich mich nur schwer entscheiden. Entscheidet selbst was ihr liebt, welche Matchserie euch am besten gefällt, welches Match (welcher Liga auch immer) euch am meisten Spaß macht. Für mich ist dieses Match hier der Grund warum ich Pro Wrestling liebe. [*****]

NJPW Dominion 6.9 in Osaka-Jo Hall ist eine komplett runde Veranstaltung, die man sich ohne zu skippen ansehen kann. Kein einziges Match verdient die Bezeichnung Filler oder Stinker. Alles unterhält und erzählt eine Geschichte weiter. Die letzten 3 Matches entwickeln eine Dynamik, die es schwer macht an der Veranstaltung etwas auszusetzen. Ein rundum grandioses Spektakel, bei dem eigentlich jeder Geschmack bedient wird. Eine Show die man jedem Wrestling-Fan nur empfehlen kann.


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