Beiträge von Kröd Mändoon

    Ich bezog das in der Tat auf das Business insgesamt. 3 von 300 Millionen Amerikanern schauen Wrestling. 1%. Davon ein großer Teil von alten Zuschauern, die es aus Gewohnheit tun, aber vermutlich nicht mehr aus Überzeugung und es gibt einen gewissen Anteil von jungen Fans, die AEW anzieht, bei denen ich aber ganz stark bezweifle, dass das nachhaltig ist.


    Wie ich schon schrieb, ist AEW doch nicht einmal Wrestling. Es ist eine Parodie auf das, was Wrestling mal war. Die Bucks machen da ja nicht einmal ein Geheimnis draus. Auch Cassidy ist doch nicht ernst zu nehmen. Man wollte mal "sports based" sein, aber hat sich davon komplett verabschiedet. Das ist Russo-Booking. Das kann man mögen, ich mache das niemandem zum Vorwurf, also nicht falsch verstehen, aber das ist halt nicht nachhaltig und nicht auf Dauer machbar.


    Wenn du dann auf der anderen Seite die UFC als Alternative hast, wenn es um Kampfsport geht, dann guckst du doch kein Wrestling. Den Kampf hat man nicht nur verloren, man hat ihn schon vor Jahren freiwillig aufgegeben und was bleibt, ist schlechte Comedy. Da nehmen sich beide Companies halt nicht wirklich viel.


    Von daher finde ich auch die 800k Zuschauer bei AEW alles als überzeugend. Das ist ne gewisse Nische, aber mehr auch nicht. Es war ja mal die große Hoffnung, dass man eine echte Mainstream Alternative zur WWE sein könnte, aber davon ist man heute weiter weg als noch vor dem TV Start.

    Zitat

    Original geschrieben von Kir Royal:
    [B]Die ganze Rating-Diskussion ist doch für die Katz. Egal ob bei WWE oder AEW.


    Wichtig ist doch, dass der jeweilige TV-Sender mit den Quoten zufrieden ist. Was irgendwelche Fans im Internet so schreiben, ist doch ziemlich irrelevant. [/B]


    Ich finde schon, dass es wichtig ist, wie viele Fans man wöchentlich vor den TV lockt. Klar, Schwankungen spielen da keine große Rolle aber wenn WWE inzwischen nur noch 2 Millionen vor die Schirme lockt und die ach so große Hoffnung am Ende auch nur auf 800.000 kommt, dann ist das schon deprimierend.


    Da muss man nicht mal auf die Attitude Era verweisen. Früher schauten ja noch bedeutend mehr Leute, wenn auch auf mehrere Territorien verteilt.


    Aber im Grunde hast du mit WWE und AEW einen Zuschauerzuspruch von ca 2,8-3 Millionen Zuschauern insgesamt, wovon du sicher noch ein paar hundert Tausend rausrechnen musst, weil sie beide Shows schauen. Also am Ende vielleicht 2,5 Millionen Zuschauer, die jede Woche Wrestling gucken. Das ist schon bitter und lässt sich auch nicht durch YouTube schön rechnen.

    Die Matches sind generell zu lang. Rosa vs Kelly war gut und gerade Kelly scheint auch einen gewissen It-Faktor zu haben, aber ich brauche nicht in jeder Show Matches, die 15, 20, oder 25 min gehen.


    Ansonsten finde ich das Format okay, aber man stellt sich schon die Frage, wie es in Sachen NWA weitergeht. Die fangen wieder bei Null an, wenn sie denn mal wieder was machen.

    Zitat

    Original geschrieben von Alones:
    Meine Meinung ist und bleibt, dass NXT am Mittwoch gescheitert ist. Spätestens mit der Vertragsverlängerung von AEW auf TNT macht es keinen Sinn mehr, diesen sinnlosen War weiterfortzuführen. AEW wird nicht mehr so schnell verschwinden. Also sollte man sich lieber darauf konzentrieren, den eigenen Brand zu stärken, anstatt weiter einen verlorenen Kampf zu kämpfen.


    Da gebe ich dir durchaus Recht, aber es ist ja im Gegenzug nicht so, dass AEW Bäume ausreißen würde. Dort ist man auch weit davon entfernt in irgend einer Art und Weise den Mainstream anzusprechen. Die komplette Show richtig sich an die selben 700-800k Zuschauer, die jede Woche einschalten. Und bei aller Liebe, AEW ist noch ein sehr viel größerer Haufen an unlogischem Booking und schlechter Comedy als es WWE je war. Die "Die Hards" wollen es nur nicht wahr haben.


    Da gewinnst du vielleicht mit Shaq, Sting und anderen Gueststars ein paar Zuschauer, aber die sind eine Woche später wieder weg, weil das Produkt schlicht und ergreifend nicht ernst zu nehmen ist. Und das schlimme ist: AEW ist sogar noch stolz darauf und verteidigt diesen Ansatz. Als unbeteiligter Zuschauer bleibe ich doch auch eher bei einem Champions League Spiel hängen als bei einem Zweitligaspiel.


    Insofern mag NXT sein eigentliches Ziel verfehlt haben, aber ich hatte auch nicht den Eindruck, dass NXT in den letzten Monaten noch groß versucht hätte, AEW etwas entgegen zu setzen. Dort macht man doch seit Monaten was man selbst für richtig hält. Böse Zungen könnten behaupten, dass man das tut, weil man erkannt hat, dass AEW eben nur ein Nischenprodukt ist. Es ist ne Backyard-Show, mit TV Slot, weil der Milliardärssohn gerne Wrestlingpromoter spielen will, aber keine Ahnung davon hat. Nebenbei ist er auch noch Director of Football beim FC Fulham. Die werden nie auch nur im Ansatz ne richtige Konkurrenz zur WWE sein. Nicht mit dem Geschäftsmodell.

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    Original geschrieben von Heisenberg:
    Nichts. Was sollte sich da auch tun?


    Einiges? Man wird halt sehen müssen, was Andrew Yang zustande bringt. Er scheint ja mit diversen Wrestlern im Kontakt zu stehen und ihm scheint das Thema am Herzen zu liegen. Und in Sachen Gewerkschaft ist das letzte Wort sicher auch nicht gesprochen. Da hat sich doch zuletzt sogar die Schauspielergewerkschaft zu Wort gemeldet. Lass dann die Demokraten jetzt auch noch in Georgia den Senat erobern, dann wird der Rückhalt für McMahon schon etwas dürftiger.


    Das passiert sicher nicht alles von heut auf morgen, aber ich glaube nicht, dass der gute Vince auf alle Zeiten an diesem Status festhalten kann.


    Das wird zwar wenig Auswirkungen auf das Produkt an sich haben, aber über kurz oder lang wird man damit leben müssen, dass Worker auch außerhalb ihres WWE Vertrages Geld verdienen. Und das nicht zu knapp. Wenn du als WWE Midcarder bereits so populär bist, dass du auf Twitch im Jahr ne halbe Million verdienen kannst, dann stellt sich die Frage schon, mit was die WWE ihre Worker in Zukunft bei der Stange halten will. Stand jetzt versucht man es mit Einschüchterung.


    Man könnte ja mutmaßen, dass Hunters Kommentare zuletzt ein Zugeständnis waren. "Man sei offen, mit anderen Promotions zusammen zu arbeiten".

    Mit anderen Worten, du möchtest, dass Kayfabe wieder gelebt wird. Also zurück in die Vergangenheit.
    Wie das funktionieren soll? Vermutlich gar nicht. Bestenfalls kann man den Zirkus zurückfahren und den Sport in den Vordergrund rücken.


    Man wird jetzt erst einmal sehen müssen, was sich in Sachen Gewerkschaft und/oder Independent Contractor Status tut. Auch das wird Auswirkungen haben und am Ende des Tages wird es erst dann richtig interessant, wenn Vince das Ruder abgibt.

    Man darf bei der Diskussion um Vega auch nicht vergessen, dass sie ja nicht nur auf Twitch und co als Einnahmequelle angewiesen ist. Die Türen zu anderen Promotions stehen ihr sicherlich offen. Und gerade dann kommt der Status des Independent Contractors ja erst recht zum Tragen.


    Es wird für die WWE aber künftig durchaus eine interessante Nummer werden, Talente langfristig zu binden. Wenn du in der WWE erst einmal ein gewisses Level erreicht hast und da reden wir hier nur von Midcard oder Enhancement Talenten, dann reicht das scheinbar schon, um bei Twitch und co Zuschauer und Subs zu binden, mit denen du Einnahmen erzielen kannst, die besser sind als das, was WWE dir bietet.


    Das dürfte in Vertragsverhandlungen sicherlich künftig auch mehr und mehr Thema werden. Warum im Ring Verletzungen riskieren, wenn man nach ein paar Auftritten im TV so gut dasteht, dass man künftig vom heimischen Sofa aus Videospiele streamen kann?


    Die WWE wird nicht umhin kommen, hier über kurz oder lang an den Verträgen zu rütteln. Mich wundert ohnehin, dass sie auf dem Network noch keinen Platz für streamende Wrestler gefunden haben. Das würde sich ja durchaus anbieten.

    So ganz eindeutig war das doch nie. Da hieß es auf der einen Seite, sie dürften gar nicht streamen, dann wieder nicht unter dem WWE Namen bzw sie dürften, aber es würde gegen die Downside gegengerechnet. Dann hieß es zwischendurch auch, man wolle den Leuten neue Verträge anbieten, da diese Dinge in den alten Verträgen wohl so nicht geregelt seien.


    Nichts genaues weiß man nicht.


    Spannend ist ja auch der Kanal von Creed. Der hat sich doch im Rahmen der Diskussionen ein paar Trademarks gesichert, vermutlich, um sie nicht der WWE zu überlassen. Dafür ist dessen ganzer Kanal einzig und allein auf WWE aufgebaut und selbst Hunter und Stephanie waren schon zu Gast. Schwer vorstellbar, dass der gegen Richtlinien verstößt. Allerdings ist der mit 2 Millionen Subs auch zu groß als das WWE den verbieten würde. Der ist halt ein reiner WWE Marketingkanal.

    Interessant wäre auch, was das zum Beispiel für Jessamyn Duke bedeutet. Die hat ihren Kanal erst die Tage umbenannt. Sie nutzt da nicht mehr ihren Namen, sondern alles läuft unter dem Tag "OkayGamer". Das dürfte dann wiederum darauf hindeuten, dass die WWE die Rechte über den Klarnamen hat, sie dies damit aber umgeht. Da sie aber auch gerne Content mit Mia Yim und Shayna Bazler macht und verdammt dicke mit Rhonda ist, dürfte es für die WWE da nicht so einfach werden. Wobei, am Ende machen die eh was sie wollen.


    Ob Andrew Yang da jetzt der ganz große Wurf gelingen mag, oder nicht, lassen wir mal offen. Erst einmal muss er irgendwas zu sagen haben. Aber Bewegung muss und wird sicher in die Sache kommen.


    Ich verstehe die WWE sogar. Sie halten die Trademarks und die Personen treten mehr oder weniger als WWE Charakter auf und verdienen damit Geld. Man schießt halt nur den Vogel ab, indem man die Wrestler ermuntert, diese Kanäle zu betreiben, nur um dann zwei, drei Jahre später plötzlich die Hand aufzuhalten. Dass die Einnahmen dann ja noch gegen die Downside Guarantee gegengerechnet werden, setzt dem ja die Krone auf.

    Duke hat mit ihren Streams ja schon ordentlich Geld verdient als sie noch MMA betrieben hat. Aufgrund ihres Rosterspots wäre es nicht mal ausgeschlossen, dass auch sie damit mehr Geld verdient als mit Wrestling.


    Ich denke mal nach der Wahl wird man sehen, wer die Hosen im Weißen Haus anhat und ob Andrew Yang anschließend die Leverage hat, um gegen die WWE vorzugehen oder es an die entsprechende Stelle weiterzuleiten.


    Da Paige aber weiterhin an der Gewerkschaft zu arbeiten scheint, wird es in Zukunft sicherlich unangenehmer für Vince, mit all diesen lächerlichen Restriktionen durchzukommen.

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    Original geschrieben von Johnny Largemeat:
    Hallo Nachbar. Ich verweise auf ButchertheFork. Er hat das gut beschrieben. McAfee wollte damals Wrestler werden, aber Football war zu dem Zeitpunkt lukrativer für ihn. Er hat mich voll überzeugt und man hat es verstanden eine gute Geschichte zu erzählen.
    Cole gebührt hier ein großes Lob; er hat McAfee nicht nur gut aussehen lassen, sondern auch gut verkauft und die Chemie hat einfach gepasst. Ich würde mir gerne noch ein Match wünschen, aber dazu wird es wohl nicht mehr kommen. Ich bin nur gespannt, ob er jetzt Wrestler bleibt oder weiter als Experte arbeitet.


    Das ist ja legitim, aber das ist doch nichts, was man einem Zuschauer in irgend einer Art und Weise verkauft hat. Als Footballfan, die man ja versucht hat, damit zu ködern, schalte ich ein und sehe einen Ex-Punter, der den World Champion alt aussehen lässt. Warum sollte ich dann diese semi-legit Kampfsportliga ernst nehmen?


    MacAffee hat eine hervorragende Leistung gebracht, keine Frage, aber in Kayfabe hat man damit doch das eigene Roster begraben und aufgezeigt, dass es jeder kann und so schwer nicht ist.

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    Original geschrieben von Fullback:
    Bestes Match war Cole vs McAfee mit ****.


    Große Überraschung, dass ein Non-Wrestler/Debütant so ein Match liefern kann.


    Es ist doch absurd, dass ein Non-Wrestler überhaupt so etwas zeigen darf. Man begräbt hier doch jeden Wrestler komplett, wenn ein random Footballplayer, ein Punter noch dazu, einfach mal daher kommt und mit dem Aushängeschild der Liga mithalten kann. Was sagt denn das aus? Jeder kann es! Wrestling ist nicht schwer! Warum also überhaupt einschalten? Unfassbar.

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    Original geschrieben von Edgecutions:
    Vermutlich das übliche Cornette gelaber. Wegen zu vielen Spotfesten, no Selling, Matchpsychologie, zu viel Comedy usw.
    Aber immer wieder interessant, das jemand wie Cornette, der noch nie im Ring gestanden hat, generell und selbst bei der NWA nicht lange überlebt hat, meint, Zuhörern erzählen zu müssen wie Wrestling im Jahr 2020 funktioniert. ^^ Während Veteranen deren Leben sich seit 20+ Jahren um In Ring Wrestling dreht, keine Ahnung hätten. ^^


    Allein das lässt mich zweifeln. Cornette hat nie im Ring gestanden? Als Wrestler? Nein. Muss er das? Der Mann war über Jahre einer, wenn nicht neben Heenan der beste Manager überhaupt und hat ordentlich eingesteckt. Er hat mit dem Midnight Express mehr Heat gezogen als es heute je ein Wrestler könnte. Er war in jedweder Form hinter den Kulissen tätig und wird von nahezu jedem Wrestler, jung, oder alt, für sein Wissen in Bezug auf Wrestling gelobt. Wie kann der Mann es nur wagen, AEW nicht zu mögen. Und sein Abgang aus der NWA hatte nun wirklich ganz andere Gründe.


    Und wer sind die Veteranen mit 20 Jahren Erfahrung? Die Bucks? Ich bestreite nicht, dass sie Erfahrung haben, aber nur weil ich etwas 20 Jahre mache, heißt das nicht, dass ich es gut mache. Aber man sieht ja auch hier, dass Selling und Psychology nicht gefragt sind. Hauptsache Spotfests, die für den kurzen Kick sorgen.

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