Beiträge von The Mountie

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    Original geschrieben von Stingray:
    Angesichts der aktuellen Leistungen von Sting und der Leistungen Flairs in juengerer Verganheit (Matchserie gegen HHH) kann man durchaus davon ausgehen, dass beide bei WM ein wirklich gutes Match hinbekommen wuerden. Dass die Chemie zwischen den beiden stimmt sollte ohnehin ausser Frage stehen.


    Ich muss ehrlich gestehen, ich weiß nicht, was manche an Stings Ringleistungen bei TNA finden. Stings Ringleistungen waren Anfang der Neunziger toll, aber seit dem Wechsel zum Crow-Gimmick bzw. seiner privaten Zwangspause kurz davor ist er in seiner Entwicklung stehen geblieben und seit seinem Comeback ist es logischerweise nicht besser geworden. Der heutige Sting ist träge, macht öfters mal Fehler und lebt eigentlich nur noch von seinen Trademarks, seinen natürlich nicht verlernbaren Psychologie-Fähigkeiten und dem "Och-ja-für-einen-fast-50-Jährigen-ist-das-doch-gar nicht-schlecht"-Faktor. Sting liefert heute bestenfalls annehmbare Matches, wenn er einen guten Gegner hat, ansonsten ist das alles nicht das Wahre. Ich habe persönlich keine Ahnung, warum seine heutigen Leistungen von manchen so in den Himmel gehoben werden.


    Und an Flair hat bei aller Liebe natürlich auch der Zahn der Zeit genagt. Es hat schon seinen Grund, warum er in Big-Match-Situationen - auch schon gegen Triple H, der überdies gesagt ein ganz anderes Ringkaliber als der heutige Sting ist - seine Alterserscheinungen durch den Einsatz von viel Blut und "Oh-mein-Gott-der-alte-Mann-bringt-sich-um-Bumps" kaschiert. Und auch Flair ist mittlerweile auf einen starken Gegner angewiesen, um noch einigermaßen zu glänzen.


    Ganz ehrlich: Ein Sting-Flair-Match im Jahr 2007 würde mich an die traurigen Versuche der WCW in den Neunzigern erinnern, mit der Wiederholung von Achtziger-Jahre-Klassikern noch mal Reibach zu machen. Ich muss das nicht haben und ich würde es auch weder Sting noch Flair raten sich auf sowas einzulassen.

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    Original geschrieben von TheBondz:
    Das wird sie definitiv. Sting war neben Ric Flair der größte Star von World Championship Wrestling, größer als der WCW Hogan, Goldberg, Nash und co. Sting blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück, die sich wunderbar vermarkten lässt.


    Neben Sting gab es in den letzten 20 Jahren, die auf einem Bekanntheitslevel mit ihm waren Hulk Hogan, Flair, Austin, Rock, vielleicht noch Bret Hart und John Cena. Er gehört zu den größten Namen im Wrestling, verstehe nicht, warum der Hype um ihn zu groß sein soll.


    Ich sage ja nicht, dass das Interesse der WWE an einer Sting-Karriere unberechtigt wäre. Ein Erfolg würde sie ohne Frage, aber ob man damit an Projekte wie "The Rise And Fall of ECW" rankommt, wage ich doch stark zu bezweifeln. Stings Hochzeit ist dazu doch ein paar Jahre zu lang her und so groß war der Mythos auch nie, gerade an der WWE-Klientel ist er doch meist eher vorübergegangen.


    Stings Sonderrolle in der WCW speist sich doch vor allem aus der Treue die er der WCW jahrelang gehalten hat, ein so großer Leader wie es Flair seinerzeit war, war Sting nie. In seiner Surferzeit war ihm nie der große kommerzielle Erfolg vergönnt, gerade sein erster , groß aufgebauter Run als NWA Champion war eine finanzielle Enttäuschung. Der kommerzielle Erfolg kam erst mit dem Crow-Hype. Und selbst da konnte er ja dank Hogan nie dauerhaft die Topstar-Rolle einnehmen und nach zwei, drei Jahren war die Angelegenheit dann auch verklungen.


    Sting ist für mich aufgrund alldessen nicht auf eine Stufe mit den von dir Genannten zu setzen, höchstens mit Bret, wobei der auch zumindest für das WWE-Publikum die weit größere Ikone ist. Und in der Rangfolge der größten WCW-Stars muss Sting auch klar hinter Flair und Dusty Rhodes zurückstecken.

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    Original geschrieben von Khalifornia:
    Was ich übrigens ebenfalls sehr begrüßen würde. Eine Sting DVD könnte der größte Renner ever werden und WWE sowie Sting unglaubliche Einnahmen in den Geldbeutel spülen. Abgesehen davon wäre eine Hall of Fame Aufnahme des Nature Boy durch Sting und ein abschließendes Match zwischen den beiden einen Tag später vor 80.000 Zuschauern ein Klassiker und das perfekte Aufeinandertreffen um die Karierren beider zu beenden. Sting sollte 2007 bei TNA zu Ende bringen und dann schnellsten rüber nach Stamford.


    Also ich weiß nicht, überschätzen da nicht manche den Status Stings? Ich meine, er war schon eine ziemlich große Nummer, aber eine solche Hyper-Ikone, dass eine DVD mit ihm der Überrenner werden oder ihm die WWE bereitwillig einen Wrestlemania-Spot freiräumt und damit den Rest des Rosters vor den Kopf stößt, ist er nun auch wieder nicht.


    Ich muss Sting ehrlich gesagt auch nicht in der WWE haben. Seine Leistungen bei TNA überzeugen mich nicht mehr und einen wirklich Dream-Match-Faktor sehe ich auch nicht recht in den potenziellen Paarungen mit wem auch immer. So magisch ist Stings Strahlkraft nicht wirklich.

    Ultimate X: Ich bin ja froh, dass TNAW zumindest ein Number-One-Contenders-Match draus gemacht hat, damit die vier, wenn schon überhaupt keine Fehde dahintersteht, nicht völlig ohne Sinn ihre Knochen aufs Spiel setzen. Wie zu erwarten bei der Matchart und den Beteiligten ein heißes Match, dem es nur an Zeit fehlte.


    Reverse Battle Royal: Ein komplett sinnfreies Match mit dem einzigen Zweck, alle angestellten Wrestler auf die Card zu bringen. Konzeptmäßig überladene Random Action, die sich im Nachhinein als komplett bedeutungslos erweisen wird – am Ende wird eh Christian das Turnier gewinnen.


    Tag Title Match: Gott sei Dank pacmanbefreit wird hier ein weiteres gutes Match auf die Beine gestellt. Creed gibt ein ordentliches, wenn auch sehr hüpflastiges Debüt. Das Finish… na ja, man drüber diskutieren, ob ein Titelmatch bei der größten Show des Jahres ein Comedy-Ende haben sollte.


    X-Division Title: Starkes Match, in dem Lethal sich gottlob nicht von seinem Gimmick zurückhalten lässt. Dass Lethal die Attacken gegen seinen Rücken nur spärlich gesellt hat, ist mir zugegebenermaßen nicht aufgefallen.


    Steiners vs. 3D: Das erste reguläre Match, das ohne einen Suicide Dive auskommt, muss auch mal sein. Die Stipulation ist gut gewählt, denn sie kaschiert die Schwächen aller Beteiligten und brawlen können sie alle. Der Tischbruch und der leicht verunglückte Frankensteiner kratzen an dem Match, aber gut, das fällt unter die Rubrik „Kann passieren“.


    Knockouts Battle Royal: Bis auf den starken Auftritt von Kong unspektakulär. Es ist für mich fragwürdig, eine solche Attraktion wie Kong so früh als verwundbar darzustellen, vielleicht hätte man sie gewinnen lassen oder das Debüt noch aufsparen können. Die anderen neuen Mädels fallen wenig auf, nur ODB bleibt mit ihrem Entertainment-Talent noch etwas hängen, hat aber das Problem, dass Jackie Moore eigentlich dasselbe Gimmick wie sie hat. Die anderen drei braucht TNA wohl nicht wirklich, speziell Shelly bestätigt meine Einschätzung dass hinter ihrer abgefahrenen Optik nichts als heiße Luft steckt.


    Joe vs. Christian: Match of the Night, wenn nicht (TNA-)Match of the Year. Die beiden harmonieren einfach perfekt – auch wenn Joe wie immer klar die Hauptlast trägt - und durften nun endlich zu Ende bringen, was sie vergangenen Monat angefangen haben. Auch der Einsatz von Morgan hat da gepasst. Das Match wirft für mich erneut die Frage auf, wie lange TNA noch warten will, Joe endlich DEN Push zu geben und stattdessen auf Leute fern ihres Zenits wie Sting oder jetzt wohl auch noch Nash zu setzen.


    Monster’s Ball: Kurz und (für die Zuschauer) schmerzlos gehalten, ein paar nette Spots, aber storymäßig hing das ganze Match halt im luftleeren Raum.


    Angle vs. Sting: Im Gegensatz zu den meisten anderen bin ich mit diesem Match nicht zufrieden. Erstmal hat sich der Aufbau des Kampfes – von wegen „Es ist persönlich“ und „Sting wird dich töten“ – kein bisschen in dem Match wiedergespiegelt. Wenn man das Ding schon so aufbaut – was ich nicht getan hätte – dann muss das Ding z.B. mit einer Schlagserie oder ähnlichem losgehen und nicht mit einem geduldigen Austausch von Holds. Blendet man das aus, bieten die beiden zunächst ein ordentliches Match, wobei Sting sein Alter aber einfach nicht mehr verhehlen kann. Eine gewisse Trägheit merkt ihm auch der unaufmerksame Beobachter an und es gibt auch einige Patzer in dem Match, die stören. Dann kommt, was kommen muss: Karen ist natürlich doch da und Nash natürlich auch. Jarrett und Co. haben immer noch nicht verstanden, dass wir nicht mehr 1999 haben und das Attitude-Overbooking zu solchen Anlässen einfach nicht mehr up to date ist. Ich weiß, es soll der Dramatik dienen, aber für mich ist es unnötig und störend. Dann kommt Angle mit der für ein solches Match nötigen Move-Überraschung: Ein 450 Splash, der leider ähnlich verbockt ist wie die SSP von seinem Buddy Lesnar vor vier Jahren. Trotzdem durchaus erinnerungswürdig. Am Ende siegt dann zum Glück doch Sting, was in der Situation richtig ist, aber irgendwie natürlich doch kein Signal für die Zukunft.


    Fazit: TNA hat Bound For Glory schwach aufgebaut, aber ist ihr gelungen, das mit einem harten Druck auf den Action-Button zu übertünchen. Ein guter Event mit mehreren guten Matches, der sich die Schulnote zwei durchaus verdient. Trotzdem ist die Show keine Offenbarung und kein Grund, in Euphorie zu verfallen, wie es viele Fans jetzt gleich wieder tun. Gerade die Art, wie der Main Event aufgezogen ist, zeigt, dass das Booking Team der Liga in leider sehr entscheidenden Fragen immer noch auf dem Holzweg ist. Die Show ist ein guter Ausreißer nach oben – auch deshalb, weil TNA hier viel in die Wagschale geworfen hat, was nicht bei jedem PPV möglich ist. Zu einem Schritt in eine neue, bessere Ära muss sich aber noch einiges mehr tun.


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    EDIT: Noch was zum hier diskutierten Thema Sting im Speziellen: Mich wundert mittlerweile auch sehr stark, wie groß die Akzeptanz für seine weiterhin übergeordnete Rolle bei TNA ist. Ganz ehrlich: Gemessen an der Zielvorstellung, die man eigentlich von ihm erwarten sollte, nämlich dem over bringen der neuen Generation, ist seine Bilanz traurig. Nicht einmal hat sich Sting seit seinem TNA-Debüt clean hingelegt und auch die Zahl uncleaner Niederlagen sind an einer Hand abzuzählen. Selbst Abyss, der ja laut Netzreporten sein erklärter Liebling sein soll, hat er mit dem DQ-Schmarrn ja auch bestenfalls halbherzig over gebracht. Ein Hulk Hogan wäre mit dem Track Record schon längst virtuell gelyncht worden.

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    Original geschrieben von Red Knight:
    Die Ansetzung Sting/Angle war in punkto "name value" IMO die beste Entscheidung, die TNA treffen konnte. Sting dürfte außerhalb der etablierten Zuschauerschaft nach wie vor bekannter sein als Joe, Abyss, oder sogar Cage.


    Wobei ich mich langsam frage, wie lange dieses Argument noch gelten soll. Sting wird auch in fünf Jahren noch den größeren Name Value haben als Joe, Abyss und Cage, wenn man so weiter macht. Muss er dann auch jedes Jahr im BFG Main Event stehen?


    Ich hadere ehrlich gesagt schon seit längerem mit Stings bloßer Präsenz bei TNA. Angetreten mit dem Versprechen, beim "Starmaking" zu helfen, sieht seine Bilanz zwei Jahre später wiefolgt aus:


    Cleane Jobs: 0
    Uncleane Jobs: Kann man auch an einer Hand abzählen
    TNA-Eigengewächse, denen er einen Rub gegeben hat: Halbherzig Abyss
    TNA-Eigengewächse, die von ihm demontiert wurden: Vollständig Chris Daniels


    Und jetzt darf er als Lohn dafür wieder in den Main Event der größten Show des Jahres. Schon vergangenes Jahr war es diskussionswürdig, aber da hatte man zumindest noch einen jahrlangen Aufbau und die passende Story "Packt es der alte Mann noch?" dahinter.


    In diesem Jahr fehlt beides und es bleibt nur das Argument: Ja, er ist halt immer noch der größte Name. Aber das Argument wird langsam, aber sicher zum Armutszeugnis.


    Ich komme einfach um die Feststellung umhin, dass TNAW im vergangenen Jahr jede Storyline durchdacht hat, nur die Situation um den World Title hat man völlig planlos behandelt - im Komplettkontrast zur WWE, wo es überspitzt gesagt genau umgekehrt ist.


    Ich meine, man schaue sich an, was mit dem Titel seit BFG II passiert wird. Erst endet die jahrlang aufgebaute Regenschaft von Sting blitzartig mit dem strangen DQ-Titelgewinn für Abyss. Dann kommt die lange Heel-Regentschaft von Christian, die dann entgegen allen Bookinggesetzen von einem anderen Heel beendet wird. Der holt sich dann auch noch alle anderen Titel - ohne dass diese Sache zu irgendetwas sinnvollem führt. Und nun kommt Sting wieder aus der Kiste und man fragt sich: Was hat das alles jetzt eigentlich gebracht?


    Zu Abyss - Mesias:


    Die Story hatte zwar einen Aufbau, aber wirklich stringent war der auch nicht. Alles lief eigentlich auf ein früheres Debüt von Mesias hinaus, das dann platzte, weil dank des Internets leider schon jeder wusste, was passieren würde. Um den Netzfans doch noch eine lange Nase zu drehen, passierte dann wochenlang gar nichts mehr um doch noch einen Überraschungseffekt zu haben, als Mesias dann doch kam. Und seine Debüt war dann letztlich nur eine Wiederholung eines Szenarios, das es schon bei Impact gab.


    Jetzt hat man noch vier Wochen Zeit, die Zuschauer wirklich für das Match zu interessieren und es wird knapp. Ob der Charakter Mesias und der Wrestler dahinter beim Publikum überhaupt ankommt, weiß noch keiner - wenn er es nicht tut, hat TNA jetzt so kurz vor BFG Pech gehabt. Und auch Abyss als Babyface ist so ne Sache. Bei No Surrender hat man gesehen, dass er dem sonst für alles zu begeisternden Fans in der Impact Zone ohne seine Hardcore-Gimmicks eigentlich kaum Reaktionen entlockt hat. Deswegen stehen jetzt noch mehrere Fragezeichen dahinter, ob dieses Match noch einen nennenswerten Käufer-Effekt hat.

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    Original geschrieben von dickerliebhaber:
    Aber ich hör schon wieder auf mit der WWE Kritik, sonst kommen wieder die WWE Fans und bashen gehen TNA :P


    Wäre einfach zu vermeiden, wenn nicht bei jeder Kritik an der Liga die "Ja, aber die WWE macht es auch nicht besser"-Karte gespielt würde.


    Das, was man mit dem Vergleich Wrestlemania - Bound For Glory im Blick behalten muss ist das: Wrestlemania ist eine etablierte Marke und verkauft sich aus, bevor das erste Match angesetzt ist. Diesen Luxus hat TNA nicht, es muss die Marke Bound For Glory erst etablieren. Und darum muss sie sich bei der Planung dieser Show noch mehr kreative Mühe geben als die WWE.


    BTW fand ich die Wrestlemania-Main-Events auch nicht lieblos gebookt. Sie waren im Grunde genommen gar nicht gebookt, denn es waren schlichte Selbstläufer. Zwei Dream Matches um die großen Titel, die es noch nicht gab und die von allein das nötige Interesse wecken. Ein klassischer sportlicher Aufbau.


    Auf den Faktor kann TNA bei Angle vs. Sting eigentlich auch setzen können, aber es hätte einfach mehr Vorlaufzeit benötigt und es wäre auch hilfreich gewesen, das Match nicht schon einmal zusammenhanglos bei Impact zu verbraten. Nun versucht man aus Zeitmangel um Erwartungshaltung aufzubauen noch schnell mit der Bogus-Tag-Team-Regentschaft und Karen Angle Gründe zu finden, warum Sting und Angle aufeinander treffen müssen. Und das finde ich eher störend.

    Irgendwie ist ganze Hinarbeitung für die TNA-Wrestlemania ziemlich in die Hose gegangen. TNAW hatte in diesem Jahr eine Menge ziemlich guter Langzeit-Storylines, aber hat sie alle vor BFG beendet, ohne dann daran anzuknüpfen.


    Nur im Main Event schien man mit der Champion of Champions Story und dem vermuteten Angle vs. Jarrett einen Langzeitplan zu haben. Mit dem Ausfall Jarretts war der aber dahin und ziemlich und die Sache wurde bei No Surrender ziemlich antiklimaktisch beendet und der neue Main Event mit einem ziemlich aus dem Nichts kommenden Sting hastig zusammengestrickt.


    Auch Joe vs. Cage scheint ziemlich aus der Not geboren und dürfte bei BFG ziemlich unwürdig enden, wenn man sich anschaut wonach die Beteiligung von Matt Morgan da riecht.


    Und bei Abyss vs. Mesias hat man anscheinend wegen der früh ins Netz geratenen Spoiler Mesias' Debüt immer weiter nach hinten verschoben und erst jetzt fünf vor zwölf durchgezogen und muss die Story jetzt binnen weniger Wochen von null auf hundert bringen.


    Ein Eingeständnis schlechter Langzeitplanung sind auch die jetzt auftauchenden Gerüchte, dass man für BFG noch schnell ein Ultimate X und ein Monster's Ball hinklatscht um die Buyrate nach oben zu treiben. Da kann ich nur sagen: Viel Glück nach all dem Schindluder, was TNA zuletzt mit den Gimmick Matches getrieben hat.

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    Original geschrieben von Matrix 3:16:
    Gabs nicht auch Gimmicks wie Papa Shango bei Wrestlecrap? Oder Giant Gonzales (meine ich zumindest)? Oder Mantaur? Kamala? Da passen doch Sachen wie Khali, Henry, Hornswoggle wunderbar mit rein.


    Kamala ist nicht drin, weil es genau so ein Gimmick ist, dass zwar trashig ist, aber eben doch amüsant und auch entsprechend ankam - genau so wie Hornswoggle, der jede noch so schläfrige Crowd aufweckt.


    Gonzales mit seinem Bigfoot-Kostüm und Mantaur sind dagegen einfach Unsinn gewesen und haben auch entsprechend nie Zuspruch gefunden. Shango ist vielleicht eher irgendwo dazwischen und ist auch drin, aber das war glaube ich auch eine sehr umstrittene Induktion, obwohl das Gimmick letztlich auch gefloppt ist.


    Henry passt schonmal überhaupt nicht zu Wrestlecrap, weil er anders als die Genannten überhaupt kein Gimmick hat, das man gut oder schlecht finden kann, er ist einfach der massige Zerstörer.

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    Original geschrieben von Matrix 3:16:
    Mal stellvertretend nur einige kommentiert.


    Du hast doch garkeine Ahnung für was Wrestlecrap überhaupt da ist. Da gehts nicht darum ob etwas over ist oder nicht oder wie viele Zuschauer es zieht, sondern einfach nur wie SCHEIßE es ist! Und es sind schon bessere Gimmicks und Wrestler wie Khali, Henry oder Deuce & Domino bei Wrestlecrap gelandet.


    Und wenn jemand sinnlos rumbasht, kanns nur Bhandu sein.


    Sorry, aber wenn hier einer nicht versteht, was Wrestlecrap ist, dann bist das du.


    Denn der gute RD Reynolds versteht im Gegensatz zu dir den feinen Unterschied zwischen trashig angehauchten, aber unterhaltsamen Gimmicks und Angles und Dingen, die einfach indiskutabel schlecht sind. Darum fand sich zum Beispiel auch z.B. der Kiss My Ass Club nicht auf Wrestlecrap wieder - erst als er zu oft wiederholt wurde.


    Du für deinen Teil bezeichnest einfach alles als Crap, was nicht deinen eng gesteckten Vorlieben für Attitude-Booking, Metaller-Typen und Mystery Gimmicks entspricht - ohne dass du berücksichtigen oder gar akzeptieren kannst, dass in dieser Welt noch Fans mit anderen Vorlieben herumlaufen als du und nicht alles, was deinen Geschmack nicht trifft, gleich unmöglich ist.

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    Original geschrieben von TheBondz:
    Das ist mit Abstand das lustigste und trashigste was ich dieses Jahr gesehen habe, unglaublich, arme WWE. Diese Storyline rund um Kennedy als Sohn hätte so viel Potential gehabt und nun dies. Man hätte es retten können, einem MVP z.B. oder von mir aus Batista der Vince bereits sagte, dass wenn er sein Vater ist, er sich dafür rächen wird, dass er nie für ihn da war. Ja selbst Triple H hätte seinen Reiz gehabt, come on, lieber eine Inzuchtstoryline als Hornswoggle und das große Potential wegzuwerfen. Scheinbar kann die WWE sich das derzeit aber leider nicht leisten.


    Weggeworfen hätte man es eher, wenn man jetzt Hals über Kopf einen pseudo-gleichwertigen Ersatz für Kennedy aus dem Hut zaubern hätte wollen. Für MVP wäre der Sprung zu groß gewesen und außerdem hätte dafür die geniale Fehde mit Hardy abgebrochen werden müssen. Bei Batista hätte ich mir ehrlich gesagt die Kugel gegeben, so satt habe ich den mittlerweile. Und Triple H verträgt sich ja nicht mit den Plänen, die man ausgearbeitet hat. Der einzige, der Kennedy annähernd gleichwertig hätte ersetzen können, wäe Orton gewesen, aber der fällt aus, weil er schon einen Vater hat.


    Für mich ist ausgemacht, dass man jetzt mit der Konstellation Swoggle - Vince - Triple H drei Wochen für Comedy sorgen wird, ehe es dann ernst wird und die Mutter so was in der Art ausrichten lässt wie: "Vince, du hast mir seelische Qualen bereitet und darum habe ich dich jetzt mit der Behauptung gequält, dass du Hornswoggle gezeugt hast." Und dann tritt doch Kennedy auf den Plan. Wäre es nicht so, hätte man seinen Namen in den letzten zwei Ausgaben einfach unter den Tisch fallen lassen und hätte die Möglichkeit nicht so auffallend ausgeschlachtet. Auch die fortlaufenden Andeutungen, der Hunter-Stephanie-Beziehung deuten darauf hin, dass der Ursprungsplan, das als Katalysator für die Kennedy-Hunter-Fehde zu nutzen, noch steht.


    Kein Grund, schon wieder den Untergang des Abendlandes herbei zu reden.

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    Original geschrieben von TheBondz:
    Der Torch gab Storm vs. Rhino auch eine Wertung von * und meiner Meinung nach wird jeder dieser Wertung wiedersprechen der den Event sieht.


    Nicht meiner Meinung nach. Eineinhalb Sterne sind vielleicht einen Tick hart, aber ich fand das Match auch bei weitem nicht gut. Ich habe es gestern gesehen und noch gestern vergessen. So sehr sich Storm charismatechnisch außerhalb des Rings entwickelt hat, sein großes Manko ist, dass im Ring überhaupt nichts davon zu merken ist.

    Sting & Angle vs. Team Pacman: Gleich zu Beginn der größte Bullshit des Abends: Pacman Jones bekommt einen Titel fürs Nichtstun. Muss mehr dazu gesagt werden?


    James Storm vs. Rhino: Ein netter Brawl, den ich aber beim Schreiben dieser Zeilen schon wieder vergessen habe. Die beiden schaffen es einfach nicht mich zu begeistern. Rhino ist halt wie immer Rhino und Storm wirkt auf mich weiterhin nur in seinen Promos, in den Ring vergisst er sein Charisma irgendwie immer mitzunehmen.


    Kazarian vs. Robert Roode: Alle Aufmerksamkeit gilt hier Miss Brooks, was etwas schade ist, denn das Match ist auch so ziemlich gut. Kaz rechtfertigt seinen gegenwärtigen Push durch Leistungen im Ring allemal, er braucht jetzt aber noch einen Charakter. Mal sehen, was der weitere Verlauf der Fehde da für ihn bringt.


    Kurt Angle vs. Jay Lethal: Ein starkes Match mit dem zu erwartenden Upset-Sieg Lethals, der der X-Division endlich mal wieder Rückenwind verschafft. Ich hadere immer nur noch damit, dass der Mann mit dem hässlichsten Flying Elbow Drop des Wrestling diesen nun als Finisher benutzen muss.


    Chris Harris vs. Black Reign w/Polarfuchs: Man muss sich nicht alles geben


    10 Team Gauntlet Battle Royal: Ein ziemliches Fehlkonstrukt, dieses Match. Die Battle-Royal-Phase bot nichts als sinnlos aneinander gereiht Standardaction und ging viiiiiiiiiel zu lange und das wirklich starke Tag Match wird dafür auf ein Minimum reduziert. Das ist ärgerlich bei der erneut grandiosen Performance der Motor City Machine Guns, die einfach sensationell sind.


    Christian Cage vs. Samoa Joe: Die beiden knüpfen bis zum Finish nahtlos an ihr erstes großartiges Match an. Das Non-Finish dann ist definitiv nicht sinnlos, trotzdem hinterlässt das natürlich einen schalen Beigeschmack.


    Kurt Angle vs. Abyss: Ein sehr feines, bodenständiges Wrestlingmatch. Leider wird es dadurch heruntergezogen, dass das Publikum fast gar nicht mitgeht. Lag wahrscheinlich einerseits daran, dass ihr Hunger nach Spots und Hardcore-Abyss-Einlagen nicht gestillt wurde, aber es spielt wohl auch eine Rolle, dass Abyss letztlich doch nicht dafür geschaffen ist, Babyface zu sein - ähnlich wie Umaga. Das ist kein gutes Zeichen für die Judas-Mesias-Schote.


    Fazit: Der Pay Per View war auf nach dem Hard-Justice-Debakel auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Es gab mehrere gute Matches, auch wenn ein wirkliches Highlight fehlte. Black Reign, das langatmige Gauntlet und vor allem der schlechte Witz mit Pacman ziehen die Show aber wiederum herunter. Schulnote drei.

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    Original geschrieben von TheBondz:
    Die News war alt und der ehemalige World Champ war Test der auch debütierte und nun bekanntlich wieder weg ist. Das TNA seit kurzem in Verhandlungen mit 3 World Champs ist, kommt nicht von TNA Mobile, das kommt von Experten die alles wissen und angeblich auch mitbekommen wie TNA einen Clip mit einem der Neuverpflichtungen drehte und der Clip gestern beim PPV zu sehen sein sollte. Ich habe diesen Clip nicht gesehen...


    Stimmt so nicht. TNA hat vergangene Woche erst einen SMS-Alarm geschickt, dass man mit einem Ex World Champ verhandeln würde. Allerdings wurde nichts davon erwähnt, dass er bei No Surrender debütieren würde, das war nur eine Möglichkeit, die im Internet kolportiert wurde.

    Höchst durchwachsener Pay Per View, bei dem nur Rey - Chavo und der Main Event voll überzeugen konnte.


    Allerdings zum Main Event eine Sache: Das Cena hier den Titel behalten hat, war die BESTE Booking-Entscheidung der WWE in letzter Zeit. Cena-Übersättigung hin oder her: Es hätte überhaupt keinen Sinn ergeben, Randy schnellschussartig den Titel zu geben, bloß weil die Anti-Cena-Fraktion ihn schnellstmöglich entthront haben will. Jetzt mal unabghängig davon, dass man hier den Smarties ein Schnippchen geschlagen hat, für die Ortons Titelgewinn ausgemacht war: Die Orton-Cena-Fehde hatte beim Slam noch nicht mal ansatzweise Betriebstemperatur erreicht und ein Titelgewinn Randys wäre einfach zu früh gekommen.


    Randy wird erst bei Unforgiven seinen großen Moment bekommen und das ist auch absolut richtig so, denn dann passt das auch vom Booking: Cena gewinnt das erste Match, weil er einfach besser ist, Orton hebt dann vor dem zweiten Match die Rivalität auf eine neue Ebene, indem er Cenas Vater attackiert und ihn damit psychologisch aus der Fassung bringt. Die Folge: Cena ist im zweiten Match nicht auf der Höhe, wird einen Fehler machen, der Orton zum Sieg und zum Titelgewinn verhilft.


    Sollte das so kommen, ist der Titelgewinn logisch und stimmig gebookt, genau das, was jeder Fan stets von der WWE einfordert. Aber nein, hier soll das natürlich wieder nichts zählen, weil der blöde Cena ja nicht schnell genug seinen Titel verlieren kann. Ich sage: Ein Glück, dass die WWE der Versuchung widerstanden hat.

A N Z E I G E