Beiträge von Abgas

    Corona-Studie: Geimpfte infizieren sich häufiger mit Südafrika-Variante B.1.351 als Ungeimpfte


    Laut einer aktuellen Studie der Universität Tel Aviv und der Clalit Healthcare Organisation – der größten Krankenkasse in Israel – haben sich Geimpfte achtmal so häufig wie Ungeimpfte mit der südafrikanischen Variante angesteckt. Allerdings handelt es sich insgesamt um nur sehr geringe Zahlen, da dieser Virusstamm in Israel kaum verbreitet ist, 90 Prozent der Infektionen gehen dort auf die britische Variante zurück. Die Studie wurde bislang nur preprint auf medRxiV veröffentlicht und noch nicht begutachtet.


    https://www.fr.de/wissen/sueda…enerbsuende-90451034.html


    Klingt erstmal nicht gut, geht hier aber tatsächlich auch nur um 8 konkrete Fälle. Dann von "achtmal so häufig" zu sprechen ist also erstmal ziemlicher Radau.

    Zitat

    Original geschrieben von Robert Downey Jr:
    Richtig, der Test schlägt an, sobald die Viruslast hoch ist und man besonders infektiös ist. Das bedeutet aber nicht, dass man nicht infektiös ist, wenn man eine geringere Viruslast hast.


    Okay, aber ist das nicht die Crux, die man näher beleuchten muss, um wirklich festzustellen, wie gefährlich anlassbezogene Tests sind? Weiß man etwas darüber, wie groß das Ansteckungsrisiko in dieser Phase ist? Ich bin bisher immer von einem überschaubaren Risiko ausgegangen in dieser Phase ansteckend zu sein und habe mich tatsächlich freier bewegt als zuvor.

    Zitat

    Original geschrieben von Robert Downey Jr:
    Das weiß man schon, seitdem die Tests verfügbar und geprüft sind. Man muss die Fakten nur in ein vernünftiges Konzept einbauen und sich nicht sein eigenes basteln, in welchem die Pro-Argumente herausgezogen werden und die Contra-Argumente unter den Teppich gekehrt werden.


    Ist das so? Ich hatte es immer so verstanden, dass die Tests in der Frühphase noch nicht anspringen, weil man in Zeit noch keine hohe Viruslast im Nasen- und Rachenraum hat und dementsprechend auch nicht wirklich ansteckend ist. Das war meines Wissens die Grundlage dafür, warum die Tests als weitestgehend zuverlässig angesehen wurden.

    Warum fällt es eigentlich jetzt erst auf, dass die Antigen-Test in ansteckenden Frühphasen versagen? Es gab doch schon mehrfach Studien zur Test-Effektivität, wieso ist der Aspekt dabei durchgerutscht? Und hätte man das nicht auch schon längst durch Beobachtungen in Schulen, Krankenhäuser, etc. merken müssen?


    Und wie wahrscheinlich ist es, dass die Antigen-Tests an dieses Problem angepasst werden können?


    Politik ist die Möglichkeit sich als Gesellschaft vom selbstzerstörerischen Stammes- und Sippendenken zu entfernen und eine wirklich vernünftige Gesellschaftsform zu erreichen. In der eben nicht derjenige verhungern oder ertrinken muss, der in die falsche Familie oder an den falschen Ort geboren wurde. Dass Leute lieber in den Stamm als in die Zivilisation wollen ist schon sehr traurig.


    Impfnationalismus bedeutet nicht, dass man sich in der Warteschlange vor den Pharmaunternehmen gegenseitig mit Geld überbietet. Impfnationalismus bedeutet eben auch, dass man diese Spielregeln mit Macht durchsetzt, weil man in dieser Warteschlange noch relativ weit vorne steht.

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    Original geschrieben von LordGangrel:
    Die Kritik an der Impfstrategir ist doch eh immer die gleiche. Die Tatsache, dass zu wenig Impfstoff da ist, kann niemand verneinen. Aber da gibt es ja keinen Schuldigen für - man könnte höchstens Biontech und Co. vorwerfen, dass sie ihr Wissen nichtt teilen und somit eine größere Produktion verhindern.


    Man kann auch der Politik vorwerfen, dass sie keine Patente abkaufen und veröffentlichen, die Impfstoffförderung nicht an Patentweitergabe geknüpft hat, die Hersteller jetzt unter Druck bzw. Zwang setzen Patente zu veröffentlichen oder wenigstens Wissenschaftler, die Open-Source Produktion von Impfstoffen entwickeln wollten ebenfalls zu fördern.

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    Original geschrieben von #SHOWOFF:
    Was heißt auf dieser Ebene? Warum sollte der Tonfall bei einem Bund-Länder-Gipfel groß anders als zum Beispiel in einem Meeting in einem mittelständischen Unternehmen sein? Vermutlich wird da unter Mutti und Co.teilweise sogar geduzt ... Aber das ist wohl zu off topic ;) Die Meldung ist wie gesagt kompletter Müll.


    Spätestens seit heute morgen weiß ich, dass sich da geduzt wird:


    "Die Mallorca-Rückkehrer nicht zu testen, »das geht nicht, Leute«, sagt die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer laut Teilnehmern. Merkel habe dem zugestimmt, aber auch gesagt: Man dürfe sich nicht rechtswidrig verhalten. Eine Quarantänepflicht wird deshalb verworfen. Und flächendeckende Tests für die Rückkehrer? Da wird es dem Vernehmen nach kurz unangenehm für Verkehrsminister Andreas Scheuer: Im Coronakabinett habe man doch besprochen, dass der CSU-Mann die Fluggesellschaften fragen soll, ob sie die Passagiere bei Einreise testen können, sagt Merkel Teilnehmern zufolge. Scheuers Antwort: Er habe jetzt in anderthalb Stunden noch nicht alle erreicht. Aber Lufthansa/Eurowings könnte das wohl machen. »Immerhin hast du mit einer Airline telefoniert«, so wird Merkels spöttische Antwort wiedergegeben. Am Ende wird beschlossen, dass es bei Reisen ins Ausland eine generelle Testpflicht vor dem Rückflug geben wird, sie soll die Voraussetzung für die Einreise werden."


    (Quelle Spiegel Online: Chaos Corona Club)


    Das klingt einfach alles so Banane.


    Ein pragmatisches, verantwortliches Handeln würde bedeuten, dass man den Impfstoff bereits jetzt hier produzieren lässt und ihn sofort unter die Leute bringt, sobald er eine Genehmigung hat. Wenn man dann bereits genügend Impfstoff hat, verteilt man ihn halt an andere Länder. Stattdessen hält man sich hier weiter aus geopolitischen Überlegungen Impfstoffe auf Distanz und spielt mit dem Leben von Menschen.

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    Original geschrieben von ron-cober:
    [B]Das tue ich nicht, ich verweise auf die ständige Rechtsprechung der OVGen, die genau an diesen ins Feld geführten Begriff anknüpfen. Soweit es hinreichende Indikatoren gibt, dass bestimmte Vergehen vornehmlich von einer Personengruppe verübt werden ist es recht und billig die darauf fußenden Ermittlungsmethoden entsprechend auszurichten, auch wenn sich diese auf Hautfarbe o.ä. erstrecken. In Bezug auf deine Gegend könnte ggf. die Kriminalitätsstatistik Ansatzpunkte liefern, muss es jedoch nicht. Im Übrigen ist eine anekdotische Evidenz keine.


    Das war so absehbar, dass du bei einer persönlichen Veranschaulichung dessen, worauf Racial Profiling hinausläufst mit anekdotischer Evidenz kommst. Wenn man die ganzen anderen Punkte einfach ausblendet, ist das dann nichts weiter als Rabulistik. Ich zitier dich mal: "das Beispiel sollte dies nur illustrieren." Das sind eben keine singulären Erfahrungen, sondern gemeinsame und darauf deutet eben auch nahezu jede systematische Erhebung dieser Fälle hin.


    Zitat

    "Die Systematik wird hier von einigen angenommen, ohne diesbezüglich stichhaltig zu argumentieren. Polizeieinsätze werden, sobald körperliche Gewalt ausgeübt wird, regelmäßig einer Nachkontrolle von Dritten (gut, auch Beamten - von wem sonst) unterworfen. Regelmäßig scheitern entsprechende Vorwürfe vor Verwaltungsgerichten - die Annahme, dass sich sowohl die Dienststellen als auch die Judikatur die Hand reichen, um nazistische Tendenzen zu verschleiern halte doch für weitgehend konstruiert (und stellt eigentlich den kompletten Staatsaufbau infrage, mal gelinde gesagt)."


    Diese vermeintliche Nachkontrolle funktioniert offensichtlich nicht und welchen Stellenwert die Aussage von Polizisten vor Gericht hat, ist auch hinreichend beleuchtet. Das zeigen alleine schon die fast nicht existenten Verurteilungen von Polizisten. Selbstverständlich ist es möglich, eine polizeiexterne Beschwerde- und Ermittlungstelle einzurichten. Es geht ja nicht darum, dass das keine Staatsangestellten sein sollen, sondern, dass sie nicht unter dem Konformitätsdruck ihrer Kollegen stehen und auf das Durchleuchten von polizeilichem Fehlverhalten ausgerichtet sind. Das sind aber Fragen, die die Veränderung der Polizeistruktur betreffen und erstmal der zweite Schritt. Der erste Schritt wäre es überhaupt mal anzuerkennen, dass es derartige Probleme bei der Polizei gibt. Aber warum auch den Wald vor lauter Bäumen sehen, wenn ich mich auch ganz positivistisch darauf zurückziehen kann, dass es nicht hinreichend bewiesen ist, solange das Bundesinnenministerium und die Gewerkschaften der Polizei jede umfassende wissenschaftliche Untersuchung des Problems verhindern.


    Zitat

    Mein Ansatz wäre ja immer der, jede Pflichtverletzung ernst zu nehmen, sodass dieser nachgegangen wird, sich aber mit vorverurteilenden Rhetorik etwas zurückzuhalten. Dann wird es argumentativ auch einfacher.


    Natürlich ist es argumentativ leichter sich immer nur auf den Einzelfall zu berufen. Das macht es aber nicht richtiger. Wer überall nur einzelne isolierte Individuen am Werk sieht, kann aber eben keine gesellschaftlichen Phänomene erfassen und damit auch keine grundlegenden Probleme bekämpfen.


    Zitat

    Ich habe den Verweis auf Journalisten auch nicht als "Gegenpol" o.Ä. angeführt, sondern letztlich Realitäten dargestellt. Eher linke Personen finden sich eher im journalistischen Bereich, eher Rechte eher in Ordnungsbehörden. Das ist eine Beobachtung der letzten 60 Jahre der Bundesrepublik, stellt für sich genommen jedoch keine Problematik dar, da insbesondere die Amtsausübung regelmäßigen Kontrollen unterliegt.


    Diese demokratische Kontrolle wird eben in Deutschland durch Innenministerien und Polizeigewerkschaften systematisch verhindert. Sei es durch die schnelle Abschaffung bzw. Nichteinführung der Kennzeichnungspflicht von Polizisten oder der Weigerung rassistische Denkmuster überhaupt nur umfassend zu untersuchen. Es ist doch paradox. Auf der einen Seite argumentierst du, dass es doch offensichtlich ist, dass vermehrt Rechte Polizisten werden, auf der anderen Seite versuchst du jeder Problematisierung dieser Offensichtlichkeit durch eitles Gerede als "nicht substanziell" zu entlarven. Polizisten üben das staatliche Gewaltmonopol aus und haben in ihrem Handeln extrem viele Freiheiten. Ihr Handeln kann extreme Konsequenzen für die Freiheit von Individuen bedeuten. Gerade als Liberaler sollte man doch Wert darauf legen, dass hier hohe Verhaltensstandards durchgesetzt werden und sei es nur durch bessere Kontroll- und Schulungsmechanismen.

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    Original geschrieben von ron-cober:
    Hinsichtlich des sog. "racial profiling" sei gesagt, dass es - soweit hinreichende Indizien entsprechend gerichtete Verdachtsmomente begründen - vollkommen legal und legitim ist.. Stichwort wen kontrolliere ich im und um den Görli vermehrt.


    Damit verwischt du den Begriff des Racial Profiling und führst ihn auf eine absurde Ebene. Natürlich ist es legitim, einen Schwarzen zu suchen, wenn ein Schwarzer explizit als Tatverdächtiger gilt. Bei Racial Profiling geht es gerade darum, nur nach "Migranten" Ausschau zu halten, obwohl das überhaupt nicht als explizites Merkmal eines Tatverdächtigen angegeben ist. Ein Bekannter von mir wohnt beispielsweise in derselben Nachbarschaft wie und wird mehrfach die Woche von Polizisten kontrolliert. Mir ist das in den zehn Jahren, in denen ich dort lebe, noch nie passiert. Der einzige Unterschied ist unsere Hautfarbe.


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    Original geschrieben von ron-cober:
    Zudem dürfte es/ ist es rel. Wurscht, welche Partei vom Beamten gewählt wird. Es werden vermehrt konservative und rechte Parteien sein, was sich daraus erklärt. dass in Organisationen wie der Bundeswehr, der Polizei etc. eher rechte Mitbürger finden. Den Gegenpol bildet der Journalismus und vergleichbares - dort wirst du eher linke und grüne Mitbürger finden. Die Präferenz sollte sich nicht in Ermessensentscheidungen niederspiegeln, das war es dann aber auch schon.


    Du hältst zwar fest, dass es vor allem konservativ bis rechts eingestellte Personen sind, die den Polizeiberuf ergreifen, aber verwehrst dich trotzdem gegenüber der Erkenntnis, dass das zu einer Systematik beiträgt, in der diese politische Neigung zu einem Problem wird? Das sind keine Sachbearbeiter in einem Amt, bei denen man transparent nachprüfen könnte, wie sie ihren "Ermessenspielraum" ausgeübt haben. Diese Personen üben in dynamischen Situationen physische Gewalt aus und ihre einzige Kontrollinstanz sind ihre eigenen Kollegen. Das damit aufzubügeln, dass es als "Gegenpol" ja immerhin viele linke bis grüne Journalisten gibt ist absurd.


    Zitat

    Mir reicht jede einzelne Kugel aus, um das besorgniserregend zu finden. Nur habe ich ein paar höhere Anforderungen an den Begriff systematisches rechtes/rechtsradikales Problem. Insbes. den der Anstoß ein dämliches Foto sein soll..


    Du hältst dich an diesem Foto auf. Für alle anderen ist es eher sinnbildlich für einen Polizeiapparat, der sich in der Öffentlichkeit von rechts-populistischen Schaumschläger wie Rainer Wendt vertreten lässt und intern solche Kalender aufhängt: https://twitter.com/stephanpal…tatus/1296083747801006080

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    Original geschrieben von ron-cober:
    Und natürlich wird es in der Polizei einige Problemfälle geben - sie speist sich aus der Gesellschaft und du wirst nicht jede faule Nuss von vornherein ausfiltern können. Soweit sich etwas problematisches zeigt, ist dann durch das Disziplinarrecht zu reagieren (ggf. auch stringenter als in der Vergangenheit) - aber große systemische Probleme sehe ich in der Tat nicht indiziert.


    Man muss schon ziemlich blind durch die Welt laufen, um in dieser Hinsicht keine systemischen Probleme bei der Polizei zu erkennen. Das fängt auch nicht bei körperlicher Gewalt an, sondern spätestens dort, wo ich bestimmte Personengruppen eher unter Verdacht stelle. Und kann in diesem Land quasi nicht kontrolliert und sanktioniert werden, weil hier nur auf Selbstreinigung gesetzt wird. Weil das hier aber nicht Thread dafür ist, belasse ich es jetzt bei einem Artikel: https://www.bpb.de/apuz/antira…i-zum-stand-der-forschung

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    Original geschrieben von DerrickRose2:
    So wie ich es verstehe, zweifelt auch keiner daran, dass es keinen Zusammenhang gibt. Es ist einfach nur eine Sicherheitsmaßnahme, nochmal abzuwarten das zu prüfen. Aber wie gesagt rein statistisch, selbst wenn es einen kausalen Zusammenhang gäbe, wäre der Vorteil ja immer noch deutlich höher einer Impfung, als Corona zu bekommen.


    Das ist doch nicht plausibel. Wenn es keine Zweifel daran gibt, dass der Impfstoff sicher ist, dann stoppt man doch nicht die Ausgabe. Das ist eine unglaublich weitreichende Maßnahme und das weiß man auch im Gesundheitsministerium. Man war bereit, einzelne Familien und Lehrer im Zuge der Schulöffnung an den Corona-Virus zu opfern, weil man der Meinung war, dass es auch irgendwann mal wieder weitergehen müsse. Jetzt müsste es doch viel leichter sein, die zu erwartenden 10 Impf-Thrombose Opfer der riesigen Zahl an geschützten und gesunden AstraZeneca-Rezipienten zu opfern. Der Schaden wäre mit den vorhandenen Informationen eindeutig geringer als der Schaden durch die Lockerungen. Man kann das eigentlich nur dadurch erklären, dass die irgendwelche Informationen haben, die bisher nicht öffentlich sind. Alles andere wäre in dieser Situation einfach nur irrational.

    Zitat

    Original geschrieben von WildOnes:
    Wie kann das Exploding Barbed Wire Death Match bitte unter den Erwartungen bleiben, wenn das Match schon lange abgeschlossen war?
    Das einzige was unter den Erwartungen blieb, war das die Bombe nicht wie gedacht explodiert ist, aber das Match an sich war schon 5 Minuten vorher abgeschlossen.
    Wenn das Match über die 30 Minuten Marke gegangen wäre & die Bombe wäre genauso ein Reinfall gewesen wie beim Post Match Angle, dann kann man das gelten lassen, ansonsten nicht.


    Hä? Ich fands einfach deutlich langweiliger als gedacht. That's it. Das ist ein subjektives Geschmacksurteil, da kann natürlich etwas unter den Erwartungen bleiben.

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