Beiträge von MCK

    Das trifft einfach nur die Realität und ist weder zynisch, noch makaber. Die Zeit des Verständnisses für Bedenken und des Mahnens, die Gesellschaft nicht weiter zu spalten sind m.E. einfach vorbei. Wer sich bis jetzt und angesichts der aktuellen Lage noch nicht hat überzeugen lassen, wird dies auch nicht durch Fotos auf Zigarettenpackungen tun. All das Zureden und mit Argumenten Überzeugen hatte seine berechtigte Zeit, aber läuft seit Monaten nur noch im Kreis. Ergo hat man jetzt im Zuge des inzwischen ohnehin unvermeidlichen Lockdowns de facto zwei Optionen:


    1) Eine parallel zum Lockdown durch die Bundesregierung verkündete Impfpflicht (wie auch immer man diese rechtssicher gestaltet), um der Mehrheit der Bevölkerung das begründete Gefühl zu geben, dass dieser erneute Lockdown auch wirklich der letzte sein wird (Ausnahmen wie noch nicht absehbare Mutationen mal ausgenommen).


    2) Einen zukünftig ab einem bestimmten Infektionsgeschehen automatischen Ausschluss Ungeimpfter (abzüglich begründeter gesundheitlicher Ausnahmen).

    So brutal das auch zunächst klingen mag, muss in diesem Kontext dann auch der Teilausschluss aus dem Gesundheitswesen ernsthaft diskutiert und im Zweifelsfall transparent dargelegt werden: Freiheit geht auch mit einer Verantwortung für andere und sich selbst einher. Wer also aus freien Stücken auf eine Impfung verzichtet, nimmt entsprechend auch das persönliche Risiko in Kauf, im Zweifelsfall vermeidbar schwer zu erkranken. Müssen dann tatsächlich intensivmedizinische Triage-Entscheidungen getroffen werden, wäre entsprechend der Impfstatus das oberste Entscheidungskriterium, da die ungeimpft an Covid erkrankte Person diese Risikoentscheidung bewusst für sich getroffen hat.

    Jede anders lautende Entscheidung wäre dabei viel moralisch verwerflicher, da eine ungeimpfte Person ansonsten im Zweifelsfall durch die Freiheit der eigenen Entscheidung die Freiheit (und damit letztendlich das Überleben) einer trotz Impfung schwer erkrankten Person einschränken würde.


    Mit genau derartigen Szenarien müsste sich entsprechend dann eigentlich auch bereits zum jetzigen Zeitpunkt ein Gremium wie der Ethikrat beschäftigen.

    Die Hauptspreader sind nunmal Schulen (Home Schooling hallo?) und Discos/Tanzlokale und natürlich die öffentlichen Verkehrsmittel.


    Umstellen auf Home Schooling, Home Office ohne Ausßnahme wo möglich und öffentliche Verkehrsmittel sehr stark reglementieren.

    Gerade der Arbeitsbereich und die öffentlichen Verkehrsmittel waren bereits in den letzten Wellen die "heiligen Kühe", die immer lediglich moderatere Maßnahmen auferlegt bekamen, indem man beispielsweise seitens des RKI (gerade zum Infektionsgeschehen in öffentlichen Verkehrsmitteln) keine Daten zur Verfügung hatte und dort entsprechend natürlich kein nennenswertes Infektionsgeschehen stattfand.


    An Schulen wird man sich zudem nicht noch einmal herantrauen, auch wenn dort inzwischen das Infektionsgeschehen stattfindet und die Infektionszahlen in den entsprechenden Altersgruppen seit Wochen explodieren. Ich bestreite nicht all die Folgen des vergangenen Lockdowns für Kinder und Jugendliche, aber das kann man so einfach auf gar keinen Fall laufen lassen. Niedersachsen geht hier m.E. aktuell den absolut richtigen Weg und erwägt gegenwärtig die 2G-Regel ab Jahresende auch für die Altersgruppe 12 - 17 anzuwenden, was angesichts der dann lange genug vorhandenen Stiko-Empfehlung sowie ausreichenden Impfmöglichkeiten für die Altersgruppe auch absolut richtig ist. Ich hoffe lediglich, dass man dies dann auch wirklich umsetzt und nicht vor den zweifelsohne kommenden Elternbeschwerden aus einer bestimmten Ecke einknickt, wie das NRW in den letzten Wochen beeindruckend vorgemacht hat.

    Werde mich nächste Woche zum dritten Mal impfen lassen. Meine 6 Monate sind rum und nachdem Lucha Lehrer jetzt explizit erwähnt hat die Booster Impfung wahrzunehmen, lasse ich mir das bei der aktuellen Situation an der Schule nicht zweimal sagen.

    An der Stelle muss ich einmal direkt nachfragen, wie du das bewerkstelligt hast bzw. bewerkstelligen wirst. Herr Tonne hat hier in Niedersachsen Selbiges für Lehrer verlauten lassen, aber in den Arztpraxen weigert man sich mangels fehlender Stiko-Empfehlung zu impfen und alle Termine bis in den Februar sind bereits für die Ü70 vergeben.

    Danke zunächst für die Erläuterung. Dass der Arzt im Falle eines Off Label Use haftet, wenn er eine Impfung empfiehlt, ist klar. Dennoch stellt sich mir aber nach wie vor die Frage, welchen rechtsbindenden bzw. rechtshierarchischen Charakter die Stiko-Empfehlung als "Freigabe" gegenüber der Impfverordnung des BMG hat:


    Verwehrt ein Arzt aufgrund der fehlenden Stiko-Empfehlung eine Impfung, die ein Patient mit Verweis auf die Impfverordnung des BMG wünscht, verstößt er eben gegen letztere, da diese (ungeachtet der berechtigten Haftungsfrage) eben nicht die Stiko-Empfehlung als Voraussetzung nennt.


    Diese wenig nachvollziehbare Argumentation seitens der Ärzteschaft ist zudem darüber hinaus auch was die Haftungsfrage angeht ohnehin gänzlich inkohärent, wenn zeitgleich patientenunabhängig gegen Influenza geimpft wird, wofür ebenfalls keine generelle Stiko-Empfehlung vorliegt. Bei Bedenken bzgl. Haftungsfragen dürfte dann auch dort keine generell Impfbereitschaft bestehen, zumal ich etwas salopp formuliert auch dem "Durchschnittsallgemeinmediziner" abspreche, sich für einzelne Impfungen und Impfstoffe intensiv mit den jeweils vorhandenen Fachpublikationen zu beschäftigen, um ohne Stiko-Empfehlung eine wissenschaftlich fundierte Entscheidung zu treffen, welche Impfung eben auch ohne diese Empfehlung durchgeführt wird, weil man das Haftungsrisiko als gering ansieht und welche eher nicht vorgenommen wird, weil ernsthafte Haftungsbedenken aufgrund gehäufter Nebenwirkungen und -risiken bestehen.

    Mal eine eher juristische Frage zum grundsätzlichen Anspruch auf die Booster-Impfungen für alle und dem damit medial gut dokumentierten Dissens zwischen Bundesgesundheitsministerium und KVN/Stiko:


    Ist die Impfverordnung bindend für die niedergelassenen Ärzte? Dort steht nämlich unter §2 zu den Auffrischimpfungen Folgendes:


    (1) Der Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 nach § 1 Absatz 2 umfasst Folge- und

    Auffrischimpfungen.

    (2) Von der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut empfohlene Abstände zwischen Erst- und Folge sowie

    Auffrischimpfungen sollen eingehalten werden. Werden empfohlene Abstände im Einzelfall aus wichtigem

    Grund überschritten, soll das Impfschema auf Grundlage der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim

    Robert Koch-Institut fortgesetzt werden.


    Abgesehen von dem grundsätzlichen Anspruch für alle findet sich die Bindung an die Stiko lediglich in der Form einer Empfehlung ("sollen"), was juristisch einen großen Unterschied zur Verpflichtung ("müssen") ausmachen dürfte, oder? Der Folgesatz spezifiziert zudem, dass es bei der vorangegangenen Formulierung vor allem um die "Überschreitung" geht und Satz 2 in keiner Weise den grundsätzlichen Anspruch aller einschränkt.


    Was genau bedeutet dies für die Praxis: Darf ein niedergelassener Arzt trotz vorhandenem Impfstoff allein mit Verweis auf eine fehlende Stiko-Empfehlung eine Booster-Impfung verweigern oder ist dieser an die Impfverordnung des BMG gebunden?

    Ich kann mir schwer vorstellen, dass eine Stiko-Empfehlung eine rechtliche Verbindlichkeit und Voraussetzung für die Impfung darstellt, da andere Impfungen auf Willen des zu Impfenden ebenfalls ohne derartige Empfehlung möglich sind.

    Dieses Szenario sollte vor allem nicht Realität werden, weil dies nur Wasser auf die Mühlen der absoluten Verweigerer ist und man diese damit im schlimmsten Fall zur weiteren Radikalisierung treibt. Nun mag man argumentieren, dass dies auch bei einer etwaigen Impfpflicht der Fall wäre. Diese hätte jedoch gegenüber Maßnahmen wie einem Lockdown für Ungeimpfte sowie auch der m.E. absolut falschen Aussetzung der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte im Quarantänefall den Vorteil, dass diese politisch offen und transparent ist. Mit o.g. Maßnahmen hingegen wird politisch das Verschwörungsnarrativ von "Entscheidungen durch die Hintertür" noch verstärkt, wodurch indirekt politisch sogar noch zusätzliche Anknüpfungspunkte zu anderen Verschwörungsmythen geschaffen werden. Ganz banal ausgedrückt: Mangelnde politische Courage, fehlender Willen und Intransparenz (Einführung der de facto Impfpflicht, ohne sie so zu bezeichnen) tragen entscheidend zur Radikalisierung bei. Und so wenig ich das ganze Querdenkergeschwurbel nachvollziehen kann, macht man es sich dann politisch doch zu einfach, immer nur mit dem Finger auf diese zu zeigen, ohne den eigenen Beitrag zu deren Radikalisierung zu erkennen.

    Da die obigen Daten ja eindeutig dafür sprechen, dass (ungeachtet moralischer Aspekte wie der globalen Impfstoffverteilung) früher oder später eine entsprechende Drittimpfung auch für die Gesamtbevölkerung sinnvoll erscheint, stellt sich mir vor allem die Frage, inwiefern diese sehr wahrscheinlich notwendigen Impfstoffkapazitäten bereits eingeplant sind, damit es nicht wieder zur vergleichbaren Situation der Impfstoffknappheit aus dem Frühjahr kommt? Habe da zugegebenermaßen nicht intensiv recherchiert, aber existieren entsprechende Liefervereinbarungen mit Biontech, Moderna, J&J, die vom Umfang und dem zeitlichen Bedarfszeitpunkt her (offensichtlich 6 - 12 Monate nach Zweitimpfung) entsprechende Lieferkapazitäten beinhaltet?


    Alternativ ausgedrückt: Ist die Impfstoffversorgung inzwischen so gut, dass jeder theoretisch (ähnlich wie bei einer MMR-Auffrischung oder einer Grippeimpfung) zu jedem x-beliebigen Hausarzt gehen könnte, um eine Drittimpfung zu erhalten (Faktoren wie eine fehlende Stiko-Empfehlung mal ausgeklammert, da diese nach entsprechender ärztlicher Aufklärung und der eigenen Entscheidung für eine Impfung etwa auch bei Meningokokken-Impfungen für Kinder keinen Hinderungsgrund darstellt)?

    Ich habe die obig beschriebenen Taktiken erst vor wenigen Tagen begonnen ernsthaft zu verfolgen. Habe dann immer mal wieder geschaut und war dann letztendlich vorgestern beim Expert Drop erfolgreich. Heute kam dann endlich die Versandbestätigung. Jetzt hoffe ich nur, dass sie auch wirklich ankommt.


    Wenn ich mir allerdings anschaue, wie viele schon echt lange auf der Suche sind und sehe, wie schnell gestern wieder alles bei MM und Saturn weg war, scheine ich da (hoffentlich) wirklich schnell Glück gehabt zu haben.

    Der Fehler in diesem Gedankengang sind halt diejenigen, die sich nicht impfen lassen können - die bleiben dann auf der Strecke und müssen sich auch dem Risiko aussetzen oder halt in Dauerisolation leben. Und daran haben die Impfverweigerer den mit Abstand größten Anteil.


    Deshalb würde ich keine neuen Lockdowns, Ausgangssperren oder Schließungen von Branchen mehr verhängen, social distancing, Maskenpflicht und geringere Kapazitäten bei Veranstaltungen sowie generell 2G oder 3G aber beibehalten. 3G gäbe denen, die sich nicht impfen lassen können, immerhin ein Stück Normalität mit einem geringeren Risiko.

    Sorry, aber so sehr ich eine Impfung befürworte und Impfverweigerer im schlimmsten Falll einen großen Anteil daran haben, dass es wegen steigender Intensivbettenbelegung zu neuen Einschränkungen kommt (was tatsächlich ein nie bekanntes Maß an sozialem Sprengstoff verkörpern dürfte), ist dieser Gedanke, dass insbesondere durch Impfverweigerer andere in hohem Maß gefährdet würden, einfach seit Delta nach allem was meiner Kenntnis nach aktuell wissenschaftlich untersucht wurde, vollkommen überholt: Auch Geimpfte nehmen genauso am Infektionsgeschehen bei und gefährden ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen Dritte. Dementsprechend ist die Gruppe derer, die sich nicht impfen lassen können, ohne Zusatzschutzmaßnahmen leider bei 3G oder 2G genauso durch Geimpfte wie durch Ungeimpfte gefährdet.

    Er hat es auf Nachfrage nochmal bestätigt. Es gibt keine Ausnahmen, außer alle Kinder/Jugendliche U18. Und diese Ausnahme wird nach einer angemessenen Zeit aufgehoben und alle ab 12 müssen eine Impfung vorweisen oder Genesen sein. Und auf der PK sitzt übrigens ein Jurist, der das dann nochmal alles erklärt.

    Abwarten. Ich habe die PK zugegebenermaßen nicht verfolgt, aber nur weil ein Jurist dort zugegen ist, der natürlich der Aufgabe nachkommt, die vorgestellte Verordnung juristisch zu legitimieren, bedeutet das im Zweifelsfall nicht, dass das die Gerichte ebenso sehen.


    Man kann selbstverständlich trefflich darüber streiten, wie sinnvoll es beispielsweise ist, dass jemand während einer Chemotherapie (nur ein konstruiertes Beispiel für jemanden, der aus trifftigen Gründen nicht geimpft werden kann) ein Konzert oder Restaurant im Innenbereich besucht. Ihn oder sie jedoch von vornherein davon auszuschließen, kann m.E. keinen Bestand haben. Die Hürden für eine Ausnahme von der 2G-Pflicht müssen natürlich entsprechend hoch sein (z.B. über eine amtsärztliche Untersuchung zum Ausschluss von Missbrauch), aber diese Möglichkeit muss zumindest theoretisch bestehen!


    Letztendlich dürfte die Zahl derer, die dieses betrifft, auch geringer sein, als die Gruppe der U18 oder perspektivisch U12-Jährigen, womit das damit verbundene Risiko auch geringer sein dürfte, als das von Kindern und Jugendlichen ausgehende, die man auch nachvollziehbaren Gründen auch davon ausnimmt.

    Ja genau. Er sagte, bei Notwendigkeit weiterer Einschränkungen, wird die 3G Regel nicht mehr angewendet. Oder konkret: Müssen Ungeimpfte draußen bleiben.


    Weiterhin wird es keine Ausnahmen für das 2G-Modell geben. Auch nicht für Menschen, die sich nicht impfen lassen können.

    Gerade Letzteres kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Klar kam es da in der Vergangenheit durch prominente Querdenker-Ärzte zu vermehrtem Missbrauch und falschen Attesten (etwa bzgl. Maskenbefreiungen), aber Menschen, die sich aus wirklich triftigen Gründen nicht impfen lassen können (sei es aus gesundheitlichen Gründen oder etwa weil für sie als Gruppe U12 noch kein Impfstoff zugelassen ist), dürfen da einfach nicht derart benachteiligt werden. Alleine, dass letztere Gruppe "fürs Erste" mit einbezogen wird, legt zumindest die Schlussfolgerung nahe, dass man sich offenhält, im Zweifel auch diese auszuschließen.


    Bzgl. der Einschränkung von Grundrechten dürfte das ohnehin juristisch ausgeschlossen sein und selbst im Rahmen von privaten Veranstaltern, denen man mit der Wahl "2G" oder "schließen" letztendlich den schwarzen Peter zuschiebt, dürfte das in Bezug aus das Hausrecht juristisch ebenfalls fragwürdig sein und die Gerichte in Zukunft beschäftigen.


    Ich bin klarer Impfbefürworter und mangels Impfmöglichkeit für unseren Sohn ebenfalls mehr als vorsichtig, was unnötige Risiken angeht. Sollte jedoch beispielsweise die Gruppe U12 hier in Niedersachsen mangels Impfmöglichkeit von bestimmten Dingen ausgeschlossen werden, würde ich mir im Zweifelsfall je nach Bedeutung auch überlegen, inwiefern ich diese Handhabung juristisch überprüfen lasse.

    In meinen Augen ist das ein absoluter Skandal.


    Wir wissen ja noch nicht mal 100% genau, wie viele Menschen in unserem Land geimpft wurden. Es gibt keine Zahl über angeordnete Quarantänen, über Hospitalisierungen, Altersstrukturen, nix.

    Ich möchte das gar nicht anzweifeln, da ich gerade in Bezug auf die Anzahl Geimpfter ebenso wenig nachvollziehen kann, wie eine derart hohe Divergenz zwischen den vermeintlich und offensichtlich real Erstgeimpften zustande kommen kann. Auch ist die Datenerhebung in Bezug auf die Frage, wo genau eigentlich Ansteckungen stattfinden, meines Wissens nach wie vor ebenso lückenhaft, wie die flächendeckende Anbindung der Gesundheitsämter an SORMAS, aber könntest du deine Kritik in Bezug auf Hospitalisierungen und Altersstrukturen trotzdem etwas genauer ausführen?


    Die Hospitalisierungen und darauf bezogene Altersverteilung lässt sich durchaus beispielsweise im wöchentlichen RKI-Lagebericht finden, wohingegen ich beispielsweise dort auch keine Antwort auf die Frage gefunden habe, wie viele Hospitalisierungen es in verschiedenen Altersgruppen unter der Gruppe der doppelt Geimpften gab.

    Das Posting von Adam Bomb beinhaltet aber durchaus einen wichtigen Aspekt: Man wird die notwendige Impfquote, die man angesichts Delta für eine Herdenimmunität bräuchte, aus verschiedenen Gründen (Impfverweigerer, fehlende Stiko-Empfehlung für Kinder ab 12 Jahre, keine zugelassenen Impfstoffe für die Gruppe U12) nicht erreichen! Dementsprechend muss man sich von der Zielsetzung einer Herdenimmunität inzwischen wirklich verabschieden. Das sieht übrigens auch das RKI so und zweifelt die Erreichbarkeit an.

    Da Delta zudem unabhängig von der Schwere des Krankheitsverlaufs für eine herabgesetzte sterile Immunität sorgt (sich also auch Geimpfte vermehrt infizieren), ist diese Ziel ohnehin gänzlich abwegig.

    Das macht Impfungen nicht weniger sinnvoll, sondern ganz im Gegenteil sogar noch notwendiger, da gerade angesichts Delta so die individuelle Wahrscheinlichkeit schwerer Krankheitsverläufe sowie daraus folgend einer Überlastung des Gesundheitssystems entgegengewirkt wird.

    Die Argumentation eine möglichst hohe Impfquote zur Erreichung einer Herdenimmunität, die mittlerweile utopisch ist, aufrechtzuerhalten ist aber einfach hinfällig.

    Von einer Studie im New England Journal of Medicine. Um genau zu sein, waren es nur 10 Personen, die J&J bekommen haben, die anderen 10 haben eine zweifache Impfserie bekommen.
    Außerdem zeigt eine andere Studie viel geringere Antikörper-Titer von J&J im Vergleich zu Biontech und Moderna. Auch hier ist der Stichprobenumfang jedoch gering und mir ist bewusst, dass Antikörper nur ein Baustein von vielen bei der Immunabwehr sind.

    Der Langzeitschutz von J&J war m.E. schon seit jeher zumindest diskussionswürdig, da es für mich immunologisch schwer vorstellbar ist, dass durch eine einmalige Impfung das Langzeitimmungedächtnis angesprochen wird. Mir ist bzgl. J&J da auch nicht bekannt, dass dies z.B. in Form von Messungen des igG-Antikörper- und/oder Interferon-Gamma-Levels unmittelbar nach sowie mehrere Monate nach der Einmalimpfung mal in ausreichender Anzahl erhoben wurde.


    Zugegebenermaßen habe ich aber auch nicht explizit nach diesbezüglichen Studien in den entsprechenden Fachjournalen gesucht. Falls derartige Daten also existieren sollten und wider meiner Annahme einen Langzeitschutz nachweisen, korrigiere ich da meine Annahme sehr gerne.

    So sehr ich deinem letzten Absatz zustimme, kommt mir in den vorherigen die Politik viel zu gut weg. Das Problem mit den viel zu lange gültigen Tests besteht nicht erst seit Delta, sondern mindestens seit Alpha und wenn ich den Zeitablauf richtig in Erinnerung habe, sogar schon seit dem Wildtyp: Die Tests waren noch niemals valide für einen Zeitraum von 48 Stunden, der seit jeher ein politisch gewählter und kein wissenschaftlich evidenzbasierter war. Darüber hinaus war die Fehlerquote von falsch negativen Ergebnissen selbst beim Wildtyp laut Drosten aus verschiedenen Gründen (zu geringe Viruslast zum Testzeitpunkt, unsachgemäßer Abstrich) schon relativ hoch.


    Die Anerkennung von 48 Stunden alten Tests oder die zweimalige wöchentliche Testung in Schulen waren entsprechend seit jeher politischer Aktionismus, um Handlungsfähigkeit zu demonstrieren und eine Sicherheit zu suggerieren, die de facto zu keinem Zeitpunkt bestand.

A N Z E I G E