Beiträge von Avenger

    Zitat

    Original geschrieben von Dr. K. Rann-Täne:
    Nummer 9 für Lana. Bei der Series macht sie also die 10 voll. Jeder denkt sie ist dann außer Gefecht und am Ende gewinnt sie für Team RAW als "sole Survivor". ^^


    Das wird so ein Schwachsinns Finish wie Ric Flairs Sieg 1991. Es gibt eine Massenkeilerei im Ring, die der Schiedsrichter nicht mehr unter Kontrolle kriegt und in Folge dessen disqualifiziert er alle Damen mit Ausnahme der einen, die bewusstlos außerhalb des Rings liegt. ^^

    Zitat

    Original geschrieben von Cyberwarrior:
    Da die WWE Shows zeitnah hier im Free TV kommen ... War die Ausstrahlung auf Sky sowohl für die WWE und Sky nicht lohnenswert ... Sky hätte sicher noch Interesse an den PPVs gehabt ....aber da will die WWE das eigene Network mehr stärken ... Die live Übertragungen von RAW und SD mitten in der Nacht waren so und nur für wenige ... Ganz wenige von Interesse


    Ich weiß nicht ob die WWE das Network stärken will. Momentan gibt es ja eher Andeutungen von Vince dass man die PPVs demnächst nicht mehr auf dem Network senden will, weil man über Drittanbieter mehr Geld einnehmen könnte. Das wäre dann für die deutschen Fans eher ein Problem.

    Scheint so als wäre mittlerweile alles von Memphis/USWA und Portland nicht mehr erhältlich. Auf Amazon.com und Amazon.co.uk scheint es noch da zu sein, aber bei Amazon.de sind die Shows leider nicht mehr verfügbar. Schade!

    Mal eine Frage. Ich habe mir Impact Plus über die Fite.TV App besorgt, die ich auf meinem Samsung Handy installiert habe. Allerdings sobald ich zwischen den einzelnen Shows scrolle oder die Suchfunktion benutze stürzt die Fite TV App ständig ab. Hat das Problem noch jemand?

    Zitat

    Original geschrieben von ViddyClassic:
    Aloha - liebe cOw!


    Könnt ihr mir, so von Wrestling-Promotion zu Mitarbeiter bei Genickbruch, eine Frage beantworten? Der cOw Women's Title ist ein komplett neuer Titel, richtig? Der cOw Ladies Title, den Blackwell einst hielt, den Alpha Female Ende 2018 gewonnen hat... ist der damit eingestellt worden? Ist der noch aktiv? Habt ihr jetzt zwei Titel für die Damen?


    Vielleicht habe ich zwischendurch eine Ankündigung verpasst oder so, deshalb frage ich nochmal nach! :)


    Eigentlich müsste es noch der alte Titel sein. Jazzy sagte ja, dass sie nicht zulassen würde, dass man Schande über den Titel bringen würde, den sie so lange mit Stolz getragen hätte. Was nicht passen würde, wenn man hier einen völlig neuen Titel eingeführt hätte.


    Bei dem Facebook Bericht ist meiner Meinung nach auch ein weiterer Fehler drin. Jazzy Gabert hat nicht das Match neu gestartet, sondern nach dem Titelgewinn!! von Melanie sofort an Ort und Stelle das Rückmatch angesetzt. Melanies Titelgewinn müsste aber weiterhin Gültigkeit haben, wenn sie auch eine kurze regentschaft hatte. Da wäre eine Klarstellung der cOw wirklich hilfreich.


    War aber tatsächlich eine klasse Veranstaltung. Das Match zwischen Cody Hall und Aaron Insane war ürbigens nicht nur actionreich, sondern hatte auch einige coole Comedy Momente. Die beiden hatten eine klasse Chemie miteinander.

    Eine super Veranstaltung. Bereits beim Opener war die Stimmung gigantisch. Und der Main Event (Ein Women's Match, was man erwähnen sollte) war klasse. Schon klasse was die cOw in 5 Jahren aufgebaut hat. Und das in einer Region in der es viele Jahre bis auf wenige Ausnahmen nie was gegeben hat.


    Zu deinem zweiten Abschnitt. Um welche Firmen handelt es sich? An Personengesellschaften und Einzelunternehmen hat kein Mensch, nicht einmal ein Linker, ein Problem. Da gehen die Betreiber auch selten mit mehrstelligen Millionenbeträgen nach Hause. Die Interessen von Klein- und mittelständigen Firmen gehen niemals mit denen der großen Unternehmen einher (auch wenn die selbst das oft nicht wahrhaben wollen und in Deutschland jeder Mittelständler glaubt, er würde zur Elite gehören, die ihn niemals in einem gemeinsamen Raum akzeptieren würde). Aber bei Aktiengesellschaften, vor allen bei großen, die an der der Börse gehandelt werden und sich im Streubesitz befinden, gilt IMMER: die Musik spielt allein der Vorstand. Bei fast allen Aktiengesellschaften in Deutschland sind es wiederum andere Konzerne, die über die effektive Mehrheit in der Hauptversammlung verfügen und das Mehrheitsstimmrecht ausüben. Das heißt es sind Manager, die die Aufsichtsräte besetzen. Es sind Manager, die entscheiden wer bei anderen Firmen in die Führungsposition kommt und wer nicht. Und es sind die Vorstände selbst, die sich ihr Wunschgehalt festlegen und das einfach vom Aufsichtsrat (in dem Manager sitzen) genehmigen lassen. Und da in den Aufsichtsräten hauptsächlich die Vorstände anderer Unternehmen sitzen, haben die ein Interesse daran die hohen Gehälter durchzuwinken, weil sie hoffen dass umgekehrt auch ihre Wünsche durchgewunken werden (was auch immer der Fall ist). Es ist in Deutschland eine kleine bestens vernetzte Gruppe von gerade einmal 140 Personen, die die gesamte Wirtschaft in Deutschland beherrscht und sich bestens kennt. Es ist ja durchaus dokumentiert, wo sich die Elite regelmäßig trifft. Auch wie man in diesen exklusiven Club aufgenommen wird, dass man früher zu Berthold Beitz, als der noch lebte, und später zu Siemens Aufsichtsrat Baumann eingeladen wurde, und die überprüften ob man würdig war oder nicht. Wurde man aufgenommen war eine lebenslange Karriere in Vorständen und Aufsichtsräten garantiert. Ist man durchgefallen, bekam man die Empfehlung sich aus der Wirtschaft zurückzuziehen oder man wurde wirtschaftlich ruiniert. So funktioniert Wirtschaft in Deutschland.


    2010 gab es erst eine internationale Studie von Mishael Milakovic, Simone Alfarano und Thomas Lux mit dem Titel "The Small Core of the German Corporate Board Network". In keinem Land ist wirtschaftliche Macht stärker konzentriert als in Deutschland. Diese Leute bestimmen völlig allein und ohne jede Kontrolle wer was verdient und was produziert wird und was nicht. Und selbstverständlich bestimmen diese Manager durch direkten und auch indirekten Einfluss in welchem Rahmen es überhaupt Geschäfts- und Gewinnmöglichkeiten für den Mittelstand gibt.


    Zu deinen anderen Aussagen. Hör um Gottes Willen auf von "Investoren" zu reden. Eine Investition ist makroökonomisch ganz klar definiert. Eine Investition liegt ausschließlich vor, wenn Unternehmen ihr Anlagevermögen und Vorratsvermögen erhöhen. Verleihen von Geld, anlegen von Geld und Kauf von Wertpapieren sind niemals Investitionen. Im Gegensatz zu den englischsprachigen Ländern haben wir für Geldanlage und Investitionen zwei Begriffe, man sollte sie auch benutzen. Wobei ich vermute, dass es von den Mächtigen gewollte ist, dass man diese Begriffe verwechselt.


    Und zur Finanzierung von Investitionen sind hauptsächlich Bankkredite erforderlich und auch wünschenswert. Dabei ist nämlich der entscheidende Faktor dass ein Bankkredit immer ein Akt der Geldschöpfung ist. Eine Bank braucht nie Kundeneinlagen oder Ersparnisse um Kredite zu vergeben, sie erzeugt sie mit der Kreditvergabe selbst. Und nur Investitionen, die durch zusätzliche Geldemission finanziert werden, können positive Wachstums- und Beschäftigungseffekte hervorrufen. Finanzierung über Kapitalmärkte dagegen, ist im besten Fall ein Nullsummenspiel. Das Geld das dem Unternehmenssektor zufließt, ist genau das Geld das ihm durch Konsumverzicht entgeht. Daraus können niemals expansive Effekte entstehen. Kapitalmärkte können niemals eine Quelle für Wirtschaftswachstum sein. Und das ist nur der günstige Fall.


    In den meisten Fällen ist es so, dass der Konsumverzicht zu Umsatzeinbußen und Unternehmenszusammenbrüche bei regionalen klein- und mittelständischen Unternehmen erfolgt, während die günstige Refinanzierung bei den international tätigen Großunternehmen stattfindet. Das heißt Kapitalmärkte beschleunigen die Umverteilung von Unten nach Oben und erhöhen die Arbeitslosigkeit. Luigi Passinetti hat sogar ermittelt dass diese Umverteilung sogar unabhängig von der Anlageform ist. Jeder Klein- und Mittelverdiener der Geld spart und anlegt, erhöht den Druck auf die Arbeitnehmer und sorgt für eine verstärkte Umverteilung von Unten nach Oben. Sparen nutzt der Masse nie. und Altersversorgung über Kapitalmärkte ist völliger ökonomischer Humbug aber dazu unten mehr.


    Aktienmärkte im Speziellen (oben bezig ich mich vorallen auf Bonds) werden in ihrer Bedeutung ebenfalls überschätzt. Steigende Aktienkurse sind für ein Unternehmen völlig irrelevant. Sinkende Kurse aus rein operativer Sicht eigentlich auch. Die sind lediglich interessant, weil die Gefahr einer feindlichen Übernahme steigt, aber dem könnte der Gesetzgeber auf andere Weise entgegenwirken. Aber zur Unternehmensfinanzierung tragen die Börsen absolut NICHTS! bei. Obwohl Börsen weltweit täglich ein Thema sind, ist die letzte Studie, die sich überhaupt damit beschäftigte ob Aktien überhaupt einen wichtigen Anteil bei der Unternehmensfinanzierung leisten, über 20 Jahre alt!! In Worten Zwanzig!! Die verglich mehrere Länder, inwiefern ein Aktienmarkt vorlag und wie hoch der Zufluss durch Ausschüttung junger Aktien war. Erstes Ergebnis war, dass Kapitalzufluss durch Ausgabe junger Aktien eigentlich weltweit die unbedeutenste Finanzierungsquelle von Unternehmen ist. Und interesanterweise spielte die Aktie umso mehr eine Rolle, je geringer! der Börsenhandel entwickelt war. In 2 Ländern spielten Aktien bei der Unternehmensfinanzierung sogar überhaupt keine Rolle. Und das waren damals ausgerechnet England und die USA. Je weiter entwickelt der Aktienmarkt ist und je volatiler Aktien sind, desto weniger tragen Aktien zur Unternehmensfinanzierung bei. Eigentlich sogar logisch. Sobald eine Firma an der Börse ist und je mehr Kleinanleger es gibt, die keinen Bezug zur Firma haben, desto weniger kommen ordentliche Kapitalerhöhungen in Betracht. Im Gegenteil. Der Finanzierungssaldo war sogar negativ. Durch Förderung von institutionellen Anlegern und den massiven Steuersenkungen der 80er wurde erreicht, dass jede Menge Kapital aus dem Unternehmenssektor in den Privatsektor floss. Mit verheerenden Auswirkungen auf die langfristige Produktivität.


    In den Zeiten in denen die Börsenkurse keinerlei Rolle spielten (40er bis Ende der 70er, da gab es 30 Jahre lang faktisch keine Kursschwankungen mehr, aber man konnte als Banker auch nichts verdienen)) lief die Wirtschaft wesentlich stabiler. Und eine Rolle spielen sie nur, weil eine Erhöhung der Aktienkurse sowohl Vermögen der institutionellen Anleger als auch der Manager erhöht (Womit wir wieder bei dem Problem wären dass Manager und Großaktionäre eine gemeinsame Kaste mit identischen Interessen bilden).


    Kapitalmärkte sollten soweit wie möglich beschränkt und niemals gefördert werden.
    Selbst Carl Christian von Weizsäcker, der weiß Gott kein Linker ist, hat zugegeben, dass die mutwillige Zerstörung der gesetzlichen Rente (einen echten Reformbedarf hat es nie gegeben, die Rente hätte auch den demografischen Wandel locker gemeistert), der schlimmste Fehler aller Zeiten war, da Kapitalmärkte niemals in der Lage sind eine vernünftige Alterssicherung für einen Großteil der Bevölkerung zu gewährleisten. Tatsächlich können Kapitalmärkte gar keinen sinnvollen Beitrag zur Altersversorgung der Bevölkerung leisten. Und die meisten Menschen in diesem land haben keinerlei Form von Kapitalvermögen. Die Mehrheit der Bevölkerung hat weder Aktien, Fondsanteile und auch keine private Lebensversicherung. Wie auch. 50% der deutschen Bevölkerung kommt auf exakt € 0,00 Eigentum. Die verdienen mit einem Medianlohn von € 1.300 im Monat auch nicht genug um jemals etwas zu sparen oder gar Vermögen aufzubauen. Eine umlagenfinazierte Rente ist das einzige Rentensystem das weltweit jemals funktioniert hat und auch jemals funktionieren wird.


    Und was die Konsumenten angeht. Das ist die schäbigste aller Lügen der Unternehmen, dass der Konsument jemals Einfluss hätte. Der Konsument kann überhaupt erst entscheiden, wenn alle Entscheidungen getroffen wurden. Wenn ein Manager entscheidet dass er in einem Land produzieren will, wo Arbeitnehmer hemmungslos ausgebeutet werden, dann entscheidet das der Manager. Wenn ein Unternehmen beschließt minderwertiges Fleisch unter das hochwertige zu vermischen, dann entscheidet das der Manager. Im Produktionsprozess entscheiden an unterschiedlichen Stellen mehrere unterschiedliche Personen (die dazu noch gut bezahlt sind wie wir wissen) und von denen ist keiner jemals verantwortlich. Wie geil ist das denn. Niemals ist der Produzent verantwortlich. Das ist doch ein praktisches System. Der Mann, der direkt unmittelbar entscheidet, dass ihm Menschenleben, Umwelt und alles andere schei.. egal ist, solange sein Gehalt explodiert, ist selbstverständlich niemals für eine Entscheidung verantwortlich die er getroffen hat.


    Nein der Konsument soll verantwortlich sein. Der letzte in der Kette, der überhaupt erst zum Zug kommt, wenn das fertige Produkt bereits im Regal steht und alle Entscheidungen an anderer Stelle bereits getroffen wurden. Der ist dann verantwortlich. Der Konsument, der oft gar nicht die Information hat und oft getäuscht wird, oftmals gar nicht die Kaufkraft (aufgrund der zu niedrigen Löhne) hat und noch wichtiger, gar nicht das Angebot vorliegen hat das er möchte. Der trägt am Schluss die Verantwortung. Das Konzept der Konsumentensouveränität ist (Meines Wissens stammt das Konzept von Ludwig von Mises, damit sollte es eigentlich auch schon erledigt sein, denn den als Ökonom zu bezeichnen, der bezeichnet auch Markus Söder als guten vorbildlichen Christen). Zynischer geht es eigentlich nicht mehr. Es ist eine knallharte Opfer-Täter Umkehr.


    Und nein, der Konsumentenforscher Timothy Devinney hat 2012 in einer Studie überprüft ob ethischer Konsum jemals Auswirkungen auf die Produktion hat und das Ergebnis ist: NEIN. Obwohl es eine massive Konsumnachfrage nach ökologischen und sog. "fairen" Produkten gab, hat es auf die anderen Hersteller keine Auswirkungen gehabt. Im Gegenteil, man hat mit großer lobbyistischer Macht und auch mit aggressiver Firmenpolitik die ökologischen und fairen Unternehmen massiv bekämpft.


    Oder man versucht mit Tricks die Bevölkerung zu täuschen. Kathrin Hartmann hat schöne Bücher über den "grünen Konsum" geschrieben und kommt zu folgenden Schlussfolgerungen.


    "Die Ideologie des Grünen Wachstums suggeriert, dass das wachstums- und konsumorientierte System, das für alle ökologischen und sozialen Schäden verantwortlich ist, völlig in Ordnung ist und allenfalls „Fehler“ oder „Auswüchse“ korrigiert werden müssten. Sie lässt menschengemachte Katastrophen wie Klimawandel, Armut oder Hunger wie große Menschheitsrätsel erscheinen, auf deren technische Lösung grüne Daniel Düsentriebe eines Tages kommen werden wie auf die Erkenntnis, dass die Erde keine Scheibe ist. So lange man daran glauben kann, dass wir nur einen Quantensprung entfernt sind, das Unmögliche möglich zu machen, muss sich ja auch strukturell nichts ändern. Diese Technikeuphorie trennt aber die ökologische von der sozialen Frage, obwohl beide untrennbar zusammenhängen. Das andere ist, dass in der Logik des grünen Kapitalismus die Zerstörer – also Elite und Wirtschaft – als Retter erscheinen. Das ist eine zynische Täter-Opfer-Umkehr."


    und weiter


    "Es geht um sehr viel mehr, als nur darum, bequemen Konsumenten für viel Geld ein gutes Gewissen zu verkaufen. Dem grünen Kapitalismus liegen geopolitische Interessen zugrunde. Solche Nachhaltigkeitsinitiativen wie der Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl oder „verantwortliches Soja“ sollen den Zugriff auf Ressourcen sichern. Es wird gerade einmal so viel Umweltschutz betrieben, dass die Expansion von Plantagen und der Nachschub von Rohstoffen gesichert ist. Die Menschen sollen gerade einmal so weit aus Armut und Hunger befreit werden, dass sie sich für den westlichen Wohlstand abrackern können aber immer noch arm und erpressbar genug sind, das für Hungerlöhne zu tun. Das ist Kolonialismus in Grün.


    Und indem die Politik solche Siegel akzeptiert und unterstützt, schafft sie einen Pseudo-Ordnungsrahmen, der Ordnungspolitik – also Regulierung, Verbote oder Sanktionen für Konzerne, die innerhalb der Lieferkette Menschenrechts- und Umweltverbrechen begehen – ersetzt. Gleichzeitig wälzt die Politik ihre Verantwortung auf den Bürger ab, der dann einfach immer „das Richtige“ einkaufen soll – eben Produkte mit solchen Siegeln. Vor allem aber soll er schweigen und kaufen – denn in der marktkonformen Demokratie ist der Bürger nur noch als „Verbraucher“ gefragt." Hier wird also gleichzeitig dem Konsument ein gutes Gewissen verkauft, während die Natur weiterhin schamlos ausgebeutet wird.


    Durch Konsumentscheidungen kann es niemals eine Verbesserung von gesellschaftlichen Verhältnissen geben. Konsumentscheidungen haben in 200 Jahren, noch nie zu einer Veränderung geführt. Einzig und allein Gesetze können die Gesellschaft beeinflussen. Jede Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen, ist immer gegen die Interessen der Unternehmen durch Gesetze durchgesetzt worden. Gewerkschaften, Lohnerhöhungen, sicherere Arbeitsbedingungen, die 38 Stunden Woche, Reduzierung des FCKW Ausstoßes, Verbot von DDT und Asbest usw. konnten immer nur durch Gesetze gegen massiven Widerstand der Unternehmen durchgesetzt werden.

    Zitat

    Original geschrieben von Stingray:
    Die grundsätzliche "Firmen sind gierig" Logik hat aber nun einmal NICHTS mit den Topgehältern für Manager zu tun - und um die ging es nunmal.


    Firmen zahlen diese Gehälter ja nicht, weil sie gierig sind, sondern obwohl sie gierig sind. Insofern kannst Du der Gier an dieser Stelle auch nicht sinnvoll begegnen. Und genau das ist, was ich Dir die ganze Zeit sage.


    Warum Firmen ihren Gewinn maximieren wollen ist eine andere Frage, die in anderen Zusammenhängen auch gerne mal diskutiert werden kann. Aber sie hat nichts mit einer Begrenzung oder Nicht-Begrenzung von Managergehältern zu tun.


    Wer sind denn die Firmen? Eine Firma ist ein lebloses Objekt. Eine Firma tut gar nichts. Eine Firma hat keine Ziele und eine Firma trifft auch keine Entscheidungen. Wer sind denn die Personen, die in den Firmen die Entscheidungen treffen? Wer sind denn die Personen, die über Vergütungen entscheiden? Und in dem Zusammenhang die wichtigste Frage, handelt es sich bei diesen Personen und den Topmanager überhaupt um verschiedene Personengruppen mit unterschiedlichen Zielen?

    Das der NTV jetzt die Verteilungsfrage anspricht überrascht mich nicht. Das es Verteilungsprobleme geben wird und die Schwächsten der Deutschen Bevölkerung gegen die Flüchtlinge ausgespielt werden, war seit letzter Woche klar als Schäuble klar machte, dass es weder Steuererhöhungen geben wird, noch an der "Schwarzen Null" gerüttelt wird. Auch Hans Werner Sinn beklagt ja bereits dass der Mindestlohn verhindern könnte dass Flüchtlinge eine Beschäftigung finden und er deswegen wieder abgeschafft werden müsste, was selbstverständlich Schwachsinn ist. Die mikroökonomische Arbeitsmarkttheorie konnte noch nie empirisch belegt werden und wurde bereits in den 50er Jahren im Laufe der Cambridge-Cambridge Debatte auch als theoretisch unhaltbar entlarvt. Aber in den Lehrbüchern lebt die Zombie Theorie weiter und gilt gerade in Deutschland als religiöse Wahrheit. Nachdem die vorher prognostizierten Horror Szenarien nicht eingetroffen sind, muss der Mindestlohn mit anderen Mitteln bekämpft werden. Tja, es ist schon faszinierend mit welcher Hartnäckigkeit Sinn und andere Ökonomen dafür kämpfen, dass es den ärmeren Menschen nicht besser gehen darf.


    Aber um aufs Haupthema zurückzukommen auch Ulrike Herrmann hat sich bereits über den geplanten Engpass geäußert.


    http://taz.de/Kommentar-Sparpl…Finanzministers/!5227137/


    Und dabei hat sie völlig recht. Sogar der konservative und wirtschaftsliberale Ökonoem Carl Christian von Weiszecker sieht die niedrigen Zinsen als ein Problem zu hoher Ersparnisse, die durch neue deutsche Schulden kompensiert werden müssen. Aktuell hätten wir Gelegenheit, neben der Infrastruktur neue Sozialwohnungen und Unterkünfte für Flüchtlinge zu finanzieren. Die Witrschaft könnte quasi zum Nulltarif angeschoben werden, ohne dass irgendwo gekürzt werden müsste. Bestehende absolute Staatsverschuldungen zu tilgen, ist niemals eine vernünftige wirtschaftspolitische Maßnahme. Und was die Steuern angeht, haben wir ebenfalls sehr viel Luft nach oben. Sogar das Handelsblatt wundert sich im Fall Quandt, wie es möglich ist dass mehrere Millarden vererbt werden ohna das Erbschaftsteuer anfällt (hatten wir übrigens auch schon bei den Albrecht Brüdern). Und selbst der Spiegel hat diese Woche geschnallt, dass wir eine Steueroase sind. Sind wir zwar erst seit 13 Jahren aber besser spät als nie. Würden wir die Steuern nur auf den EU Durchschnitt wären wahrscheinlich ein Großteil der Probleme für die nächsten Jahre gelöst.


    Das es also zu Engpässen kommen wird und die Rechten darin bestätigt werden, dass einige wegen den Flüchtlingen auf soziale und öffentliche Leitungen verzichten müssen ist eine rein POLITISCHE!!! und keine ökonomische Entscheidung. Es wäre überhaupt nicht notwendig. Es ist tatsächlich einfach so gewollt.



    Das eine hat aber mit dem anderen nichts zu tun!!! Deine Oma bekommt nicht weniger Geld weil es Flüchtlinge gibt, sondern wegen gesetzlichen Reformen die vor 10 Jahren verabschiedet wurde. Tatsächlich hätte Deutschland keine Probleme mehr Geld für Arbeitslose, Kranke, Rentner und Pflegebedürftige zu zahlen. Aber die gleichen, die jetzt auf die Flüchtlinge schimpfen, sind doch in vielen Fällen die gleichen, die die Agenda 2010 bejubelt haben und die Sozialsysteme am liebsten noch weiter kassiert hätten. Und auch die die Arbeit haben, sollten sich nicht über Flüchtlinge beschweren, sondern bei ihren Arbeitgeber. Es ist nicht die Schuld der Flüchtlinge, dass die Löhne seit 19 Jahren stagnieren und die Arbeitnehmer nicht um besseren Lohn kämpfen. Es waren nicht die Flüchtlinge, die gegen die GDL und Weselsky hetzten. Es waren auch nicht die Flüchtlinge, die die Schuldengrenze bejubelt haben und gleichzeitig Steuersenkungen fordern, durch die der Staat systematisch in den Ruin getrieben wird. All diese Maßnehmen wurden gerade von den Rechten bejubelt und die politischen Entscheidungen wurden lange vor der Zunahme der Flüchtlingsströme getroffen. Aber ich sehe aktuell niemanden in den Nachrichten gegen diese Entscheidungen demonstrieren, sondern nur gegen Flüchtlinge. Und das sind für mich Rechtsradikale.


    Der Flüchtling ist an keiner sozialen Ungerechtigkeit schuld. Und niemand in Deutschland. Niemand, muss auf irgendwas verzichten, weil der Staat "so viel" für Flüchtlinge ausgeben muss.


    Noch eins nebenher. Für Griechenland wurde bisher noch kein Cent ausgegeben. Deutschland bürgt nur für den Fall, wenn Griechenland tatsächlich nichts mehr zahlt. Aber selbst dann hat Deutschland unterm Strich an der Krise verdient.

A N Z E I G E