Beiträge von Alones

    Reisende soll man nicht aufhalten. Er hat sich nichts zu Schulden kommen lassen und wenn er wieder unter Hunter arbeiten möchte, kann man das verstehen. Aus Bookingsicht ist das dennoch noch einmal eine ganz andere Geschichte.


    1.) Mit so einer kurzen Vertragslaufzeit war der gesamte BCC von Anfang an eine Totgeburt. Das war einfach viel zu wenig Zeit für so eine groß angelegte Storyline. Da hätte man es lieber gleich bleiben lassen sollen. So steht man halt jetzt ohne das Blackpool in BCC da.


    2.) Warum setzte man ihn bis zum Schluss so prominent ein? Der gesamte Turn und alles war aus meiner Sicht jetzt sehr unbefriedigend. Das war nix. Solche Spots sollte man lieber Leuten geben, die dauerhaft bleiben wollen.


    3.) Die Auflösung war sehr durchwachsen. Es wird wohl niemals eine Aufklärung geben, warum er Moxley angeschissen hat. Das war einfach nur wirr. Selbst wenn in der Zwischenzeit noch verhandelt wurde, hätte man das so nicht bringen sollen. Gleichzeitig wird der Geist von Regal in der kommenden Fehde zwischen MJF und Danielson über allen Beteiligten schweben. Suboptimal.


    Nun denn. Ich wünsche Regal bei seiner Rückkehr zu WWE alles Gute! Es war zwar nur ein kurzes Gastspiel, aber trotzdem unterhaltsam.

    und dann baut man im Match ein.

    Dann braucht Omega sich nicht beschweren, wenn das mit dem "Let it go" nicht funktioniert .

    Und wie hätte dieses "Let it go" in Chicago funktionieren sollen? Die Fans waren voll auf Krawall gebürstet. Da kann man kein normales Match worken. Das war eine besondere Konstellation. In den nächsten Wochen wird das aber auch abkühlen. Darauf dürfte Omega angespielt haben. Der Fokus wird sich jetzt ohnehin verschieben. Neben der Trios-Fehde steht ja auch noch seine Rückkehr in den Tokyo Dome an. Da bleibt ohnehin keine Zeit für Punk. Denn er wird mit Sicherheit nicht wollen, dass die Aufmerksamkeit von seinem Kumpel Ospreay verloren geht.

    Dass AEW nun mit der Situation ein bisschen spielt und versucht damit Geld zu machen, ist doch nur verständlich. Punk steht immer noch auf der Gehaltsliste und hat mit seinem Meltdown einen Millionenschaden angerichtet. Da wird er es jetzt auch verkraften können, wenn AEW versucht den Schaden zu begrenzen. Die T-Shirt-Verkäufe sind halt ein kleiner Gag, der übrigens so auch nur in Chicago funktioniert.


    Ansonsten wird die gesamte Geschichte nun für immer beiden Seiten anhängen. Chants wird es immer wieder geben. Alleine schon um die Leute im Ring zu trollen. Und mein Gott, die Fans zahlen gutes Geld, dann sollen sie halt auch die paar Minuten Spaß haben, wenn es das ist, was sie machen wollen. Übrigens: Hätte AEW nichts gemacht, und Punk schlägt doch irgendwann wieder in WWE auf, würde man erst recht blöd dastehen. Ich sehe es schon vor mir, wie Punk in einem "Elite Punk" Shirt im Ring steht und losledert. Von daher musste man aus wirtschaftlicher Sicht geradezu etwas machen. Business as usual. Unter der Gürtellinie war Brawl Out, aber das mit Sicherheit nicht. Und sollte Punk doch wiederkommen, hat man ohnehin alles richtig gemacht.

    Naja dann könnte man aber auch argumentieren dass Punk die PK auch genutzt hat für den Rundumschlag. Ob man mit Worten jemanden beleidigt oder mit Taten wie es hier die Elite macht macht für mich keinen Unterschied. Durch ein solches Verhalten sind sie für mich nun auf einer Stufe mit Punk.

    Wäre es nur bei der PK geblieben, hätte man die Sache wahrscheinlich auch noch reparieren können. Trotzdem ist das Äpfel mit Birnen. Denn auf der PK hat Punk auch noch seinen Boss wie einen Idioten dastehen lassen. Und hinterher hat er dann eine Backstageschlägerei ausgelöst. Das ist freilich etwas völlig anderes, als Performer, die vor einer Crowd das tun, für was sie bezahlt werden: nämlich die Leute zu unterhalten. Und dass man sich hierbei den Gegebenheiten anpasst, ist völlig normal. Wrestling lebt von der Interaktion zwischen der Crowd und den Wrestlern. Und den Reaktionen zufolge hat das hier wunderbar geklappt.

    Natürlich haben da die Fans in den ersten Reihen ihren Spaß dran. Und sicher auch viele, die sich in Foren wie diesem angemeldet haben, aber wie geht es denn dem Casual Zuschauer, auf den AEW angewiesen ist, um weiter zu wachsen. Der hat von dem ganzen Vorfall gar nicht oder nur am Rande etwas mitbekommen und fragt sich dann, was diese Leute da im Ring zeitweilig eigentlich veranstalten.

    Der Casual-Zuschauer entwickelt sich auch langsam zum Bigfoot der Wrestlingszene. Denn so richtig hat den schon seit Jahren niemand gesehen. In erster Linie hat Wrestling seine festen Stammzuschauer. Die Ratings sind da ziemlich eindeutig. Wenn überhaupt dann gibt es meistens nur kleinere Swings - in die eine wie in die andere Richtung. Und bei AEW sind sicherlich auch nochmal ein paar mehr Hardcores dabei, die alles online mitverfolgen. Von daher ist es absolut in Ordnung, zumindest ab und zu auch etwas Fanservice für diese Gruppe von Leuten zu bieten. Auf die Ratings wird das keinen großen Einfluss haben, aber ein paar Klicks mehr auf YouTube bringen immerhin auch Kohle. Ebenso sollte man auch nicht die Entstehungsgeschichte von AEW vergessen. Dass es die Promotion überhaupt gibt, hat man einem Internethype zu verdanken - und nicht irgendwelchen Casuals.

    Genau meine Meinung, aber wir sind leider in der Unterzahl. Es wird gleich Beast kommen, der uns hinstellt als User die nur rum heulen. :tears:

    Wrestling ist in erster Linie Unterhaltung. Und was war unterhaltsamer als dieses Match? Die Fans in der Halle sind geradezu durchgedreht. "F... the Elite", "F... CM Punk", Fußball-Gesänge... Für solche Reaktionen würde jeder Wrestler töten. The Elite haben hier alles richtig gemacht. Alleine die Gesichter in der ersten Reihe, als Matt Jackson den Buckshot gebotcht hat, waren einfach nur priceless. Am Ende des Tages ist Wrestling ein Geschäft, und dieses Match hat Aufmerksamkeit und Reaktionen gezogen wie kein anderes. Unprofessionell wäre es eher gewesen, diese Gelegenheit ungenutzt liegen zu lassen. Ich bin mir sicher, dass das Cookie Monster - alle Antipathie außen vor - das am Ende des Tages genauso sieht.


    Als Punk-Fan würde ich mich eher freuen, dass meiner Meinung nach der Spalt für eine Rückkehr dadurch etwas offener ist. Der wird das zuhause auf seiner Coach ebenfalls gesehen haben und sich vllt. denken "Verdammt, steckt da viel Geld drin...". Ebenso wird er möglicherweise merken, dass er den Fans durchaus noch etwas schuldig ist. Das Ego Ego sein lassen, und dann würde Punk vs. Omega bei DoN und/oder All Out 2023 nichts im Wege stehen. Denn ich bin mir sicher, dass das Match nicht an Omega und den Bucks scheitern würde.

    Die künstliche Empörung ist schon teilweise echt amüsant. Cornette hat ja auch schon über die Chants rumgeheult.


    1.) Wir reden hier über einen vllt. 5 Sekunden-Vorfall. Die Initiative ging von den Fans aus. Ist ja nicht so, dass die Bucks mit einem F... Punk Banner rausgekommen sind. Die ganze Aktion war organisch und die Bucks haben halt kurz mitgemacht.


    2.) Wir sind hier immer noch beim Pro Wrestling. Die gesamte Show lebt von der Interaktion zwischen Performern und Publikum, auch wenn das einige während der Pandemieära zu vergessen haben scheinen. Dass man sowas nicht völlig ignoriert, ist doch normal und macht im Endeffekt auch das Salz in der Suppe aus. Ansonsten kann ich auch eine Fake Reality Show auf Netflix schauen.


    3.) Dass es Reaktionen geben würde, war absehbar. Möglich, dass es in Chicago auch ein paar andere Chants gibt, aber damit müssen alle Beteiligten eben mit leben.


    4.) Bei WWE wurde immer kritisiert, dass Zuschauerreaktionen komplett ignoriert werden. Ich sage nur die Buhrufe für Cena und Reigns über all die Jahre hinweg. Wird das etwas anders gehandhabt, ist es auch wieder nicht recht.


    5.) Dass ausgerechnet Punk hier das Opfer sein soll, ist schon nicht ganz ohne Ironie. Er wäre doch der Erste gewesen, der die Chants voll ausgeschlachtet hätte, wenn es andersrum gelaufen wäre. Darauf baut seine ganze Reputation auf. In einem ehrlichen Moment würde er wahrscheinlich sogar sagen, dass die Bucks und Omega da sogar noch mehr daraus hätten machen sollen.

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