Beiträge von 2. Vorsitzende

    Fassen wir zusammen: Rico distanziert sich erst vom Verhalten im Podcast von Sigi und Landauer. Bei der RoE-Show wird er als Ringsprecher eingeflogen, während Erkan mit dem Bus fahren muss. Darauf hin hatte Rico das beste Wrestling-Wochenende ever.
    Von Sigi distanziert sich die RoE nur für eine Storyline auf Kosten der SpeakingOut-Bewegung und hinterher posieren Rico, Sigi und Landauer zusammen auf Facebook.


    Nur kurz dazu: Nein, wird es nicht. Es kann sich auch einfach ein Vorwurf um den Umgang miteinander in dieser Zeit handeln oder was auch immer. Aber unabhängig davon haben wir das natürlich damals auch überprüft, da ja argumentiert wurde, es sei jemand im persönlichen Umfeld gewesen. Mit negativem Ergebnis. Und ich kann mich daran erinnern, wie akribisch wir das damals untersucht haben, um uns wirklich 100% sicher zu sein. Eine Doppelanmeldung im Euro war so ungewöhnlich nicht, nur die Intention dahinter war ungewöhnlich und uns war klar, dass es eine gewisse Brisanz hatte, wenn es sich um den damaligen Topstar der wXw handelte und nicht irgend einen B-Card-Wrestler einer Nachwuchsliga, der sich neben Gimmick-Account noch einen für privat und einen für's Trading oder WWE-Forum anlegt, um da unbehelligt seine Stars abzufeiern. Dass die wXw sich aufgrund dessen von ihm trennt wussten wir vorher allerdings natürlich nicht und waren genau so überrascht alle anderen, als wir die Nachricht lasen.
    Dass das alles 15(?) Jahre später immer noch an ihm nagt tut mir persönlich leid, letztendlich hat diese Geschichte durch die Entscheidung der wXw für einen massiven Knick in seiner damaligen Karriere gesorgt, aber es ändert sich nichts an der Tatsache dass die Übereinstimmung damals nachgewiesen wurde und bis heute unsererseits keine Zweifel daran bestehen, so blöd wie es auch gelaufen ist.

    Zitat

    Original geschrieben von Satans Bratan:
    Das Cyboard wie ich es seit fast 7 Jahren kenne ^^


    Naja, noch hat niemand "Du hast den Zauberfux gefunden!" geschrieben oder gefragt, ob er denn keinen Fuchskompensator hätte.
    Hätte dann noch jemand was mit "gehittet" geschrieben und ein weiterer Zubereitungstipps gepostet, wäre es das Cyboard, wie ich es seit 18 Jahren kenne.

    Wenn ich mir die Bilder der Anschläge von Sri Lanka ansehe, bin ich geschockt darüber, wie heftig die Explosionen gewesen sein müssen, dass bei der Kirche nahezu das ganze Dach dabei wegfliegt und alles voller Blutspritzer ist. Wie müssen Menschen drauf sein, die friedlich betende Menschen an einem Feiertag in einer Kirche wegsprengen? Mittlerweile sind 250 oder 280 Menschen tot und mindestens 400 verletzt, und in so viele Familien wurde ein Loch gerissen an einem Tag, an dem man zusammengekommen ist, um fröhlich zu feiern.
    Ja, vielleicht ist das (örtlich) weiter weg und die Betroffenheit in social media eine andere, weil man vielleicht schon selbst in Paris, aber noch nie in Sri Lanka war, weil es keine Livebilder gibt, bei denen man gemeinsam wie vor einem Kaminfeuer sitzt, sondern nur chaotische Handyvideos mit Verzweifelten und Verletzten auf dem Weg ins Krankenhaus. Also zum einen würde ich sagen, dass ohne den online-Voyeurismus auch kaum online-Anteilnahme entsteht, zum anderen ist es vermutlich normal, dass uns Geschehnisse im Nachbarland erstmal mehr tangieren als solche in Ländern, die man vermutlich nie besucht, trotzdem finde ich es nicht richtig, Katastrophen wie bei einem Quartett gegeneinander auszuspielen.
    "Da waren aber mehr Tote!"
    "Warum spenden Leute da, aber da nicht?"
    "Das eine ist ein Gebäude, das andere ..."
    So ein Genörgel kommt vermutlich von Leuten, die selber keinen Cent für keins der Ereignisse spenden, sich aber für die Gerechtigkeitspolizei halten. Es ist überall Hilfe nötig. Spendet halt da, wo ihr es für besser haltet. Es ist jedem selbst überlassen, wofür er spendet. Insgesamt kann man froh sein, dass es Menschen gibt, die Geld für wohltätige Zwecke geben. Sie hätten es auch behalten können, und nach so manchem Shitstorm werden sie es wohl beim nächsten Mal auch tun.

    Ich weiß, dass man Verschwörungstheoretikern mit stichhaltigen Argumenten ohnehin nicht zu kommen braucht, aber da mich das Thema Brandschutz aus beruflichen Gründen ohnehin umtreibt, habe ich natürlich auch bei diesem Ereignis interessiert die Infos dazu gelesen.
    Also: Es gab im Dach wohl (neben der mehrfach täglichen Brandbegehung) eine normale Brandmeldeanlage (BMA). Diese hat um 18:20 einen Alarm ausgelöst und man hat nachgeschaut, aber keinen Brandherd entdeckt.
    Es ist keinesfalls ungewöhnlich, dass BMAs losgehen, ohne dass es wirklich brennt, das kommt so ziemlich überall vor. Die Dinger reagieren auf Rauch (auch Weihrauch!), auf Gase, teilweise auf Dampf, Temperaturschwankungen, teilweise auf Stromschwankungen, Staubentwicklungen und vieles mehr. Daher wird, nebenbei bemerkt, bei Bauarbeiten häufig die BMA entweder ganz abgeschaltet oder abgedeckt, bevor man nach kurzen Schleifarbeiten ungewollt einen Feuerwehreinsatz zahlen muss.
    In diesem Fall hat man sie dann wohl während der Arbeiten dankenswerter Weise angelassen und die Meldung weggedrückt, weil man von einem Fehlalarm ausging.
    Als die BMA dann wenige Minuten später nochmal auslöste, war der Brand dann offenbar groß genug, um ihn auch wahrzunehmen.
    Nächster Punkt. Dass bei Bauarbeiten, gerade bei Dacharbeiten, Brände entstehen, ist beileibe nicht selten. Das tückische dabei ist, dass diese Brände häufig unsichtbar entstehen. Zum Beispiel schweißt jemand auf dem Dach eine Teerpappe mit dem Gasbrenner, und auf dem Dach ist auch alles gut. Aber darunter entzündet sich vielleicht ein Teil der Konstruktion indirekt durch die Hitze. Sowas kann ein paar Stunden unbemerkt vor sich hin schwelen und dann irgendwann eine Stelle mit Luftzufuhr erreichen, und erst dann geht es richtig los. Passiert auch recht häufig.
    Natürlich kann es auch eine achtlos in die Ecke geschnippte Kippe gewesen sein, die erstmal unbemerkt irgendwo einen vor sich hin kokelnden Kleinstbrand verursacht hat, der dann später in Fahrt kam.
    Punkt 3: Warum erfährt man noch nichts über die Ursache: Weil man dafür Fakten braucht. Man kann bisher nur von Wahrscheinlichkeiten ausgehen. Am Ausbruchsort fanden bis 17 Uhr Bauarbeiten statt, in einem Bereich, in dem Besucher keinen Zugang haben. Es gibt keine Hinweise auf ein Attentat.
    Und die genaue Ursache "Bauarbeiter Phillipe hat um 17:10 seine Kippe in die Ecke geschnipst" oder ähnlich ließe sich nur dann feststellen, wenn Reste der Kippe mit DNA gefunden würden oder im anderen Fall noch Reste des Brandnestes. Aber: Hier hat es 12 Stunden lichterloh gebrannt. Der Spitzturm ist abgebrochen und das Dach eingestürzt, tonnenweise Blei aus der Dachkonstruktion geschmolzen und das ganze hat sich zusammen mit einigen Hektolitern Löschwasser zu einem schwarzen, qualmenden, giftigen Berg Zeug verklumpt, der auf dem Kirchenboden liegt. Wer erwartet denn, dass da a) binnen 48 Stunden jemand jedes Gramm davon analysiert hat und b) dabei noch brauchbare Spuren des Geschehens zweifelsfrei identifizieren kann? Also die Kippe des Anstoßes oder das Stück Holz was zuerst gebrannt hat.
    Und sollte man das wider erwarten herausfinden: Wem nützt es? Notre Dame ist verbrannt. Man wird sie wieder aufbauen.
    Wenn die Baufirma Schuld und die Frage der Fahrlässigkeit geklärt wäre, könnte weder die noch ihre Versicherung die materielle Schäden bezahlen. Und selbst wenn sich - wonach es nicht aussieht! - doch herausstellt, dass da ein fundamentaler Islamist trotz militärischer Bewachung und Zugangskontrollen es irgendwie auf den Dachboden geschafft hätte und dort ein Feuer entfacht hätte: Was dann? Geldstrafe bis ans Lebensende? Kopf ab? Dem Land, aus dem er kam, den Krieg erklären? Menschen, die die gleiche Herkunft haben, in Sippenhaft nehmen und stellvertretend bestrafen? Und dann? Hat man immer noch ne Kirche zu sanieren.
    Es ist ein menschliches Bedürfnis, von allem die Ursache zu kennen und einen Schuldigen für einen Schicksalsschlag zu suchen. Man muss aber dieses Bedürfnis vom machbaren auch trennen können und sich einen enormen Klumpen aus Blei, Wasser, Kohle, Asche und Steinen vorstellen, in dem man einen Kanister oder eine Kippe oder einen defekten Baustrahler suchen soll, nachdem alles auf 1000 Grad für 12 Stunden erhitzt wurde.

    Ich habe mir durchaus auch eine Weile den Livestream angesehen, den unkommentierten. Nichts ist meiner Meinung nach nervtötender, als die TV-Sender des Privatfernsehens, die stundenlang immer wieder die gleichen Bilder zeigen und dazu verzweifelt jeden erdenklichen Content-Stohhalm ergreifen:
    - Telefonate mit Leuten, die deutsch sprechen und sich irgendwo in der Nähe aufhalten (aber sonst keine Qualifikation haben) und das berichten, was man ohnehin schon sieht ("Es qualmt!").
    - Interviews mit Leuten, die genau so wenig zur aktuellen Lage sagen können, aber über 3 Ecken in einer "vergleichbaren" Situation waren (Mitarbeiter der erstbesten Feuerwache im Sendegebiet, der die Lage aus dem Bauch heraus abschätzt, random Kirchenmitabeiter, der vorhersehbare "schlimmschlimmschlimm"-Äußerungen tätigt)
    - Wenn gar nix mehr geht, Twitter abgrasen und schauen, was Promi X und Politiker Z getwittert hat.


    Ja, das ist alles ein Mehr an Content, aber kein informativer Mehrwert. Von daher: Wenn man nur weiß, dass es brennt, reicht es auch, genau das zu berichten, und wenn man mehr weiß, dieses nachzuliefern.
    Früher gab es die 20-Uhr-Nachrichten und am nächsten Tag die Zeitung, und man hatte auch alles, was man wissen musste. Was bringt es denn wirklich mehr, 5 Stunden auf einen Livestream zu starren, statt sich am nächsten Tag die aussagekräftigsten Bilder anzusehen? Was bringt es, wenn n-tv neben dem Livestream auch noch Tante Erna aus Wanneeikel interviewt, die ne Bekannte in Paris hat, die kürzlich dort als Touristin die Kirche besucht hat?

    Wenn man Tweets dumm findet, aus welchem Grund auch immer, warum zitiert man sie dann wieder und wieder? Warum nicht das verbreiten, was irgendwie nützlich, informativ oder sonstwie brauchbar ist? Es sollte doch logisch sein, dass solche Dinge nur mit dem Willen zur Provokation und zur Erregung von Aufmerksamkeit dienen. Da muss man sich doch nicht als Vehikel instrumentalisieren lassen.
    @ Topic: offenbar sind 250 Tonnen Blei verbaut. Und das schmilzt ja recht schnell und tropft da rum, während Einsatzkräfte versuchen, zumindest ein paar historische Gegenstände zu retten. Insgesamt sieht es schon eher wie kontrolliertes abbrennen lassen aus. Im Livestream (BR24, unkommentiert) applaudieren Schaulustige den Feuerwehrleuten. Das wird sicher noch die ganze Nacht, wenn nicht noch die kommenden Tage weiterbrennen. So viel Holz und andere brennbare Materialen....

    Es ist auch was anderes ob man 5 Tonnen Wasser auf einem Wandstück abwirft oder mitten in der Innenstadt. Da stehen tausende von Schaulustigen drumherum, es stehen Einsatzkräfte am (und ggf im) Gebäude. Völlig absurde Idee.
    Ich verstehe allerdings nicht, wie das passieren konnte. Ob durch Renovierungsarbeiten oder sonstwas, es muss doch ein bruchbares Alarmierungssystem und ein Löschkonzept gegeben haben? Dass Brandverhütungssysteme in einem historischen Gebäude nicht 1:1 wie in einem Neubau sein können ist mir klar, aber dass sich etwas derart schnell ausbreiten kann, ohne dass dem sichtbar etwas entgegensteht, ist extrem übel. Was da an historischer Gebäudesubstanz und kusthistorischem Wert verloren geht, ist unvorstellbar. Und das alles, weil vielleicht jemand einen Baustrahler zu nah an einem Balken hat brennen lassen oder ein Funke bei Schweißabeiten etwas entzündet hat. Was immer als Ursache später herauskommt, wenn man es denn überhaupt klar sagen kann, keine Versicherung kann den entstandenen Schaden je begleichen und keine Strafe diesen Verlust ungeschehen machen.
    Was mir übrigens auch hart gegen den Strich geht sind die Fame-hungrigen Verschwörungstheoretiker aus dem rechten Lager, die sich bei Twitter mit Falschmeldungen Gehör verschaffen und die, die Witzbilder dazu posten.

    Bei manchen, die hier wirklich noch nie eigentlich ganz "alltägliche" Dinge nicht gemacht haben, würde mich auch mal der Hintergrund interessieren, also das "Warum". Hat es sich einfach nur nicht ergeben, besteht eine besondere Abneigung, ist es aus irgendeinem Grund einfach nicht möglich (Allergie oder so)?
    Warum hat man noch nie Pizza gegessen oder war noch nie im Kino?

    Bezüglich Utrecht zeichnen niederländische Medien ein Bild vom Täter. Er soll noch bis vor 2 Wochen in Haft gewesen sein und hat eine Strafakte von Fahrraddiebstahl über Vergewaltigung bis hin zu versuchtem Totschlag (dort hatte er auf ein Fenster geschossen). Nachbarn bezeichnen ihn als labilen Psychopaten. Das Vergewaltigungsopfer, eine ältere Bekannte von ihm, berichtet außerdem von gemeinsamem Drogenkonsum. Weiterhin ist von der (zeitweisen?) Zugehörigkeit zu einer salafistischen Sekte die Rede.
    Insgesamt scheint der Täter also in mehrfacher Hinsicht ein eher problematischer Zeitgenosse gewesen zu sein. Als Motiv kann sowohl ein religiöses wie auch ein persönlicher Racheakt o.ä. nicht susgeschlossen werden. Natürlich gibt es auch dieses mal die "Augenzeugen berichteten von Allahu Akbar"- Geschichte, die über rechte Accounts, nicht jedoch durch offizielle Stellen beschrieben wird.

A N Z E I G E