Beiträge von Jonas Hector

    Vielen Dank, Leute.

    Sie war zwar mit 88 in einem Alter, in dem man so etwas eigentlich immer erwarten muss, aber so richtig angekündigt hatte es sich tatsächlich nicht. Und ja, eigentlich war der 1. Weihnachtstag immer der, an dem die ganze Familie sie besucht hat, sie lebte nämlich etwas weiter entfernt, weswegen man sich nur ein paar Mal im Jahr sah. Wird wirklich merkwürdig an Weihnachten.

    Da bin ich komplett bei dir. Es gibt eigentlich nichts, was ich mir weniger wünsche als dass Hamilton Schumis WM-Rekord übertrifft und war deswegen auch die ganze Saison eher pro Verstappen eingestellt. Aber was der wirklich immer wieder abzieht und heute im Besonderen, geht einfach nicht. Muss da echt zugeben, dass gegen Verstappen Hamilton eigentlich fast ein Sympathieträger ist. Der wird scheinbar einfach nicht erwachsen.

    Allein dadurch, dass er Spielberichtsbögen mit unterschrieben hat, wenn er wusste, dass (auch) andere im Team die definitive Absicht hatten, nicht neutral zu pfeiffen, reicht für mich schon, damit ich ihn als Teil der Spielmanipulation zu sehen. Erst recht, wenn er dafür auch noch Geld angenommen hat.

    Weiß nicht, ob man das maximal formalistisch an der Unterschrift festmachen kann. Zumal gerade dann er ja auch dann schon gleich zu bewerten wäre, wenn er gar kein Geld genommen hätte, sondern es nur gewusst hätte. Das Geld zu nehmen und das ganze nicht zu melden, sind zwei Punkte, für die er deutlich härter bestraft gehört hätte. Den aktiven Part an der Spielmanipulation sehe ich aber ohne nähere Hinweise, dass er tatsächlich absichtlich falsch entschieden hat, weiterhin nicht.

    Finde ich nicht. Wenn er bei dem Elfmeter zum Beispiel deutlich gemacht haben sollte, dass er da auch ein Foul gesehen hat, reicht das schon. Zumal die später ja auch zusammen den Spielbericht schrieben und unterschreiben. Spätestens mit der Unterschrift hat er das Spiel mit verschoben, da er auch von Hoyzers Vorgehen wusste.

    Aber genau das ist ja ein "wenn". Wir wissen ja nicht einmal, ob der Elfmeter unberechtigt war. Man sollte eben dabei bleiben, was nachgewiesen ist und das ist die Geldannahme von Zwayer. Alles darüber hinaus gehende ist eben Spekulation, die man nicht als erwiesenen Fakt in eine TV-Kamera sprechen sollte.

    Blend mal Bellingham aus und komm zurück zu den Basics. Bestechungsgeld angenommen, Spiel gepfiffen. Fertig. Darum ging es und dann ist es egal "wie genau" man ihm beweisen kann, dass er eine bestimmte Entscheidung im Spiel beeinflusst hat.

    Aber die ganze Diskussion dreht sich doch um die Frage, ob Bellingham bestraft wird, bzw. bestraft werden sollte, es wurde ja sogar schon Strafanzeige gestellt. Dass Zwayer Geld angenommen hat und er deswegen meiner Meinung nach auch nie ein Profispiel hätte pfeifen dürfen, ist eine andere Frage. Hier geht es aber explizit darum, ob Bellingham behaupten durfte, dass Zwayer ein Spiel "verschoben" hat und genau dieses Verschieben ist ihm nie nachgewiesen worden.

    Das Beispiel passt aber nicht so ganz. Passen würde eher: ein Spieler hat Geld dafür angenommen, dass er versucht, die Niederlage zu begünstigen und dann verliert die Mannschaft. Hat er dann absichtliche Fehler gemacht oder trotzdem auf dem Feld alles gegeben?


    Das lässt sich im Normalfall nicht klären, wenn er nicht gerade etwas völlig absurdes getan hat.

    Naja, du bräuchtest halt Indizien. Ich hoffe mal, dass man sich damals auch mit dem Spiel beschäftigt hat und zum Beispiel die Beteiligten angehört hat, ob es da irgendwelche merkwürdigen Entscheidungen von Zwayer gab oder nicht. Wobei natürlich ein fehlendes Vorliegen solcher Szenen auch einfach an dem Fehlen einer Gelegenheit liegen könnte und ihn nicht tatsächlich aktiv entlasten muss.

    Wuppertal hat damals tatsächlich einen Elfmeter bekommen, der das Spiel entschied, den dürfte aber Hoyzer gegeben haben und nicht Zwayer.

    So wie ich das Wort "verschieben" aber deute, ist dafür aus meiner Sicht schon nötig, dass Zwayer aktiv zum Ergebnis beigetragen hat.

    Die Frage, die du dir da stellst, stellt sich eh nicht. Wer Bestechungsgeld annimmt nimmt es an, fertig. Er ist nicht direkt zur Polizei gegangen, um das irgendwie grad so noch zurechtzubiegen. Und wie er was wann im Spiel gemacht hat oder nicht, ob er die Chance hatte oder nicht, ist nicht nur unerheblich, sondern auch nicht klar zu beantworten, es verwässert also das Ganze eh nur.

    Sie stellt sich dadurch, dass Bellingham behauptet hat, Zwayer habe ein Spiel verschoben. Das kann er nur dann gemacht haben, wenn er mutwillig Einfluss auf den Ausgang dieses Spiels genommen hat. Wenn er dies nicht hat, ist die Aussage von Bellingham falsch und somit mitunter sogar jutiziabel.

    Naja, wenn ich Geld für eine Bestechung annehme und dem Verschieben zusage, dann finde ich die Begründung „deswegen wissen wir ja noch nicht, dass er in einer Szene absichtlich falsch entschieden hat“ etwas dünn.

    Man müsste sich das Spiel dann einfach nochmal selber anschauen.


    Wer sucht und schaut? ^^

    Ich gehe tatsächlich erst einmal davon aus, dass wenn es damals handfeste Belege dafür gegeben hätte, zum Beispiel dass Wuppertal ein absurdes Abseitstor erzielt hätte, das im Laufe des Verfahrens auch eine große Rolle gespielt hätte und Zwayer dann noch mehr bestraft worden wäre als es tatsächlich passiert ist. So ist das von ihm "nur" eine Geldannahme und ein Versprechen, die Umsetzung, die ein "Verschieben" gewesen wäre, ist zumindest nicht bewiesen.

    Spielt das denn noch eine Rolle?

    Für die Frage, ob er das Spiel verschoben hat, schon. Dass es ein komplett unangebrachtes Verhalten ist, für das man ihn meiner Meinung nach eigentlich lebenslang für den Profifußball hätte sperren müssen, steht ja auf einem anderen Blatt.

    Äh.... okay. :lol:

    Naja, wenn ein Spieler eine Bestechung dafür annehmen würde, ein Eigentor zu schießen und es dann nicht tut, würde man ja auch nicht sagen, dass er das Spiel "verschoben" habe. Er müsste trotzdem gesperrt werden, aber es ist einfach nicht das gleiche.

    Zwayer habe im Mai 2004 vor der Partie des SV Wuppertal gegen Werder Bremen II 300 Euro von Hoyzer erhalten, um - wie im Urteil beschrieben - "als Schiedsrichter-Assistent kritische Situationen für den Wuppertaler SV zu vermeiden".

    Wobei das ja genau nicht belegt, dass er es auch getan hat. Er hat Geld angenommen, ja, aber ob er tatsächlich mutwillig falsch entschieden hat, ergibt sich daraus nicht.


    Nur um das klarzustellen, ich will Zwayers Verhalten weiß Gott nicht verteidigen, aber die Frage ist, ob man es tatsächlich richtigerweise als "Verschieben eines Spiels" bezeichnen kann.

    Was ist denn genau bezüglich Zwayer bekannt? Er hat mal Geld von Hoyzer angenommen, das weiß man, aber dass er vorsätzlich ein Spiel verschoben hat, ist meines Wissens nach nicht bekannt, oder gibt es da auch was?

    Denn wenn ich richtig liege, ist die Aussage von Bellingham "ein Schiedsrichter, der schon einmal ein Spiel verschoben hat" eine unwahre Tatsachenbehauptung und somit tatsächlich nah an einer üblen Nachrede. Eine solche wäre auch nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt.

A N Z E I G E