Beiträge von AcE

    Mal kurz reingelesen, die Highlights geschaut.


    Selten hat mich die Road to Wrestlemania so wenig interessiert. Normalerweise hat man es ja -egal wie langweilig das Jahr davor war- nochmal geschafft richtig Druck aufzubauen. Zumindest mir fehlt der vollkommen und so habe ich diesesmal auch nur sporadisch reingeschaut.


    Bin ich da alleine oder geht es anderen auch so?

    Das schreit doch nach dem üblichen Muster: Alle freuen sich jetzt über Balor im Titelrennen. Dann wird Balor von Lesnar in 2 Minuten abgefertigt und das mosern geht weiter.


    (Btw: Sehr geschickt von der WWE in einem PPV mit zwei Royal-Rumbles Lesnar als Champion zu haben. Da muss man nicht sehr viel Zeit für das Titelmatch einplanen).

    Zitat

    Original geschrieben von Heisenberg:
    Wo ist dieser Trend anders? Wo werden die Hallen denn leerer? Wo sind heute die Reaktionen anders als früher? Noch mal: es gab schon vor fünfzehn Jahren Shows bei denen man sich dachte: warum seit ihr Fans überhaupt da. Das ist kein neues Phänomen. Da möchte ich bitte Beispiele haben, die das ganz klar belegen und nicht subjektive Wahrnehmungen.


    Ich möchte auch gerne mal Beispiele und Zahlen haben um zu überprüfen, ob der subjektiv wahrgenommene Trend sich auch in Zahlen belegen lässt.

    Zitat

    Original geschrieben von Heisenberg:
    Das kannst du ja durchaus nachlesen. Sind keine Geheimnisse.


    Ich schau halt hier nur gelegentlich in den Rating-Thread rein und sehe, dass die WWE da ist, wo die WCW in ihrer Endzeit mal war. Das man gute TV-Verträge abgeschlossen ist ne schöne Sache, aber für mich sieht es trotzdem von den Zahlen die ich hier sehe so aus, als würde die WWE deutlich an Zuschauern verlieren.



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    In welchem Bereich wird WWE denn immer ein Live Business sein? Ein großer Event? Die sind voll. Egal was man bookt. WrestleMania ist voll, SummerSlam ist ausverkauft, egal was man macht. Darum geht es. Wenn jetzt mal eine SD! Ausgabe im tiefsten Inland nur 5.000 Zuschauer hat und diese auf den Händen sitzen, ja, dann ist das uncool aber macht halt nicht die restlichen 51 Wochen aus. Und das ist der Punkt.


    Das gleiche trifft für WM und Summerslam zu. Die werden immer ausverkauft sein, aber wenn die Hallen in den restlichen Wochen leerer werden, ist das auch nur eine Momentaufnahme. Gibt es hierzu irgendwo Zahlen?


    Zitat

    Der B-Show Charakter, der SD! anhaftete hat wohl zu 95% mit der Wahrnehmung innerhalb der Liga zu tun und nicht mit dem TV Endprodukt. Oder kannst du mir diese Shows nennen, die im TV wie ein Trauerspiel rüberkamen? [/B]


    Ich kann jetzt keine spezielle Show nennen (das ist mir zu mühselig eine Show rauszukramen), kann mich aber an genügend Shows mit abgedunkelten Hallen und toten Crowds erinnern, bei denen die Worker machen konnten was sie wollten - Es sprang kein Funke über. Meist habe ich dann nach kurzer Zeit abgeschaltet. Das ganze wurde auch nicht besser, wenn man künstliche Reaktionen eingeblendet hat. Wenn die Crowd tot ist, dann ist es das TV Produkt auch.


    Btw: Um den Unterschied der Zuschauerreaktionen heute-damals zu sehen reicht es eine Folge RAW oder Smackdown zu schauen und anschließend auf Youtube mal alte The-Rock oder Stonecold Videos anzuschauen. Das ist ein Unterschied von Tag und Nacht.Das alleine zeigt wie wichtig die Zuschauer in der Halle für die Qualität des TV-Produkts sind.


    Die Qualität des Gesamtprodukts von heute kann man auch ganz einfach überprüfen wenn man mal versucht ein 3h-Raw am Stück zu schauen ohne einzuschlafen. Wenn dann das große Highlight des Abends Roman Reigns ist, schalte ich lieber ab oder gar nicht erst ein.

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    Die WWE ist mittlerweile eben kein Live Show Business mehr, sondern ein TV Produkt. Das heißt, so lange am TV, die Ränge voll sind, die 5.000 Zuschauer (und bei RAW / SD! hat man in der Regel mehr bis deutlich mehr) Stimmung machen, dann hat das keinen Nachteil für das TV Produkt.


    Beim Rest fehlt mir das Spezialwissen, da magst du Recht haben. Hier widerspreche ich allerdings.


    Die WWE war, ist und wird immer ein Live-Business sein. Ich habe die WCW und TNA in ihren Endzeiten verfolgt und habe daher noch gut in Erinnerung, wie viel die Fans ausmachen, alleine schon deshalb weil man das Gefühl hat einem "großen" Event beizuwohnen. Wenn irgendwann mal der Punkt eintritt, wo man in eine Abwärtsspirale kommt hat man ganz schnell mehr Probleme als einem lieb sind.


    Bei Smackdown gibt es ja immer mal Wochen wo man das sieht. Da gab es schon immer Shows die durch fehlende Fans und Stimmung wie ein Trauerspiel wirkten. Selbst in Phasen, in denen SD perfekt gebookt war, konnte man dadurch niemals den B-Show Charakter abwerfen.

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    Original geschrieben von JBL4ever:
    Ich glaube, er meint, dass man mit besserem / abwechslungsreicheren / Booking noch mehr Geld umsetzen würde


    Genau.


    Die WWE ist zur Zeit finanziell nicht so erfolgreich wegen sondern trotz der Qualität der Shows. Finanziell ist man erfolgreich, aber nur weil man neue Märkte im Ausland erschließt und mit dem Abo-Modell aus den vorhandenen Fans möglichst viel Geld auspresst.


    Wenn man sich die Ratings anschaut sinken beispielsweise die Zuschauerzahlen in den USA in den letzten Jahren kontinuierlich. Ich habe keinen Überblick über die Zuschauerzahlen in den Hallen, aber in den Shows habe ich in den letzten Jahren auch zunehmend das Gefühl gehabt, dass die Hallen etwas leerer wurden und bei manchen Shows Bereiche abgedunkelt waren (das mag jetzt aber auch falsch sein - Dies war nur mein Eindruck).


    Auf jeden Fall ist es so: wenn die Qualität der Produkte nicht stimmen, hallt das auch lange nach: Wenn die enttäuschten Fans mit ihren Kindern lieber zu einem Football-Spiel als zu einer Wrestling-Veranstaltung gehen, dann verliert man die Fans von morgen.


    Zudem muss man aufpassen, dass man den kritischen Punkt nicht erreicht: Wrestling lebt wie kaum ein Sport von den Fans z.B. durch die Stimmung in den Hallen. Wenn Wrestling im Kernland erstmal so stark an Bedeutung verliert, dass man Probleme hat die Hallen voll zu bekommen, dann sinkt dadurch die Stimmung und dadurch wieder die Qualität des Produkts. Nur weil die Hallen voll sind und die Fans ihre Idole anfeuern gewinnt Wrestling auch für die Fans vor dem TV an Relevanz. Zwei Wrestler in einer leeren Halle reißen niemanden vom Hocker. Wenn der kritische Punkt aber erstmal erreicht ist, in dem eine Abwärtsspirale einsetzt (Weiniger Fans->Leerere Hallen->Noch weniger Fans->Noch leerere Hallen), dann hat man ein Riesenproblem.


    Aus diesem Grund halte ich es trotz guter finanzieller Lage für eine große Gefahr gegen die Fans zu booken. Klar kann man auch nicht alle Wünsche erfüllen, aber so dermaßen massiv gegen die Hardcore Fans zu arbeiten ist meiner Meinung nach ziemlich unklug.

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    Original geschrieben von Antichrist:
    Nash hatte noch nen netten Run 2003 (wenn wir schon sein Booking und die damit verbundenen Titelgewinne ausklammern wollen).


    Irgendwie hab ich bei Nash einen desaströsen WWE Run in der Fehde mit CM Punk / HHH in Erinnerung, bei dem die Versuche ihn bei den Fans over zu bringen auch gescheitert sind.... Allerdings habe ich nicht mehr ganz im Kopf wie die Sache damals gelaufen ist.

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    Original geschrieben von raoul duke:
    Ich schaue ja nun seit Jahren kein Wrestling mehr und daher ist meine Aussage sicherlich auch nicht so fundiert. Ich lese aber hier und da ein paar Reports und Meinungen. Jetzt liest man ja vermehrt, dass man Reigns so und so auslegen müsste, da er als Face nicht mehr funktioniert. Und da frage ich mich, habt IHR die letzten Jahre WWE verfolgt? Ich habe da noch etwas Cena mitbekommen und trotz Wut-Beiträgen in aller Foren und Buh Rufen in allen Hallen, hat man sich bei Cena keinen Zentimeter bewegt. Warum sollte man dies nun bei Reigns anders handhaben? Die WWE hat sich bei Cena nie um die Hallen Reaktionen seitens der Fans geschert. Ist doch naiv zu glauben, dass sie bei RR nun handeln würde/müsste. Der Fan meckert, aber zahlt. Der WWE könnte es kaum egaler sein.


    Ich frage mich ob das so ist: Die Ratings sind zur Zeit auf einem Niveau auf dem sich selbst die WCW noch gefreut hätte. Das große Geld macht nicht durch mehr Zuschauer, sonder durch veränderte Geschäftsmodelle und den wachsenden internationalen Markt.


    Mit Qualität schafft man sich nicht nur den Erfolg von heute sondern auch von morgen und übermorgen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn die Qualität der Booking-Abteilung mit der der Marketingabteilung mithalten könnte, heute sehr sehr viel erfolgreicher sein könnte.

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    Original geschrieben von Moira O'Deorain:
    Und genau solche Leute werfen ein schlechtes Licht auf wirkliche Opfer. Unfassbar.


    Ganz so einfach ist die Sache nicht...


    Ein "aus Mangel an Beweisen" eingestelltes Verfahren bedeutet nicht, dass Enzo unschuldig ist und bedeutet auch nicht, dass die Frau kein "wirkliches Opfer" ist. Das ist leider oft der Ausgang eines solchen Verfahrens: Der Missbrauch kann nicht nachgewiesen werden (ist ja oft auch nicht so einfach) und am Ende steht Aussage gegen Aussage womit der Täter oder Beschuldigte aus Mangel an Beweisen freikommt.


    Es kann dabei sowohl sein, dass das Opfer damit Leben muss, dass der Täter straffrei davon kommt, als auch dass ein Unschuldiger damit leben muss, dass sein Leben an Restzweifel an seiner Unschuld bestehen bleiben. Ich hab beides schon gesehen: Ein Mädchen die von ihrem Exfreund missbraucht wurde, der aber keiner glaubte und die nichts beweisen konnte und ein Lehrer, dessen Ruf nach den Anschuldigungen einer Schülerin unwideruflich befleckt war.


    Die Frau wird den Post gelöscht haben, weil es für sie böse rechtliche Folgen haben kann, wenn sie Enzo weiterhin als Vergewaltiger bezeichnet. Als Aussenstehende ist es aber wohl das sinnvollste gar nichts zu dem Thema zu sagen.

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