Beiträge von Lonely_Warrior

    Ich habe ja Yuta vs Garcia im Main Event auch kritisiert. Aber das ist mir 100mal lieber als das Ding mit Bandido diese Woche.

    Chris Jericho ist natürlich über jeden Zweifel erhaben, aber erneut einen Company-fremden Titel in den ME zu stellen und dann noch gegen einen AEW Debütanten, ist mir zu viel des Guten. Für ROH Kenner mag Bandido bester Fanservice sein und das Match durch seine Vergangenheit als Champion sogar eine Geschichte haben. Aber für "Außenstehende" kann so ein ME schon ein Grund zum vorzeitigen abschalten sein. Vor allem weil man so gar nicht damit rechnen brauchte, dass die Danielson-Garcia-Jericho Story irgendeine Rolle spielen wird.

    Meiner Meinung nach funktioniert auch die gewollte Etablierung von Bandido als ernstzunehmender Main Eventer dadurch so gar nicht. Mich hat dann auch weder der Kampf, noch Bandido überzeugt. Vermutlich, weil ich voreingenommenen war und mit negativen Gefühlen in den ME gegangen bin.

    Dann lieber, wie schon geschrieben, ein paar Aufbaumatches und ne gescheite Geschichte, und dann akzeptieren ihn auch deutlich mehr Zuschauer im letzten Match der Show.

    Mir geht's ja primär gar nicht unbedingt um die Mic Skills, sondern vor allem um das schauspielern, wenn man gerade kein Mikrofon in der Hand hat. Die Mimik beim reagieren auf andere Protagonisten, das Auftreten beim Einzug, etc.

    Ich fand es beispielsweise immer furchtbar, wenn die Mädels ihr "Ding" durchziehen müssen, auch wenn es gerade nicht zur Situation passt. Zum Beispiel die ewig grinsende Raquel, oder die permanent kurz zur Seite schauende Natalia. Das ist unter Trips defintiv schon besser geworden. Aber trotzdem wirken die Damen schauspielerisch (ohne Worte) ungelenk und meist völlig drüber.

    Vielleicht gibt es bei AEW weniger Segmente. Aber auf jeden Fall habe ich das Gefühl, dass dort die Damen freier auf die Situation reagieren dürfen, oder das Frau mehr sie selbst sein darf.

    Das "erwachsenere" Umfeld, Stichwort Ausleuchtung, Klamotten, kann aber natürlich auch eine Rolle spielen.

    Um sich mal wieder einem anderen Thema zuzuwenden: Ich habe mir kürzlich das Raw Segment zwischen Damage CTRL und Bianca, Alexa Bliss und Asuka angeschaut. Das war für mich Fremdscham pur. Die waren alle irgenwie sowas von drüber und dabei darstellerisch wahnsinnig dilettantisch. Asuka zappelt furchtbar hippelig herum, Bianca fuchtelt klischeehaft mit dem Finger und rollt ihren Kopf hin und her, Bayley hat ganz gut performed, aber war am Mic arg steif. Und die anderen Damen haben immer wahnsinnig unpassend geschaut. Die überbunten Klamotten tun ihr übriges.


    Die Womans Division bei AEW ist momentan bei Leibe kein Vorzeigeprojekt. Die Stories sind lahm und die Ansetzungen random. Aber im direkten Vergleich wirkt das auf mich alles erwachsener, subtiler und schauspielerisch (dezent) gekonnter, als bei WWE.

    Der Qualitätsunterschied ist für mich momentan nicht besonders groß.

    Gerüchte diskutieren ist meiner Meinung nach völlig ok.

    Aber in einigen Fällen, und vor allem bei den “News“ zu den letzten zwei Wrestlern, werden auf Grundlage dieser Gerüchte Meinungen über die Protagonisten gebildet. Und selten positiver Natur.

    Und wenn sich die vermeintlichen News dann doch als Gerüchte herausstellen, werden von vielen Usern Gründe gesucht, warum das eigentlich nicht so sein kann oder warum die Person X trotzdem irgendwie schlecht ist.

    Das finde ich dann doch bedenklich. In solchen Fällen sollte man vllt doch eins, zwei mal mehr darüber nachdenken, ob man seine Meinung unbedingt kundtun muss.

    Ein MA der Four Horsewoman würde dem AEW Damen Roster schon einen mächtigen Schub verpassen. Dann mal ein paar gescheite Geschichten, sinnvolle Ansetzungen und ein durchdachtes Wechsel-zwischen-Matches-und-Segmenten-Konzept, und die Division würde endlich richtig ins Rollen kommen. Habe deswegen den ersten und den vorletzten Punkt gewählt.

    Keine Ahnung, ob sie langfristig eine Bereicherung für AEW werden wird. Aber Sie ist bekannter als alle anderen Damen im Roster, bringt ordentlich Starpower und Aufmerksamkeit mit. Genau das hat die Division dringend nötig.

    Ist meine persönliche Meinung, aber ich halte die Damen Division bei AEW gerade für größtenteils belanglos. Die Storys, wenn überhaupt vorhanden, sind lahm, die Ansetzungen random, die Stars nur so Semi over (bis auf Ausnahmen).

    Mit Saraya kannst du eigentlich kaum noch mehr falsch machen. Wenn man jetzt noch ein paar brauchbare Geschichten "zu Papier bringt", könnte das DER Impuls für das Damen Roster sein.

    Vielleicht ist das aber auch nur mehr Hoffnung, statt These?!

    Tonys Gedanke zur vierten Wand und den Backstage Segmenten unterstütze ich voll. Das gefällt mir bei AEW sehr gut und hat mich seinerzeit auch bei TNA abgeholt (keine Ahnung, ob die Segmente dort immer noch so produziert werden?).

    Ich mag die filmische Variante nicht besonders, wo die Kamera für die Protagonisten nicht existiert. Das passt irgendwie nicht zum In Ring Produkt, bei dem man mit Zuschauern und Kamera interagiert.

    Standen hinter diesen ganzen Kontinental-, Länder- und TV- und Gewichtstiteln überhaupt jemals bei einer Liga Regeln und Gimmicks, an die sich auch eine längere Zeit gehalten wurde?

    Also z. B. “US Titel darf nur in den USA ausgekämpft werden“, “Cruiserweight Titel nur bis x Kilogramm“, “TV Titel nur in Fernsehshows“ .... Oder waren das bei allen Ligen eigentlich immer nur Bedeutungslose Bezeichnungen?

    Neben den bereits geschriebenen Gründen für die overness spielt meiner Meinung nach auch die Mega unterhaltsame Geschichte um Billy, seine echten Söhne und seine "adoptierten" Söhne eine Rolle. Die Storyline hat zeitweise für die besten Segmente in den Shows gesorgt. Solche auf Entertaiment und Emotionen ausgelegten Geschichten erreichen die Fans und bleiben hängen. Das Gegenteil von kurzweilig sozusagen. Und das gibt den Protagonisten ein Profil, auf das die Fans reagieren und mit dem sie interagieren können.

    An diesem Beispiel sieht man meines Erachtens, dass Storytelling so ziemlich das wichtigste im Wrestling ist, um möglichst viele Menschen an das Produkt zu binden.


    Ob The Acclaimed die riesigen Erwartungen erfüllen können, muss sich natürlich erst noch zeigen. Aber hier sehe ich eher den/die Writer in der Pflicht. Bowens und Caster haben ihr Talent ja bereits unter Beweis gestellt.

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