Beiträge von Ray Alcove

    Ich hatte das Ende des Originals nicht mehr richtig im Kopf, aber nach kurzem Lesen auf wiki ist das eigentlich das Gleiche wie im Hollywood-Remake.


    Auffallend anders war nur das Setting. Die Geschichte spielt zur Zeit der realen Waldbrände in LA, ähnlich wie die erste Staffel der Morning Show, ansonsten ist das zu ähnlich zum Original. Zu keiner Sekunde schlecht, aber auch nie wirklich sonderlich gut, da bereits bekannt und das Original jetzt auch noch nicht viele Jahre auf dem Buckel hat. Auch das Spiel des mir unbedkannten dänischen Darstellers im Original fand ich um einiges Natürlicher und Runder über die gesamte Spieldauer. Einzig in der Schlussphase fand ich Gyllenhaal stark, dafür überzeugten die Sprecher auf der anderen Seite der Telefonate.

    Ich hab mir vorgenommen, inspiriert von James Rolfe, diesen Oktober an jedem Tag einen Horrorfilm zu sehen.


    Los gings mit Burnt Offerings oder Das Landhaus der toten Seelen. Der Film ist von 1976 und mit Karen Black, Oliver Reed, Burgess Meredith, Eileen Heckart, Bette Davis und Dub Taylor hervorragend besetzt. Und Darsteller und Atmosphäre sind es auch, was diesen Spukhaus-Thriller von herkömmlichen Filmen seiner Art unterscheidet, denn den Grundplot, Familie mit Kind zieht den Sommer lang in ein Herrenhaus ein, dass sie sich unglaublicherweise leisten können, was sie zuerst auch hinterfragen, dann aber doch akzeptieren, kennen wir alle. Gerade Oliver Reed passt einfach perfekt in dieses Genre mit seinen toten Augen.

    Der Film lässt sich Zeit mit dem Spannungsaufbau, bis ich nach mehr als einer halben Stunde lauthals aufschrie, dass doch jetzt etwas Passieren muss - und dann geht es richtig los. Am Freitag habe ich das Kind von Oliver Reed & Karen Black noch für einen fantastischen Schauspieler gehalten, aber wenn ich daran denke, dass Reed das mit mir gemacht hätte, völlig egal ob erwachsen oder als Kind, hätte ich auch gewirkt wie Daniel Day-Lewis ^^ .


    Fazit: ein ruhiger Horrorfilm, der ohne Gore auskommt, den Zuschauer aber ähnlich in den Bann zieht wie das Haus die Familie Rolf. 7 von 10


    Gestern ging es weiter mit A Girl Walks Home Alone at Night. Der Film ist ein Genre Mix im Stile von Let The Right One In, wenn der von Jim Jarmusch inszeniert worden wäre. Die wunderschöne Schwarz/Weiss Fotografie und der zu jeder Sekunde passende Soundtrack sowie die ausgezeichnete, nie aufdringliche Regie sind hervorzuheben. Ebenso besonders ist das Millieu, dass zwar einen fiktiven Ort beherbergt, Bad City, welches mich zusammen mit der kontrastreichen Schwarz/Weiss Kamera an Sin City erinnerte, aber an die Nächte in einer iranischen Stadt angelehnt ist. Dabei wurde allerdings in den USA gedreht, was ich spätestens nach einer Nacktszene der Hauptdarstellerin nachschauen musste, denn ich konnte mir schwer vorstellen, dass das so im Iran hätte gedreht werden können. Der Film ist allerdings ein Erfolg wegen den beiden Hauptcharakteren, für die man richtig gehend mitfiebert, dass sie diesen Ort verlassen können und sich eine Zukunft anderswo aufbauen können, was natürlich dem Ganzen auch eine politische Note verleiht, steckt doch mit Ana Lily Amirpour, eine Regisseurin hinter dem Film, deren Familie den Iran auch verliess. Aber auch ohne die politische Verbindung funktioniert der Film prächtig und schlussendlich hätte nur das Pacing ein bisschen vorangetrieben werden können.


    8 von 10


    Und heute dann The Wailing. Ich weiss nicht, ob es daran liegt, dass ich nur die Crème de la Crème von korenischen Filmemachern zu sehen bekomme, aber es gibt momentan keine besseren visuellen Geschichtenerzähler auf der Welt. Selbst wenn mir schlussendlich ein Film nicht gefällt, wie z.B. A Tale of Two Sisters, bin ich durch die Art und Weise wie diese Regisseure, oft mit relativ wenigen Worten, ihre Geschichten erzählen, von der ersten bis zur letzten Sekunde gebannt darauf, was mir präsentiert wird.

    Der Plot beinhaltet Shamanismus, Bessenheit, Exorzismus fühlt sich aber verwandter zu etwas wie Memories of a Murder, denn im Grunde geht es eher darum, wer oder was ein ländliches Dorf in Korea dazu verleitet durchzudrehen, aus harmlosen Menschen die Killer ihrer eigenen Familien macht.

    Auch wenn ich mit der Auflösung überhaupt nicht zufrieden bin, war das ein aussergewöhnlicher Film, den ich jedem empfehlen kann.


    8 von 10

    1. Cinema Paradiso - Die Kuss-Montage als Höhepunkt, aber da bin ich allgemein beinahe dehydriert.

    2. Up - Die bereits genannte Szene.

    3. Still Life - Die finale Szene. Der Film ist solide, wäre mir aber kaum so in Erinnerung geblieben ohne das Finale, das eine äusserst erdrückende Stimmung in etwas unendlich Poetisches und Schönes verwandelt. Also wie bei Cinema Paradiso eher eine Szene, die mich wegen ihrer Gutherzigkeit bewegt.


    Honorable Mention: Mary and Max - Als Mary Max ihre Tränen schenkt, weil der selbst nicht weinen kann, obwohl ihm oft danach zumute ist und er diese Tränen ein Leben lang aufbewahrt.

    Dune


    Ich mach es kurz: Ich kann mich den Vorrednern nur anschliessen. Bildgewaltig, einzigartige Soundkulisse, lebendige (wenn auch recht unfreundliche :) ) Welten, gute Darsteller, und ein Reigsseur, der sich auf seinem Zenith befindet. Umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass wir quasi nur einen Prolog für etwas noch viel Grösseres gesehen haben, das noch auf uns zukommt.


    8.5 von 10. Abziehen kann ich nur, dass der Film emotional etwas kalt ist, was aber z.T. auch an der Vorlage liegt.

    Ich habe vor ein paar Wochen spontant angefangen so 1-2 Caine Filme pro Tag zu schauen, und bin wirklich begeistert, wie abwechslungsreich sein Oeuvre ist. Selbst Filme von ihm, die allgemein als katastrophal angesehen werden (Der Weisse Hai 4, The Swarm, Beyond the Poseidon Adventure) konnte ich durchaus Gutes abgewinnen.


    Einer meiner absoluten Lieblinge, deswegen ist das heute ein wenig Ausführlicher :-D:


    1. The Dark Knight 10

    2. Batman Begins 9.5

    3. Children of Men 9.5

    4. Mona Lisa 9

    5. Inception 9

    6. Youth 9

    7. Sleuth (das Original) 8.5

    8. The Prestige 8,5

    9. The Man Who Would Be King 8.5

    10. Secondhand Lions 8

    11. The Eagle Has Landed 8

    12. Get Carter (Original) 8

    13. Zulu 8

    14. Play Dirty 8

    15. Interstellar 8

    16. Quills 8

    17. Hannah and Her Sisters 8

    18. Educating Rita 8

    19. Funeral in Berlin 8

    20. The Italian Job (Original) 8

    21. Gambit (Original) 8

    22. Dressed to Kill 8

    23. The Fourth Protocol 8

    24. Little Voice 8

    25. The Cider House Rules 7.5

    26. Deathtrap 7.5

    27. Noises Off... 7.5

    28. Harry Brown 7.5

    29. Without a Clue 7.5

    30. The Last Valley 7.5

    31. Last Orders 7

    32. Kingsman: The Secret Service 7

    33. The Ipcress File 7

    34. Dirty Rotten Scoundrels 7

    35. Is Anybody There? 7

    36. The Billion Dollar Brain 7

    37. Alfie 7

    38. The Wrong Box 7

    39. Eliza Graves 7

    40. The Quiet American 7

    41. The Muppets Christmas Carol 7

    42. California Suite 7

    43. Ashanti 7

    44. The Dark Knight Rises 7

    45. Jaws IV: The Revenge 7

    46. King of Thieves 7

    47. Austin Powers in Goldmember 7

    48. Now You See Me 7

    49. Kidnapped 7

    50. Woman Times Seven 7

    51. Going in Style 7

    52. Escape to Victory 6.5

    53. The Hand 6.5

    54. Sweet Liberty 6.5

    55. Now You See Me 2 6.5

    56. Battle for Britain 6.5

    57. A Shock to the System 6

    58. Miss Congeniality 6

    59. Mr. Morgan's Last Love 6

    60. On Deadly Ground 6

    61. The Statement 6

    62. The Swarm 6

    63. Dear Dictator 6

    64. The Weather Man 6

    65. The Honorary Consul 6

    66. The Black Windmill 6

    67. Sleuth (Remake) 5.5

    68. The Holcroft Covenant 5.5

    69. Flawless 5.5

    70. Jigsaw Man 5.5

    71. Tenet 5

    72. The Island 5

    73. The Last Witch Hunter 5

    74. Beyond the Poseidon Adventure 5

    75. Solo for Sparrow 5

    76. Blame it on Rio 4.5

    77. Bewitched 4

    78. Get Carter (Remake) 3

    79. Blood & Wine 3

    80. Journey 2 2

    81. Bullseye! 1 (der zweitschlechteste Film, den ich je gesehen habe)


    Morgen gehts weiter mit Around the Bend.

    Ich seh mir Dune erst am WE an, kanns aber kaum erwarten. Die Vorlage ist grossartig, ich habe Kindheitserinnerungen an die erste TV-Miniserie, die ich sehr gut fand, und selbst David Lynch's Umsetzung hat seinen Charme. Auch Jodorowsky's Dune kann ich wärmstens empfehlen, über ein gescheitertes Projekt Dune schon in den Siebzigern in die Kinos zu bringen, bei dem später einige Crewmitglieder bei Alien anheurten und den Look mitkreierten. Jodorowsky ist dazu unglaublich charismatisch, man könnte ihm stundenlang zu hören.

    Ich frage mich was Nicolas Cage dazu antreibt solche Filme zu machen? Ein z.B. Adam Sandler, der ja von vielen als einer der schlechtesten Darsteller gesehen wird, macht halt nur das was die Leute sehen wollen: irgendwelche Komödien, die "Lustig" sein sollen. Damit hat sandler aber wenigstens "Erfolg", weil es eben genug Leute gibt, die solche dumme Sachen anschauen.


    Aber bei Cage? Früher eine Top Rolle nach der anderen. Gefühlt war seine letzte wirkliche Top Rollen von 2004 bzw 2005 (Vermächtnis der Tempelritter, Lord of War), Seitdem gehts mehr bergab als bergauf. Zwischendurch macht er hin und wieder mal einen "halbwegs Ok"-Film nur um dann beim nächsten Film mit einer dummen Rolle zu kommen. Ist Cage egal was am Ende aus dem Film draus wird, hauptsache er hat seinen Spaß am Schauspielern? Probiert er deshalb viele Rollen aus?


    Ich wüsste echt keinen anderen ehemals Top Darsteller, der von der Leistung und Qualität her so tief gesunken ist. Einst ein gefeierter Oscar Gewinner, der in Coppala oder Scorsese Filme mitwirkte und jetzt ist er nur noch so ein B-Movie Thrash-Darsteller.

    Cage hatte finanzielle Schwierigkeiten, deswegen begann er einst reihenweise Filme anzunehmen, die unter seinem ehemaligen Status waren. Mittlerweile dürfte es aber auch eher ein Ausleben seiner Schauspielkunst sein und selbst früher hatte er immer wieder in "besonderen" Rollen wie Vampire's Kiss oder Deadfall mitgewirkt und selbst bei den grossen Regisseuren trat er oft in untypischeren Filmen wie eben Bringing Out the Dead auf, anstatt Casino.


    Ich hab damit kein Problem, weil er selbst in dem grössten Schund immer alles gibt, was z.B. Bruce Willis nicht tut, der viel tiefer gefallen ist und noch länger ein A-Lister war.


    Ausserdem ist Cage privat sehr exzentrisch, da finde ich es nur natürlich, dass sich das in seiner Vita widerspiegelt. ^^

    Erst sieben Filme von ihm gesehen, darunter drei starke Godards (von vielleicht vieren, die ich von ihm mag).


    1. Breathless/ à bout de souffle (Hier ist das Wort Meisterwerk für einmal angebracht)

    2. Pierrot le Fou (sehr originell und charmant)

    3. Une femme est une femme (sehr witzig)

    Wie ich so absolut keine Ahnung habe, wo ich in dem Franchise aufgehört habe. :-D:


    Dabei fand ich alle Filme, die ich gesehen habe, unterhaltsam. Nur gab es davon bei Pro 7 einmal einen Marathon, weswegen sich wohl meine Erinnerung ziemlich vermischt hat.


    IMDB sagt, dass ich die ersten Sieben gesehen habe, :knuddel: deshalb danke für den Tipp.

    Da ist vielleicht auch das Problem, dass ich die Busszene, die ich für die beste Actionszene im Film halte, trotzdem einfach noch einmal besser in Nobody gesehen habe, wo ich auch wirklich das Gefühl bekomme, dass sich da Menschen auf die Fresse hauen wollen. Selbst in der Szene ist halt so viel Computer dabei.

    Die Mythologie und vor allem die Beziehung zwischen Shang Chi und Katie gefiel mir am Besten (auch wenn da sehr viel aus anderen Quellen genommen wurde und vom Originalen Master of Kung Fu Run wenig übernommen wurde, leider.).

    Davon abgesehen bleibt es natürlich nicht aus, dass ich mit ihr fühle und aufgrund meines Mitgefühls auch unter der potenziellen Erkrankung leide. X dies mitzuteilen fällt mir allerdings schwer, weil mögliche Konsequenzen sein könnten, dass der Kontakt weniger wird oder X mir nicht mehr/ weniger von ihrer Gemütslage berichtet (eben weil sie mich nicht verletzten möchte).

    Wenn es zu viel für dich wird, solltest du das unbedingt mitteilen, denn deine Gesundheit geht vor und ist deiner Person wahrscheinlich auch wichtiger als ihre eigene Situation, weswegen ich nicht glaube, dass die Beziehung darunter leiden würde.

    Du könntest ihr genauso mitteilen, dass gerade diese Möglichkeit einem Psychologen unzensiert (denn es ist gut möglich, dass sie trotz ihrer Offenheit vielleicht immer noch Sachen auslässt, gerade um dich nicht zu verletzen) alles an den Kopf werfen zu können, was in einem lodert, finde ich, ist der Hauptgrund, warum ich noch zu einem Psychologen gehe.


    Ich habe selbst Dysthymie, was so etwas wie eine längerfristige Depression ist, oder wie ich es gerne in Bluestönen beschreiben: "I've been down so god damn long, down looks up to me" :) ; und bei mir ist es wirklich so, dass ich, mir unterschiedlich nahe stehenden Personen, unterschiedlich viel erzähle, aber niemandem alles, und wenn nur in moderatem Ton, da ich genau weiss, wie verletzend es sein kann, zu offenbaren, wie dreckig es einem manchmal geht.


    Z.B. habe ich heute in der Kinopause meinem Begleiter erzählt, als er mich auf meine kommenden Module an der Uni ansprach, wie schwer es mir momentan fällt, auch nur aufzustehen, geschweige denn mich für Module anzumelden, dass ich normalerweise so auf einem 50/50 Level von Leben wollen/Sterben wollen stehe, das Pendel aber momentan klar negativ ausschlägt. Ihm konnte ich das sagen, weil ich ihn nicht mehr so oft sehe und er ein sehr geregeltes Leben hat - Freunde, die ich ambulant kennen gelernt habe, würde ich so etwas nicht sagen, und wenn dann stark zensiert mit: "Nein, mir geht es momentan nicht gut, danke der Nachfrage."


    Aber natürlich stimmt der Grundtenor, dass sie das selbst einsehen muss, aber ich litt auch lange unter dieser Fehldiagnose, dass ich in früheren Situationen selbst den Karren aus dem Dreck gezogen habe, meistens wurde da nur sehr viel Negatives geschluckt, dass sich leider ansammelt.


    Ich hoffe aber das es ihr bald besser geht und dass sie weiss, was sie an dir hat. :thumbup:

    Ich komme auch gerade von Shang Chi und er hat mir so ziemlich auf dem Level gefallen, den ich erwartet hatte. Ich kann mit einer Ausnahme eigentlich die Review von legacy übernehmen, nur die Action fand ich selten überzeugend, zu CGi-lastig, und dieses war nicht immer berauschend.


    Die Geschichte nahm richtig Fahrt auf sobald man in San Francisco landete. Den Prolog fand ich ganz schlimm, gerade der "Vorspiel-Kampf" zwischen Shangs Eltern erinnerte mich an Ben Afflecks Daredevil Film, dass war aber wenigstens bekloppt genug, um noch unterhaltsam zu sein.


    Insgesamt bin ich bei 6.5. War ganz okay, werde ich aber kaum noch einmal sehen.


    P.S. Ich freu mich aber auf den Eternals Film, da sah das CGI grossartig aus.

A N Z E I G E