Beiträge von LostInWeb

    Ich glaube, Yuta/Garcia als eine Art ewige Rivalen hätte durchaus was, weshalb ich Matches der beiden gegeneinander nicht schlimm finde.

    Habe ich auch nicht, nur eben in Cardregionen, wo sie derzeit besser aufgehoben sind.


    beide würde ich aber trotzdem nie als Charismabomben bezeichnen.

    Ich auch nicht, aber das muss ja auch nicht sein. Man muss sie dann eben den Stärken entsprechend booken, nur müssen dafür auch erstmal alle Grundlagen stimmen. Mit dem richtigen Gimmick geht das schon und sie sind auch erstmal sehr gut in den Stables um die Erfahrenen wie Jericho, Regal oder Danielson aufgehoben.


    Yutas jetzige Fehde mit MJF kann ihm da gut tun, mehr Erfahrung zu sammeln, auch wenn er gegen ihn am Mic immer den Kürzeren ziehen wird, aber letzten Mittwoch hat er das ganz gut gemacht mMn.

    Ja, ich fand das von ihm auch überraschend gut. Der Junge kann schon reden, wenn er natürlich auch gegen einen MJF komplett untergeht (aber wer nicht?). Das wäre vielleicht auch das einzige, was ich so ein wenig kritisieren würde daran: direkt in Mikrofonduellen gegen MJF, ist vielleicht ein bisschen früh, aber Praxis bleibt Praxis und kann ihm nur gut tun. Der Beatdown war nebenbei auch gut und wirkte nicht zu overacted auf mich von ihm. Da geht also definitiv was, würde ich sagen.


    Bei Takeshita hoffe ich auch, dass er eine längere Story bekommt, wenn er wieder da ist. Sein Ziel ist es ja, ständig in den USA zu arbeiten und AEW ist da mMn die perfekte Anlaufstelle. Gebt ihm den All Atlantic Title und ab dafür, da er eh so viel nebenbei auftritt und später gerne mal TNT Champ.^^

    Jap.


    Aber bevor wir hier noch weiter wegkommen vom eigentlichen Thema, lässt sich ja festhalten, dass wir durchaus auf dasselbe hinauswollen, aber leicht andere Ansätze/Herangehensweisen haben, wie das passieren sollte/könnte bzw. möglich ist. Was auch vollkommen okay ist, weil es hier mMn eben kein schwarz/weiß, sondern eher Graustufen gibt und das Ergebnis, ob gut oder schlecht, werden wir erst in ein paar Jahren sehen.

    Ja, wir sind uns einigermaßen (un)einig, das sollte dann auch erstmal reichen. Zumal es eigentlich wirklich nicht mehr um Ratings geht. Können wir dann hier beenden. Bis zur nächsten Diskussion. Wir wissen beide, sie wird kommen ...

    MJF finde ich als Vergleich zu Yuta ein wenig unfair, weil MJF einer DER Stars der Zukunft wird und er immer in hochklassigen Fehden war, sei es mit Cody, Mox, Jericho, Wardlow und vor allem Punk.

    Es ging mir bei dem Vergleich auch nicht um die Person, sondern die Herangehensweise. Yuta ist kein MJF, keine Frage und wird er auch nie sein (deshalb ja auch mein Verweis auf das Talent von MJF, der einfach dazu gemacht ist, ein großer Star zu werden; im Grunde kann man bei ihm kaum was falsch machen), aber Yuta zeigt durchaus Potenzial dazu, am Mikrofon was zu liefern und auch eine Rolle einigermaßen rüberzubringen. Natürlich ist das alles bisher noch auf wackeligen Beinen, aber die Grundlagen sind mMn erkennbar. Und das ist ja exakt mein Punkt: Yuta braucht keine Main Event Matches, um ein "Star" zu werden, sondern Promos, Segmente und Storys, weil das a) seinen Charakter schleift und b) vor allem, diese Grundlagen ausbaut, verbessert und verfestigt.

    Gerade im modernen Wrestling, wo die Matches ohnehin immer Highlights sind (also zumindest in den Augen der Meisten; mich nicht eingeschlossen) muss man die anderen Fertigkeiten ausbauen. Das In-Ring-Work ist ja ohnehin vorhanden - natürlich auch verbesserbar, aber auch da muss man dann einfach sagen, dass ein Yuta oder Garcia mehr davon profitieren, gegen einen Danielson in einem Ring zu stehen, als gegeneinander.


    Für mich war der ME von Yuta/Garcia eher für Garcia und deshalb passte es für mich. Yuta war da nur für eine Sache da, ihn gut aussehen zu lassen. Das kann man durchaus kritisieren, dass da mehr drin gewesen wäre, indem man Yuta nochmal etwas mehr in Szene setzt vorher, aber so schlimm, dass beide da nichts zu suchen hatten, fand ich es dennoch nicht.

    Das ist eben der Punkt, wo wir komplett unterschiedliche Ansichten haben und auch nicht auf einen Nenner kommen werden. Yuta hatte da nicht nur nichts zu suchen, weil er zu dem Zeitpunkt keinen Charakter und keine Story mit Garcia hatte. Der hatte da auch nichts zu suchen. Eben weil beide nicht das Standing hatten und auch jetzt nicht haben, im Main Event zu stehen.

    Ich sags mal so: der Main Event ist im Grunde das Hauptelement einer Show und da sollte eben ein Match stattfinden, auf das die Zuschauer hinfiebern und nicht eins, bei dem sie abschalten. Das ist einfach grundsätzlich Quatsch. Der Main Event ist im Grunde DAS Verkaufsargument. Nehmen wir mal an, ich bin ein Zirkusdirektor und ich habe einen Drachen. Was mache ich dann? Bringe ich den Drachen zum Schluss, damit die Leute die gesamte Show sehen oder bringe ich den Drachen frühzeitig und bitte die Leute, sitzen zu bleiben, denn am Ende zeige ich ihnen auch noch eine Ziege?

    Soll heißen: in den Main Event gehören Leute, für die eingeschaltet wird, weil das eben auch allen anderen dient. Niemandem hilft es, wenn frühzeitig abgeschaltet wird, aber jedem hilft es, wenn so viele wie möglich bis zum Schluss dranbleiben. Das hat ja auch nichts mit Zahlen oder Ratings zu tun, sondern einfach mit dem Nutzen und dem Sinn eines Card-Aufbaus.

    Glaub mir, ich bin jemand, der mit Strukturen nicht wirklich viel anfangen kann, aber es gibt einfach gewisse etablierte Strukturen, die ihren Sinn haben. Das ist zum Beispiel die Erzählstruktur von Geschichten, die sich über hunderte Jahre etabliert hat und eben auch die Struktur einer Wrestling-Card, die sich über Jahrzehnte festgesetzt hat. Es ist sicher sinnvoll, Strukturen auch zu durchbrechen (wie gesagt, tue ich das selbst gerne), aber dann auf eine Weise, die einen Nutzen für das Gesamtgefüge hat und das war hier einfach absolut nicht der Fall.


    Bei Garcias Entwicklung unterscheide ich zwischen eben dieser und seiner Story. Die Story entwickelt sich langsamer, aber für mich hat er als Charakter seit Beginn der Fehde mit Danielson einen sehr großen Sprung gemacht, der jetzt noch weiter ausgebaut wird, je länger die Fehde andauert. In Storyline wird das alles noch dauern, bis er wirklich gegen Jericho turnt, aber alleine sein Standing hat sich verändert, er ist mehr over etc., das meinte ich eher mit seiner Entwicklung.

    Okay, wir meinen das gleiche, haben es nur unterschiedlich ausgedrückt. Ich ergänze aber noch, dass natürlich die Story die Entwicklung bedingt, denn ohne diese Story, gäbe es diese Entwicklung nicht. Das meinte ich mit dem 2-Wochen-Turn-Vergleich. Dann wäre diese Entwicklung bereits zuende, weil die Story ja vorbei wäre. So macht man es eben richtig und baut das langsam auf, damit diese Entwicklung sich nach und nach etabliert.


    Stable Fehden sind oder können mMn auch durchaus schwierig sein, aber irgendwie haben alle Beteiligten eine übergeordnete Story. Ich kann verstehen, wenn du dir da mehr direkte Konfrontation zwischen beiden gewünscht hättest, das hätte das ganze wohl noch abgerundet. Ich fand es so auch voll in Ordnung, nicht perfekt, aber in Ordnung.

    Wie gesagt, da kommen wir aus unterschiedlichen Richtungen. Ohne Grund, interessiert mich das Match dann eben nicht.


    CCs Verbindung war aber auch schon vorher da, immerhin hat er Jericho zum Aufgeben gebracht bei Blood & Guts, dennoch hatte er wenig bis kaum etwas mit 2.0 zu tun und Jericho war nicht am Ring, als Danielson sein Match hatte. Die "Hauptverbindung" war Jericho, aber da Danielson im BCC ist und JAS eingriff, half CC eben aus, aber eigentlich müsste er ja auch eher gegen Jericho Fehden wie Danielson. Wie gesagt, ich finde die Verbindungen/Eingriffe des eigenen Stables gegen das "gegnerische" Stable nicht schlimm, selbst wenn man nicht direkt in der Fehde involviert ist. Es wäre für mich eher komisch, wenn das eigene Stable nicht helfen würde.

    Ja, es kommt halt auf die Umsetzung an. Ein Eingriff bzw. Ausgleichen der Verhältnisse, wie hier bei CC ist aber auch noch mal was anderes als ein Match zwischen Stable Guy A und Stable Guy B. Aber ja, die Verbindungen sind da fließend und gefallen mir nicht immer. Wie gesagt, bei CC fand ichs jetzt okay, bei dem Match wars mir zu weit weg von aller Erzählung. Ist mir dann zu simpel.


    Matches ohne Aufbau wird man aber immer mal wieder haben und auch wenn ich da deinen Punkt verstehen kann, finde ich das nicht wild, wenn ich einfach weiß, dass es entweder in den Aufbau/Story eines Charakters passt oder ich geiles Wrestling bekomme. Aber da scheiden sich ja die Geister, siehe Takeshitas Auftritte bei AEW, ich fand die Matches allesamt klasse, andere nicht, weil es "nur" Matches waren.


    Keine Frage, da kann man es nie allen recht machen. Grundsätzlich gibt es da auch für mich natürlich noch Abstufungen. Ganz schlimm war bspw. jetzt Starks Match gegen Jobber Joe bei Dynamite, was einfach zu gar nichts geführt und keine Verbindung zu irgendwas hat.

    Takeshita bspw. gefällt mir auch, aber ich habe eben keine Bindung zu ihm, wenn der einfach nur in Matches geworfen wird. Da hoffe ich dann bei seinem nächsten Besuch auch mal auf ein wenig Story. Sein Englisch ist auch nicht verkehrt, dem kann man also auch mal für ein paar Sekunden ein Mikrofon in die Hand drücken, um da was zu machen. Das gleiche gilt nebenbei auch für Bandido.

    Den kenne ich schon aus MLW, aber auch da nur aus Matches. Ich mochte ihn dort und ich mag ihn auch bei AEW, aber rein durch Matches hält das bei mir 5 Matches an und dann habe ich alles gesehen, was ich sehen wollte. Ich brauche da einfach Narrative, sonst bin ich ganz schnell raus.

    Es nutzt sich eben ab. Ist wie mit Spotfests. Ich habe jetzt jeden Leiterspot dreihundert mal gesehen. Gebt mir mal wieder ein Laddermatch mit ner Story drin, dann hab ich wieder Bock drauf.

    Ich glaube, beim Momentum reden wir gerade ein wenig aneinander vorbei. Yuta hatte für mich bei deren ME auch kein großes Momentum mehr, das hat er jetzt erst langsam wieder, ja.

    Noch mehr Grund, ihn zu dem Zeitpunkt in keinen Main Event zu stellen. Ansonsten sind wir uns ausnahmsweise mal einig. Aber auch jetzt gehört der mMn nicht in einen Main Event. Das Match gegen MJF darf gerne in der Mitte der Show stattfinden, auch wenn MJF demnächst in den Main Event sollte. Aber eben auch gegen Gegner, die dort ebenfalls hingehören.

    Und MJF ist da auch ein sehr gutes Beispiel, wie man jemanden aufbaut, ohne dass er großartig in Main Events stehen muss (vermutlich hatte er den ein oder anderen auch dazwischen, keine Frage). Der Mann hat einen Charakter, hat eine übergeordnete Story und natürlich nutzt es ihm auch einiges, dass er einfach Talent ohne Ende besitzt, keine Frage. Aber MJF ist zu einem "Star" geworden, indem er einfach Geschichten im und außerhalb des Rings erzählte mit seinen Gegnern. Das ist der Weg, den man eben gehen muss. Wie man es ja jetzt hoffentlich zum Beispiel auch mit Yuta macht. Oder auch Hobbs oder Starks. Man muss nur dann auch dranbleiben. So schafft man Interesse und dann langfristig auch Main Eventer, wenn man mich fragt.


    So gemächlich finde ich Garcias Entwicklung jedoch nicht,

    Naja, man baut das ganze halt schon recht langsam auf, was auch absolut richtig so ist. Man spielt seit Wochen damit, für welche Seite er sich entscheidet und dabei entwickelt er halt mehr Charakter. Die Entwicklung ist doch recht eindeutig verfolgbar gewesen. Vor einiger Zeit hat er sich selbst noch als "Sports Entertainer" bezeichnet und nach und nach hat er sich innerhalb dieser Story davon weg und einen solideren Charakter entwickelt, der sich jetzt auch klar gegen das "Sports Entertainment" stellt. Das war aber eben nicht von heute auf morgen, sondern eben über viele Wochen, also ich würde das schon als gemächlich bezeichnen. Das Gegenteil wäre ja gewesen, wenn er nach 2 Wochen gegen Jericho turnt und das Ding quasi auserzählt ist.


    Dass Stable Mitglieder automatisch in der Story ihrer Leute mit drin sind, würde ich aber schon sagen.

    Stables sind mMn irgendwie nie nicht in den Fehden ihrer Leute involviert.

    Ja, das ist so ein grundsätzlicher, mir bekannter Gedanke, den ich einfach nicht teile. Ich mag Stables wirklich gerne, aber sehr häufig nutzt man das halt auch einfach um Matches zwischen zwei Workern hinzuknallen, einfach nur, weil die Stables halt miteinander fehden. Das macht AEW glücklicherweise nicht all zu häufig, aber bei Garcia und Yuta war das mMn schon der Fall. BCC und JAS sind in einer Fehde und klar sind dadurch Yuta und Garcia beteiligt, aber deren gemeinsame Interaktion im Vorfeld war quasi nicht vorhanden. Ich glaube, es gab da ein Interviewsegment vorher, wo Garcia auf Yuta einging (und eventuell auch umgekehrt) und das war schon, als das Match angesetzt war, wenn ich mich jetzt nicht völlig irre. Das ist mir einfach grundsätzlich zu wenig. Nicht nur für nen Main Event. Ich komme aber eben auch aus der "Ein Match ohne Aufbau ist Zeitverschwendung"-Ecke. Bei nem Main Event wiegt das dann nur schwerer.


    CC trug Cool Hand auch weg vom Ring, obwohl Danielson primär gegen Jericho fehdet.

    Ja, aber da hat man die glasklare Verbindung zu CCs Titelverlust gegen eben jenen Jericho. Das ist noch mal was anderes, finde ich.


    Um neue Stars aufzubauen, opfert man meistens zu Beginn ein paar Ratingzahlen.

    Ja, den Punkt habe ich verstanden, sehe ich aber nun mal anders. Meiner Meinung nach opfert man Ratings und baut dabei gar nichts auf. Mir geht es dabei auch nicht um die Ratings, die sind nur eben hier im Thread logischerweise der Gradmesser. Es geht mir darum, dass ich prinzipiell nicht glaube, dass irgendjemand davon profitiert, auf diese Weise in einem Main Event zu stehen.


    Deshalb ist der letzte Satz auch eher etwas krude, denn eigentlich treffen hier nur zwei Ansichten aufeinander.

    Korrekt. Und was soll daran krude sein? Das ist eben die Grundlage einer Diskussion.

    Zudem fand die Ausgabe vor knapp einem Monat statt, da zu sagen, dass sie nun auf dem Weg sind gute Charaktere zu werden, es aber vorher nicht waren, ist irgendwie komisch. Bei Yuta sehe ich es eher so, dass er an Momentum verloren hat und damals bei seinem Beitritt zum BCC viel hotter war und Garcia befand sich da längst in der Fehde mit Jericho/Danielson und wurde konsequent aufgebaut.

    Charakter ungleich Momentum. Das eine ergibt das andere, aber das passiert nun mal nicht automatisch.

    Yuta hatte eine kurze Phase bei seiner Einbindung in den BCC, seitdem ist da nichts mehr passiert, jetzt entwickelt er einen Charakter in der Fehde mit MJF. Der hat alleine in dieser Woche mehr Charakter gezeigt als seit seinem Einzug in den BCC gesamt.

    Garcia ist schon lange in der Story (die nebenbei zu keinem Zeitpunkt was mit Yuta zu tun hatte, aber lassen wir das Fass einfach zu), aber die Entwicklung ist ja nun mal recht gemächlich und in einem Monat hat er da eben mehr Charakter entwickelt, ist ja logisch, weil er eben da konsequent in eine Geschichte einbezogen wird, wie du sogar selbst sagst.

    Also ja, die haben beide heute mehr Charakter als sie zum Zeitpunkt des Main Events hatten. Einen Main Event zwischen den beiden würde ich aber auch nächste Woche kritisieren, weil sie nichts miteinander zu tun haben. Nur, weil sie eben in den Stables sind, die gerade miteinander fehden, hat man da nicht automatisch eine Story zwischen den beiden. Castagnoli hat ja auch keine Story mit MJF, nur weil Yuta mit dem fehdet und beide im BCC sind.


    Ich verstehe wiederum einfach nicht, wo diese Angst herkommt, einfach Mal einzusehen, dass da was falsch gemacht wurde.

    Konnte mir neulich schon niemand beantworten und wird auch jetzt niemand können.


    Ich verstehe einfach nicht, wie man sich bei einem ME der beiden so aufregen kann.

    Wer regt sich denn auf? Wir diskutieren, dafür ist der Laden hier nun mal da. Und bisher kamen beiderseits valide Argumente. Sehe da nichts von Aufregung.

    Man hat genug Gute Charaktere,

    Und die Hauptakteure sind nun mal alle kurzfristig weg.

    Da muss man sich auch mal fragen, wie realistisch die eigenen Erwartungen als Fan sind.

    Nö, muss ich nicht, denn ich rede hier unter anderem von Yuta gegen Garcia, da waren alle da und man hätte jeden anderen in den Main Event stellen können. Und die waren zu dem Zeitpunkt sicher viel, aber keine guten Charaktere. Auf dem Weg dahin sind sie jetzt.

    Ob man genug gute Charaktere hat ist auch absolut subjektiv. Wenn die Leute im Main Event diesen eben nicht haben, haben sie da einfach nichts zu suchen. Dann muss man halt die genügenden da rein stellen, die den haben. Und wenn man das nicht hinkriegt, hat man vielleicht doch nicht genug gute Charaktere. Oder man setzt die, die man hat, einfach komplett falsch ein und killt deren Momentum.

    Ich sehe nebenbei auch nicht, wo es zu viel erwartet ist, nicht einfach irgendwelche Matches in den Main Event zu schmeißen und mir im Vorfeld eine Geschichte zu erzählen, die dieses Match legitimiert und für mich spannend macht.

    Aber auch hier wie bei Nyx, wir haben da einfach andere Ansichten. Belassen wir es dabei.

    Die Kritiker, die allen Ernstes die jungen Worker in der „Schuld“ für fallende Ratings sehen, braucht man nicht ernst nehmen.

    Wie soll man neue Worker aufbauen, ohne ihnen das Vertrauen zu schenken?

    Durch gescheite Storys und Charaktere. Das führt zwangsläufig in meiner Auffassung immer weiter als Main Events um Titel 23 von 40 oder das drölfzigste Acht-Sterne-Match.

    Die Story war doch aber bei Yuta und Garcia vorhanden. Ja, beide haben vielleicht zu wenig direkt miteinander interagiert, aber der ganze Weg von Garcia weg vom Sports Entertainer hin zum Pro Wrestler und dass es dann gerade um den Pure Title geht und gegen Yuta im BCC, das hat alles absolut gepasst und war stimmig und gehört zum Aufbau von Garcia. Zugegeben, Yuta kommt etwas kurz, aber für Garcia hat es perfekt in seine Story mit der JAS und dem BCC und seiner Zerrissenheit gepasst. Hingerotzt war da absolut gar nichts.


    Vielleicht muss man es mal so sehen....wenn immer nur dieselben Leute im ME stehen, nimmt man auch nur diese als Main Eventer wahr und andere nicht. Sollten die dann mal auf eben diese Topguys treffen, würde man sie noch weniger als Gefahr sehen oder dass sie dahin gehören, als wenn sie schonmal einen ME bestreiten durften. Man schafft so etwas mehr Profil/Aura etc. auch für andere Wrestler, die irgendwann in Zukunft eben auch den ME bestreiten werden, denn sie sind irgendwann die Zukunft. Wann und wie man damit anfangen kann/sollte, darüber kann man sicher reden, aber schlimm ist das mMn nicht, eher im Gegenteil. Es hilft den Workern auch mal ME Luft zu schnuppern und zu worken.


    Letztlich wird es bei jedem die Zeit zeigen, wer sich wie etablieren kann und wer nicht, richtig. Hin und wieder mal so ein "Experiment" wagen, ist mMn aber alles andere als falsch oder schlecht.

    Joa, ich widerspreche in allen Punkten, aber wir haben da einfach völlig unterschiedliche Ansichten. Belassen wir es dabei.

    Also das ist ja nun auch etwas undifferenziert oder?

    Als wäre es für jemanden wie Garcia überraschend da er nicht zieht wie ein Jericho.

    Im Gegenteil man belohnt die Worker mit dem ME weil man ein klares Zeichen für die Zukunft setzt.

    Nein, deute die Anführungszeichen. Du hast dann immer die Kritiker, die es darauf schieben, dass die Personen keine Draws sind. Das kann man den Workern nicht vorwerfen, das hindert aber nicht daran, dass das passiert und diese so unnötig in der Kritik stehen. Und was bringt es mir bitte, zu sehen, wer vielleicht in 3-4 Jahren mal zurecht im Main Event stehen wird, wenn ich jetzt nur sehe, dass sie da derzeit nicht stehen sollten?


    Man kann nicht immer nur knallhart nach den Zahlen gehen, das hat u.a. WWE mit den Legenden immer wieder gemacht, die man zurückgeholt hat für kurzfristige Ratings und es wurden keine neuen Stars aufgebaut.

    Sage ich auch nicht, man kann aber, wenn man schon diese Schiene fahren will, wenigstens eine kreativere Herangehensweise pflegen, anstatt solche Matches einfach in den Main Event zu rotzen und nur dadurch zu legitimieren, dass ja irgendeiner von den 300 Titeln auf dem Spiel stehen, die momentan durch die Shows gezogen werden. Gerade bei Garcia und Yuta hatte man wochenlang Zeit, dieses Match auch Main Event würdig aufzubauen, denn die waren immer da, man hat aber einfach gar nichts gemacht und das ganze halt durch diesen ROH-Titel (davon fange ich besser gar nicht erst an) und so ein ganz kleines bisschen durch die zu der Zeit laufende JAS-BCC-Fehde zu legitimieren. Das reicht nun mal einfach nicht und da können noch tausend Wrestling-Puristen um die Ecke kommen und das Gegenteil behaupten, aber reines Wrestling drawt auf lange Sicht einfach nicht. Es geht immer auch um Geschichten und die kommen im Main Event von AEW momentan einfach viel zu kurz und das wiegt dann logischerweise noch schwerer, wenn da dann zwei Worker stehen, die da eigentlich nichts zu suchen haben.

    Mal davon abgesehen sehe ich den Vorteil nicht, wenn das Match ne halbe Million weniger Leute im Main Event sehen, statt es in der Mitte der Show zu bringen, wo ein Großteil dieser 500.000 vielleicht dranbleiben würde, aber das wäre dann halt wieder Zahlenjongliererei, die ich hier jetzt auch nicht zu kleinlich vertiefen will, weil sie mir auch nicht so wichtig ist. Ich finde den Ansatz, den man in diesen Fällen fährt, nur absolut falsch, unabhängig von den Zahlen und den Namen und sehe nicht, wie das irgendjemandem was bringen soll, aber die Zeit wird wohl zeigen, ob ich damit falsch liege.

    Sollte das in jeder zweiten oder dritten Sendung passieren, könnte ich die Kritik sogar noch besser nachvollziehen, aber so wie es jetzt ist, finde ich das vollkommen passend und ich freue mich einfach für die Wrestler, die dann den ME bestreiten dürfen.

    Im Grunde passiert das momentan in jeder zweiten oder dritten Sendung, aber da haben wir mal wieder unterschiedliche Auffassungen. Ich halte es nämlich auch nicht für eine Belohnung in dem Sinne, wenn die Worker im Main Event stehen dürfen und dann "wegen ihnen" die Ratings fallen. Ganz im Gegenteil.

    Mox ist aber ein größerer Draw als Jericho und dessen Match fand viel früher in der Show statt. Bei einem unbekannten Wrestler (zumindest für die meisten) im ME kann es schon passieren, dass Leute früher abschalten.

    AEW hat das schon öfters gemacht und Meltzer eben auch diesen Grund aufgeführt, dass es dazu da ist, neue Main Eventer einzuführen bzw. dem Publikum näher zu bringen. Dazu muss man manchmal das Rating "opfern", aber nur so kann man den Zuschauern langfristig zeigen, dass jemand wie Bandido in den ME gehört und man schafft so neue Stars.

    Klar, das mag nicht immer klappen und man muss da auch viel probieren, aber hin und wieder ist das mMn vollkommen okay, wenn man so neue Leute aufbaut.

    Ich persönlich würde dieser Taktik ja vehement widersprechen. Ja, um neue Stars zu schaffen, müssen diese zwangsläufig auch in die Main Events. Damit das Früchte trägt, muss aber erstmal ein gewisses Standing etabliert werden und das hat ein Bandido bei AEW einfach nicht. Man wirft da einfach viel zu häufig Leute einfach in die Main Events rein, ohne, dass da ein tatsächlicher Sinn hintersteckt.

    Würde man solche Matches wenigstens im Vorfeld in den Shows aufbauen, hätte ich sogar noch einigermaßen Verständnis dafür, aber so hat das mMn absolut keine Wirkung und man opfert die Ratings für absolut gar nichts. Vor allem, wenn man im Vorfeld nicht mal weiß, ob Bandido noch mal bei AEW auftritt, einen Vertrag unterschreibt oder sonstwas.

    Das ist mir persönlich alles viel zu random, was da bei Dynamite in den Main Events abgeht. Yuta, Garcia, die da noch nichts zu suchen haben und ohne Aufbau da reingeschmissen werden, Gäste, wie Bandido und Ospreay, die danach nicht mehr auftauchen. Das taugt so absolut nix, wenn man mich fragt und ich frage mich auch ernsthaft, wie man sich von dieser Taktik verspricht, neue Main Eventer zu etablieren, wenn die Beteiligten sonst zu keiner Zeit so dargestellt werden oder eben anschließend wieder weg sind. Im Grunde würde das ja nur funktionieren, wenn die dauerhaft in den Main Events stehen, aber das ist ja einfach nicht der Fall. Und selbst dann, müsste da immer noch mehr kommen, als einfach nur Matches.

    Wie man bspw. Garcia und Yuta jetzt bookt, macht man es richtig. Sie haben beide ein richtiges Programm, kriegen Promos (ob die gut oder schlecht sind, sei mal dahingestellt) und fehden mit Workern, die über ihnen stehen. Sieg oder Niederlage sind da dann auch nicht wichtig, weil sie davon profitieren. Sie einfach gegeneinander um irgendeinen Titel in einen Main Event zu schmeißen bringt hingegen Null.

    Lediglich Garcia gefällt mir nicht. Es passt einfach nicht zu einem Profi-Wrestler, wenn er da dasteht wie ein kleines zehnjähriges Kind. Ich hoffe, dass er zunächst auf die Seite von Danielson wechselt und dann aber nochmal Heel turnt - Aber dabei nicht wieder zu Jericho zurückkommt, denn er ist als Entertainer einfach vollkommen falsch aufgehoben. Als Lone-Wolf/Kampfmaschine im Benoit-Stil, könnte er aber seinen Weg gehen.

    Das ist auch fast die einzige Rolle, die ich ihm zutraue (und selbst die nicht ansatzweise so gut wie Benoit). Ich weiß nicht, Garcia gibt mir einfach nix. Rein wrestlerisch natürlich gut, aber sonst ist da nix. Der strahlt auf mich nichts aus, hat kein gutes Mic-Work und stellt auch irgendwie nichts dar. Ist einer der wenigen, bei denen ich nicht traurig wäre, wenn der einfach zu ROH verschwinden würde, wenn es dafür mal ne eigene Show geben sollte.

    Das sind plausible Punkte von euch. Aber man versucht halt aus der Story etwas zu machen. Insgesamt aber ist es egal. Viele Performer, egal ob Face oder Heel sind auch schlicht eine Mischung aus beidem und genau das sind Wrestling Shows insgesamt auch. The Acclaimed sind ein Beispiel wo man Faces dem Entertainment zuordnen kann. Es gibt also nicht wirklich eine klare Abgrenzung und es wirkt, als sei die Story beim fachsimpeln waehrend einer Aftershow Party in nicht mehr ganz nuechternen Zustand entstanden.

    Ja, wie gesagt, die Übergänge sind da ohnehin fließend und deshalb muss man da auch mit der nötigen "Suspension of Disbelief" reingehen. Das ist halt eine dieser Storys, wo man im Grunde jetzt schon weiß, dass man die AEW jederzeit um die Ohren hauen könnte, weil sie im Gesamtkontext keinen Sinn ergibt, weil im Grunde niemand außer der JSA irgendwelche entertainigen Inhalte bringen dürfte. Da muss man sich dann halt drauf einlassen.

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