Beiträge von StefanM

    Hier erstmal noch der offizielle Showbericht der GWF:


    Zu Brawlers Kritik daran, Kara in das Loserweight-Titelmatch zu stellen:

    Ich sehe das erstmal positiv. Positiv für Kara, die dadurch ein weiteres Booking in Berlin bekommt. Das spricht schon für sie, und dafür, dass sie den GWF überzeugt zu haben scheint. Immerhin lässt man sie aus Hessen bis nach Berlin kommen, statt einfach jemanden von den eigenen Leuten einzusetzen. Selbst wenn sie verliert und den Titel bekommt, sichert ihr das erstmal weitere Einsätze vor einem größeren Publikum. Auch positiv dafür, dass es damit ein weiteres Match mit Frauenbeteiligung geben wird. Wäre es ein Drama, wenn der (männliche) Champion gegen eine Frau verliert? Müssen Männer immer besser als Frauen sein? Ich denke, das haben GWF-Wrestlerinnen wie Wesna und Nikita schon öfters gezeigt. Der Loserweight-Champion ist offiziell der schlechteste Wrestler der GWF, der kann auch gegen Frauen verlieren. Daher einfach mal abwarten, was die GWF draus macht.

    Stephanie Maze ist klasse, und nach ihren bisherigen Leistungen in der wXw die logische Wahl.

    Ihre Gegnerin sagt mir gar nichts. Müsste man die kennen?

    Eigentlich schade, dass man im deutschsprachigen Raum sonst niemanden zu finden scheint. Baby Allison war schon in wXw & Academy aktiv und stand erst bei der GHW im Ring. Jessy Jay kann man aus Österreich holen, sie hatte schon einige großartige Matches gegen Stephanie Maze.

    Die GWF bekommt auch ein gut besetztes Gauntlet Match mit 6 Frauen hin. Da sollte bei der wXw doch ein bisschen mehr drin sein, um den titel würdig auszukämpfen.

    Zum Thema Intergender-Matches:

    Das betrifft eigentlich nur Stephanie Maze, die mit den Männern ziemlich gut mithalten kann, ohne dass es unglaubwürdig wirkt (Was ja ein Grund war, es nicht zu machen). In anderen Ligen funktioniert das mit Jessy Jay ähnlich. Das Problem ist eher, das realistisch rüber kommen, was nur mit wenigen Frauen funktioniert. Hier oddensichtlich schon einigermaßen.


    Zum Rauswerfen:

    Tja, wann ist etwas homophob oder rassistisch? Wer will das beurteilen?

    Grundsätzlich haben zahlende Kunden erstmal ein Recht, die Leistung auch zu bekommen, da bräuchte die wXw schon einen wichtigen Grund für ein "Leistungsverweigerungsrecht". Gerade Wrestler lassen ja auch sehr gerne mal Sprüche gegenüber den Zuschauern ab (Karsten Beck war darin ja wirklich sehr herausragend...). Wo ist also die Grenze und wer bewertet das? Gerade im Wrestling werden schon immer Klischees bedient, die auch entsprechende Klischee-Reaktionen der Fans hervorrufen. Und diese auch hervorrufen SOLLEN.

    Begriffe wie "Glitzerschwuchtel" wurden hier genannt. Ja, Sitocis Gimmick sollte genau diese Reaktion hervorrufen. Nichts anderes als ein Goldust, der einem Razor Ramon Liebenbriefe zum Ring bringen ließ. "Ihh, wie schwul, das ist ja eklig", waren genau die Reaktionen, die man damit hervor rufen wollte. Sollte in 2021 kein Thema mehr sein, aber wie sollen Zuschauer reagieren, wenn sowas aufgeboten wird? "Rassen-Klischees" waren im Wrestling lange verbreitet. Dunkelhäutige oder Samoaner waren in der WWF Wilde. Klar, da leben ja Affenmenschen :( Im Fußball gab es Vorfälle, wo auf schwarze Spieler mit Affenlauten der Fans reagiert wurde (und das nicht nur in Ungarn). Klar, solche Fans gehören aus jeder Wrestlinghalle rausgeworfen, da müssen die Wrestler geschützt werden. Vor 10 Jahren wurde in der GSW bei Crazy Sexy Mike noch "Döner-Mike" gerufen. Klar, Döner, "Türken-Klischee", sehr lustig... Nur dass die Chaers nicht mal türkischstämmig sind. Ginge das heute bei der wXw noch? Wäre das verbotener Rassismus? Ich weiß es nicht, und ich finde sowas schwer zu beurteilen.

    Daher: grundlose rassistische oder homophobe Angriffe auf Wrestler gehen gar nicht. Da sollten klare Worte gesprochen werden, und notfalls mit Rauswurf reagiert werden. Die Grenze wird schwer zu ziehen sein.

    Ich hoffe, die Wrestler schaffen es, da richtig zu reagieren. Mein Highlight dazu war bei einer 4Ever Wrestling Show (GHW/cOw/CWE), als ein Zuschauer Marius von Beetvoven standig als schwul bezeichnet hat. Bis Marius mal raus ist, und dem Fan SEHR deutlich gemacht hat, dass schwul keine Beleidigung ist, und wie lächerlich er sich macht. Manchmal hilft sowas besser als jeder Rauswurf.

    Wenn sich FDP und Grüne nicht einige werden...

    Wie sehr wollen Laschet und Lindner Kanzler und Vizekanzler werden?

    Die AfD ist sicher gerne zu Gesprächen bereit ;) Was Merkel in Thüringen verboten hatte, könnte jetzt Realität werden.

    Klingt bescheuert? Dann passt es ja zu allem, was Laschet die letzten 48 Stunden von sich gegeben hat.

    [Nein, auf diese Idee ist natürlich noch keiner ernsthaft gekommen, aber da RGR nicht ausreicht, wäre das die andere (etwas größere) Hälfte]

    So, ich bin zurück.

    War wirklich ein sehr unterhaltsamer Abend, bzw. sehr schnell verflogene 90 Minuten.

    Roland Bock hat sich ziemlich gut präsentiert. Für einen fast 80jährigen Mann war er noch richtig gut drauf und in einer Erzählfreude, er hätte noch gut eine Stunde dranhängen können.


    Los ging es um 19 Uhr. Bühne mit Moderator, Autor Andreas Matlé und eben Roland Bock. Schon bei der Vorstellung hat er schon angefangen zu erzählen, erzählen, erzählen. Er stand (bzw. saß) wirklich gerne auf der Bühne. Es wechselte immer zwischen seinen Erzählungen und einer Lesung von Matlè (die Bock auch gerne mal unterbrochen hat, um was zu ergänzen).


    Sie haben angefangen mit seiner Kindheit, Geschichten aus der Schule, wo es damals ganz üblich für diese Zeit gerne mal Schläge der Lehrer gab... Bis er den Sportlehrer bei eienr Übung im Ringen ziemlich zerlegt hat. Geschichten von seiner Familie. Der brutale Großvater, ein Totengräber, der in immer verprügelt hat, der Vater, über den er später erfahren hat, dass er nur sein Stiefvater ist, bis zum Treffen mit seinem leiblichen Vater.


    Dann Zeit als Ringer, seine Meisterschaften bis hin zur Olympiade. 1972 wurde er dann kurz vor der Olympiade aus dem Team geworfen, nachdem er seinen Trainer im Bus auf der Rückfahrt von einem Turnier auseinander genommen hat. Seine Kämpfe (noch im Ringen) gegen Wilfried Dietrich, gegen den er nur verloren hat, weil die Punkterichter ihn nicht gewinnen lassen wollten. ;) Wegen der zweijährigen Sperre im Ringen dann der Wechsel zum Catchen...


    Immer wieder seine Sicht der Geschichten, die er natürlich ziemlich ausgeschmückt hat. Er war wirklich sehr von sich überzeugt, Bescheidenheit war ihm eher fremd, aber auf keine unsympathische, überhebliche Art. Seine Auseinandersetzungen mit Alice Schwarzer (wegen oben-ohne-Frauenboxen), und immer verrücktere Ideen, womit man Fans anlocken konnte. Kämpfe gegen Bären (er hat dann erzählt, wie er einen geeigneten Zirkusbären gefunden hat), Training mit einem Stier im Schlachthaus (mit Berichterstattung der Bildzeitung) usw. Bis dahin, wo er Inoki nach Deutschland geholt hat.


    Er hätte noch stundenlang weiter erzählen können, gerade was er nach den 70ern gemacht hatte. Der Moderator wollte dann leider zum Ende kommen, es kamen noch ein paar gezielte Nachfragen (z.B. wie er zum Film mit Depardieu gekommen ist). Danach gab es noch die Chance für Publikumsfragen. Leider auch die "typische Frage"... "Aber beim Catchen ist doch alles abgesprochen, oder?" Natürlich NICHT! Wie kann man ihn nur sowas fragen? Als würde ER sich absprechen und für einen anderen hinlegen ;) In Amerika sieht das natürlich anders aus, da will man ja Werbung verkaufen... Ja, er hat sich auf jeden Fall gut verkauft.


    Es waren ca. 40-50 Zuschauer (mehr waren aber auch nicht eingeplant), Presse war dabei, da wird es sicher die nächsten Tage Artikel geben.

    Das Buch ist sicher sehr lesenswert. Man wird wohl nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen dürfen. Aber so ist das in der Welt des Catchens nun mal ;)

    Das würde ich komplett umgekehrt sehen. Dafür hat sich Herr Laschet nach der Wahl jetzt einfach zu unmöglich gemacht und bei Herr Söder, kann man sich dann einfach mit den Umfragen seine Person betreffend rausreden.

    Viel einfacher:

    Die CSU hat allein in Bayern bundesweit gerechnet 5,2 % geholt. Allein in einem Bundesland. Rechnen wir das auf 16 hoch, hat die CSU bundesweit 83,2 %. Mit Parteichef Söder. Kann es einen deutlicheren Beweis geben, dass das Volk Söder als Kanzler will? [Und Scott Steiner als Mathematikminister ;) ]

    Wenn Laschet raus sein sollte, KANN die CDU gar keine Regierungskoalition mehr bilden (rechtlich natürlich schon).

    Man stelle sich das nur vor: Sie treten mit einem Kanzlerkandidaten Laschet an, und machen jettzt Söder mit Gründen und FDP zum Kanzler...

A N Z E I G E