Beiträge von Kir Royal

    Ich glaube es geht ihm um die Herabwürdigung in der Aussage: Ich will richtige Frauen/Männer. Und das Implizierte: Du bist keine richtige Frau/Mann.

    Genau das war meine Punkt.


    Darum verstehe ich den gesamten Kern deiner Argumentation auch nicht so ganz. Wenn du Angst davor hast, dich strafbar zu machen, wenn du jemanden unabsichtlich missgenderst, sei dir dieser Angst hiermit genommen. Was ein bewusstes Missgendern mit Kränkungsabsicht angeht, wüsste ich aktuell nicht, ob sowas schon einmal entschieden wurde, ich könnte mir vorstellen, dass das, je nach Art und Weise des Einzelfalles auch tatsächlich mal als strafrechtliche relevante Beleidigung gesehen werden kann, aber auch wenn nicht, spricht doch nichts dagegen, einfach höflich zu sein und den Gegenüber nicht absichtlich zu kränken. Von daher sollte es doch, wenn es dir, wie du sagst, nur darum geht, andere nicht "beleidigen" zu wollen, weniger um den juristischen Begriff gehen, sondern du kannst einfach ganz unjuristisch betrachtet, versuchen, anderen gegenüber mit Respekt zu begegnen. Wenn sich jemand gewisse Pronomen wünscht, dann respektiert man das, ich sehe da kein Problem und brauche auch nicht juristische Sanktionen, um mich daran zu halten.


    Vielen Dank für deine ausführliche Erklärung :)


    Ich habe vor Jahren mal gelesen, dass es bei Beleidigungen im juristischen Sinn darauf ankommt, ob sich der Beleidigte durch die Aussage beleidigt fühlt oder nicht. Deshalb bin ich auch als respektvoller Mensch einfach etwas vorsichtiger geworden.


    Insgesamt möchte ich niemanden beleidigen und durch die ganzen "Geschlechter-Definition-Umstellung" im neuen Jahr keinen Stress haben. Beruflich wie privat. Ansonsten will ich mich "als nicht betroffener Cis-Mann" ja in die Debatte nicht groß einmischen. Möge jede Person mit dem gewünschten Geschlecht glücklich sein!

    Ach du, irgendwann reicht es dann auch zu diskutieren, wenn es durchschaubar ist, was du machst und nie auf die Argumente eingehst und eine Scheindebatte führst. Auch wieder sehr lustig dass nach all den Beiträgen, dir plötzlich nur wichtig ist niemanden zu beleidigen.


    Ich kann dir jetzt leider nicht folgenden. Schau auf die letzte Seite, da habe ich drei Argumente ausführlich beschrieben. War bis zu deinen zwei letzten Beiträgen hier auch eine ganz produktive Diskussion.


    Im Alltag wird es wahrscheinlich komplizierter werden: Ist es dann eine Beleidigung, wenn eine Person nach der juristischen Änderung des Geschlechtes noch einen Brief mit der Anrede auf ihr bisheriges Geschlecht erhält? Ist es dann eine Beleidigung, wenn die Anrede bei einem Brief oder bei einer E-Mail allgemein falsch ist? Denn wie soll ich bei einem Briefwechsel wissen, ob der Geschsprächspartner zuletzt sein Geschlecht geändert hat?


    Mit solchen Fragen werden sich ggf. Juristen und Gerichte beschäftigen. Das spricht nicht gegen das geplante Gesetz, aber solche (juristischen) Diskussionen sind dann wohl unvermeidbar. Von daher bin ich einfach auf die Umsetzung im Alltag gespannt.

    Wie viele Personen im Alltag datest du denn, die dann nach dem 5. Date dir plötzlich sagen, sie sind transsexuell und dann beleidigt sind, wenn du sagst, das ist nicht deine Präferenz?


    Kannst du eigentlich noch was anderes außer mich immer persönlich anzugreifen?


    Aber als Experte kannst du mir doch bestimmt diese Frage beantworten: "Wenn ich eine Transfrau als Mann oder einen Transmann als Frau bezeichne, ist dann eine Beleidigung oder nicht."


    Wenn es weiterhin keine Beleidigung ist, können Transpersonen weiterhin im Privatbereich (mit höflichen Worten) beleidigt werden.


    Falls du den Hintergrund meine Frage wissen möchtest: Ich möchte im Alltag einfach KEINE Menschen beleidigen. :)

    Geht es jetzt um Beleidigungen oder Diskriminierungen? Aber im privaten Bereich muss sich da doch nichts ändern? Auch heute muss ich mir keine Beleidigungen gefallen lassen. Ich verstehe deinen Punkt hier nicht.


    Ganz simpel: Ist das Nicht-Anerkennen des gewählten Geschlecht bei einer Transperson im Privatleben eine Beleidigung oder nicht?

    Du erkennst schon den Unterschied zwischen eienm Arbeitgeber und der persönlichen, sexuellen Präferenz einer Privatperson oder?


    Kenne ich natürlich. Aber muss sich dann eine Transperson Beschimpftungen im privaten Bereich weiter gefallen lassen? Warum soll das denn bitte keine Beleidigung sein?

    Nein, natürlich nicht. Es ist ja auch keine, wenn ich einen Korb wegen meiner Haarfarbe oder sonst irgendwelchen körperlichen Merkmalen bekomme.


    Also wenn der Arbeitgeber die Bewerbung ablehnt mit dem Satz "Ich will keine Transe", ist das eine Diskriminierung und wenn ein Mann auf einer Party (im öffentlichen Raum) mit dem Satz "Ich will keine Transe" ihr einen Korb gibt, ist das dann keine Diskriminerung.


    Also wäre ich eine Transperson, würde ich mich aber bei so einem Korb ehrlich gesagt schon auch diskriminiert fühlen. Bist du dir da mit deiner Einschätzung sicher?

    Ich finde es immer wieder interessant, dass Leuten denken Männer werden nicht davor abgeschreckt, jemanden zu vergewaltigen, weil es illegal ist, aber davon, dass auf der Klotür ein Mensch mit Kleid hängt.


    Wenn jemand diese Schwelle überschreitet, dann ist der Grund sicherlich nicht, dass er "leichteren Zugang hat, weil er aufs Damen Klo kommt"


    Also bei mir auf dem Gymnasium vor 20 Jahren ist ein männlicher Schüler von der Schule geflogen, weil er mehrmals auf dem Mädchenklo von Lehrerinnen erwischt wurde. Also Probleme kann es auch ohne Vergewaltigungen geben.


    Den Satz verstehe ich in der Form nicht. Homosexuelle sind doch Teil von LGBTQIA? Und was haben Menschen jüdischem Glaubens damit zu tun? Zumal besonders diese Gruppe aus Angst ihre Religion nicht (dauerhaft) frei nach Außen trägt.


    Wenn du eine Straftat bei der Polizei anzeigen möchtest, musst du dich doch in diesem Fall als Teil einer Minderheit offenbaren. Wie soll man sonst überhaupt ein Verfahren einleiten?


    Wenn ein homosexuelles Paar beispielsweise vom Vermieter abgelehnt wurde und sich diskriminiert fühlt, muss es doch bei juristischen Schritten sich zur Homosexualität bekennen. Oder wie sollte sich eine Transperson juristisch gegen die Ablehung bei einer Jobbewerbung wehren, wenn sie sich nicht als Transperson zu Erkennen geben möchte?


    Gar nicht?! Darum gehts doch überhaupt nicht. Ist ähnlich wie beim Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, diese Einführung hat nichts damit zu tun, ob du nun zuhause deine Bude vollqualmst oder nicht, sondern "nur" wie Behörden und andere öffentliche Institutionen gewissen Dinge handhaben.


    Ist das wirklich so einfach? Was ist, wenn eine Transperson auf einer Party einen Korb bekommt mit dem Satz "Ich hätte lieber einen richtigen Mann?" Ist das dann keine Diskriminierung?

    Nachdem ich in den letzten Tagen mit Skyclad und mit DerrickRose2 in einem anderen bzw. falschen Thread zur LGBTQ-Thematik diskutiert habe und wir zurecht aufgefordert wurden, die Diskussion doch hier im richtigen Thread fortzuführen, möchte ich kurz meine drei Kerngedanken posten, warum ich mit einigen Vorstellungen zur Umsetzungen der LGBTQIA-Ziel zweifle.


    Wichtiger Satz vorweg: Ich bin völlig dafür, dass jeder Mensch sein Geschlecht frei wählen kann und dass auch jeder Mensch von der Gesellschaft nicht diskriminiert wird. Wie schon geschrieben: Ich frage mich vor allem, wie diese Vorstellungen in der Realität umgesetzt werden sollen. Da sehe ich dann doch einige Probleme ...



    1. Wie soll die LGBTQIA-Gruppe als Minderheit wirksam geschützt werden, wenn selbst das "offizielle Bekenntnis", Teil dieser Minderheit zu sein, für die Betroffenen eine Diskriminierung darstellt?


    Wie soll man allgemein eine solche Minderheit effektiv schützen? Andere Minderheiten wie beispielsweise Homosexuelle oder Menschen mit jüdischem Glauben haben dagegen überhaupt kein Problem, sich zu ihrer Sexualität bzw. zu ihrer Glaubensgemeinschaft zu bekennt. Selbst eine Genderquote in der Arbeitswelt wäre für machen Mitglieder der LGBTQIA-Community eine Diskriminierung.


    Also wie soll diese Minderheit bitte effektiv geschützt werden? Ich sehe hier einfach ein großes Logik-Problem.



    2. Vorteil der Geschlechter-Zugehörigkeit über die Chromosomen


    Früher haben wir die Geschlechter-Zugehörigkeit rüber die Biologie (Chromosomen) bestimmt. Vorteil war nicht, dass der Mensch sich der Biologie beugen musste, sondern dass die Geschlechter-Zugehörigkeit relativ "einfach bestimmt" und damit nachgewiesen werden konnte und somit von allen Menschen in der Bevölkerung akzeptiert wurde.


    Hier ein Wahlrecht einzuräumen, bedeutet auf der positiven Seite, dass Menschen mehr Freiheiten bekommen, was grundsätzlich zu begrüßen ist. Auf der negativen Seite wird es aber auch dazu führen, dass ein paar wenige Menschen diese Freiheit dann wieder missbrauchen werden. Fälle von Vergewaltigungen auf Mädchen-Schultoiletten, weil sich männliche Mitschüler plötzlich als Frauen sahen, sind in den USA ja leider schon passiert.


    Ich persönlich habe mit dem kommenden Wahlrecht beim Geschlecht durch das neue Gesetz der Ampel-Koalition überhaupt kein Problem, aber man wird dann leider auch mit solchen Problemen (auch wenn es hoffentlich wenige Einzelfälle bleiben werden) und mit der Schädigung der Opfer solcher Straftaten leider leben müssen. Und dann darf man auch die Wirkung der negativen Pressemitteilungen der vielen konservativen Medien nicht unterschätzen.



    3. Soll man Millionen Menschen die neue Geschlechter-Definition aufzwingen?


    Wenn wir in Deutschland ab 2023 das neue Geschlechter-Wahlrecht im Gesetz haben, wie sollen eigentlich Menschen überzeugt werden, dieses neue Wahlrecht anzuerkennen und sich von der bisherigen biologischen Chromosomen-Definition zu verabschieden?


    Wie soll denn die Umsetzung kontrolliert werden, wie Menschen im Privaten die Geschlechter definieren? Soll es dann hohe Bußgelder für "Oma Gerda" und für den "konservativen Heinz" geben, die sich nicht an die neue Definition gewöhnnen wollen? Soll die Umsetzung medial im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und durch neue Fächer im Schulunterricht geschehen? Soll es bundesweit Meldestelle gegen Queerfeindlichkeit geben wie sie diesen Sommer in NRW gestartet sind?


    Wie soll das ganze denn gezielt umgesetzt werden, wenn Millionen Bürger sich im Worst-Case dieser neuen Geschlechter-Definition sich schlicht verweigern? Kann man letztlich Toleranz überhaupt erzwingen?


    Und wenn man den Kritikern diese neue Definition indirekt "aufzwingen" wird, wird dadurch der Widerstand gegen die neue Definition und gegen die LGBTQIA nicht noch größer werden?


    Abschließende Zusammenfassung: Wie schon geschrieben, finde ich das neue Wahlrecht ganz positiv und ich habe großen Respekt vor Menschen, die heute ihre Geschlechterzugehörigkeit ändern möchte. Nur wie ein Großteil der Vorstellungen und Forderungen der LGBTQIA-Community im Alltag umgesetzt werden soll, ist mir weiterhin ein Rätsel.


    Man kann relativ leicht jedem Menschen ein gesetzliches Wahlrecht bzgl. seines Geschlechtes einräumen, aber ob man jeden Menschen in der Gesellschaft dann davon überzeugen kann, diese Wahl zu akzeptieren, da habe ich dann bzgl. der Umsetzbarkeit dann doch meine Zweifel. Soll der private Alltag der Menschen dann permanent Überwacht werden oder wie stellt ihr euch das am Ende vor?

    Wie gesagt, es geht nicht um dieselbe Politik oder Agenda, die DeSantis vielleicht fahren würde, sondern wie diese Wahl zum Präsidentschaftskandidaten innerhalb der GOP ablaufen wird und da besteht massives Potential, dass sie sich mehr selbst schaden. Sollte DeSantis noch warten, kann er sich mMn zwar später besser als starker Mann positionieren, aber dazu muss er alle Seitenhiebe von Trump über sich ergehen lassen und die Wahl 2024 dürfte mit Trump an der Spitze sehr wahrscheinlich nicht zu gewinnen sein....kommt aber auch darauf an, was die Demokraten machen und wie die Welt dann aussieht, in zwei Jahren kann viel passieren.


    Du hast meine Frage falsch verstanden: Dass eine Kampfkandidatur "Trump vs DeSantis" den Republikaner allgemein den Republikaner schadet, ist ja klar.


    Die Frage ging ja mehr an die Demokraten-Sicht: Sollte sich Trump in den politischen Ruhestand verabschieden und ein DeSantis einen Großteil der Trump-Ideen übernehmen, wo ist dann der Vorteil für die Demokraten? Ist es besser, wenn ein Präsident DeSantis die Trump-Agenda umsetzt als Trump persönlich?

    Der ganze Trump-Balast wäre für die Republikaner weg, aber sollte DeSantis gewinnen, hat man ja teilweise die Trump-Politik auch ohne Trump. Von daher wäre doch ein Rückzug von Trump für die Demokraten schlechter, als wenn Trump nochmals Präsidentschaftskandidat werden würde.


    Und zur Kampfansage Trump gegen DeSantis allgemein: Diese erfolgte nach dem Wahlergebnis von DeSantis in Florida, als noch gar nicht abzusehen war, dass die meisten Trump-Kandidaten in den anderen Staaten (wenn auch teilweise knapp) die Wahl verlieren werden. Die Situation hat sich innerhalb der letzten drei Tage nochmal deutlich für Trump verschlechtert.


    Einen politischen Deal zwischen Trump und DeSantis wie zwischen Obama und Clinton im Jahr 2008 würde ich daher überhaupt nicht ausschließen. Sollte das in nächster Zeit passieren, haben die Demokraten meiner Meinung nach ein größeres Problem. Weil dann ist das Feinbild Trump weg und die Demokraten könnten nicht mehr damit drohen, dass die Demokratie in den USA in Gefahr ist.


    Und was gewinnen die ganzen Trump-Kritiker, wenn ein Präsident DeSantis dessen Politik zum Großteil fortführen sollte?

    Sie werden ja schon von den meisten Newsseiten und überraschenderweise auch Fox News ins Visier genommen bzw. vor allem Trump, der als größter Verlierer der Midterms bezeichnet wird. Fox rät ihm sogar dazu, sich bei der Stichwahl in Georgia rauszuhalten, weil er eher schaden würde.

    Einige Republikaner fangen auch langsam an, Trump zu kritisieren, das ist aber erstmal noch verhalten und sind keine der größeren Namen, aber der Abgesang auf Trump scheint zu beginnen...stellt sich nur die Frage, wie laut oder leise er gehen will/gegangen wird.

    Trump selber meinte ja vor den Midterms, wenn seine Kandidaten gut abschneiden, sollte er alles an Lob bekommen dafür und wenn sie schlecht abschneiden, sollte er keinerlei Schuld bekommen.


    Wenn aber ein DeSantis als Präsidentschaftskandidat einen Großteil der Trump-Angenda im Wahlkampf übernehmen würde um die vielen Trump-Wähler bei der Wahl mitzunehmen, was ist dann eigentlich so groß gewonnen?


    Sehe ich recht ähnlich. Wenn eine Person acht Jahre US-Präsident war und dann noch "als Pazifist" so viele Kriege geführt hat, muss man so einen Politiker schon als ziemlich gescheiterten Präsidenten ansehen. Das war ja einer der wenigen Vorteile von Trump. Der hat wenigstens keinen neuen Krieg angefangen.


    Und es wird ja auch nie erklärt, welchen Vorteil der durchschnittliche US-Bürger eigentlich von diesen Kriegen hat. Man stelle sich vor, die USA würden einen Großteil ihres Militär-Budget in den Sozialstaat investieren. Also das was wir in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg getan haben: Kleinere Armee; großen Sozialstaat.


    Gab eine Umfrage, dass für nur 3% der Wähler in den USA bei den Midterms die US-Außenpolitik die Wahlentscheidung beeinflusst hat. Nur dass alle US-Bürger die aktuellen US-Außen-Politik mitfinanzieren müssen, scheinen viele Wähler gar nicht mehr zu verstehen. Republikaner wollen die Steuern immer senken und Demokraten wollen die Steuereinanhmen immer erhöhen. Aber am US-Militär wird nie gespart. Nicht mal, wenn mit Obama angeblich ein Pazifist zum US-Präsidenten gewählt wird. Aus dem Blickwinkel ist es eigentlich egal, welche Partei gerade regiert.


    Da fällt mir immer der alte Spruch von Volker Pispers ein: Die Demokratie wird nicht am Hindukusch verteidigt, sondern in den Gesamtschulen, in den Krankenhäusern und im Seniorenheimen.

    Nenne mir doch mal einen einzigen Krieg, der in der Geschichte beendet wurde ohne, dass eine Seite entweder komplett geschlagen wurde oder beide (oder meinetwegen eine) Seiten erschöpft waren. Nur einen ...


    Den Krieg zwischen Russland und Deutschland im ersten Weltkrieg, als sich beide Staaten nach dem Sturz des Zaren auf ein Kriegsende verständigt haben?


    Dann biete ich mal abschließend folgenden Kompromiss an: Wenn die Gender-Forschung einen Nobelpreis in Biologie oder in Medizin bekommt, diskutieren wir weiter.


    Gibt auch Nobelpreisträgerinnen, die das ganze Thema kritisch sehen: https://www.welt.de/politik/ar…-Nobelpreistraegerin.html


    Aber einen TV-Komiker als Quelle anzugeben, ist dann fürs Deluxe-Forum dann doch etwas dünn ;)

    Einfache Antwort: Du raffst es echt nicht, wie der Satz "Wenn Geschlechter-Wahl und sexuelle Orientierung reine Privatsache sind" belegt - sind sie in den USA eben nicht. Das Thema ist Sach-Politik, und zwar fundamentalste. Wenn an Schulen in der sexuellen Aufklärung das Thema "gay" nicht mehr aufgegriffen werden darf, wenn Bundesstaaten Gesetze erlassen, die Homosexuelle und Transsexuelle diskriminieren - wie können diese Themen denn "reine Privatsache" sein? Es wäre schön, wenn es die Sache jeden Politikers wäre, wie er seine Freizeit verbringt - aber in den USA ist das ein denkbar schlechtes Beispiel - ein Land, in dem jemand wie Herschel Walker sich darüber echauffiert, dass sein Kontrahent ja kein anständiger Kirchgänger sein solle, kommst du daher und forderst, dass ruhig jeder sich zu seiner Sexualität bekennen soll, ist ja Privatsache ...


    Langsam hab ich auch den Eindruck, dass du mittlerweile nur noch trollst, wenn du diese fundamentalen Probleme schlicht ignorierst.


    Das hat nichts mit trollen zu tun: Ich sehe halt einfach die Probleme nicht, die du beschreibst.


    Warum soll Homosexualität & Co. ein nennenswertes Thema im US-Schulunterricht sein? Warum sollen in Freizeitparks in Florida mit der Zielgruppe Familie sexuelle Inhalte gezeigt werden? Warum soll ein Republikaner nicht seinem politischen Gegner "mangelnden Kirchgang" vorwerfen? Im TV-Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz hat Maybritt Illner 2017 auch gefragt, wann beide zuletzt in der Kirche waren ...


    Auf der einen Seite wird gefordert, dass Sexualität und nun auch das Geschlecht eine reine Privatentscheidung ist. Alles ein Akt des eigenen Willens. Auf der anderen Seite wird das Thema in der politischen Auseinandersetzung immer größer und wichtiger und verdränkt immer mehr Sachthemen: Welche Rolle spielt denn die aktuelle US-Außenpolitik eigentlich bei den Midterms? Darüber liest man dagegen bei CNN & Co. kaum noch etwas.


    Früher waren die US-Republikaner mal böse, weil sie ständig Kriege in fremden Staaten geführt haben. Also in Zeiten von beiden Präsidenten aus der Bush-Familie. Heute sind die US-Republikaner die Bösen, weil Homosexualität nicht im Schulunterricht behandelt wird. Dass aber die Biden-Regierung mit Unterstützung der Mehrheiten der Demokraten in beiden Kammern Waffen für Milliarden Dollar in Spannungsgebiete geliefert hat, anstatt mit mehr Diplomate die drohenden Konflikte zu entschärfen, stört heute keinen mehr. Sind ja die Demokraten, dass sind grundsätzlich die Guten.


    Mir wäre z.B. eine Mehrheit der Republikaner im Repräsentatenhaus ganz recht, damit eine Nancy Pelosi nicht wieder im Alleingang (gegen die Bitte des weißen Hauses) als Vorsitzende des Repräsentatenhauses nach Taiwan fliegt und dort sinnlos den nächsten Konflikt befeuert.


    Doink Fan Nr.1

    Dir ist schon bewusst, das permanente Wiederholung ein Anzeichnen für Marketing und Propaganda ist? Oder warum werden Werbespots täglich zigmal wiederholt?


    Mich hätte interessiert, wie die neu gewählten Abgeordnenten der Demokraten zu Waffenlieferungen und zu kriegerischen Konflikten stehen. Scheint Medial aber kaum noch jemanden zu interessieren. Die Sexualität und Geschlechterzugehröigkeit scheint wichtiger zu sein als politische Inhalte ... Ob alte weiße Männer in beiden Kammern für Kriege und Waffenlieferungen stimmen oder nun junge, farbige Frauen, ändert ja an der US-Außenpolitik nichts ;)

A N Z E I G E