Beiträge von SCHIEBER

    Leihen:


    F. Götze --> WCWLion2
    McKennie --> Harry Decheiver
    Itter --> HughGRection


    20 Spieler nicht im Kader: Santos (HSV), Wollscheid (vereinslos), Sokratis (Ausland), Marin (Ausland), Schmiedebach (Union), Meffert (Kiel), Porath (Haching), Beiersdorf (Meuselwitz), Hufnagel (Haching), Möbius (KSC), Zulj (Union), Draxler (Ausland), Meyer (Ausland), Schleusener (Sandhausen), Reese (Fürth), Milik (Ausland), Sam (Bochum), Colak (Ausland), Lasogga (HSV), de Jong (Ausland)

    Jetzt sage ich: Wenn jemand im Laden das neueste Handy mitgehen lässt oder jemand anderem ein Messer in den Bauch rammt, ist das vollkommen in Ordnung und sein gutes Recht. Man wird mir vehement widersprechen - vollkommen zu Recht. Aber: Es ist ja seine ureigenste Entscheidung, als Außenstehender sollte man darüber nicht urteilen, jeder Fall ist anders, er wird schon seine Gründe gehabt haben und sowieso hat eh das Unterbewusstsein entschieden, er hatte also letztlich gar keine andere Wahl als einen Diebstahl oder schwer Körperverletzung zu begehen.


    Warum ist der gesellschaftliche Wertekanon bei körperlichen Verletzungen und selbst bei rein materiellen Schäden Konsens, bei elementaren Grundregeln des zwischenmenschlichen Umgangs jedoch wird so lapidar darüber hinweggesehen? Die möglichen Langzeitfolgen psychischer Verletzungen, die Fremdgehen mit sich bringt, können in vielen Fällen gravierend sein und die Macht des Betrügers über das Opfer kann schier grenzenlos sein. Ich habe Fälle erlebt, bei denen Menschen durch einen solchen Vertrauensbruch ihre Beziehungsfähigkeit eingebüßt haben, ihr Grundvertrauen in andere Menschen verloren, was für ein glückliches Sozialleben unerlässlich ist, Depressionen, Psychosen etc. pp. Klar, viele kommen darüber hinweg, andere juckt es nicht oder sie sind selbst keinen Deut besser - aber solange es zahllose Menschen gibt, die auf diese Weise unter der Charakterschwäche anderer zu leiden haben, kann und will ich schlichtweg nicht hinnehmen, dass das in weiten Teilen dieser Gesellschaft offensichtlich als Randnotiz oder gar als Normalität toleriert wird.


    EDIT: Wer es für selbstverständlich hält, jederzeit durch sein Unterbewusstsein übermannt zu werden und die Kontrolle über sein Handeln zu verlieren, sollte dringend einen Arzt aufsuchen. Zum Wohle seiner selbst und zum Wohle der Gesellschaft.

    Zitat

    Original geschrieben von StefanM:
    Woher kommt denn das "Böse" am Fremdgehen? Kirchliche/religiöse Grundsätze. Steht so in der Bibel, irgendwo aus den 10 Geboten leitet man es her.

    Soso, ohne Kirche wüsstest du also nicht, dass es grundlegend falsch ist, seine Mitmenschen zu betrügen, belügen, täuschen, hintergehen und dabei noch bewusst Verletzungen in Kauf zu nehmen, über der/die ein oder andere im schlimmsten Fall nie wieder hinwegkommt? Dafür brauche ich keine Kirche, es reicht tatsächlich schon aus, seinen Verstand einzuschalten.


    "Entscheidung" ist ein gutes Stichwort. Fremdgehen ist kein Zufall, göttliche Fügung oder sonst was, sondern immer eine bewusste Entscheidung. Eine bewusste Entscheidung, ein verdammter Idiot und ein schlechter Mensch zu sein. Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des anderen beginnt. Fremdgehen außerhalb einer offenen Beziehung geht IMMER auf Kosten anderer und nimmt vorsätzlich Verletzungen in Kauf.


    Menschen, die sich im Sinne einer offenen Beziehung, Polyamorie etc. bewusst für diese Lebenswelt entscheiden, sind hiervon natürlich explizit ausgenommen. Um die ging es hier bei der ganzen Diskussion aber auch gar nicht, sondern u.a. um Leute "im engeren Freundeskreis, die regelmäßig untreu sind und das seit Jahren".

A N Z E I G E