Beiträge von Lapeno

FINALE! Die ligenübergreifenden MOONSAULT.de Wrestling Awards 2022 sind online!

    Die Punk/Elite-Sache spaltet die Wrestlingwelt echt nachhaltig und das ist etwas anstrengend. Ich finde es krass, wie emotional da einige reagieren. Ich fand das jetzt nicht unter der Gürtellinie und es passt halt einfach zur Elite. Wenn es aber solche Reaktionen hervorruft, wäre es aber jetzt wahrscheinlich besser, es damit auch gut sein zu lassen, denn ich glaube am Ende hatte keiner Spaß an diesen Diskussionen und dem ganzen Chaos. Ich fand die Sachen jetzt lustig und auch nicht beleidigend, aber scheinbar hält man das Thema einfach unnötig lange frisch.

    Jericho - weil mir sowohl der Aufbau als auch die Story um den Inner Circle, die Story um Cody und MJF und dann die Konfrontation mit Mosley allesamt gefallen haben und das auch sehr dynamisch ineinander überging.


    Moxley mag ich als Charakter nicht und auch der Wrestlingstil langweilt mich oft, dafür war der Run dann für mich zu lang. Hangman und Punk fand ich auch sehr schwach.


    Omega für mich die Nummer 2, aber hier waren dann irgendwie zu viele Übergangsgegner und der Belt Collector hat sich dann ja auch nur auf TNA und AAA beschränkt, da hätte ich mir gewünscht, dass ein Deal mit NJPW schon dagewesen wäre.

    Selbst wenn man davon ausgeht, dass ein großer Teil von dem was Punk gesagt hat, Work ist, zeigen die Reaktionen hier, dass man aufpassen muss den Bogen nicht zu überspannen. Man beginnt ja die eigenen Fans in Lager zu spalten - Ob das eine kluge Idee ist? Denn solange nicht Cabana höchstpersönlich in die Fehde eingreift -und das kann ich mir nicht wirklich vorstellen-, sehe ich nicht, wie man die Situation hier auflösen könnte - Wenn das passieren würde wäre das richtig kranker Sch..., was man hier gemacht hätte - Wahrscheinlicher ist aber, dass irgendetwas hängen bleibt


    Die Hardcore-Fan-Basis von AEW kommt ja auch daher, dass man eine Wrestling-Wohlfühloase geschaffen hat - das dauernde Störfeuer könnte auch zu einem Image-Problem für AEW werden. Für mich sieht das selbst im besten anzunehmenden Fall noch nicht so aus, als habe man das bis zum Ende durchgedacht.


    Auch wenn der Zeitpunk von Punks Auslassungen (es wird mit einem Heel-Turn gerechnet und vorher hat ihn die halbe Halle ausgebuht) einen Work nahelegt, zittere ich mit AEW mit, dass ihnen dieses Ding hier nicht um die Ohren fliegt.

    Sehe ich auch so. Ja, controversy creates womöglich immer noch cash, aber wenn man es zu weit treibt, könnte man vielleicht sogar Go Away Heat für Punk erzeugen. Und wenn man das ganze dann am Ende auch wirklich nicht in einer Story auflöst, ist es für die Fans auch unbefriedigend.

    Mir kam das schon eher geworked vor als real, vor allem, weil man in manchen Momenten auch eher Kayfabe geblieben ist, etwas mehr dann bei Lee und Strickland später, also zumindest komplett real schien es mir nicht.


    Unabhängig davon glaube ich auch irgendwie nicht daran, dass Punk sich zu sowas hinreißen lässt, ohne einen guten Grund dafür zu haben. Er mag ein schwieriger Charakter sein, aber ich glaube nicht, dass er dumm ist. Cabana anzugreifen ist sicher eine Sache, aber die Bucks, Hangman und auch noch Omega dagegen eher schon. Neben dem Draw-Wert, den die alle haben, haben sie auch Netzwerke im Business, die sicherlich hilfreich dabei sind, gewisse Deals überhaupt hinzubekommen, und vermutlich prägen sie auch eine gewisse Atmosphäre im Lockerroom. Ich glaube nicht, dass Punk so blauäugig ist, da wirklich Beef zu provozieren. Selbst wenn sich die jeweiligen Individuen wirklich nicht ausstehen können sollten, sollte man sie nicht so unvorbereitet vorführen, wenn die anderen dann auch nicht mal die Chance haben, Stellung dazu zu nehmen.


    Letztendlich ist es vielleicht auch egal, wie real, ob überhaupt real oder wie auch immer die Nummer jetzt war: Es führt scheinbar zu einem Zeitpunkt zu einer ordentlichen Aufmerksamkeit für AEW, der entscheidend für neue TV-Deals ist. Wenn das den Ratings nun wirklich helfen sollte, hat man vielleicht auch einfach alles richtig gemacht und ich glaube, darum geht es. Ich denke nicht, dass das wirklich Teil einer Story sein soll, die gerade vorbereitet wird, ich denke, es geht hier alleine darum, die Aufmerksamkeit für die nächsten Wochen hoch zu halten, da die Leute jetzt sehen wollen, welche Konsequenzen das hat.

    Es gibt wahnsinnig viele Dinge, die mich an der Liga begeistern und ein paar wenige, die mich stören.

    Die größten Pros:

    - Ich mag die Stables und deren Nachhaltigkeit. Ich habe nicht in Erinnerung, dass außer der Gruppe um Brandi und Awesome Kong schon einmal eine Gruppe schnell wieder aufgelöst wurde. Man behält Verbindungen bei und nimmt auch immer wieder Bezug dazu. Finde ich auch bei NJPW interessant, dass Charaktere Verbindungen eingehen und zusammenarbeiten und damit auch wirklich gearbeitet wird. Ich finde, dass auch nicht immer die gleichen Stable-Storys erzählt werden. Den Klassiker "Stable schließt sich zusammen und dominiert dann Wochen bis Monate" gibt es zwar auch, es gibt aber auch Varianten mit loseren Zusammenschlüssen oder mehr oder weniger "Dojos"

    - Das Rankingsystem mit den W/L/D-Statistiken. Wurde zwar in den letzten Monaten schon nicht mehr so ganz konsequent weitergeführt, lässt aber dennoch den Eindruck vermitteln, dass jedes Match wichtig ist und macht auch Shows wie Dark und Elevation relevanter

    - Bei Turns verändern die Worker nicht massiv ihren Charakter, sondern sie behalten größtenteils ihre Eigenschaften bei und werden nicht vom Ultraheel plötzlich zum Monsterface. Bestes Beispiel ist MJF, der eigentlich schon vor dem Turn gegen Cody Heel war und der eigentliche Turn nur die Attacke gegen Cody war

    - Insgesamt wirkt alles so, als hätte es immer eine gewisse Relevanz, was passiert. Man vergisst selten alte Storylines und versucht immer, irgendwie darauf einzugehen, was mal war. Das gelingt auch nicht immer, aber ich habe eigentlich nie das Gefühl, dass eine Storyline angefangen wird, ohne dass sie zu Ende gedacht ist. Es wirkt nichts, wie einfach dahingeschmissen, damit die Show voll ist. Wenn mal was nicht funktioniert, versucht man das Problem irgendwie zu lösen. Bsp. Dark Order, was ja irgendwann mal deutlich ernster angelegt war, aber als Cult nie richtig funktioniert hat. Man hat dann aber das Potential in der Trashigkeit und den Comedy-Stärken der Beteiligten erkannt und das sinnvoll weiterführt.

    - Darauf aufbauend: Es gibt eigentlich keine totalen Comedy- oder Trash-Charaktere. Der Dark Order ist eigentlich da noch am nächsten dran, aber das ist eigentlich auch das Maximum und man sieht auch bei dieser Gruppe eine gewisse Wettbewerbsfähigkeit. Trash und Comedy baut man viel "erwachsener" ein, es gibt eher "Wrestlinghumor" als Pipi-Kacka-Kindergartenhumor wie bei Konkurrenten. Dadurch wirkt auch alles erwachsener und ernsthafter. Die Comedy der Bucks polarisiert sicher oft, mich persönlich spricht sie an.

    Es gibt noch vieles mehr was mich begeistert, wie die überschaubare Zahl der PPVs und dafür vermehrte Specials in den Weeklys, beschränke mich aber darauf und komme noch kurz zu den Cons


    Contras:

    - Mich nervte zuletzt Jim Ross, auch wenn ich ihn früher sehr mochte. Ich finde leider, dass seine Zeit als regulärer Kommentator jetzt wirklich vorbei ist

    - Die Titelmatches verlaufen für mich zu vorhersehbar. Ich mag es natürlich nicht, wenn jede Woche oder jeden Monat der Titel wechselt. Dennoch finde ich das genaue Gegenteil auch nicht wirklich spannend. Bisher konnte man bei fast allen Titelwechseln, egal in welcher Division, vorher absehen, dass sie stattfinden bzw. war meist klar, dass bei bestimmten Paarungen der Titel nicht wechseln wird. Ich hätte z.B. gerne einen Upset-Victory von Jungle Boy gegen Kenny gut gefunden, der dann vielleicht eine oder zwei Wochen später wieder korrigiert wird. Oder in der aktuellen Fehde zwischen Hangman und Danielson hätte man vielleicht die Gelegenheit gehabt, den Gürtel mal hin und herzuwechseln. Titelgewinn von Danielson bei Winter is coming, hätte sicherlich auch ordentlich Heat gezogen, dann vielleicht den Draw eher bei einem Rematch im neuen Jahr und dann wieder der Wechsel zurück zum Hangman bei Revolution. Ich finde die Lösung mit dem Draw jetzt zu Beginn auch echt gut, aber mir ist es eine Idee zu wenig Überraschung und damit auch wenig Spannung. Man kann Champions auch stark darstellen, wenn sie sich mit dem Gegner auf Augenhöhe befinden und ihn erst im zweiten oder dritten Versuch besiegen.

    Ich hab heute auch mal wieder Bock, meine Meinung zur Show abzugeben.


    Ich muss sagen, ich bin doch überrascht, wie positiv die Show hier ankommt und frage mich, ob man das wirklich so sieht oder so sehen will. Wenn ich die Show mit DoN von vor einem Jahr vergleiche, dann fällt diese Ausgabe doch deutlich ab. Ich mache da AEW nicht mal einen Vorwurf, in der aktuellen Situation war sicher nicht viel mehr möglich. Dennoch ist diese Show kein Vergleich zu DoN von 2019.


    Das Leitermatch war sicherlich gut, gleichzeitig wirkte vieles etwas holprig. Ich finde, man hat es schon besser hinbekommen, dass spotlastige Matches bei AEW flüssiger wirken. Cage als Sieger ist OK, die Kombination mit Taz klingt interessant. Insgesamt mag ich diese übertriebenen Larger Than Life Charaktere nicht so und Cage setzt dem ganzen optisch natürlich die Krone auf. Ich lasse es mal auf mich zukommen, vielleicht wird etwas daraus.


    MJF vs. Jungleboy für mich das MOTN, auch weil es das einzige Match war, das man am ehesten noch als Wrestlingmatch bezeichnen kann. MJF als Sieger war denke ich klar, dennoch haben die beiden einen intensiven Fight aufs Parkett gelegt.


    Das TNT Championship Match hatte dann zumindest den richtigen Sieger. Mich nervt nicht viel an AEW, aber den Cody Charakter bis jetzt so krampfhaft vom Titel wegzuhalten, fand ich die falsche Entscheidung. Sicher wäre es vielleicht zu Hateposts kommen, wenn Cody den Heavyweight Titel schnell geholt hätte, deswegen wäre es aber nicht komplett falsch gewesen. Cody wäre für mich als AEW Champion definitiv interessanter gewesen als Mox, aber dazu später mehr. Mit dem Titelgewinn habe ich die Hoffnung, dass Cody vielleicht sogar als Face doch noch an den AEW Titel kommt (z.B. gegen einen Heel der Kategorie MJF, der sich sorgt, dass der TNT Titel bei AEW das größere Prestige hat und Cody challenged). Das Match war durchschnittlich, was für mich an Lance Archer lag. Der Murderhawk Charakter gefällt mir nicht, viele seiner besonderen Aktionen wirken mir zu gewollt (wie der Seiltanz) und generell klickt bei mir diese David gegen Goliath Konstellation nicht mehr, weil sie zu verbraucht ist. Ein Charakter wie Lance Archer ist in dieser Konstellation schnell begraben, wenn er das erste Mal verliert. Ich hätte mir für dieses Turnier im Nachhinein eher ein Finale Darby gegen Cody gewünscht und danach dann erst die Archer/Cody Fehde. Möglicherweise war der Verlauf der Fehde und womöglich das Turnier überhaupt durch die Covid-19-Situation bedingt. Das Match krankte zunächst an Mike Tyson, der bei der ersten Einstellung mal herzlich in die Kamera gähnt, wurde dann etwas besser, hatte aber nie das Big Time Feeling. Für mich hat Tyson, den man unweigerlich mit der Attitude Era vor 20 Jahren verbindet, das Match arg heruntergezogen. Fand ich keine gute Entscheidung.


    Statlander gegen Ford war ein Filler, der mir auch zwei Probleme der Women's Division vor Augen geführt hat. Einerseits die mangelnde Tiefe der Division (vielleicht auch Pandemie bedingt, dass Ford als Ersatz für Baker einspringen muss). Dazu kommt, dass ich in dem Roster außer der nun verletzten Brit Baker niemanden sehe, der eine Promo halten kann. Ich mag den Statlander Charakter, aber sie brauch für mich ein Sprachrohr oder vielleicht eine Tag Team Partnerin. Die Division wird keine Tiefe bekommen, wenn sie nur durch (durchaus gutes) Wrestling getragen wird.


    Spears vs. Dustin Rhodes hat mich nun nicht wirklich gestört. Shawn Spears ist unterhaltsam, aber niemand, der nun besonders over ist oder den ich als großen Namen in der Zukunft sehe. Alles, was Cody bei seiner Verpflichtung über ihn sagte und was dann für Spears Heelturn aufgegriffen wurde, stimmt voll und ganz. Da ist auch eine Niederlage gegen Rhodes nicht tragisch. Ich denke, man hat mit beiden nichts mehr Großes vor, so dass man immer mal wieder Siege und Niederlagen im Wechsel gibt, um sie für andere Gegner interessant zu halten und nicht völlig in die Jobberecke zu verfrachten. Warum das Match nun beim PPV kommt? Zumindest hat es jetzt nicht exorbitant viel Zeit verschlungen.


    Das Damentitelmatch gehörte für mich auch zu den besseren, die No DQ Stipulation hat dem Match in jedem Fall gut getan. Shida nach dem Aufbau den Titel zu geben, war eigentlich unumgänglich, wenn man ein sauberes Finish booken wollte. Nun steht aber sehr konkret vor dem Problem, wie man eine Division over bekommen will, die keine Workerin hat, die eine Promo rüberbringen kann.


    Das AEW Titelmatch (das ja auch richtigerweise als Main Event angesagt wurde) dann der nächste Brawl. Brodie Lee finde ich deutlich spannender als Big Man als Lance Archer, Mosley dagegen der langweiligste aller Titelkandidaten. Dass der Moxley Charakter, der schon mit Zuschauern nicht lange als Champion (und nicht Jäger) funktionieren kann, ohne Zuschauer noch weniger funktioniert, hat man geschickt versucht, durch die Aktion um den Titelgürtel zu kaschieren, was aber auch nicht lange funktioniert. Mox ist eine Figur, die in Hallen funktioniert, in denen Leute Party machen und den Badass sehen wollen. Darüberhinaus ist er mir zu langweilig. Gefühlt waren fast alle seine Matches Brawls, die die halbe Halleneinrichtung zerpflückt haben, was irgendwann zu eintönig wird. Sehr gut fand ich das Finish, da das Match nicht einfach nach einem DDT aus dem Nichts endet, sondern Mox nachlegen muss und das auch tut, ohne dass es eine Kontersequenz mit den jeweiligen Finishern gibt, wie sonst sehr oft.


    Das Stadium Stampede Match fühlte sich wie ein Bonusmatch oder eine Spezialausgabe von BTE an. Für das was es war, hat es sich natürlich gelohnt, die 10 unterhaltsamsten Worker für ein Comedymatch zu verpulvern, bei dem der Ausgang eigentlich Nebensache war. Dennoch ist das für mich der Hauptkritikpunkt an DoN, wofür aber eigentlich auch keiner etwas wirklich kann. Durch die Pandemie konnte man keine Storys machen, vieles wurde abrupt abgebrochen und man hat mit einem Rumpfroster über 5 Wochen getapte Shows gesendet, womit man wertvolle Zeit zum Aufbau des PPV verloren hat. Vielleicht hätte es der Show gut getan, wenn man ähnlich wie im letzten Jahr, wo es noch keine Weekly gab, Special Attraction Matches gebookt hätte, diese frühzeitig angekündigt hätte und dann die Shows mit dem Titelturnier und Tag Team Action gefüllt hätte, dazu dann Promos von zu Hause. Fraglich natürlich, ob es überhaupt frühzeitig absehbar war, wer überhaupt beim PPV eingesetzt werden kann.


    Insgesamt klingt mein Geschreibsel jetzt negativer als beabsichtigt, ich bin insgesamt echt zufrieden mit Show und Produkt an sich. Wie viel in der aktuellen Situation möglich war, lässt sich schwer beurteilen, aber diese Show ähnlich bis gleich hoch zu bewerten wie die Show im letzten Jahr, erschließt sich mir überhaupt nicht.

    Ich fand die Ausgabe sehr unterhaltsam wie auch die Ausgaben davor. Die Kritik daran kann ich anhand der Argumentationen nachvollziehen, bin aber größtenteils anderer Meinung.
    Titelwechsel fand ich in Ordnung, wobei es aber von der Positionierung nicht so gut gepasst hat. Hätte mir hier gewünscht, den Wechsel im Main Event einer Ausgabe im nächsten Jahr zu sehen. Da aber Dain nächste Woche im Fatal Fourway steht und Wolfe scheinbar verletzt ist, ist man hier wohl etwas unter Druck gekommen. Das ganze riecht natürlich stark nach einem Eingriff der Undisputed Era im Fatal Fourway. Dain scheint man nochmal eine Singlesfehde geben zu wollen (Sullivan hier wahrscheinlichster Kandidat) und so hat man auch einen passenden Aufhänger für ein Rematch gegen Young/Wolfe bei Takeover, also schon in Ordnung.
    Das Thema Push der Indystars ist natürlich ein kritischer Punkt, wobei ich persönlich die Runs von Roode und Nakamura gut fand. Ich finde es auch eine positive Entwicklung, dass man bei der WWE aufhört, die Karrieren von solchen Leuten zu ignorieren sondern im Gegenteil, Indystars als Weltstars verkauft. Auch den Roode Charakter empfand ich als anders als den TNA Roode und habe hier durchaus auch eine Entwicklung bei NXT wahrgenommen. Dass da jetzt gleich die nächsten Indystars kommen und gleich oben mit dabei sind, darf man blöd finden. Ich finde dies bei der Undisputed Era dennoch richtig. Hier haben wir im Vergleich zu den Vorgängern ein Stable, dass den Rest des Rosters zerstört und auf eine „Übernahme“ von NXT aus ist. Hier gelingt es imo gut, erfolgreiche Konzepte wie Bullet Club oder Kingdom ins WWE Universum zu übertragen, was zuvor nicht gut gelungen war (siehe den „echten“ Bullet Club im Main Roster). Adam Cole hat auch in der Vergangenheit gezeigt, dass er mit seiner Statur und seinem Gimmick am besten in einem Stable funktioniert und dabei auch am unterhaltsamsten ist. Insofern macht es Sinn, ihn in einem Stable debütieren zu lassen. Und Finn Stable funktioniert auch nur dann, wenn es entweder dominant oder innovativ ist (wie SAniTY oder die Wyatts) , wobei auch bei innovativen Ideen, eine gewisse Dominanz notwendig ist. Es hätte keinem wirklich geholfen, wenn die Undisputed Era jetzt noch Wochen bis Monate einfach nur destruktiv Leute vermöbelt, so dass der Titelgewinn absolut sinnig ist. Und da Adam Cole sein Qualimatch verloren hat und nun definitiv kein Titelmatch bekommt, kann man auch nicht davon sprechen, dass er jetzt gleich den Titel nachgeworfen bekommt. Viel wahrscheinlicher ist hier eine Attacke gegen Dain oder Black und entsprechende Fehden SAniTY/UE + evtl. Cole/Black.


    Das Match zwischen Peyton Royce und Ember Moon bot eigentlich Stoff, daraus eine Fehde zu bauen, daher ist es nun umso weniger verständlich, was Deville da zu suchen hat. Das hätte man sich wirklich sparen können und auch die Begründung für das nun anstehende Titelmatch war einfach nur einfallslos.


    Zum Schluss auch noch mein Senf zum UK Thema. Das Match war sehr stark und eigentlich auch ein würdiger Abschluss der Fehde. Auch der Weg zum Match durch den Sieg von Tyler im Tag Match vor ein paar Wochen war stimmig.
    Auch hier ist die Frage nach der Berechtigung für die UK Division bei NXT nachvollziehbar. Die Gegenfrage hierzu lautet aber: Wo denn sonst? Da es aus scheinbar wichtigen Gründen noch keine UK Show gibt, hätten die Jungs und der Gürtel keine Plattform, wenn nicht bei NXT. Ich glaube niemand würde den Titel gerne in den Main Shows sehen, da man hier niemals die Zeit für solche Matches wie in dieser Ausgabe bekommen würde. Daher bleibt nur NXT. Ansonsten würde man diese Talente gar nicht im WWE Network präsentieren können. Und dabei bemüht man sich auch, ein wenig Geschichte hinter die Matches zu packen und klatscht sie nicht einfach nur hin. Dass man sich größere Fehden für eine weiterhin geplante UK Show aufhebt, ist natürlich logisch.


    Für die nächste Woche rechne ich fast schon mit einem Sieg von Johnny Gargano, wenn nicht Ciampa schon zurückkehrt und eingreift. Aleister Black wird man sicher noch nicht ins Titelmatch packen, sondern eher nochmal eine Fehde vorschalten (Cole oder Sullivan?). Gargano wäre da ein ganz guter Übergangsgegner für Almas, der den Gürtel problemlos noch etwas halten könnte.

    Zwei sehr gute Main Events, Punk/Cena mit schwachem Finish, das allerdings einen Cliffhanger für die nächsten Wochen darstellt, auch wenn ich mit Del Rio als Champion nicht zufrieden bin, und der Rest ist absolut belanglos. Barrett/Danielson ein solides Match, aber ohne Hintergrund. Alle anderen Matches könnten in der Form auch in einer Weekly vorkommen, ohne als sonderlich stark aufzufallen.


    Ich würde daher die 3 ziehen.

    Ich muss zugeben, dass ich mir den PPV nur bestellt habe wegen Cena vs. Punk. Normalerweise lasse ich mich dann vom Rest immer angenehm überraschen, aber wirklich interessant war eigentlich nur der Co-Main Event. Obwohl die WWE im Main Event momentan ziemlich viel richtig macht, ist es beängstigend wie wenig da in der Midcard kommt. Und dabei haben die Worker in der Midcard eigentlich genug Potential für ordentliche Unterhaltung.


    Der Main Event war aus meiner Sicht eigentlich sehr gut und ich fand das Match sogar besser als das MitB-Match. Was das Match runtergezogen hat, war der absolut grauenhafte Kommentar und das schlechte Finish. Und der Cash-In war auch ziemlich schlecht. Irgendwo ist es so langsam ausgelutscht, dass der Kofferträger auf diese Art und Weise eincasht, dementsprechend lahm waren dann auch die Reaktionen. Genauso ausgelutscht ist die Tatsache, dass man den Titel nun wieder einem Midcarder gibt, der seine Overness schon vor 4 Monaten verloren hatte. Das Schlimmste dabei ist, dass Del Rio vor weniger als einer Woche noch sehr deutlich gegen Punk verloren hat!


    Und da tut sich die WWE wirklich keinen Gefallen mit. Man hat mit dieser tollen Fehde dem WWE Gürtel richtig Leben eingehaucht und mit diesen zwei tollen Matches zwischen Punk und Cena viel an verlorenem Wert zurück gegeben. Und gerade als man auf dem Weg ist die Fehde heiß zu halten und auch noch Steph einzubauen, zeigt man ein abgenutztes Finish und einen sinnlosen Cash In durch einen Heel ohne Heat, der es wie Swagger, Sheamus, Punk bei seinen ersten Cash Ins sehr schwer haben wird, nicht unterzugehen. Interessant würde das Ganze für mich nur, wenn man jetzt hingeht und die Reality-Schiene weiterführt. Punk könnte HHH und Steph vorwerfen, dass man bewusst versucht hat den Titel vor der Mexiko-Tour zu Del Rio zu bringen. Wenn Del Rio als Champion nicht untergehen will, muss er irgendwie in diese Fehde hinein und selbst dann wird er nur eine Nebenrolle spielen können.

A N Z E I G E