A N Z E I G E

Viva Latino Heat – Erinnerungen an Eddie Guerrero

  • Sehr schöne Erlebnisse die ihr schreibt, habe alles mit einem lachenden Auge und einen weinenden Auge gelesen. Eddie Guerrero ist einer meiner All-Time-Favs wenn nicht sogar der All-Time-Fave. Mich hat sein Tod damals sehr mitgenommen. Ich habe die Geschichte mit Batista geliebt und fand Eddie so unterhaltsam, dass ich mich jede Woche auf SmackDown freute (hatte kein Premiere und keinen regelmäßigen Internetzugang, also nur auf Tele5 das 1-stündige SmackDown). Mit Eddie starb da einfach mehr, als ein Wrestler, auch wenn das schwer ist zu beschreiben, vor allem da man ihn ja nicht wirklich persönlich kannte. Insgesamt kann ich mich insgesamt eh nur den ganzen Lobpreisungen hier anschließen. Bis heute noch vermisse ich Eddie Guerrero einfach.


    Kennengelernt habe ich Eddie damals in der WCW als er noch mit Schnäuzer eher unscheinbar als Face u.a. den US-Title gewann. Schon damals wusste er im Ring zu gefallen, auch wenn seine Persönlichkeit nicht wirklich hervorkam. Es folgte aber der Heelturn und er zeigte damit einfach, was ihn steckt. Man musste ihn einfach hassen, er spielte das so super. Die Cruiserweight Division war für mich damals der Hauptgrund WCW anzuschauen (verfolgte aber auch die WWF/WWE), nicht nur wegen Eddie, aber er war einer der Wrestler die mich am meisten unterhielten. Von den Hintergründen bekam man damals ja wenig mit, aber irgendwie bekam ich dann mit, dass er unzufrieden ist und ein Wechsel zur WWE bevorsteht. Und ich weiß gar nicht wieso, ich konnte mir damals nicht vorstellen das er in der WWE so durchstartet. Schon die Story mit Chyna war einfach sowas von Unterhaltsam. Und das finde ich sinnbildlich für Eddie. Egal welche Rolle er spielen sollte, er konnte sie spielen.


    Eddie ist meiner Meinung nach einer der komplettesten Wrestler gewesen, dass einzige was ihn wohl fehlte, waren ein paar cm Körpergröße. Und allen privaten Probleme und dunkle Dämonen die ihm seine Karriere lang begleitete...trotzdem wird man sich immer im positiven an Eddie erinnern, auch weil er es schaffte seine Probleme zu überwinden. Ich kann mich zumindest an keinen Wrestler erinnern, wo 10 Jahre nach seinem Tod, viele Fans immer noch ihr bedauern ausdrücken. Und jedes Jahr, wenn der 13. November vor der Tür steht, denke ich an Eddie Guerrero einfach.

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  • Ach ich weiß noch als ich an dem Tag im Cyboard was schauen wollte und nur eine Meldung kam das die Server aufgrund Eddies Tod überlastet waren. Hab dann erstmal im Netz danach gesucht um dann ungläubig wieder versucht das Cyboard aufzurufen.

  • An jenem Abend besuchte mich ein sehr guter Freund, einer der wenigen in meinem Umfeld, die Wrestling mögen. Er wusste, dass Eddie mein Liebling war und dass ich es nicht so einfach abtun würde. Ist es normal oder angemessen, beim Tod eines Menschen zu weinen, den man nie persönlich kannte, ja der einen selbst nicht kannte? Das mit ja oder nein zu beantworten mag jedem frei sein, bei mir floßen damals kurz darauf die Tränen. In dieser Beziehung war ich schon immer emotional und schäme mich dafür nicht. Mit Eddie verloren wir als Fans einen der IMO charismatischsten, talentiertesten und unterhaltsamsten Wrestler. Einen Mann, der wohl zu viel für das Business und indirekt auch uns geopfert hat. Einen Mann, an den ich mich jedoch so gerne erinnere, wenn auch mit viel Wehmut. Das Video von 3 Doors down, welches die meisten hier kennen dürften, berührt auch heute genauso wie damals.


    In gewisser Weise schloss sich der Kreis dann 3 Jahre später, als ich während eines längeren Aufenthalts drüben auch in Phoenix war um sein Grab zu besuchen. Die Blumen dort nieder zu legen, war nur eine kleine Geste, ein kleiner Moment, und doch erinnere ich mich daran...ich erinnerte mich damals an ihn, ebenso wie heute. Und wenn eines stärker als der Tod ist, ist es die Erinnerung.

    Rock Chick


    Wherever there's a cop beating a guy
    Wherever a hungry newborn baby cries
    Where there's a fight against the blood and hatred in the air
    Look for me, I'll be there

    ~Bruce Springsteen - The Ghost of Tom Joad, 1995~

  • Als ich 2004 mit der WWE so richtig in Berührung kam, fiel mir Eddie Guerrero sofort auf. Ich glaube es war ein Match gegen Orlando Jordan oder irgendein anderer Jobber, als ich ihn zum erstenmal sah. Die Musik, VIVA LA RAZZZAAAA und dann der weitere das kam, animierte mich in meinem Kopf sofort, soll heißen, das Lied hat mir sofort sehr gut gefallen.


    Dann kam er mit dem Auto angefahren und stieg aus. Das Gesicht, die Aufmachung, seine Art war mir sofort sympathisch. Eddie Guerrero war zwar nicht mein Lieblingswrestler, das war dann doch der Undertaker, aber er war für mich trotzdem interessant anzusehen. Er gehörte einfach in das Repertoire von 2004, wo es einige interessante Fehden gab, die man verfolgen wollte. Eddie Guerrero gegen JBL, gegen Kurt Angle und nicht zuletzt mit/gegen Rey Mystero.


    Es gibt eigentlich nichts auszusetzen an Eddie. Nichtmal seine Fehde gegen Rey Mysterio um seinen Sohn, wo ich am Anfang dachte, auf welche billigen Ideen die WWE jetzt kommen möchte, als Eddie Guerrero Rey Mysterio grundlos angegriffen hat, Ich dachte mir, dass die WWE versuchen wollte, eine Feindschaft zwischen den beiden aufzubauen. Aber dem war nicht so.


    Es war dann Eddie Guerrero, der mein Liebling in dieser Fehde war, trotz seines Status als Heel. Einfach mal sein Wort ... "I'm your Papi!" ... episch. Er hatte Worte, er hatte eine Stimme, er hatte Sachen, die wirklich zum lachen bringen konnte.


    Und das ist einzigartig, denn nach ihm ist bis heute kein Wrestler mehr gekommen, der im Ring lustig werden konnte. Eddie Guerrero war zu dem noch in einer wunderbaren Zeit.
    Eine Zeit, die es heute auch nicht mehr gibt.

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