A N Z E I G E

"Lügenpresse" - Sinkt das Vertrauen in unsere Leitmedien?

  • Ich weiß nicht so genau, auf was du hinaus willst? Dass er Angestellter einer Firma von Lars Windhorst war und über diese Firma als Berater bei Hertha gearbeitet hat?
    Das ist doch für die eigentliche Aussage unwichtig. Er hat den Verein Hertha BSC Berlin repräsentiert und war dort im Aufsichtsrat. Der Wunsch, die Zusammenarbeit zu beenden kam ja dadurch, dass er nach außen hin den Verein vertritt.
    Öffentlich wurde er ja auch nie als "Jens Lehmann, Angestellter von Tennor Holding, externer Berater und Aufsichtsratsmitglied von Hertha BSC" vorgestellt.

  • A N Z E I G E
  • In Österreich gibt es tatsächlich schwierige Zensur, die man betonen müsste. So wurde bspw. ein Beitrag über die Hintergrundvernetzungen von Sebastian Kurz aus einer Satire-Sendung im ORF herausgeschnitten bzw. verhindert.
    Gut, dass Jan Böhmermann dies dann nachholte in seiner Satire-Sendung und die Thematik zum Mittelpunkt seiner neuen Folge machte. Vielleicht besser verdaubar mit etwas Witz, dieses gefährliche Projekt mit dem machtgierigen Ösi, der von der BILD/Welt verehrt wird. :)


    https://www.youtube.com/watch?v=b8ghF63cL3g


    Und gleichzeitig ein toller Beweis, dass diese "Lügenpresse"-ÖRs immerhin in Form von Böhmermann die tatsächlichen Verschwörungen gründlich zeigen. Wie auch zuletzt die Anstalt im ZDF, die die Korruption der Union detailiert zeigte.


    Und eben auch kein Wunder wo diese Probleme stecken. Aber ne, die Redaktionen sind ja nur linksgrün unterwandert und sind nicht objektiv äh neutral genug.

  • Zitat

    Original geschrieben von Beast:
    Wie auch zuletzt die Anstalt im ZDF, die die Korruption der Union detailiert zeigte.


    Schaue ich mir gerade an. Wirklich grossartig und würde sich ein Privatsender nie die Zeit für nehmen.

    EC3 changing the game... The best guy here. The best guy there. The best guy ANYWHERE!


    The spirit of the Ultimate Warrior will run forever!

  • Der Irre von Hamburg mal wieder:


    https://bildblog.de/128507/eine-woche-wie-bild-sie-liebt/


    Zitat

    Die aktuelle Ausgabe eines internen Newsletters an “Bild”-Mitarbeiter (“Die Woche bei BILD”), den Julian Reichelt und Alexandra Würzbach aus der “Bild”-Chefredaktion seit Kurzem regelmäßig verschicken, beginnt so:


    Liebe Kollegen und Kolleginnen, dear all,


    und weiter geht’s mit “Die Woche bei BILD”. Und wie immer, war auch die bunt und aufregend, spannend und emotional – so, wie wir es kennen und (meistens) lieben. Ob Seilbahn-Unglück oder Lukaschenko-Flieger, Killer-Zahnarzt, DHL-Erpresser, Herz für Kinder, ESC, Werder Bremen und viele, viele andere Geschichten, die toll aufgeschrieben, super fotografiert/gefilmt und bebildert, schön layoutet, top konvertiert und überragend geklickt waren. Danke für die hervorragende Teamleistung in der ganzen Republik!

  • Zitat

    Original geschrieben von ron-cober:
    Die Bildzeitung ist furchtbar, aber was ist an dem internen Schreiben an Mitarbeiter schlimm? Sowas ist doch in funktionierenden Unternehmen usus - auch wenn es sich um schwierige Thematiken handelt.


    Das man sich nicht gegenseitig gratuliert, wenn man gerade trauernden Familien Bilder abgerpresst hat (Wittwenschütteln) und dumme Formulierungen wie "Der Killer-Arzt" benutzt? Von Anzahl X an unverpixelten Bildern (sind ja bereits tot) abgesehen. Das gebietet einfach mal der Anstand in bestimmten Situation (der Reichelt aber eh abgeht).

  • Zitat

    Original geschrieben von ron-cober:
    Die Bildzeitung ist furchtbar, aber was ist an dem internen Schreiben an Mitarbeiter schlimm? Sowas ist doch in funktionierenden Unternehmen usus - auch wenn es sich um schwierige Thematiken handelt.


    Also die Art der Formulierung ist schon brutal zynisch. Ein internes Schreiben, in der gute Arbeit gelobt wird, ist grundsätzlich sicher völlig okay, aber auf diese Art und Weise ist das schon heftig,

  • Zitat

    Original geschrieben von al_sb_683:
    Das man sich nicht gegenseitig gratuliert, wenn man gerade trauernden Familien Bilder abgerpresst hat (Wittwenschütteln) und dumme Formulierungen wie "Der Killer-Arzt" benutzt? Von Anzahl X an unverpixelten Bildern (sind ja bereits tot) abgesehen. Das gebietet einfach mal der Anstand in bestimmten Situation (der Reichelt aber eh abgeht).


    Zitat

    Original geschrieben von Jonas Hector:
    Also die Art der Formulierung ist schon brutal zynisch. Ein internes Schreiben, in der gute Arbeit gelobt wird, ist grundsätzlich sicher völlig okay, aber auf diese Art und Weise ist das schon heftig,


    Das ist deren Geschäftsmodell. Das kann man gerne zurecht kritisieren, aber mE nicht anhand dieser internen Kommunikation. Ein Insolvenzverwalter spricht demgegenüber von "schönen Insolvenzen" u.Ä.

  • Zitat

    Original geschrieben von ron-cober:
    Das ist deren Geschäftsmodell. Das kann man gerne zurecht kritisieren, aber mE nicht anhand dieser internen Kommunikation. Ein Insolvenzverwalter spricht demgegenüber von "schönen Insolvenzen" u.Ä.


    Tur mir leid, das ist zu einfach und zu kurz gegriffen. Wenn ich das Geschäftsmodell der Springer-Medien kritisiere, dann schließt das auch die dort gelebte Unternehmenskultur mit ein.


    In speziell diesem Fall gab es die letzten Tage wieder einmal sehr viele kritische Stimmen, weil wieder einmal mehrfach Persönlichkeitsrechte verletzt wurden, auf dem Rücken von Toten und überlebenden Kindern Inhalte produziert und ausgeschlachtet wurden.


    Wenn Julian Reichelt dann genau zu diesen Themen eine Mail schreibt, in denen er allen Beteiligten attestiert, alles richtig und gut gemacht zu haben, dann ist das ebenso zu verurteilen, wie das Geschäftsmodell an sich. Alles andere ist Heuchelei.

  • Zitat

    Original geschrieben von al_sb_683:
    Tur mir leid, das ist zu einfach und zu kurz gegriffen. Wenn ich das Geschäftsmodell der Springer-Medien kritisiere, dann schließt das auch die dort gelebte Unternehmenskultur mit ein.


    In speziell diesem Fall gab es die letzten Tage wieder einmal sehr viele kritische Stimmen, weil wieder einmal mehrfach Persönlichkeitsrechte verletzt wurden, auf dem Rücken von Toten und überlebenden Kindern Inhalte produziert und ausgeschlachtet wurden.


    Wenn Julian Reichelt dann genau zu diesen Themen eine Mail schreibt, in denen er allen Beteiligten attestiert, alles richtig und gut gemacht zu haben, dann ist das ebenso zu verurteilen, wie das Geschäftsmodell an sich. Alles andere ist Heuchelei.


    Mir tut es nicht leid, aber ich bin exakt anderer Ansicht. Aus Sicht der Bild, die intern natürlich zu diese Praktiken steht und sie angewendet sehen will, ist es völlig stringent entsprechendes positiv hervorzuheben. Die Abwägung ist, dass man die Verfahren in Kauf nimmt um Auflage zu machen. Wäre dem nicht so, würde es nicht fortwährend getan.


    Wenn du nun also isoliert diese Ansage angreifen willst, greifts du nicht nur zu kurz - du gehst gänzlich Fehl, weil sie den Unternehmenszielen dient. Die Ziele müsste man als solche Hinterfragen und kritisieren, aber ganz sicher nicht, dass sie intern unterstützt werden bzw. sich darauf ausgerichtet wird.

  • Zitat

    Original geschrieben von ron-cober:
    Mir tut es nicht leid, aber ich bin exakt anderer Ansicht. Aus Sicht der Bild, die intern natürlich zu diese Praktiken steht und sie angewendet sehen will, ist es völlig stringent entsprechendes positiv hervorzuheben. Die Abwägung ist, dass man die Verfahren in Kauf nimmt um Auflage zu machen. Wäre dem nicht so, würde es nicht fortwährend getan.


    Wenn du nun also isoliert diese Ansage angreifen willst, greifts du nicht nur zu kurz - du gehst gänzlich Fehl, weil sie den Unternehmenszielen dient. Die Ziele müsste man als solche Hinterfragen und kritisieren, aber ganz sicher nicht, dass sie intern unterstützt werden bzw. sich darauf ausgerichtet wird.


    Das ist Unsinn. Du schaffst hier eine Ausrede für Menschen, die eine toxische und moralisch schlechte Unternehmenskultur aufrecht erhalten, indem du diese beiden Dinge entkoppelst und sprichst Mitarbeiter*innen von ihrer Mitverantwortung frei, weil sie ja nur die Unternehmenskultur leben, auch wenn das Unternehmensziel absolut zu verurteilen ist.


    Das haut so absolut nicht hin. Entweder betrachtet man das Unternehmen als Ganzes und kritisiert dieses und dazu gehört ebenso das letztendliche Produkt, als auch das Verhalten von Mitarbeiter*innen, Vorgesetzen und Entscheidungsträger*innen, oder man spart sich die Kritik und akzeptiert, dass es solche Publikationen aus dem Hause Springer gibt.

  • Zitat

    Original geschrieben von al_sb_683:
    Das ist Unsinn. Du schaffst hier eine Ausrede für Menschen, die eine toxische und moralisch schlechte Unternehmenskultur aufrecht erhalten, indem du diese beiden Dinge entkoppelst und sprichst Mitarbeiter*innen von ihrer Mitverantwortung frei, weil sie ja nur die Unternehmenskultur leben, auch wenn das Unternehmensziel absolut zu verurteilen ist.


    Das haut so absolut nicht hin. Entweder betrachtet man das Unternehmen als Ganzes und kritisiert dieses und dazu gehört ebenso das letztendliche Produkt, als auch das Verhalten von Mitarbeiter*innen, Vorgesetzen und Entscheidungsträger*innen, oder man spart sich die Kritik und akzeptiert, dass es solche Publikationen aus dem Hause Springer gibt.


    Was du behauptest ist Unsinn.


    Ich schaffe keine Ausreden für irgendjemanden: wer für ein Springermedium arbeitet, tut dies bewusst und ist natürlich dafür verantwortlich. So ist ein Reichelt für die Ausgestaltung der Unternehmensziele ganz besonders verantwortlich für den Auftritt der Bild. Das gehört auch kritisiert, aber eben nicht anhand der stringenten Umsetzung der Unternehmensziele in die tagtägliche Arbeit/Ansprachen. Täte er dies nicht, gehörte er entlassen.


    Hinsichtlich der Erzeugnisse des Springerverlages muss man sich im Ergebnis mit dem Doppelboden begnügen, dass man sie absolut verabscheuenswert Erachten sollt - aber es gleichsam zumindest legitim ist, ein vergleichbares Angebot anzubieten. Es wäre am Konsumenten auszusortieren.

  • Falls mal jemand echte Cancel Culture sehen möchte und wie sie im Gegensatz zum angeblichen Canceln von Dieter Nuhr auch erfolgreich ist (Achtung, langer Text):


    Bundeszentrale für politische Bildung: Seehofers Haus diktierte Definition - taz.de


  • Falls mal jemand echte Cancel Culture sehen möchte und wie sie im Gegensatz zum angeblichen Canceln von Dieter Nuhr auch erfolgreich ist (Achtung, langer Text):


    Bundeszentrale für politische Bildung: Seehofers Haus diktierte Definition - taz.de

    Der Vorgang mag sicherlich zu kritisieren sein, gerne auch scharf. Aber mit "Cancel Culture" hat dies nun wirklich rein gar nichts zu tun.

    "The decisions to make in this game are similar to if...say you're standing in a pool full of piss, all the way up to your neck. Then somebody comes in with a bucket full of shit to dump on your head. Do you duck down under the piss or do you just stay up and take on the shit?"
    (Angry Video Game Nerd über "Dragon's Lair")

  • Bin echt mega begeistert von diesem Podcast: https://www.ardaudiothek.de/cu…ed-to-ken-jebsen/89991466


    Gibt erst zwei Episoden, aber die sind schon mal sehr gut. Eine relativ sachliche und grundlegende Recherche über Ken Jebsen, wie es zu KenFM kam und dabei wird auch erklärt, wie Verschwörungsmythen funktionieren, inwiefern Antisemitismus da mit reinspielt usw.


    Was ich als mega wichtigen Punkt ansehe ist das Opferrollen-Prinzip, was man bei ihm auch sehr gut beobachtet und was auch bei der AfD immer wieder klappt. Es steht der Antisemitismus-Vorwurf im Raum und damit spielt er sich perfekt in die Opferrolle, weil er sich da leicht rausreden kann und dann behaupten kann, die bösen "Mainstream"-Medien seien unsachlich.


    Und das passiert ja es werden einzelne Ausschnitte genommen, wo Tagesschau oder so falsch liegt und das wird dann als Beweis genommen, dass alle Berichte von Tagesschau nicht richtig seien.

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