A N Z E I G E

Leute die noch lesen...der Bücherthread! #2

  • A N Z E I G E
  • Vor über 10 Jahren habe ich mit "Commonwealth" (bei uns als "Heartland" erschienen) von Joey Goebel mein Lieblingsbuch gefunden. Heute bin ich mit "Irgendwann wird es gut" (englischsprachige Ausgabe zur Zeit leider vergriffen) mit meinem zweiten Goebel fertig geworden.


    Das Buch ist ein Kurzgeschichtenroman. Alle zehn Geschichten spielen in der (fiktiven) Kleinstadt Moberly in Kentucky. Lose sind sie miteinander verbunden. Oftmals tritt der Hauptprotagonist einer Geschichte in einer Nebenrolle in einer anderen wieder in Erscheinung. Alle Kurzgeschichten haben eines gemeinsam: Es geht um Einsamkeit, Isolation, das Gefühl sich nicht verstanden zu fühlen und um die Unzufriedenheit mit dem Ort an dem man lebt. Das alles klingt aber trauriger als es tatsächlich ist denn Goebel hat ein unglaublich sensibles Gespür dafür komische Elemente in die Tragödie einzubauen.


    Am traurigsten war für mich, dass das Buch leider irgendwann enden musste. Mir würde es in Moberly sehr wahrscheinlich sehr gut gefallen. Ich finde Joey Goebel großartig und dieses Buch ist vielleicht sogar das zweitbeste welches ich je gelesen habe. Dass dieser Autor keine größere Leserschaft hat ist mir unbegreiflich.

    Einmal editiert, zuletzt von Jarrett ()

  • Nachdem ich Americans Gods gelesen habe und den ersten Teil der Nightangel Reihe, stürze ich mich nun mal wieder in meine geliebte Scheibenwelt. Angefangen mit Die Farben der Magie :love:


    Habe das gesamte Scheibenweltwerk bereits 2 mal gelesen, vereinzelte Büche noch öfter, doch ich liebe es einfach so sehr immer wieder einzutauchen :love:

  • Ich hab neulich einen Klassiker gelesen: Ruf der Wildnis von Jack London.


    Hat sich viel flotter und angenehmer gelesen als man denken würde, wenn man das Alter (über 120 Jahre) bedenkt.

  • Tijan Sila - Radio Sarajevo


    Gerade erst aus dem Buchladen abgeholt, geht es hier um das Heranwachsen zwischen Popkultur und einer Stadt, die in einen grausamen Krieg gerissen wird und ihr Gesicht damit über Jahre verändert. Bin sehr gespannt, da ich immer über alle gut ausformulierten Eindrücke aus der Zeit dankbar bin und mich freue, wieder und wieder andere Perspektiven zu entdecken.

  • Ich hab neulich einen Klassiker gelesen: Ruf der Wildnis von Jack London.


    Hat sich viel flotter und angenehmer gelesen als man denken würde, wenn man das Alter (über 120 Jahre) bedenkt.

    Ich hatte vor einigen Monaten "Wolfsblut" von Jack London gelesen. Hat mir auch sehr gut gefallen.

  • Bin noch nicht so weit, wie ich sein wollte aber bald dort, wo der erste Film endet.


    Es ist dennoch an manchen Stellen anstrengend zum Lesen. Entweder muss ich im Anhang nach der Begriffserklärung blättern oder den Abschnitt erneut lesen, da die POV nicht immer klar ist. Also wenn zwei oder mehr Personen in der Szene sind, ist nicht immer klar abgetrennt, wer was sagt oder denkt.

    Definitiv nun im zweiten Film drin. Finde die Ereignisse bei den Fremmen ziehen sich. Da bin ich froh, wenn man zwischendurch zu den Harkonnen oder Gurney switched. Bin nach wie vor der Meinung, dass sich der Roman teilweise anstrengend liest. Die Sidetwists sind interessant und fehlen im Film bzw. erklären hier die Hintergründe besser. Ein WTF Moment als zwei Zeilen in kroatischer/serbischer/bosnischer Sprache aus dem Nichts im Roman erscheinen. Leider nicht korrekt übersetzt. Aber in den 60er Jahren wäre es nur wenigen aufgefallen, dass die Zeilen nicht aus einer erfundenen Sprache stammen.


    Ich bleibe dran, freue mich aber wenn ich beim zweiten Buch ankomme, wo ich weniger über den Handlungsstrang Bescheid weiss. Was mir aber bei Dube auffällt ist, dass sich der Roman zu ernst nimmt. Es ist sehr auf Paul und Chani fixiert. Es fehlen leider Charaktere wie ein Gandalf, Aragorn usw. die den Hauptcharakter ergänzen und selber interessante Charaktere sind. Auch haben mir die Harkonnen zu wenig Tiefe, was sehr schade ist.


  • Tijan Sila - Radio Sarajevo


    Gerade erst aus dem Buchladen abgeholt, geht es hier um das Heranwachsen zwischen Popkultur und einer Stadt, die in einen grausamen Krieg gerissen wird und ihr Gesicht damit über Jahre verändert. Bin sehr gespannt, da ich immer über alle gut ausformulierten Eindrücke aus der Zeit dankbar bin und mich freue, wieder und wieder andere Perspektiven zu entdecken.

    Äußerst intensives Buch, welches ich sehr schnell runtergelesen habe. Es ist ein sehr persönlicher Einblick in eine Welt, die sich die meisten von uns gar nicht vorstellen können und warum der Krieg im Inneren nie wirklich endet. Es geht um die Jahre 10 bis 13 im Leben des Autors und er hat zwar die Story etwas gestrafft, um es nicht zu ausschweifend anhand der auftauchenden Menschen zu machen, sonst ist es aber das, was seine Erinnerungen ausmachen. Wirklich eine große Empfehlung.


    Wer etwas dazu hören möchte: Radio Sarajevo von Tijan Sila | Ballaballa-Balkan Podcast

    Nun folgt:


    Grégory Salle - Superyachten - Luxus und Stille im Kapitalozän


    Der Autor hat hier eine Art Essay geschrieben, welches mit vielen Fakten unterlegt ist und sich mit den Phänomen der Superyachten beschäftigt und welche Ausmaße diese Branche angenommen hat. Er kritisiert damit diese Sphären von Superreichen, denen Umwelt genauso egal ist wie die Arbeitsbedingungen der Crews. Lässt sich ebenfalls gut lesen. Suhrkamp hat hier einen Teil einer in Frankreich erschienen Reihe an Büchern übersetzt veröffentlicht, die sich alle kapitalismuskritisch zeigen und verschiedene Themen abarbeiten.

  • Ich las als letztes:


    RIchard Lettau - Frühstücksgespräche in Miami

    Das ist eigentlich das Skript für ein Theaterstück und daher sehr schnell zu lesen. Es ist ein Treffen von ehemaligen Regierungschefs verschiedener Staaten, die alle geputscht wurden und ins Exil mussten. Die Gespräche sind sehr humorvoll und gleichzeitig mit feinen Anspielungen auf wahre Begebenheiten. So ein DIktatorleben ist gar nicht so einfach. Auslandsreisen sind besonders gefährlich, man weiß nie, ob man nicht am Ende abgesetzt ist, wenn man wieder einreisen möchte. Das Buch ist schon aus den 70ern.


    Es folgt:


    Asne Seierstad - Der Engel von Grosny

    Anhand von Treffen mit verschiedenen Kindern wird das Leben und die Lage in Tschetschenien aufgearbeitet. Die Autorin wurde mir von einer sehr geschätzten Freundin empfohlen und ich versuche mich damit etwas dieser sehr komplizierten Region anzunähern.

  • A N Z E I G E
  • "Einen Scheiß muss ich" von Sean Brummel

    Über Kindle Unlimited gelesen. Ein sehr humorvolles und kritisches über Perfektionsmus, das man das Leben mit mehr Gelassenheit leben sollte.


    Das Buch ist auch sehr kritisch über "Chasing Likes" in der Richtung das Postings konstruiert sind, das man dafür Likes bekommt statt seine wirkliche Meinung zu posten und auch kritisch über Menschen, die jedes Erlebnis unbedingt jeden mitteilten möchte.

  • Habe jetzt Dune:Der Wüstenplanet durchgelesen. Wahrscheinlich macht es mehr Sinn, den Anhang zuerst zu lesen, weil man dadurch mehr Hintergründe versteht und nicht stets hin und her blättern muss, was den Lesefluss stört. Fand das Werk nach wie vor sehr zäh, werde aber dennoch das zweite Buch (Messiah) nächste Woche anfangen zu lesen.

  • Anfang Juli gehe ich zu einer Lesung von Saša Stanišić zu seinem neuen Buch "Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne." Interessiert sich hier sonst noch jemand für Lesungen, oder bediene ich damit ein zu unbedeutendes Thema? Ich mache es sicher nicht andauernd, weiß es aber zu schätzen, wenn ich manche Autorinnen und Autoren live erleben kann um mehr von ihrem eigenen Zugang zum Werk zu erfahren.

  • Anfang Juli gehe ich zu einer Lesung von Saša Stanišić zu seinem neuen Buch "Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne." Interessiert sich hier sonst noch jemand für Lesungen, oder bediene ich damit ein zu unbedeutendes Thema? Ich mache es sicher nicht andauernd, weiß es aber zu schätzen, wenn ich manche Autorinnen und Autoren live erleben kann um mehr von ihrem eigenen Zugang zum Werk zu erfahren.

    Kommt für mich immer auf den Autor, die Autorin an. Ich hab ja selber meine 3-4 Lieblingsautoren und bin ansonsten ein rechter Lesermuffel 😅

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