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Inklusion - Realität oder Illusion?

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  • Um mal ein relativ harmloses Beispiel zu nennen welches den Menschen aber als ganz grosse, industrielle Idee verkauft wird.

    In der Doku "Das Märchen von made in Germany" werden Beispiele genannt wie man mit relativ einfachen Mitteln die Produktivität, und in vielen Fällen auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter, erhöhen kann und vieles davon ist auch absolut richtig. Allerdings trifft dass bei einem der prägnantesten Beispiele, nämlich dem Vergleich beider Eisenbahngesellschaften, nur sehr begrenzt zu. Die Tatsache dass die japanische Eisenbahngesellschaft eine höhere Fahrleistung hat, mehr Passagiere befördert und einen besseren Service bietet als die DB obwohl sie 60.000 Beschäftigte weniger hat liegt nur im geringen Masse daran dass man ein besseres System hat, es liegt schlicht und ergreifend daran dass man die Mitarbeiter sklavenmässig ausbeutet. Alleine die Tatsache dass viele der Mitarbeiter nur 10 Tage Urlaub haben bedeuten Millionen von Arbeitsstunden, also nix mit ganz tolle, revolutionäre Idee, das ist nichts anderes als pure Ausgeutung und diese "Idee" ist Tausende von Jahren alt.

  • Irgendwie verschwimmen hier drei Themen miteinander. Ursprünglich wurde von einem User ja die Sinnhaftigkeit von Inklusion generell in Frage gestellt. Dann ging es im weitesten Sinne darum, ob die Inklusion so wie sie stattfindet sinnvoll ist. Nun geht es um Werkstätten.

    Werkstätten sind erstmal keine inklusiven Einrichtungen. Meist am Stadtrand gelegen, werkeln die Menschen mit Behinderung vor sich hin. Das ist so ziemlich das Gegenteil von Inklusion, und etwas was die Inklusion eigentlich überwinden soll.

    Modelle wie ausgelagerte Arbeitsplätze sind rar, da sich Betriebe dort oft nicht rantrauen. Mehrere meiner früheren Bewohner haben über diesen Weg Arbeitsplätze auf dem 1. Arbeitsmarks gefunden.


    Das System WfbM gehört dringend reformiert. Und das trifft auf den gesamten Komplex, den man unter Inklusion zusammenfassen kann. Man braucht mehr Sozialarbeiter, Erzieher, Lehrer. Dafür muss eine Menge Geld mehr in die Hand genommen werden als bisher. Es wird sich aber am mittelfristig lohnen. Sogar finanziell.

    Nochmal für dich, da du scheinbar den Kontext nicht erfasst hast, obwohl ich es bereits klargestellt hab - es ging in dem besagten Post von mir um das Thema der Inklusion im deutschen Bildungssystem. Was du daraus machst ist nahe der Verleumdung. Bitte wiederhole daher deine falsche Aussage mir ggü, dass ich Inklusion generell infrage stelle, nicht noch einmal.

  • Nochmal für dich, da du scheinbar den Kontext nicht erfasst hast, obwohl ich es bereits klargestellt hab - es ging in dem besagten Post von mir um das Thema der Inklusion im deutschen Bildungssystem. Was du daraus machst ist nahe der Verleumdung. Bitte wiederhole daher deine falsche Aussage mir ggü, dass ich Inklusion generell infrage stelle, nicht noch einmal.

    Soll das eine Drohung sein?

    Ich habe weiterhin den Eindruck, dass du die Inklusion mit einer Frage wie „Was ist an Inklusion so wichtig“ gefolgt von dem Strohmann (keiner hat behauptet, die Inklusion sei in der derzeitigen Form „unantastbar“, was das auch immer heißen soll) generell in Frage stellst. Ob es dir dabei angeblich nur um das Bildungssystem geht, tut nichts zur Sache.

  • Um mal ein relativ harmloses Beispiel zu nennen welches den Menschen aber als ganz grosse, industrielle Idee verkauft wird.

    In der Doku "Das Märchen von made in Germany" werden Beispiele genannt wie man mit relativ einfachen Mitteln die Produktivität, und in vielen Fällen auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter, erhöhen kann und vieles davon ist auch absolut richtig. Allerdings trifft dass bei einem der prägnantesten Beispiele, nämlich dem Vergleich beider Eisenbahngesellschaften, nur sehr begrenzt zu. Die Tatsache dass die japanische Eisenbahngesellschaft eine höhere Fahrleistung hat, mehr Passagiere befördert und einen besseren Service bietet als die DB obwohl sie 60.000 Beschäftigte weniger hat liegt nur im geringen Masse daran dass man ein besseres System hat, es liegt schlicht und ergreifend daran dass man die Mitarbeiter sklavenmässig ausbeutet. Alleine die Tatsache dass viele der Mitarbeiter nur 10 Tage Urlaub haben bedeuten Millionen von Arbeitsstunden, also nix mit ganz tolle, revolutionäre Idee, das ist nichts anderes als pure Ausgeutung und diese "Idee" ist Tausende von Jahren alt.


    Ich fasse mal zusammen:


    Deine Aussage ist die folgende:

    Zitat

    [...]

    Was das Arbeitsleben angeht stimmt es absolut dass Menschen mit Einschränkungen ausgebeutet werden, und zwar in allen Bereichen, in Firmen aller Grössen. Allerdings darf man nicht vergessen dass diese Firmen auch sehr viele andere Menschen ausbeuten. Was auf dem Papier steht ist etwas völlig anderes als das was in der Wirklichkeit abläuft. Das Problem ist dass Menschen mit Einschränkungen, eben aufgrund der Einschränkung, sehr viel geringere Chancen haben höherwertige Arbeitsplätze zu besetzen und dadurch der Ausbeutung zu entkommen bzw. diese deutlich erträglicher zu gestalten.

    Das System an sich ist das Problem denn der Kapitalismus basiert auf Ausbeutung. Henry Ford hat sich auch nicht Gedanken gemacht wie gestallte ich die Arbeitsplätze in meiner Firma möglichst human sonder wie quetsche ich so viel wie möglich aus den Leuten raus. Also hat er seine Mitarbeiter zu monotonen Arbeiten erledigenden Robotern degradiert, und dafür feiert man ihn bis heute. Solange der Profit über der Menschlichkeit steht und das Geld wichtiger als die Menschenwürde ist werden alle ausgebeutet werden, auch Menschen mit Einschränkungen.

    Worauf ich nach deiner Antwort auf solche - deiner Aussage nach - systemimmanenten Probleme frage. Das obere Zitat ist deine Antwort darauf. Anschließend kommst du mit einem Beispiel über Bahnen und dem Thema von Arbeitseffektivität und Arbeitsplatzattraktivität an.


    Ein User hatte in dem Kontext neuerdings den Begriff von "Taubenschach" benutzt. Ich finde den Begriff sehr sympatisch und sehr treffend, was das angeht.


    Mittlerweile denke ich, dass deine seltsame Gesprächsführung pures Kalkül ist.


    Das darf ich hier nicht schreiben. ^^

    Sorry, aber ich finde diese Aussage absolut respektlos gegenüber jedem einzelnen User, der seine Zeit darin investiert hat, auch nur mal die grundsätzlichsten Zusammenhänge gerade zu rücken. Wer genau hat dir hier den Mund verboten?


    Mein Dank geht hier grundsätzlich an die Moderation in dem Bereich. Eine optimale Antwort auf Taubenschach hätte ich auch nicht im Petto.


    Ich werde von nun an versuchen, deine wirren Beiträge zu ignorieren. Dafür ist mir meine Zeit zu schade.

  • Soll das eine Drohung sein?

    Ich habe weiterhin den Eindruck, dass du die Inklusion mit einer Frage wie „Was ist an Inklusion so wichtig“ gefolgt von dem Strohmann (keiner hat behauptet, die Inklusion sei in der derzeitigen Form „unantastbar“, was das auch immer heißen soll) generell in Frage stellst. Ob es dir dabei angeblich nur um das Bildungssystem geht, tut nichts zur Sache.

    Nein das war eine Bitte, daher auch das entsprechende Wort zu Beginn des Satzes.


    Der Kontext einer Aussage/Frage tut also nichts zur Sache?


    Du kannst deine falsche Unterstellung auch gern wiederholen, halte ich aber eher für die offenkundige Schwäche der eigenen Argumente.

  • Private Auseinandersetzungen können bitte via PN geklärt werden, hier geht es zurück zum Thema bzw. den Themen.

    Wie wäre es mit einem eigenen Thread zum Thema Inklusion bzw. Anpassung allgemein, finde das Thema extrem interessant gerade in der heutigen Zeit und hier ist es, wenn man ehrlich ist, ziemlich deplatziert.


    Danke :)

    Einmal editiert, zuletzt von Eden H ()

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  • Würde hier gerne eine persönliche Geschichte von mir einwerfen die mich immer noch beschäftigt und bei dir ich Schwierigkeiten hatte den Bedürfnissen eines Kindes gerecht zu werden.


    Ich war im jungen Alter ( ca. 20-23 ) ehrenamtlicher Fußballtrainer für Kids (7-10 Jahre) und wir hatten ein Kind dabei das entwicklungstechnisch gesehen nicht auf dem Stand der anderen Kinder war was vermutlich mit einer Krankheit zusammenhing.

    Ich sage vermutlich weil die eltern den Kontakt zu uns Trainern aktiv gemieden haben, heißt sie haben das Kind am Parkplatz abgeliefert, geschaut das er zu uns läuft und weg waren sie, da bestand überhaupt kein Interesse an nem Gespräch ( was schon irgendwie komisch war, als elternteil würde ich ja auch gerne wissen wem ich da mein Kind in die Hände gebe. )

    Wir wussten also nicht wie wir dem Kind gerecht werden konnten und hatten personell auch einfach nicht die Möglichkeit dazu, waren zu zweit für ca. 15 Kinder. Es lief dann also so das der Junge häufig gerne andere Dinge gemacht hätte wie die Enten am nahegelegenen Weiher beobachtet oder am Spielplatz gespielt. Diesen Wunsch konnten wir ihm aber nicht erfüllen da wir ja auch die Aufsichtspflicht für alle anderen Kinder haben und so mussten wir ihn mehr oder weniger „zwingen“ mit uns Fußball zu spielen oder zumindest am Rand zu sitzen um zuzuschauen was das Kind halt total unglücklich gemacht hat. Auch wenn er mal mitspielen wollte war er nicht glücklich weil die anderen Kinder ihm halt einfach voraus waren, er oft den Ball verloren oder einfach umgeschubst wurde ( ohne böse Intention der anderen Kinder ) was ihm natürlich auch nicht gefallen hat.

    Auf der einen Seite fand ich es eigentlich schön zu sehen das die anderen Kinder ihn als einen von ihnen gesehen haben aber leider war das halt manchmal „zu viel“ für ihn.

    Hätte es größeres Interesse der Eltern gegeben hätte man sich vielleicht überlegen können wie man ihm gerechter wird, z.B. mit jüngeren Kindern trainieren lassen ( nur die Einschätzung/Idee von jemandem wie mir der dafür nicht ausgebildet ist ) oder uns als Trainer auch besser darauf vorzubereiten, vielleicht mit einem Lehrgang oder ähnlichem.


    Ich schätze ich habe hier gar keinen richtigen Punkt außer das ich immer noch an inklusion glaube, es aber nicht mehr als gegeben und einfach ansehe.

    Es ist harte Arbeit und es braucht Menschen denen es wichtig ist und die sich darum kümmern, aber ich denke die Sache ist es definitiv wert.

  • Solche Eltern und solche Zustände wo Betreuer an jeder Ecke fehlen regen mich extrem auf, und machen mich erhlich gesagt auch aggressiv. Hier ist direkt nebenan eine Einrichting die sich Haus der Lebenshilfe nennt in der Menschen mit Einschränkungen betreut werden bzw. darin leben. Und wenn man mitbekommt wie sehr sich das Fehlen von Betreuern und die, man muss fast schon sagen unmenschliche Art und Weise, die manche an den Tag legen die ihre Familie, Freunde, Verwandte besuchen auswirkt muss man als halbwegs zivilisierter Mensch fast schon durchdrehen.

    Eines der prägnantesten Merkmale einer humanen, zivilisierten und sozialen Gesellschaft ist die Art und Weise wie diese ihre schwächsten Mitglieder behandelt und nicht wie viele SUVs ihre stärksten Mitglieder in ihrer vierfach Garage anhäufen können.

  • Inklusion sollte halt passgerecht für alle Betroffenen sein und nicht als Selbstzweck ums Verrecken übergestülpt werden.

    Was übrigens die Definition von Inklusion ist. Wenn Maßnahmen nicht individuell und ressourcenorientiert durchgeführt werden, oder übergestülpt werden, ist es schlicht keine Inklusion.

  • Ohne Inklusion wäre ich mit meinem Handicap nie so weit in meinem Leben gekommen, wie ich es bis jetzt geschafft habe! Und dafür bin ich unendlich dankbar. Vor allem für alle Betreuer, Pädagogen usw. die mich immer unterstützt haben und auch viel Zeit und Geduld für mich geopfert haben.


    Inklusion ist wichtig und sollte IMMER erhalten bleiben!

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