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[NB] BCW Wrestling in WACKEN 2013: Showreports, Interviews und Fotos [4 von 4 Online]

  • Das WACKEN OPEN AIR startete am Mittwoch bereits mit ersten Showacts auf den Bühnen des Bullhead Circus und natürlich der ersten Show von Bullhead City Wrestling. Im enormen Zelt finden sich neben zwei Bühnen auch der Wrestlingring, welche etwas erhöht liegt und so eine gute Sicht garantiert. Der Besucherstrom fand sich auch bei der BCW Show ein, doch viele waren noch auf der Anreise. Das ist was sie verpasst haben:


    Im ersten Match traten Christian "Ecki" Eckstein und Heimo Ukonsälka gegeneinander an. Eckstein, der mit allein mit seinem glitzernden Umhang in deutschen Nationalfarben einige Buhrufe erntete, musste zu Anfang eine Verletzung an der Hand hinnehmen. Heimo entert den Ring in voller Vikingmetal-Tracht samt Trinkhorn und Axt. Letztere wurde ihm vom Referee abgenommen, welche sich dann Eckstein greifen wollte. Heimo wurde für seine offensiven Aktionen frenetisch gefeiert, doch für Eckstein stellte sich die blutende Hand im Endeffekt nicht als Handicap heraus. Mehrmals leckte er sich das Blut von der Hand, oder schmierte sie gar am Shirt des Referees ab. Promotor und Announcer, Martin "Crusher" Ruder, folgte dem Geschehen mit entsetzter Mine. Am Ende konnte sich Christian "Ecki" Eckstein den Sieg durch Pinfall sichern, was den Metalheads rund um den Ring und in den weiten Zelts sichtlich missfiel.


    Das zweite Match bestritten Bones und Al Ani. Beide Wrestler wurden von Valets begleitet, was der Stimmung sicherlich keinen Abbruch tat. Bones Können ist ja weithin bekannt, doch Al Ani konnte ebenfalls mit guter Athletik dagegenhalten. Mehrere Topropeaktionen brachten das Zelt zum ausrasten. Das scheinbar ausgeglichene Match hat Bones schlussendlich mit einem Superkick am knienden Al Ani, besiegelt. Auch Bones wurde massiv gefeiert, was im laufe des Wochenendes noch erheblich zunahm.


    Weiter ging es mit einem Handicapmatch! Der gigantische Colossus musste es mit gleich zwei Gegnern aufnehmen, Finn Fergus und einem gewissen Müller. Beide durften sich emsig bemühen Aktionen in Ziel zu bringen, die Colossus aber nicht im geringsten beeindruckten. Dann wurde er der Sache überdrüssig und beförderte beide Gegner mit einem Doublechokeslam zum Pinfall.
    Doch genug hatte der Riese nicht. Er wollte mehr und forderte den "Crusher" auf im einen weiteren Gegner zu schicken. Nach kurzem hin und her kommt langsam und gemessenen Schrittes ein großer Mann mit Kapuzenkutte aus dem Entrance. Bambikiller will es mit Colossus aufnehmen. Nach wenigen Minuten im Match muss jedoch auch Bambikiller einsehen, dass gegen den massiven Hünen kein Kraut gewachsen ist. Mehrere Shoulderblocks bringen auch Colossus nicht in ernsthaftes Straucheln, geschweige denn zu Fall. Mit dem Chokeslam gewinnt Colossus auch dieses Match. Doch er hat noch immer nicht genug. Wer kann seiner, Masse und Kraft überhaupt gerecht werden? Nur einer: Cannonball Grizzly! Der Mann, der seinen Namen wahrlich nicht zu unrecht trägt kommt heraus und fordert Colossus heraus. Martin Ruder bleibt jedoch ersteinmal keine andere Wahl als ein Tag-Team-Match zwischen den beiden Kontrahenten für die nächste Show anzusetzen.


    Match Nummer 5. Der Main-Event. Der Heavy Metal Rumble!
    In einer Over the Toprope-Challenge treten tritt der komplette BCW-Lockerroom gegeneinander an.
    Das Match beginnt mit Muller und Fergus im Ring, die beiden eher schlanken und beweglichen Kämpen geben alles und versuchen den Gegner rauszuwerfen um etwas Luft zu haben. Doch es kommt wie es kommen muss. Nach und nach füllt sich der Ring, Wrestler um Wrestler. Die Action ist kaum noch zu Überblicken. In der einen Ecke hängt Bones schon oben auf den Seilen und wird nach draußen gedrückt. Auf der anderen Seite segelt schon Fergus über das oberste Ringseil und kann sich gerade noch vom Apron wieder hinein rollen. Metallisch hart geht es zur Sache. Doch wie eine Naturgewalt kommt unaufhaltsam das was kommen muss. Colossus betritt den Ring und räumt einen nach dem anderen aus dem Weg. Als der Sieg unvermeidlich erscheint kommt unter lauten Rufen Cannonball Grizzly zum Ring. Und beginnt eine Schlacht der Titanen im Wrestlingring von Wacken. Er kann Colussus nicht nur auf die Matte befördern, sondern ihn auch eliminieren. Somit steht der Mainevent der Samstagsshow fest. Der amtierende BCW-Champion Colossus gegen Cannonball Grizzly.



    Die kommenden Tage werde alle vier Shows hier im Report veröffentlicht. Außerdem wird es Fotos und Zuschauerreaktion zu lesen geben und natürlich das große Wrestler-Interview!
    Lest auch morgen den zweiten Teil des Showreports der Wrestlingshow beim WACKEN OPEN AIR 2013. Mit einem Tag-Team-Match im Mainevent, zu Bruch gehenden Tischen und dem Match um den BCW European-Championship.


    Verfolgt außerdem unseren eher musikalischen Festivalreport im Entertainment-Forum!
    Festivalreport

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  • Am zweiten Festivaltag wartet auch eine weitere Show von Bullhead City Wrestling auf uns. Da nun in regelmäßigen Abständen auch Bands im Zelt spielen, bleibt viel Laufkundschaft auch einfach mal stehen und schaut sich das Wrestlingspektakel an. Ein dänisches Pärchen meinte: „Sowas haben wir früher mal gesehen, aber im Fernsehen, nie mit eigenen Augen. Wir finden sie machen eine tolle Show!“ „Es macht Spaß zuzusehen, gestern war ich zufällig hier. Ich will nun aber wissen wie es weiter geht!“, meinte ein Metalhead der sich sogar in die erste Reihe gezwängt hat. Metal und Wrestling funktionieren auch gemeinsam. „Ich schaue zuhause immer die WWE, jedoch Woche und bin Metaller mit Leib und Seele! Ich find es geil, dass hier auch Wrestling gezeigt wird!“, sagte mir ein weiterer Zuschauer im dichten Gedrängel.


    Im Opener muss es Finn Fergus mit Müller aufnehmen. Dieses Match dreht sich um den BCW-European Championship. Beide Gegner bearbeiten sich energisch mit gezielten Tritten im Indystil und einer großen Bandbreite an legendären Moves vom Spinebuster bis zum Flying Forearm. Fergus hat am Ende das bessere Händchen und kann Müller in einem stehenden Armbar zur Aufgabe bringen. Damit ist Finn Fergus der Bullhead City Euopean Champion! Der Müller ist sichtlich angefressen.


    Zum ersten mal darf nun der Blue Diablo in einem ganzen Match sein Können zeigen. Zuvor war er nur im Heavy-Metal-Rumble vom Vortag aufgetaucht und konnte leider kaum Akzente setzen. Doch damit sollte es nun vorbei sein. Der Blue Diablo aus Mexiko tritt als wahrhaftiger Luchador mit Maske und großer Nebelfontäne in den Ring. Sein Gegner ist Al´Ani der sich sehr selbstherrlich gibt und beim Einzug nochmals auf die Knie fällt und die Arme in die Luft reckt. Die Schmährufe der Zuschauer lassen nicht lange auf sich warten, da kann ihm auch sein Valet nicht helfen. Der Blue Diablo lässt sich vom Aufwind der Zuschauer in das Match tragen und seine athletischen Attacken führen immer wieder zu Rufen und Jubeln der Fans. Am Ende eines sehr ansehnlichen Matches entscheidet der Blue Diablo mit einem Big Splash vom Toprope das Match für sich gegen einen starken Al´Ani.


    Der Unholy Bambikiller sollte nun auf den „Best in Europe“ Bones treffen. Bones-Chants trugen weit durch das Rund des Zeltes aller Orts und die Stimmung war furios wie das Match, das folgen sollte. Viele Nearfalls gab es zu bestaunen und ausnehmend gutes Wrestling. Auch der erste Outsidebrawl der diesjährigen BCW-Shows wurde geboten. Damit die Fans auch die ganze Action sehen konnten wurde die gesamte Show auch auf der großen Leinwand direkt oberhalb des Rings übertragen. Nach einer Serie von einem harten Missiledropkick, der Bambykiller durch den Ring segeln lies, einem Bulldog und dem Superkick an den Kopf wollte Bones den Sack zumachen. Doch seine Aktionen reichten nur zu einem 2-Count. Bambikiller wollte nicht klein beigeben. Er kam noch einmal zurück, doch plötzlich stürmte er in den Backstagebereich und brachte einen großen Tisch mit in den Ring. Nach einigen schlägen verfrachtete Bambikiller Bones auf die oberste Ringecke. Die ersten Versuche konnte er er noch blocken, doch dann wurde Bones mit einer Powerbomb durch den Tisch befördert und die Halle tobte nach diesem Finish. Nachdem Bambikiller den Ring verlassen hatte, erhob sich auch Bones mit schmerzverzerrtem Gesicht und lies sich von den Metalheads bejubeln.


    Das Main-Event von Tag 2 sollte nun also ein Tag-Team-Match sein. „Ecki“ Eckstein im Verbund mit Colossus gegen Heimo und Cannonball Grizzly waren die Kontrahenten in dieser Auseinandersetzung. Eckstein schnappte sich das Mirkofon von Martin Ruder, welcher immer direkt am Entrance sitzt und verkündete seinen Unmut über Metalmusik und die Fans, welche er als „Emos“ beschimpfte. Für einen Metalhead geht es wohl kaum schlimmer. Heimo bedachte ihn und seinen Partner dafür, wohl im Namen der langhaarigen Fangemeinde, mit einer Ansicht seines blanken Hinterns. Nachdem der sprichwörtliche Mond aufgegangen war konnte auch dieses Match starten. Zuerst musste Heimo Ukonsälka es mit Christian Eckstein aufnehmen. Beide lieferten sich einen harten Schlagabtausch wonach immer wieder Colossus eingewechselt wurde, der Heimo mit einem gewaltigen Bearhug das Leben aus dem Körper presste. Es war brütend heiß im Zelt und wie die Kräfte der Fans geraubt wurden befand sich Heimo in der unangenehmen Situation massiv bearbeitet zu werden. Am Rand der Niederlage und keine Möglichkeit einen Wechsel mit dem Partner machen zu können schaffte er es doch nach einem Elbow nach vielen Minuten im Ring mit Cannonball Grizzly abzuklatschen. Nach einigem Hin und Her brawlten die beiden Riesen daraufhin wie wild geworden bis in den Backstagebereich. Eckstein wollte das Match nun noch schnell beenden und und Zog eine Kette hervor mit der er Heimo Niederschlug. Der Referee hatte jedoch beide Augen beim geschehn im Ring und disqualifizierte Christian Eckstein für seine Aktion, was ihn nicht davon abhielt auf den bereits am Kopf blutenden Heimo Ukonsälka weiter mit der Kette zusetzen zu wollen. Cannonball Grizzly tauchte wieder auf mit einem großen Beutel in der linken Faust, welchen er emporhob. Eckstein blickte verwirrt drein, noch immer die Kette um seine eigene Hand gewickelt. Die Hand, welche von Heimos Axt am Vortag verletzt wurde. Grizzly holt aus dem Beutel eine massive Kette mit Lederschnallen an beiden Enden aus dem Beutel, deutet auf Eckstein: „You think you have a chain?! This is a chain!“ Er fordert für den morgigen Tag Eckstein zu einem Chainmatch heraus und die Crowd ist gespannt auf dieses Event am morgigen Tag. „Wow, a chainmatch, i really love to see this tomorrow!“, meint Juan aus Spanien.


    Das wars für heute. Morgen dann Tag 3 und Interviews mit Bones, Heimo, Eckstein, Colossus und dem BCW-Champion Cannonball Grizzly!

  • Wrestler im Gespräch:


    Am Nachmittag hatten wir die Gelegenheit ein paar Worte mit den Wrestlern wechseln zu können. Bones, Heimo und Grizzly zeigten sich begeistert vom Wacken-Open-Air. Vor allem die Organisation, der minutiöse Ablauf und den Ablauf der Arbeit hinter den Bühnen gefallen ihnen sehr. Cannonball Grizzly spricht sogar von einer Erfahrung fürs Leben, für ihn als Wrestler und als Musikfan. Alle sind sich einig: Rammstein haben alle am Vorabend gesehen und Fozzy will man auch natürlich noch sehen. Colossus will außerdem die Show von Anthrax sehen. Heimo hingegen die Schweden von Sabaton, dazu später mehr. Grizzly findet die Metalheads ziemlich cool, vor allem wie sie bei den Shows mitgehen. Zu seinem Championshipmatch gegen Colossus meint er, dass im ein harter Kampf gegen einen starken Gegner bevorsteht, aber er alles geben will um BCW-Champion zu werden. Im Moment hat er jedoch nur Eckstein im Kopf, dem er heute abend in einem Chainmatch gegenübersteht. Nochmal zum Ausblick: Am Samstag hat dann direkt vor der letzten BCW-Show niemand geringeres als Chris Jericho mit seiner Band Fozzy die Bühne, direkt neben dem Ring, für sich. Bones ist auch gespannt auf das Konzert und will versuchen einen Blick zu riskieren. Die verrückten Metalfans sind einfach toll, meint Bones. Laut ihm passen Musik und Wrestling einfach zusammen. Das sieht auch Heimo Ukonsälka so. „Wrestling gehört zu Wacken! Die Leute auf diesem Festival sind sehr aufgeschlossen und auch bereit Neues zu sehen.“ Er findet es außerdem ein gutes Gefühl ein Teil eines größeren Ganzen zu sein. Heimo hat sich natürlich auch Deep Purple angesehen und wird sich neben Sabaton auch noch Motörhead auf der großen Bühne geben. Christan „Ecki“ Eckstein sieht das etwas anders. Die Sonne nervt ihn und vor allem dieser Krach, den die „Emos“ machen würden. „Diese Heckenpenner überall da draußen und dann ist das hier echt nicht meine Musik.“ Er muss jedoch auch zugegeben, dass er den Zuspruch zur Wrestlingshow super findet. „Es werden jeden Tag mehr und mehr Zuschauer.“ Alice Cooper, der am Samstag parallel spielen wird, solle sich „schon mal vorbereiten verlegt zu werden“. Sein anstehendes Chainmatch gegen Grizzly sieht er so: „Es gibt heute Abend voll auf die Fresse.“ Bones ist sich darüber hinaus sicher: „Wrestling und Musik verbindet – beides bringt Kulturen zusammen und passt deshalb perfekt zueinander.“ Was er mir noch für Euch als Stimmungsbild mitgab ist folgendes: „So geil! So geil! So geil!“


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    Tag 3:


    Im ersten Match am Freitag treffen Heimo und Colossus aufeinander. Es ist mittlerweile auf Mitternacht zu und der Vikinger stürmt unter dem tosenden Jubel der Zuschauer in den Ring schüttet sich ein ganzes Trinkhorn in den Rachen. Die Symphatien sind auf seiner Seite und Colossus zeigt seine Meinung über die Fans mit seinem mittleren Finger. Er bringt sogar einen Stuhl zum Ring, welchen jedoch der Ringrichter zu entfernen weiß. Nach fünf Minuten im Match will der Riese immer noch nicht fallen und erst eine Serie von mehreren Flyingforearms bringt ihn überhaupt ins wanken. Eine Clothsline vom Obersten Ringseil bringt ihn dann doch zu Fall und das Zelt tobt wiedereinmal! Colossus teilt jedoch auch heftig aus und Heimo kontert mit einem Crossbody zum ersten 2 Count an Colossus. In einer turbulenten Schlussphase ist der Referee dann doch abgelenkt und sieht nicht wie Colossus doch noch einen Stuhl einsetzen kann um danach Heimo im Pinfall zu bezwingen. Das Publikum ist entsetzt.


    Bones und der Blue Diablo sollen als nächstes aufeinander treffen. Beide Gegner haben ihre Valets dabei was im Zelt zu später Stunde und nach dem ein oder anderen Bier sehr viel Zuspruch findet. Die beiden Damen befinden sich sogar in einer Art Show-Off und beide Wrestler wollen vom Publikum wissen wer denn nun die bessere Begleiterin hat. So weit so gut und dann kam das Match.
    Fulminant, möchte ich sagen, war dieses Match hier auf dem Wackengelände. Der Crowd wurde ein technisches Spektakel geboten aus Highflying, technischen Haltegriffen und harten Chops und Kicks. Technisch ging es also variabel zur Sache und je intensiver das Match wurde desto mehr ging das Publikum auch mit. Bones und der Blue Diablo reißen das Zelt ein. Pinversuch und Konter folgen aufeinander. Das Tempo ist hoch und eine Hurracarana vom Diablo bringt die Metalheads zum aufschreien. Martin Ruder ermahnt die Gegner mitlerweile, dass bald das Zeitlimit von 12 Minuten drohen sollte. Kurz vor Schluss übernimmt Bones die Oberhand und zeigt wieder seinen Missile Dropkick mit dem folgenden Bulldog. Und dann der Tritt an den Kopf zum engültigen 3-Count. Doch als Bones sich verbissen auf den Blue Diablo wuchtet. Hat Martin Ruder bereits den Countdown begonnen. Als die Hand des Referees gerade zum dritten Mal die Matte berühren soll endet das Match im Timelimitdraw. Was die Fans bis dahin gesehen haben ist aber einen großen Applaus wert. Die Anwesenden scheinen sich sicher, das war schon das Match des Abends.
    Nach dem Match folgt noch ein fairer Handshake der beiden Gegner und die Ankündigung eines möglichen Rematches, was ebenfalls zu Ovationen führt.


    Im dritten Match des Abends treffen in einem Tag-Team-Match Fergus und Müller auf Al´Ani und Unholy Bambikiller. Auch gegen beide Gegner aufeinmal ist Bambikiller am Ende her der Lage. Al´Ani scheint mit seinem Partner jedoch überhaupt nicht zufrieden zu sein. Auf der anderen Seite sieht es aber auch nicht besser aus. Fergus muss sich sogar eine Ohrfeige seines Partners einfangen. Bambikiller kann beiden am Ende den Pinfall holen. Al´Ani hätte wohl lieber seine Musik gehört und drückt seine Verachtung aus. Das kann Bambikiller nicht so stehen lassen und verpasst ihm seinen Finisher. Was wird ein Nachspiel am morgigen Tag geben!


    Für den heutigen Main-Event steht das angekündigte Chainmatch auf dem Plan. Cannonball Grizzly will nun Christian "Ecki" Eckstein zeigen was eine richtige Kette ist. Schon beim Einzug Ecksteins zeigt er sein Abneigung heute hier antreten zu müssen. Nachdem Grizzly die Kette nocheinmal präsentiert weigert sich Eckstein wehement die Schelle an seinem Arm anbringen zu lassen. Er zieht weg, schüttelt den Kopf und verzieht sich in die Ringecke. Grizzly wird das irgendwann zu bunt. Er lehnt sich in die Seile und lässt sich ein Bier vom Crusher vom Ringsprechertisch bringen, welche er unter dem Beifall der Zuschauer öffnet und runterkippt. "Noch ein Bier!", skandieren die Fans, heute spielte Sabaton und dessen Sänger meinten hier seien alle verrückt, da sie nur dies rufen würden, anstatt den Namen der Band. So ist Heavy Metal und Wrestling auch wieder beisammen. Das passt einfach hier in Wacken. Als Eckstein endlich auch die Kette am Arm hat geht es los. Grizzly verkürzt Stück für Stück die Kette. Eckstein wert sich doch gerät schlussendlich in die Fänge von Grizzly. Plötzlich kommt Colossus aus dem Backstagebereich und attackiert seinen Herausforder auf den BCW-Titel. Der Ringrichter bricht das Match ab. Das interessiert Eckstein wenig. Er greift zusammen mit Colossus Cannonball Grizzly an und beide würgen den blutenden Grizzly mit der Kette im Ringseil. Refereee und Promoter können beide nur zusehen bis Heimo, mit einem Stuhl bewaffnet, in den Ring stürmt und Eckstein und Colossus verteiben kann. Grizzly ist sichtlich angeschlagen und blutet aus einer Kopfwunde. Martin Ruder fragt ihn ob er einen Krankenwagen benötigt. Grizzly schüttelt den Kopf. Blickt ins Publikum und hebt den rechten Zeigefinger. "One more beer!" Grizzly macht trinkt ein weiteres Bier auf Ex und die Menge tobt erneut. Mit einer Pommesgabel, den Devilhorns, den bekannten metallischen Handzeichen verabschiedet sich Grizzly von den Fans. Aber nur für heute, Martin Ruder spricht es nocheinmal an: Morgen der BCW Champion Colossus gegen Cannonball Grizzly um den großen Titel!


    Morgen dann der Finale Tag. Die Wrestlingshow geht ins Finale und direkt nach Fozzy startet die Show. Ob Chris Jericho wohl auch einen Blick riskiert hat? Das große Titelmatch steht auf dem Programm und alle Wrestler werden nochmal alles geben!

  • Nun war es soweit. Das Konzert von Fozzy hatte gerade geendet und die letzte BCW Show des WOA 2013 stand in den Startlöchern. Während sich der BCW-Roster noch im Gespräch mit Y2J höchstpersönlich befand wurde vorne im Zelt noch einmal die Meute angeheizt. Die Valets tanzten und der Metal schallte aus den Lautsprechern. Nebenbei machte sich gerade Alice Cooper bereit die Hauptbühne zu rocken, doch eine bachtliche Anzahl an Metalheads hatte sich zum Wrestling eingefunden. "Scheiß auf Cooper, ich will jetzt endlich wissen wie es ausgeht!", war eine der vielen Meinungen die ich zu hören bekam.


    Im ersten Match konnte trafen Christian "Ecki" Eckstein und der Blue Diablo aufeinander. Der Publikumsliebling brachte erneut mit seinen Luchatechnik das Zelt zum toben und Eckstein war damit beschäftigt das Publikum zu diffamieren. Die zahlten ihm das auch immer wieder in Sprechchören heim, doch am Ende mussten alle mitansehen wie Eckstein den Blue Diablo mit einem Piledriver auf die Matte schickte und sich den Sieg holte.


    Im zweiten Match kam es nun zum Aufeinandertreffen der Tag-Team-Partner vom Vortag. Bambikiller und Al´Ani wollten sich gegenseitig im Ring beweisen wer nun der bessere Wrestler ist. Das taten sie auch es ging heftig hin und her. Hier musste der Referee sogar zu den gelben Karten greifen und Verwarnungen ausprechen, da er sogar selbst angegangen wurde. Die Intensität wurde größer und mit einem Facebuster konnte Bambikiller Al´Ani auf die Matte schicken. Für seinen Finisher schnallt sich Bambikiller seinen Gegner auf den Rücken mit dem Kopf nach unten und wirft sich mit Schwung nach hinten und holt sich den Sieg.


    Weiter geht es nun mit zwei Publikumslieblingen Bones und natürlich Heimo, die in einem Team ihren Gegnern Finn Fergus und Müller gegenüberstehen. Wiedereinmal hört man die lauten "Auf die Fresse"-Chants die schon die vorherigen Tage die Shows dominiert haben. Heimo und Bones fordern diese nun weiter ein bis es Müller und Fergus sich einigen wer denn nun mit dem Match beginnen soll. Erstaunlicher Weise können Müller und Fergus gut dagegen halten und zwingen Bones immer wieder in ihre Ringecke. Dann kann jedoch nach vielen qualvollen Minuten mit seinem Partner wechseln. Heimo räumt darauf erstmal auf, muss jedoch auch wieder ordentlich einstecken. Als Bones wieder im Match ist kann er gegen Fergus wieder seinen harten Missilledropkick zeigen, gefolgt vom Bulldog. Er verpasst ihm sogar den Superkick an den Kopf und will den Sieg einfahren. Unglaublich aber wahr: Nur ein 2-Count! Was bleibt Bones also übrig, ausser einem Griff in die Trickkiste. Ich glaube irgendwo muss Chris Jericho gelächelt haben, denn Bones befördert seinen Gegner mit dem Codebreaker auf die Matte und der Referee zählt bis drei!


    Das letzte Match für die BCW in diesem Jahr lautet natürlich: BCW-Champion Colossus gegen Cannonball Grizzly! Für Colossus hegt das Publik keine hörbaren Sympathien, dafür jedoch umso mehr für Canonball Grizzly. Taunts der beiden Kontrahenten werden entweder gnadenlos ausgebuht oder frenetisch gefeiert. Ein großes Big-Men-Match war ins rollen gekommen. Nach mächtigen Kraftproben und Headlocks nahm das Match immer mehr Fahrt auf. Shoulderblocks wurden ausgeteil, aber natürlich wollte keiner der Gegner fallen. Doch Colossus muss unter den Attacken von Grizzly tatsächlich den Ring verlassen und wird wird auch angezählt. Plötzlich taucht er mit einer Gitarre auf und will damit auf seinen Herausforderer losgehen, doch der Referee geht dazwischen und Grizzly kann ihm die Gitarre entwenden. Nutzen tut er sie nicht und mit einer Attacke von Colossus geht er dann doch zu boden und findet sich in einem Headlock wieder dem er ersteinmal nicht entkommen kann und man die Befürchtung hat er könne sogar abklopfen. Grizzly kann sich dann doch noch rauspowern und verteilt aucch nocheinmal mit letzter Kraft aus, bis Colossus seine Chance sieht und ihn gegen den Referee stößt. Der Referee kann so nicht die brutalen Schläge mit der Gitarre mitbekommen. Jedoch kann das ganze Zelt kann die drei Schläge hören und sehen bis die Gitarre in ihre Einzelteile zerbirst. Als der Ringrichter wieder zu sich kommt siehr er nur Grizzly im Cover und zäht durch. Alter und neuer Bullhead City Wrestling Champion ist Colossus!


    Nachdem Colossus den Ring verlassen und Grizzly sich langsam wieder aufrappelt hat bedankt dieser sich bei den Fans hier im Zelt des Wacken Open Airs für ihre Treue und Anfeuerungen. "Ihr hättet zu Alice Cooper gehen können, aber ihr seid hier zur BCW gekommen! Danke dafür!"
    Auch wir bedanken uns an dieser Stelle bei der BCW, den Wrestlern und Martin "Crusher" Ruder für die tollen Shows, die großatigen Matches und die spannenden Momente. Metal und Wrestling passen wohl doch zusammen, bestimmt nicht nur in Wacken, aber hier ganz besonders. Wir freuen uns auf das nächste, sechste Jahr der BCW auf dem Wacken Open Air 2014.


    Vielen Dank auch an Euch für das Interesse!


    Zum Abschluss ein paar kleine Impressionen aus dem Zelt und von den Shows.


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    Für die letzten beiden Fotos möchte ich ganz herzlich bei Claudia Antony bedanken. Weitere Fotos vom WOA findet ihr auf ihrer Facebookseite: https://www.facebook.com/claudiaantonyfotografie

  • Zitat

    Original geschrieben von CaptainElbow:
    Hier auch nochmal das Foto aus der Topstory in groß:


    BCW-Crew + Y2J


    Ich glaub da wurden einige Männerträume wahr. Als Wrestler nach so einer Show (mit solch einer genialen Stage) noch diese Legende zu treffen, auch wenn er nicht als Wrestler anwesend war.
    Andererseits kann ich mir Jericho nicht wie ein Rock vorstellen der wenn er mit Fozzy unterwegs ist nichts von Wrestling wissen will. :thumbsup:


    Im nachhinein ganz schön traurig nicht dabei gewesen zu sein. Glückwunsch an alle die es waren! :thumbsup:

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