A N Z E I G E

Hugo Chávez ist tot

  • Sie haben für ihren Comandante gebetet, Kerzen angezündet. Doch das bange Hoffen der Chavistas in Venezuela war vergeblich. Staatschef Hugo Chávez hat seinen Kampf gegen den Krebs verloren.


    Der 58-Jährige starb am Dienstag in Caracas, teilte sein Stellvertreter Nicolás Maduro mit. In der Nacht zum Dienstag hatte die venezolanische Regierung mitgeteilt, dass sich der Zustand des krebskranken Präsidenten drastisch verschlechtert habe.


    Erst am 5. März hatte Informationsminister Ernesto Villegas von einem sehr heiklen Gesundheitszustand und einer neuen schweren Atemwegsinfektion gesprochen.


    Chávez hatte seinen Stellvertreter Nicolas Maduro (50) zum Nachfolger erkoren. Doch die Opposition verlangt Neuwahlen.

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  • Unfassbar, wie weit Staaten auf dieser Welt gehen...

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  • Habe erst vor paar Stunden noch gelesen:


    Die USA und die Feinde der Regierung hätten einen "pyschologischen und schmutzigen Krieg" gegen Chávez und Venezuela geführt, sagte Maduro. Die historischen Feinde hätten immer die Möglichkeit gesucht, die Gesundheit "unseres Kommandanten" zu schädigen. "Das wird von einer speziellen Kommission untersucht werden. Wir haben schon Hinweise, und es wird der Moment kommen, diese Untersuchungen durchzuführen", sagte Maduro am Dienstag bei einer Sondersitzung des Kabinetts und der Militärführung in Caracas.


    Das Land bereite "besondere Maßnahmen" vor, um gegen den Anstieg der Komplotte gegen die Regierung während Chavez' Erkrankung vorzugehen. Ein US-Diplomat sei des Landes verwiesen worden, weil er eine militärische Verschwörung gegen Chavez habe anstiften wollen, ergänzte Maduro.
    http://www.spiegel.de/politik/…antwortlich-a-887103.html


    Entertainment ist jetzt auch nicht unbedingt das abwegigste Unter-Forum. ;) Und ja, wie man sieht hält sich mein Mitgefühl für Chavez in Grenzen. Ich bin allerdings gespannt, wie es in Venezuela weiter geht. Maduro jedenfalls dürfte in keiner guten Ausgangsposition sein, selbst falls er die Neuwahlen gewinnen sollte. Das Militär galt in Venezuela schon immer als treibende Kraft, hätte Chavez 2002 beinahe aus dem Amt geputscht und welchem Kandidaten das Militär wohler gesonnt ist, kann man sich denken: Dem ehemaligen Busfahrer Maduro oder doch eher dem Offizier Cabello? Schwierig. ;)

  • Auch hier nochmal, denn ein eigener Thread steht Chavez schon zu. Der Schock hat nicht groß nachgelassen. Die USA leider, so geschmacklos dies bei einem Todesfall auch immer klingt, der "große Gewinner" wenn man so will. Heutzutage muss die USA schon gar nicht mehr Angriffe auf Persönlichkeiten wie Castro oder Chavez starten, das erledigt die Zeit früher oder später leider selbst. Ich bin jetzt gespannt was aus Venezuela wird und welche Folgen dies für das restliche Lateinamerika hat. Santos ist ohnehin eher Amerika-hörig und eher am Kontakt zur USA interessiert, als dies nun bei jemanden wie Chavez der Fall war. Möglicherweise lockert sich die zerrüttelte Beziehung zwischen Venezuela und Kolumbien etwas auf, nach dem der Jahre lange Einsatz der FARC an der Grenze bzw. auf dem venezolanischen Land der Beziehung eher geschadet hat. Kann mir schon vorstellen, wie stark diese Nachricht vor allem die Castros getroffen hat, hoffe aber nun, auch nach dem ableben von Chavez, dass man der USA genügend Contra bietet und seine politische Haltung der USA gegenüber nicht ändert...wobei ich was das angeht eher skeptisch bin, ob es nicht doch eher in die andere Richtung geht.


    Und Maduro macht sich etwas lächerlich. Klar, es haben Angriffe der USA auf Chavez oder beispielsweise Castro stattgefunden. Die USA jetzt aber am ableben von Chavez verantwortlich zu machen, ist dann unter diesen Umständen doch übertrieben. Diese Aussagen sollen wohl besonders seinen politischen Standpunkt nochmal klar machen und wir interpretieren wohl zu viel hinein.

  • RIP


    In den ersten Jahren war ich ein Chavez-Fan. In seiner ersten Amtszeit wurden einige gute Dinge bewirkt, zB die Einführung einer guten neuen Verfassung mit vielen basisdemokratischen Elementen.


    Später konnte ich seinem mit den Jahren immer stärker von politischem Zentralismus und Führerkult geprägten System aber immer weniger abgewinnen.


    Könnte mir leider gut vorstellen, dass das aktuelle System zwecks Machterhalt nun mit autoritären Mitteln versucht Chavez Tod zu kompensieren.


  • Dem schließe ich mich einfach mal an, denn ich wollte auch so etwas in der Art schreiben.

  • Aus meiner Sicht ist hiermit einer der wenigen relevanten Politiker der jüngeren Vergangenheit verstorben, der zu Beginn des neuen Jahrtausends einige für Lateinamerika wegweisende Entscheidungen getroffen hatte! Über die längerfristige Entwicklung seiner politischen Karriere kann man sich zweifelsohne streiten, nichtsdestotrotz gehört diesem Menschen für seinen Widerstand und dem Plädoyer für Demokratie Respekt gezollt! R.I.P., Hugo Chavez!

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