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[NB] Dixie Carter im Interview über die neue PPV-Strategie, Impact on the Road, uvm.

  • Dixie Carter im Interview über den UK-Markt, die neue PPV-Strategie, Impact on the Road, uvm.

    TNA-Präsidentin Dixie Carter stand im U.S.-Magazin "The American" Rede und Antwort über das, was zur Zeit bei Total Nonstop Action Wrestling los ist und wo die Zukunft die Promotion hinführen soll und wird:

    Wieviel wussten Sie über das Wrestling, bevor Sie Präsidentin von TNA geworden sind?

    Ich habe früher Wrestling geguckt. Ich lebte zu den Blütezeiten der Von Erichs in Dallas, Texas und somit habe ich mit meinem Bruder immer "Saturday Morning Wrestling" geschaut. Mit dem modernen Wrestling bin ich aber vor meinem Engagement bei TNA noch nicht in Berührung gekommen. Zu der Zeit gab es im Fernsehen nur WWE.

    Welche Vor- und Nachteile gibt es für eine weibliche Führungsperson, die innerhalb eines - so sagt man - von Männern dominierten Geschäfts arbeitet?

    Meiner Meinung nach gibt es nur Vorteile. Ich bin mit meinem Job absolut glücklich und denke auch, dass ich dem Geschäft neue Facetten hinzufügen kann. Ich interessiere und sorge mich immer und überall um meine Jungs und Mädels, weshalb ich denke, dass wir eng zusammengewachsen sind und füreinander einstehen. Deshalb ist auch ihr Befinden eng mit dem der Company verknüpft und ihnen ist der Erfolg um so wichtiger. Wenn beide Seiten sich kümmern und hart füreinander arbeiten, werden letztendlich die Fans davon profitieren, da die Leidenschaft aller für den Job echt ist.

    Houseshows, TV-Tapings und zuletzt "British Boot Camp" - Wie wichtig ist der britische Markt für TNA?

    Der britische Markt ist ein essentieller und unverzichtbarer Grundstein unseren Erfolges, da es der erste Markt ist, auf welchem wir nicht nur mit unserem Hauptkonkurrenten mithalten, sondern ihn auch in den Einschaltquoten und ähnlichem übertreffen können. Im Vereinigten Königreich ist uns der erste wirkliche Durchbruch gelungen und es hat uns geholfen eine Basis für das zu legen, was wir bisher weltweit erschaffen haben.

    Wird es eine zweite Staffel der Erfolgsserie "TNA British Boot Camp" geben?

    Das Boot Camp war in der Tat ein herausragender Erfolg und ich bin sehr stolz darauf. Die britischen Fans sind eine wahnsinnige Unterstützung für uns und deshalb möchte ich meinen Teil dazu beitragen, das Wrestling auf dem britischen Markt wieder zu etablieren. Sie haben dort so viele talentierte Leute und wir dafür einige interessante Ideen...

    Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass es jemals einen Pay-Per-View auf britischem Boden geben wird?

    Ich werde immer wieder gefragt, wie es denn mit einem PPV im UK aussehen würde und der einzige Grund, warum es diesen noch nicht gegeben hat, ist folgender: Die Pay-Per-Views werden nicht von so vielen Leuten geguckt wie die wöchentlichen TV-Shows und ich möchte, dass so eine Veranstaltung von Millionen von Menschen gesehen wird. Ich würde die fantastischen britischen Fans gerne ohne Werbeunterbrechungen und bei noch längeren Matches der ganzen Welt präsentieren. Vielleicht machen wird das irgendwann.

    Was war der Grund dafür, die Pay-Per-Views von zwölf auf vier zu reduzieren?

    Die Veranstaltungen zu streichen war eine schwierige Entscheidung. Man verzichtet auf Millionen von Dollar, denn wir hatten Erfolg damit. Das professionelle Wrestling ist lange so gelaufen, aber wir sind nun in einer Zeit, in der man die Dinge anders betrachten muss und deshalb haben wir uns dazu entschieden, die Karten neu zu mischen.

    Wir gehen damit finanzielle Risiken ein, aber ich glaube, dass es helfen wird, die PPVs wirklich zu etwas Besonderem zu machen und auch die TV-Shows werden davon profitieren und noch mehr an Bedeutung gewinnen. Die Shows haben so die Möglichkeit zu "atmen" und wir können noch mehr Matches von Pay-Per-View-Qualität im Fernsehen zeigen. Außerdem weiß ich so, dass jeder meiner Jungs alles dafür geben wird, auf den PPV-Cards zu landen. Es wird interessant zu sehen sein, wie sich die Dinge entwickeln werden.

    Inwiefern werden sich die "One Night Only"-Shows von dem unterscheiden, was es bisher zu sehen gab?

    Es ist schwierig, innerhalb von vier Wochen eine Card von PPV-Qualität zusammenzustellen. Mit den "One Night Only"-Shows haben wir die Möglichkeit Wunschkonzepte mit den richtigen Leuten zu bestücken. Es geht bei dem Ganzen nicht um die Geschichte drumherum, sondern nur um Traummatches und bestimmte Gimmicks. Wir werden damit viel Freude haben und sicherlich ein tolles Programm zeigen.

    Werden wir das Flaggschiff IMPACT WRESTLING zukünftig öfter von außerhalb der Impact Zone sehen?

    Das ist ein erklärtes Ziel ab diesem Jahr. Wir sind kurz davor, eine große Ankündigung machen zu können - wie schon bei den Pay-Per-Views - welche wie eine Bombe einschlagen wird. Shows außerhalb Orlandos zu veranstalten muss unser selbstverständlicher nächster Schritt sein. Es ist allerdings eine teure Angelegenheit und es ist ja nicht so, dass ich nicht schon 'on the Road' gewollt hätte, aber wie bei dem Streichen der PPVs muss es eine gut überlegte Entscheidung sein. Ich werde TNA nicht in eine finanzielle Sackgasse führen, also muss alles gut durchkalkuliert werden. Man sagte über uns, dass wir gerade einmal zehn Wochen im Geschäft bleiben würden und nun gehen wir mittlerweile in unser elftes Jahr und haben mehr Erfolg denn je. Das ist so, weil wir weise geschäftliche Entscheidungen getroffen haben.

    Was kann man in den letzten elf Jahren als Schlüsselmomente von TNA bezeichnen?

    Als wir damit starten konnten, in den Staaten zur Prime Time zu senden, die Wembley-Aufzeichnung von letzten Jahr und sowieso würde ich die jährliche Tour durch Großbritannien als generelles Highlight bezeichnen.

    Als Kurt Angle von der WWE zu uns wechselte, war es eine großartige Ankündigung und da wir es geheim halten konnten, haben wir die Leute von den Socken gehauen. Das gleiche gilt für die Hulk Hogan-Ankündigung im Madison Square Garden. Ich habe gelernt, dass man im Wrestling wirklich niemanden einweihen sollte, wenn man nicht will, dass es sich schnell rumspricht. Es hat so viele Highlights und tolle Momente im Ring gegeben, dass ich wohl für immer bei euch sitzen müsste, wenn ich die alle aufzähle.

    Anfang 2012 hatte TNA großen Erfolg mit Ring Ka King in Indien und kürzlich wurde ein neuer Vertrag in Australien unterzeichnet. Gibt es noch mehr Märkte, auf denen TNA gerne vorpreschen würde oder wollen Sie sich eher auf die Märkte konzentrieren, auf denen man schon zu sehen ist?

    Beides. Momentan sind wir in über 120 Ländern und in 17 Sprachen zu sehen, aber es gibt immer etwas zu optimieren wie beispielsweise in Australien. Wir liefen dort schon, aber nun haben sie sich auch noch die Übertragungsrechte für das "British Boot Camp" gesichert und den Vertrag mit uns verlängert. Mit Indien befinden wir uns in Verhandlungen, wir haben dort einige gute Optionen.

    Es gibt immer noch einige neue Marktlücken für uns, der große Erfolg winkt aber dann, wenn man, wie wir es bereits im Vereinigten Königreich getan haben, vorhandene Märkte mit mehr Programm, besseren Einschaltquoten und mehr Präsenz vergrößert und optimiert.

    Was wird die Zukunft für Total Nonstop Action Wrestling bereithalten?

    Auch neben dem Wrestling zu wachsen ist immanent, wenn das Kernprodukt sich weltweit etablieren soll, d.h. mehr Sponsoren, mehr Lizenzen und mehr Sendungen. In den USA haben wir nur eine einzige Show, während die Konkurrenz ganze zehn Stunden Sendezeit pro Woche zur Verfügung hat, weshalb es schwierig ist, dort mithalten zu können. Im UK haben wir wesentlich mehr Sendezeit für unser Programm und der Erfolg dort zeigt, was in uns steckt. Das müssen wir nun auch in den USA erreichen. Nochmal, es ist nicht so, dass ich es nicht schon gewollt hätte, doch durch die vertraglichen Vereinbarungen mit SPIKE TV ist es mir einfach nicht möglich. Aber auch das ändert sich gerade. Alles in allem erwartet uns ein sehr interessantes 2013.

    Frankie Kazarian (nach seiner Entlassung im Mai 2014):
    "I didn't feel like I was leaving TNA because I didn't feel like I recognized the company."
    "I understand wanting to cut costs, but if you want cheap wrestlers, expect cheap wrestling matches."

  • A N Z E I G E
  • Zitat

    Das Boot Camp war in der Tat ein herausragender Erfolg und ich bin sehr stolz darauf. Die britischen Fans sind eine wahnsinnige Unterstützung für uns und deshalb möchte ich meinen Teil dazu beitragen, das Wrestling auf dem britischen Markt wieder zu etablieren. Sie haben dort so viele talentierte Leute und wir dafür einige interessante Ideen...


    Da bin ich mal gespannt, was für Ideen das sind. Klingt so, als wäre das Boot Camp nicht das einzige Format, das ihnen vorschwebt.


    Ansonsten scheint man mehr Shows außerhalb der iMPACT-Zone sowie mehr Programm auf anderen Sendern als Spike TV zu planen. Ich bin gespannt, was davon schon Ende des Jahres realisiert wurde.

  • Zitat

    Original geschrieben von nWo_4-Iife:
    [Thema PPVs...] Man verzichtet auf Millionen von Dollar, denn wir hatten Erfolg damit.


    Das ist entweder eine relativ dreiste Lüge oder aber eine extrem überraschende Aussage.

    knapp 13 Jahre als "ChosenSlapnut" unterwegs. Jetzt brauch ich nur noch ne Idee für ne neue Signatur :)

  • Zitat

    Original geschrieben von ChosenSlapnut:
    Das ist entweder eine relativ dreiste Lüge oder aber eine extrem überraschende Aussage.


    Was soll sie denn sagen? Wir haben nichts verkauft, jetzt müssen wir was anderes probieren und hoffen das es klappt? :D

  • Um das zu beurteilen fehlt uns jetzt definitiv die Kenntniss - Aber dass es sich um Millionenbeträge bei zusammengenommen immerhin 8 PPVs handeln könnte, halte ich jetzt für nicht ganz abwegig. Das wären mindestens ca. 100000$ pro PPV. Man müsste allerdings Buy-Rates, Sponsoring-Verträge, sowie die Ausgabenseite kennen, um das näher beurteilen zu können.


    Offenbar hofft man, anstatt niedriger -aber sicherer- stagnierender Gewinne mehr Risiko zu fahren und hofft das Geld mit den großen PPVs einzunehmen.

  • Das Format mit 12+ PPVs im Jahr führt dazu dass die PPVs an Bedeutung verlieren - sieht man ja an der WWE, da sind auch nurnoch Wrestlemania und der Rumble übrig die etwas "besonderes" sind während die restlichen PPVs 0815 und meist total belanglos sind.


    Durch das reduzieren der PPVs hat man die Möglichkeit durch guten und langfristigen Aufbau dafür zu sorgen dass die PPVs wie ein "Must-See" Ereignis wahrgenommen werden.
    Dadurch verzichtet man dann kurzfristig zwar auf Geld, schafft sich aber die Möglichkeit dafür zu sorgen dass man Langfristig besser da steht.

  • Zitat

    Original geschrieben von nWo_4-Iife:
    Man verzichtet auf Millionen von Dollar, denn wir hatten Erfolg damit.


    WTF :eek:


    Zitat

    Original geschrieben von nWo_4-Iife:
    Wir sind kurz davor, eine große Ankündigung machen zu können - wie schon bei den Pay-Per-Views - welche wie eine Bombe einschlagen wird. [/B]


    Dauerhafte On-The-Road-Tapings?:crazy: :crazy:

  • Ich denke schon, dass man insgesamt mit den PPVs Gewinn erwirtschaftet hat. Nicht viel aber über die Jahre gesehen können da durchaus Millionenbeträge zusammengekommen sein. Niemand von uns kennt die Buyrates. Die Meltzer-Zahlen werden sicherlich nicht völlig abwegig sein, aber etwas besser dürfte es schon aussehen. Rote Zahlen kann man mit den PPVs quasi nicht gemacht haben, zumindest nicht mit denen in der Impact Zone. Die meisten wichtigen Wrestler, also die die bei PPVs zum Einsatz kommen, haben einen Festvertrag und die Hallenmiete entfällt. Selbst bei Käufen im Bereich von nur ca. 10.000, was ja meistens genannt wird, ist man (auch durch zusätzliche Merch-Verkäufe an jenem Tag) schnell in den schwarzen Zahlen - trotz der Ausstrahlungsrechte bei den PPV-Providern. Man gibt sicherlich keine Goldgrube auf, trotzdem ist es nicht so, dass man die PPVs quasi noch hat bezahlen müssen.


    An dauerhaftes on the Road glaube ich absolut nicht. Das würde sich für TNA nicht lohnen. Dafür hat man auch auf zu vielen Märkten Probleme damit, die Leute in die Hallen zu bekommen. Für realisierbar halte ich ein abwechselndes Modell: zwei Wochen live aus der Impact Zone + ein Doppeltaping in einer wohlüberlegten Halle pro Monat. Das kann machbar sein und würde mir auch erstmal reichen. Jede Woche live aus einer anderen Halle halte ich für absolut unmöglich. Damit würde Dixie den Karren an die Wand fahren - und das weiß sie (siehe Interview) ja auch.

    Frankie Kazarian (nach seiner Entlassung im Mai 2014):
    "I didn't feel like I was leaving TNA because I didn't feel like I recognized the company."
    "I understand wanting to cut costs, but if you want cheap wrestlers, expect cheap wrestling matches."

  • Das Modell mit:


    1) Impact live aus Orlando
    2) Impact live aus Orlando
    3) Doppeltaping in ner anderen Halle (vlt auch nen bissl größer (an die 2000))


    würde sicherlich das Beste sein, wobei selbst jeden Monat die "Neue"-Impact-Zone(wo auch immer) vollzubekommen schwer genug ist.

    Dem Morgengrauen entgegen ziehn´ wir gegen den Wind, wir werden alles zerlegen, bis wir Deutscher Meister sind. FC Union, du sollst leuchten wie der hellste Heiligenschein und überall wird es schallen, FC Union unser Verein!

  • wie gut, dass TNA Dixie hat.
    sie hat den perfekten pressesprecher spin drauf. kann man eine teure stelle sparen. ;)


    alles andere als "alles ist gut" wird man von einem nicht börsennotierten unternehmen im entertainment bereich niemals hören.

    EC3 changing the game... The best guy here. The best guy there. The best guy ANYWHERE!


    The spirit of the Ultimate Warrior will run forever!

  • Das Doppeltaping sollte nicht in einer neuen "Impact Zone" sein. Dann kann man auch in der alten bleiben. Die Tapings sollten wirklich on the Road sein und in den Locations variieren. Finge man mit diesem Konzept im April an, müsste man mit Slammiversary und BfG lediglich 11 solide Hallen finden. Einige davon wären Selbstläufer wie die der Hammerstein Ballroom oder die alte ECW-Arena in Philadelphia. Auch eine Show in Kanada würde sich gut verkaufen, genau wie ein Open Air Impact im Sommer aus Brooklyn, wo man jedes mal mehrere Tausend Leute zieht. In Staaten wie Maryland, South Carolina, North Carolina, West Virginia und Virginia zieht man auch ordentlich. Meistens sind die Shows dort gut besucht. Auch dort dürfte es kleinere Hallen geben, die man gut füllen könnte - genau wie in Michigan, Ohio oder Illinois. Das sind alles noch verhältnismäßig wreslinghungrige Staaten. Auch in Las Vegas ist man immer dankbar für eine Wrestlingshow. Auch könnte man (obwohl man wegen Lockdown da jetzt warten müsste) ins College Park Center zurückkehren. 4.000 Zuschauer würde ein TV-Taping dort bestimmt anlocken. TNA muss die Tapings nur rechtzeitig ankündigen und besser bewerben.

    Frankie Kazarian (nach seiner Entlassung im Mai 2014):
    "I didn't feel like I was leaving TNA because I didn't feel like I recognized the company."
    "I understand wanting to cut costs, but if you want cheap wrestlers, expect cheap wrestling matches."

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