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Alkoholverbot auf deutschen Bahnhöfen?

  • Alkoholverbot an deutschen Bahnhöfen ist..... 103

    1. sinnvoll (51) 50%
    2. nicht sinnvoll (41) 40%
    3. muß noch überarbeitet werden (11) 11%

    Alkoholverbot im Nürnberger Hauptbahnhof - ein Vorbild für Berlin?
    Alkohol auf dem Bahnhof - in Ordnung oder nicht? - Die Deutsche Bahn verbietet erstmals nachts den Alkoholkonsum auf einem Hauptbahnhof - in Nürnberg. Können Sie sich das auch in Berlin vorstellen? Diskutieren Sie mit!



    Bier, Schnaps und Wein dürfen künftig im Nürnberger Hauptbahnhof zu bestimmten Zeiten nicht mehr getrunken werden. Das Verbot gilt nach Angaben der Deutschen Bahn (DB) freitags, samstags sowie direkt vor Feiertagen jeweils von 20 Uhr bis zum Folgetag um 6 Uhr. Damit ist der Nürnberger Bahnhof der bundesweit erste mit einer solchen Regelung. Grund für das Konsumverbot sind hunderte Partygänger, die in den Nächten regelmäßig mit mitgebrachtem Alkohol im Bahnhof gemeinsam feiern und teilweise stark betrunken sind, wie ein Sprecher der Bahn sagte. Das Sicherheitsempfinden von Reisenden und Besuchern habe sich dadurch verschlechtert. Der Fahrgastverband Pro Bahn unterstützt das Verbot und fordert eine Ausweitung auf alle deutschen Bahnhöfe.



    Die Deutsche Bahn erklärte aber, das Nürnberger Modell solle zunächst ein Einzelfall bleiben.


    Das Verbot erstreckt sich auf große Teile des Bahnhofs vom Eingang über den Innenbereich, den Bahnsteigtunnel bis zu den Bahnsteigen – ausgenommen sind der Verkauf und der Ausschank, präzisierte der Sprecher. Es gehe vor allem um das Problem, dass Alkohol in den Bahnhof mitgebracht werde. Das Modell hat die Deutsche Bahn am Nürnberger Standort als Hausherr initiiert. Die Bundespolizei ist nicht daran beteiligt.


    Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) geht das Verbot nicht weit genug: „Konsequenterweise müsste man auch den Verkauf beschränken.“ Er befürchtet, dass die Partygänger dann in den Nahverkehrsbereich, der direkt an den Hauptbahnhof angeschlossen sei, umsiedeln. „Die Menschen trinken dann an anderer Stelle.“ (dapd)


    Alkoholkonsum im Öffentlichen Nahverkehr ist immer wieder ein Thema, auch in Berlin. Doch obwohl es in den Bussen und Bahnen der BVG beispielsweise nicht erlaubt ist, scheint es in Berlin fast schon dazuzugehören, mit dem Bier in der Hand in den Zug zu steigen. Es fehlt schlichtweg an Kontrolle, der Regelverstoß wird nicht geahndet. Die Verkehrsbetriebe verweisen auf den Senat, der ein allgemeines Alkoholverbot im Nahverkehr in ein Gesetz gießen könnte. Hamburg könnte hier als Vorbild dienen.


    Und jetzt Nürnberg. Was denken Sie: Sollte die Deutsche Bahn auch in Berlin von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und den Alkohol aus ihren Hallen und von den Grundstücken verbannen? An welchen Orten fänden Sie ein Alkoholverbot angebracht? Benutzen Sie die einfach zu bedienende Kommentarfunktion etwas weiter unten auf dieser Seite und diskutieren Sie mit! quelle: Tagesspiegel
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    Ist mir heute in Nürnberg am Hauptbahnhof nach der Arbeit doch deutlich aufgefallen. Viele Sicherheitskräfte , Diskussionen mit Besuchern die eine Bierdose in der Hand hielten


    Ist das der richtige Weg? Kommt jetzt nach dem Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden , auch das Alkoholverbot ?


    Vor einigen Monaten hat man das Alkoholverbot in den U- Bahnen eingeführt , jetzt zum ersten Mal in Deutschland auch im gesamten Hauptbahnhof.


    Fühlt ihr euch belästigt von Menschen die Alkohol trinken , wenn ihr euch am Bahnhof aufhaltet?
    Wie denkt ihr , wenn ihr selber Party macht am WE . Gezwungenermassen muß man ja mit der U- Bahn fahren , im Bahnhof auf den Zug warten . Ist das nicht auch eine gefährliche Sache bezüglich dem Slogan , wenn man betrunken ist sollte man die Öffentlichen nehmen und nicht mehr das eigene Auto?


    Ich fand die bisherige Hausordnung der DB für absolut ausreichend. Da steht: Übermässiger Alkoholkonsum ist verboten.


    P.S. ich bin sehr gespannt wie das beim nächsten Club Heimspiel funktioniert , wenn Sie mal Freitag abend spielen ;)

  • A N Z E I G E
  • Wenn sie das genau so wenig kontrollieren wie die Raucherei dann ists doch eh wurst.


    Aber im Endeffekt fühl mich eh mehr von den Leuten belästigt die im Zug trinken, auf dem Bahnhof ist ja meistens genug Platz um auszuweichen

  • Denke nicht, dass es viel bringen wird. Unterm Tag mag es evtl ja noch möglich sein, ein Verbot durchzusetzen, aber Abends, wo am meisten gesoffen wird? Keine Chance. Ich weiß aus Erfahrung, dass die Bahnmitarbeiter zumindest in Nürnberg um Uhrzeiten wie diese (wo anständige Menschen im Bett sind ;) ) nicht wirklich Lust haben, da groß was zu sagen. Würde wahrscheinlich in anderen Städten genau so sein.


    Außerdem heisst das Verbot ja nur, dass man über die Straße geht, sich da zusäuft und dann im Hauptbahnhof Scheisse baut.


    In meinen Augen deshalb sinnloser Aktionismus.

  • Mein guter Don, dein Topic stellt die Tatsache völlig falsch dar ;)


    Wie du selber in deiner Quelle schreibst:

    Zitat

    Das Verbot erstreckt sich auf große Teile des Bahnhofs vom Eingang über den Innenbereich, den Bahnsteigtunnel bis zu den Bahnsteigen – ausgenommen sind der Verkauf und der Ausschank, präzisierte der Sprecher. Es gehe vor allem um das Problem, dass Alkohol in den Bahnhof mitgebracht werde.


    Also gesoffen werden darf noch, aber der Stoff muss im Bahnhof gekauft werden...... ;)




    PS.
    Und warum will der VBB in Berlin ein Gesetz zum Alkoholgenuss?

    Zitat

    § 4.2.11 (Untersagt...) die Verkehrsmittel mit offenen Speisen (Speiseeis o. Ä.) und offenen Getränken zu betreten bzw. diese während der Fahrt zu konsumieren.

    Man muss es eben nur selber durchsetzen, aber ich fürchte dann riskiert man einen Aufstand - auch wenn es mir manchmal selber zu viel wird, ein Feierabendbier schon im Zug zu trinken werde ich mir auch nicht nehmen lassen ;)

    Lust auf Leben, Lust auf Liebe, Lust auf Lust. Lust auf Lagerfeuer und nen fetten Kuss. Lust auf Wunder, Wunderbar und Wundervoll. Lust mein Maul nicht zu halten wenn ich soll ( Manchmal - Milch & Blut )


    Also wenn man in alle Richtungen nur nach Süden kommt, dann ist es der Nordpol. Wenn man in alle Richtungen nur nach Norden kommt, ist es der Südpol. Soweit klar.
    Was ist dann wohl West-Berlin ;)

    Einmal editiert, zuletzt von ()

  • Es leben Tüten, die das Getränk verderben.
    In London darf man schon seit Jahren nichts mehr in der U-Bahn trinken, jucken tut es aber niemanden, solange niemand unangenehm auffällt.


    Das Hauptproblem ist ja nicht, dass einige Gestalten durch den Alkohol in der jeweiligen Dose oder Flasche aufdringlich oder aggressiv werden. Besoffene können sich auch ohne Alkohol in der Hand kräftig daneben benehmen, aber vor lauter Aktionismus kann man das ja auch schnell vergessen ...

  • Das gab es hier in Hannover schon und wurde wieder abgeschafft, was ich eigentlich schade finde. Weder die Szene der Trinker, die sich dort Tag und Nacht aufhalten (urinieren eingeschlossen), noch das lauthals vorglühende Partyvolk oder randalierende Fußballfans machen einen Aufenthalt im Bahnhof angenehmer.
    In München scheint es aber weniger um die Sicherheit der Fahrgäste zu gehen, sondern darum, dass der Umsatz IM Bahnhof genmacht wird und nicht drumherum. Das kann's natürlich auch nicht sein.

  • Hat die Bahn nicht erst vor kurzem geäußert, man möchte den Alkoholkonsum in Zügen und Bahnhöfen nicht komplett eingrenzen?


    In Hannover Umgebung gab es vor kurzem ja die Forderung, keine Ahnung von wem genau, dass man wenigstens in den S-Bahnen etc. der Region ein Alkoholverbot einführt, wie es bereits bei Metronom (und in Hamburg ja beim HVV) & RegioBus der Fall ist. Da hat die Bahn aber abgewunken und der Idee ne Abfuhr verpasst.


    Wobei ich für n Alkoholverbot in Zügen, Bussen, Bahnhöfen etc. bin oder man grenzt es wie bei den Rauchern ein. Mich nervt es auch, irgendwelche Raucherecken zu suchen; sollen sich die Leute halt irgendwelche Alkoholecken suchen, wenn sie sich an Bahnhöfen einen kippen müssen. Obwohl es mich nur dann stört, wenn manche Möchtegerns dann meinen, ein auf dicke Hose machen zu müssen & wartende zu nerven, wenn jemand friedlich sein Bierchen trinkt, ist das voll okay.

  • Zitat

    Dann müsste man Alkohol aber generell verbieten.


    Im privaten Rahmen sicher nicht.Bahnhöfe sind aber öffentliche Plätze. So weit ich weiß ist in einigen Städten der Alkoholkonsum an öffentlichen Plätzen auch verboten.Das finde ich auch richtig.Die Schnapsleichen vor dem Supermarkt im Sommer sind das beste Argument dafür.

  • Das finde ich viel zu pauschal gesagt. In Baden-Württemberg wird das - oder die abgewandelte Form des Glasverbots - ja immer wieder diskutiert, umgesetzt und dann von Gerichten gekippt. Klar, Schnapsleichen etc. will niemand, aber mit solchen generellen Verboten werden auch die bestraft, die einfach mal gemütlich ein Glas Wein beispielsweise am Rheinufer trinken wollen. Aber die Thematik führt denke ich schon viel zu weit vom Thema des Threads da Bahnhöfe doch etwas anderes sind.


    Bei dem Thema finde ich die Grundidee des Verhinderns von Partymachend und Vorsaufens auf dem Bahnhof gar nicht mal so schlecht, dazu ist der einfach nicht da und auch von der Sicherheitslage total ungeeignet; man sollte nicht alle öffentlichen Plätze gleichsetzen, ein Bahnhof ist was das angeht etwas ganz anderes als bspw. ein Park.

  • Wo ist aber die Logik, wenn ich auf einem Bahnhof keinen Alkohol mehr trinken kann, auf einem Flughafen aber schon? Im Zug verboten im Flugzeug erhältlich?


    Grundsätzlich stören mich auch Besoffene vor dem Supermarkt nicht, solange sie sich normal verhalten. Und wenn ich ganz normal im Zug mein Bier trinken will, will ich dafür keine braune Tüte benutzen müssen, denn was kann ich dafür, dass sich andere nicht benehmen können? Und was nützt ein Alkoholverbot überhaupt, wenn Besoffene nach wie vor im Abteil rumfallen dürfen?
    Ein Alkoholverbot ändert gar nichts an den Ursachen, deshalb ist es auch nicht mehr als blinder Aktionismus im besten Fall - oder wie an Flughäfen mit allen Getränken schon seit Jahren üblich, ein durchsichtiger Versuch, die dortigen Händler zu stärken, indem man Kunden nötigt, ihre Getränke nach den Sicherheitskontrollen dort überteuert oder im Flugzeug hoffnungslos überteuert zu kaufen.

  • Bahnhöfe liegen zumeist mitten in der Stadt, Flughäfen außerhalb. Ich habe noch nie gesehen, dass Leute zum Vorglühen erstmal 10km aus der Stadt raus zum Flughafen fahren oder dass sich dort eine Trinkerszene festsetzt. Und im Flugzeug kannst Du viel schneller ein Zustiegsverbot bekommen, wenn Du zuviel gesoffen hast, als in der U-Bahn, das ist mal sicher.

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