A N Z E I G E

Bin ich mit meiner Einsteelung überholt und ein Auslaufmodell?

  • Hallo liebes Forum,


    dieses Forum ist ein Ort in dem sich viele kluge Köpfe unterhalten, daher möchte ich mal ein Phänomen beschreiben, dass mich gerade sehr beschäftigt.


    Es sieht wie folgt aus:


    Person A redet mit Person B über ein Thema. Beide Stellen eine These auf und untermauern ihre These mit eine Kette folgerichtiger Argumente.


    Da beide Personen eine folgerichtige Argumentationskette bildeten, fühlen sich beide im Recht und es entsteht ein Zwist. Dieser Zwist besteht darin, dass beide Personen denken, sie wären im Recht und es folgt keine Annäherung, eher eine Art feinseeligkeit gegenüber dem Anderen.


    Da wir hier im Wrestlingforum sind versuch ich ein Bsp. aus dem Wrestlingbereich zu nehmen.


    Sagen wir mal das Thema ist: Das Produkt der WWE (WWF) früher und das heutige.
    Die Argumente beider Parteien brauch ich hier nicht erwähnen, ich glaube die kann sich jeder selbst denken.


    Anderes Bsp.:
    Person A sagt: Der Montreal Screwjob war berechtigt, Person B sagt der MSJ war unberechtigt.
    Argumente können beide Seiten liefern.


    Letztes Bsp.:
    Person A sagt, ich schaffe es nicht dies oder das zu tun. Person B sagt du bist inkonsequent und bekommst deinen A***** nicht hoch.
    Person A sagt ich bin Raucher und die Wissenschaft hat rausgefunden, dass Menschen im Streßfall zur Zig greifen. Ich habe gerade Streß und reagiere mich damit ab. Mich beruhigt es, das find ich gut und ich belasse es dabei, und viele weitere Argumente die nachweisbar sind. Person B sagt, du sucht dir Entschuldigungen und rechtfertigst dein Verhalten.


    Also scheint es eine Frage der persönlichen Moral zu sein, auf welche Seite es einen verschlägt.


    Mmn hat sich die Moral in den letzten Jahren aber sehr stark auseinander gelebt. Es gibt keine klassisches das ist richtig oder das ist falsch. Denn auch hier würde es wieder Argumente für beide Seiten geben. Das ist ein Teufelskreis aus dem man nicht mehr herauskommt.


    Sympathie wird laut Wikipedia so definiert: ,,Sympathie ist die aus gefühlsmäßiger Übereinstimmung kommende Zuneigung."


    Wenn diese Übereinstimmungen nun aber in vielen Dingen sehr weit auseinanderdriften, fällt es euch dann nicht auch sehr schwer, für viele Menschen Sympathie zu entwickeln? Man betrachte gerade den Freundeskreis, den man über viele Jahre kennt, nun mit dem älter werden, die Übereinstimmungen weniger werden.


    Ist es eine logische Konsequenz der schwammigen Moralvorstellung, dass Menschen vereinsamen, die zu sehr an ihrer Moral festhalten und sie nicht anpassen?


    Ist es nicht die Moral die einen Menschen definiert und ihm zu dem macht was er ist?


    Hoffe jemand wird auf meinen Post antworten :)


    LG

  • A N Z E I G E
  • Ich verstehe jetzt auch nicht wirklich, um was es dabei gehen soll. Vor allem mit Sätzen wie:


    Zitat

    Mmn hat sich die Moral in den letzten Jahren aber sehr stark auseinander gelebt. Es gibt keine klassisches das ist richtig oder das ist falsch. Denn auch hier würde es wieder Argumente für beide Seiten geben. Das ist ein Teufelskreis aus dem man nicht mehr herauskommt.


    Keine Ahnung wieso du dich da als Auslaufmodell siehst, aber so dreht sich die Welt nicht erst seit neustem. Das war es schon vor deiner Zeit. Vergleiche Schopenhauers [1788 - 1860] "Die Kunst Recht zu behalten". Das Ganze geht noch weit mehr zurück und ist älter als die alten Griechen zur Hochzeit der Philosophie.


    Ich sehe da auch das Problem nicht, dass Leute mit Argumenten diskutieren und es kein Richtig oder Falsch gibt. Dieser "Teufelskreis" ist schlichtweg keiner. Und deine Definition von Symphatie auf dieser Grundlage ist sowieso Unsinn bzw. du hast die Definition auf Wikipedia vermutlich einfach nur falsch verstanden. Symphatie ist nicht davon abhängig in Allem die gleiche Meinung zu haben. Man diskutiert und sogar streitet sich ja auch ab und an mit seinen besten Freunden, der Freundin oder anderen Leuten die einem symphatisch sind.

    Try not to sing too many sad songs for yourself. The universe already hates you. Self-pity isn't going to help.

    Einmal editiert, zuletzt von ()

  • Achso erstmal herzlichen Dank für die Antworten!!!


    Ich wollte einfach mal fragen, ob ihr ähnliches bemerkt, oder ob ihr überhaupt über so etwas nachdenkt, wenn ihr euch gestritten habt.


    Eigentlich möchte ich nur Meinungen dazu sammeln.


    Ps.: Also in meinem Bekanntenkreis merke ich seit einiger Zeit, dass sich Leute zurückziehen untereinander. Die Leute einsamer werden, etc... Und ich versuche Erklärungen dafür zu finden, warum sie es tun, obwohl sie dadurch eher unglücklicher werden... Normalerweise ist es ja wir sind unterschiedlicher Meinung aber s**** egal. Die Leute sagen mir dazu aber, dass es zu wichtig ist, um es als egal abstempeln zu können.


  • Danke für den Tipp mit zB Schopenhauser, werde ich mich einlesen, wenn ich Zeit dazu habe.


    Ich meine auch nicht bei allem die selbe Meinung haben.
    Stelle dir vor dein bester Freund schläft mit deiner Freundinn. Du sagst, dass es ein no go ist und findest Argumente dafür. Dein bester Freund jedoch sagt, hey es ist nur eine Hoe also mach mal nicht so ein Wind. Für ihn in seiner Welt macht es Sinn, genauso wie deine Welt Sinn macht. Ihr seid euch immer noch sympatisch, doch dieser Vorfall veranlasst euch, eure Freundschaft zu beenden.
    Sympathie kann auch schlagartig abnehmen, aufgrund von minimalen aber persönlichen Abweichungen von Werten.
    Hoffe du verstehst meinen Punkt.

  • Zitat

    Original geschrieben von krauterquark:

    Ich meine auch nicht bei allem die selbe Meinung haben.
    Stelle dir vor dein bester Freund schläft mit deiner Freundinn. Du sagst, dass es ein no go ist und findest Argumente dafür. Dein bester Freund jedoch sagt, hey es ist nur eine Hoe also mach mal nicht so ein Wind. Für ihn in seiner Welt macht es Sinn, genauso wie deine Welt Sinn macht. Ihr seid euch immer noch sympatisch, doch dieser Vorfall veranlasst euch, eure Freundschaft zu beenden.
    Sympathie kann auch schlagartig abnehmen, aufgrund von minimalen aber persönlichen Abweichungen von Werten.
    Hoffe du verstehst meinen Punkt.


    Jetzt wird es irgendwie lächerlich...


    Was ist das denn für ein Beispiel? Es sollte in einer Freundschaft und in jeder "Welt" selbstverständlich sein, dass man nicht mit dem besten Freund seines Freundes schläft! Und falls doch, dann muss man sich den Konsequenzen ja wohl bewusst sein (Beendigung der Freundschaft + längerer Krankenhausaufenthalt). Hat meiner Meinung nach nichts mit irgendwelchen Argumentationen zu tun, um so ne Tat zu rechtfertigen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Jericho Wannabe:
    Jetzt wird es irgendwie lächerlich...


    Was ist das denn für ein Beispiel? Es sollte in einer Freundschaft und in jeder "Welt" selbstverständlich sein, dass man nicht mit dem besten Freund seines Freundes schläft! Und falls doch, dann muss man sich den Konsequenzen ja wohl bewusst sein (Beendigung der Freundschaft + längerer Krankenhausaufenthalt). Hat meiner Meinung nach nichts mit irgendwelchen Argumentationen zu tun, um so ne Tat zu rechtfertigen.


    Siehst du hier ist das was ich meine.


    Es gibt Menschen die sehen das anders. Die sagen zB meine Freundschaft geht vor irgendeine Frau. Ich verlasse die Frau, aber bleibe mit dem Typen befreundet. Genauso, wie es Menschen gibt, die sagen ein Seitensprung ist mir egal, ich liebe sie und verzeihe ihr. Ich muss gar nicht weit schauen, in meinem Bekanntenkreis sind beide Situationen aufgetaucht. Ich bin da ganz auf deiner Seite und sage das Selbe, bzw. tue das Selbe :).

  • Zitat

    Original geschrieben von krauterquark:
    Siehst du hier ist das was ich meine.


    Es gibt Menschen die sehen das anders. Die sagen zB meine Freundschaft geht vor irgendeine Frau. Ich verlasse die Frau, aber bleibe mit dem Typen befreundet. Genauso, wie es Menschen gibt, die sagen ein Seitensprung ist mir egal, ich liebe sie und verzeihe ihr. Ich muss gar nicht weit schauen, in meinem Bekanntenkreis sind beide Situationen aufgetaucht. Ich bin da ganz auf deiner Seite und sage das selbe, bzw. tue das selbe :).


    Das kann man ja wunderbar für das Wort zum Sonntag benutzen, aber wo ist jetzt da die Diskussionsgrundlage?

  • Die Idee hinter der Diskussion ist sicherlich interessant, aber die Beispiele sind teils hanebüchen, da viele der dort aufgeführten Argumente sehr schnell als schwache Argumente entlarvt werden können.


    Ich sehe auch heutzutage - in einer globalen, vernetzten Welt - keinesfalls, dass andere Meinungen weniger akzeptiert werden. Eher im Gegenteil, man kann sich viel einfacher und kostengünstiger die Meinungen der "Gegenseite" durchlesen oder auf unzähligen Foren über unzählige Themen diskutieren.


    Ob nun jeder diese Gelegenheit nutzt, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt.

  • Zitat

    Original geschrieben von Flippy:
    Das kann man ja wunderbar für das Wort zum Sonntag benutzen, aber wo ist jetzt da die Diskussionsgrundlage?


    Es kann, aber muss nicht unbedingt eine Diskussion darüber entstehen, wie gesagt ich wünsche mir nur ein paar Denkanstöße und Meinungen zu dem Thema.


    Zitat

    [i]
    Die Idee hinter der Diskussion ist sicherlich interessant, aber die Beispiele sind teils hanebüchen, da viele der dort aufgeführten Argumente sehr schnell als schwache Argumente entlarvt werden können.


    Ich sehe auch heutzutage - in einer globalen, vernetzten Welt - keinesfalls, dass andere Meinungen weniger akzeptiert werden. Eher im Gegenteil, man kann sich viel einfacher und kostengünstiger die Meinungen der "Gegenseite" durchlesen oder auf unzähligen Foren über unzählige Themen diskutieren.


    Ob nun jeder diese Gelegenheit nutzt, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt.


    Sorry für die Beispiele, damit tue ich mich immer schwer.
    Die Beispiele habe ich eigentlich nur genutzt, um aufzuzeigen, dass es für alles eine Argumentationskette geben kann.
    Find ich gut was du schreibst.

  • Bevor wir den Bogen spannen zwischen dem Montreal Screwjob und Schopenhauer, wie nur das CyBoard es kann, sollte man vielleicht die Ausgangsfrage auf einen einzigen Kernsatz eindampfen, damit hier überhaupt eine diskussionsfähige Ausgangsfrage zustande kommt. Alternativ den Anlass für dieses Posting näher beleuchten. Mir ist jetzt nicht klar, ob Du Dich einsam fühlst, weil deine Freunde Dich für einen inkonsequenten Raucher halten, oder was Dich hier zu diesem Thread veranlasst hat.

  • Zitat

    Original geschrieben von krauterquark:
    Ps.: Also in meinem Bekanntenkreis merke ich seit einiger Zeit, dass sich Leute zurückziehen untereinander.


    Das liegt eventuell auch am Internet. Dadurch, dass man seinen Freundeskreis immer mehr in sozialen Netzwerken "verwalten" kann, besteht mitunter gar nicht mehr so das Bedürfnis sich mit den Leuten gemeinsam zu treffen. Es gibt teilweise ja nichtmal mehr irgendwas, über das es sich zu reden lohnt, denn wärend man früher nach einer Reise erstmal mit den Fotos von Kumpel zu Kumpel lief bzw. sich Abends in der Kneipe versammelte um den Leuten davon zu erzählen, steht der Urlaubsbericht und die dazugehörigen Bilder heutzutage sowieso schon im Netz und wurde dort von jedem bereits gelesen und betrachtet.


    Zitat

    Original geschrieben von krauterquark:
    Für ihn in seiner Welt macht es Sinn, genauso wie deine Welt Sinn macht. Ihr seid euch immer noch sympatisch, doch dieser Vorfall veranlasst euch, eure Freundschaft zu beenden.


    Also eins kannst du mir glauben, wer mit meiner Freundin schläft ist mir sicherlich nicht mehr symphatisch. Völlig egal ob er anschließend mit einer überzeugenden Argumentation belegen kann, dass sie eigentlich ne Schlampe ist und mir das deshalb doch eigentlich egal sein könne. ;)

    Try not to sing too many sad songs for yourself. The universe already hates you. Self-pity isn't going to help.

  • Zitat

    Original geschrieben von 2. Vorsitzende:
    Bevor wir den Bogen spannen zwischen dem Montreal Screwjob und Schopenhauer, wie nur das CyBoard es kann, sollte man vielleicht die Ausgangsfrage auf einen einzigen Kernsatz eindampfen, damit hier überhaupt eine diskussionsfähige Ausgangsfrage zustande kommt. Alternativ den Anlass für dieses Posting näher beleuchten. Mir ist jetzt nicht klar, ob Du Dich einsam fühlst, weil deine Freunde Dich für einen inkonsequenten Raucher halten, oder was Dich hier zu diesem Thread veranlasst hat.


    Es ist schwer es in einen Satz zu packen.
    Ich halte mich für konsequent und kann aber auch sagen hier und da bin ich nicht konsequent und versuche dafür keine Entschuldigungen zu suchen, sondern es zu ändern.
    Konsequent zu sein ist für mich sehr wichtig. Entschuldigungen zu suchen für inkonsequentes Handeln, kann ich schlecht verstehen.


    Vielleicht sollte so meine Frage aussehen:


    Was haltet ihr von Entschuldigungen für inkonsequentes Handeln?
    (Ist zwar nicht mehr das worauf ich hinauswollte, aber wenigstens ein Teil davon:) )

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!

A N Z E I G E