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MissKillALot’s Spotlight Check #2 (Themen: AJ & Booker T, Barrett, Punk & Heyman)

  • [MissKillALot’s Spotlight Check #2] Themen: AJ & Booker T, Barrett, Punk & Heyman

    Auf geht’s in die 2. Runde meiner Kolumne. Als kleine Neuerung habe ich eine Wertung am Ende jedes Kapitels eingefügt, die angibt, wie stark das Rampenlicht in meinen Augen für den jeweiligen Akteur scheint.


    Heute gebe ich meinen Senf zu den folgenden Themen hinzu:
    - AJ & Booker T als General Manager
    - The Barrett Barrage has just begun!
    - CM Punk & Paul Heyman - nun also doch!




    AJ & Booker T als GM

    Erst kürzlich wurden uns in beiden Hauptshows der WWE neue General Manager präsentiert: bei RAW sagte AJ “Ja” zu Vince McMahon und dessen Jobofferte anstatt zu Daniel Bryan und bei SmackDown wurden wir von Booker T’s Kommentar erlöst - stattdessen darf er nun den Boss des blauen Brands markieren.

    Die aktuellen Gerüchte, dass beide in naher Zukunft abgelöst werden sollen, stellen für mich einen Anlass dar, ihre Regentschaften aus meiner Sicht näher zu beleuchten.

    Folgendes besagten die Gerüchte, über die ihr natürlich bei MOONSAULT.de lesen konntet: Demnach seien die Schwierigkeiten, die die beiden derzeit plagen keine Zufälle. Angeblich sollen sie schon in Kürze durch keinen geringeren als Vince McMahon aus ihren jeweiligen Ämtern entlassen werden, um sie dann durch größere Namen zu ersetzen.


    Beginnen wir mit AJ...

    Diese hat weiterhin mit ihren eigenen psychischen Problemen zu kämpfen. Ihr instabiler Charakter wird häufig zum Angriffspunkt für ihre Untergebenen während ihr Job wahrlich kein leichter ist: Kane und Daniel Bryan haben mit ihren Wutausbrüchen zu kämpfen und begaben sich deshalb gezwungenermaßen in Therapie. Der, der sich ursprünglich um sie sorgte, wurde in der Zwischenzeit zu einer ihrer größten Sorgen: der erneut erboste CM Punk. Und, und, und...

    So viel zumindest zu den Storyline-Gegebenheiten. Mich interessiert jedoch viel mehr, wie AJ diese Rolle schauspielerisch meistert.

    Eines kann man ihr sicher nicht absprechen: AJ ist eine gute In-Ring-Akteurin. Ihr schauspielerischen Leistungen haben mich leider bislang durchweg enttäuscht. Die naive Freundin von Daniel Bryan bis hin zu WrestleMania XVIII mag sie ja noch ganz gut gemimt haben, jedoch bereits das darauf folgende Trennungsszenario inklusive einiger tränenreicher Auseinandersetzungen brachte mich häufig nur zum Lachen, ob der obskuren Gesichtsausdrücke, die wohl “Weinen” darstellen sollten.

    Weiter ging es dann im Liebes-Hick-Hack um AJ, Daniel Bryan, CM Punk und Kane. Den “Vamp”, also die Frau, die die Männer schamlos zu ihrem Vorteil ausnutzt, konnte ich ihr schlicht in keiner Sekunde abkaufen. Zu sehr erinnerte sie mich oft an das unschuldige kleine Mädchen, wie das sie nunmal aussieht.

    Zugegeben: Dank erwachseneren Outfits und glattem Haar wirkt sie nun zumindest optisch gereift. Theme und Hüpfen widersprechen dem Ganzen dabei jedoch weiterhin und auch ihre Mimik ist mir häufig zu eintönig und kindlich, als dass ich sie als eine Führungspersönlichkeit ernst nehmen könnte. Mit etwas mehr Erfahrung und in fortgeschrittenerem Alter hätte ich mir AJ jedoch sehr gut als GM vorstellen können.

    MissKillALot’s Spotlight Call:
    ***** * 6 von 10 Sternen, oder: eine flackernde Glühbirne, die unbedingt leuchten will


    Weiter geht es mit Booker T...

    Als zunächst seine Beförderung vom Kommentator zum General Manager verkündet wurde, war ich hin- und hergerissen, ob ich mich denn nun freuen sollte oder nicht. Klar: endlich konnten die Vordrucke für “Booker T Bingo” beiseite gelegt werden - der grauenhafte Kommentar hatte zu einem Ende gefunden! Doch das bedeutete ja nicht, dass der “Master of the Spin-a-Roonie” komplett von unseren Mattscheiben verschwinden sollte.

    Im Großen und Ganzen ließ mich Booker T’s bisherige Amtszeit relativ kalt und das kann nie ein gutes Zeichen sein. Ich hegte weder eine besondere Zu- noch Abneigung gegenüber seines Charakters. Ich bin mir natürlich bewusst, dass vieles auch auf ein unglückliches Booking zurückzuführen ist, jedoch konnte er mich auch nicht mit einer besonders guten Mimik oder herausragenden Promos bzw. Ankündigungen begeistern.

    Ich nehme mir als Beispiel die aktuelle Situation um Sheamus, Alberto del Rio, David Otunga und den Brogue Kick zu Hilfe. Hier hätte Booker T einige Möglichkeiten geboten bekommen, um vielfältige Emotionen zu präsentieren. Er ist will natürlich den “Guten”, Sheamus, unterstützen, gleichzeitig kann er aber auch nicht die ihm vorgelegten Beweise ignorieren. Er ist zum Handeln gezwungen, auch wenn das seiner persönlichen Meinung widerspricht. Natürlich ist das ein abgedroschenes und immer wiederkehrendes Szenario, aber es hält trotzdem einiges an Potential, welches hier eiskalt begraben wurde.

    Wenn es nach mir geht, kann es gar nicht schnell genug gehen, bis Booker T durch jemand anderen ersetzt wird. Bleibt nur zu hoffen, dass er dann nicht wieder seinen Platz hinter dem Kommentatorenpult einnehmen wird...

    MissKillALot’s Spotlight Call:
    ** 2 von 10 Sternen, oder: das letzte Leuchten einer Kerze, bevor der Docht im Wachs ertrinkt



    The Barrett Barrage has just begun!

    Wade Barrett ist zurück!

    Das an sich ist für mich bereits Grund genug, über ihn zu schreiben. Doch nicht nur stand der Brite in der SmackDown-Ausgabe vom letzten Freitag nach langer Verletzungspause zum ersten Mal wieder vor TV-Kameras im Ring, er bringt gleich ein neues Gimmick inklusive neuem Finisher mit.

    Bereits in den Hype-Videos, die sein Comeback ankündigten, sah man Barrett in einer “Fight Club”-ähnlichen Umgebung. In einem Keller tragen Männer brutale Kämpfe bis auf’s Blut aus. “Bareknuckle Fighting” nennt sich diese lukrative aber illegale Nebenbeschäftigung in England. Nicht erst seit den Clips ist bekannt, dass Barrett sich seine Studien-Zeit in eben diesen Untergrund-Kämpfen finanziert, abgesehen von beiläufigen Anmerkungen der Kommentatoren wurde darauf jedoch nie weiter eingegangen.

    Jetzt sehen wir vor uns einen Hünen von einem Mann, der mit Vollbart und aggressivster Attitüde seinen Gegnern Angst und Schrecken einjagen soll. Zum Ende des Matches landet eine Faust in deren Gesichtern, die die “Weapon of Mass Destruction” von Big Show blass aussehen lässt. Wenn er dann zum Mikrofon greift, bekommt man ein Englisch zu hören, das vor dem amerikanischen Publikum schon fast provokant wirken muss.

    Die Frage nach der charakterlichen Ausrichtung Barrett’s dürfte eindringlicher wohl nicht zu beantworten sein: er ist der Heel, der mir persönlich lange Zeit bei SmackDown gefehlt hat.

    Aber wir beobachten aktuell nicht den ersten aussichtsreichen Standpunkt des Wade Barrett. Nach seinem Sieg der ersten Staffel von NXT führte er das revolutionäre “Nexus” an. Seine Fehden mit Randy Orton und John Cena musste er jedoch nach einiger Dominanz gegen sich verbuchen lassen, wonach er dann auch schnell seine Verbündeten an CM Punk verlor, der sich selbst zum Anführer des “New Nexus” erklärte.

    Darauf folgte eine Flucht zu SmackDown und das Stable “The Corre” mit einem Bruchteil der ehemaligen Nexus-Mitglieder. Doch auch The Corre währte nicht lange und schnell dümpelte Barrett mal hier, mal da durch die bunte Welt der WWE. Bis auf eine knapp dreimonatige Regentschaft mit dem Intercontinental Championship gab es jedoch keine nennenswerten Erfolge zu verbuchen.

    Dass Wade Barrett jedoch ein solider In-Ring-Akteur mit herausragenden verbalen Fähigkeiten ist, ist nicht zu übersehen. Mit ein wenig konsequentem Booking kann er sich dank seinem neuen Gimmick hoffentlich im blauen Brand durchsetzen und dort schon bald den Top-Heel markieren. Ein World-Title-Run ist in meinen Augen mittlerweile mehr als überfällig. Da man bislang aber nur ein Match und eine Promo zur Ausgangslage hat, gebe ich hier 8 Sterne. Hält diese Qualität auf Dauer an, sind auch 9 Sterne verdient.

    MissKillALot’s Spotlight Call:
    ***** *** 8 von 10 Sternen, oder: voll aufgedrehte Hallenbeleuchtung



    CM Punk & Paul Heyman - nun also doch!

    Gewaltig in die Nesseln gesetzt habe ich mich ja in der Diskussion zu meinem Spotlight Check in der letzten Woche, als ich noch sagte, dass ich keine Kooperation zwischen CM Punk und Paul Heyman in der Zukunft sehe. Nur wenige Stunden später verließen die beiden jedoch gemeinsam die All State Arena während Monday Night RAW.

    “I’m a Paul Heyman guy!”

    Diese Aussage tätigte CM Punk bei seiner legendären Promo im Juni des letzten Jahres und er bekräftigte dies gestern erneut bei RAW. Die Backstage-Affinität während Punk’s Anfangszeit in der WWE wird nun also vor die Kameras getragen.

    Auch wenn ich weiterhin die Meinung vertrete, dass CM Punk es grundsätzlich nicht nötig hat, sich am Mikrofon unterstützen zu lassen, so reicht bereits seine Verbindung zu und die Anwesenheit von Heyman um den Hass des Publikums auf die beiden zu schüren. Während der beste Wrestler der Welt weiterhin selbst zum Mikrofon greift, wird sein Manager gekonnt in einzelnen Spots eingesetzt. Eine Balance, die ich der WWE zugegebenermaßen so nicht zugetraut hätte.

    Natürlich darf man nicht vergessen, dass es in dieser Ausgabe von RAW denkbar leicht war, die Zuschauer gegen sich zu stellen, indem man Bret Hart die Stirn bietet. Des Weiteren ist es nur logisch, dass der Unterschied von Chicago zu jeder anderen beliebigen Stadt denkbar groß sein würden. Dennoch war es für mich mehr als überraschen, wie gut Punk nun schon als Heel angenommen wurde.

    Wie gut CM Punk als Heel sein kann, wissen wir alle aus der Vergangenheit. Dass dabei im Booking vieles schief laufen kann ist ebenfalls kein Geheimnis. Aber die grundsätzlichen Gegebenheiten um CM Punk’s Heel-Dasein habe ich bereits letzte Woche begutachtet. In dieser Ausgabe des Spotlight Checks soll es einzig und allein um die Zusammenarbeit zwischen CM Punk und Paul Heyman gehen, welche ich nach der vergangenen Woche als äußerst positiv betrachte, sofern man sie weiterführt wie bisher. Das heißt, dass das Mikrofon weiterhin in den tätowierten Händen des Straight Edge Superstars verweilt, während die unsympathische Ausstrahlung des ehemaligen ECW-Besitzers zum Manifestieren des neuen Charakters genutzt wird.

    MissKillALot’s Spotlight Call:
    ***** ** 9 von 10 Sternen, oder: The spotlight is on you - use it!



    So, das war es auch schon wieder von MissKillALot’s Spotlight Check. Ich hoffe, euch hat’s gefallen und freue mich wieder auf interessante Diskussionen.

    xXx Sabrina


    [Credits: MissKillALot @ CyBoard]

  • A N Z E I G E
  • Beide General Manager so schnell wie möglich weg.
    Kann mit der jüngeren Generation nichts anfangen.


    Zitat

    Original geschrieben von MissKillALot:
    Wie gut CM Punk als Heel sein kann, wissen wir alle aus der Vergangenheit. Dass dabei im Booking vieles schief laufen kann ist ebenfalls kein Geheimnis


    And that's the bottom line

  • Booker T-Bingo :D


    Heyman mit einem Stable um Punk und Lesnar + X wäre meine Meinung nach eigentlich eine vielversprechende Option, so lange die WWE das nicht (wiedermal) in den Sand setzt. Gerade im Hinblick auf die Survivor Series könnte ich mir sowas gut vorstellen. Warum nicht mal Team Heyman vs. Team Hart?
    Jedenfalls wäre eine Story mit Substanz im Gegensatz zu den oft willkürlich zusammengewürftelten Teams wiedermal eine willkommene Abwechslung...

  • @Miss: ich habs dir doch gesagt:p
    CM Punk in Montreal war awesome!!! Das wird schon;)


    Bei Barrett kannst du das Spotlight (leider) wieder runterdrehen


    Bei den GMs stimm ich dir zu:thumbsup: (Auch wenn ich bei Booker T die Kerze am liebsten auspusten würde)

  • Nightchild: Klingt toll, ob es das geben wird, ist allerdings die zweite Frage. Ob es sinnvoll wäre, wieder eine andere. Denn eins ist doch klar: Team Hart würde da gewinnen! Punk braucht m.E. endlich mal ein Stable, das auch dominiert. Mit der SES hat er alles verloren und mit dem New Nexus auch. Es muss ja kein Evolution sein, das alle Titel hält, aber etwas mehr Erfolg mit einem Stable wäre schon mal wünschenswert.


    @Dr. Doom: Ja, du hattest Recht! Schande über mein Haupt! :D


    Ich lese grundsätzlich keine Results, deshalb weiß ich von Barrett noch nichts weiteres, falls du auf die kommende SmackDown-Ausgabe anspielen wolltest. Ich lass mich überraschen - auch im negativen Sinne, wenn's denn sein muss :(


    Und bei Booker T würden wir glaub ich alle gerne mal jegliches verbliebene Feuer mit dem Feuerwehrschlauch zunichte machen ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von Dr. Doom:
    Das mit Barrett hat nicht wirklich was mit den SD! Results zu tun... (wirklich;)) Aber es ist halt die WWE:D


    Entschuldige bitte, aber das ist doch Schwachsinn. Ein gesehener Auftritt reicht doch bei weitem nicht aus, um das zu beurteilen. Für mich war das Comeback vielversprechend.

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