A N Z E I G E

Brock Lesnar - für mich ist das kein Wrestling mehr

  • Ich erinnere mich noch an die RAW-AUsgaben von vor 10 Jahren, als auf einenmal eine Maschine namens Brock Lesnar auftauchte und zunächst leichtere Gegner mit Powermoves auseinanderkloppte. Die Agression, diese Power - WWE hatte ihren Goldberg.


    Dann folgten Matches gegen RVD, Undertaker, Kurt Angle und The Rock und man sah, dass dieser Typ vielleicht der beste Wrestler aller Zeiten war, wenn man Körpermasse in Relation zur Technik sieht. Flink wie ein Wiesel, geschmeidig wie eine Katze, eine wahnsinns Move-Palette - der Mann hatte und konnte alles.


    Es folgte WM 20, ein Football-Try-out und zig Jahre MMA, also richtiges Kämpfen. Dieses dauerte 10 Jahre, bis zum Tag nach WM28...


    Ich habe gelesen, dass viele seinen Kampf gegen Triple-H gut fanden. Ich habe bald gekotzt. Lesnar hat viellecht 4 Wrestling-Moves gezeigt, der Rest war ein lahmarschiger Brawl im MMA-Style, nur dass man nicht richtig trifft...


    So ist Lesnar keine große Hilfe. Der Mann konnte alles, und nun wird nur noch geschlage, getreten und auf Haltegriffe gesetzt. Das hat mit Wrestling nichts mehr zu tun, das ist Show-MMA.Und der Gegner, der passt sich dem natürlich an.
    Wenn man sowas sehen will, dann schaut man sich einfach direkt MMA an, da ists dann auch wenigstens real.


    Aber in einem WWE-Ring wirkt das einfach nur langweilig und lächerlich. Hier gehört Wrestling rein, und absolut nix anderes!!!

  • A N Z E I G E
  • Zitat

    Original geschrieben von NightLord:
    Naja in einen wwe Ring gehört seit jeher entertainement. Hab den SS leider wegen Umzug noch nicht gesehen, aber extreme rulez war groß mit brock, auch wenn ich Ihn nicht leiden kann. Es sorgte halt für offene münder wie es abging und das unterhielt mich auf jeden fall. :)


    Und stell dir jetzt einfach mal vor, das Match beim Summerslam war irgendwie das Gegenteil davon. Kann dem Threadersteller nur zustimmen, es war einfach grausam.

  • Auch wenn es nicht explizit so geäußert wird, schwingt hier natürlich implizit die Frage mit, ob wir das auch so sehen bzw. ob dieses Lesnar-Match überhaupt noch Wrestling war. Deswegen ist das im QAS besser aufgehoben, deswegen mal rasch verschoben ;)


  • Kann ich dir nur uneingeschränkt zustimmen!!! Leider!

  • Brock Lesnars Charakter ist zur Zeit eine Zerstörungsmaschine. Das Match gegen John Cena war in meinen Augen eines der besten WWE Matches der letzten Jahre - einfach weil es so schön herrlich "echt" und anders war. Da war purer Hass drin, da waren Emotionen drin, da war alles dabei, was eine Schlacht haben muss.


    Das Match gegen Hunter war eine andere Kategorie, was aber auch einfach daran liegt, dass Triple H sicher nicht so einen Beatdown nehmen wird wie John Cena. Es war halt das typische Hunter Match in das Brock sich irgendwie einfädeln musste und das hat er in meinen Augen ganz gut gemacht. Vergleicht man es mit dem Cena Match kann der SummerSlam Main Event nur verlieren.


    In meinen Augen ist der vorletzte Absatz genau falsch herum interpretiert worden durch Ronaldo: nicht der Gegner passt sich an Brock und seine "4 Moves" an, sondern Brock muss sich auf den Gegner einstellen. Gegen Triple H gab es eben dieses Wrestlingmatch, gegen Cena einen hasserfüllten Brawl. Natürlich kann Brock Lesnar noch wrestlen. Man muss sich doch nur mal anschauen, was dieser Mann in seinen zwei Matches da hingelegt hat an Timing, an Bumps (im Cena Match teilweise unglaubliche Bumps) und das, obwohl er seit Jahren nicht im Ring gestanden hat. Es passt aber auch einfach nicht zur Story, wenn Brock jetzt anfängt 5 Sterne Matches durch Chainwrestling zu zaubern. Brock wird als zerstörerische, "echte" Maschine verkauft, also arbeitet er auch im Ring so und lässt sich nicht auf das normale Wrestling ein. Hat er einen Gegner wie Cena, der da uneingeschränkt mitmacht, dann kommt eines der besten WWE Matches heraus. Gegen Hunter war es dann eben das typische Triple H Match. Mir hat es gefallen, als eigenständiges Match. Im Vergleich zu Cena vs. Brock, ganz klar die Nummer 2.


    Im Endeffekt kann ich die Meinung also absolut nicht teilen. Brock Lesnar hat im Ring eine Präsenz die seinesgleichen sucht. Er kann immer noch wrestlen, ist glaubwürdig und mit dem richtigen Gegner würde er auch heute noch viele andere Matches in den Schatten stellen.

  • Kann ich dir nicht zustimmen poppy, mir fehlen wie schon den Threadersteller, die Moves die ihn früher ausgezeichnet haben!
    Klar der Brawl gegen Cena war sehr geil, aber Lesnar war immer schon mehr als eine reine Zerstörungsmaschine. Früher hat er auch leute fast gekillt, aber eben auch mit wrestlerischen Leckerbissen geglänzt. Jetzt seh ich sowa von ihm gar nicht mehr. Ich fand zwar das HHH Match nicht so schlecht wie die meisten hier, aber mit dem Brock von früher, der wahren Wrestlingmachine, hatte das nichts mehr zu tun!

  • Lesnar hat aber heute ein anderes Gimmick als damals. Das ist doch der Punkt. Er ist nicht nur das "Wrestlingmonster", er ist der Mixed Martial Artist, der ehemalige UFC Heavyweight Champion - der Unterschied ist einfach, dass er "real" rüberkommen soll und sich nicht in irgendwelchen Wrestlingmoves verfangen soll. Leiden die Matches darunter? Schwer zu sagen, er hatte erst zwei. Eines davon war unglaublich großartig, eines davon war sehr solide. Was bisher als Zwischenfazit also bleibt (für mich): zwei Matches - eines wow, eines gut. Das ist eine gute Bilanz.


    Und wie gesagt, der Unterschied im Gimmick besteht auf jeden Fall und daraus sollte auch klar zu verstehen sein, warum Brock so im Ring agiert, wie er es tut.

  • Es gab doch früher auch schon Shootfighting, Brawl For All, Boxkämpfe, usw. bei WWE. Wieso muss es denn immer nur reines Wrestling sein? Die WWE kommt sowieso nicht drumrum sich auch anderen verwandten Sportarten zu öffnen. Das wird heutzutage einfach erwartet.
    Abgesehen davon sind die 30 sec. Divas Matches für mich viel eher kein Wrestling mehr als das was Brock Lesnar da veranstaltet.

    Das Brot aus dem der Diesel ist.
    Pro Freiwillge Forum Polizei

  • Darin liegt vielleicht wirklich die Krux, dass er eben erst 2 Matches bestritten hat, was ich sehr schade finde! Ich wünschte mir so einen Schedule wie Goldberg hatte. Ich schau grade die Raws von 2003 und der war immer da und hatte fast immer ein Match, warum geht das bei Brock nicht.
    Ich erwartete mir einfach mehr von einem Comeback von Brock Lesnar, also 2 Matches in 6 Monaten.

  • Lesnar die Schuld für ein langweiliges, langes Match mit Triple H zu geben finde ich nicht ganz fair.


    Davon abgesehen sehe ich tausendmal lieber einen großen MMA-Arschtreter, welcher Leuten die Rübe zu Brei schlägt als jemanden, der einfach nur Wrestling-Moves um sich wirft. Wieviele verschiedene Moves jemand zeigt ist doch für ein Narrativ kaum von Belang. Siehe das großartige Match gegen John Cena. Cena ist jemand der ein Monster auch wirklich wie ein Monster aussehen lassen kann und so ein Match zu einer echten Schlacht macht. Triple H ist zu sowas nicht in der Lage.


    Der ausschlaggebende Unterschied ist doch, dass Lesnar früher regelmäßig auftauchte und regelmäßige Matches hatte. Dieses Jahr hatte er nur zwei und die stehen entsprechend unter dem Mikroskop. Dann sind die meisten Wrestler nur so gut wie ihre Gegner. Klar sah Lesnar weitaus besser aus, wenn er die Hardys oder The Rock zerstörte, Leute die herausragend sellen können und wissen wie man jemanden over bringt.

  • Das ist doch eigentlich auch das Ziel der WWE oder?


    Brock Lesnar ist kein Wrestler sondern ein MMA-Kämpfer.Damit hat er sich die letzten Jahre einen Namen gemacht und das will die WWE melken. Es würde doch jetzt albern wirken wenn er auf einmal eine SSP springt oder?


    Zu diesem Gimmick passen halt Schläge,Tritte und Haltgriffe.Höchstens noch Moves wie der Belly-to-Belly- Suplex oder der German und die Powerbomb.Eben richtige Impact-Moves.

  • Zitat

    Original geschrieben von FCA=1Liga:
    Darin liegt vielleicht wirklich die Krux, dass er eben erst 2 Matches bestritten hat, was ich sehr schade finde! Ich wünschte mir so einen Schedule wie Goldberg hatte. Ich schau grade die Raws von 2003 und der war immer da und hatte fast immer ein Match, warum geht das bei Brock nicht.
    Ich erwartete mir einfach mehr von einem Comeback von Brock Lesnar, also 2 Matches in 6 Monaten.


    Das kann man ihm doch aber nicht zum Vorwurf machen (nicht schon wieder). Also man kann schon aber das hat ja nichts mit dem Thema zu tun, was der Threadersteller hier ansprach. Da ging es explizit um den Matchaufbau und die Art das Match zu führen und nicht um das Comeback generell und die Verträge ;)

  • Hallo, ich finde auch, dass Brock Lesner kein Wrestler mehr ist. Es sind ja Welten zwischen dem alten und neuen Lesner. Der frühere Lesner begeisterte uns mit Moonsaults vom obersten Seil. Der Lesner von heute geht nicht mal auf eine Closeline ein.


    Man muss aber auch sagen, dass die MMA Griffe schon recht fies aussehen. Vielleicht ist es deswegen auch nicht so schlimm, dass er so ist wie er heute ist. So hat er zumindest was einmaliges ansich. Es hat alles seine Vor- und Nachteile.


    Euer Auftragskieler.

  • Ich kann dem Threadersteller - und allen die seine Meinung teilen - auch absolut nicht zustimmen.


    Der Grundtenor ist ja der, dass es kein Wrestling mehr sei. Da kommt dann direkt die Frage, was denn Wrestling ist? Wie definiere ich das denn bitte in dem Sinne? Ob ich nun ein europäisch-geprägtes Matwrestling sehe, einen mexikanisch angehauchten Lucha-Style, einen typischen WWE-Kampf oder ein amerikanisches Indy-Match, da liegen doch Welten zwischen. Je nachdem wie man es angeht, findet man das eine qualitativ besser und begründet dies auf verschiedene Weisen, aber man akzeptiert trotz der gewaltigen Unterschiede alles als Wrestling. Wieso soll das bei Lesnar nicht der Fall sein, wenn er einen neuen Stil geht? Das finde ich befremdend hier irgendwo eine Linie zu ziehen. Wir reden auch immerhin von der WWE, deswegen kann man hier sowieso keine traditionellen Definitionen mehr anbringen.


    Also reden wir lieber davon, ob das was Lesnar hier macht gut oder schlecht ist. Auch dies ist natürlich eine Frage der Perspektive. Wenn man direkt die Matchleistungen von Lesnar nach allein technischen Gesichtspunkten mit seinen früheren Matches vergleicht, so kann man natürlich nur zu einem negativen Bild. Aber ist es fair und richtig das zu machen? Es wurde hier ja bereits an anderer Stelle gesagt, dass der Stil den Lesnar aktuell geht ein wichtiger Baustein seines Gimmicks ist. Das Stichwort ist hier "real". Lesnar ist kein Showtyp der sich auf die Ringecke stellt und den Macho-Man huldigt oder mit seinen Händen vor dem Gesicht herumfuchtelt. Lesnar will zerstören. Deswegen macht er auch eine Schischi-Moves bei denen jeder weiß, dass sie nur gut aussehen aber nichts bringen. Er will nicht kämpfen, sondern attackieren. Und das in einer extremeren Form als bei seinem ersten Run. Ich würde es sehr komisch finden, wenn Lesnar jetzt eine Shooting Star versuchen würde. Wieso sollte er das Risiko eingehen?


    Auch, dass das Match gegen Hunter nicht wie das gegen Cena verlieft macht - unabhängig von der Thematik die Heisenberg anspreach - Sinn. Hunter hat sich als ebenbürtiger Gegner erwiesen vor dem Match, hat Lesnar bei der ersten direkten Konfrontation zurückgedrängt; Cena war von Anfang bis Ende unterlegen. Für mich logisch, dass Lesnar noch vorsichtiger und gleichzeitig zielorientierter agiert.


    Doch auch wenn man das annimmt, bleibt die Frage ob es gut ist, weil es im Wrestling ja doch um Unterhaltung geht. Und da sind wir bei einem Punkt wo man nur noch mit eigenem Gefallen argumentieren kann, denn hier gibt es keine objektiven Aspekte mehr. Ich fand das sehr unterhaltsam auch gerade weil es so sinnvoll war. Ich kann verstehen, dass andere es nicht mögen.


    Trotzdem ist es Wrestling in einer neuen Form und ich würde auch nie unterschreiben, dass sowas per sé schadsam ist.

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