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[Lion's Take] The Legacy of WrestleMania 28: Brian Danielson ist ein Mainstream-Star!

  • [Lion's Take] The Legacy of WrestleMania 28: Bryan Danielson ist ein Mainstream-Star!

    [Lion's Take] The Legacy of WrestleMania 28: Bryan Danielson ist ein Mainstream-Star!

    WrestleMania. Superbowl des Wrestlings. Showcase of the Immortal. Grandest stage of them all. Die Zahl der Superlative reicht kaum aus, um den größten Wrestling-PPV des Kalenderjahres in seiner Bedeutung für die WWE angemessen zu beschreiben. WrestleMania ist im Verlauf von fast 30 Jahren zu einer Marke geworden, zu einem Gütesiegel, zu einem Höhepunkt der Entainment-Industrie in den USA. Kaum eine andere Kreation aus dem WWE-Hauptquartier in Stamford hat den Erfolg des McMahon-Imperiums in den letzten drei Dekaden so maßgeblich beeinflusst wie der Superbowl des Wrestlings. Zum Erfolg dieses außergewöhnlichen PPV-Konzepts hat sicherlich gerade in der Anfangszeit in vielerlei Hinsicht die immer wieder herausragende Vermarktung sowie die Einbeziehung von Prominenten aus der jeweils angesagten Popkultur der USA beigetragen. Was wäre WrestleMania 1 ohne Mr. T., Cindy Lauper und Muhammad Ali gewesen? Was WrestleMania 14 ohne den "Ohrbeißer" und "Baddest Man on the planet" - Iron Mike Tyson? Celebrities aller Couleur lockten immer wieder zahlreiche Non-Wrestling-Fans aus den amerikanischen Jugend- und Entertainment-Kulturszenen für eine Nacht zum Wrestling und machten WrestleMania so zu einer Buyrate-Sensation im amerikanischen "Pay TV". Dass sich viele von ihnen dann aber vom gezeigten Produkt begeistern ließen und auch danach Fans blieben, dafür sorgten in der Regel die beteiligten Wrestler an den jeweiligen Events.

    Als Roddy Piper 1984 gegen Hulk Hogan und Schauspieler Mr. T. ("The A-Team") einen Kreuzzug begann, war er damit zwei Jahre lang ein Hauptthema (heute würde man wohl sagen: Ein "Trending Topic"!) beim angesagten Musiksender MTV. Seine Matchserien gegen die extrem populären Babyfaces bei den ersten WrestleManias sorgten auch nach den jeweiligen Events für viel Gesprächsstoff und heizten im Entertainment-Mainstream das Interesse am WWE-Produkt weiter an. Für noch viel mehr Wirbel sollten dann Hogans Gegner von WrestleMania 3 bis WrestleMania 7 in den jeweiligen Medien sorgen: Hogan vs. Andre? Größter Main Event aller Zeiten. Hogan vs. Savage (& Miss Elizabeth)? Über ein Jahr lang Hauptgesprächsthema unter Wrestling-Fans in den USA. Hogan vs. Warrior? Ein episches Spektakel, dass die Welt in Atem hielt und Jim Hellwig unsterblich machte. Hogan vs. Slaughter? Zumindest politisch gesehen am Ende eine große Kontroverse. WrestleMania kreierte jährlich Gesprächsstoff, hielt so das Interesse am WWE-Produkt schichtübergreifend in der Gesellschaft Nordamerikas wach und schuf oftmals Superstars, die im besten Fall zu Pop-Ikonen mit globalen Bekanntheitsgrad, ansonsten aber mindestens zu den größten Wrestling-Stars in den USA aufstiegen. Austin und Rock? WrestleMania machte sie zu Megastars auf der ganzen Welt. Shawn Michaels? Ein "Ladder"-Match und ein "Iron Man"-Match machte aus einem ehemaligen TagTeam-Wrestler einen der größten Namen seiner Generation. Bret Hart? WrestleMania legitimierte seine selbst gepushte Reputation als "Excellence of Execution" und "bester technischer Wrestler" seiner Zeit. Kurzum: Die WWE hatte es im Verlauf der Jahre immer wieder vorbildlich verstanden, ihren WrestleMania-Events eine "Legacy" nachfolgen zu lassen. "The grandest stage of them all" wurde immer wieder gezielt als Bühne dazu ausgewählt, um besondere Momente zu erschaffen, neue Stars zu kreieren und für reichlich Gesprächsstoff in den Monaten danach zu sorgen.

    Und auch wenn das WrestleMania-Konzept in den letzten zehn Jahren immer mehr in die Richtung eines Celebrity-Treffens abdriftete und das eigentliche Wrestling dabei (im Vergleich zu den ersten zwei Dekaden) oftmals deutlich in den Hintergrund gerückt wurde (Donald Trump, Mickey Rourke und Floyd Mayweather lassen grüßen), schaffte es auch die moderne WWE der Post-Attitude-Ära weiterhin regelmäßig bei WrestleMania besondere Momente zu kreieren. Beispiele gefällig: WrestleMania XX: Das größte "Happy End" der Wrestling-Geschichte mit Chris Benoit und Eddie Guerrero feiernd im Ring. (Auch wenn es drei Jahre später keiner mehr erwähnen wollte.). WrestleMania 22: John Cena siegt gegen Chicago und bringt Triple H zur Aufgabe. WrestleMania 24: Shawn Michaels beendet die Karriere von Ric Flair. WrestleMania 25 & 26: Der Undertaker zementiert seinen Ruf als Legende mit zwei großartigen Matches gegen Shawn Michaels und zwingt den Heartbreak Kid schließlich ins Karriere-Ende. Kurzum: Die WWE demonstrierte auch in Zeiten des Monopols, dass man weiterhin gewillt ist, jeder WrestleMania zu einer speziellen "Legacy" zu verhelfen, die danach das WWE-Produkt in den wöchentlichen TV-Shows für lange Zeit beeinflussen sowie im Idealfall zahlreiche Aufhänger für neue Storylines bieten kann. Einem Shawn Michaels brachte so etwa 2008 sein finaler Sieg über Ric Flair gleich zwei spektakuläre Fehden gegen Batista und Chris Jericho ein.

    Nicht immer lässt sich freilich eine "Legacy" einer WrestleMania auch im Vorfeld schon genau voraus planen. Zwar kann man im Wrestling (im Vergleich zu "echten" Sportarten) durch vorher minutiös geplantes Booking vieles an großen Momenten quasi auf dem Reißbrett im Büro entwerfen und dann hoffen, dass der eigene Plan aufgeht und man im Ring etwas Historisches zu sehen bekommt. Doch selbst in einer so prädeterminierten Entertainment-Industrie wie dem Wrestling-Business gibt es bekanntlich immer wieder Spielräume für besondere Augenblicke, die durch Interaktion mit den Fans entstehen und am Ende eben nicht komplett vorher vorausgesagt werden konnten. So kann es zu besonderen "WrestleMania-Moments" kommen, mit denen im Vorfeld keiner gerechnet hat. Und auch Verlierer können plötzlich zu Stars werden, über die die Fans nach dem Event noch wochenlang diskutieren. WrestleMania X sollte eigentlich eine Geschichte über Bret Hart erzählen. Nach dem PPV sprachen die Fans aber vor allem über das Leiter-Match zwischen Razor Ramon und Shawn Michaels. Oder noch präziser: Über den Heartbreak Kid. Dieser hatte zwar den Kampf verloren, dabei aber einige unglaubliche Moves gezeigt, die es vorher so noch nie im US-Wrestling zu sehen gab. Das Leitermatch machte ihn am Ende zu einem Star und nur ein Jahr später trat er bei WrestleMania XI um den World Title der WWE an. Noch krasser gegen die ursprüngliche Erwartungshaltung entwickelte sich im Jahr 2002 das Aufeinandertreffen von The Rock und Hollywood Hogan in Toronto. In einem Match, in dem Dwayne Johnson zu einem noch größeren Star gemacht werden sollte, feierte am Ende ausgerechnet der in die Jahre gekommene Hulkster seine triumphale Wiederauferstehung. Die Fans wollten einfach noch einmal Hulkamania feiern, machten entsprechenden Plänen der WWE-Booker einen Strich durch die Rechnung und verhalfen Hogan so zu einem vierten Frühling. Nur einen Monat später war er dann bereits neuer WWE Undisputed Champion. Trotz seiner Niederlage gegen The Rock bei WrestleMania X8. Manchmal sorgt freilich auch nur die überragende Matchqualität eines Kampfes für den meisten Gesprächsstoff und trägt damit zur Legacy des jeweiligen Events bei. WrestleMania 21 war im Vorfeld als Moment der Staffelübergabe an die beiden Auserwählten der letzten Dekade geplant worden - als "Krönungs"-Event für John Cena und Dave Batista, die beide ihren jeweils ersten World Title gewinnen sollten. Nach dem PPV sprach dann aber fast die gesamte Wrestling-Welt nur noch über Shawn Michaels und Kurt Angle, die mit einem atemberaubenden "*****"-Match allen anderen Superstars auf der Card die Show gestohlen hatten. Für den Olympic Hero ging es daher 2005 in seiner WWE-Laufbahn nach einer längeren Durststrecke auch endlich wieder nach oben. "Legacy" lässt sich also nicht immer planen, manchmal löst das Schicksal auch urplötzlich eine Entwicklung aus, mit der so vorher keiner gerechnet hatte. Dieses Phänomen lässt sich im Rückblick wohl auch bei WrestleMania 28 erkennen.

    Gut sieben Wochen nach dem größten Wrestling-PPV des Jahres 2012 habe ich als Fan innerlich erstmals Bilanz gezogen und mich gefragt, was nun von diesem Event hängen geblieben ist und welche Konsequenzen die wichtigsten Matchausgänge für die heutigen Storylines sowie Superstars & Diven hatten. Was ist nun also das Erbe von WrestleMania 28? Und ich gestehe mir ein: Trotz dreier hervorragender Main Events kreisen meine heutigen Gedanken in keiner Weise mehr um eines dieser Matches. HHH vs. Undertaker III, End of an Era? Gesehen und vergessen. Beide Protagonisten tauchen eh kaum noch in den regulären Shows der WWE auf. CM Punk vs. Chris Jericho? Ein netter Sieg für Punk, aber in keiner Weise ein Showstealer, den Fans noch in 10 Jahren in einem Atemzug mit Klassikern wie "Bret vs. Owen Hart" (WrestleMania X), "Ricky Steamboat vs. Randy Savage" (WrestleMania 3) oder "Shawn Michaels vs. Chris Jericho" (WrestleMania 19) zitieren werden. Und der pompös über ein Jahr vorbereitete Main Event? In den aktuellen Shows spielt er quasi keine Rolle mehr. The Rock hat John Cena besiegt und ging danach zurück nach Hollywood. Konsequenzen für den Chaingang Commander hat dies am Ende so gut wie keine gehabt. Stattdessen gab es ein "Reset" und die Rückkehr von Super-Cena. Bei "Extreme Rules" besiegte er bereits wieder Brock Lesnar. Ùnd auch ohne Titel steht er weiterhin bei jedem PPV der WWE im Main Event. Die über 12 Monate künstlich hoch gehaltene Spannung um das erste Aufeinandertreffen zwischen The Rock und John Cena hat sich längst wieder in Luft aufgelöst. "Once in a lifetime" mag der WWE die beste WrestleMania-Buyrate aller Zeiten beschert haben. Zur Legacy des Events hat der große Kampf aber (im Gegensatz zu "Hogan vs. Andre", "Hogan vs. Warrior", "Hogan vs. Rock" oder "Austin vs. Rock", über deren Ausgang bis in den Herbst danach diskutiert und in den Shows Bezug genommen wurde) merkwürdigerweise bis jetzt kaum etwas beigetragen.

    Die größte Geschichte von WrestleMania 28 mit nachträglicher Breitenwirkung war, Stand heute, wohl tatsächlich der Opener des PPVs. Dort sollte - wie schon im Vorjahr - der World Heavyweight Title von Friday Night SmackDown! ausgekämpft werden. Im Gegensatz zu WrestleMania 27 wechselte dann diesmal tatsächlich das große Gold auch den Besitzer. Und zwar in nur 18 Sekunden! Die Hintergründe für dieses kurze Squash-Match waren eigentlich offensichtlich: Der Auserwählte der WWE-Führungsetage, Sheamus, sollte nach seinem Rumble-Sieg auf möglichst spektakuläre Art und Weise seinen ersten Run als Babyface-Champion und Aushängeschild der Promotion beginnen, gerade weil in den Main Events der diesjährigen Wrestlemania leider kein Platz mehr für den Celtic Warrior übrig geblieben war. Das Kalkül der Booker, mit dieser Entscheidung die Fans zu überraschen und Sheamus einen großen WrestleMania-Moment zu bescheren, ging dann aber am Ende voll nach hinten los. Denn sein Gegner hieß an diesem Abend: Daniel Bryan.

    Im Oktober 2011 war der frühere Bryan Danielson noch Edeljobber bei SmackDown! gewesen. Trotz seines "Money in the Bank"-Koffers und trotz seiner Ankündigung, diesen erst bei WrestleMania gegen den World Champion von SmackDown! eincashen zu wollen, glaubte zu diesem Zeitpunkt kaum ein Fan daran, dass er jemals einen überzeugenden World Title Run im McMahon-Imperium bekommen würde. Zu klein, zu wenig Charisma, zu austauschbar für eine große Rolle im WWE-Universe: So dachten noch im Herbst letzten Jahres viele Fans wie auch Experten. Und seine große Indy-Vergangenheit schien am Ende nur ein weiterer Stolperstein für seine WWE-Laufbahn zu sein. Zog ihn doch Kommentator Michael Cole zur Strafe für soviel vorzeitigen Ruhm im US-Wrestling regelmäßig als "Nerd" auf, der nur vor dem Internet hängt. Im World Wide Web gab es zudem regelmäßig Gerüchte zu lesen, dass Vince McMahon vom American Dragon eigentlich nicht viel hält und er der festen Überzeugung wäre, dass das "Nerd"-Image das einzige Gimmick wäre, was ihn überhaupt beim breiten Publikum als TV-Charakter interessant machen könnte. So schien noch im Herbst letzten Jahres eigentlich alles dagegen zu sprechen, dass Bryan Danielson jemals eine große Karriere in der WWE machen würde. Eine Rolle als "Midcard-Attraction" wie einst Chris Benoit? Vielleicht. Eine dauerhafte Rolle als Main Eventer an der Spitze eines WWE-Rosters im Stile eines Bret Harts oder Kurt Angle? Nie im Leben. So der Tenor auf vielen Fanforen im Jahr 2011. Im Gegensatz zu Kurt Angle oder dem Hitman sprach man Daniel Bryan schlichtweg die Fähigkeit ab, die Fans durch gute Promos oder kontroverses Micwork für seine Storylines zu begeistern.

    Umso bemerkenswerter war daher für viele Beobachter sein sensationeller Aufstieg von Januar bis März 2012. Durch eine schwere Verletzung von Mark Henry durfte Bryan den World Title tatsächlich schon beim Dezember-PPV "TLC 2011" gewinnen. Man hatte zu diesem Zeitpunkt schlichtweg nur wenige Alternativen, so dass man das Risiko einging. Und schien damit auf die Nase zu fallen: Beim letzten RAW vor Weihnachten zog der neue World Heavyweight Champion als Babyface so gut wie keine Reaktionen und nahm am Ende der Show an einem Main Event teil, der für das schlechteste Rating eines "Overruns" bei Monday Night RAW nach über 14 Jahren sorgte. So sprach eigentlich nicht wirklich viel für einen erfolgreichen ersten Run als World Champion von Friday Night SmackDown!. Doch dann kam alles anders. Die Booker turnten Daniel Bryan notgedrungen wieder Heel, da der Titelgewinn bei TLC über Big Show eher die Tat eines karrieregeilen Opportunisten war, als die eines bravourös kämpfenden, "ehrenwerten" Sportmanns. Und der American Dragon schaffte es dann tatsächlich binnen kürzester Zeit zum interessantesten Heel-Charakter in beiden Shows aufzusteigen. Gerade am Mikrophon überzeugte Daniel Bryan die Fans jede Woche mehr und strafte damit alle Kritiker an seinem angeblich langweiligen Indy-Image Lügen. In Interaktionen mit seiner TV-Freundin AJ und mit immer gerisseneren Taktiken zur Verteidigung seines Titels gewann der frühere ROH Champion bei fast jeder Show weiter an Momentum. Die Fans liebten es nun plötzlich ihn zu hassen. Und so durfte er den World Title dann auch tatsächlich bis WrestleMania behalten, denn er war over wie nie zuvor in seiner WWE-Karriere.

    Wie over er wirklich war, schien die WWE bei der Planung des PPVs allerdings noch gar nicht begriffen zu haben. Denn für viele Fans vor ihren TV-Geräten war bei der Bestellung von WrestleMania oder gar beim Gang ins Sunlife Stadium das erste richtige WrestleMania-Match von Daniel Bryan plötzlich ein großes Kaufargument. Nicht nur Rocky und Cena lockte die Fans mittlerweile vor die Bildschirme, sondern auch die Frage, wie Bryan sich gegen Sheamus schlagen würde. Nicht wenige gönnten dem ehemaligen ROH-Champion auch endlich ein richtig langes PPV-Match mit entsprechendem Spotlight auf großer Bühne, da er dann endlich sein wrestlerisches Talent vor einer möglichst großen Zuschauerzahl unter Beweis stellen würde können. Noch bei WrestleMania 27 war dieses Unterfangen daran gescheitert, dass man "Sheamus vs. Bryan" als US Title Match kurzerhand in die Pre-Show verbannte. Daher glaubten nun viele Fans an ein kompensatorisches Showstealer-Match im Jahr danach, schließlich sollte es ja diesmal sogar um einen World Title gehen. Da würden beide Männer doch sicherlich mindestens 15 Minuten bekommen ...

    Pustekuchen!

    Opener statt Uppercard. Und dann nach 18 Sekunden das ruhmlose Ende einer großartigen Titelregentschaft. Unfassbar. Sowohl im Sunlife Stadium wie auch in den Social Networks des Internets verharrten danach zunächst viele Fans in Schockstarre, bevor sie ihrer Empörung freien Lauf ließen. "Verarsche des Jahres" gehörte noch zu den harmloseren Kommentaren, die man fortan überall zu lesen bekam. Das WWE-Universe war sauer und begann noch beim gleichen Event gegen die Booking-Entscheidung zu rebellieren. Laute "Daniel Bryan"-Chants waren in der Folge bei vielen anderen Matches des Abends zu hören. Sheamus wurde als neuer Champion eher mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Und ein Chant, den Bryan drei Monate vorher als Instrument für seinen neuen Heel-Charakter erfunden hatte, das überschwängliche Jubeln nach einem fiesen Sieg - garniert mit Luftsprüngen und sich wiederholenden "YES!"-Schreien - wurde plötzlich aus Tausenden von Kehlen als Zeichen des Protests gegen die WWE-Entscheidungsträger angestimmt: "YES! YES! YES!" tönte es fortan bei den ersten Shows nach WrestleMania in den Hallen, wann immer Daniel Bryan nur in die Nähe einer Kamera kam. Ein Phänomen, was sich schnell verselbstständigte und viele lokale Märkte in den USA ansteckte. Waren es bei RAW nach WrestleMania in Miami noch vor allem die smarteren Fans aus der ganzen Welt, die dem Chant zu einem Kultstatus verhalfen und ein kollektives Happening in der ganzen Halle veranstalteten, breitete sich der Sprechchor danach auch in anderen Arenen des Landes aus. Der neue World Heavyweight Champion von SmackDown!, Sheamus, wurde dagegen bald bei jeder Show gnadenlos aus der Halle gebuht. Die WWE hatte mit ihrem "18 Sekunden"-Match paradoxerweise das Gegenteil von dem bewirkt, was sie eigentlich bei WrestleMania erschaffen wollte: Nicht Sheamus war nun ein großer Star, sondern Daniel Bryan.

    Vieles deutet darauf hin, dass man ursprünglich für Bryan Danielson gar keine großen Pläne mehr für die Zeit nach WrestleMania hatte. Sein plötzlicher Run als Brückenchampion war am Ende eben wohl doch nur als Ubergangsregentschaft konzipiert worden, aus der er wieder Erwarten viel mehr gemacht hatte, als man ihm Vorfeld zugetraut hatte. Bryan Danielson fasst es in einem Interview mit GQ.com Mitte April 2012 zusammen:


    Die euphorischen Reaktionen nach WrestleMania und die überall populären "YES!"-Chants ließen die WWE dann glücklicherweise umdenken. Nicht immer versucht man den Fans um jeden Preis eine vorgefasste Meinung zu Superstars zu diktieren, manchmal lässt man auch immer noch Publikumsreaktionen entscheiden und entscheidet dann, wie es mit einem Wrestler weitergeht. Und so bekam Daniel Bryan Ende April bei Extreme Rules dann doch noch endlich ein längeres PPV-Match gegen Sheamus. Und nicht Alberto Del Rio, den die WWE angeblich eigentlich ursprünglich als Herausforderer für diesen PPV vorgesehen hatte. Dieser war beim RAW nach WrestleMania als neuer Challenger vom Hallenpublikum schlichtweg nicht akzeptiert worden - Sheamus kämpfte derweil wochenlang gegen lautstarke Buhrufe an. Um Bryan bei "Extreme Rules" aber nicht wieder verjobben zu müssen, machte die WWE gnädigerweise gleich ein "2 of 3"-Fall-Match aus dem Kampf und gönnte dem neuen Shootingstar zumindest einen Fall gegen The Great White. Dass man ihn nach der finalen "1:2"-Niederlage gegen Sheamus aber noch nicht gänzlich als Main Eventer abgeschrieben hatte, sollte dann der Mai zeigen. Statt Bryan ein weiteres Mal gegen den Celtic Warrior zu stellen, schickte man ihn lieber als neuen #1-Herausforderer gegen WWE Champion CM Punk in den Ring. Die Chancen stehen damit für den Sommer gar nicht schlecht, dass er ein Dauergast in der "World Title"-Szene bleiben wird. Und ein baldiger Run als Heel Champion von Monday Night RAW scheint mittlerweile gar nicht mehr so realitätsfern zu sein. Neben Brock Lesner dürfte er im Moment die größten Chancen auf den "Spot" des Top Heels im Jahr 2012 bei der Montagsshow haben. Was, gerade im Angesicht seiner Lage im letzten Herbst, eine nicht oft genug zu erwähnende Sensation darstellt. Denn nun könnten ihm schon in sehr naher Zukunft die wirklich großen Money-Fehden und PPV-Kämpfe gegen WWE-Schwerkaliber wie Triple H, John Cena, The Undertaker, Randy Orton oder gar The Rock winken. Was angesichts seiner zweifellos grandiosen Fähigkeiten im Ring zu einigen echten wrestlerischen Leckerbissen führen dürfte. Und WrestleMania 28 hätte am Ende ein ganz bestimmtes Erbe hervorgebracht:

    Der PPV, bei dem Bryan Danielson ein "Mainstream"-Star wurde. Sollte "Cena vs. Rock" nicht bald um ein spannendes Kapitel bereichert werden, dürfte dies tatsächlich das wichtigste Ergebnis von WrestleMania 28 für das aktuelle WWE-Roster sein. Eine ganz besondere Legacy für eine Indy-Legende, den keiner auf der Rechnung hatte und plötzlich von den Fans binnen eines Abends zu einem "Household Name" in den USA gemacht wurde. Wrestling mag in den USA nicht mehr so im Mainstream verankert zu sein wie in den 1980er-Jahren unter Hogan oder in den späten 1990er-Jahren unter Austin und Rock. Doch die drei bis vier Millionen TV-Zuschauer, die sich wöchentlich Monday Night RAW in den USA anschauen, stellen immer noch einen bemerkenswert großen Ausschnitt aus der "Masse" an amerikanischen Fernsehzuschauern dar. Wer hier monatelang im Main Event mitmischt und gegen die größten Wrestling-Stars der WWE antreten darf, bleibt für immer im Gedächtnis einer Nation präsent. Jedenfalls im Gedächtnis eines Teils von ihr. Daniel Bryan hätte es in vielerlei Hinsicht wie Jack Swagger 2010 ergehen können: Zu früh zum Titel gepusht, zu schwach als Champion dargestellt, zu schnell fallengelassen - der Ruf danach für immer zerstört. Dass es am Ende nicht so kam, hatte viel mit den glücklichen Umständen des Schicksals zu tun - aber auch mit einer Menge Talent auf der Seite des American Dragons. WrestleMania 28 hat seiner Karriere nun vermutlich endgültig eine entscheidende Wende gebracht. Und die Chancen stehen nun plötzlich gar nicht mehr schlecht, dass er in 20 Jahren einmal als einer der größten Wrestling-Stars seiner Generation in einem Atemzug mit Cena, Orton, Batista und CM Punk genannt werden wird. Daher ist Daniel Bryan für mich der "WWE Aufsteiger des Monats April 2012" - kein anderer Wrestler hat in diesem Zeitraum so signifikant an Bedeutung gewonnen wie der frühere Bryan Danielson. Als Fan darf man nun sehr gespannt sein, wohin ihn sein Weg im Jahr 2012 noch führen wird. The sky is the limit.

    "Anderer Meinung? Für Feedback und konstruktive Kritik an seiner Kolumne sowie seiner Auswahl für den "Aufsteiger des Monats" ist der Autor wie immer sehr dankbar. Einfach eine eMail an lionheart@moonsault.de schreiben oder es direkt auf MOONSAULT.de im Feedback-Thread auf dem CyBoard ansprechen."


    Bisherige WWE-Aufsteiger des Monats:

    - Juni 2011: Mark Henry (Heiße Schokolade! Der WWE-Aufsteiger im Juni 2011 - und es ist nicht CM Punk!)
    - Juli 2011: CM Punk (Rise of Personality! Der WWE-Aufsteiger im Juli 2011 - und diesmal ist es CM Punk!)
    - August 2011: Kevin Nash (Zurück vom Schrottplatz: Diesel ist der WWE-Aufsteiger des Monats August 2011)
    - September 2011: Mark Henry, World Heavyweight Champion (Der WWE-Aufsteiger September 2011: Faszination Mark Henry – wie aus einem Edel-Jobber in drei Monaten der größte Heel im WWE-Universe wurde)
    - Oktober 2011: John Laurinaitis (Der steile Aufstieg eines Trittbrettfahrers!)
    - November 2011: Daniel Bryan (Inflationsgefahr abgewendet? Daniel Bryan hat noch Geld auf der Bank!)
    - Dezember 2011: Zack Ryder (Are you serious, bro? Ein Internet-Mark ist Wrestling-Champion von Amerika!)
    - Januar 2012: Brodus Clay (Kolumne wird demnächst nachgereicht!)
    - Februar 2012: Eve Torres (She looks good to me ... Hoeski statt Broski: Eve Torres ist der WWE-Aufsteiger Februar 2012!)
    - März 2012: Chris Jericho ("... your sister however ..." - Mr. Letdown finally delivered: Chris Jericho ist der WWE-Aufsteiger März 2012)
    - April 2012: Daniel Bryan (The Legacy of WrestleMania 28: Bryan Danielson ist ein Mainstream-Star! [WWE-Aufsteiger April 2012])

    Alle anderen [Lion's Take]-Kolumnen im Jahr 2011:

    - Royal Rumble 2011 Siegesprognosen: Del Rio vor CM Punk und John Cena
    - Rezension: "UNDISPUTED" by Chris Jericho
    - Rocky sucks! And so does WrestleMania!
    - All we are saying ... is give CHRIS a chance!
    - The Truth is ... MONEY IN THE BANK!
    - PG goes to sleep ... (CM Punk is Money in the Bank - die WWE hat einen neuen Top-Star!)
    - Triple H 2011 - one more for the good guys?
    - DVD-Review: "The History of WWE: 1997 (told by Jim Cornette)"
    - BluRay-Review: "WWE's Greatest Rivalries: Shawn Michaels vs. Bret Hart"
    - Daniel Bryan bei TLC 2011: Let him fail today!

    Alle anderen [Lion's Take]-Kolumnen im Jahr 2012:

    - No Little Jimmy: John Laurinaitis - der beste RAW-GM seit Eric Bischoff! [100 Tage im Amt]
    - Royal Rumble 2012 Siegesprognosen: 3 Favoriten und 3 Außenseitertipps
    - Royal Rumble 2012: Sheamus didn't suck - Jericho als Vorletzter war das Problem!
    - Daniel Bryan bei Elimination Chamber 2012: "Let him win today!"
    - 100 Tage World Heavyweight Champion: Daniel Bryan 2012 - dank AJ ein Star für die nächsten fünf Jahre?
    - It doesn't matter what the Rock says ... Ich freue mich auf WrestleMania!

    Lionheart

    When it reigns, it snows.....

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  • A N Z E I G E
  • Man muss einfach den Zuschauern in Miami danken - die Stimmung bei RAW nach WrestleMania hat sicherlich dazu beigetragen Bryan auf die nächste Stufe zu heben. Die WWE kann sich natürlich auch glücklich schätzen, dass die Entwicklung trotz dieser blamablen Bookingentscheidung bei WrestleMania in die richtige Richtung ging.

  • Es ist nur traurig dass er durch Zufall oder sagen wir wegen dem dämlichen WWE Booking so beliebt wurde und nicht weil er so gut aufgebaut wurde. Ich glaube dass WWE nur auf die erste Gelegenheit wartet um ihn wieder in die Midcard zu packen und Sheams, Orton und Cena alleine zu haben.

  • Zitat

    Original geschrieben von Lionheart:
    [b]Der neue World Heavyweight Champion von SmackDown!, Daniel Bryan, wurde dagegen bald bei jeder Show gnadenlos aus der Halle gebuht.


    Ich glaube, hier meintest du Sheamus.



    Sehr schöner Artikel, ich lese deine Kolumnen immer sehr gern :) Mit dem richtigen Nachspiel aber, würde man sich wohl eher an das End of an Era Match Taker vs Trips erinnern; dummerweise wurde das aber ähnlich hart ignoriert wie Cenas Niederlage.

    Wenn Du es nicht einfach erklären kannst, hast du es nicht gut genug verstanden.

  • Abgesehen von dem sehr schönen Text, der natürlich (auch bewusst) in eine gewisse Richtung etwas überspitzt formuliert ist, sehe ich hier auch gar nicht die "Blödheit" der WWE. Oder des dummen Bookings. Es ist im Wrestling ja keine Seltenheit, dass richtige Talente irgendwo "übersehen" werden. Man muss da nur mal an Austin denken und den Ringmaster.


    Bei Bryan ist es doch so wie mit vielen, die am Ende zu Stars wurden nach den frühen 90ern (ab dem Zeitpunkt wo es schwerere wurde für den Promoter einfach jemanden hinzustellen und zu sagen: so, das ist der neue Star - nehmt ihn hin): richtiger Ort zur richtigen Zeit. Austin hatte das Glück mit einer Promo mit den Fans zu connecten nach dem KotR 1996. Danach war er bis zur Pillmann Geschichte und Hart Story so ein Mittelding. Zumindest aber die Fans haben schon mal auf ihn reagiert. Punk in 2011 mit der selben Situation. Kurz vor dem Absprung. Aus einer Fehde, die Cena wohl eigentlich hätte locker gewinnen sollen und zwei Monsterpromos von Punk arbeitet er sich selbst zum neuen Superstar.


    Ob man es nun so euphorisch sieht wie Lionheart oder nicht: ja, Bryan hat von WrestleMania mehr profitiert als irgendein anderer Performer. So viel ist sicher. Die WWE wollte in die eine Richtung aber Miami hat den Zug in die andere geschickt. Ich verstehe den Grundtenor der Aussage von CokeZeroFreak - eigentlich müsste eine Liga wie die WWE mit all ihren sehr erfahrenen Agents sehen, dass ein Bryan alles mitbringt, was es braucht und nicht quasi erst durch Zufall dort hin kommen wo er heute ist oder hoffentlich noch irgendwann stehen wird. Es ist aber leider auch keine Seltenheit, dass es so kommt (siehe Austin, siehe Punk, siehe Batista).

  • Zitat

    Original geschrieben von CokeZeroFreak:
    Es ist nur traurig dass er durch Zufall oder sagen wir wegen dem dämlichen WWE Booking so beliebt wurde und nicht weil er so gut aufgebaut wurde. Ich glaube dass WWE nur auf die erste Gelegenheit wartet um ihn wieder in die Midcard zu packen und Sheams, Orton und Cena alleine zu haben.


    Ich sehe da schon leichte parallelen zu Steve Austin. Er wurde in der WCW (und zu Beginn in der WWF) auch nicht wirklich überdurchschnittlich eingesetzt und dennoch hatte man als Zuschauer das Gefühl, dass da irgendwann noch etwas großes kommen muss. Austin war eine (im positiven Sinne) Zeitbombe die darauf wartete im richtigen Moment hochzugehen und beim King of the Ring 1996 war es dann soweit. Bei Bryan ist es irgendwie das Gleiche: Wenn man seinen Hintergrund kennt, seine Leistungen im Ring, da hatte man einfach den Eindruck "das kann noch nicht alles gewesen sein". Ich bin fest davon überzeugt: Wäre Bryan jetzt immer noch in der Midcard, irgendwann wäre sein Moment gekommen. Und zum Glück haben die Zuschauer in Miami dafür gesorgt, dass dieser Moment viel früher kam als erwartet.

  • Ich kann der Kolumne nicht ganz zustimmen.
    Klar, war WM 28 ein wichtiger Schritt in der Karriere von Daniel Bryan.


    Aber ich sehe absolut nicht, dass das Match Bryan vs Sheamus den Mainevent Cena vs Rock überstrahlt. Klar gab es die Bryan-Chants während des PPVs, aber die Stimmung als The Rock den Sieg feierte war doch nochmal deutlich besser.


    Cena vs Rock braucht in meinen Augen kein weiteres Kapitel, die Fehde wurde mit dem meist erwarteten Match des letzten Jahrzehnts abgeschlossen. "Once in a lifetime" sagt ja schon an, dass der ganze Aufbau in einem Match kulminiert. Auch sehe ich es nicht als Makel an, dass The Rock wieder weg ist. Das wusste man auch vorher.


    Also keine Frage, WM 28 war für Bryan wichtig aber was vom Event allen voran bleibt ist in meinen Augen dennoch: The Rock def. John Cena - Once in a lifetime!


    YES! YES! YES! ;)

    Brock Lesnar, RAW vom 16.04.2012:
    "What's running through John Cena's mind? I don't give a crap what's running through his mind. What's more important is what's running down his leg. Piss!"
    Brock Lesnar, RAW vom 04.08.2014:
    "I'm going to leave him in a pile of blood and urine and vomit."

  • Nein, Danielson ist kein Mainstream-Star! Die Definition eines Mainstream-Stars ist jemand, der beim durchschnittlichen (NICHT-Wrestling-Smark-Publikum) ankommt und bekannt ist. Bryan ist davon genau so meilenweit entfernt, wie der Funkasaurus von einer Propaganda für Weight Watchers. Interessant war zum Beispiel auch beim letzten PPV die Reaktionen des Publikums bei Punk vs Bryan - während Punk die Mainstream-Fans jetzt allmählich auf seiner Seite hat und die Chants von Frauen und Kindern genauso bekommt, wie der smarkige Wrestling-Fan, hat Bryan vor allem eine Fangruppe hinter sich. Und das ist nicht ausreichend um als Mainstream-Star vermarktet zu werden.


    Ein weiterer Beleg für die fehlerhafte These sind die Ratings und hier vor allem die Ausschläge bei den Bryan-Segmenten. Dort findet man regelmäßig ein minus oder selbst in den Viertelstundenwerten, die normalerweise eine klare Steigerung vorsehen ein minimales plus. Alles Belege dafür, dass Danielson weit davon entfernt ist. Der vielkritisierte Miz war ein viel größerer Mainstream-Star im letzten Jahr - nicht nur durch seine Auftritte in Talk-Shows wie Conan oder der leider eingestellten George-Lopez-Show.


    Kann Bryan ein Mainstream-Star werden? Das ist völlig offen und dafür reicht ganz bestimmt nicht ein kurzes Phänomen wie der "Yes"-Chant nach einem 18 Sekunden Match. Vom Potential her würde ich Leute wie Ziggler, Sheamus dort deutlich höher einschätzen. Bryan ist mehr so der "normalo" von nebenan. Also genau das Gegenteil eines Stars - oder gar Mainstream-Stars.

  • "Wen er für diese Ehre ausgewählt hat, erfahrt ihr im neuen "Lion's Take"!"
    Hmm, es steht ja nur in der Überschrift der Top Story.:D


    Schöne Kolumne.:thumbsup:

    "Ich glaube, dass in der Anhäufung von Schwachsinn mehr Wahrheit liegt als in der Anhäufung von Wahrheit." - Christoph Schlingensief

  • Also wenn man die Auswirkungen betrachtet war Sheamus - Bryan wirklich wichtiger als Rock -Cena. Bryan ist jetzt ein Main Eventer udn zwar ein verdienter.Undmit Mainstream ist hier glaube ich eher das Wrestling sprich die WWE gemeint.Indy ist Bryan eh schon ein Gott.


    Achja, nach deiner Defintion sehe ich bei der WWE überhaupt keinen Mainstream - Star,

  • sehr schöner Artikel, wie immer von dir Lionhart!
    kann dir eig in jedem Punkt zustimmen, und hoffe doch schwer, dass Danielson Punk den Gürtel abnehmen kann, in der angedeuteten Fehde, da Punk den Gürtel sowiso nicht mehr braucht um over zu sein und Danielson den Titel wie kein anderer mit Ausnahme von Punk aufwerten könnte.
    Macht mich immer wieder überglücklich, dass der beste Wrestler der Welt, auch in einer Entertainmentliga den Durchbruch gschafft hat, zeigt einfach was für unbeschreibliches Talent Danielson hat. Wie J.R. in seinem Blog geschrieben hat: the WWE have caught lighening in a bottle with Punk and Danielson!!

    NFL: New England Patriots, NHL: Anaheim Ducks, NBA: Miami Heat, MLB: Boston Red Sox, Fussball: Manchester United
    17-5-2014: ROH VS NJPW - "War of the Worlds" - NYC - Hammerstein Ballroom, I was there!
    SUPERBOWL CHAMPIONS 2017 NEW ENGLAND PATRIOTS - BRADY GOAT!!!

  • Tolle Kolumne, Lionheart, war sehr schön zu lesen :thumbsup:


    Zitat

    Original geschrieben von Doc Helmut:
    (...) Interessant war zum Beispiel auch beim letzten PPV die Reaktionen des Publikums bei Punk vs Bryan - während Punk die Mainstream-Fans jetzt allmählich auf seiner Seite hat und die Chants von Frauen und Kindern genauso bekommt, wie der smarkige Wrestling-Fan, hat Bryan vor allem eine Fangruppe hinter sich. Und das ist nicht ausreichend um als Mainstream-Star vermarktet zu werden. (...)


    Warst Du Live vor Ort und kannst beurteilen welche Chants jetzt von Smart Marks kamen und welche von Casuals? Ernst gemeinte Frage.
    Unabhängig davon, agiert Danielson immer noch als Heel und da ist es logisch, dass er nicht die Über-Chants bekommt, schon gar nicht von den Mainstream-Fans. DAS er als Heel überhaupt welche bekommt, wenn er gegen CM Punk im Ring steht, ist erstmal zu würdigen.
    Ansonsten... Stelle Dir eine umgedrehte Konstellation vor, mit Danielson als Babyface und Punk wieder als gehassten Straight Edger.
    Es entscheiden nun mal die Mainstream-Fans und nicht die paar, die extra wegen dem Match zum PPV gefahren sind oder den PPV nur wegen Punk vs. Danielson gekauft haben.


    Zitat

    Original geschrieben von Doc Helmut:
    Vom Potential her würde ich Leute wie Ziggler, Sheamus dort deutlich höher einschätzen. Bryan ist mehr so der "normalo" von nebenan. Also genau das Gegenteil eines Stars - oder gar Mainstream-Stars.


    Ziggler ist für mich ein solider Midcarder, der bevor er nicht von Vickie und Swagger los kommt, den nächsten Schritt nicht schafft. Kann mir nicht helfen, sehe in ihm immer eine schlechte Kopie von Curt Hennig, geht bestimmt nicht nur mir so.
    Sheamus wird uns aufs Auge gedrückt, mag seine Berechtigung haben, sehe ihn persönlich aber nicht als DEN Topstar um die Liga bspw. 10 Jahre tragen zu können.
    Gebe Dir aber trotzdem recht, momentan ist Bryan noch nicht Mainstream tauglich um den WWE-Titel auch nach außen hin zu vertreten.

  • Wirklich nette Kolumne, würde aber auch nicht davon sprechen, dass er ein Mainstream Star ist. Dafür ist er einfach noch zu unbekannt. Ebenfalls würde ich ihn auch noch nicht als Main Eventer bezeichnen, denn dazu ist die ganze Geschichte einfach zu frisch. Bestes Beispiel ist Miz, der war 5 Monate lang Champ, aber würde ihn heute jemand als Main Eventer bezeichnen? Eher weniger. Richtige Main Eventer gibt es nur noch sehr wenige. Dazu würde ich Cena, Orton, Jericho und auch Punk sehen. Die große Masse besteht aus Leuten, die zwar über der Uppercard stehen aber eben auch nicht im Main Event sind wie bspw. Ziggler, Christian & Miz. Und in letztere würde ich Bryan einordnen.


    Ich wünsche mir aber, dass er weiterhin so over bleibt und wir noch einiges von ihm zu sehen bekommen, denn er macht mir momentan richtig Spaß.

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