A N Z E I G E

Exklusives MOONSAULT.de Interview mit Luke Robinson (Zweitplatzierter "Tough Enough")

  • MOONSAULT.de Interview mit Luke Robinson (19.01.2012)

    image-25580.jpgLuke Robinson (27) galt lange Zeit als Favorit für den Sieg der WWE-Castingshow "Tough Enough", die nach jahrelanger Abstinenz im Jahr 2011 wieder ihren Weg auf den WWE-Sender "USA Network" fand. Am Ende musste sich Luke im Finale aber dem blonden Hünen Andy Leavine geschlagen geben, was für viele Beobachter eine große Überraschung war, konnte Luke Robinson doch wochenlang durch großartige Leistungen im Ring und eine riesige Portion Charisma, Selbstbewusstsein und schauspielerischem Talent außerhalb des Rings überzeugen. Für MOONSAULT.de nahm sich Luke Robinson 82 Minuten Zeit, um über alles rund um "Tough Enough" zu sprechen. Offen, ehrlich und auch kontrovers spricht Luke über seine Vergangenheit, die vielleicht ihren Anteil am Scheitern des WWE-Engangements hatte, seine Einstellung zu Andy Leavine und Martin Casaus, einem Anruf von John Laurinatis und den Lehren des Lebens und seiner Lebensphilosophie.

    Was hält er von "Stone Cold" Steve Austin? Wie war es, mit The Rock ein kleines Match zu bestreiten? War er nervös, als Vince McMahon im Finale von "Tough Enough" sein Mikrofon hielt? Woher kommt eigentlich seine Arroganz? Wie enttäuscht war er über das Scheitern im Finale? Diese Fragen und noch viel mehr beantwortet Luke Robinson in einem der interessantesten Interviews, die es auf MOONSAULT.de jemals gab.

    Als besonderen Service bieten wir euch neben der schriftlichen, deutschen Version auch das Audiointerview auf Englisch.

    Und nun wünschen wir euch viel Spaß beim MOONSAULT.de-Interview mit Luke Robinson!


    [ » Download als MP3 Datei (via Rechtsklick) ]


    MOONSAULT.de: Heute begrüße ich den Zweitplatzierten der fünften Staffel der WWE-Castingshow "Tough Enough" zum Interview, Luke Robinson. Hallo Luke!

    Luke Robinson: Hey, wie geht’s dir?

    MOONSAULT.de: Gut und dir?

    Luke Robinson: Sehr gut!

    MOONSAULT.de: Zu Beginn möchte ich erstmal sagen, dass es eine Ehre ist mit dir zu sprechen. Mein Ziel ist es, dich den deutschen Fans noch ein bisschen näher zu bringen durch dieses Interview. Während der Ausstrahlung von "Tough Enough" hattest du viele Fans hier in Deutschland und auch auf MOONSAULT.de, also ist es höchste Zeit, dass die Luke Robinson auch endlich mal richtig kennenlernen! Doch meine erste Frage ist, wie du zum Wrestling gekommen bist?

    Luke Robinson: Das ist eine sehr interessante Geschichte, denn eigentlich war immer einer derjenigen, die keine Chance ausließen einen Spaß über Wrestling und dessen Fans zu machen. "Das ist doch eh alles nicht echt" und die anderen bekannten, stereotypischen Kritikpunkte ließ ich immer mal wieder los. Doch mit 15 Jahren lief ich eines Abends am Zimmer meines Bruders vorbei, der gerade Monday Night RAW schaute und da lieferten sich gerade The Rock und Mankind eine erbitterte Fehde. Diese Fehde brachte mich zum Professional Wrestling, denn das es faszinierte mich schon, dass es auf einmal hieß "Hollywood Star vs. Loveable Loser", weil es einfach so übertragbar auf den normalen Menschen war. Wer kennt es nicht, dass man sich, wenn es einem dreckig geht, mal gegen seinen Chef, den Mobber oder seinen Feind stürzen will und hier ging das. Ab dann war ich dann auch einer der richtigen Fans, der jede Woche mit seinen Freunden die WWF zur damaligen Zeit verfolgte. Dies war auch die Zeit, als wir dann bei mir im Keller unsere eigenen Wrestlingshows produzierten mit Musik, Lichtanlage und den eigenen Drehbüchern für Fehden. Durch diese Shows kam dann auch irgendwann der Gedanke, dass ich das mein Leben lang machen will. Natürlich waren meine Freunde da skeptisch, denn ich war 15, aber auch sie merkten es irgendwann, dass ich es ernst meinte, denn ich blieb am Ball. Lustigerweise riefen mich einige dieser alten Freunde dann an, als ich offiziell bei "Tough Enough" (im nachfolgenden TE) dabei war und sie sagten mir, dass sie es cool fänden, dass ich wirklich ernst gemacht habe und noch dabei bin. Das war schon irgendwie cool!

    MOONSAULT.de: Also blieben auch deine Freunde weiterhin Wrestling-Fans, ja? Man kennt es ja, dass viele heranwachsende Jugendliche gerne Wrestling gucken, aber im Endeffekt nicht dabei bleiben. Also sind deine Freunde von damals auch heute noch Fans?

    Luke Robinson: Ganz genau, aber viele kamen auch wieder zum Wrestling, als ich bei TE anfangen konnte, weil sie längere Zeit kein Wrestling mehr geschaut haben. Also als sie sahen, dass ich meinen Traum weiterverfolgt habe und jetzt meine Chance bekomme, da haben sie sich daran erinnert, wie sie als junge Erwachsene vor dem Fernseher gesessen haben und Wrestling geguckt haben und wurden sozusagen wieder zum Wrestling bekehrt. Aber nochmal, Wrestling gibt einem die Zeit aus der Einöde des eigenen Lebens herauszutreten und sich einfach nur unterhalten zu lassen, alles hinter sich zu lassen. Es gibt dem Fan die Chance sich von der Monotonie des eigenen Lebens ablenken zu lassen!

    MOONSAULT.de: Das ist genau der Punkt, warum ich persönlich Wrestling gucke, danke schön!

    Luke Robinson: Es war mir eine Freude!

    MOONSAULT.de: Wir haben hier eine Frage vom CyBoard-User "Twist of KANE" und er will wissen, wer dein Lieblingswrestler war, als du aufgewachsen bist und wer jetzt deine Vorbilder sind, neben dir?

    Luke Robinson: Sehr gute Frage! Da gibt es 3 oder 4 Wrestler, auf die ich als Jugendlicher aufgeschaut habe. Als Erstes wäre da The Rock und seine Art, wie er Moves völlig überschwänglich und "over the top" verkauft, dann Mick Foley, weil er jede Faser seines Körpers für das Wrestling aufgegeben hat und das so auch jedem Fan zuhause verkauft hat. Natürlich in der Attitude-Ära der WWF auch "Stone Cold" Steve Austin, weil er einfach geradeaus gegangen ist, den Leuten das Maul gestopft hat und man einfach sehen wollte, wie er als Arbeitertyp daherkommt und sich auch mal gegen den Boss aufstellt und schlussendlich Shawn Michaels, da er Athletik mit einer unglaublichen guten In Ring-Psychologie kombiniert. An dieser Stelle müssen aber auch Performer wie Chris Jericho, Triple H genannt werden, die "Old School" mit "New School" verbinden können und einfach nur eine sensationelle Geschichte im Ring erzählen können. Derzeit mag ich v.a. Randy Orton, weil er mit einem simplen Blick in die Kamera eine Geschichte erzählen kann, die viele Wrestler mit 10 Moves nicht können und das macht ihn in meinen Augen zu einem guten Entertainer, weil, wie ich bereits gesagt habe, es viele andere Wrestler durch zig waghalsige Manöver nicht diese Emotionen hervorrufen können wie Randy Orton durch einen Blick in die Kamera.

    MOONSAULT.de: Ich finde, dass Randy Orton ein exzellentes Beispiel für die Entwicklung eines Superstars ist! Meiner Meinung nach war Randy Orton im Jahr 2004 einfach noch zu grün hinter den Ohren, um ein glaubhafter World Champion zu sein, aber durch seine eigene Entwicklung ist er der Randy Orton geworden, der er heute ist. Ich finde, dass keiner von außerhalb Randy Orton zu dem gemacht hat, was er heute ist, sondern Randy Orton selber. Siehst du das auch so?

    Luke Robinson: Sehr gut gesagt! Das war vielleicht auch die größte Sache, die er gelernt hat, dass man mit weniger Aktion genauso viele Reaktionen hervorrufen kann. Und ganz ehrlich? Wenn man das kann, warum sollte man dann was anderes tun? Ein The Rock beispielsweise hat es durch sein Charisma geschafft die Menge zu überzeugen und musste dafür keine waghalsigen Manöver vom obersten Seil zeigen. Dadurch kann er heute ein besseres Leben leben. Gegenbeispiele dafür sind vielleicht Jeff und Matt Hardy, die jahrelang ihre Körper für die Reaktionen der Fans geschändet haben und dann auf die schiefe Bahn geraten sind, zuviel Alkohol getrunken und Painkiller geschluckt haben, weil sie es eben nicht geschafft haben durch ganz wenige Sachen oder Eigenschaften diese Verbindung zu den Fans zu haben. Das Ziel muss es sein, die bestmögliche Verbindung mit den Fans zu haben, ohne seinen eigenen Körper dafür zu zerstören. Das muss man zwingend lernen.

    MOONSAULT.de: Aber ich denke, dass bspw. Jeff Hardy vor allem zu der Zeit, als er erstmalig WWE Champion wurde vor einigen Jahren doch schon besser dosiert war als noch zu der Zeit der legendären TLC-Matches. Er hat mehr für weniger von den Fans bekommen, aber du hast sicherlich recht, dass es schnell zum Überfall der inneren Dämonen kommen kann im Professional Wrestling.

    Luke Robinson: Stimmt schon, aber man muss dabei bedenken, dass wir nicht die gleichen Standards haben wie bspw. Sportler. Wir sind ein bisschen wie Rockstars, aber es muss die Balance da sein. Es ist okay, dass man gerne feiert und trinkt, aber man muss dann parat stehen, wenn es drauf ankommt, denn am Ende des Tages sind wir immer noch Vorbilder für Kinder, die den größten Anteil an Wrestling-Fans ausmachen meiner Meinung nach. Ich bin es durch meine Erziehung auch gar nicht anders gewohnt, dass ich offen, respektvoll und ehrlich mit meiner Gesellschaft umgehe, auch wenn ich bei TE einen bösen Charakter gespielt habe. Für mich muss es das Ziel sein, soviel wie möglich mit meinen Fans zu interagieren und für die Gesellschaft da zu sein. Es ist okay, dass man im Fernsehen oder im Ring einen Bösewicht darstellen muss, aber im normalen Leben ist man ein ganz normaler Mensch in der Gesellschaft und so sollte man sich dann auch verhalten bzw. so verhalte ich mich. Ich kann im Fernsehen einen Bösewicht spielen, aber in den wichtigen Momenten möchte ich der Gesellschaft etwas zurückgeben, respektvoll sein, für sie da sein. Das ist mir wirklich sehr wichtig!

    MOONSAULT.de: Noble Einstellung! Du sagtest, dass du dich ins Wrestling verliebt hast und du dabei geblieben bist. Es blieb da ja sicherlich nicht bei "Keller-Wrestling", oder? Du hast mit dem Training begonnen, wer hat dich trainiert?

    Luke Robinson: Mein Trainer war WWE Hall of Famer, "Mr. USA", Tony Atlas. Er arbeitete zur damaligen Zeit in einem Fitnessstudio in Maine, dass dem Cousin meiner Tante gehörte und eines Tages ging ich zu meiner Tante und fragte sie, ob sie es hinbekommt, dass ich mal mit Tony Atlas sprechen könnte. Erst war sie skeptisch, aber irgendwann kam es dann zur ersten Unterhaltung zwischen ihm und mir. Ich war grade 18 und ziemlich schmächtig als ich ihm erzählte, dass wir im Keller unsere Shows machten, aber er dachte sich nur, dass ich wieder einer dieser Jungs bin, die den Traum haben ein Pro Wrestler zu werden, aber nicht bereit sind, dafür zu arbeiten. Es dauerte also seine Zeit, bis ich ihn überzeugen konnte. Als ich dann das erste Mal mit Tony im Ring stand, merkte er sofort, dass ich ein besonderes Talent hatte, also baute ich einige Zeit den Ring für seine Indy-Events auf, suchte nach Werbepartnern und Sponsoren für seine Shows. Dadurch, dass ich so hart für seine Shows arbeitete sah er meinen Ehrgeiz und meinen Willen diesen Weg zu gehen und das zahlte sich aus, denn er sah mich fortan wie eine Art Sohn an. Das half mir sehr, denn ich trainierte in dem Sommer 3 Monate lang, 5 Tage die Woche. Tony gab mir sogar die Schlüssel für das Studio, damit ich auch außerhalb der Öffnungszeiten dort trainieren konnte. Heute kann ich sagen, dass ich damals das Trainingspensum für ein Jahr in 3 Monaten absolviert habe, aber das kam mir für meine Mentalität, dass die alte Schule mit den neuen Aspekten des Pro Wrestling verbunden sein muss, zu Gute. Tony Atlas war ein sehr intelligenter Wrestler und ist ein sehr intelligenter Trainer, der genau den Stil vermittelt, den ich mag und das hat mir sehr geholfen!

    MOONSAULT.de: Du hast 2006 für die National Wrestling Alliance gekämpft, die in der Vergangenheit viele Legenden beheimatete. Heute gibt es die NWA ja nur noch als Indy-Promotion, aber als du für sie in den Ring gestiegen bist, hast du da manchmal an die Legenden der Vergangenheit gedacht?

    Luke Robinson: Das war auch eine der wichtigen Lektionen, die mir Tony Atlas gelehrt hat und zwar, dass man die Vorreiter des Pro Wrestling anerkennen und respektieren muss. Allerdings sagte er mir auch, dass man sich nicht auf das Alte verlassen kann, denn wenn man heutzutage im Ring das machen würde, was Tony und seine Kollegen in den 70er, 80er-Jahren gemacht haben, würde man gnadenlos aus der Halle gebuht werden. Man muss sich heutzutage mehr entwickeln und mehr anpassen für den Erfolg. Nichts desto Trotz muss und soll man anerkennen, was Wrestler vor einem erreicht und geschafft haben, denn sie sind unsere Gründerväter sozusagen, die sich damals auch schon jedes Wochenende wie an Halloween verkleiden durften, um die Menschen zu unterhalten und ihnen etwas Besonderes zu bieten. Es war also eine große Ehre für mich im Ring der NWA stehen zu dürfen, in dem sich schon sehr viele Legenden des Pro Wrestling ihre Sporen verdient haben, ja.

    MOONSAULT.de: Was denkst du als Erstes beim Namen "Donnie Drake"?

    Luke Robinson: Meine Vergangenheit im Pro Wrestling. Mein Werdegang hat so einige interessante Wendungen genommen und du spielst sicherlich auf meine Zeit bei einer Wrestling Promotion ("BG East Wrestling" Anm. der Redaktion) an, die ihr Produkt auf ein homosexuelles Publikum ausgerichtet hat.

    MOONSAULT.de: Ja

    Luke Robinson: Ich bereue keine Entscheidung, die ich in meinem Leben und meiner Karriere getätigt habe! In den Matches trage ich Wrestling-Kleidung und vollziehe keine sexuellen Akte. Es ist so, dass die Firma, unter der die Promotion läuft, ebenfalls pornografisches Material vertreibt, allerdings habe ich in solchen Filmen nie mitgespielt. Zu keiner Zeit habe ich meine moralischen Grundlagen und Standards untergraben oder etwas getan, was ich mit mir selbst nicht vereinbaren könnte, um da zu sein, wo ich heute mit meiner Wrestlingkarriere bin. Es ist etwas, wofür ich viel Kritik einstecken musste und viele hatten den Eindruck, dass Luke Robinson in Schwulen-Pornos mitspielen würde, aber es ist kein pornografisches Material und ich könnte meine Matches auch meiner Großmutter zeigen. Die Promotion war lediglich auf ein homosexuelles Publikum fokussiert, welches ein Wrestling-Fetisch hat. Es gibt auch eine große schwule Fanbase von Monday Night RAW, allerdings könnte man das, was man bei den Matches damals gesehen hat, so nie bei RAW sehen. Nochmal, man sieht keine sexuellen Akte, keine Nacktheit und nichts Anstößiges, allerdings ist dies ein Teil meiner Karriere, meines Lebens und ich bin stolz auf alle Entscheidungen, die ich bis jetzt getroffen habe!

    MOONSAULT.de: Nun eine Frage vom CyBoard-User "The Mentalist" - Denkst du, dass das Gimmick "Donnie Drake" deine Chancen in der WWE gemindert hat?

    Luke Robinson: Ja, ich denke, dass es eine Rolle in der finalen Entscheidung gespielt haben könnte, allerdings ist dies nichts, was die WWE nicht wusste, bevor sie mich zu TE eingeladen haben, denn das WWE Office hat detaillierte Hintergrundchecks durchgeführt und da ist auch diese Zeit drin vorgekommen. Ich denke ebenfalls, dass sie vielleicht Angst vor Attacken hatten seitens der Medien. Insgesamt war es sicherlich unglücklich, denn ich bin ein heterosexueller Mann, der für eine Promotion angetreten ist, die sich auf homosexuelle Männer konzentriert hat. Wenn nun ein The Rock in einem seiner Filme einen offen schwul-lebenden Mann gespielt hätte, wäre auch keine Lawine losgetreten worden, ob seine Karriere nun vorbei sein könnte. Was es ist sind Vorurteile und es kommt fast so rüber, als ob man sagen würde, dass es schlimm ist schwul zu sein, aber das ist eine schreckliche Einstellung im Jahr 2011. Ich selber bin ein Verfechter von Gleichberechtigung und ich unterstütze die homosexuelle Gemeinschaft und ich denke, dass Menschen so leben sollen, wie sie wollen, solange sie Niemanden damit verletzen. Unglücklicherweise ist es aber wohl so, dass das alles eine Rolle gespielt haben könnte in der ultimativen Entscheidung, aber ich hoffe, dass je mehr ich den Leute davon berichten kann wer ich und was ich gemacht habe, wohlgemerkt etwas, dass mich nicht in Zweifel gestellt hat, dass sich dadurch Missverständnisse über meinen Werdegang aufklären können. Hier in den Staaten gab es in den Foren aufgescheuchte Eltern, die sich fragten, was denn nun ist, wenn ihr Sohn sagt, dass er ein Fan von Luke Robinson ist, der allerdings in Schwulen-Pornos mitgespielt hat und da sage ich noch einmal, dass es keine Pornos waren, sondern Wrestling, dass den homosexuellen Markt bedienen sollte. Wenn es dann aber diese Leute immer noch nicht verstehen, dann kommt es mir wirklich so vor, dass sie sagen, dass es schlecht ist schwul zu sein und das kann im Jahr 2012 nicht mehr der Fall sein. Dies ist eine Zeit, wo wir eher die gemeinschaftliche Liebe und Akzeptanz suchen sollten, anstatt uns weiterhin in Hass und Vorurteilen zu verlieren.

    MOONSAULT.de: Denkst du, dass Homosexualität immer noch ein Problem ist, dass im Professional Wrestling und in der WWE nicht gut genug thematisiert wird?

    Luke Robinson: Pat Patterson, einer der größten Legenden der WWE, ist ein offen schwul-lebender Mann, aber die Natur des Pro Wrestling, und es gibt nun einmal auch eine große Fanbase homosexueller Fans, die sich RAW ansehen, oder der Gesellschaft im Allgemeinen ist ja so, dass es immer noch die Leute gibt, die in einer modernen Gesellschaft, in der man auch mal, gerade jetzt, Akzeptanz dafür zeigen sollte, immer noch in einem rückständigen Denken verloren sind. Ich bin nicht für separate Rechte, sondern für Gleichberechtigung der sexuellen Orientierung und es darf keine Hindernisse für Leute geben, nur, weil sie schwul oder lesbisch sind. Ich weiß nicht genau, wie diese Thematik in der WWE gehandhabt wird, aber es wird auch dort immer wieder Leute geben, die in der altbackenen Einstellung feststecken. Was wäre denn das Problem, wenn ich jetzt wirklich schwul wäre? Gibt es da eines oder wäre wirklich nur das Problem, dass ich dann schwul bin und das falsch ist? Genau diese Einstellung ist schrecklich und ich unterstütze die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben, weil es nicht sein kann, dass Jemand seine Träume nicht leben kann, nur, weil er schwul oder sie lesbisch ist!

    MOONSAULT.de: Defintiv. Lass uns doch mal über TE sprechen. Wann hast du erfahren, dass die WWE das Format wieder zum Leben erwecken will und wann und wo bist du zum Casting gegangen? Wie war die Prozedur?

    Luke Robinson: Es war ca. die selbe Zeit wie jetzt, also Januar 2011, als ich nach Los Angeles geflogen bin für das Casting-Finale. Dort trafen wir uns mit 28 Leuten für 14 freie Spots in der Show. In der einen Woche mussten wir dann detaillierte Tests über uns ergehen lassen. Im Vorhinein sollten wir der WWE Videos von unserem Leben schicken, unserer Heimat und sowas plus schriftlich auf Fragen der WWE antworten. Wenn sie dann noch interessiert waren, riefen sie öfters für weitere Fragen an ehe sie sich auf die 28 möglichen Kandidaten fixiert hatten, die dann nach Los Angeles fliegen durften. Ich war also einer dieser 28 Kandidaten und in LA machten sie Urinproben, psychoanalytische Tests, Fitnesstests, damit sie sicherstellen konnten, dass wir gesund und nicht verrückt waren. Dann folgten lange Interviews vor Offiziellen von World Wrestling Entertainment, der Castingfirma und des USA Networks. Es war sozusagen wie ein Casting bei "American Idol" bzw. "Deutschland sucht den Superstar", wo uns in schneller Abfolge Fragen gestellt worden sind, auf die wir dann möglichst fix antworten mussten. Was allerdings am Meisten bei mir hängenblieb ist, dass sie gefragt haben, warum ich ein WWE Superstar werden soll und ich sagte ihnen, dass wenn ich den Fernseher an mache oder eine Zeitung aufschlage und mich sehe, dass ich Niemand anders sein will und ich bin, wie ich bin und das mag und das der Welt zeigen will. Ich denke, dass sie dieses ungestellte Selbstbewusstsein beeindruckt hat. Hinzu kommt, dass ich in etwa wusste, was sie suchten, also nutzte ich das und präsentierte mich mehr als Heel, also als arrogant, eingebildet und selbstverliebt, weil ich dachte, dass sich das im Fernsehen später einfach interessanter macht und mich auch für den Zuschauer zuhause interessanter macht. Die Leute, die mich kannten wussten natürlich, dass ich eine Rolle spiele und sie unterstützten mich natürlich auch via Facebook oder Twitter, aber für die Leute zuhause und die mich nicht kannten wollte ich genau das sein, dass sie dann auch bei TE gesehen – der klassische Bösewicht. Ich denke, dass ich diese Rolle bzw. diesen Job sehr gut gemacht habe, was man ja auch beim TE-Finale bei RAW gesehen hat, als die Leute mich ausgebuht haben, was zeigt, dass sie schon einen gewissen Hass auf mich hatten, was natürlich auch mein Job als Heel de facto ist.

    MOONSAULT.de: Das ist genau der Punkt. Wann hast du erfahren, dass du unter den letzten 14 bist?

    Luke Robinson: Sie haben uns während der Tests in Einzelzimmer untergebracht und als das Ergebnis fest stand, sind sie in jedes Zimmer gegangen, um das Ergebnis zu verkünden. Mich haben sie dabei etwas auf dem Arm genommen, denn als der Kameramann und die Assistentin der Castingfirma in mein Zimmer kamen, tat die Assistentin erstmal so, als ob ich es nicht geschafft habe. Sie war sehr ruhig und machte nochmal deutlich, dass 28 Kandidaten kamen und nur 14 dabei sein können, aber dann sagte sie, dass ich perfekt für die Show wäre, was mir natürlich sofort das Lächeln ins Gesicht trieb. Ich hab ihr dann gesagt, dass ich sie für den Moment vor der Entscheidung gehasst habe, aber sie jetzt liebe, habe sie umarmt und mich riesig gefreut. Am nächsten Tag ging es dann für uns in die Villa, wo wir fortan leben und trainieren sollten.

    MOONSAULT.de: Ich habe gelesen, dass die WWE sich bei TE auf Wrestler konzentrieren wollte, die schon einmal im Ring gestanden haben. Was denkst du vor diesem Hintergrund über die Auswahl von bpsw. Rima Fakih (Miss USA 2011)?

    Luke Robinson: Wie ich bereits gesagt habe denke ich, dass ich ein gutes Gefühl von der Marketing- und Medienschiene im Pro Wrestling habe, allerdings ist Pro Wrestling nicht mehr nur Wrestling und die WWE keine Wrestlingfirma, sondern eine Unterhaltungsfirma. Vor diesem Hintergrund ist es einfach so zu sehen, dass Rima Fakih gute PR bringt, weil sich die Leute dafür interessieren werden, wie sich die amtierende "Miss USA" im Ring schlägt. Man darf nicht vergessen, dass die Wrestlingwelt ganz anders ist als die glitzernde Modelwelt, denn Wrestling ist nach wie vor "in your face" und man wollte sehen, wie sich Rima im Ring schlägt und wie sie sich macht, wenn Steve Austin vor ihr steht. Ich möchte es nicht als "Publicity Stunt" bezeichnen, weil ich Rima sehr mag, sie wirklich hart gearbeitet hat, allerdings einfach in der kurzen Zeit nicht alles von der Pike auf lernen konnte. Allerdings ist sie eine wirklich liebe Person, die sich immer gut mit mir verstanden hat, viel mit mir gefeiert hat und sich echt reingehängt hat. Ich kann nicht richtig über die Entscheidungen der Castingfirma urteilen, denn wenn man beispielsweise die Auswahl von Michelle sieht, die eine ehemalige Kandidatin von "America's Next Topmodel" war, sieht man, dass man manchmal auch einfach Ratings bekommen will. Um es nochmal zu sagen, die WWE ist eine Unterhaltungsfirma, die das Ziel hat, Einschaltquoten zu erreichen und sie haben getan, was sie dafür tun mussten.

    MOONSAULT.de: Wann hast du "Stone Cold" Steve Austin das erste Mal getroffen und wie war das für dich?

    Luke Robinson: Wir haben Steve das erste Mal getroffen, als wir vor der SmackDown!-Aufzeichnung die ersten Szenen für TE gedreht haben. In dem Moment, als ich die Rampe heruntergelaufen bin, hätte ich meinem 15-jährigen Ich gerne gesagt, dass ich irgendwann mit Steve Austin in einem Ring stehen werde. Als wir dann im Ring waren, habe ich das Ganze auf zweierlei Art betrachtet. Zu aller erst ist es natürlich surreal und ein Traum wird wahr, aber ich wollte auf der anderen Seite auch meine Einstellung beibehalten und rüberbringen, dass ich ebenfalls in das Scheinwerferlicht der WWE gehöre und dass ich zu diesem Zeitpunkt einfach mit einem anderen WWE Superstar im Ring stehe, der da ist, wo ich hin will. Generell wollte ich einfach nicht in eine Starre verfallen und mich dem Schock hingeben jetzt mit Steve im Ring zu stehen. Ich denke, dass dieses Selbstbewusstsein, dass ich in der Situation rübergebracht habe, auch der ausschlaggebende Punkt war, dass Steve mich dazu auserkoren hat, an diesem Abend mit ihm in den Ring zu steigen, weil er wusste, dass ich das Zeug habe mit den absoluten Top-Stars der Branche Matches zu bestreiten.

    MOONSAULT.de: Wie sehr unterscheidet sich Steve Austin in seinem Verhalten vor der Kamera und wenn die Kamera nicht läuft?

    Luke Robinson: Steve spielt das "Stone Cold"-Gimmick unfassbar gut, was man v.a. sieht, wenn die schlechtesten drei Kandidaten am Ende einer TE-Sendung mit ihm im Ring stehen. Im privaten Leben, wenn die Kameras nicht laufen, ist Steve einfach nur ein fürsorglicher, hilfsbereiter Mensch, super lieb und einfach ein sehr guter Mann. Er weiß genau, wann er präsent und hart sein muss, aber er weiß auch, wann er sich mehr um die Menschen kümmern und ihnen helfen muss. Steve ist sehr ehrlich, immer geradeaus und redet nicht hinter vorgehaltener Hand. Er ist sehr hilfsbereit und sieht jeden der Kandidaten als ebenbürtig an, spricht nicht von oben herab mit Jemandem, er ist einfach wie ein guter Vater sein sollte.

    MOONSAULT.de: Wie bereits erwähnt hast du bei TE den arroganten, selbstverliebten und ständig feiernden Heel gespielt. Eigentlich ein perfekter Bösewicht! Der CyBoard-User "Swordspirit" fragt, wie viel Schauspielerei von der WWE vorgegeben war, oder ob ihr die kreative Kontrolle über eure Darstellung voll bei euch hattet?

    Luke Robinson: Wir hatten selber die Macht zu entscheiden, wie wir uns darstellen wollten. Die WWE hat uns zu keinem Zeitpunkt gesagt, dass wir jetzt so oder so sein sollen. Viele "Reality"-Formate arbeiten mit Produktion hinter der Kamera, aber TE war keine dieser Produktion. Was man sah war das, was man bekam und es war unsere eigene Wahl, wie wir uns vor der Kamera präsentierten. Ich habe den großen Glauben daran, dass das Pro Wrestling immer für übertriebene Charaktere stand und man das sagen und tun konnte, was man im echten Leben nicht kann, weil man besser erzogen wurde und es einfach nicht vorgesehen ist. Ich bin auch lieber nett und freundlich in meinem privaten Leben, aber Pro Wrestling ist nicht nett und freundlich, sondern geradeaus und tut auch mal weh. Um ein Superstar zu werden, braucht man manchmal eben auch die Ausstrahlung, das Charisma und die Einstellung einer zu sein. Ich würde sagen, dass ich bei TE einer der Wenigen war, die das theatralische des Wrestling gut verstanden und rübergebracht haben. Die Anderen wollten eher konservativ und nett sein, aber es ist wie im echten Leben, dass nett sein oftmals auch einfach langweilig ist! Pro Wrestling ist und wird immer über das Ziel hinausschießen und das ist das Schöne daran! Viele der Kandidaten waren einfach nicht so kreativ wie ich und haben das Spiel Pro Wrestling so verstanden wie ich, weshalb ich von allen auch die meiste Zeit im Fernsehen bekam. Sicherlich fragten mich viele, "oh, du hast das nur gespielt?" und dann sage ich "Jaein", denn klar will ich privat lieber höflich, zuvorkommen und sowas sein, aber beim Wrestling gehört das einfach dazu. Es ist wie ein Besuch in einem Nachtclub, dass sobald ich diesen Nachtclub betrete ich denken kann, dass ich der Schönste im Laden bin und den Mädels mehr bieten kann, als alle anderen Männer hier, aber das denkt man dann nur und würde es niemals sagen. In der Show konnte ich das Denken auch in Worte umsetzen und es sagen, was doch sehr cool war und es zahlte sich ja schließlich auch für mich aus.

    MOONSAULT.de: Eure Trainer waren Trish Stratus, Bill DeMott und Booker T. Wie war es für dich mit den Dreien zu trainieren und als Folgefrage eine Frage von "Swordspirit", haben sie immer mit euch trainiert oder nur in bestimmten Szenen, die man im Fernsehen gesehen hat?

    Luke Robinson: Die drei waren die ganze Zeit bei uns, egal ob vor oder hinter der Kamera. Bill war natürlich die meiste Zeit bei uns, weil Booker T und Trish viel zu tun hatten, da Booker T gerade Kommentator bei SmackDown! war und Trish sich auf ihr WrestleMania-Match vorbereiten musste. Aber alle Trainer waren wirklich super für uns und haben gut mit uns zusammengearbeitet. Bill war mehr der Schleifer, der sicherstellen wollte, dass unsere Fitness und unsere Technik im Ring zu jeder Zeit perfekt waren. Trish war so etwas wie unsere Ersatzmutter, denn sie versuchte uns immer zu vermitteln, was wir richtig gut gemacht haben, immer etwas Gutes zu sehen und das auch zu sagen, damit wir uns wohlfühlen und Booker T war sowas wie die Würze. Wenn Bill DeMott das Steak war, war Booker T die Würze, denn Booker zeigte uns immer wieder, wie wir unsere Moves zu unseren eigenen Moves machen konnten, in dem wir einfachste theatralische und dramatische Additionen machen. Steve war am oberen Ende sowas wie der Kitt, der alles verband. Es war einfach eine Ehre für mich und uns, mit den besten Trainern und Wrestlern zusammenzuarbeiten, die es jemals im Professional Wrestling gab.

    MOONSAULT.de: Bist du immer noch mit den Coaches im Kontakt?

    Luke Robinson: Mit Bill und Trish schreibe ich hier und da bei Twitter und Trish's Yoga habe ich in meine aktuellen Kurse eingebaut. Steve hat viel zu tun dadurch, dass er immer wieder Filme dreht, die unglücklicherweise immer sofort auf DVD erscheinen. Tony Atlas sagte mir einst, als ich ihm erzählt habe, dass ich mit Steve trainiere, dass ich ihm ausrichten soll, dass Tony seine Matches besser findet als seine Filme (lacht) und wenn ich hier durch den Walmart gehe, sieht man dann auch schnell, wie viele Filme Steve wirklich gedreht hat, aber leider kommen diese, anders als bei The Rock, immer nur auf DVD raus. Es sind aber wirklich eine Menge. Letztens habe ich noch mit einem Produzenten von TE gesprochen und ihm gesagt, dass man auf jeden Fall alles dran setzen sollte wieder eine Staffel mit Steve zu machen, weil er einfach eine wunderbare Ressource für Ratschläge ist. Nach dem Finale haben wir auch einige Stunden im Hotel beieinandergesessen und er hat mir viele Komplimente für meine Arbeit gemacht. Steve ist echt ein super Typ, aber hat natürlich wie die anderen Trainer sehr viel um die Ohren.

    MOONSAULT.de: Du warst mit Abstand das Highlight unter den TE-Kandidaten und hattest die Chance in kleinen Matches gegen The Rock und Steve Austin anzutreten. Wie war das für dich?

    Luke Robinson: Genau, ich konnte mit beiden in den Ring steigen und wie ich bereits gesagt habe lag meine Strategie darin, dass ich zeigen wollte, dass ich in den selben Ring, in die selbe Liga gehöre wie The Rock und Steve Austin. Das hat mich auf ein ganz anderes Level gehoben und ich habe mir vorgestellt, dass dies ein echtes Match ist und mir den Superkick als Finishing Move ausgesucht. Dann habe ich mir The Rock angeguckt und zu mir gesagt "Jep, hier gehörst du hin und jetzt trittst du ihm seine Zähne aus dem Mund!" und so bin ich ins Match gegangen. Diese Energie, mein Selbstbewusstsein und mein Auftreten haben das auch gezeigt, dass ich mental total auf der Höhe war. Ich weiß nicht, ob du "American Idol" kennst und ob ihr auch sowas habt, aber dort brechen viele Teilnehmer schon bei den Castings in Tränen aus und das wollte ich nicht, auch wenn es noch so aufregend war. Ich will ja schließlich auf dieses Level, wo Rock und Steve schon sind. Richtig bewusst wurde mir das auch erst, als wir wieder im Haus waren und ich das realisiert habe, was da gerade passiert ist. Dann habe ich meine Mutter angerufen und vor Freude kamen mir die Tränen und ich erzählte ihr, dass ich heute etwas gemacht habe, was wohl nicht mehr viele machen können und das ist ein Match mit Steve Austin zu haben.

    MOONSAULT.de: Denkst du, dass Steve Austin nochmal ein letztes, großes Match haben wird?

    Luke Robinson: Weißt du, Steve ist wirklich sehr vorsichtig, was seinen Nacken angeht und ich denke nicht, dass es passieren wird. Wrestling-Fans würden es mit Sicherheit gerne sehen, aber am Ende denke ich, dass ihm seine Gesundheit wichtiger sein wird!

    MOONSAULT.de: Du warst für 2 Episoden die Nummer 1 und dann wurdest du von deinem Kontrahenten Martin Casaus überholt. Was denkst du über ihn?

    Luke Robinson: Martin ist ein netter Typ, aber wenn man das ungeschnittene Material und das ungesendete Material gesehen hätte, wäre es Jedem aufgefallen, dass er sich den Titel des "Top Dogs" nicht verdient hat. Das Alphatier genannt zu werden ist kein Titel, den man überreicht bekommt, sondern ein Titel, den man sich verdienen muss! Nach einer Skill Challenge war Martin dermaßen am Ende, dass er keine Leapfrogs mehr über mich machen konnte, ich den Pin im Match erzielte und mir am Ende gesagt wurde, dass ich egoistisch sei und nur an mich denken würde, was einfach nur lächerlich und bescheuert war. Ich habe mich da echt beleidigt gefühlt. Ich war in besserer Form als jeder andere Kandidat in der Show und das hat man auch gesehen! Eine weitere nicht gezeigte Szene war die, als Martin "Top Dog" war und wir eine Übung machen sollten, die uns schlicht und ergreifend außer Gefecht setzen sollte. Wir mussten auf den Boxsäcken hoch und runter und dann im Ring 10 Rollen machen, aber Martin war einfach nur total fertig. Nach der Übung sollte er sich, um wieder den Titel des "Top Dog" zu erhalten, einen Trainingspartner für das Match aussuchen und er nahm da natürlich mich, weil ich das Maß der Dinge in Sachen Fitness war. Was man aber nicht sah war, dass Martin bspw. Bill anlog, wenn es um die Anzahl der ausgeführten Rollen ging, weil er einfach weit hinterher hinkte. Vor laufender Kamera fragte ihn Bill dann, ob er sich selbst als "Top Dog" gesehen hätte und er verneinte dies und sagte IN DIE KAMERA, dass er physisch nicht gut genug sei, um jetzt "Top Dog" zu sein, aber das zeigten sie nicht, weil man diese dramatische Geschichte am Leben lassen wollte. Ich habe keinen Zweifel, und das hat jeder Zuschauer auf der ganzen Welt gesehen, dass ich sowohl physisch, als auch mental und rein technisch der unumstrittene "Top Dog" war.

    MOONSAULT.de: Hier eine Frage vom CyBoard-User "tralala89": Denkst du, dass Martin TE ohne seine Verletzung gewonnen hätte?

    Luke Robinson: Mit Sicherheit und unter keinen Umständen...NEIN! Am Ende wäre es immer zwischen mir und Jemand anderem ausgegangen, denn der Name der Sendung ist "Tough Enough", d.h., dass man physisch und psychisch hart genug sein muss, um in der WWE bestehen zu können und wenn der Körper es nicht schafft, dann ist man nicht "Tough Enough". Martin hat sich verletzt, also ist er nicht "Tough Enough"! Jeremiah und ich haben da einige Wochen drüber spekuliert, wessen Körper am Ehesten aufgeben könnte und Martin war immer oben mit dabei, weil seine Oberschenkel und Waden einfach auch viel zu dünn und untrainiert sind für das Leben eines WWE Superstars. Sie können den geforderten Aspekten einfach nicht standhalten. Wir haben das Wochen vorher geahnt und dementsprechend kann man deine Frage ganz logisch, offen und ehrlich beantworten – nein, Martin hätte nicht gewinnen können, weil er nicht "Tough Enough" war!

    MOONSAULT.de: Was sind dann deine Gedanken zu Martins Abschied, als Steve Austin ihm den Gürtel gibt, er ihn selbst aufhängen kann und er ihm sagt, dass er doch tatsächlich "Tough Enough" sei?

    Luke Robinson: Das war mit Sicherheit eine nette Geschichte, die jedem Fan ein gutes Gefühl im Bauch herbeigezaubert hat, aber das entspricht einfach nicht der Wahrheit, denn der Sinn der Sendung ist zu sehen, ob dein Körper die Belastungen der WWE aushalten kann und wenn das nicht der Fall ist, dann muss man gehen. Das ist dann auch so eine Sache, wenn mich Leute gefragt haben, ob ich einem der Mädchen den Sieg zutraue und das ist dann nicht sexistisch, aber klipp und klar nein, denn ihre Körper können nicht das leisten, was ein durchtrainierter, ausgewachsener Männerkörper leisten kann. Die Sendung heißt ja schließlich nicht "Tough Enough for girls", sondern für alle. Martins Körper war auch nicht belastungsfähig genug für die harten Trainingseinheiten und deshalb musste er gehen.

    MOONSAULT.de: Wer hat dich in der Gruppe positiv und negativ überrascht?

    Luke Robinson: Eric hat mich doch sehr negativ beeindruckt. Ich möchte sagen, dass ich großen Respekt vor Martin und auch Eric als Menschen habe, aber bei Eric fiel sofort auf, dass er in einer richtig schlechten Verfassung zur Show kam. Eine vorangegangene Frage war, wie der Auswahlprozess verlief und da war es so, dass wir vom ersten Kontakt bis zum finalen Wochenende in Los Angeles 3 Monate Zeit hatten. 3 Monate, ein Vierteljahr, um in Form zu kommen und wenn man sich nicht bewusst war, was wir aushalten müssen, hätte man sich einfach mal bei YouTube Videos der alten Staffeln ansehen sollen. Danach hätte man dann ein Ausdauer- und Krafttraining beginnen müssen, aber Eric kam in einer miserablen Form an und behinderte uns fortan alle, denn wir mussten mehr Übungen machen, weil er hinterherlief und wir wurden angeschrien, weil er die Fehler gemacht hat. Das war nicht nur beleidigend für ihn, sondern für alle Kandidaten, die in der besten Form angetreten sind. Positiv hervorgestochen ist Jeremiah. Ich hätte nie im Leben gedacht, dass ich bei TE einen Freund finden würde, von dem ich sage, dass ich ihn ein Leben lang haben werde, aber Jeremiah und seine Persönlichkeit haben mich echt überrascht! Als wir in Los Angeles waren und ich ihn zum ersten Mal sah, saß er da mit einer dicken Jacke und ich dachte, er wäre fett oder sowas und dann noch die ungepflegten Haare, aber er entwickelte sich echt zu einem großen Talent und zu einem noch größeren Freund! Wann kann man schon einmal auf Kosten von Vince McMahon in einer großen Villa leben und es so genießen, sowohl im Training als auch so Spaß haben mit einem so tollen Typen wie Jermiah. Das ist echt einer der größten persönlichen Erfolge für mich bei TE, dass ich ihn kennenlernen konnte und wir uns so gut verstehen und soviel Spaß hatten!

    MOONSAULT.de: TE hatte viele Gaststars wie The Rock, The Miz, John Morrison, Rey Mysterio, James Roday von der US-Serie "Psych" und auch einige WWE Diven wie Kelly Kelly, die Bella Twins oder Eve. Wer war für dich am Bedeutendsten?

    Luke Robinson: Für mich persönlich war die Zeit, die John Cena bei uns verbracht hat die Beste, denn er nahm sich viel Zeit für uns und blieb noch einige Stunden nach der Aufnahme bei uns im Haus, setzte sich zu uns, redete viel mit uns und hat sich einfach entspannt. Es ist schon was Besonderes und etwas sehr Schönes, wenn man sieht, dass ein Superstar, der total viele Termine hat, sich auch einfach mal die Zeit nimmt und ganz normal mit den Mitmenschen umgeht, sich bescheiden dazusetzt und einfach mal chillt. Bei den Diven war es genau das Gleiche. Sie sind wirklich sehr nette Damen, haben sich viel Zeit für uns genommen, ganz normal mit uns gesprochen, gespaßt und sowas. Das war schon sehr cool, dass sich Berühmtheiten dann doch manchmal als ganz normale Menschen entpuppen, die oftmals die selben Bedürfnisse haben wie ganz alltägliche Menschen, heißt einfach mal zu entspannen und die Zeit zu genießen um "ganz normal" zu sein.

    MOONSAULT.de: Mal eine ganz persönliche Frage von mir – was hälst du von John Morrison?

    Luke Robinson: Er wurde vor kurzem entlassen, oder?

    MOONSAULT.de: Ja, genau.

    Luke Robinson: John Morrison ist ein herausragender Athlet, aber gehört für mich zu denen, die in der Unterhaltung etwas stecken bleiben, verloren gehen sozusagen. Sie finden nicht zu sich selbst. Es ist ein bisschen wie bei Jeff Hardy, er war am Mikrofon auch kein so toller Entertainer, aber dafür ein umso besser Athlet bzw. Akrobat. Das sind Leute, die im Wust der Menge untergehen. Ein weiteres Beispiel ist Shelton Benjamin, der ein super Athlet ist, aber auch nie die richtige Verbindung zu den Fans aufbauen konnte durch seine Arbeit am Mikrofon und das sorgte am Ende auch für seine Entlassung denke ich. Man braucht einfach das gesamte Paket, mit dem Superstars wie The Rock, Steve Austin oder auch John Cena berühmt geworden sind, um auf lange Sicht in der WWE zu bestehen.

    MOONSAULT.de: Denkst du, dass der Fehler bei den am Mikrofon schwächeren Wrestlern eher bei der WWE zu suchen ist, weil sie denen weniger Zeit für Segmente gibt oder siehst du den Fehler beim jeweiligen Wrestler selbst?

    Luke Robinson: Ich sehe den Fehler eher beim jeweiligen Wrestler, weil die WWE ihnen ja die Zeit am Mikrofon gegeben hat, aber manchmal hat es sich dann einfach angehört, als ob man Nägel über eine Tafel ziehen würde. Viele Akteure müssen einfach lernen zu verstehen, dass man dieses gewisse Charisma am Mikrofon braucht, um ein allumfassend erfolgreicher Wrestler zu sein. Wenn das nicht von vornherein gegeben ist, sollte man Schauspielunterricht nehmen oder sich in einer Karaoke-Bar vor einem kleinen Publikum präsentieren, denn auch sowas hilft schon sehr, sich vor Publikum gut darzustellen und nicht in Bühnenstarre zu verfallen. Es ist ja auch fakt, dass die WWE Superstars, die das meiste Geld gemacht haben, nicht unbedingt die technisch besten Athleten oder Akrobaten sind. Steve Austin, The Rock, Hulk Hogan oder John Cena haben nie die Matches gezeigt, die einem als besonders akrobatisch in Erinnerung bleiben, aber sie hatten eben diese Persönlichkeit, die man braucht um auf Dauer erfolgreich zu sein und eine entsprechende Reaktion der Fans zu bekommen.

    MOONSAULT.de: Ich habe hier eine lustige Frage vom CyBoard-User "The Gentleman". Ist dir aufgefallen, dass die Bella Twins keine Unterwäsche trugen, als sie bei euch zu Besuch waren?

    Luke Robinson: (lacht) Ist das wahr? Das ist mir ja mal überhaupt nicht aufgefallen...

    MOONSAULT.de: Ja, sie haben beide keine Höschen getragen.

    Luke Robinson: Oh Mann, Mist! Sie sind beide wirklich tolle Frauen und wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mal aus Versehen meine Serviette unter den Tisch fallen lassen...

    MOONSAULT.de: Wenn man genau hinsieht, sieht man es sogar in der TV-Ausstrahlung, wenn sie aus der Limo steigen. Ich habe mir extra nochmal die Szene angesehen, damit ich das auch wirklich weiß und man hat es tatsächlich gesehen...

    Luke Robinson: Das hätte ich damals wirklich gerne gewusst!

    MOONSAULT.de: Als ihr näher zum Finale kamt, hat man euch zum Training nach Florida geschickt, um in den Hallen von Florida Championship Wrestling (Entwicklungsliga der WWE, Anm. der Redaktion) mit WWE Hall of Famer Ricky "The Dragon" Steamboat zu trainieren. Wie war es für dich in Florida und im Besonderen mit Steamboat trainieren zu können?

    Luke Robinson: Die Hallen liegen natürlich an einem wunderschönen Ort, aber es war wirklich heiß und es herrschte eine große Luftfeuchtigkeit, was lange Tage wirklich zu harten Tagen machte, weil es eine riesige physische Belastung für die Lunge darstellte, die irgendwann nur noch brannte. Mit Ricky zu trainieren war absolut traumhaft. Er hat ein richtig gutes Verständnis für das Wrestling und es war in etwa so, wie man sich als Kind Wrestling anschaut und es völlig neu für einen ist. Man ist dann noch so unschuldig und genau das hat sich Ricky bis zum heutigen Tage behalten, diese Unschuldigkeit und das macht es so aufregend. Ricky sieht Wrestling auch immer vom Standpunkt des Storytellings, weshalb er mich fragte, was ich für coole, aufregende Dinge machen könnte um meinen größeren Kontrahenten zu Fall zu bringen. Er wollte es auf jeden Fall interessant machen, aber hat dennoch diese Logik, die es braucht, weil Wrestling, wie ich bereits sagte, diese Waage zwischen Vorstellung und Realität balancieren muss. Das Besondere an der Arbeit mit Ricky war einfach, dass er wusste, wie man diese Balance hält und dass er die Leidenschaft und den Spaß an dem, was man tut, immer herauskitzeln konnte.

    MOONSAULT.de: Das TE-Finale fand bei RAW am 6.Juni statt und du standest mit Steve Austin und dem "Masterdon" Vince McMahon im Ring. Warst du nervös?

    Luke Robinson: Ich war Backstage nervöser als letztendlich im Ring. Die Warterei vor dem Entrance war mit mehr Anspannung verbunden, denn als ich dann zum Ring gegangen bin, war diese Nervosität wie weggewaschen. Ich habe mich dann voll und ganz in meinen vorhin beschriebenen Charakter eingefunden. Mit der Zeit habe ich es wirklich gut hinbekommen einen fliegenden Wechsel zwischen meinem eigentlichen Charakter und dem Charakter, den ich im Fernsehen spiele, zu vollziehen und alles mitzunehmen, was dazugehört. Dementsprechend gut konnte ich dann auch die Buhrufe absorbieren und habe mich sehr wohl gefühlt in dem, was ich tue und das sah man dort auch sehr gut. Im Vergleich dazu war Andy unglaublich zittrig und nervös, aber so wollte ich nicht sein, weil ich mir selbst immer wieder gesagt habe, dass ich hier auf jeden Fall hingehöre und hin will und dieser Moment alles für mich bedeutete. Die Energie, die von Vince McMahon ausging, den wir bis dato noch nie getroffen haben, hat mir geholfen meine beste, selbstbewusste Leistung zu bringen. Ich habe einfach alles um mich herum eingesogen und dieses Feuer angefacht und am Leben erhalten für diesen einen, besonderen Moment.

    MOONSAULT.de: Gab es irgendwelche Vorgaben oder Informationen vor dem Segment?

    Luke Robinson: Nochmal, was man TE sah, war das, was man bekam. Steve hat uns vor dem Segment lediglich gesagt, dass er uns ein paar Fragen stellen wird und wir eventuell einen besonderen Gast haben werden, aber dass es Vince war konnten wir nur spekulieren, blieb aber bis zum Entrance geheim. Sie wollten einfach sehen, wie spontan wir in einer sehr druckvollen Situation reagieren würden. TE hatte kein Drehbuch, alles war spontan und eben echt, was auch bei diesem Segment keine Ausnahme war.

    MOONSAULT.de: Also kanntet ihr das endgültige Resultat auch nicht im Vorhinein?

    Luke Robinson: Nein. Alles war bis zum Ende absolut geheim und ich denke, dass man das auch sehr an meinem Gesichtsausdruck sieht, denn dieser fiel nach der Bekanntgabe vollkommen zusammen. Ich habe mich sehr verletzt gefühlt, weil ich soviel Blut, Schweiß und soviel Seele in diese Herausforderung gesteckt habe und einfach über die ganze Zeit der Beste im gesamten Team war und plötzlich ist das alles weg. Meine Reaktion war also absolut authentisch und zeigte einfach meine Enttäuschung über die Entscheidung.

    MOONSAULT.de: Wie wir alle wissen, hat man Andy immer als netten Menschen gezeigt, der ein fürsorglicher Vater und Ehemann ist, immer nett zu Jedem ist und du warst, wie bereits des Öfteren erwähnt, der arrogante "Cool Hand Luke" und einfach nicht PG. Dies ist eine Frage vom CyBoard User "Cpt.Spalding" - denkst du, dass du eine faire Chance auf den Sieg hattest oder denkst du, dass die WWE Andy aufgrund seiner Größe und der PG-mäßigen Darstellung gewählt hat?

    Luke Robinson: Wenn ich jetzt zurückschaue und es nochmal betrachte, würde ich sagen, dass ich keine faire Chance auf den Sieg bekommen habe, weil die WWE ein PG-Unternehmen ist und sie genau wussten, was sie haben wollten, weil es sich mit dem Publikum, den Aktionären und der Presse einfach gut verträgt. Jeder Mensch mag eine ordentliche "Underdog-Story", aber ich habe letztens einen Bericht gelesen der besagte, dass der Amerikaner neben einer guten "Underdog-Story" v.a. die Geschichten mag, in denen der Erfolgreiche scheitert. Das findet jeder schön und sowas wollten sie vielleicht. Das Ironische ist, dass ich in meinem Privatleben ein sehr netter, akzeptierender, fürsorglicher und einfühlsamer Mensch bin, aber Andy hinter den Kulissen ein absoluter Idiot war, der die ganze Zeit in seinem Zimmer hockte und nicht mit den Anderen in Interaktion getreten ist. Er hat so sehr versucht seine Macho-Fassade aufrecht zu erhalten, dass als ich kurz vor dem Entrance beim Finale zu ihm hingegangen bin, ihm gesagt habe, dass egal wie es heute ausgeht, es eine tolle Erfahrung war und ihm einfach eine Umarmung geben wollte, er mich zurückwies und sehr unwirsch war. Ich weiß nicht, ob es einfach zu sehr eine Art der Homophobie oder der Panik vor Homosexualität geschuldet war, aber viele Männer sind da einfach sehr unsicher, obwohl es sich einfach nur um eine freundschaftliche Umarmung unter Männern handelt. Im Fernsehen habe ich mich zwar immer als arroganten Drecksack aufgeführt, aber im echten Leben bin ich ein sehr hilfsbereiter und aufrichtiger Mensch, was ich auch in der Gesellschaft zeigen will und ihr was zurückgeben will. Beispielsweise mit meinem Hund Gunner, der ein Therapiehund ist und mit dem ich regelmäßig Krankenhäuser in der Umgebung besuche, um den dortigen Patienten etwas besonderes zu geben. Andy ist da das komplette Gegenteil und ich finde, dass man es drehen und wenden kann wie man will, auch wenn die WWE gerne den fürsorglichen Vater mit der schwangeren Ehefrau zeigen wollte denke ich, dass Andy einfach Jemand war, der in seinen frühen 20ern seine Frau zu früh geschwängert hat, sie geheiratet hat und jetzt den einfachen Weg zum Ruhm sucht ohne groß zu arbeiten oder nach einer richtigen Arbeit zu suchen! Ich dagegen bin single, habe keine Kinder und benutze Kondome, damit ich auch nicht in die Bredouille komme, aber ich kann dennoch meinen Traum ohne Hindernisse leben. Auch ich habe meine Opfer für meinen Weg gemacht, damit ich ihn gehen kann, eine Marketing Maschine, ein guter Athlet und ein guter Arbeitnehmer für World Wrestling Entertainment werden kann, aber die wollen lieber den Glauben am Vorurteil am Leben halten, dass ein gut aussehender Typ, der auch noch ein guter Wrestler ist einfach nur ein Idiot sein muss! Wenn man alles gut kann, kann man ja auch sowieso kein netter Mensch sein, aber auf meiner persönlichen Facebook-Seite kann man sehen wer ich bin und was ich mache und wenn dann immer noch Menschen glauben wollen, dass ich arrogant und unfreundlich bin ist das, weil sie es glauben wollen und sich nicht belehren lassen können. Für meine Arbeit ist das aber auch irgendwie von Vorteil, dass ich im Ring ein arroganter Idiot sein kann, der genau die Reaktionen bekommt, die man als Heel bekommen muss, aber dass ich dann im Umkehrschluss genau weiß, dass ich im Privatleben ein netter, guter Mensch bin.

    MOONSAULT.de: Wenn ich jetzt nicht gerade das Telefon halten würde, würde ich aufstehen und dir applaudieren, weil ich denke, dass das genau das ist, was Wrestling ausmacht. Man spielt im Fernsehen eine Rolle, aber im echten Leben ist man dennoch bescheiden und einfach ein normaler Mensch. Ich habe sehr viel Respekt vor deiner Einstellung! Eine weitere Frage vom CyBoard-User "Swordspirit" - wie fühlst du dich, wenn du merkst, dass du soviel Herzblut in deine Teilnahme bei TE gesteckt hast und du dafür nichts zurückbekommst? Man bedenke, dass andere Teilnehmer noch Tryouts hatten nach TE, aber du wurdest nie für eine Rückkehr kontaktiert.

    Luke Robinson: Es gibt diese Tage, an denen es schwieriger ist damit umzugehen, aber meistens lebe ich einfach meine positive Einstellung aus, weil ich denke, dass Realität immer sehr co-kreativ ist. 10% besteht aus dem, was einem passiert und 90% resultiert aus der Reaktion und deshalb bin ich sehr froh über die Erfahrungen, die ich bei TE machen konnte und die sensationellen Dinge, die ich dort erleben durfte. Wer kann von sich schon behaupten, dass er mit Steve Austin oder The Rock gewrestlet hat und sich von Vince McMahon live bei RAW das Mikrofon hat halten lassen? Das sind Sachen, die Andere nie erreichen werden. Wie gesagt – die meiste Zeit sehe ich das positiv und nehme diese Erfahrung auf jeden Fall positiv mit, aber an anderen Tagen ist das schwerer und dann merke ich auch, dass ich immer noch sehr verletzt bin und ich werde wehmütiger. Oftmals verstehe ich die endgültigen Entscheidungen auch nach wie vor nicht, denn ich denke, dass man irgendeine Angst hatte vor einer negativen Reaktion der Öffentlichkeit ob meiner Vergangenheit. Um es nochmal klarzustellen, ich habe nie in Schwulen-Pornos mitgespielt, sondern für eine Wrestling-Promotion gewrestlet, die sich das homosexuelle Publikum ausgesucht hat. Das ist auch ein großes Problem der heutigen Gesellschaft und der Medien in meinen Augen, denn vieles wird einfach erstmal als schlecht abgestempelt, ohne die genaue Faktenlage zu kennen und sich damit zu beschäftigen. Man lebt praktisch im Vorurteil! Aber ich werde mich sicherlich nie über mein Leben beschweren, denn durch und auch nach TE konnte ich Momente erleben, von denen andere nur träumen können. Ich durfte gegen Jerry "The King" Lawler und Tommy Dreamer antreten und hatte Autogrammstunden mit Mick Foley, Bret Hart, Road Dogg und Billy Gunn. Das kann man mir nicht nehmen und deshalb denke ich, dass egal ob ich jetzt gewonnen oder verloren habe, TE als gute Erfahrung mitnehmen kann.

    MOONSAULT.de: Vor diesem Hintergrund, dass du vielleicht von der WWE nicht engagiert worden bist, weil deine Vergangenheit einige Fragen aufwerfen könnte, möchte ich dich fragen, und ich brauche da eine ganz ehrliche Antwort drauf, ob du denkst, dass diese "Be A Star"-Bewegung der WWE gegen Mobbing und Vorurteile scheinheilig ist?

    Luke Robinson: Irgendwie schon, ja. In meinem Leben ist es so, dass ich das was ich für meine eigene PR tue, auch mit einem gewissen Glauben daran verbinden kann. Wenn ich etwas tue, dann glaube ich daran, weil es mir selbst dann auch hilft. Wenn die Leute es sehen und das mögen, ist das eine Win-Win-Situation für mich, weil ich dann etwas mache, was ich gerne machen will und das auch einen dementsprechenden Effekt auf meine Außenwelt hat. Beispielsweise die Arbeit meines Hundes als Therapiehund. Sicherlich weißt du, was mit einer Hundetherapie gemeint ist. Man geht mit dem Hund ins Krankenhaus, lässt die Patienten einige Zeit mit dem Hund verbringen, denn es gibt denen so viel, wenn ein Tier um sie herum ist, was sie liebt und das auch zeigt. Ich liebe meinen Hund und ich liebe es, etwas ehrliches für die Gesellschaft zu tun, also war das eine wunderbare Verbindung und ich mache das dann nicht nur, weil das in der Öffentlichkeit gut aussieht, sondern v.a., weil ich selber daran glaube, dass das richtig ist, was ich tue! Bei großen Unternehmen wie der WWE sieht das vielleicht anders aus und man konzentriert sich eher darauf, was nach außen einen guten Eindruck vermittelt, ohne richtig dahinter zu stehen! Ich denke schon, dass sie eine gewisse Nervosität hatten dahingehend, wie die Reaktion auf meine Vergangenheit ausfallen würde und ja, in diesem Sinne ist diese ganze Anti-Mobbing-Geschichte irgendwie scheinheilig und zeigt eine gewisse "Schwulenpanik" und Vorurteile. Ich möchte auch alle diejenigen, die sich davon überzeugen wollen, was ich gemacht habe, dazu einladen, sich diese Videos anzusehen. Die Promotion heißt BG East und man kann sich, wenn man will, diese Videos bestellen und dann sieht man klar und deutlich, dass es keine Schwulen-Pornos sind, sondern Wrestling, dass auf eine homosexuelle Fanbase ausgerichtet ist. Und nochmal – ich kann meiner Oma diese Videos zeigen, ohne, dass ich Angst vor ihrer Reaktion haben müsste, weil es nichts anstößiges ist! Im Fall der WWE ist es dann wahrscheinlich so, dass sie so viel Angst vor Voruteilen und den damit verbundenen Reaktionen haben, dass sie selber in den Vorurteilen leben.

    MOONSAULT.de: Sehr gut gesagt! Wir haben eine weitere ironische Sache vielleicht, denn Ariane Andrews wurde als erste Teilnehmerin von TE eliminiert und ist nun eine der Tänzerinnen von Brodus Clay und Andy versucht sich unter dem Namen Kevin Hackman bei Florida Championship Wrestling, aber ich denke nicht, dass er Jemals einen großen Part im WWE-Fernsehen spielen wird. Darauf schauend möchte ich von dir wissen, ob du TE wirklich als Talentschmiede ansiehst oder ob die WWE nur einen Vorwand sucht ein bisschen mehr Fernsehzeit für sich herauszuholen?

    Luke Robinson: Ich glaube ja an eine gute Welt, in der alles gut ist und sich alle lieb haben und da möchte ich auch gerne glauben, dass man mit TE wirklich nach Talenten sucht, aber wenn man sich die Faktenlage ansieht, muss man festhalten, dass es wohl nicht so ist! Das Mädchen (Ariane) wusste überhaupt nichts über die Geschichte und die Grundlagen des Professional Wrestling. Ich denke auch, dass Steve eine gute Intention hatte, aber am Ende von der WWE-Maschine überstimmt wurde. Man sieht das auch ganz deutlich beim Finale, als er Andys Namen sagen muss, aber das mit einem unglücklichen Gesichtsausdruck tut und es auch gar nicht so richtig sagen will. Es ist mehr so nach dem Motto "Tut mir leid, dass ich das jetzt sagen muss, aber...Big Andy", verstehst du? Steve würde das, was derzeit so abgeht, mit Sicherheit nicht unterstützen, aber wenn wir unsere persönliche Beziehung während der Show mal betrachten sieht man auch, bzw. sehe ich, dass Steve einiges an Potenzial in mir gesehen hat, aber wichtig ist v.a., dass man die respektiert, die uns den Weg geebnet haben, denn alles andere grenzt schon an eine Beleidigung für die Vergangenheit und für das ganze Business!

    MOONSAULT.de: Arianes Lieblingsmatch war ja auch Melina vs. Alicia Fox, das ja schon alles sagt. So kann sie jetzt mit Brodus Clay tanzen und Andy versucht immer noch irgendetwas hinzubekommen.

    Luke Robinson: Ja.

    MOONSAULT.de: Stehst du noch in Kontakt mit WWE Superstars, weil du ja bislang nicht von der WWE kontaktiert wurdest?

    Luke Robinson: Vor 5 Monaten wurde ich von John Laurinatis kontaktiert und er sagte mir, dass man sich in frühestens 6 Monaten nochmal melden würde. Ich bin gespannt, was daraus wird und ob sie sich dann im nächsten Monat bei mir melden werden. Mit einem aktuellen WWE Superstar, der auch aus Maine kommt, Johnny Curtis von NXT, schreibe ich hier und da mal SMS, aber mit mehr Leuten habe ich auch keinen Kontakt und ich habe es ehrlich gesagt auch gar nicht so darauf angelegt, weil ich, wenn ich was erreicht, es mit meiner eigenen Arbeit erreichen möchte und nicht durch Andere. Ich bin ein stolzes Individuum und genau so möchte ich da auch vorangehen und meine eigenen Standards nicht untergraben, nur, weil andere denken, dass es besser wäre. Wenn ich es schaffe, dann nur, weil ich es selbst geschafft habe und durch Niemanden anders!

    MOONSAULT.de: Aus reiner Neugier – wie ist das, wenn John Laurinatis anruft? Sagt er dann wirklich "Hallo, hier ist John Laurinatis. Wir werden dich in 6 Monaten wieder anrufen!" oder wie läuft das ab?

    Luke Robinson: (lacht) Es war ein relativ schnelles Telefonat und Laurinatis wirkte irgendwie sehr entschuldigend, weil er ein paar Tage nach der Suspendierung von Andy anrief. Ich kann mir vorstellen, dass bei ihnen dann diese Erkenntnis kam, dass sie eine falsche Entscheidung getroffen haben. Interessant auch, dass Andy immer als hart arbeitender Familienmensch dargestellt wurde, aber ein paar Wochen nach seinem Sieg, illegale leistungssteigernde Substanzen zu sich nehmen musste und ich eigentlich der bin, der nur durch harte Arbeit seine Sporen verdient hat und sie sich immer noch verdient! Aber jetzt weiß man ja, wie Andy drauf ist und dass er ein Lügner und ein scheinheiliger Mensch ist. Andererseits war der Anruf von John Laurinatis auch irgendwie bitter, denn einerseits kann man sich bedanken, dass einem ein 6 Monats-Hoffnungsultimatum gestellt wird, aber andererseits ist es auch ein Schlag ins Gesicht, denn sie bedanken sich und schicken dich doch wieder nur auf die Auswechselbank, anstatt zu fragen, wie man denn helfen könnte oder einen für seine Arbeit zu belohnen. Wie schon gesagt, es war schön von der WWE zu hören, aber irgendwie immer noch beleidigend, dass man stetig arbeiten muss, um letzten Endes erkannt und engagiert zu werden, obwohl man es schon eindrucksvoll gezeigt hat!

    MOONSAULT.de: Ich denke ja sowieso, dass es eine Beleidigung an sich ist, dass Andy ein paar Wochen nach seinem Sieg direkt suspendiert wurde und in meinen Augen liegt der einzige Grund, dass er nicht direkt gefeuert wurde einfach darin, dass man TE als völlig unsinnig abstempeln würde, weil man den eigenen Sieger sofort feuern muss. Wenn ich mir allerdings heute Matches von Andy ansehe, muss ich sagen, dass er mir nichts gibt, was ich gerne sehen würde...

    Luke Robinson: Ja, genau!

    MOONSAULT.de: Ich verstehe nicht genau, was sie damit bezwecken wollen, aber denkst du, dass die WWE dich nächsten Monat anrufen wird und dass du deine Chance bekommst?

    Luke Robinson: Ich bin ein überzeugter Optimist und den Glauben daran habe ich und der Glaube daran ist ja auch irgendwie das Einzige, dass ich da jetzt haben kann. Die Zeit wird es zeigen, aber ich bin nicht so selbstverliebt, dass ich herumliege und nichts tue, nein, ich arbeite hart und bin jederzeit bereit, wenn sie mich anrufen und mich haben wollen. Die Zeit wird es zeigen und ich bin optimistisch, weil ich sowohl physisch, als auch karrieretechnisch bereit für diesen Schritt bin. Es ist Zeit zu glänzen und den nächsten Schritt zu machen und ich kann praktisch sofort mit RAW auf Tour gehen und erfolgreich sein. Mir bleibt nichts anderes übrig als zu warten und weiter an mir zu arbeiten. Bereit bin ich!

    MOONSAULT.de: Käme für dich nur die WWE in Frage oder könntest du dir vorstellen auch bei TNA anzuheuern, wenn sie dich fragen würden?

    Luke Robinson: Ich würde sagen, dass ich besser zur WWE passe, weil ich mich selber als gutes Mittel zwischen theatralischem Talent und gutem Athlet sehe. TNA hat wirklich gute Wrestler im Roster und ich sage sicherlich niemals nie und wenn TNA die einzige Option wäre, dass ich mich vor einem großen Publikum präsentieren könnte, dann ja, aber ich würde es doch schöner finden, wenn ich ein Teil der WWE sein könnte.

    MOONSAULT.de: Ich denke, dass du das aktuelle WWE-Programm rege verfolgst. Wen siehst du als Sieger des Royal Rumble dieses Jahr?

    Luke Robinson: Der Rumble ist in St. Louis, richtig? Das schreit ja förmlich nach Randy Orton und einer Hometown-Hero-Story, aber wie wir alle wissen, ist der Royal Rumble unberechenbar und man weiß nie, was einen erwartet, aber jetzt würde ich mich auf Randy Orton als Sieger festlegen!

    MOONSAULT.de: Okay. Ich hoffe nicht und nicht, weil ich Randy Orton nicht mag, sondern weil ich denke, dass andere Superstars einen Sieg in diesem Match besser gebrauchen könnten als Randy Orton...


    Luke Robinson: Du hast vielleicht recht, aber das macht es ja auch aus, dass es jedes Jahr sehr schwer ist zu sagen, wo die WWE hin will und wir alle wissen, dass die WWE-Entscheidungen oftmals sehr mysteriös sind. Am Ende gewinnt eine von Brodus Clays Tänzerinnen den Rumble (lacht)


    MOONSAULT.de: Ich mag Brodus Clays neues Gimmick, weil es für WWE-Verhältnisse wirklich sehr kreativ war, da man ihn ja als zerstörerisches Monster aufgebaut hat und dann kommt er als tanzender Funkmaster zurück. Das ist aber auch noch eine andere Sache, denn Brodus Clay wird irgendwie schwul dargestellt...


    Luke Robinson: Ja, manchmal muss man die WWE-Logik nicht verstehen und ich wäre verrückt, wenn ich das versuchen würde, denn wie kann man meine Vergangenheit als schlimm einstufen und dann bei Monday Night RAW einen Wrestler mit offen schwulen Zügen auftreten lassen? Du sagtest, dass du das neue Gimmick von Brodus Clay magst, richtig?


    MOONSAULT.de: Ja, ich denke schon.


    Luke Robinson: Könntest du ihn als WWE Champion jemals ernst nehmen?


    MOONSAULT.de: Nein, aber er macht Spaß und ist auf seine Weise ein sympathischer Zeitfüller...


    Luke Robinson: Siehst du, das möchte ich nicht sein! Wenn es für andere Wrestler okay ist als Zeitfüller angesehen zu werden ist das schön und gut, aber ich möchte ernst genommen werden und was erreichen. Mich soll man als intensiv, aggressiv, real auffassen und das sowohl als Wrestler als auch als Entertainer. Ich möchte keine Witzfigur sein.


    MOONSAULT.de: Was hälst du vom Comeback von Chris Jericho?


    Luke Robinson: Ich liebe Chris Jericho als Performer, denn ist nicht der Größte, aber er kann einen Fan unterhalten wie nur ganz wenige. Zudem zeigt er immer tolle Matches und es ist egal, ob er mit Jemand größerem, kleinerem oder gleichgroßen im Ring steht, er schafft es den Gegner und sich immer gut aussehen zu lassen, was für mich ein Zeichen eines großartigen Performers ist. Ich bin sehr froh, dass Chris Jericho wieder dabei ist!


    MOONSAULT.de: Würdest du immer wieder an TE teilnehmen?


    Luke Robinson: Absolut! Wenn ich eines von "Mr. USA" Tony Atlas gelernt habe, dann, dass man die Chance beim Schopf packen muss, weil sie vielleicht kein zweites Mal kommt. Diese Tür zur WWE wird einem angehenden Superstar eventuell nur einmal geöffnet und wenn man die Chance hat, vor Publikum zu zeigen, was man kann, würde ich das immer wieder tun!


    MOONSAULT.de: Das war es eigentlich schon, aber ich möchte dir zum Ende die Chance geben deinen deutschen Fans ein paar Worte zu sagen. Das Mikrofon gehört dir!


    Luke Robinson: Ich freue mich über jeden Fan, der meine Facebook-Seite (http://www.facebook.com/THELUKEROBINSON13) oder meine Twitter-Seite (http://www.twitter.com/lukerobinson13) besucht und mir folgt. Ich möchte eine bestimmt Nachricht nach außen tragen und die ist, dass man für die beste Geschichte im Leben leben soll! Lebt nach dem Motto "Ich sterbe in 3 Stunden" und entscheidet mit diesem Wissen, denn auf eurem Grabstein steht nicht "wäre ich mal besser früher ins Bett gegangen" oder "wäre ich doch mal konservativer gewesen", sondern jeder wollte mehr erleben und das solltet ihr auch tun! Das Leben soll gelebt werden, weil viele Menschen ihr Leben lang im Krankenhausbett verbringen müssen oder behindert sind. Diese Leute würden für einen Tag im "normalen Leben", dass wir leben, sterben! Ich lese die ganze Zeit bei Facebook, was die Menschen nervt oder was sie stresst und ich finde, dass man damit denen ins Gesicht spuckt, die gar keine Chance haben so zu leben, wie wir leben und den ganzen Tag im Krankenhaus liegen müssen. Ich fordere jeden heraus, jeden Tag etwas Spezielles zu tun, so dass man, wenn der letzte Tag gekommen ist bzw. kommt, stolz darauf sein kann, was man erreicht hat. Denn am Sterbebett hat man nichts Materielles mehr, sondern nur noch die Erinnerungen an sein Leben. Ich nenne mich selbst gerne "Redneck Rockstar", weil ich auf einer Farm in Maine lebe. Ich liebe das "larger than life"-Leben und die theatralischen Züge im Leben und ich weiß, dass jeder Mensch diese Züge in sich drin hat. Man sollte beides ausprobieren im Leben, man soll die Natur erkunden und reisen, wohin mal will, soviel wie möglich erleben, denn man weiß nie, wann der letzte Tag kommt! Wichtig ist es zu leben, mit Leidenschaft zu leben und den Durst nach Leben zu spüren. Ich nehme persönlich mit, was ich kann, lebe mit Leidenschaft und ich will diese Nachricht einfach verbreiten und noch mehr Leute dazu animieren, ebenfalls zu so leben!


    MOONSAULT.de: Danke für deine Zeit!


    Das Interview für MOONSAULT.de führte Kevin Scheuren

    (c) 2012 MOONSAULT.de

  • A N Z E I G E
  • Zitat

    Original geschrieben von Discoholik:
    Was ist denn eigentlich aus dem Sieger geworden? Macht der den Puder?


    Der tritt momentan bei FCW unter dem Namen Kevin Hackman an. Die Matches die ich gesehen habe fand ich ziemlich schwach. Der wird sicherlich noch ne Weile dort trainieren.

    "I feel like grabbing you by your ears right now and screaming, "I'm not f****** interested!". Instead, I'm going to drive home and do some accounting." - Lou Bloom

  • danke!


    sehr aufschlussreich.


    der mann spricht klartext. respekt!


    seine vergangenheit erklärt natürlich, warum er niemals eine chance hatte TE tatsächlich zu gewinnen. so ein risiko geht wwe nicht ein.


    ansonsten klingt sehr viel bitterkeit durch und das nachtreten gegen mitbewerber macht ihn mir nicht sympatischer.


    wenn er wirklich so ein toller hecht ist, dann hätte ihm wwe schon längst einen spot gegeben.


    auf alle fälle werde ich an die nächste TE staffel anders rangehen.

    EC3 changing the game... The best guy here. The best guy there. The best guy ANYWHERE!


    The spirit of the Ultimate Warrior will run forever!

  • Zitat

    MOONSAULT.de: Ich finde, dass Randy Orton ein exzellentes Beispiel für die Entwicklung eines Superstars ist! Meiner Meinung nach war Randy Orton im Jahr 2004 einfach noch zu grün hinter den Ohren, um ein glaubhafter World Champion zu sein, aber durch seine eigene Entwicklung ist er der Randy Orton geworden, der er heute ist. Ich finde, dass keiner von außerhalb Randy Orton zu dem gemacht hat, was er heute ist, sondern Randy Orton selber. Siehst du das auch so?


    :megalol:
    Oh Gott ich wär fast vom Stuhl gefallen so lustig ist das.



    Nettes Interview


    Was mich verwundert ist warum er angeblich den Bösen spielt obwohl ihm doch klar sein müsste das er bei einer Sendung wie Tough Enough dadurch keine Chancen auf den Sieg hat.

  • Insgesamt ein sehr interessantes Interview, in dem man einige spannende Backstage-Infos rund um TE erfährt.


    Was mir aber nicht so sehr gefallen hat: Luke hat keine Möglichkeit ausgelassen um damit zu prahlen, was für ein netter, fürsorglicher und einfach ein guter Mensch er ist. Das Nachtreten bzw. die üble Nachrede über Andy war weder nett, noch fürsorglich noch gut.

  • Zitat

    Original geschrieben von Zagorakis:
    Insgesamt ein sehr interessantes Interview, in dem man einige spannende Backstage-Infos rund um TE erfährt.


    Was mir aber nicht so sehr gefallen hat: Luke hat keine Möglichkeit ausgelassen um damit zu prahlen, was für ein netter, fürsorglicher und einfach ein guter Mensch er ist. Das Nachtreten bzw. die üble Nachrede über Andy war weder nett, noch fürsorglich noch gut.


    muss auch sagen, dass diese 100fache wiederholung darüber was für ein guter und toller mensch er doch im privatleben ist ihn nur unsympathisch gemacht haben.
    Und naja alles was er gesagt hat, war wie sehr er den Sieg verdient hatte und das ja auch eigentlich jeder wusste...
    mag ja sein, dass er da nicht ganz unrecht hat aber dafür bleibt er doch sehr unsympathisch..

  • Erstmal ein ganz großes Dankeschön an Kevin, viel Arbeit die du dir da gemacht hast!


    Ich persönlich finde dieses Interview nicht so unsympathisch. Man merkt halt, welche Punkte ihn wirklich frustrieren


    1) Donnie Drake


    2) Das er die Show getragen hat, mit den "Großen" Matches geworkt hat und Gott sei dank die Heel-Rolle übernommen hat, da dies ansonsten sehr langweilig geworden wäre.
    Das diese Anstrengung gar nicht belohnt worden sind, kann ich es absolut verstehen, dass man da frustriert ist.
    Ist für mich auch kein "Nachtreten" sondern einfach sagen, was Sache ist.


    Ich hoffe wirklich, dass wir ihn demnächst wieder in der WWE sehen, die Mischung stimmt einfach. Wäre wirklich schade, wenn -in meinen Augen- solch ein Talent keine Chance mehr haben sollte.

  • Wow! Zunächst mal vielen Dank Kevin für dieses geniale Interview und dass du dir die Mühe gemacht hast, das alles aufzuschreiben. Anhören werde ich es mir heute Abend aber auch noch.


    Ich finde seine Aussagen durchgehend fantastisch, sehr ehrlich und sympathisch. Am interessantesten waren für mich die Passagen über „Donnie Drake“ und seine Einschätzungen der anderen TE-Kandidaten, speziell Martin. Es kommt auch gut durch, was für ein ehrgeiziger Mensch er ist, aber gerade in einer Company wie der WWE muss man das auch sein, um es zu etwas zu bringen. Er arbeitet konsequent für seine Ziele, das gefällt mir.


    Ich kann seinen Frust und seine Enttäuschung darüber, dass er TE nicht gewonnen hat, sehr gut nachvollziehen. Kann mich auch noch bestens erinnern, wie komplett bedient ich war, als die Entscheidung damals zugunsten von Andy fiel.


    Ich hoffe inständig, dass sich die WWE tatsächlich wieder bei ihm meldet und er doch noch an seinen Vertrag kommt. In meinen Augen wäre es eine riesige Verschwendung, diesen Mann nicht zu verpflichten, er hat „Tough Enough“ für mich zum wöchentlichen Highlight gemacht. Nun ist TE zwar schon ein halbes Jahr vorbei, aber trotzdem bin ich mit den Gedanken immer noch bei Luke und bedauere es, ihn nicht in der WWE zu sehen. Selbst als die Videos für den 02.01. eingespielt wurden, war mein erster (unrealistischer) Gedanke: „Können die nicht bitte für Luke sein…?“ :) Also ich würde ihn wirklich gerne wiedersehen… Nun ja…


    Nochmals ganz vielen Dank für das Interview, es war super zu lesen.

  • Danke für die netten Worte und viel Spaß beim Anhören, Kevin Thorn! :)


    Ich kann wirklich nur sagen, dass Luke ein durchweg sympathischer Typ ist. Wenn man sich mal vor Augen führt, dass er mit Abstand der interessanteste aller Teilnehmer bei TE war, weil er sich eben für die Heel-Rolle entschieden hat und sie einfach nur perfekt ausgeführt hat, weiß man, dass dieser Mann einfach eine Zukunft bei der WWE haben muss und ich bin guter Dinge, dass wir ihn bald wiedersehen werden. :)

  • Großes Danke an Kevin für das Interview! Sehr interessant.


    Luke gefiel mir bei TE auch am besten und ich würde mir auch ein Engagement vom ihm bei WWE wünschen. Während ich das Interview gelesen habe und nach der Stelle, wo er Curtis erwähnt, kam mir die Idee, beide in ein Heel-TagTeam zu stecken. Luke, der bei TE "gescrewt" wurde und Curtis, der nie seinen NXT Titleshot einlösen durfte. ^^ 'The Maine Misfits'

    Super hot sportscaster Erin Andrews shouldn't participate in any activities where balls fly at her face -- "Clueless" anyone?

  • Kevin Scheuren


    Ich hoffe, dass du Recht damit hast, er hätte das wirklich mehr als verdient.


    Das ist schon lustig, normalerweise bin ich eher genauso schnelllebig wie die WWE, sprich, ich trauere Leuten, die entlassen werden oder es nicht rein schaffen nicht lange nach, weil es früher viel zu oft passiert ist, dass ich wegen so was enttäuscht war.
    Irgendwann habe ich mich daran gewöhnt, dass man bei WWE Leute die man mag manchmal viel zu schnell verliert und nahm mir das Motto: „Aus den Augen, aus dem Sinn. Hauptsache es sind noch andere da, die ich leiden kann.“… Aber bei Luke klappt das nicht, er war einfach zu gut, als dass ich mich damit abfinden will, ihn nicht mehr in der WWE zu sehen. :)

  • Würds ihm gönnen, wenn Johnny Ace nächsten Monat wirklich anruft und er seine faire Chance im WWE-TV bekommt. Wenn man bedenkt, dass manch andere Teilnehmer ihre Tryouts hatten (Ariane, Ivelisse, Jeremiah) und er einfach komplett fallen gelassen wurde am Ende, wäre das mehr als verdient.


    Und besser als Andy ist er alle Mal. Wenn es wirklich ein Grund ist, dass er damals für BG East angetreten ist, verstehe ich die WWE nicht. So dünnhäutig kann man ja fast nicht sein. Hoffen wir das Beste! :)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!

A N Z E I G E