Mirko Cro Cop - Eine Kampfsport Legende tritt zurück
In der vergangenen Nacht war es nun soweit. Mirko Filipovic, gibt sein Karriereende bekannt.
Insgesamt 20 Jahre lang trat er im Ring und in den vergangenen Jahren ebenfalls im Octagon an, um Kampfsportbegeisterte auf der ganzen Welt zu verzücken und in Begeisterung zu bringen.
Geboren am 10. September 1974 im kroatischen Vinkovci, begann er früh mit dem Kampfsport. Er war Teil der Kroatischen Anti-Terror-Einheit Lučko und erhielt daher den berühmten Spitznamen "Cro Cop" (Croation Cop). Bevor er mit 22 Jahren professioneller Kickboxer wurde, trat er insgesamt 45 mal als Amateur an und konnte dabei ganze 40 mal einen Sieg einfahren. Ganze 31 Kämpfe endeten dabei durch Knockout.
1996 nach nur zwei Kämpfen im Muay-Thai, begann seine K-1 Karriere. Dabei schlug er bei seinem Debüt Jerome Le Banner nach Punkten. Unter anderem stieg er in den folgenden Jahren gegen so bekannte Kämpfer wie Ernesto Hoost, Remy Bonjasky und Mark Hunt in den Ring und machte dabei zumeist eine gute Figur. Mit 16 Siegen in 23 Kämpfen beendete er seine K-1 Laufbahn und widmete sich dem MMA.
Seinen ersten MMA Kampf bestritt er bei Pride 17 gegen den Japaner Nobuhiko Takada. Dieser endete wie sein zweiter Kampf in der Promotion gegen Wanderlei Silva in einem Unentschieden. Allerdings gab es danach eine lange Siegesserie über Kontrahenten wie Heath Herring und Kazuhiko Sakuraba. Bei der Pride Veranstaltung "Final Conflict" am 9. November 2003 kam es jedoch zu der ersten Niederlage seit langer Zeit gegen Antonio Rodrigo Nogueira. In diesem Kampf ging es um den Interims Gürtel im Schwergewicht. Nach zwei weiteren Siegen kam es zum Duell gegen den ehemaligen UFC Champion Kevin Randleman. Filipovic verlor hier bereits in der ersten Runde durch Knockout.
Er kam jedoch zurück und siegte ganze siebenmal in Folge. Alexander Emelianenko, Josh Barnett, Mark Coleman und Kevin Randleman, der ihn beim ersten aufeinandertreffen schlug, mussten unter anderem eine Niederlage einstecken. Somit war es für ihn an der Zeit, gegen Fedor Emelianenko, dem Pride Schwergewichts Champion den Versuch zu starten, ihn vom Thron zu stoßen. Leider gelang dies Cro Cop nicht, da Emelianenko ihn nach Punkten bezwingen konnte.
Das Jahr 2006 war dann das Jahr des Mirko Cro Cop. Der Pride FC Open Weight - Grand Prix fand statt und Cro Cop wurde am 10. September gegen Josh Barnett in Saitama, Japan zum Sieger gekürt. Dies war sein größter Erfolg in einer bis dahin äußerst erfolgreichen Karriere.
Im Jahr 2007 gab er dann sein Debüt in der UFC und siegte gegen Eddie Sanchez bereits in Runde eins. Allerdings folgten daraufhin zwei Niederlagen gegen Gabriel Gonzaga und Cheick Kongo, sodass der Kroate seine Karriere in der UFC für beendete erklärte.
Er trat danach ganze dreimal in Japan an bevor er im Mai 2009 ankündigte, wieder für UFC anzutreten. Der erste Kampf fand dabei gegen Mostapha Al-Turk in Köln bei UFC 99 statt. Diesen bezwang er per TKO in der ersten Runde. Bei UFC 103 trat er dann gegen Junior Dos Santos an und musste aufgeben aufgrund einer Verletzung am Auge.
Diese Niederlage hatte drastische Folgen. So wechselte er fast sein komplettes Team aus und brachte neue Ideen in sein Training ein. Zwei Siege folgten dann im Jahr 2010 gegen Anthony Perosh und Pat Barry. Gegen Frank Mir und den aufstrebenden Brendan Schaub gab es danach zwei Niederlagen, die ihn zu der Aussage brachten, nach UFC 137 seine Karriere zu beenden.
Am gestrigen Abend war es somit soweit und Filipovic trat zum letzten mal mit "Wildboys" von Duran Duran den Weg zum Octagon an. Er konnte sich in den ersten beiden Runden gut halten und wirkte konzentrierter als in seinen Kämpfen zuvor. Sein Kontrahent, Roy Nelson konnte zu Beginn der dritten Runde ihn allerdings durch technischen KO besiegen.
Mirko "Cro Cop" Filipovic gab danach im Interview mit Joe Rogan bekannt, dass er seine Karriere für beendet erklärt. Er will sich von nun an seiner Familie widmen.
Somit beendet ein weiterer Pride Veteran, der uns viele Stunden Freude brachte seine Karriere.