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[Kultgimmicks] Earthquake

  • [Kultgimmicks] Earthquake

    Hallo

    Nach der Veröffentlichung meines Buches Kultgimmicks startet nun Staffel 2 meiner Kolumne. Der glückliche Gewinner meiner Auslosung aWo entschied sich für Earthquake. Ein wie ich finde guter Start.
    In 20 Kapitel wird ausführlich die Karriere des Erdbebens unter die Lupe genommen. Ihr erfahrt alles über seine Sumo-Karriere, legendäre Fehde mit Hulk Hogan in der WWF, trashige WCW-Zeit und vieles, vieles mehr. Trauriger Abschluss natürlich sein Krebstod.

    Nun viel Spaß beim Lesen!


    Earthquake

    Dank einer erfolgreichen Zeit als Ringer zum Sport-Stipendium
    Der Kanadier John Anthony Tenta wurde am 22. Juni 1963 südöstlich von Vancouver in Surrey, British Columbia geboren. Benannt nach seinem Vater wog er bei seiner Geburt bereits knapp über 5 kg und war dadurch ein sehr großes Baby. Da haben ja die Eltern John Sr. und Irene einen Prachtburschen auf die Welt gebracht und so schien der Weg des späteren Earthquake schon vorprogrammiert. Er unterschied sich durch seine Größe und das Gewicht schon als Baby von seinen Altersgenossen und seinen körperlichen Vorteil nutzte er in der Zukunft sinnvoll aus. Im frühen Alter von 6 Jahren begann er mit dem Ringen und an der North Surrey Secondary Highschool erlernte er das Freistilringen. 1981 wurde Tenta kanadischer Junior Champion und kurz nach seinem 18. Geburtstag belegte er in Vancouver den sechsten Platz bei der Junioren-WM im Superschwergewicht. Seine Vorbilder für ihn waren im Übrigen die Wrestler Gene Kiniski und Don Leo Jonathan.
    Nach seiner erfolgreichen Zeit als Freistilringer in Kanada zog er in die USA um sein Glück an der Louisiana State University (LSU) zu versuchen. Auch hier war "Big John", so sein damaliger Spitzname, sehr erfolgreich und erhielt ein Sport-Stipendium. Im Rahmen der Schulmeisterschaft traf Tenta dort sogar auf "Dr. Death" Steve Williams und fiel Wrestling Promoter Bill Watts sehr positiv auf. Im Jahr 1983 konnte er bei der Junioren-WM in seiner Gewichtsklasse im Freistil diesmal den ersten Platz erringen und ein Jahr später kam ein vierter Platz bei den Senioren hinzu. An der LSU war Tenta Mitglied im Tiger Varsity Ringerteam und zu dieser Zeit ließ er sich auch seine große Tiger-Tätowierung auf die linke Schulter stechen, da dieses Tier das Maskottchen dieser Universität war.
    1985 gab die Louisiana State University das Ringerprogramm auf und Tenta war gezwungen eine andere Sportart zu wählen. Er ging in das Football Team der LSU um dort als Defensive Lineman zu spielen. Außerdem spielte er Rugby für den LSU Rugby Club. Neben dem Sport arbeitete der eher ruhige Riese als Türsteher für die College Bar The Bengal um ein wenig Geld dazuzuverdienen. Erfolge wie im Ringen konnte er sowohl beim Football als auch beim Rugby nicht mehr feiern. Deshalb musste Tenta das College verlassen und kehrte zurück in seine kanadische Heimat Vancouver.

    Ein kanadischer Komet erobert in Japan die Sumo-Szene
    Nach dem College befand sich John Tenta schon sehr schnell in einer völlig anderen Sportart wieder: Sumo, die japanische Version des Ringens. Ein ehemaliger Yokozuna, der höchste Rang im Sumo-Sport, entdeckte den Kanadier in Vancouver durch Zufall und überzeugte ihn mit nach Japan zu kommen. Der interessierte Tenta packte seine sieben Sachen und zog im Oktober 1985 mit 22 Jahren in das Land der aufgehenden Sonne. Mit einer Größe von 1,98 m, einer stattlichen Figur und seinen Ringerfähigkeiten hatte er schon einmal gute Voraussetzungen es in diesem Sport weit zu bringen. Um auch die Tradition und Technik des Sumo-Sports zu erlernen wurde er vom ehemaligen Yokozuna Kotozakura Masakatsu in dessen Heya (auf deutsch Stall) Sadogatake trainiert. Zudem musste er sich ein Kampfgewicht von 200 kg anfressen. Der Tradition folgend bekam der junge Sumotori den Namen Kototenta (Koto + Nachname Tenta), der übersetzt Tenta die Harfe heißt.
    Im November 1985 startete Tenta seine aktive Karriere als Sumo-Ringer und bestritt beim Turnier Kyūshū Basho in Fukuoka drei Kämpfe die er allesamt gewinnen konnte. Im neuen Jahr 1986 stieg er in die unterste Division Jonokuchi auf und konnte im Januar das Turnier Hatsu Basho mit 7-0 gewinnen. Der Aufstieg ging weiter und er konnte auch in der fünften (Jonidan) und vierten Division (Sandanme) bei den Turnieren Haru Basho (März) und Natsu Basho (Mai) jeweils ohne Niederlage mit 7-0 triumphieren. In kürzester Zeit stieg Kototenta in die Makushita, der dritthöchsten Division im Sumo in Japan, auf.
    Neben seinem Erfolg hob Tenta sich aufgrund seiner Nationalität, seines Aussehens und als zweiter Nicht-Japaner im Sumo überhaupt von der Masse ab und machte sich dadurch in der Sumo-Szene schnell einen Namen. Außerdem wurde man auch in Kanada auf den Sumo kämpfenden Landsmann aufmerksam. Im Mai 1986 war er sogar auf dem Cover der Zeitschrift "Sumo World" und bekam die Topstory "Kototenta: Canadian Comet". Dies war auch sein Spitzname, denn schließlich hatte er einen kometenhaften Aufstieg hinter sich.

    Tiger-Tätowierung beendet die Sumo-Karriere von Kototenzan
    Ungeschlagen, mit viel Pressewirbel und als einer der Favoriten der Makushita sollte Kototenzan (= himmlische Gebirgsharfe), so sein neuer Name, am Juli-Turnier Nagoya Basho teilnehmen. Jedoch konnte er dem enormen Druck nicht standhalten und kurz vor Turnierbeginn trat er vom Sumo-Ringen zurück. Alle seine sieben Kämpfe beim Nagoya Basho der dritten Division gingen durch Nichtantritt verloren. Viele Gründe spielten eine Rolle für den Rücktritt des Neulings, so kam er mit dem strengen Lebensstil eines Sumotoris nicht klar. Dazu gehört unter anderem sich bei Krankheiten und Verletzungen nicht zu beschweren.
    Die größten Schwierigkeiten hatte John Tenta mit seiner Tiger-Tätowierung auf der linken Schulter, denn darüber runzelten die Japaner die Stirn. Im Land der aufgehenden Sonne werden Tattoos nämlich mit der "japanischen Mafia" Yakuza verbunden und obwohl Kototenzan bei den Kämpfen seine Tätowierung unter einem Verband versteckte machten ihm die Japaner weiterhin Druck. Bevor er es in höhere Divisionen schaffen sollte verlangten sie von ihm sein Tattoo über Hauttransplantation entfernen zu lassen. Dies war ihm zu viel des Guten und Tenta beendete im Sommer 1986 seine kurzlebige Karriere als Sumo-Ringer.
    Wer weiß wie weit Kototenzan es noch gebracht hätte, denn alle seiner insgesamt 24 Kämpfe konnte er gewinnen. In den untersten Divisionen dominierte Tenta das Geschehen nach Belieben, aber ob er es bis in die erste Division Makuuchi gegen die damaligen Leute wie Chiyonofuji, einer Legende dieser Sportart, zum Yokozuna geschafft hätte ist eher unwahrscheinlich. John Tenta in einem Interview dazu: "Ich wollte ein ganz normales Leben führen, eines, wo ich frei sein kann. Ich liebe das Land Japan, aber nicht Sumo."

    Wrestling-Debüt an der Seite von Giant Baba bei All Japan Pro Wrestling
    Die errungene Aufmerksamkeit in Japan, schließlich war nie zuvor ein Ausländer im Sumo-Geschäft so erfolgreich, nutzte John Tenta, um seine Fühler in Richtung der hiesigen Wrestling-Promotions auszustrecken. Er wurde von All Japan und New Japan heiß umworben und entschied sich letztendlich für AJPW von Shohei "Giant" Baba. Der Gründungsvater Baba nahm den jungen Tenta, der einen lukrativen Vertrag bekam, unter seine Fittiche und trainierte ihn im Dojo der AJPW. Hier erlernte er auch von Größen wie Jumbo Tsuruta, Great Kabuki, Terry Gordy, Dory Funk Jr. oder den Road Warriors das japanische Wrestling, kurz Puroresu. Einige harte Monate später debütierte der 23-jährige John am 1. Mai 1987 an der Seite seines Trainers Giant Baba in einem Tag Team Match.
    Er kämpfte nicht als böser Ausländer, sondern als Babyface für Japan, nannte sich "Big" John Tenta und trug einen blauen Ganzkörperanzug mit der kanadischen Flagge bestickt. Obwohl er noch Anfang 20 war sah er aufgrund seines Vollbartes und schon lichtem Haar älter aus als was er war. Hauptsächlich wurde Tenta zunächst in Tag Team Matches an der Seite des Great Kabuki eingesetzt und mit ihm nahm er Ende des Jahres an der Real World Tag League 1987 teil. Als Achtungserfolg kann man den achten Platz bei diesem Turnier bezeichnen, an dem solch illustre Namen wie Terry Funk, Jimmy Snuka, Bruiser Brody und Stan Hansen teilnahmen. Im nächsten Jahr landete er mit Shunji Takano nur noch auf den neunten Platz. Neben seinen Auftritten in Japan tourte John Tenta hin und wieder durch seine Heimat Kanada und sammelte dort seine ersten Titel. Im September 1987 und Verlauf des Jahres 1988 konnte er sich zweimal die Vancouver Version der UWA Heavyweight Championship sichern. Zudem gewann er am 28. November 1987 den NWA Vancouver Canadian Heavyweight Championtitel. Bei den Puroresu-Awards Tokyo Sports Grand Prix wurde John Tena zum Rookie of the Year 1987 gewählt. Eine große Ehre für das junge Schwergewicht, der bei den japanischen Fans sehr populär war.
    War sein Gewicht für den Sumo-Sport hervorragend geeignet, drängte Giant Baba seinen Schützling dazu etliche Pfunde abzuspecken, um sich im Ring wendiger bewegen zu können. Dem kam Tenta nicht nach und verbaute sich damit eine Zukunft in den Main Events der Promotion. Im Gegenteil, er nahm sogar zu! Da Baba jedoch häufige Niederlagen dieses Kolosses für unglaubwürdig ansah, setzte er Tenta nicht einmal mehr dafür ein, gegen Neulinge und aufstrebende Stars zu verlieren. Bis der Vertrag mit AJPW im Spätsommer 1989 auslief wurde "Big" John Tenta meist nur noch in belanglosen Tag Team Matches eingesetzt.

    TV-Debüt bei der World Wrestling Federation als "Fan"
    Anstatt Trübsal zu blasen und warten bis sein Vertrag abläuft kümmerte sich John Tenta nebenbei um seine Zukunft im Pro-Wrestling. Er heuerte bei der World Wrestling Federation an und bestritt im März 1989 unter seinem bürgerlichen Namen zwei Dark Matches. Die WWF war begeistert und im September verpflichteten sie ihn. Nach der Unterzeichnung des Vertrages bestritt er zunächst am 21. September vor einer Ausgabe der Superstars ein weiteres Dark Match. Hier konnte er als Earthquake Evans mit Manager Slick an seiner Seite einen unbekannten Jobber bezwingen. Für sein TV-Debüt hatte man eine für damalige Verhältnisse innovative Idee.
    Der selbsternannte "World’s Strongest Man" Dino Bravo aus Montreal, Kanada betrat am 11. November 1989 mit Manager Jimmy Hart bei den Superstars den Ring des Civic Centers von Wheeling, West Virginia. Wieso "Stärkster Mann der Welt"? Antwort: Beim Royal Rumble 1988 brach er den damaligen Weltrekord und stemmte angeblich 715 amerikanische Pfund (etwa 325 kg) in die Luft (Natürlich waren die Gewichte präpariert). Nun wollte Bravo erneut seine Kraft beweisen und forderte den Ultimate Warrior zu einem Kraftwettbewerb heraus. Hierfür brauchte er einen Fan aus dem Publikum, den sein Manager Hart für ihn aussuchen durfte. Nach kurzer Zeit erblickte er in den hinteren Zuschauerreihen einen sehr schweren Mann, der sich daraufhin auf den Weg zum Ring machte. Der schüchternd wirkende Fan gab sich als John aus, bestätigte aus West Virginia zu kommen und gab außerdem bekannt 460 Pfund (ca. 210 kg) zu wiegen. Daraufhin zeigte Bravo Liegestütze und dabei saß John zur Erschwerung auf dem Rücken des Franko-Kanadiers. Anschließend erschien der Warrior und bekam die selbe Aufgabe gestellt. Aber als er seine Liegestütze ausführen wollte, wurde der Krieger überraschend vom schwergewichtigen Fan attackiert. John Tenta machte mit seiner Masse den Ultimate Warrior förmlich dem Erdboden gleich. Ein gelungenes Debüt, das es damals so noch nie gegeben hat. Heute würde man damit in Zeiten des Internets nur noch wenige Fans schocken.

    Ein kanadisches Erdbeben schickt Wrestler ins Krankenhaus
    Dino Bravo, Jimmy Hart und der angebliche Fan – Alles ein abgekartetes Spiel. Von nun an wurde Bravo von John Tenta, der als Earthquake – anfangs noch bekannt als Canadian Earthquake – präsentiert wurde, begleitet. Nachdem der "World’s Strongest Man" in seinen Matches die Siege davontrug, wurden die armen Gegner anschließend vom Erdbeben mit dessen Earthquake Splash, einem Running Sit-Down Splash, zerquetscht. Hier pflanzte er mit Schwung seinen Hinterteil auf dem Brustkorb seiner Opfer. Auf großer PPV-Bühne feierte er im November 1989 sein aktives Debüt vor den TV-Kameras. Bei der Survivore Series ersetzte er Barry Windham in Randy Savage’s Team "King’s Court" (noch mit Dino Bravo und Greg Valentine) und hinterließ gegen Jim Duggan’s "4x4s" (mit Bret Hart, Ronnie Garvin und Hercules) einen bleibenden Eindruck. Earthquake konnte mit seinem Splash Hercules als erstes eliminieren und blieb mit Savage und Bravo für sein Team übrig.
    Ab Januar 1990 stieg das kanadische Erdbeben immer mehr in den Ring und wurde zum schier unbesiegbaren Monsterheel aufgebaut, der zahlreiche Jobber mit mehreren Earthquake Splashes ins Krankenhaus schickte. Bevor er seinen Finishing Move zeigte simulierte Tenta ein Erdbeben indem er um seinen am Boden liegenden Gegner sprang und so die Ringmatte zum beben brachte. Außerdem konnte er auf dem Pfad der Zerstörung Ronnie Garvin und Jim Duggan, Erzrivalen von Bravo, bezwingen. Beim Royal Rumble Match dagegen hatte er jedoch nur ein kurzes Gastspiel von unter drei Minuten. Er konnte zwar Dusty Rhodes und Demolition Ax schnell eliminieren, wurde jedoch kurz darauf von mehreren Superstars über das Seil gewuchtet. Earthquake trug wie bereits in Japan einen blauen Ganzkörperanzug und als Entrance Theme hatte er passend zu seinem Namen Erdbebengeräusche.
    Alles was ihm zum Fraß vorgeworfen wurde konnte er ohne Probleme verputzen. Seine bisher größte Mahlzeit bekam Earthquake bei seiner WrestleMania-Premiere aufgetischt, als er in seiner Heimat Kanada auf den muskulösen Hercules Hernandez traf. Aber bei der sechsten Ausgabe der größten Show des Jahres im Skydome zu Toronto war auch der griechische Sagenheld nicht mehr als eine Vorspeise. Es war langsam Zeit für den Hauptgang...

    Earthquake erschüttert Hulkamania
    ...aber ein Hulk Hogan sollte ihm schwerer im Magen liegen. Noch vor WrestleMania VI geriet Earthquake erstmals an WWF Champion Hogan, der in einem seiner seltenen Auftritte bei der TV-Show Superstars Dino Bravo nach wenigen Minuten klar mit dem Legdrop besiegen konnte. Anschließend jedoch attackierte ihn Earthquake und verpasste ihm zwei Elbow Drops und den Earthquake Splash, ehe der Ultimate Warrior seinem Mania-Kontrahenten zur Hilfe eilte. Was sich vor der Großveranstaltung schon angedeutet hatte, wurde nach WrestleMania Realität. Der Hulkster, der gerade seinen WWF-Titel an den Warrior verloren hatte, war im Mai 1990 Gast in der Brother Love Show und dort wurde er von Earthquake hinterrücks attackiert. Der Koloss verpasste Hogan darauf gleich mehrere Earthquake Splashes und "brach" ihn damit die Rippen, dass Hogan eine mehrmonatige Zwangspause einlegen musste. In Wahrheit nutzte Hogan die mehrmonatige Auszeit um den Film "Der Ritter aus dem All" zu drehen. Es wurde sogar verlautbart, dass Hogan’s Karriere in Gefahr war. In der damaligen internetlosen Zeit konnte man solche Ereignisse noch als echte Verletzung verkaufen.
    Der Matrose Tugboat, Hulk Hogan’s Kumpel, bat den Fans vom Hulkster ihm Genesungskarten ins Krankenhaus zu schicken – was seine Wirkung nicht verfehlte. Hogan kündigte an, dass seine Karriere weitergehen würde und nannte den SummerSlam als Comeback-Zeitpunkt um sich dort an Earthquake zu rächen. Während das Erdbeben wie immer Manager Jimmy Hart und Dino Bravo an seiner Seite hatte, stellte Hogan Tugboat als seine Begleitung vor - von dessen Einsatz er tief bewegt war. Aber der Matrose wurde Mitte August von Earthquake und Bravo außer Gefecht gesetzt, indem er zwei Earthquake Splashes einstecken musste. Ein zu Hilfe eilender Big Bossman konnte noch Schlimmeres verhindern und empfahl sich mit dieser Rettungsaktion als Ersatzmann für Tugboat in der Ecke des Hulkster. Bei der Countdown-Show SummerSlam Fever bereitete sich Earthquake mit einem Match gegen Jim Duggan auf den Unsterblichen vor. Duggan war jemand, mit dem er und seine Gefährten auch ständig aneinander gerieten. Wie fast immer endete das Match mit einem Eingriff Bravos, aber unter dem Jubel der Fans stürmte Hogan zum Ring, um Duggan vor seinen Widersachern zu retten. Nun war alles für den großen Kampf angerichtet.

    Die Fehde seines Lebens geht verloren
    Am 27. August 1990 fand der SummerSlam in Philadelphia statt und alle warteten gespannt auf die Rückkehr des unsterblichen Hulk Hogan. Dieses Match widmete er seinem Freund Tugboat. Earthquake war selbstbewusst und brachte sogar eine Trage mit zum Ring, da er den Hulkster für immer aufs Krankenbett bringen wollte. Hogan siegte durch Auszählen, nachdem er Earthquake außerhalb des Ringes einen Bodyslam auf die Trage verpasste. Nach dem Match sorgte der Big Bossman noch für Ordnung als die Heels auf Hogan losgingen und befreite ihn mit harten Stuhlschlägen aus Quakes Klammergriff. Kein klares Finish, um auch mit weiteren Hauptkämpfen bei House Shows gutes Geld zu verdienen.
    Der nächste Höhepunkt der Rivalität wurde für die Survivor Series angekündigt. Hogan und Earthquake trafen als Team-Kapitäne in einem klassischen Ausscheidungsmatch aufeinander: Hogan’s "Hulkamaniacs" - mit dem Bossman, Tugboat und Duggan gegen Earthquake’s "Natural Disasters" (mit Dino Bravo, Haku & Barbarian). Das Match gewannen die Publikumslieblinge mit Hogan als einzigen Survivor. Die letzten vier waren beide Kapitäne sowie Tugboat und der Barbarian. Earthquake und Tugboat wurden ausgezählt und Hogan holte am Ende gegen den Barbarian den Sieg. Immerhin konnte das Erdbeben den Bossman eliminieren, den er auch bei der Countdown-Show besiegen konnte. Die Fehde setzte sich bis zum Royal Rumble fort und bei der 30-Mann Schlacht galten Hogan und Earthquake als die Topfavoriten auf den Sieg. Beide erschienen ziemlich am Ende des Kampfes und es kam, wie es kommen musste zum Traumfinale. Der Hulkster siegte als er das Schwergewicht mit einer Clothesline aus dem Ring wuchten konnte. Zuvor durfte das Erdbeben immerhin Animal, Tito Santana, Bushwhacker Luke und den British Bulldog aus dem Ring werfen. Bei The Main Event Anfang Februar 1991 kam es im TV zum Schlusspunkt dieser Fehde, als Hogan und Tugboat in einem Tag Team Match Earthquake und Bravo bezwingen konnten. Bei House Shows konnte der Hulkster zahlreiche Strecher Matches gewinnen.
    Die anerkannte Wrestling-Zeitschrift Pro Wrestling Illustrated wählte diese Rivalität im Jahre 1990 auf den 2. Platz des Feud of the Year-Awards und ihr Match beim SummerSlam auf den 3. Platz des Match of the Year-Awards. Auf eine Auszeichnung durfte sich Earthquake besonders freuen, denn er wurde zum Meistgehassten Wrestler des Jahres gewählt und konnte somit seine Qualitäten als Heel beweißen. Mit bereits 27 Jahren hatte John Tenta die Fehde seines Lebens gehabt. Er hatte immer mit großem Stolz auf sein Programm mit Hulk Hogan zurückgeblickt. Vor den Kameras Feinde, aber privat waren die beiden eng miteinander befreundet.

    Shoot zweier Ex-Sumo-Ringer und Hamburger aus Schlange
    Solch eine Main Event-Fehde wie John Tenta sie gegen Hulk Hogan hatte sollte er in der Zukunft nicht mehr bekommen. Immerhin bekam Earthquake zusammen mit Dino Bravo bei Prime Time Wrestling im März 1991 eine Titelchance gegen die Tag Team Champions Hart Foundation, die sie jedoch nicht nutzen konnten. Bei WrestleMania VII besiegte er Jimmy Hart’s ehemaligen Schützling Greg "The Hammer" Valentine. Zu dieser Zeit arbeitete die World Wrestling Federation eng mit der japanischen Promotion Super World Sports (SWS) zusammen und viele WWF Superstars nahmen an den Shows teil. Unter anderem konnte sich am 30. März Earthquake im Tokyo Dome gegen Koji Kitao durchsetzen. Das Erdbeben wurde als John Tenta angekündigt, denn in Japan hat man ihn nicht vergessen und obwohl er Heel war wurde er gefeiert. Ähnlich wie er war auch Kitao ein ehemaliger Sumo-Ringer mit dem Namen Futahaguro, der es sogar bis zum Yokozuna geschafft hatte. Am 1. April sollte es zu einem Rückkampf kommen und der Japaner sollte auch dieses Match verlieren. Damit war er nicht einverstanden, beide stoppten die Kooperation und es entstand ein kleiner Shoot mit echten Kicks. Es geschah weiter nichts Schlimmes und blieb erstaunlich gesittet. Kitao brach jedoch den Kampf ab, wurde disqualifiziert und anschließend gefeuert. Der Japaner war bekannt dafür ein sehr störrischer Mensch zu sein mit dem man kaum umgehen konnte. Später verkündete er das Wrestling ein großer Dreck sei.
    Seine letzte große Fehde im Einzelbereich vollführte Earthquake gegen Jake "The Snake" Roberts. Hier ging es um die Schlangenphobie des Riesen und für die Superstars-Ausgabe am 27. April 1991 wurde ein Match zwischen den beiden angesetzt, das mit einem großen Durcheinander endete. In einer denkwürdigen Szene "tötete" Earthquake mit seinem Splash Roberts’ Schlange Damien, während der an den Ringseilen gefesselte Besitzer sich dies hilflos mit anschauen musste. In dem Schlangensack befand sich in Wirklichkeit natürlich kein Reptil, was die WWF im Anschluss dem Tierschutzverband erklären musste. Kurz darauf präsentierte uns Earthquake bei Prime Time Wrestling mit Schürze und Kochmütze leckere Hamburger (Quakeburgers), die den Gastgebern Vince McMahon, Lord Alfred Hayes und besonders Bobby Heenan schmeckten. Als sich jedoch herausstellte das die Burger aus dem Kadaver der Schlange Damien bestand änderten zumindest McMahon und Hayes ihre Meinung. Wenig später stellte Roberts seine neue Schlange "Lucifer" vor, dem großen Bruder von "Lucifer" und dem Teufel persönlich. Diese ganze Fehde lief noch bis zum Sommer und Earthquake scheiterte an dem Versuch erneut die Schlange zu töten. Unter anderem fanden die Matches in London, England bei UK Rampage und im New Yorker Madison Square Garden statt. Für Jake Roberts leitete dies den Heelturn ein und für Earthquake hatten die Offiziellen indes eine neue Idee.

    Die Geburt der Natural Disasters
    Am 1. Juni 1991 wurde bei Superstars Legende André the Giant interviewt, der ein Angebot von Manager Jimmy Hart ablehnte. Daraufhin schlug Earthquake mit dem Megafon seines Managers auf André’s Knie ein und "verletzte" ihn mit dieser Aktion. Zwei Wochen später entflammte bei Superstars die alte Rivalität zwischen Earthquake und Tugboat wieder. In einem Six Man Tag Team Match setzten sich das Erdbeben und die Nasty Boys gegen den Matrosen und die Bushwhackers auf kurioserweise Weise durch. Überraschend wechselte Tugboat die Front und schloss sich mit seinem alten Erzrivalen und dessen Manager Hart zusammen. Vor einem Jahr schickte Earthquake den Matrosen noch ins Krankenhaus und jetzt bildeten sie ein gewaltiges Tag Team: THE NATURAL DISASTERS. Passend zum Namen Naturkatastrophen wurde Tugboat in Typhoon (= Taifun) umgetauft und auch die Kleidung beider änderte sich. Earthquake trug anstatt einen blauen nun einen schwarz-weiß-roten Anzug mit Linien einer Richterskala. Sie waren das schwerste Tag Team in der Geschichte der WWF, denn Typhoon stand seinem Partner körperlich in nichts nach.
    Im Juni feierten die Naturkatastrophen im Ring ihr gemeinsames Debüt gegen zwei Jobber und solche zerstörten sie in den kommenden Wochen haufenweise. Für den SummerSlam 1991 wurde ein Tag Team Match gegen die Bushwhackers angesetzt und diese brachten als Unterstützung André the Giant mit, der Anfang Juni von Earthquake "verletzt" wurde und deshalb mit Krücken zum Ring kam. Er konnte jedoch nicht die Niederlage der Neuseeländer verhindern und musste sich nach dem Kampf um seine Haut Sorgen machen. Aber die Legion of Doom kamen dem französischen Riesen zur Hilfe und vertrieben die Natural Disasters. Später am Abend konnten Animal und Hawk die Nasty Boys besiegen, wurden neue Tag Team Champions und die Titel-Fehde mit Earthquake und Typhoon stand. Somit fehdete das Erdbeben mit den ehemaligen Road Warriors, die ihn damals im AJPW Dojo mittrainierten. In den nächsten Monaten trafen die beiden Teams in etlichen Match bei House Show aufeinander, die meistens mit einer DQ-Niederlage der Herausforderer endeten. Immerhin schaffte es ein Kampf ins Fernsehen und dieser fand bei WWF on MSG Network statt. Neben dieser Fehde plätteten sie in TV-Shows weiterhin zahlreiche Jobber und bei einer Ausgabe von Wrestling Challenge die Rockers. Erstes Match auf PPV Bühne fand bei der Survivor Series 1991 statt, als die Disasters mit Irwin R. Schyster in einem Ausscheidungskampf auf die LoD mit dem Big Bossman trafen. In diesem Fight, der sogar zum Main Event gemacht wurde, blieben die Champions für ihr Team übrig. Mitte Dezember kam es in Japan bei der SWS zu einem Titelkampf und wieder wurde der ehemalige Sumotori John Tenta von den japanischen Fans positiv aufgenommen. Jedoch im Gegensatz zur LoD harmlos, denn als ehemalige Japan-Veteranen wurden Animal und Hawk, auch besser bekannt als die Road Warriors, im Land der aufgehenden Sonne frenetisch gefeiert. Das Match konnten sie clean gewinnen und verteidigten souverän ihre Titel. In den USA wurde nun ein großes Titelmatch für den Royal Rumble 1992 angesetzt.

    Erst nach der Trennung von Jimmy Hart zum Tag Team Gold
    Beim Royal Rumble 1992 konnten sich die Natural Disasters tatsächlich durchsetzen, aber nicht den Titel da der Sieg nur durch Auszählen geschah. Stinksauer schworen Earthquake, Typhoon und Manager Jimmy Hart der Legion of Doom Rache, aber statt den Naturkatastrophen ein Rückmatch zu ermöglichen, nahm ihr Manager Ted DiBiase & Irwin R. Schyster kurzfristig unter Vertrag und gab ihnen die Chance. Am 7. Februar 1992 gelang es den beiden Einzelwrestler LoD bei einer House Show in Denver, Colorado zu besiegen um neue Tag Team Champions zu werden. Natürlich missfiel dies den Schwergewichten und sie trennten sich sofort von Jimmy Hart. Dies gefiel den Fans und schlossen Earthquake und Typhoon in ihre Herzen. Bei WrestleMania VIII standen sie kurz vor dem Titelgewinn, aber Hart zog I.R.S. aus einer brenzligen Situation aus dem Ring und Money Inc., so ihr Teamname, ließ sich auszählen um so die Gürtel zu behalten. Das Spielchen wiederholte sich so oder ähnlich bei allen House Shows, auf denen die Disasters auf Money Inc. trafen. Immerhin konnten sie am 17. April in Japan die SWS Tag Team Championship erringen, die sie jedoch einen Tag später wieder abgeben mussten.
    Bei einem Superstars-Taping im Juli konnten sich Hart’s Schützlinge nicht mehr aus der Affäre ziehen. Nachdem I.R.S. seinen Partner DiBiase versehentlich mit seiner metallenen Aktentasche niederschlug, konnte Earthquake DiBiase pinnen und damit den Titelwechsel perfekt machen. Ein glücklicher Gewinn für die Naturkatastrophen, denn eigentlich waren die Legion of Doom als neue Champions vorgesehen. Jedoch wurde bekannt das sie die WWF verlassen werden und deshalb gab man den Natural Disasters diesen Part. Riesenfreude bei Earthquake und Typhoon und bereits beim SummerSlam 1992 konnten sie ihre Titel gegen die Beverly Brothers verteidigen. Ted DiBiase und Irwin R. Schyster gaben sich noch nicht geschlagen und bekamen von Jimmy Hart Anfang November eine weitere Titelchance bei Challenge zugeschanzt. Das brachte Hart Ärger mit zwei anderen seiner Schützlinge, denn eigentlich waren die Nasty Boys vorher zu den Top-Contendern erklärt worden. Moneys Inc. versuchten ihre Kollegen mit Bestechungsgeld ruhig zu stellen, doch die gaben sich damit nicht zufrieden und wandten sich ebenfalls von Hart ab. Im Titelmatch mischten sich auch noch die Neulinge Headshrinkers ein und konnten allein mit ihrem Auftauchen die Champions vor ihrem sicher geglaubten Sieg ablenken. Später im Kampf wurde Earthquake in DiBiase’ Million Dollar Dream bewusstlos und Money Inc. holten sich somit fair ihre Gürtel zurück. Sofort kümmerte sich Typhoon um seinen Partner, der regungslos auf der Ringmatte lag. Solch eine klare Niederlage hatte das Erdbeben noch nie kassiert.

    Nach dem Split zurück in das Land der aufgehenden Sonne
    Bei der Survivor Series 1992 taten sich die Natural Disasters mit den Nasty Boys zusammen, um Money Inc. und den Beverly Brothers in einem Elimination-Match auszuschalten. Die Beverlys flogen als erstes raus, ehe I.R.S. dann die Disasters mit einem Rollup an Typhoon eliminieren konnte. Schyster wurde dann wiederum von Jerry Sags eingerollt. Mit diesem Match klang die Fehde der Disasters und Money Inc. aus und stattdessen kamen die Nasty Boys ganz oben auf die Agenda der Champions. Die Naturkatastrophen fehdeten daraufhin bei House Shows mit den Headshrinkers. Die meisten dieser Kämpfe konnten die Neulinge aus Samoa für sich entscheiden. Beim Royal Rumble Match 1993 eliminierte Earthquake neben Irwin R. Schyster überraschend auch seinen Tag Team Partner Typhoon, was gleichzeitig die Trennung der Natural Disasters bedeutete. Dieses schwergewichtige Gespann wurde von Pro Wrestling Illustrated für das Jahr 1992 auf Platz 2 des Tag Team of the Year-Awards gewählt. Zu einer Fehde zwischen dem Erdbeben und Taifun kam es nicht, denn nach einer Count Out-Niederlage gegen Bam Bam Bigelow bei Superstars einen Tag nach dem PPV (ausgestrahlt Mitte Februar) verließ John Tenta die World Wrestling Federation. Beim Rumble wurde er im Übrigen von Yokozuna mit einem Belly to Belly Suplex über das oberste Seil gewuchtet.
    Tenta war über drei Jahre in der WWF und nun wollte er unbedingt wieder für Japan arbeiten, in dem Land wo alles anfing. Natürlich hatte er während dieser Zeit einige Auftritte gehabt, aber dies nur für die kleinere Promotion Super World Sports (SWS), die sehr eng mit der WWF zusammenarbeitete. Immer noch unvergessen kämpfte er unter seinem bürgerlichen Namen diesmal für New Japan und nicht wie damals für All Japan. Hier kämpfte er meistens gegen oder auch mit King Haku und im Juni 1993 besiegten sie die Hell Raisers (Road Warrior Hawk & Kensuke Sasaki). NJPW arbeitete damals mit Wrestle Association-R (WAR) zusammen. Letztendlich hatte Tena hier mehr Auftritte als für New Japan und besiegte u.a. King Haku, Dick Slater, einige Japaner und zum Abschluss des Jahres am 15. Dezember The Warlord. John Tenta, der dort immer noch sehr beliebt war, wurde sehr stark dargestellt und konnte alle seine Singles-Matches gewinnen.

    WWF-Rückkehr: Erdbeben vs. Atombombe und Sumo mit Yokozuna
    Im Januar 1994 kehrte Earthquake nach einem Jahr wieder zur World Wrestling Federation zurück, als er nach einem Dark Match vor einem Monday Night RAW-Taping Bret Hart gegen Shawn Michaels und Diesel half. Später konnte er für die TV-Ausstrahlung Jobber Corey Student besiegen um bei der RAW-Ausgabe am 31. Januar offiziell sein Comeback zu feiern. Kurz darauf konnte er bei einer Episode von Wrestling Challenge den ebenfalls schwergewichtigen Bastion Booger bezwingen. Bei WrestleMania X machte Earthquake in 32 Sekunden mit Adam Bomb kurzen Prozess, nachdem zuvor dessen Manager Harvey Wippleman den Ringsprecher Howard Finkel zur Schnecke machte. Dieser konnte sich dies nicht anhören und schubste ihn zu Boden. Bomb wollte seinen Manager helfen, aber Quake sorgte am Ende für Ordnung. Das Match hätte ursprünglich länger gehen sollen und dies probten sie sogar bei House Shows im Vorfeld zum PPV. Jedoch kam es am Abend zu Zeitproblemen und da man mehr Zeit für den Leiterkampf zwischen Shawn Michaels und Razor Ramon brauchte wurde eben dieser Squash durchgeführt. Im Rückmatch einen Tag später bei RAW hielt Bomb immerhin fast 5 Minuten aus und Earthquake bewies damit das in der WWF ein Erdbeben gewaltiger ist als eine Atombombe.
    Bevor Earthquake am 2. April 1994 bei Superstars ein Match gegen einen Jobber bestreiten sollte kam es beim Einmarsch zu einer Konfrontation mit Bam Bam Bigelow, der zuvor ein Kampf bestritten hatte. Diese angedeutete Fehde wurde jedoch nur zum Promoten für Matches bei House Shows benutzt, die alle das Erdbeben gewinnen konnte. Vor den TV-Kameras startete man eine Fehde mit Yokozuna und hier ging es um John Tenta’s Sumo-Vergangenheit als Kototenzan. Trotz des Namen war Yokozuna früher nie als Sumo-Ringer aktiv, sondern spielte nur einen. Bei Monday Night RAW Mitte Mai fand im Ring ein Sumo-Kampf statt, acht Jahre nach dem Ende seiner Karriere als Sumotori. Natürlich war dies in der WWF nur eine Storyline, denn sonst hätte der Kampf bestimmt keine 6 Minuten gedauert. Die Ringseile wurden extra für dieses Ereignis entfernt und der ehemalige Kototenzan, der eine türkise Hose trug, konnte Yokozuna aus dem Ring werfen um so diesen Kampf zu gewinnen. Kurz darauf konnte sich der Verlierer rächen, indem er Earthquake bei einer House Show mit seinem Banzai Drop "verletzte" und von dieser Tat wurde Videomaterial gezeigt. Deshalb konnte das Erdbeben auch nicht am Qualifikationsmatch zum King of the Ring 1994 gegen Owen Hart teilnehmen und wurde durch den Clown Doink ersetzt. Daraufhin verließ John Tenta die World Wrestling Federation wieder.

    Lawinengefahr bei World Championship Wrestling
    Laut Gerüchten litt John Tenta privat unter finanziellen Schwierigkeiten und war mit seinem Verdienst in der WWF unzufrieden. Sein langjähriger Freund Hulk Hogan, der mittlerweile zur Konkurrenz World Championship Wrestling gewechselt war, überredete Tenta zur WCW zu kommen und da er dort mehr Geld verdienen sollte bat der ehemalige Earthquake Vince McMahon um die Auflösung seines Vertrages. Bevor Tenta jedoch sein WCW-Debüt feiern sollte kehrte er für zwei Touren nach Japan zurück. Im Juli 1994 tourte er mit Wrestle Association-R und im Oktober für UWF International. Hier bildete er mit Vader ein zwar kurzlebiges, aber dennoch gewaltiges Tag Team.
    Bei WCW Halloween Havoc 1994 turnte überraschend Brutus Beefcake’s gegen seinen langjährigen Freund und damals amtierender WCW World Heavyweight Champion Hulk Hogan und dessen Manager Jimmy Hart. Nur wenige Tage später änderte er seinen Namen in The Butcher (= Schlächter) um und schloss sich mit Kevin Sullivan zusammen. Kurz darauf holten sie sich die Hilfe eines alten Feindes Hogans: Earthquake, der in der WCW mit Avalanche (= Lawine/Erdrutsch) ein sehr ähnliches Gimmick erhalten sollte. Das Trio nannte sich Three Faces of Fear und wollten Hulkamania ein für allemal zerstören. Hogan und Hart konnten auf die Unterstützung von Sting, Randy Savage und Dave Sullivan, Bruder von Kevin, zählen und der Krieg konnte beginnen.
    Im Ring feierte Avalanche am 29. Oktober 1994 sein aktives Debüt, als er bei Saturday Night zwei Jobber mit einem Avalanche Splash in einem Handicap-Match besiegen konnte. Während The Butcher die World Heavyweight Championship von Hulk Hogan ins Visier nahm, sollte sich die Lawine hauptsächlich um Sting kümmern. Bei Clash of the Champions #29 verloren die Three Faces of Fear gegen den Hulkster, Sting und Dave Sullivan. Für Starrcade im Dezember wurden zwei Matches festgelegt: Sting musste sich mit Avalanche begnügen und der ehemalige Beefcake durfte seinen Ex-Kumpel Hogan um den Titel herausfordern. Die Lawine unterlag durch DQ und Butcher musste sich trotz der Eingriffe seiner beiden Kollegen geschlagen geben. Nachdem die Three Faces Of Fear also ständig gegen Hogan und seine Freunde den Kürzeren zogen, begannen aus dem Frust heraus Spannungen innerhalb der Gruppe, die schließlich in einem Zerwürfnis zwischen Sullivan und dem Butcher endeten. Anfang 1995 fehdete Avalanche trotzdem weiterhin mit Sting, der am 25. Januar einen Kampf bei Clash of the Champions #30 gewinnen konnte. Mit dieser Rivalität entwickelte sich auch eine Fehde zwischen der Lawine und Randy Savage, nachdem der Macho Man mit Sting sich gegen die Lawine und Big Bubba Rogers bei SuperBrawl V durchsetzen konnte. Im März konnte Savage zweimal gegen Avalanche gewinnen, einmal durch DQ bei Uncensored und einmal bei Saturday Night durch Pinfall. Kurz darauf wurde dieses Gimmick aufgrund rechtlicher Probleme mit der WWF fallen gelassen, da der Name sowie der Charakter Avalanche zu sehr an Earthquake erinnerte.

    SHARK ATTACK! – Das trashigste Gimmick seiner Karriere
    Als Avalanche konnte sich John Tenta noch über einen kleinen Push sowie ansehnliche PPV-Matches mit Sting und Randy Savage freuen. Im April 1995 wurde jedoch dieses Gimmick aus dem bereits erwähnten Grund aus den Shows geschrieben. Für den Sommer hatte man eine neue Idee Tenta wieder ins Geschehen zu bringen. Im Grunde genommen wurde wieder ein Stable rund um Kevin Sullivan gezaubert, der erneut versuchen sollte Hulkamania zu vernichten. Der berühmte Dungeon of Doom war geboren! The Wizard (dargestellt von King Curtis Iaukea), eine merkwürdige, zombiehafte Gestalt, die in einer Hölle auf einer Art Thron saß und mit Staub und Spinnenweben bedeckt war ernannte Sullivan zum Taskmaster und gab ihm die nötigen Tipps. Außerdem stellte er ihm furchtlose Krieger oder besser gesagt eine Sammlung von Freaks an die Seite. Unter anderem wurde aus dem Butcher "Zodiac", ein Geisteskranker im Zebra-Look und auch sonst begann der Taskmaster in den nächsten Monaten eine Reihe von finsteren Gestalten um sich zu scharen. Die Creme de la Creme des Wrestlecraps: Kamala, Meng, Barbarian, Hugh Morrus, The One Man Gang, Big Bubba Rogers, Loch Ness, Ze Gangsta (auch als Zeus bekannt) und nicht zu vergessen: THE YETI. Einziger positiver Aspekt dieser ganzen Geschichte war das Debüt vom Giant, der aktuell seit über 10 Jahren als Big Show bei der WWE unter Vertrag steht.
    Einen haben wir noch vergessen: Was wurde aus John Tenta gemacht? Antwort: Der ehemalige Earthquake wurde zu Shark. Präsentiert wurde dieses neue Gimmick in der Hölle des Wizards von ebendiesen und dem Taskmaster. Der Hai kam durch den Nebel mit der erhobenen Hand als Zeichen der Flosse – dann schrie er mehrmals "SHARK ATTACK!", sendete einige Worte an Hogan und drohte damit kleine Kinder im Publikum zu verspeisen. Sein Biss wirkte schon sehr bedrohlich, besonders durch die gemalten Haifischzähne im Gesicht und sein Outfit gestaltete sich nicht minder dämlich, hatte Shark doch einen lachenden Haifisch auf seinem Hemd und ein paar hübsche Flossen-Armpads, die eher wie Schwimmflügel aussahen. Außerdem hatte er den vielleicht besten Heimatort in der Geschichte des Wrestling: Tsunami. Interessanterweise glaubte Tenta, dass dies ein langfristiges Gimmick werden könnte und deshalb baute er voller Hoffnung seine eigenen Ideen mit in diese Rolle ein. Er veränderte sogar seine Tiger-Tätowierung aus seiner College-Zeit mit dem eines Hais, eine Prozedur die 24 Stunden lang dauerte. Gerüchte das Eric Bischoff ihn dazu zwang dies zu tun ist gelogen, denn in Wirklichkeit hatte John diese Idee gehabt. Trotz Eigeninitiative floppte dieses Gimmick.

    "I'm not a fish. I'm a man."
    Von Anfang an diente Shark nur als einer von vielen Handlangern von "Taskmaster" Kevin Sullivan’s Dungeon of Doom gegen Hulk Hogan. Kurz darauf auch noch um den Neuling The Giant zu unterstützen und ihn bis zum WCW World Heavyweight Championship zu pushen. Sein erstes Match als Hai konnte er im Juli 1995 zusammen mit Kamala gegen zwei Jobber gewinnen, nachdem er einen mit der Shark Bomb, sein altbekannter Finishing Move, erwischte. Den ersten PPV-Kampf bestritt er am 17. September bei Fall Brawl und das sogar im Main Event. Zusammen mit seinen Kollegen Kamala, Zodiac und Meng unterlag er in einem War Games Match den Hulkamaniacs, die aus Hogan, Randy Savage, Sting und Lex Luger bestanden. In den nächsten Monaten sollte er sich nicht mit Ruhm bekleckern und kassierte bei Monday Nitro klare Niederlagen gegen United States Champion Sting und Scott Norton. Bei World War III im November war er Teilnehmer an der 60-Man Battle Royal in drei Ringen und wurde ohne groß aufzufallen Mitten im Match eliminiert.
    Im neuen Jahr 1996 lief es nicht besser und Shark musste für Lex Luger und Randy Savage den Job machen. Bischoff gefiel dieses schreckliche Gimmick nicht mehr und man machte die einzig richtige Lösung diesen Charakter zu droppen. Unmittelbar vor dem PPV Slamboree im Mai unterlag er bei Main Event mit Maxx Muscle gegen die American Males. Nach dem Match kam es zu einem Streit zwischen dem Hai und Manager Jimmy Hart, der sich inzwischen von Hogan abwandte, und anschließend tauchte der WCW World Heavyweight Champion Giant auf um Shark einen Chokeslam zu verpassen. Kurz darauf gab der Geschlagene bekannt, dass er den Dungeon of Doom verlassen hat und forderte Champion Giant zu einem Titelmatch heraus. Bei Nitro am 27. Mai musste er sich geschlagen geben und wurde anschließend vom zum Ring kommenden Big Bubba Rogers gedemütigt. Der ehemalige Big Bossman rasierte Shark’s Haare bzw. eigentlich nur eine Haarhälfte. Eine Woche später äußerte er sich dazu und gab eine denkwürdige Promo ab: "I’m not the Shark. I’m not a fish. I’m not a Avalanche. I’m a man. JOHN TENTA!" Ach komm, mach Sachen. Das gibt's doch gar nicht. Somit bestritt Shark nur noch unter seinen bürgerlichen Namen Kämpfe und fehdete mit Big Bubba Rogers, der später sogar eine Barthälfte Tentas abrasierte. Im Ring jedoch dominierte der Kanadier und konnte ihn mehrmals bezwingen. Nachdem er beim Great American Bash und bei Monday Nitro gewinnen konnte fand bei Bash at the Beach 1996 das finale Match statt. In einem Carson City Silver Dollar on a Pole Match hing an einer Stange ein Beutel voller silberner Dollar, den Tenta abhängen konnte, Rogers damit schlug, ihn anschließend pinnte und so in dieser Fehde als Sieger hervorging. Diese Rivalität zwischen Tenta und Rogers wurde vom Wrestling Observer zur schlechtesten Fehde des Jahres gewählt.
    Nach diesem Erfolg kehrte John Tenta im Sommer 1996 kurz nach Japan zurück um dort wieder für Wrestle Association-R zu arbeiten. Außerdem musste er sich am 13. Dezember Koji Kitao geschlagen geben, der sich somit nach dem Shoot vor über fünf Jahre an ihn rächen konnte. Bei World Championship Wrestling hatte man keine Ideen mehr für ihn und so war er nur noch Stammgast bei den B-Shows Pro und Worldwide. Seinen letzten Auftritt für die WCW hatte er im Frühling 1997, als er mit zwei anderen von Roddy Piper zum "Familien"-Mitglied auserkoren wurde um es mit der nWo und WCW bei Uncensored aufzunehmen. Kurz darauf wurden die Four Horsemen zu Piper’s Partner und Tenta, der hier in schottischer Kleidung auftrat, verließ World Championship Wrestling samt Hai-Tattoo als Erinnerung für immer.

    Golga, ein Freak mit South Park-Tick als Mitglied bei den Oddities
    Es wurde ruhig um John Tenta und erst im Mai 1998 kehrte er in den Wrestling-Ring zurück. Er wurde von der World Wrestling Federation kontaktiert und erhoffte sich einen weiteren Run mit seinem erfolgreichsten Gimmick Earthquake. Jedoch hatte Tenta in den letzten Jahren einen enormen Gewichtsverlust von ca. 45 Kilogramm hinter sich, so dass die WWF ihn als Earthquake für unglaubwürdig hielten. Schließlich wog er zu seinen besten Zeiten über 200 kg, dass um einiges beeindruckender wirkt. Aus Tenta machte man Golga, den man unter eine braune Ledermaske steckte um seine Identität zu verbergen. Er war Mitglied der von Jackyl (ECW’s Cyrus) eingeführten Parade of Human Oddities, einem Stable das aus Freaks bestand. Neben Golga gehörten zu Beginn noch Kurrgan von der gefloppten Gruppierung Truth Commission und Giant Silva – ein wrestlerisch unbegabter 2,25 Meter Riese aus Brasilien. Dazu kamen noch Freaks wie Hank the Angry Drunken Dwarf und Crackhead Bob aus der "Howard Stern Show", einer populären Radio Show. Am 19. Mai 1998 wurde dieses Stable bei RAW is WAR präsentiert und Golga konnte hier Headbanger Thrasher besiegen. Durchaus ein beeindruckendes Debüt dieser eigenartigen Gruppierung.
    Die Freaks starteten als Heel, aber bereits nach nur einem Monat kam der Turn. Ein Fehler! Jackyl wurde durch die verrückte Luna Vachon ausgetauscht und die Oddities, was auf deutsch Skurrilitäten heißt, wurden nun als Faces eingesetzt. Die Monsterfreaks Silva und Kurrgan begannen auf einmal zu lachen, zu singen und bunte Klamotten zu tragen. Aus Golga wollte man das Aushängeschild von diesem Haufen Beknackter machen. Er wurde zu einem South Park-Fan, der immer eine Cartman Plüschfigur mit zum Ring schleppte. Um seine Rolle besser darzustellen fing er an sich die sehr erfolgreiche Zeichentrickserie anzuschauen und daraufhin wurde er auch privat zu einem South Park-Fan. Zu den Oddities stießen noch die Insane Clown Posse dazu und diese durften die Entance Theme "The Greatest Show" singen. Letzteres wohl das positivste an diesem Stable, denn die jungen Fans aus der Attitude Era feierten in den Hallen kräftig mit. Bestes Beispiel die unglaubliche Stimmung beim SummerSlam 1998 im New Yorker Madison Square Garden, während die ICP den Song live performten. Hier konnten die Oddities gegen die Japaner Kai En Tai gewinnen. Übrigens gehörte auch die damals sehr populäre Sable für eine kurze Zeit zum Stable, eine Idee von Vince McMahon höchstpersönlich!

    Fehde mit den Headbangers und das Ende der Oddities
    Von nun an mussten sich die Oddities mit den frisch zu Heels geturnten Headbangers herumschlagen. Während eines Matches im September 1998 zwischen Mosh und Thrasher auf der einen, und den Oddities auf der anderen Seite attackierten die Headbangers Luna und zerstörten Golga’s Cartman-Puppe. In der darauf folgenden Raw Ausgabe gelang den Oddities eine kleine Revanche, als sie die Headbangers in einem Tag Team Match nach zwei Minuten besiegten. Dies führte wiederum eine Woche später zu einer Herausforderung der Headbangers, die ein Match gegen die Insane Clown Posse einforderten. Violent J und Shaggy 2 Dope nahmen diese Herausforderung tatsächlich an und wurden von den Headbangers verprügelt, bis die Oddities ihren Kumpels zur Hilfe eilten.
    Der Zusammenhalt zwischen der ICP und den Oddities war jedoch in den folgenden Wochen nicht mehr in dieser Form erkennbar. Die Posse wurden unfair und sorgten für eine DQ-Niederlage gegen Kai En Tai, was eine verbale Auseinandersetzung zwischen den einzelnen Mitgliedern des Stables nach sich zog. Die Streitigkeiten verschärften sich weiter, als die ICP versehentlich für eine Niederlage der Oddities gegen die D-Generation X sorgte. Schon eine Woche später wurde der angedeutete Heelturn der Insane Clown Posse dann vollzogen und in diesem Zusammenhang wurde die Fehde zwischen den Oddities und den Headbangers wieder aufgegriffen. Während eines Matches zwischen den Headbangers und den Oddities griffen Violent J und Shaggy 2 Dope gegen ihre bisherigen Kumpels ein und sprühten ihnen Graffiti in die Augen. Fortan traten sie regelmäßig an der Seite von Mosh und Thrasher auf. Beim PPV Rock Bottom: In Your House endete die Fehde mit einer Niederlage von Golga & Kurrgan gegen die Headbangers. Anschließend verschwanden die Oddities immer tiefer im Sumpf der Bedeutungslosigkeit und die Insane Clown Posse zog beleidigt in die WCW, da sie in der WWF ihre CD nicht öffentlich bewerben durften. Das Jahr 1998 endete für die Oddities Dank dem Wrestling Observer mit dem Worst Gimmick-Award für die ganze Truppe und dem Worst Tag Team-Award für Golga & Kurrgan.
    Der Versuch, die Oddities durch einen Beitritt von George "The Animal" Steele noch einmal interessanter zu gestalten, scheiterte genauso wie der Versuch Kurrgans und Golgas, einen erfolgreichen Royal Rumble zu bestreiten. Golga wurde bereits nach wenigen Sekunden von Steve Austin eliminiert und Kurrgan musste sich Kane geschlagen geben. Zudem wurden die Oddities weiter geschwächt, als Luna das Stable verließ, um erneut Jagd auf den WWF Women's Title zu machen. Nachdem die Mitglieder der Oddities immer seltener eingesetzt wurden, und es den Bookern auch nicht zu gelingen schien, eine neue, interessante Storyline für die Gruppierung zu kreieren, wurden Silva, Golga und Kurrgan im Februar 1999 von der World Wrestling Federation entlassen. Nach ihrem durchaus gelungenen Debüt hatten sie durchaus Potential, denn für die Midcard wäre ein solches Freak-Stable in einer Heelrolle sicherlich geeignet gewesen. Außer das sie als Faces für gute Stimmung sorgten waren sie bedeutungslos.

    Jobsuche, Gimmick Battle Royal und letzte Auftritte in Japan
    John Tenta heiratete im Jahr 1989 seine Freundin Josephine und hat mit ihr drei Kinder. Die Familie, die in Sanford, Florida wohnte, sollte nun in finanziellen Problemen rutschen, denn John war arbeitslos. Die WWF feuerte ihn im Februar 1999 und nachdem er nicht weiter wusste versuchte er im Dezember sein Glück bei der WCW. Dort fragte er nach einem Job, jedoch meinten sie, dass es aktuell ein ungünstiger Zeitpunkt sei und er es doch nächstes Jahr versuchen sollte. Auch bei Extreme Championship Wrestling versuchte er es und es kam sogar zu einem Meeting mit Paul Heyman. Er machte ihm Hoffnung und wollte sich bei ihm melden, aber dieses Versprechen hielt er nicht ein. Schwere Zeiten für Tenta, denn schließlich hatte er eine Familie zu ernähren. Außer einiger Auftritte in Kanada und einer Tour durch Großbritannien blieben die Aufträge aus. Deshalb entschied Tenta sich in seinem Wohnort Sanford, Florida eine Wrestling Schule zu eröffnen und zudem fing er an Indy-Veranstaltungen zu promoten. Stolz ist John Tenta auf seine Diät, auch wenn diese die Zukunft des Gimmicks Earthquake schadete. "Mehr Bewegung und häufiger kleinere Mahlzeiten", so sein Erfolgsrezept. Er ging sehr oft ins Fitnessstudio und schaute genau was er aß.
    Trotz des Gewichtverlustes durfte Tenta dann doch noch einmal als Earthquake für die WWF in den Ring steigen. Bei WrestleMania X-7 (2001) nahm er an der legendären Gimmick Battle Royal und konnte schnell seinen ehemaligen Tag Team Partner Tugboat eliminieren. Fast zeitgleich wurde er jedoch von Kamala über das Seil geworfen. Obwohl er nur einen Kurzauftritt hatte merkte man ihm die Freude an. Im Dezember des selben Jahres bestritt er unmittelbar vor einer SmackDown!-Ausgabe ein Tryout Dark Match gegen einen Jobber, aber zu einer weiteren Verpflichtung kam es nicht mehr.
    Fast ein Jahr später kehrte Tenta zu All Japan Pro Wrestling zurück und nahm mit Genichiro Tenryu an der Real World Tag League 2002 teil. Nach einer beachtlichen Leistung belegten sie am Ende den zweiten Platz und hier merkte man seine immer noch große Popularität im Land der aufgehenden Sonne. Im Jahr 2003 bestritt er noch drei weitere längere Tourneen durch Japan. Zu diesem Zeitpunkt ging es ihm gesundheitlich und auch wieder finanziell sehr gut, aber dies sollte sich schlagartig ändern

    Der chancenlose Kampf gegen den Krebs
    Anfang des Jahres 2004 wurde der überaus sympathische John Tenta mit der harten Diagnose des Blasenkrebs konfrontiert und beendete im Alter von 40 Jahren sofort seine Karriere. Diese schockierende Nachricht teilte er den Fans im Mai im Forum der Internetseite WrestleCrap mit, die das Wrestling satirisch auf den Korn nimmt. Mit dem Betreiber dieser Seite RD Reynolds war Tenta schon Jahre lang befreundet. Unter anderem schrieb er das Vorwort zum gleichnamigen Buch (2003) und hier merkte man, dass er eine gesunde Portion Selbstironie besaß um vorallem sein Trash-Gimmick Shark aufs Korn zu nehmen. Obwohl ihm gesagt wurde, dass er nur noch circa zwei Jahre zu leben hat, hielt er seine Fans über WrestleCrap auf dem Laufenden und zeigte sich kampfbereit und auch voller Hoffnung, dieser tückischen Krankheit entgehen zu können. Rückschläge erschwerten den Kampf: Im August 2004 wurde ein Tumor in seiner Lunge gefunden. Er kämpfte weiter!
    Positive Nachrichten konnte John Tenta im Dezember 2004 seinen Fans verkünden: "Erst einmal danke alle User für die lange, ununterbrochene Unterstützung und die Gebete die ihr mir gegeben habt. Dann möchte ich allen Frohe Weihnachten und alles Gute im neuen Jahr wünschen. Jetzt das beste, ich habe letzten Montag SEHR ermunternde Dinge erfahren. Mein Tumor SCHRUMPFT WIEDER! Meine Ärztin sagte, sie musste sehr genau und deutlich hinschauen um dem Tumor auf dem Ultraschallbild überhaupt wiederzufinden, sie hätte ihn fast übersehen. Er ist jetzt nur noch ein kleiner Punkt in meiner Lunge. Wir versuchen jetzt, ihn ganz wegzukriegen. Letzten Montag war wieder eine Runde Chemotherapie angesagt und nächsten Montag folgt eine weitere. Es sind 2 weitere Termine geplant und dann müsste der Tumor hoffentlich verschwunden sein und wir können über eine präventive, gesundheitserhaltende Chemotherapie sprechen. Leute, ich war echt soooo erleichtert. Vor der Bluttransfusion kamen mir schon wieder negative Gedanken in den Sinn, aber jetzt fühle ich mich endlich wieder gut und bin zuversichtlich, eine zweite Chance im Leben zu bekommen. Ich bin noch nicht soweit Ski fahren zu gehen, wie Dr.Death Steve Williams (Was großartig für ihn ist! Hau rein Steve!), aber ich fühle mich gut. Ich bin noch nicht ganz raus aus dem ganzen Dilemma, aber sowie ich meinem Sohn seit er ein Baby war, sage: "Ich bin der größte, schlimmste Gorilla im Dschungel" und ich werde meinen Weg aus dem Dilemma bald gefunden haben. Gott segne euch alle und noch einmal vielen Dank für alles. Frohe Weihnachten!"
    Ein Jahr lang kämpfte John Tenta tapfer gegen den Krebs und hatte die Hoffnung, dass er bald völlig genesen sein könnte, aber im November 2005 musste er eine weitere Hiobsbotschaft hinnehmen. Bei ihm wurde ein weiterer Tumor in seiner Hüfte entdeckt, welcher nicht auf die Chemotherapie reagierte. Trotzdem, er kämpfte weiter! Am 5. Januar 2006 schrieb er, dass sich der Krebs trotz der anhalten Chemotherapie in seiner Hüfte und seiner Lunge immer weiter ausbreite und er eine neue Art der Chemotherapie ausprobieren werde. Außerdem erklärte er gleich, dass er, sollte die Therapie nicht anschlagen, eine andere Therapie mit experimentellen Drogen ausprobieren werde. Die Chance, dass eine der beiden Therapien wirklich Wirkung zeige, liege allerdings bei gerade mal 10%. Wenn die Therapie wirklich ohne Folgen bleibt, dann wird John Tenta wahrscheinlich noch in diesem Jahr versterben. Seine Lebenserwartung liegt dann nämlich nur zwischen sechs und zwölf Monaten. Um die Chemotherapie auszuhalten steht John Tenta auf einer hohen Dosis Morphium, aber laut eigenen Aussagen hilft auch das nicht mehr und er fühle sich so schlecht wie noch nie.
    Man merkte richtig, wie er über zwei Jahre kämpfte, aber nach einem langen Kampf gegen den Blasen-, Lungen- und Hüftkrebs verstarb John Tenta. Seine letzte Station war ein auf Krebsleiden spezialisiertes Krankenhaus im texanischen Houston, in dem er am 7. Juni 2006 in den Morgenstunden für immer einschlief. Er wurde nur 42 Jahre alt und hinterließ seine Frau Josephine sowie seine drei Kinder.
    Als er im Himmel angekommen ist, gab es ein Erdbeben und viele Engel sind von den Wolken gefallen.
    Rest in Peace - John Anthony Tenta!!!

    hattrick83



    Über Feedback würde ich mich freuen. Auch gerne über kultgimmicks@moonsault.de
    Sollte ich mich mal vertan haben, ihr Rechtschreibfehler findet oder ihr sogar weitere Informationen zum Gimmick dieses Threads kennt lasst es mich bitte wissen. Außerdem kann man natürlich über diesen Wrestler hier diskutieren.

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  • A N Z E I G E
  • Lawinengefahr bei World Championship Wrestling
    Laut Gerüchten litt John Tenta privat unter finanziellen Schwierigkeiten und war mit seinem Verdienst in der WWF unzufrieden. Sein langjähriger Freund Hulk Hogan, der mittlerweile zur Konkurrenz World Championship Wrestling gewechselt war, überredete Tenta zur WCW zu kommen und da er dort mehr Geld verdienen sollte bat der ehemalige Earthquake Vince McMahon um die Auflösung seines Vertrages. Bevor Tenta jedoch sein WCW-Debüt feiern sollte kehrte er für zwei Touren nach Japan zurück. Im Juli 1994 tourte er mit Wrestle Association-R und im Oktober für UWF International. Hier bildete er mit Vader ein zwar kurzlebiges, aber dennoch gewaltiges Tag Team.
    Bei WCW Halloween Havoc 1994 turnte überraschend Brutus Beefcake’s gegen seinen langjährigen Freund und damals amtierender WCW World Heavyweight Champion Hulk Hogan und dessen Manager Jimmy Hart. Nur wenige Tage später änderte er seinen Namen in The Butcher (= Schlächter) um und schloss sich mit Kevin Sullivan zusammen. Kurz darauf holten sie sich die Hilfe eines alten Feindes Hogans: Earthquake, der in der WCW mit Avalanche (= Lawine/Erdrutsch) ein sehr ähnliches Gimmick erhalten sollte. Das Trio nannte sich Three Faces of Fear und wollten Hulkamania ein für allemal zerstören. Hogan und Hart konnten auf die Unterstützung von Sting, Randy Savage und Dave Sullivan, Bruder von Kevin, zählen und der Krieg konnte beginnen.
    Im Ring feierte Avalanche am 29. Oktober 1994 sein aktives Debüt, als er bei Saturday Night zwei Jobber mit einem Avalanche Splash in einem Handicap-Match besiegen konnte. Während The Butcher die World Heavyweight Championship von Hulk Hogan ins Visier nahm, sollte sich die Lawine hauptsächlich um Sting kümmern. Bei Clash of the Champions #29 verloren die Three Faces of Fear gegen den Hulkster, Sting und Dave Sullivan. Für Starrcade im Dezember wurden zwei Matches festgelegt: Sting musste sich mit Avalanche begnügen und der ehemalige Beefcake durfte seinen Ex-Kumpel Hogan um den Titel herausfordern. Die Lawine unterlag durch DQ und Butcher musste sich trotz der Eingriffe seiner beiden Kollegen geschlagen geben. Nachdem die Three Faces Of Fear also ständig gegen Hogan und seine Freunde den Kürzeren zogen, begannen aus dem Frust heraus Spannungen innerhalb der Gruppe, die schließlich in einem Zerwürfnis zwischen Sullivan und dem Butcher endeten. Anfang 1995 fehdete Avalanche trotzdem weiterhin mit Sting, der am 25. Januar einen Kampf bei Clash of the Champions #30 gewinnen konnte. Mit dieser Rivalität entwickelte sich auch eine Fehde zwischen der Lawine und Randy Savage, nachdem der Macho Man mit Sting sich gegen die Lawine und Big Bubba Rogers bei SuperBrawl V durchsetzen konnte. Im März konnte Savage zweimal gegen Avalanche gewinnen, einmal durch DQ bei Uncensored und einmal bei Saturday Night durch Pinfall. Kurz darauf wurde dieses Gimmick aufgrund rechtlicher Probleme mit der WWF fallen gelassen, da der Name sowie der Charakter Avalanche zu sehr an Earthquake erinnerte.


    SHARK ATTACK! – Das trashigste Gimmick seiner Karriere
    Als Avalanche konnte sich John Tenta noch über einen kleinen Push sowie ansehnliche PPV-Matches mit Sting und Randy Savage freuen. Im April 1995 wurde jedoch dieses Gimmick aus dem bereits erwähnten Grund aus den Shows geschrieben. Für den Sommer hatte man eine neue Idee Tenta wieder ins Geschehen zu bringen. Im Grunde genommen wurde wieder ein Stable rund um Kevin Sullivan gezaubert, der erneut versuchen sollte Hulkamania zu vernichten. Der berühmte Dungeon of Doom war geboren! The Wizard (dargestellt von King Curtis Iaukea), eine merkwürdige, zombiehafte Gestalt, die in einer Hölle auf einer Art Thron saß und mit Staub und Spinnenweben bedeckt war ernannte Sullivan zum Taskmaster und gab ihm die nötigen Tipps. Außerdem stellte er ihm furchtlose Krieger oder besser gesagt eine Sammlung von Freaks an die Seite. Unter anderem wurde aus dem Butcher "Zodiac", ein Geisteskranker im Zebra-Look und auch sonst begann der Taskmaster in den nächsten Monaten eine Reihe von finsteren Gestalten um sich zu scharen. Die Creme de la Creme des Wrestlecraps: Kamala, Meng, Barbarian, Hugh Morrus, The One Man Gang, Big Bubba Rogers, Loch Ness, Ze Gangsta (auch als Zeus bekannt) und nicht zu vergessen: THE YETI. Einziger positiver Aspekt dieser ganzen Geschichte war das Debüt vom Giant, der aktuell seit über 10 Jahren als Big Show bei der WWE unter Vertrag steht.
    Einen haben wir noch vergessen: Was wurde aus John Tenta gemacht? Antwort: Der ehemalige Earthquake wurde zu Shark. Präsentiert wurde dieses neue Gimmick in der Hölle des Wizards von ebendiesen und dem Taskmaster. Der Hai kam durch den Nebel mit der erhobenen Hand als Zeichen der Flosse – dann schrie er mehrmals "SHARK ATTACK!", sendete einige Worte an Hogan und drohte damit kleine Kinder im Publikum zu verspeisen. Sein Biss wirkte schon sehr bedrohlich, besonders durch die gemalten Haifischzähne im Gesicht und sein Outfit gestaltete sich nicht minder dämlich, hatte Shark doch einen lachenden Haifisch auf seinem Hemd und ein paar hübsche Flossen-Armpads, die eher wie Schwimmflügel aussahen. Außerdem hatte er den vielleicht besten Heimatort in der Geschichte des Wrestling: Tsunami. Interessanterweise glaubte Tenta, dass dies ein langfristiges Gimmick werden könnte und deshalb baute er voller Hoffnung seine eigenen Ideen mit in diese Rolle ein. Er veränderte sogar seine Tiger-Tätowierung aus seiner College-Zeit mit dem eines Hais, eine Prozedur die 24 Stunden lang dauerte. Gerüchte das Eric Bischoff ihn dazu zwang dies zu tun ist gelogen, denn in Wirklichkeit hatte John diese Idee gehabt. Trotz Eigeninitiative floppte dieses Gimmick.


    "I'm not a fish. I'm a man."
    Von Anfang an diente Shark nur als einer von vielen Handlangern von "Taskmaster" Kevin Sullivan’s Dungeon of Doom gegen Hulk Hogan. Kurz darauf auch noch um den Neuling The Giant zu unterstützen und ihn bis zum WCW World Heavyweight Championship zu pushen. Sein erstes Match als Hai konnte er im Juli 1995 zusammen mit Kamala gegen zwei Jobber gewinnen, nachdem er einen mit der Shark Bomb, sein altbekannter Finishing Move, erwischte. Den ersten PPV-Kampf bestritt er am 17. September bei Fall Brawl und das sogar im Main Event. Zusammen mit seinen Kollegen Kamala, Zodiac und Meng unterlag er in einem War Games Match den Hulkamaniacs, die aus Hogan, Randy Savage, Sting und Lex Luger bestanden. In den nächsten Monaten sollte er sich nicht mit Ruhm bekleckern und kassierte bei Monday Nitro klare Niederlagen gegen United States Champion Sting und Scott Norton. Bei World War III im November war er Teilnehmer an der 60-Man Battle Royal in drei Ringen und wurde ohne groß aufzufallen Mitten im Match eliminiert.
    Im neuen Jahr 1996 lief es nicht besser und Shark musste für Lex Luger und Randy Savage den Job machen. Bischoff gefiel dieses schreckliche Gimmick nicht mehr und man machte die einzig richtige Lösung diesen Charakter zu droppen. Unmittelbar vor dem PPV Slamboree im Mai unterlag er bei Main Event mit Maxx Muscle gegen die American Males. Nach dem Match kam es zu einem Streit zwischen dem Hai und Manager Jimmy Hart, der sich inzwischen von Hogan abwandte, und anschließend tauchte der WCW World Heavyweight Champion Giant auf um Shark einen Chokeslam zu verpassen. Kurz darauf gab der Geschlagene bekannt, dass er den Dungeon of Doom verlassen hat und forderte Champion Giant zu einem Titelmatch heraus. Bei Nitro am 27. Mai musste er sich geschlagen geben und wurde anschließend vom zum Ring kommenden Big Bubba Rogers gedemütigt. Der ehemalige Big Bossman rasierte Shark’s Haare bzw. eigentlich nur eine Haarhälfte. Eine Woche später äußerte er sich dazu und gab eine denkwürdige Promo ab: "I’m not the Shark. I’m not a fish. I’m not a Avalanche. I’m a man. JOHN TENTA!" Ach komm, mach Sachen. Das gibt's doch gar nicht. Somit bestritt Shark nur noch unter seinen bürgerlichen Namen Kämpfe und fehdete mit Big Bubba Rogers, der später sogar eine Barthälfte Tentas abrasierte. Im Ring jedoch dominierte der Kanadier und konnte ihn mehrmals bezwingen. Nachdem er beim Great American Bash und bei Monday Nitro gewinnen konnte fand bei Bash at the Beach 1996 das finale Match statt. In einem Carson City Silver Dollar on a Pole Match hing an einer Stange ein Beutel voller silberner Dollar, den Tenta abhängen konnte, Rogers damit schlug, ihn anschließend pinnte und so in dieser Fehde als Sieger hervorging. Diese Rivalität zwischen Tenta und Rogers wurde vom Wrestling Observer zur schlechtesten Fehde des Jahres gewählt.
    Nach diesem Erfolg kehrte John Tenta im Sommer 1996 kurz nach Japan zurück um dort wieder für Wrestle Association-R zu arbeiten. Außerdem musste er sich am 13. Dezember Koji Kitao geschlagen geben, der sich somit nach dem Shoot vor über fünf Jahre an ihn rächen konnte. Bei World Championship Wrestling hatte man keine Ideen mehr für ihn und so war er nur noch Stammgast bei den B-Shows Pro und Worldwide. Seinen letzten Auftritt für die WCW hatte er im Frühling 1997, als er mit zwei anderen von Roddy Piper zum "Familien"-Mitglied auserkoren wurde um es mit der nWo und WCW bei Uncensored aufzunehmen. Kurz darauf wurden die Four Horsemen zu Piper’s Partner und Tenta, der hier in schottischer Kleidung auftrat, verließ World Championship Wrestling samt Hai-Tattoo als Erinnerung für immer.


    Golga, ein Freak mit South Park-Tick als Mitglied bei den Oddities
    Es wurde ruhig um John Tenta und erst im Mai 1998 kehrte er in den Wrestling-Ring zurück. Er wurde von der World Wrestling Federation kontaktiert und erhoffte sich einen weiteren Run mit seinem erfolgreichsten Gimmick Earthquake. Jedoch hatte Tenta in den letzten Jahren einen enormen Gewichtsverlust von ca. 45 Kilogramm hinter sich, so dass die WWF ihn als Earthquake für unglaubwürdig hielten. Schließlich wog er zu seinen besten Zeiten über 200 kg, dass um einiges beeindruckender wirkt. Aus Tenta machte man Golga, den man unter eine braune Ledermaske steckte um seine Identität zu verbergen. Er war Mitglied der von Jackyl (ECW’s Cyrus) eingeführten Parade of Human Oddities, einem Stable das aus Freaks bestand. Neben Golga gehörten zu Beginn noch Kurrgan von der gefloppten Gruppierung Truth Commission und Giant Silva – ein wrestlerisch unbegabter 2,25 Meter Riese aus Brasilien. Dazu kamen noch Freaks wie Hank the Angry Drunken Dwarf und Crackhead Bob aus der "Howard Stern Show", einer populären Radio Show. Am 19. Mai 1998 wurde dieses Stable bei RAW is WAR präsentiert und Golga konnte hier Headbanger Thrasher besiegen. Durchaus ein beeindruckendes Debüt dieser eigenartigen Gruppierung.
    Die Freaks starteten als Heel, aber bereits nach nur einem Monat kam der Turn. Ein Fehler! Jackyl wurde durch die verrückte Luna Vachon ausgetauscht und die Oddities, was auf deutsch Skurrilitäten heißt, wurden nun als Faces eingesetzt. Die Monsterfreaks Silva und Kurrgan begannen auf einmal zu lachen, zu singen und bunte Klamotten zu tragen. Aus Golga wollte man das Aushängeschild von diesem Haufen Beknackter machen. Er wurde zu einem South Park-Fan, der immer eine Cartman Plüschfigur mit zum Ring schleppte. Um seine Rolle besser darzustellen fing er an sich die sehr erfolgreiche Zeichentrickserie anzuschauen und daraufhin wurde er auch privat zu einem South Park-Fan. Zu den Oddities stießen noch die Insane Clown Posse dazu und diese durften die Entance Theme "The Greatest Show" singen. Letzteres wohl das positivste an diesem Stable, denn die jungen Fans aus der Attitude Era feierten in den Hallen kräftig mit. Bestes Beispiel die unglaubliche Stimmung beim SummerSlam 1998 im New Yorker Madison Square Garden, während die ICP den Song live performten. Hier konnten die Oddities gegen die Japaner Kai En Tai gewinnen. Übrigens gehörte auch die damals sehr populäre Sable für eine kurze Zeit zum Stable, eine Idee von Vince McMahon höchstpersönlich!


    Fehde mit den Headbangers und das Ende der Oddities
    Von nun an mussten sich die Oddities mit den frisch zu Heels geturnten Headbangers herumschlagen. Während eines Matches im September 1998 zwischen Mosh und Thrasher auf der einen, und den Oddities auf der anderen Seite attackierten die Headbangers Luna und zerstörten Golga’s Cartman-Puppe. In der darauf folgenden Raw Ausgabe gelang den Oddities eine kleine Revanche, als sie die Headbangers in einem Tag Team Match nach zwei Minuten besiegten. Dies führte wiederum eine Woche später zu einer Herausforderung der Headbangers, die ein Match gegen die Insane Clown Posse einforderten. Violent J und Shaggy 2 Dope nahmen diese Herausforderung tatsächlich an und wurden von den Headbangers verprügelt, bis die Oddities ihren Kumpels zur Hilfe eilten.
    Der Zusammenhalt zwischen der ICP und den Oddities war jedoch in den folgenden Wochen nicht mehr in dieser Form erkennbar. Die Posse wurden unfair und sorgten für eine DQ-Niederlage gegen Kai En Tai, was eine verbale Auseinandersetzung zwischen den einzelnen Mitgliedern des Stables nach sich zog. Die Streitigkeiten verschärften sich weiter, als die ICP versehentlich für eine Niederlage der Oddities gegen die D-Generation X sorgte. Schon eine Woche später wurde der angedeutete Heelturn der Insane Clown Posse dann vollzogen und in diesem Zusammenhang wurde die Fehde zwischen den Oddities und den Headbangers wieder aufgegriffen. Während eines Matches zwischen den Headbangers und den Oddities griffen Violent J und Shaggy 2 Dope gegen ihre bisherigen Kumpels ein und sprühten ihnen Graffiti in die Augen. Fortan traten sie regelmäßig an der Seite von Mosh und Thrasher auf. Beim PPV Rock Bottom: In Your House endete die Fehde mit einer Niederlage von Golga & Kurrgan gegen die Headbangers. Anschließend verschwanden die Oddities immer tiefer im Sumpf der Bedeutungslosigkeit und die Insane Clown Posse zog beleidigt in die WCW, da sie in der WWF ihre CD nicht öffentlich bewerben durften. Das Jahr 1998 endete für die Oddities Dank dem Wrestling Observer mit dem Worst Gimmick-Award für die ganze Truppe und dem Worst Tag Team-Award für Golga & Kurrgan.
    Der Versuch, die Oddities durch einen Beitritt von George "The Animal" Steele noch einmal interessanter zu gestalten, scheiterte genauso wie der Versuch Kurrgans und Golgas, einen erfolgreichen Royal Rumble zu bestreiten. Golga wurde bereits nach wenigen Sekunden von Steve Austin eliminiert und Kurrgan musste sich Kane geschlagen geben. Zudem wurden die Oddities weiter geschwächt, als Luna das Stable verließ, um erneut Jagd auf den WWF Women's Title zu machen. Nachdem die Mitglieder der Oddities immer seltener eingesetzt wurden, und es den Bookern auch nicht zu gelingen schien, eine neue, interessante Storyline für die Gruppierung zu kreieren, wurden Silva, Golga und Kurrgan im Februar 1999 von der World Wrestling Federation entlassen. Nach ihrem durchaus gelungenen Debüt hatten sie durchaus Potential, denn für die Midcard wäre ein solches Freak-Stable in einer Heelrolle sicherlich geeignet gewesen. Außer das sie als Faces für gute Stimmung sorgten waren sie bedeutungslos.


    Jobsuche, Gimmick Battle Royal und letzte Auftritte in Japan
    John Tenta heiratete im Jahr 1989 seine Freundin Josephine und hat mit ihr drei Kinder. Die Familie, die in Sanford, Florida wohnte, sollte nun in finanziellen Problemen rutschen, denn John war arbeitslos. Die WWF feuerte ihn im Februar 1999 und nachdem er nicht weiter wusste versuchte er im Dezember sein Glück bei der WCW. Dort fragte er nach einem Job, jedoch meinten sie, dass es aktuell ein ungünstiger Zeitpunkt sei und er es doch nächstes Jahr versuchen sollte. Auch bei Extreme Championship Wrestling versuchte er es und es kam sogar zu einem Meeting mit Paul Heyman. Er machte ihm Hoffnung und wollte sich bei ihm melden, aber dieses Versprechen hielt er nicht ein. Schwere Zeiten für Tenta, denn schließlich hatte er eine Familie zu ernähren. Außer einiger Auftritte in Kanada und einer Tour durch Großbritannien blieben die Aufträge aus. Deshalb entschied Tenta sich in seinem Wohnort Sanford, Florida eine Wrestling Schule zu eröffnen und zudem fing er an Indy-Veranstaltungen zu promoten. Stolz ist John Tenta auf seine Diät, auch wenn diese die Zukunft des Gimmicks Earthquake schadete. "Mehr Bewegung und häufiger kleinere Mahlzeiten", so sein Erfolgsrezept. Er ging sehr oft ins Fitnessstudio und schaute genau was er aß.
    Trotz des Gewichtverlustes durfte Tenta dann doch noch einmal als Earthquake für die WWF in den Ring steigen. Bei WrestleMania X-7 (2001) nahm er an der legendären Gimmick Battle Royal und konnte schnell seinen ehemaligen Tag Team Partner Tugboat eliminieren. Fast zeitgleich wurde er jedoch von Kamala über das Seil geworfen. Obwohl er nur einen Kurzauftritt hatte merkte man ihm die Freude an. Im Dezember des selben Jahres bestritt er unmittelbar vor einer SmackDown!-Ausgabe ein Tryout Dark Match gegen einen Jobber, aber zu einer weiteren Verpflichtung kam es nicht mehr.
    Fast ein Jahr später kehrte Tenta zu All Japan Pro Wrestling zurück und nahm mit Genichiro Tenryu an der Real World Tag League 2002 teil. Nach einer beachtlichen Leistung belegten sie am Ende den zweiten Platz und hier merkte man seine immer noch große Popularität im Land der aufgehenden Sonne. Im Jahr 2003 bestritt er noch drei weitere längere Tourneen durch Japan. Zu diesem Zeitpunkt ging es ihm gesundheitlich und auch wieder finanziell sehr gut, aber dies sollte sich schlagartig ändern


    Der chancenlose Kampf gegen den Krebs
    Anfang des Jahres 2004 wurde der überaus sympathische John Tenta mit der harten Diagnose des Blasenkrebs konfrontiert und beendete im Alter von 40 Jahren sofort seine Karriere. Diese schockierende Nachricht teilte er den Fans im Mai im Forum der Internetseite WrestleCrap mit, die das Wrestling satirisch auf den Korn nimmt. Mit dem Betreiber dieser Seite RD Reynolds war Tenta schon Jahre lang befreundet. Unter anderem schrieb er das Vorwort zum gleichnamigen Buch (2003) und hier merkte man, dass er eine gesunde Portion Selbstironie besaß um vorallem sein Trash-Gimmick Shark aufs Korn zu nehmen. Obwohl ihm gesagt wurde, dass er nur noch circa zwei Jahre zu leben hat, hielt er seine Fans über WrestleCrap auf dem Laufenden und zeigte sich kampfbereit und auch voller Hoffnung, dieser tückischen Krankheit entgehen zu können. Rückschläge erschwerten den Kampf: Im August 2004 wurde ein Tumor in seiner Lunge gefunden. Er kämpfte weiter!
    Positive Nachrichten konnte John Tenta im Dezember 2004 seinen Fans verkünden: "Erst einmal danke alle User für die lange, ununterbrochene Unterstützung und die Gebete die ihr mir gegeben habt. Dann möchte ich allen Frohe Weihnachten und alles Gute im neuen Jahr wünschen. Jetzt das beste, ich habe letzten Montag SEHR ermunternde Dinge erfahren. Mein Tumor SCHRUMPFT WIEDER! Meine Ärztin sagte, sie musste sehr genau und deutlich hinschauen um dem Tumor auf dem Ultraschallbild überhaupt wiederzufinden, sie hätte ihn fast übersehen. Er ist jetzt nur noch ein kleiner Punkt in meiner Lunge. Wir versuchen jetzt, ihn ganz wegzukriegen. Letzten Montag war wieder eine Runde Chemotherapie angesagt und nächsten Montag folgt eine weitere. Es sind 2 weitere Termine geplant und dann müsste der Tumor hoffentlich verschwunden sein und wir können über eine präventive, gesundheitserhaltende Chemotherapie sprechen. Leute, ich war echt soooo erleichtert. Vor der Bluttransfusion kamen mir schon wieder negative Gedanken in den Sinn, aber jetzt fühle ich mich endlich wieder gut und bin zuversichtlich, eine zweite Chance im Leben zu bekommen. Ich bin noch nicht soweit Ski fahren zu gehen, wie Dr.Death Steve Williams (Was großartig für ihn ist! Hau rein Steve!), aber ich fühle mich gut. Ich bin noch nicht ganz raus aus dem ganzen Dilemma, aber sowie ich meinem Sohn seit er ein Baby war, sage: "Ich bin der größte, schlimmste Gorilla im Dschungel" und ich werde meinen Weg aus dem Dilemma bald gefunden haben. Gott segne euch alle und noch einmal vielen Dank für alles. Frohe Weihnachten!"
    Ein Jahr lang kämpfte John Tenta tapfer gegen den Krebs und hatte die Hoffnung, dass er bald völlig genesen sein könnte, aber im November 2005 musste er eine weitere Hiobsbotschaft hinnehmen. Bei ihm wurde ein weiterer Tumor in seiner Hüfte entdeckt, welcher nicht auf die Chemotherapie reagierte. Trotzdem, er kämpfte weiter! Am 5. Januar 2006 schrieb er, dass sich der Krebs trotz der anhalten Chemotherapie in seiner Hüfte und seiner Lunge immer weiter ausbreite und er eine neue Art der Chemotherapie ausprobieren werde. Außerdem erklärte er gleich, dass er, sollte die Therapie nicht anschlagen, eine andere Therapie mit experimentellen Drogen ausprobieren werde. Die Chance, dass eine der beiden Therapien wirklich Wirkung zeige, liege allerdings bei gerade mal 10%. Wenn die Therapie wirklich ohne Folgen bleibt, dann wird John Tenta wahrscheinlich noch in diesem Jahr versterben. Seine Lebenserwartung liegt dann nämlich nur zwischen sechs und zwölf Monaten. Um die Chemotherapie auszuhalten steht John Tenta auf einer hohen Dosis Morphium, aber laut eigenen Aussagen hilft auch das nicht mehr und er fühle sich so schlecht wie noch nie.
    Man merkte richtig, wie er über zwei Jahre kämpfte, aber nach einem langen Kampf gegen den Blasen-, Lungen- und Hüftkrebs verstarb John Tenta. Seine letzte Station war ein auf Krebsleiden spezialisiertes Krankenhaus im texanischen Houston, in dem er am 7. Juni 2006 in den Morgenstunden für immer einschlief. Er wurde nur 42 Jahre alt und hinterließ seine Frau Josephine sowie seine drei Kinder.
    Als er im Himmel angekommen ist, gab es ein Erdbeben und viele Engel sind von den Wolken gefallen.
    Rest in Peace - John Anthony Tenta!!!


    hattrick83




    Über Feedback würde ich mich freuen. Auch gerne über kultgimmicks@moonsault.de
    Sollte ich mich mal vertan haben, ihr Rechtschreibfehler findet oder ihr sogar weitere Informationen zum Gimmick dieses Threads kennt lasst es mich bitte wissen. Außerdem kann man natürlich über diesen Wrestler hier diskutieren.




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  • Großes Lob an dieser Stelle! Sehr informativ und vor allem sympatisch geschrieben. Werde mir auf jeden Fall noch weitere Kolumnen von dir durchlesen, gefällt mir wirklich sehr.


    Obwohl ich keine Matches bzw. Promos von Earthquake kenne ( was aber nachgeholt wird) hat es mich leider doch traurig gemacht zu lesen, dass John "Earthquake" Tenta so jung sterben musste.


    Wirklich interressant bzw. traurig zu lesen, auf welche Weise sich jmn. wie Earthquake in späteren Jahren seiner Karriere durchs Business kämpfen musste, um Geld und Essen für Frau und Familie ins Haus zu bringen.

  • ebenfalls dickes lob!
    eine tolle kolumne mal wieder. ich freue mich immer wieder weil ich soviel neues darin erfahre.


    john tenta alias earthquake war schon eine besondere erscheinung. umso trauriger stimmt es mich das er, trotz seines bekanntheitsgrades, unter finanziellen schwierigkeiten litt. erinnert mich an kamala. scheint oft der fall zu sein im wrestling: man baut die riesen als mörderbedrohung auf um danach keine ideen mehr zu haben - sobald sie abgespeist wurden. sein programm mit hogan allerdings ist mir heute immer noch im gedächtnis. ich war damals noch "vollmark" und glaubte tatsächlich das er die karriere des hulkster beendet hatte.


    sein kampf gegen den krebs war schon grosse klasse. man hat ja seinerzeit auch hier im forum immer wieder updates über seinen zustand bekommen. das er niemals aufgab fand ich beeindruckend - war ja offensichtlich auch privat ein sehr sympahtischer kerl, ein waher kämpfer auch ausserhalb des rings.


    schade das er so früh gehen musste.
    in meiner erinnerung bleibt er jedenfalls erhalten - gerade auch als tag-team champion + aufgrund seines hogan programms.

  • Absolut super geschrieben!:thumbup: War selber großer Fan von ihm und habe sehr viele seiner Kämpfe gesehen und es ist traurig, das er soviele Probleme hatte. Auch das er so früh gestorben ist an seiner Krankheit. Kann mich da voll hineinversetzen und muß fast selber heulen,da mein Vater auch die Krankheit hatte und daran verstorben ist.:rolleyes: Aber ich finde es klasse, das auch solche Themen hier aufgegriffen werden und nochmal!Absolute Klasse Deine Kolumne:thumbup: :thumbup: :thumbup:

  • auch von mir ein dickes lob,


    sehr gut und ausführlich !!



    John Tenta gehört für mich zusammen mit Brutus Beefcake und Ray Traylor zu diesen Männern die wohl so viele Gimmicks hatten wie sonst kaum jemand in der Wrestlingwelt.


    Ich hab ihn auch sehr gerne gesehen, sehr viele Matches mit ihm gesehen und ihm den Tag Team Titel Run sehr sehr gegönnt, er wirkte sehr glücklich in dieser Phase seiner Karriere, was man z.b. in seinem Match gegen die Bushwakers beim Summer Slam 1991 nicht erkennen konnte, aber gut, gegen die Bushwakers wrestlen zu müssen ist sicherlich die höchststrafe und ein verschenkter Abend.

  • "Earthquake" ist schon ein Teil meiner "Wrestling-Kindheit". Ich weiß noch, wie beeindruckend ich die "Natural Disasters" immer fand. Was man so privat von ihm gehört hat, hat mir den Menschen John Tenta sehr symphatisch werden lassen. Alleine seine Engagement bei Wrestlecrap zeigt ja, dass er eine gesunde Portion Selbstironie besaß.


    Eine tolle Kolumne, die mir wieder mal viel Freude (wenn auch leicht melancholische) beim lesen bereitet hat. :thumbup:

  • A N Z E I G E
  • Ach Mensch, der letzte Absatz zieht einen schon runter. Ist schon etwas morbide das man erst in Wrestling Kolumnen mal wieder nachdenklicher über Krebs und co wird.


    Toller Bericht, wobei Tenta auch eine sehr unterhaltsame Karriere hatte. Die Natural Diasters waren schon ein tolles Tag Team das es wohl mit solchen Körpern nicht mehr geben wird. Zumindest nicht in der WWE mehr. Ich wusste garnicht das man als Sumo soviel entsagen muss, ist das heute auch noch so?


    Killershark...tja, da wäre doch ein Tag team mit Sharkboy naheliegend gewesen. Übles Gimmick mit den Schwimmflossen, aber wenn es Tenta gefallen hat ;)



    Alles in allem wieder eine super Arbeit! :thumbup:

  • Danke für eurer positives Feedback. Das letzte, traurige Kapitel Krebs findet ihr von mir gut geschrieben, das freut mich sehr. Den vorletzten Satz mit den Engeln habe ich im übrigen hier im Forum gelesen, der hat mir sehr gefallen und deshalb musste ich ihn hier unbedingt miteinbauen.


    Arbeite bereits an meiner nächsten Kolumne: Die Armstrong Family (Road Dogg jedoch erst in der übernächsten Kolumne). Tanzt schon ein wenig aus der Reihe meiner Kultgimmicks-Reihe, aber ein Brian Armstrong hatte schon ein paar kuriose Gimmicks. Interessant: Tragische Geschichte zur Enwicklung von Bob Armstrong zum maskierten Bullet.

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