A N Z E I G E

Schafkopf Tricks bzw. Taktiken ?

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  • Zitat

    Original geschrieben von DonQ:
    kennt jemand ein gutes Computerspiel oder Internetanwendung wo man gegen den "Computer" spielen kann , ähnlich einem Schachcomputer.


    Würde das auch sehr gerne lernen!



    Hallo, schau doch bei sauspiel.de rein!

  • A N Z E I G E
  • Habe zwar noch nie Schafkopf gespielt und vom was ich hier so lese und gehört habe sind durchaus deutliche Parallelen vorhanden. Da man bei dem Doko-Spiel die Regeln stark verändern kann ist es sicherlich möglich, sich das zumindest ähnlich zu bauen...

  • Zitat

    Original geschrieben von Hijo Rudicio:
    Schöner Thread!
    Da hätte ich mal eine Frage:
    Ich werde öfter blöd angeschaut, wenn ich am Anfang (als der, der rauskommt) mit einer Sau rauskomme. Der Gedanke dahinter ist, dass am Anfang die Wahrscheinlichkeit mMn am höchsten ist, dass keiner frei in der Farbe ist, während ich später es (gerade mit wenig Trümpfen) nicht mehr selber in der Hand habe, wann ich sie spiele(n muss). Klappt in ca. 60-80 Prozent der Fälle, dass ich den Stich mache. Was ist daran also so schlimm? Dass ich "zocke"? Aber zu einem großen Teil ist es halt doch eh ein Glücksspiel?
    Oder gibt es da eine noch bessere "Taktik"? MMn eben nicht. Zumindest nicht mit nem schlechten Blatt.


    Das kommt ganz darauf an, wie die Spielsituation ist. Wenn einer einen Wenz spielt, dann ist die Sau ganz klar die beste Wahl. Im Rufspiel kommt er darauf an, ob du Spieler oder Nicht-Spieler bist. Als Nicht-Spieler spricht zunächst einmal absolut nichts dagegen, auch eine Sau zu spielen an Stelle einer anderen Farbkarte. Aber im Anspiel gibt es da einfach Situationen, in denen es bessere Optionen gibt.


    Das gilt v.a. dann wenn du anstatt die Sau zu spielen, suchen kannst. In dem Fall unbedingt suchen, um die Chance zu haben, dass der farbfreie Mitspieler die Rufsau stechen kann. Bist du selber auf der Ruffarbe frei, ist es halt so eine Sache. Natürlich musst du dann sowieso eine andere Farbe anspielen. Aber andererseits willst du ja in dem Fall erreichen, dass dein Mitspieler möglichst schnell ans Anspiel kommt und die Rufsau zu suchen, so lange du noch Trümpfe hast. Deswegen ist hier die Wahl die dritte Farbe zu spielen meist die bessere. Da hast du nämlich die Chance, dass dein Mitspieler die zugehörige Sau hat oder einen Trumpfstich macht. Dann ist er gleich beim zweiten Stich am Anspiel und du kannst die Rufsau noch mit einem deiner wenigen Trümpfe stechen. Spielst du deine Sau gleich an, kann der Gegner sie vielleicht gleich stechen und in den nächsten 2-3 Stichen deine sämtlichen Trümpfe abholen, so dass er in der Folge seine Rufsau durchbringt. Im günstigsten Fall bringst du sie durch, bist dann aber erneut am Anspiel. Wenn der Spieler an 4 sitzt, hast du noch ein zusätzliches Problem. Ist er auf der Farbe frei und es liegen erst 11 oder 15 Punkte, kann er seine Rufkarte abwerfen. Dadurch bewahrt er seine Postion und gewinnt den Rufsaustich zurück. Gerade in einer ungünstigen Postion ist also eher davon abzuraten.


    Dazu kommt auch durchaus die Überlegung, dass es nicht schlecht ist, wenn die Spielerseite auf anderen Farben einsticht. Z.B. ich habe den Spieler an zwei sitzen und ich spiele eine Farbe aus, auf der dieser frei ist. Dann wird er stechen (auch wenn sein Mitspieler hinter ihm vielleicht die Sau hat). Und dadurch verliert er schon einmal einen Trumpf. Jeder Trumpf den der Spieler in einem Farbstich einsetzt führt dazu, dass er seine Trumpfmehrheit evtl. verliert. Und wenn das der Fall ist, verliert er in der Folge dann einen Stich. Der kann dann etwa die Sau sein die du hast. Und selbst wenn er die noch sticht, bedeutet das wiederum, dass ihr dann einen Trumpfstich mehr macht.


    Als Spieler solltest du in dem Fall grundsätzlich die Sau nicht anspielen. Da ist ja gerade das Ziel die Nichtspielerseite trumpffrei zu bekommen. Und wenn das gelingt, spielt es keine Rolle mehr, ob da jemand Farbfrei ist oder nicht. Angenommen ich bin Nichtspieler und habe nur 2 oder sogar nur einen einzigen Trumpf und habe kein Laub. Da kann mir nichts besseres passieren, als wenn der Spieler Laub anspielt. Da mache ich plötzlich einen Stich, den ich sonst nie gemacht hätte. Also als Spieler ist es wirklich absolut keine Option die Sau rauszubringen. Dadurch lasse ich meinen Vorteil der Trumpfmehrheit fallen.


    Und die Grundidee ist auch so nicht richtig. Natürlich ist die Chance der Farbfreiheit am Anfang am größten. Aber auch die Chance, dass der farbfreie Spieler noch einen Trumpf hält ist da am größten. Und die Wahrscheinlichkeit, dass ein farbfreier Spieler Trümpfe hält, die man ihm anfangs des Spiels alle abnehmen kann, ist deutlich größer als die, dass er seine Trümpfe behält und sich zusätzlich noch farbfrei machen kann. Das Farbfreimachen während eines Spiels ist ja nun nicht etwas was in jedem Spiel vorkommt, sondern eher selten. Um sich farbfrei machen zu können bräuchte er ja einen Stich, in dem er schon farbfrei ist. Und in den allermeisten Fällen wird er diese Farbfreiheit in diesem Stich zum Stechen nutzen und nicht zum farbfrei machen an anderer Stelle. Und v.a. solange man Trumpf anspielt, besteht überhaupt keine Chance dazu. Wenn ich's schaffe anfangs gleich 3-4 Trumpfstiche zu schaffen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich die Nichtspielerseite trumpffrei kriege. Und ab diesem Zeitpunkt habe ich dann eine 100%-Chance, dass meine Sau durchgeht. Wenn mein Mitspieler auf der Farbe auch frei ist, gut, dann nicht. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass gleich zwei Spieler farbfrei sind, ist hier eher gering. Außerdem ist es egal, ob ich dann am Ende den Stich mit der Sau mache oder ob sie einfach in die Farbfahne meines Mitspielers hineinwerfe.


    Auch was ich oben schon beim Nichtspieler angesprochen habe gilt hier natürlich umgekehrt. Wenn du als Mitspieler die Sau gleich spielst, ist es ja nicht nur von Nachteil, wenn ein Gegenspieler farbfrei ist, sondern es ist auch von großem Nachteil, wenn der Spieler farbfrei ist. Da du mit dem Spielen der Sau erstmal signalisierst, dass du Nicht-Spieler bist, muss er deine Sau stechen und verliert dadurch einen (vielleicht den entscheidenden) Trumpf. Zu einem späteren Zeitpunkt kann er in der Situation noch schmieren oder sich auf einer anderen Farbe farbfreie machen, um dort zu stechen. Damit schwächst du also in diesem Fall deinen Mitspieler.


    Als Gerufener musst du dich ein Stück weit auf den Spieler verlassen und es geht letztlich nicht darum, ob du den Stich machst oder er. Aber im Solo gilt die gleiche Taktik. Auch da muss es dir darum gehen, möglichst alle Trümpfe der Gegenseite abzuholen. Da ist so eine Sau das optimale für den letzten Stich. Anfangs ist die Gefahr zu groß, dass einer farbfrei ist und meine Sau sticht. Zumal auch gerade hier dazu kommt (wo ich im Schnitt 7 Trümpfe halte), dass der Gegner überhaupt keine Chance hat sich farbfrei zu machen, so lange ich Trumpf spiele.


    Natürlich kann es Situationen geben, wo es sinnvoll ist, auch mal gleich eine Sau zu bringen. Wenn ich darauf aus bin gleich den Stich zu machen, sollte ich die Sau auf jeden Fall blank haben. Alles andere wäre dann Harakiri. Aber das ist wie gesagt sowieso nicht gerade die häufige Situation. Interessanter ist es, wenn ich noch 2-3 zusätzliche Karten der gleichen Farbe habe. Sitze ich an 1 und der Spieler an 4 und ich habe 4 Laub inkl. Sau, dann ist es durchaus das Risiko wert, die mal zu spielen. Ich weiß dann ein Spieler ist mindestens farbfrei und die Wahrscheinlichkeit, dass der Spieler darunter ist, ist sehr groß. Die potentiell hohe Punktzahl ist das Risiko dann Wert. Wenn ich natürlich noch den alten oder blauen Ober habe, sollte ich den zuerst spielen und im zweiten Stich (wenn der Spieler durch den Trumpf im ersten Stich schon weiß, dass ich zu ihm gehöre) dann die fragliche Sau anspielen, um meinem Mitspieler noch mehr Optionen zu geben (solange er denkt, ich wäre sein Gegner, muss er stechen).


    Aber das sind Sonderkonstellationen.


    Als allgemeine Regeln:


    In den allermeisten Fällen, ist die Sau am Anfang nicht gut. Auf keinen Fall spielen sollte man sie als Spieler (egal ob im Rufspiel, Wenz oder Solo). Als Nichtspieler im Rufspiel ist sie eine Option. Aber Suchen ist im Zweifelsfall die bessere. Als Ruffarbenfreier, gilt es abzuwägen, ob nicht eine Chance besteht, dass mein Mitspieler den Stich auf der dritten Farbe macht und damit gleich die Gelegenheit bekommt zu suchen. Als Nichtspieler im Wenz sollte die Sau unbedingt gespielt werden (es sei denn ich habe noch 3-4 zusätzliche Karten der gleichen Farbe) und ist klar die beste Option. Als Nichtspieler im Solo ist sie (gerade wenn sie blank vorliegt - bei günstiger Position auch mit beliebiger Fahne) auch eine gute Wahl.

  • Zitat

    Original geschrieben von hakkuh!:
    Was mich interessieren würde, welche Tarife spielt ihr so? 5/10/20? Mit Klopfen/legen? WElche Spiele spielt ihr alles?


    Tarife entweder 10/50 oder 5/20. Spiele nach Standardregeln (Rufspiel/Wenz/Solo/Tout). Lange Karte. Ohne Legen. Standard 4x Schuss (Kontra übernimmt). Zusätzlich Stock (Standard: Auszahlung nur bei Rufspiel, aufdoppeln bei Verlust) und Bock (bei 0/30/60).

    Einmal editiert, zuletzt von ()

  • Zitat

    Original geschrieben von PornoPeterBond:
    Habe zwar noch nie Schafkopf gespielt und vom was ich hier so lese und gehört habe sind durchaus deutliche Parallelen vorhanden. Da man bei dem Doko-Spiel die Regeln stark verändern kann ist es sicherlich möglich, sich das zumindest ähnlich zu bauen...


    Parallelen gibt es sicherlich. Historisch sind Doppelkopf und Skat aus dem Schafkopf entstanden. Aber es wird ja schonmal mit einem anderen Blatt gespielt. Das im Doppelkopf entspricht der kurzen Karte und v.a. ist es eben "doppelt". Dass es meistens mit französischen Blatt gespielt wird, ist natürlich nur ein optischer Unterschied. Gemeinsam haben beide Spiele, dass die Rangfolge und Wertigkeit der Karten ähnlich ist. Auch dass es die Aufteilung in zwei Parteien gibt. Allerdings gibt es nicht wie beim Schafkopf ein Rufspiel, aufgrund dessen die Parteien ermittelt werden, sondern sie ergeben sich aus den Karten. Dazu gibt es natürlich noch sonstige Besonderheiten wie Hochzeit, Pflichtspiele, etc. und Elemente die sich eher im Skat wiederfinden.


    Also insgesamt sind es doch ziemlich unterschiedliche Spiele, die natürlich auch Gemeinsamkeiten haben, wenn das eine aus dem anderen hervorgegangen ist. Vielleicht ein bisschen vergleichbar mit Varianten des Pokers. Da gibt es auch Draw-Poker und Hold-em-Poker, die sich aber dann doch soweit unterscheiden, dass es letztlich ein ganz anderes Spiel ist (bei Schafkopf/Doppelkopf/Skat vielleicht sogar noch mehr als da).

  • Ich persönlich bin Doppelkopfspieler, weil es vielfältiger ist als Schafkopf, aber wenn du jedes Solo ca 20 mal gespielt hast, und das geht schnell dann weisst du meistens schon nach 2-3 Stichen bzw. nach 10 Sek Karten angucken ob du gewinnst. oder die chance zumindest sehr hoch ist. da hilft echt nur üben und mit erfahrenen Spielen auch wenn du am Anfang ausgelacht wirst wächst du da sehr schnell rein

  • also angeregt durch diesen Thread spiele ich seit heute zum ersten Mal Schafkopf!


    angefangen auf einem billigeren PC Programm (auf PC Welt ne Shareversion geladen) die Basics erlernt und dann bei Sauspiel.com weitergemacht!


    Spiele schon 8 h am Stück (mit Pausen) Danke Threaderöffner ^^


    jetzt in Anfängersprache gesprochen: Ich muß sagen das trickreichste ist eigentlich die Karten unterscheiden zu können. Trümpfe stechen zwar , aber die 10er und säue sind im "Stichstapel" mehr wert (viel mehr wert)


    Auch ist die Reihenfolge interessant . Ist durchaus nützlich den nächsten Zug vorherzusehen und da kann es wichtig sein ob man als 1. oder Letzter drankommt bzw im Team als 1.2. oder 3. /Vierter .


    aber wie gesagt ,das sind jetzt nur die Eindrücke eines Anfängers. "Karten zählen" wäre natürlich das A und O , aber darauf kann ich mich noch nicht konzentrieren am 1.Tag ;)


    P.S. Wie ist das eigentlich mit dem Sauspiel ? wenn ich das Spiel nicht ausrufe und auch nicht die betreffende Sau habe.... Ist es dann sinnvoll diese Sau "herauszufordern" mit der Farbe ?


    Tolles Kartenspiel , und die Site rult auch
    :thumbup:

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  • Vielleicht kann man einen allgemeinen Kartenspiel-Thread daraus machen, da ich gerne noch ein paar Tipps zu Doppelkopf hätte:
    Also, gibt es da noch andere Sachen außer die Standartsachen wie Mitzählen, die mögliche Verteilung der Karten beachten, sich am Mitspieler orientieren? Habt ihr besondere Taktiken, die ihr dann und wann anwendet?

  • Zitat

    Original geschrieben von DonQ:
    Wie ist das eigentlich mit dem Sauspiel ? wenn ich das Spiel nicht ausrufe und auch nicht die betreffende Sau habe.... Ist es dann sinnvoll diese Sau "herauszufordern" mit der Farbe ?


    Also, damit wir vom gleichen sprechen. Jemand spielt ein Rufspiel und du hast die gerufene Sau nicht, bist also Nicht-Spieler. Ob es dann sinnvoll ist, eine Karte der gleichen Farbe anzuspielen? Wenn ja, dann klares ja. Nennt sich Suchen und sollte man unbedingt machen. Wenn hier einer farbfrei ist, dann der Mitspieler (oben ein bisschen ausführlicher).

  • Zitat

    Original geschrieben von dentz:
    Vielleicht kann man einen allgemeinen Kartenspiel-Thread daraus machen, da ich gerne noch ein paar Tipps zu Doppelkopf hätte:
    Also, gibt es da noch andere Sachen außer die Standartsachen wie Mitzählen, die mögliche Verteilung der Karten beachten, sich am Mitspieler orientieren? Habt ihr besondere Taktiken, die ihr dann und wann anwendet?


    Am Anfang immer Asse ausspielen, oder auch mal eine Karo 10, gerade wenn man nicht im Besitz der Kreuz Dame ist. Im Normalfall fallen 2-3 hohe Trümpfe schon mal raus, von denen nur einer deinem Mitspieler gehört. Häufig fliegt auch eine Herz 10, sodass nur noch eine eine 10 über den eigenen Damen steht.
    Wenn du einen Mitspieler hast, den du gut kennst einmal durch "buttern" zeigen, dass du zu ihm gehörst, und danach auch ruhig mal eine 10 bedienen, selbst wenn du was tieferes hast. Verwirrt die Mitspieler sehr, gerade wenn Trumpf aufgespielt ist, da sich nur dein Mitspieler dann sicher ist, zu wem du gehörst. Dafür werden mich zwar Profis killen, aber in meiner Runde funzt das :)


    Und sonst, einfach aufmerksam sein und vor allen Dingen nicht feige agieren beim Ansagen.

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