A N Z E I G E

Museen, Ausstellungen etc.

  • A N Z E I G E
  • Bin eigentlich an so ziemlich vielen dingen interessiert. Zuletzt war ich im National Museum of Military History in Diekirch, Luxembourg. Momentan spiele ich mit dem Gedanken im Sommer nach München zu reisen.
    "Tutanchamun - Sein Grab und die Schätze" findet vom 9. April bis 30. August im Münchner Olympiapark statt. :)

    WWE Monday Night RAW - 11 Oktober 2004 Manchester,England. Ich war dabei! /
    WWE Monday Night RAW - 24 April 2006 London, England. Ich war dabei! / WWE Sunday Night HEAT - 30. April 2006. London, England. Ich war dabei!
    WWE Friday Night Smackdown - 28 April 2006 London, England. Ich war dabei! / WWE Velocity - 29. April 2006 London, England. Ich war dabei!
    Long Live Owen Hart

  • Ich war zuletzt in der Ausstellung "Tödliche Medizin - Rassenwahn im Nationalsozialismus" im Jüdischen Museum Berlin.


    Die Ausstellung hat mir insgesamt gut gefallen. Hervorzuheben sind einige eindrucksvolle Exponate (beispielsweise der "Gläserne Mensch" von dem ich nur die Ausführung im Deutschen Historischen Museum kenne oder die verschiedenen Exponate zur Ausstellung "Wunder des Lebens"), die Betonung der internationalen Dimension der Eugenik/Rassenhygiene und auch die Darstellung der Kontinuiäten der Eugenik von der Weimarer Republik in den Nationalsozialismus (letztere hätten m. E. auch noch deutlicher sein können, aber es war schon durchaus beachtlich).


    Weniger gut gefiel mir die optische Darstellung (die Tafeln waren zum Teil schlecht zu lesen, die Ausstellung nicht barrierefrei). Ich hätte mir gewünscht, dass auch weitere von dem "Rassenwahn" betroffene Bereiche (beispielsweise die Lebensreform- oder die Körperkulturbewegung) thematisiert werden, aber man kann im Rahmen einer solchen Ausstellung auch nicht alles abdecken. Wirklich schade war, dass die Darstellung nach 1945 abrupt abbricht und Kontinuitäten in die Nachkriegszeit nicht beachtet.


    Dennoch ist die Ausstellung insgesamt recht gelungen und einen Besuch wert.

  • Ich war heute in der "Calvinismus" Ausstellung im Deutschen Historischen Museum.


    Die Ausstellung hat zwar einige sehr schöne Exponate - beispielsweise die Propagandamalereien und anderes Propagandamaterial im Glaubensstreit oder eine alte Kanzel, die zugleich Universitätskatheder war - und das Thema hat sicherlich eine Menge Potential, obwohl es nicht leicht darzustellen ist, doch insgesamt hat mir die Ausstellung nicht sehr gut gefallen.


    Denn der Besucher wird zu wenig geleitet, die einzelnen Ausstellungsstücke zu wenig Kontextualisiert. Einzelne - unglaublich spannende - Exponate werden kaum bearbeitet und sind deswegen im Grunde verschenkt. Das größte Problem ist jedoch die mangelnde Darstellung des Kontextes und die Einführung in das Thema, so dass im Grunde ein recht großes Vorwissen vorausgesetzt wird (mal abgesehen davon, dass durch das Thema Calvinismus auch Bereiche angeschnitten werden, die auch eigene Ausstellungen verdienen würden, aber das ist ja immer so). Zudem häufen sich Herrscherportraits, die auf Dauer recht langweilig wirken und auch kaum Langzeiteffekte haben dürften.


    Recht gut gelungen ist dagegen m. E. die Darstellung der Bildfeindlichkeit der Calvinisten und ihre Form des Gottesdienstes.

  • Zitat

    Original geschrieben von Sebastian1984:
    auch die Darstellung der Kontinuiäten der Eugenik von der Weimarer Republik in den Nationalsozialismus (letztere hätten m. E. auch noch deutlicher sein können, aber es war schon durchaus beachtlich).


    Wie wurde das begründet bzw. dargestellt? Es gibt ja auch fundierte Meinungen, die Weimar als "Blütezeit der Sonderpädagogik" bezeichnen.


    (Das sprengt jetzt etwas den Rahmen aber es interessiert mich. ;) )

  • Zuletzt war ich in Körperwelten....


    Naja eigentlich ist nur der erste Eindruck Interessant den Rest braucht man eigentlich nicht ...Außer man interessiert sich sehr für Biologie;)

    WHAT?!
    Solangs in Deutschland Fußball gibt, gibt es auch den FCK!

  • Letzte Woche:


    Karl der Kühe - Die Burgundische Pracht / Groeninge Museum in Brügge
    Pracht trifft es ganz gut. Prachtvolle weltliche wie liturgische Gewänder, Schmuck und andere Kostbarkeiten zeigen dem Betrachter eine reichlich verschwenderische Epoche, gekennzeichnet durch eigentlich immer schwer verschuldete Königshäuser. Leider kommt der politische Aspekt um Karl den Kühnen und seine Verpflechtungen mit den Habsburgern relativ kurz. Der Ausblick auf Karl V. fällt auch sehr dürftig aus. Offenbar will man das mehr im Austellungskatalog haben (Wobei der so gut auch nicht ist.). Die Austellung spricht also schon eher Kunstintressierte an, diese kommen aber voll auf ihre Kosten.


    Goya, Redon, Ensor - Grotesque paintings and drawings / Koninklijk Museum voor Schone Kunsten Antwerpen
    Dämonen, Hexen, Totenmasken. Allerhand Skurrilitäten sind hier versammelt und führen den Betrachter in die Welt dreier Meister. Besonders beeindruckt haben mich die Werke des Belgiers James Ensor, den ich bis dato kaum kannte und der mich immerhin dazu bewegt hat, mir den Katalog zu kaufen. Fantastisch, bizarr und faszinierend.


    Das tolle an beiden Museen ist übrigens die Tatsache, dass man als Student anstelle von 8 Euro nur einen Euro bezahlt. :thumbup:


    Ronde van Vlaanderen Centrum / Oudenaarde
    Für einen Radsportfan gehört sich ein Besuch in diesem Museum. Nicht nur, dass man sich mit dem äußerst gesprächigen Ex-Weltmeister Freddy Maertens unterhalten kann, auch die Machart des Museums kann mich überzeugen. Fakten zu allen Flandern Rundfahrten, Details, die einem sonst verborgenen bleiben und ein recht lustiger interaktiver Teil, der einen die Anstiege am Radcomputer selber fahren lässt. Wobei man das auch leicht selbst machen kann, schließlich ist es von Oudenaarde nicht weit. Abgerundet wird das ganze von einem tollen, wenn auch schweineteuren Shop.

    "You can easily tell a Northener: he/she feels guilty doing nothing. Even doing nothing for them is programmed, labeled, and has to be learned using some Yoga instructor."


    "The modern secular religion casts humanity as the devil and the state as the savior."

  • Zitat

    Original geschrieben von Cenahead:
    Zuletzt war ich in Körperwelten....


    Naja eigentlich ist nur der erste Eindruck Interessant den Rest braucht man eigentlich nicht ...Außer man interessiert sich sehr für Biologie;)


    Hast du die Ausstellung in Heidelberg in der Halle besucht? Wie groß ist die denn? Wie viele Figuren stehen da so ungefähr rum? Ist da immer noch ein naturwissenschaftlicher Ansatz im Vordergrund oder inzwischen auch mehr eine "Inszenierung der Plastinate"?


    Peter, ich schicke dir eine PM zu deiner Frage.

  • Ich war am Wochenende in der Ausstellung 60 Jahre - 60 Werke im Martin-Gropius-Bau.


    In der Ausstellung sind sicherlich einige interessante Werke zu sehen und auch zwei Räume, in der man wichtige Ereignisse und deren Fernsehberichterstattung ansehen konnte und darüber hinaus durch schwarze Bilder mit einer Unterschrift berühmter Ereignisse auf die Bedeutung von Bildern in unserer Gesellschaft hinwies, waren sehr spannend anzusehen.


    Insgesamt fehlte der Ausstellung für mich aber der rote Faden. Mir war nicht klar, warum gerade diese Bilder ausgewählt wurden, nach welchem Prinzip sie gehängt wurden und in welche Beziehung sie zu einander standen. Die verwirrende Darstellung der Jahreszahlen trug nicht unbedingt zu einer Klärung dieser Fragen bei.

  • Letztes Wochenende besuchte ich das DDR Museum in Berlin. Fasznierend an dieser Art Museen (das trifft beispielsweise auch auf das Museum" The Story of Berlin" zu) finde ich immer, dass sie es offensichtlich schaffen, Menschen zu erreichen, die sonst eher selten oder nicht ins Museum gehen. Dem DDR Museum gelingt dies, meines Ermessens, durch die ausgedehnten "Hands on" Bereiche - also der Tatsache, dass die meisten Exponate des Museums angefasst werden können. Das sind faszinierende Ideen, die auch anderen historischen Museen gut tun würden.


    Das Geschichtsbild, das dort vermittelt wird, ist meines Erachtens dennoch etwas problematisch. Die DDR wird - mit wenigen Aufgaben - eigentlich vor allem auf die Alltagskultur verkürzt. Politische Ereignisse oder auch die Mauer (die in ihrer Bedeutung auch für die BRD wahrscheinlich kaum überschätzt werden kann) fallen kaum ins Gewicht. Die Stasi wird in einer kleinen Ecke thematisiert. Große Bereiche wirken anekdotisch.


    Das ist dann schade, weil man hier die Möglichkeit hätte, andere Kreise mit dem Thema DDR Geschichte in Verbindung zu bringen. Interessant war der Besuch aber dennoch, weil hier eben wieder andere Möglichkeiten musealer Darstellungsweisen deutlich werden.

  • Gestern besuchte ich das Deutsche Technikmuseum in Berlin. Gesehen habe ich die Bereiche zur Eisenbahn, der Luftfahrt, der Schifffahrt, zur Kommunikationstechnik, der Textilverarbeitung, dem Computer und der Fotografie, sowie eine Sonderausstellung über das Essen auf Zugreisen. Eigentlich viel zu viel und es war auch mehr ein Durchlaufen, als ein wirkliches Ansehen, aber so oft möchte ich da nicht hin und wenn man mal Eintritt bezahlt, dann kann man sich das Ganze auch richtig ansehen.


    Ich bin kein großer Freund solcher Technikmuseen - vermutlich, weil mich Technik bis auf wenige Ausnahmen nicht besonders interessiert. Das Museum hinterließ dementsprechend auch einen zwiegespaltenen Eindruck. Das Technikmuseum wirbt zwar damit, eine Kulturgeschichte der Technik aufzuzeigen, doch mir persönlich wäre noch ein wenig mehr Kultur als Technik lieber gewesen. Gerade der Bereich zur Eisenbahn, der - zugegeben - wohl auch der Älteste ist, sowie größere Teile der Ausstellung über Schiff- und Luftfahrt hatten vor allem einen technikgeschichtlichen Hintergrund, obwohl man mit manchen Exponaten (bspw. ein "Luftschiff") sehr viel Kulturgeschichte vermitteln könnte. Der Bereich zur Kommunikationsgeschichte war für meine Begriffe relativer Standard, den ich mir aber immer auch ganz gerne ansehe. Der - ebenso eher technikhistorisch aufgebaute - Bereich zum Computer - eher zu Konrad Zuse - war aber auch für mich Technikmuffel ganz nett (vor allem auch wegen des Nachbaus der Z 3 oder Z 2).


    Gut gefallen hat mir dagegen die Sonderausstellung und der Bereich zur Fotografie, die schön anzusehen waren und interessante - auch eher kulturgeschichtliche Darstellungen (Sonderausstellung) hatten oder sehr viel zum Mitmachen einluden (Fotografie). Gerade bei der Fotografie wurde allerdings auch wieder viel Potential der Exponate verschenkt. Man kann nicht alles haben.

  • Wow, du hast hier auf dem Cyboard also deinen eigenen Blog. Interessant ;)


    Damit auch mal jemand anderes was zum Thema schreibt: Habe mir zuletzt die Darwin Ausstellung in London angesehen. War zwar durchaus interessant, aber jetzt nicht Einzigartiges. Hatte halt mehr mit Darwin als Person zu tun, was ich so nicht erwartet hatte

  • Zitat

    Original geschrieben von Vakant:
    Wow, du hast hier auf dem Cyboard also deinen eigenen Blog. Interessant ;)


    Falsch. Ich habe auf dem Cyboard zwei Blogs (siehe: Theaterthread) ;). Aber ihr seid alle dazu eingeladen, selbst etwas dazu beizutragen ;) Und die Moderatoren sind dazu eingeladen, meine Blogs zu schließen, wenn sie möchten.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!

A N Z E I G E