A N Z E I G E

[Review]Judgment Day '04 - (M)ein Review

  • Wir befinden uns im ausverkauften Staples Center in Los Angeles, wie uns von Michael Cole berichtet wird. Er und sein Colour Commentator Tazz werden uns also durch diesen PPV führen. Judgement Day heißt es nun also für das Smackdown Roster!


    Rey Mysterio & Rob Van Dam vs. The Dudley Boyz


    Warum wurde bei Rey eigentlich das „Junior“ entfernt? Nun ja, er und der neue „Mr. Thursday Night“ bilden ein Tag Team um gegen die durch Paul Heyman heel-geturnten Dudleyz aufs Korn zu nehmen. Insgesamt war ich auf dieses Match nicht ganz so gespannt und empfinde dieses Match als eine „zusammengewürfelte“ Notlösung für den PPV. Die Storyline dahinter ist nicht ganz aufgebaut worden und lässt das Publikum inkl. mir vorerst eher kalt.
    Das Match startet mit einem Brawl zwischen den Dudleyz und RVD, wobei letzterer beide vorerst mit einem Summersault Plancha abfertigen kann. Nachdem RVD mit seinen Daumen erneut auf sich deutet, muss der Zuschauer erschreckt feststellen, dass die Chants für ihn schon wesentlich lauter waren. Rob stellt mehrmals die Dehnbarkeit seiner Beine unter Beweis, indem er seinen Gegnern aus dem Stand ins Gesicht tritt, muss sich dann aber der Übermacht des Elbows in die untere Area beugen. Van Dam gelingt der Tag zu Rey Mysterio. Das Schöne an Rey ist, dass man sieht, dass es auch Leute gibt, die Spot-Wrestling beherrschen, er gehört halt definitiv dazu. Ein extremer Snake Eyes nimmt Mysterio die Luft.
    Bubba soll nun härter dargestellt werden, indem er seinen Gegner demütigt, beispielsweise durch verächtliche Rufe oder aber auch Ohrfeigen. Die Reverse Powerbomb D-Vons wird von Rey mit einem Bulldog gekontert. Der Tag bleibt vom Referee ungesehen und daher muss Rey weiterhin im Ring verweilen. Etwas kurios mit anzuschauen, als Bubba Rey in die Ecke hängt, ihm einen Chop verpasst und dann ewig lange beim zweiten Chop wartet. Warum? Ganz einfach: Rey hat anscheinend seinen Einsatz verpasst, Bubba wollte ihm dann wohl etwas zuflüstern, bemerkte aber rechtzeitig die Kamera. Rey kontert also mit einem abgewandelten Faceslam, welcher aus dem Ace Crusher Ansatz erfolgte. Der Moonsault im Anschluss bringt nicht den gewünschten Erfolg.
    Der Tag gelingt und RVD darf seine Kickserie sowie den Rolling Thunder herunterspulen. Rey fliegt einmal mehr im hohen Bogen aus dem Ring und RVD wird zum „Whaasssup-Headbutt“ aufgeladen, doch der flinke Mexikaner war schon wieder auf den Beinen um D-Von selbige wegzuziehen. Der Ruff-Rider als auch ein Double Team Superfrankensteiner bringen nicht den Sieg für Rey&Rob; D-Von befreit sich erfolgreich aus dem Pin.
    Der 3-D wird von RVD durch einen Enziguri unterbunden, bei Dudleys landen auf dem Seil und der 619 Mysterios folgt. Dann der Frogsplash Van Dams gegen D-Von und der Sieg ist perfekt.
    In meinen Augen ein etwas kurioser Opener, der aber dennoch zu unterhalten wusste. Jetzt wird man wahrscheinlich Paul Heyman erneut in die Stories einbauen, welcher dann die Dudleys weiterhin bepöbelt, wie weich sie doch geworden seien. Rey und Rob wird man mit Sicherheit wieder trennen und Rey geht wohl bald in seine Kurierungspause.
    **1/2 /5


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    Josh Matthews führt ein Interview mit Booker T, welcher ihm Auskunft über die Voodoo-Prophezeihungen der Priesterin gibt. Als Book behauptet, er sei größer als der Undertaker geht ein Raunen durch die Menge. In meinen Augen verkauft Booker sich momentan recht gut.


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    Als nächstes sehen wir ein weiteres Auftreten. Kurt Angle tritt im Rollstuhl auf einer Erhöhung vor die Massen. Er beleidigt das Publikum, spielt den Verbitterten erneut sehr gut
    („I hope you people get the biggest earthquake in history“), pusht kurz Eddie bei den Massen und gibt bekannt, dass das folgende Match eine Regeländerung beinhaltet. Sollte Torrie Wilson das Match verlieren, würde sie gefeuert.


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    Torrie Wilson vs. Dawn Marie


    Die Frage, welche sich nun erneut stellt, ist: „Was soll das?“ Dieses Match hat keinen Hintergrund, noch will es irgendjemand, außer ein paar Fleischlüsterne sehen. Das Match ist erneut selten schlecht. Wenigstens der Snapmare und der anschließende Necksnap waren einigermaßen akzeptabel, obwohl sich Mr. Perfect wohl im Grabe umdreht. Torries pinkes Outfit lässt sie nun absolut wie die personifizierte Barbie aussehen, während Dawn in ihrem braunen Outfit (absichtlich?) absolut farblos aussieht.
    Das miese Geschreie, Gewürge und Headlock-Gespiele wurde dann glücklicherweise sehr bald beendet. Nachdem Torrie Dawn vorerst die Hose auszog (erbärmlich, denn das Publikum beeindruckte dies nicht lange), zeigte diesen einen Sitdown Faceslam, konnte Ms. Wilson aber nicht bis drei am Boden halten und musste sich im miesen Backslide geschlagen geben.
    Welch große Überraschung Torrie Wilson bleibt Smackdown (leider) erhalten, tut mir Leid, aber neben gutem Aussehen hat diese Frau keine weiterführenden Qualitäten, sie kann weder spielen noch wrestlen, da fehlt's leider an Ecken und Enden. Bei Jamie Noble konnte sie leicht überzeugen, aber wen wundert’s, war ja auch eine Sex-Storyline.
    0/5


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    John „Bradshaw“ Layfield erklärt den Massen nun „sein“ Amerika. In seinem Amerika wird amerikanisch gesprochen und das ganze wirkt leicht nationalsozialistisch und dafür wird er von L.A. ausgebuht. Ich mag Bradshaws neues Gimmick, man merkt, dass er sich hineinkniet und wenn man etwas länger daran arbeitet, kann es sehr gut weitergeführt werden.


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    Mordecai vs. Scotty 2 Hotty


    Irgendwie hatte man doch auf eine Wiedervereinigung 2 Cools gehofft, doch Grandmaster Sexay ist ja nun schon wieder Geschichte.
    Nun dürfen wir also den ersten Auftritt Mordecais erleben. Mordecai spielt eine Art übersinnlichen Sektenführer, der anscheinend keine Sekte hat. Mordecai, laut Bibel der Sohn des Erleuchteten tritt ganz in weiß, aber ohne Blumenstrauß, dafür mit einem stählernen Kreuz auf. Kevin Fertig sieht ein wenig aus, wie eine Mischung aus Eastern-Martial-Arts-Meister à la Pei Mei (Kill Bill v.II) und Test, daran erinnerte mich sein Tanktop andauernd.
    Mordecai dominiert das Match zu Beginn. Er zeigt einen Faceslam, rammt Scotty mehrmals in die Ringecken und schreit laut bei Haltegriffen in den Seilen, was anscheinend seine Verbissenheit darstellen soll. Das Publikum wacht eigentlich erst bei Scottys Wyrm auf und dieser wird sofort von Mordecai unterbunden. Während Taylor beinahe über Mordecai stolpert, tritt dieser schnell und leicht unsicher auf ihn ein, zeigt zum Abschluss einen Crucifix Slam und siegt. Der Sieg ist natürlich null Überraschung. Das Publikum weiß noch nicht wirklich was sie mit dem abtrünnigen Chorsänger anfangen sollen. Kurz gesagt, halte ich Mordecai für einen recht guten Charakter aus dem wirklich etwas entstehen könnte. Nur nicht zu früh gegen den Undertaker antreten lassen, sondern wirklich mindestens ein Jahr lang aufbauen.
    */5


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    Chavo Guerrero jr. und Chavo Guerrero classic stehen nun backstage. Warum ist der Senior jetzt auf einmal Classic?? Werden die Classic Matches der WWE dann bald Senior Matches heißen?
    Nun ja, jetzt kommt es zu einer Fehde, die ich erneut nicht verstehe. Jacqueline ist der Cruiserweight-Champion geworden, indem sie Chavo überrumpelte. Das wäre nicht das Problem, wenn Jacqueline keine Frau wäre, was Chavo abwertet, null Schauspiel-Talent hat und es mindestens 5 andere Cruiserweightler gäbe, die einen Shot auf den Titel eher verdienen. Neben Jacqueline sieht Chavo aus, wie ein Weltklasse-Schauspieler. Man muss es Chavo lassen, er ist nicht mit so viel Charisma gesegnet wie sein Onkel oder sein Dad, aber er spielt seine Rolle mittlerweile sehr ordentlich. Jacqueline hat Chavo dann Frauenunterwäsche mit in die Kabine gebracht, da er sich doch lieber wie eine Frau anziehen solle, da er doch auch von einer besiegt wurde. Chauvinismus von beiden Seiten und das ist es, was den Titel und Chavo abwerten lässt. Chavo senior, entschuldigung, classic darf dann noch mal einen winzig Gag ausführen, indem er sich für die Unterwäsche interessiert.


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    WWE Tag Team Championship-Match:


    Rico & Charlie Haas (c) vs. Billy Gunn & Hardcore Holly


    Also erneut ein mehr oder weniger zusammengewürfeltes Match hinter welchem keine Story steckt. Ich hatte ja schon vor 3-4 Monaten einmal angeraten Gunn und Holly in ein Team zu stecken, da sich ihr Stil doch sehr ähnelt. Nun hat mich die WWE also erhört.
    Ich bekomme so langsam den Eindruck, dass das Publikum Haas lieb gewinnt und er mit Rico bald ein Face-Tag-Team bildet. Haas spielt den Verunsicherten neben dem „schillernden Paradiesvogel“, der sich nicht entscheiden kann an welches Ufer er nun schwimmen soll.
    Ein erneuter Klaps auf Haas’ Hintern erfreut diesen nicht sehr.
    Rico beginnt mit seinen Kopfspielchen und klopft ebenfalls Gunn und Hardcore aufs Hinterteil. „Everyday is a gay day“, so muss man Ricos Einstellung momentan sehen.
    Haas und Holly beginnen mit Chain-Wrestling, wobei Haas ihn bald auf den Boden in seinen Mat-Wrestling-Ringer-Bereich zerrt. Haas wechselt mit Rico und dieser umarmt Holly innig, woraufhin dieser vorerst Gunn taggt. Auch Billy weiß nicht ganz mit Ricos neuer homoerotischen Art umzugehen und spielt dies in seiner überdrehten Art auch ganz lustig.
    Nachdem er vorerst nach einem Kuss-Versuch umfällt, will er bald wieder mit Holly wechseln, doch dieser verschwindet vom Apron. Rico darf nun Billy wie einen Büffel reiten und kommt dann zu seinen ersten Aktionen, seiner Kickserie in der Ecke. Als Billy dann in Blowjob-Stellung vor ihn hinfällt und Rico dies schamlos ausnutzt, muss Gunn flüchten und Rico wechselt. Haas wird nun von Billy und Hardcore niedergebrawlt. Als sich Hardcore vom Publikum feiern lässt, bekommt er eine einigermaßen gute Reaktion. Manchmal hat man das Gefühl man sei gerade bei einem Indy-Match, bei welchem es um die bessere Leistung ginge, denn es gibt in diesem Match kein Gut oder Böse. Hass gelingt es zu wechseln nachdem Holly sich nach einer Top Rope Aktion auf dessen ausgestreckten Bein wiederfindet. Ich habe im übrigen nie verstanden, wie man mit diesem Bein kontern kann, denn es gibt keine Aktion, die so ausgeführt wird mit einem liegenden Gegner.
    Rico darf nun aufdrehen, fängt sich jedoch schnell den Fame-Asser ein. Haas hatte es gerade geschafft sich selbst per Blind-Tag ins Spiel zu bringen und zeigt einen etwas sehr missratenen German Suplex. Als Holly Haas zum Alabama Slam auflädt, zeigt Rico den Superkick und bringt Haas damit in die Double Neck Nelson Position, mit welcher er Hardcore, wie zu erwarten bis drei unten halten kann.
    Ich denke, Haas und Rico werden bald ein wahres Face-Team sein und den Titel wohl dann gegen die Monster-Dudleys verteidigen dürfen. Gunn und Hardcore kann man nun entweder gegeneinander fehden lassen oder man baut sie weiterhin als Team auf.
    *1/2 /5


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    Paul Bearer prophezeit Booker T nun das Ende. Der Undertaker bekommt Pops vom Publikum, welche jedoch schon einmal wesentlich größer waren. Hoffen wir das Callaway sich besinnt und das Gimmick noch einmal so darstellt, wie es einst war. Rest in Peace.


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    WWE Cruiserweight-Championship-Match:


    Chavo Guerrero vs. Jacqueline (c)


    Chavos neue mexikanische „Uuh Chavo“-Musik finde ich doch etwas sehr ominös. Weiterhin ist die Storyline zu dieser Fehde nicht besonders gelungen, weil ich eben der Meinung bin, dass andere Cruiserweightler einen Shot mehr verdient haben. Außerdem ist es absolut albern Chavo sen. in seiner Unterhose zu sehen, wo er vorher schon in solch kurzen Hosen wrestlete, macht also null Sinn rein gag-technisch.
    Nun kommt die Gegnerin mit den Melonen-Brüsten zum Ring. Ist euch einmal aufgefallen, dass Jacquies Silikonbrüste so groß wie ihr Kopf sind? Wirkt manchmal etwas sehr merkwürdig. Chavo wird nun sein Handicap angelegt: Er bekommt eine Hand auf den Rücken gebunden. Chavo zeigt zu Beginn drei Backbreaker und lässt sich von der Masse ausbuhen.
    Jacquie kontert bald mit einer Kopfschere und bringt ihn in die Bredouille. Sie brawlt ihn nieder und verhindert sogar das Eingreifen des Vaters. Hierdurch bekommt er kurz wieder die Oberhand, beim zweiten Eingreifen kann sie Chavo einen Cheap Shot verpassen und besiegt ihn beinahe. Chavo und sein Vater lenken bald den Referee ab und entfesseln seine Hand.
    Jetzt ist Jacqueline im haushoch unterlegen. Jedes Mal wenn Chavo die andere Hand zur Hilfe nimmt, lenkt Chavo Classic den Referee ab. Mit der Face First Gori Bomb fährt er den Sieg ein und Jacquie muss bei der Kameraperspektive aufpassen, dass ihre Hose auch alles zwischen ihren Beinen verdeckt. Kurz darauf bepöbelt Chavo noch Jacqueline und das Publikum, was ihm weiter Buhrufe einbringt. Alles andere als Chavo als der Sieger wäre eine Frechheit gewesen. Das Match war nicht gut, und ich hoffe einfach, dass jetzt endlich mal ein anderer Cruiser gepusht wird, man hat doch genug. WWE wie wäre es mit Paul London, Ultimo Dragon, Shannon Moore?
    */5


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    WWE US-Championship-Match:


    John Cena (c) vs. René Duprée


    Duprée wird nun also gepusht und macht sich einigermaßen gut in seiner Rolle. Wenigstens muss ich ihm in einem Punkt zustimmen, denn als er sagte: „Torrie Wilson, you make me sick to my stomach!“, sprach er mir irgendwie aus der Seele.
    Cena darf natürlich den Opener per Rap-Einlage übernehmen und zerstört damit das alte Feeling, dass der Champ immer als Zweites den Ring betritt, was ich immer noch besser finde. Er wird bald von Duprées Musik unterbrochen, dieser am heutigen Tag ohne Fifi.
    Das Match startet, wie ist es anders zu erwarten, mit einem Brawl, beide nehmen sich nicht viel. Nachdem sich beide zwischen im Ring und außen nicht ganz entscheiden konnten, findet sich Cena in einem Bearhug Duprées wieder. Nach einiger Zeit in diesem Submission-Hold darf Cena sich auch wieder befreien und einen Side Slam zeigen. Er setzt zum „Five Knuckle Shuffle“ an, doch der Fistdrop verfehlt. René setzt nach mit einem Sideslam-Spinebuster, um dann den French Dance zu zeigen und somit Cenas Move zu verhöhnen, doch auch sein Elbow geht ins Leere. Der Top Rope Elbow Cenas wird in einen DDT gekontert. Kurzes Intermezzo und Cena versucht Duprée zum FU aufzuladen, doch dieser kontert erneut, diesmal mit einem Neckbreaker. Recht schön gemacht. Die Powerbomb des Franzosen wird mit einem Backdrop gekontert, dies endet im Sunset Flip und Cena hakt die Beine ein, bringt den Pin jedoch nicht durch. Das Ende ist in meinen Augen gut geplant worden. Cena wirft Duprée in die Ringecke, dieser versucht über ihn hinwegzuspringen und landet auf Cenas Schultern. Die perfekte Ausgangslage für den FU. Der gelingt und beendet das Match.
    Eine gute Entscheidung Cena den Titel nicht abzunehmen, denn er ist momentan der, der beim Publikum immer noch sehr over ist. Duprée muss erst weiter aufgebaut werden und hätte dem Titel eine Wertminderung zukommen lassen. Wie wäre es nun mit RVD vs. Duprée und Cena vs. Booker?
    **/5


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    Eine kurze Ankündigung für Kenzo Suzuki wird eingespielt. Dieser soll die Rolle eines Japaners übernehmen, der sich für die Geschehnisse des 2.Weltkrieges rächen will. Mal schauen, wie es wird.


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    Undertaker vs. Booker T


    Booker kommt mit einem etwas ungläubigen Gesichtsausdruck und dem Voodoo-Beutelchen zum Ring. Jetzt wird die Halle doch relativ laut, während das Licht erlischt und der Undertaker inklusive Paul Bearer neben einem flammenden Eingang auf die Bühne tritt.
    Aber irgendwie nimmt man ihm das Taker-Dasein in diesem Outfit nicht mehr ganz so ab wie früher. Schade eigentlich, aber vielleicht wird es ja noch besser.
    Das Publikum jubelt noch mal als der Taker seinen Hut zieht und seine Augen verdreht zum Vorschein kommen. Man merkt ganz klar, dass das Publikum den alten Taker wiedersehen will. Der Taker sieht Booker zu Beginn mit dem gleichen Gesichtsausdruck an wie schon zuvor Kane bei WM XX. Booker legt sein Säckchen mir Friedhofserde in die Ecke und dann soll das Match beginnen. An den ersten Bewegungen des Takers bemerkt man aber erneut die Änderung in den Streetfighting-Biker. Das Match beginnt, wie nicht anders zu erwarten in einem Brawl. Als der Taker den Kopf zu früh herunter nimmt, tritt Booker zu, der anschließende No-Sell wirkt allerdings eher matt und das Publikum sieht’s ebenso. Taker und Booker brawlen weiter, bis der Taker seinen gesprungenen Side Slam und den anschließenden Leg Drop zeigt. Booker verschafft sich per Snake Eyes und Missile Drop Kick einen Vorteil. Hier hätte man nun schön das typische Aufstehen des Takers einbauen können, aber dies blieb leider aus. Nachdem der Taker wieder die Oberhand hat, per Flying Clothesline, Walk on the Ropes und einem Front Headlock versucht er in Biker-Manier (Buh!) Booker T den Last Ride zu verpassen. Dieser dreht sich heraus (juhhu) und schlägt den Referee mit seinem Fuß K.O.
    Booker reicht es jetzt, er greift sich das Säcklein und wirft dem Undertaker den Erdestaub ins Gesicht, dieser torkelt geblendet zurück. Doch nicht für lange, denn gerade als Book nachsetzen will, zeigt der Taker den ersten gelungenen No Sell des Matches. Booker setzt eine verzweifelte Miene auf, gut gemacht Mr. T. (hehehe)
    Der anschließende Big Boot des Takers geht ins Leere und Booker kommt zum Zug. Er brawlt den Taker außerhalb zusammen und gibt drinnen seinen Jumping Sidekick zum Besten. Ein Front Headlock wird vom Totengräber gekontert, doch Booker setzt per Scissors Kick nach, nun war es endlich Zeit, nach dem misslungenen Cover, den typischen Stand-Up des Oldschool Undertakers zu zeigen. Das freute das Publikum dann auch sehr und nach Chokeslam und Tombstone, welcher in diesem Fall sehr schnell und dadurch hart aussah, war es vorbei.
    Ich weiß nun nicht gegen wen man den Taker nun fehden lassen will, aber eins ist sicher, durch den Star-Verlust benötigt Smackdown ich beim nächsten PPV auf jeden Fall. Mal schauen vielleicht erneut mal wieder gegen Big Show? Dann doch lieber gegen Jindrak, bloß nicht Mordecai.
    **/5


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    WWE Heavyweight-Championship-Match:


    Eddie Guerrero (c) vs. John „Bradshaw“ Layfield


    Wie ich schon sagte, finde ich, dass Layfield sein neues Gimmick gut spielt und auch sein Rückblick, warum er vorher so „nachlässig“ war, ist gut erklärt worden. Die Fehde wurde kräftig angeheizt und mit der Guerrero-Familie ins Persönliche gezogen. Bradshaw mit dem Million Dollar Man zu vergleichen, halte ich für Nonsens, da Layfield den Schwerpunkt nicht nur auf Reichtum sondern vielmehr auf fanatischen Patriotismus legt. Er ist somit die reiche Version Kurt Angles, wobei er mit Sicherheit nicht so gut wrestlen kann. Sein Ringoutfit sollte man vielleicht noch mal überarbeiten, denn die blaue Hose sieht doch sehr kurios aus.
    Das Match beginnt in einem Brawl indem Eddie natürlich die Oberhand hat. Layfield wird außerhalb in sämtliche Gegenstände geworfen. In diesem Zeitpunkt des Matches ist eigentlich nur noch Eddies Facetwist erwähnenswert. Den ersten Vorteil kann Layfield aus einem Reversal ziehen, bei welchem Guerrero in der Ringtreppe landet. Der Brawl verlagert sich wieder in den Ring und Bradshaw weicht auf Matwrestling in Form eines Side Headlocks aus.
    Das Publikum ist klar auf Eddies Seite, aber im Submission-Move sind alle sehr sehr still, es ist auch arg uninteressant. Bald schafft Eddie es nach eher widerwilligen Anfeuerungsrufen der Masse sich zu befreien. Zwei Armdrags finden ihr Ziel, doch der High Cross Body nach außerhalb wird mit Bradshaws Trademark dem Fallaway Slam auf die außen befindlichen Matten gekontert. Der Brawl geht weiter und man findet sich im Ring wieder, wo ein Swinging Neckbreaker Layfields nicht ausreicht um den Mexikaner zu pinnen. Auch Bradshaw versteift sich bald auf den Bearhug. Eddie kann sich natürlich befreien. Ein Lift Up Dropkick sah eher mittelmäßig aus, die Triple Suplex Serie habe ich auch noch nie so langsam gesehen. Layfield weiß den dritten Suplex zu kontern, der Lariat verfehlt Guerrero allerdings. Die gleich darauf folgende Powerbomb kann Eddie nun wieder auskontern. Als er Anlauf nehmen will, rennt er (aus Versehen) den Referee um, welcher K.O. geht. Wie immer.
    Bradshaw und er landen nun außerhalb und nun nimmt das Match einen harten Verlauf.
    Bradshaw schlägt Eddie mit einem Stuhl, welcher sich daraufhin bladet, dies allerdings so übel, dass das Blut geradezu in Strömen herausläuft. Die Reaktion des Publikums war hier eindeutig, ein lautes Raunen als man Eddie auf dem Titan Tron erblickt und die anschließenden „Holy Shit“-Rufe. Dies im wahrsten Sinne des Wortes. Dank Eddie durfte ich mir den PPV dann die letzten Minuten auch nur noch in schwarz-weiß angucken, wobei diese Regelung nicht immer ganz funktionieren zu scheint. Guerrero schafft es nun vorerst nicht wieder auf die Beine zu kommen und Bradshaw bemerkt dies Profihafterweise auch. Die Stahltreppe in Eddies Seite wird von ihm überhaupt nicht verkauft, also hat ihm sein Kreislauf wohl vorerst einen Strich durch die Rechnung gemacht. Gut, dass Bradshaw ihm hier nun Gelegenheit gibt sich zu erholen, indem er sich „feiern“ lässt und Eddie mit Schlägen bearbeitet. Kurz darauf folgt der Lariat aka The Clothesline from Hell, doch der Referee ist immer noch out und Bradshaw am Rand der Verzweiflung. Als der zweite Ref zum Ring kommt und das Zählen beginnt, hätte man bei der Blutlache an Eddies Kopf schon nicht mehr damit gerechnet, dass dieser nochmals aufsteht. Das Publikum rastet aus. Layfield kann es nicht glauben und lässt sich dann feiern, wobei er vom Publikum gehasst wird. Die zweite Clothesline trifft dann den zweiten Referee. Layfield zeigt eine Powerbomb, bei welcher Ref Nr. 1 wieder erwacht, sehr schön gemacht. Doch auch dieses Mal schafft es Eddie sich zu befreien, worüber auch ich etwas verwundert war.
    Eddie sieht nun mittlerweile wie ein Horror-Superstar aus, denn sein Gesicht ist absolut blutüberströmt. Als sich Latino Heat aufbaut, denkt man wahrlich er wäre eine Höllengestalt aus „Erben des Fluchs“. Bradshaw fängt ihn erneut im Fallaway Slam auf, doch dieser wird phantastisch per DDT gekontert. Der anschließende Frogsplash verfehlt sein Ziel. Bradshaw versucht nun den Referee abzulenken, indem er einen Stuhl in den Ring wirft, als er dann Eddie mit dem Gürtel angreifen will, tritt dieser in die tiefen Regionen. Er nimmt seinen Titel, schlägt Bradshaw nieder und wird disqualifiziert. Im Anschluss verprügelt er Layfield noch geraume Zeit, zeigt einen Frogsplash und jeder der ihn davon abhalten will, wird vom Publikum gnadenlos ausgebuht. Am Ende sind es alte Bekannte, die Guerrero zurückhalten:
    Arn Anderson, Dean Malenko und Fit Finlay.
    Gut, dieses Match wurde in meinen Augen gut gelöst. Nun ist die Frage, wie man diese Fehde beenden will. Ich würde sagen, wenn JBL beim Great American Bash, den Titel gewinnen würde, was allein dem Titel des PPV entspräche, dann wäre der Titel abgewertet. JBL hat noch vor kurzer Zeit im Tag Team gekämpft und gegen diverse Leute verloren, man sollte ihn mehr aufbauen. Ich frage mich wirklich, wie es mit ihm nach dieser Fehde weitergehen wird.
    Gegen wen soll er fehden? Den Ultimo Dragon? Um seinem Gimmick gerecht zu werden, müsste es eigentlich ein Ausländer sein oder aber jemand, der seine Art null unterstützt...
    Vielleicht John Cena? Wir werden sehen, diese Fehde muss erst beendet werden. Das Match war nicht besonders gut, aber intensiv und extrem blutlastig, bekommt 3 Sterne, weil ich guter Laune bin.
    ***/5


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    Nun zum Fazit des PPV’s, denn darum geht es ja oder wie auch immer. Ich bin der Meinung, dass Judgment Day 2004 ein unterdurchschnittlicher Event war, und ich ihn nur bedingt empfehle. Man merkt eben, dass Smackdown zum einen die Stars fehlen und zum anderen auch nicht mehr unbedingt die besseren Wrestler dort ansässig sind. Wer also mal einen abgeschlachteten Guerrero sehen will, für den ist der Event mit Sicherheit etwas, doch all die anderen, denen Blut nicht so viel gibt, wären wohl eher enttäuscht, da es wenig storylione-technisch aufgebaute Matches gab und außerdem die Qualität der Matches nicht besonders hoch war, wie man an meinen Wertungen unschwer erkennen kann.
    Ich hoffe, dass man bei Smackdown natürlich nun einige Leute pusht und sie gut aufbaut, aber die Arenen füllen sich halt in der Regel nur aufgrund der Stars und niemand will zu zehnten Mal Booker T vs. RVD sehen.


    Das war’s soweit von meiner Seite. Vielleicht möchte der ein oder andere doch noch ein oder zwei Wörtchen schreiben, aber bitte lasst es nicht wieder in eine Diskussion ausarten, ob PbP nun gut oder nicht ist.


    Danke und


    Bis bald (Zit.: Mindbending Alien of Zak McKracken)

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  • A N Z E I G E
  • Zu Cena vs Dupree


    Naja, dass der Champ als erster den Ring betritt passiert eh oft.....erinnere mich nur grad an WM XIX Booker T vs HHH und Kurt Angel vs Brock Lesnar..da wars beide male so. Und grad bei Cena würds imo überhaupt ned passen wenn er seinen Rap abzieht, während der Gegner schon im Ring rumsteht...

    Der User ist bekennender Undertaker und Cactus Jack Mark / ECW for Life

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  • Zitat

    Original geschrieben von Carstein:
    Zu Cena vs Dupree


    Naja, dass der Champ als erster den Ring betritt passiert eh oft.....erinnere mich nur grad an WM XIX Booker T vs HHH und Kurt Angel vs Brock Lesnar..da wars beide male so. Und grad bei Cena würds imo überhaupt ned passen wenn er seinen Rap abzieht, während der Gegner schon im Ring rumsteht...


    Da hast du zwar Recht, aber ich finde, dass Cena den Rap genauso gut vom Entrance aus führen könnte.
    Es hat IMO mehr Stil den Champ als Zweiten den Ring zu betreten lassen.

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  • Es wird bei großen Matches meist so gemacht, dass der Face-Wrestler als letzter den RIng betritt, obwohl es richtiger wäre, den Champ als letztes reinkommen zu lassen.
    Zu Cena speziell: Er hat doch schon öfter Raps bei der Entrance gemacht, fand ich persönlich sogar geiler, aber für die guten Sprüche müsste er heel turnen! ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von Highflyer:
    Es wird bei großen Matches meist so gemacht, dass der Face-Wrestler als letzter den RIng betritt, obwohl es richtiger wäre, den Champ als letztes reinkommen zu lassen.
    Zu Cena speziell: Er hat doch schon öfter Raps bei der Entrance gemacht, fand ich persönlich sogar geiler, aber für die guten Sprüche müsste er heel turnen! ;)


    Ich denke nicht, dass er zwangsläufig Heel turnen müsste.

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  • Zitat

    Original geschrieben von Weidekaeuzchen:
    Lass bei der Bewertung das /5 weg, ich finde das ein bisschen störend. Ansonsten ok.


    Damit mache ich nur klar, dass es sich nicht um eine 10-Sterne-Wertung handelt. Danke.

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  • Zitat

    Original geschrieben von The Formless One:
    Damit mache ich nur klar, dass es sich nicht um eine 10-Sterne-Wertung handelt. Danke.


    Schreibs am Anfang oder am Ende einfach als Bemerkung. Ansonsten war der Review vom Stil her ganz gut!

  • Zitat

    Original geschrieben von Bhandu:
    Schreibs am Anfang oder am Ende einfach als Bemerkung. Ansonsten war der Review vom Stil her ganz gut!


    Mal schauen, falls ich noch einen schreiben sollte, werd' ich es vermerken.

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