A N Z E I G E

EURO 2024 - Das Halbfinale (09. & 10.07.)

  • 2010 hatte doch viele interessante Stories.

    Die spanische Maschine, Uruguays und Ghanas Wege, die schlussendlich zusammen fanden und legendär endeten, die deutschen jungen Wilden ohne Ballack, Argentinien mit Trainer Maradona und Messi, der erstmals als Weltfußballer bei einer WM war und in die Fußstapfen seines Trainers treten „musste“ und die (wie immer) hochgehandelten Brasilianer, die überraschend im Viertelfinale scheiterten.

    Dazu viele Weitschusstore, weil der Jabulani scheinbar so unberechenbar war.

    Stimmt, die WM war eigentlich auch gut, nur die Stimmung und Atmosphäre in den Stadien war nicht so meins.

  • A N Z E I G E
  • WM 2002 war meine erste WM, die finde ich deswegen schon vom Gefühl her großartig^^

    Super, beim ersten mal sind viele oft nervös und es klappt nicht so mit dem Gefühl. ;) ^^  :)

    Die WM 2002 war auch eine gute, wenn man mal das starke "Pushen" von Südkorea bei Seite lässt, aus deutscher Sicht war es sogar ein sehr gutes Turnier und ich verstehe nicht wieso manche 2006 über 2002 stellen.

  • Ja sehr seltsam das man eine WM die einen unfassbaren Hype und Zusammenhalt im Land entfacht hat und diese typischen Public Viewings etc wie man sie heute kennt entstanden lassen hat, über eine WM stellt, bei der man sehr destruktiven Fussball gespielt hat und die dann noch auf einem anderen Kontinent stattgefunden hat. Wirklich merkwürdig.

  • Ja sehr seltsam das man eine WM die einen unfassbaren Hype und Zusammenhalt im Land entfacht hat und diese typischen Public Viewings etc wie man sie heute kennt entstanden lassen hat, über eine WM stellt, bei der man sehr destruktiven Fussball gespielt hat und die dann noch auf einem anderen Kontinent stattgefunden hat. Wirklich merkwürdig.

    Aha, also in meinem Augen hat man 02 besser gespielt als 06. Alleine der Auftakt gegen Saudi Arabien schlägt die meisten Spiele von 06.

    Was hatte man genau : Einen 4:2 Zirkus im Eröffnungsspiel gegen ein drittklassiges Costa-Rica, ein verkrampftes 1:0 in letzter Sekunde gegen ein zweitklassiges Polen, ein 3:0 gegen Ecuador die sich aufgrund vorzeitiger Qualifikation schlafen geleģt hatten, ein verkrampftes 2:0 gegen Schweden, gegen Argentinien wäre man eigentlich untergegangen wenn man nicht viel Glück gehabt hätte und gegen Italien war es zwar eine Klasse Leistung aber Schluss. Kein Vergleich zu den Spielen von z.b. 2010.

    Und die ganzen Geschichten mit dem Sommermärchen sind eh übertrieben, mal ganz abgesehen davon dass solche Turniere in jedem Land solche Geschichten entstehen lassen. Vielleicht nicht so extrem übertrieben wie beim aktuellen Turnier, aber alles andere als vernünftig analysiert. Es war, wie eigentlich der Name schon sagt, ein Märchen.

  • Natürlich verklärt sich rückblickend vieles.


    Kann mich z. B. 1992 oder 1996 nicht erinnern, ob dort alles Spiele der dt. Nationalmannschaft erstklassig waren oder die Europameisterschaft im Allgemeinen dort.


    Da weiß ich nur wer die Europameisterschaft gewonnen hat, aber kann nicht sagen, ob die Spiele durchgängig super waren oder wie viele Spiele es gab mit "Anti Fussball".

  • Ich merke es aber auf jeden Fall beim Tippen. Lag oft mit nur einem Tor daneben. Und gefühlt sind fast alle Spiele mit einem Tor Unterschied entschieden. Ich hatte eigentlich deswegen eine gute Zeit, eigentlich immer wenn man eingeschaltet hat, hatte man ein spannendes Spiel gesehen, wo noch alles drin war für beide Mannschaften.


    Was die Stimmung selbst angeht, ich glaube da kam in dem Sommer jetzt vieles zusammen. Das eine ist EM im eigenen Land, also auch in den Städten die Fanzones. Im Sommer ist es eh die Stimmung viel besser. Es gab einen gewissen Hype um die Nationalmannschaft und dass jetzt Dinge anders gemacht werden. Und ja der Rechtsruck natürlich auch in der Gesellschaft, wo dann doch ein gewisser Patriotismus wieder entsteht. Dann auch die guten Auftritte der Nationalmannschaft. Da hat dieses Jahr einfach viel zusammen gepasst, dass der Hype wieder größer war.

  • Und ja der Rechtsruck natürlich auch in der Gesellschaft, wo dann doch ein gewisser Patriotismus wieder entsteht.

    Dir ist schon klar dass Patriotismus absolut nichts mit Rechts zu tun hat, ganz im Gegenteil? Was zu beschreibst ist Nationalismus.

  • Aha, also in meinem Augen hat man 02 besser gespielt als 06. Alleine der Auftakt gegen Saudi Arabien schlägt die meisten Spiele von 06.

    Was hatte man genau : Einen 4:2 Zirkus im Eröffnungsspiel gegen ein drittklassiges Costa-Rica, ein verkrampftes 1:0 in letzter Sekunde gegen ein zweitklassiges Polen, ein 3:0 gegen Ecuador die sich aufgrund vorzeitiger Qualifikation schlafen geleģt hatten, ein verkrampftes 2:0 gegen Schweden, gegen Argentinien wäre man eigentlich untergegangen wenn man nicht viel Glück gehabt hätte und gegen Italien war es zwar eine Klasse Leistung aber Schluss. Kein Vergleich zu den Spielen von z.b. 2010.

    Und die ganzen Geschichten mit dem Sommermärchen sind eh übertrieben, mal ganz abgesehen davon dass solche Turniere in jedem Land solche Geschichten entstehen lassen. Vielleicht nicht so extrem übertrieben wie beim aktuellen Turnier, aber alles andere als vernünftig analysiert. Es war, wie eigentlich der Name schon sagt, ein Märchen.

    Du nennst das 4:2 gegen Costa Rica Zirkus, die sich wenigstens gewehrt haben, aber das 8:0 gegen Saudi Arabien war dann was? Danach ist es allein Oliver Kahn zu verdanken, dass man sich mit einem 1:1 gegen Irland, einem 2:0 gegen Kamerun, einem 1:0 gegen Paraguay, einem 1:0 gegen die USA und einem 1:0 gegen Südkorea (okay, da war es mehr Ballack) ins Finale "geluckt" hat.


    Dass man 2010 schöner gespielt hat, keine Frage. Aber 2006 war spielerisch ein riesiger Schritt nach vorne nach all den spielerisch schwachen Turnieren von 98 bis 2004


    Natürlich verklärt sich rückblickend vieles.


    Kann mich z. B. 1992 oder 1996 nicht erinnern, ob dort alles Spiele der dt. Nationalmannschaft erstklassig waren oder die Europameisterschaft im Allgemeinen dort.


    Da weiß ich nur wer die Europameisterschaft gewonnen hat, aber kann nicht sagen, ob die Spiele durchgängig super waren oder wie viele Spiele es gab mit "Anti Fussball".

    Deutschland 92 war im Grunde Häßler. Der hat ein absurd gutes Turnier gespielt. Das beste Spiel zeigte man dann im HF gegen die Schweden und erreichte so das Finale, nachdem man vorher noch Glück hatte, überhaupt dieses erreicht zu haben, weil die GUS gegen Schottland komplett versagte.


    96 startete man stark ins Turnier (souveräne Siege gegen Russland und Tschechien), aber hatte dann beim 0:0 gegen Italien sämtliches Glück und einen überragenden Andi Köpke, um die Gruppe zu gewinnen. Dann gab es das Hassspiel gegen Kroatien, eine widerliche Partie...auch die gewann man durchaus glücklich mit 2:1. HF gegen England war Duell auf Augenhöhe, Elfern gewann man. Und ja, das Finale war dann halt schwach, man gerät durch einen Elfer, den man durchaus in Frage stellen darf, in Rückstand und dann kommt halt Bierhoff.

  • Du siehst es so, ich sehe es anders. Für mich wird 2002 immer über 2006 stehen. 2006 ist in meinen Augen ein künstlich aufgepumptes Märchen. Die Heim WM kam schlicht und ergreifend 4 Jahre zu früh, aber man wollte auf Teufel komm raus unbedingt eine grosse Geschichte haben, also hat man sie erfunden. Klinsmann war sowieso der falscheste Trainer für eine Heim WM, ein Ami Showman und kein ernsthafter Übungsleiter. Hätte man 06 und 24 bessere Trainer gehabt hätte man auch besser abgeschnitten. Aber statt sich auf den Sport zu konzentrieren war die Show drumherum wichtiger. Da hat sich die Politik mächtig eingemischt.

  • A N Z E I G E
  • 2010 hatte doch viele interessante Stories.

    Die spanische Maschine, Uruguays und Ghanas Wege, die schlussendlich zusammen fanden und legendär endeten, die deutschen jungen Wilden ohne Ballack, Argentinien mit Trainer Maradona und Messi, der erstmals als Weltfußballer bei einer WM war und in die Fußstapfen seines Trainers treten „musste“ und die (wie immer) hochgehandelten Brasilianer, die überraschend im Viertelfinale scheiterten.

    Dazu viele Weitschusstore, weil der Jabulani scheinbar so unberechenbar war.

    2010 hab ich auch absolut nicht negativ in Erinnerung.

    Meine erste WM war die 1994 in den USA und wenn ich alle Weltmeisterschaften seitdem nehme wäre 2010 auf jeden Fall in den Top 3 bei mir zusammen mit 1998 und 2014.

  • (...) und ich verstehe nicht wieso manche 2006 über 2002 stellen.

    Selber bin ich zum Beispiel überhaupt kein Fan von Turnieren, wo die Spiele vormittags oder mittags stattfinden. Ich war zwar zu der Zeit noch an der Uni und daher flexibler, aber dennoch keine Uhrzeit, die ich vorm TV verbringen möchte. Solche Faktoren ziehen ein Turnier für mich bei Ranglisten immer etwas runter.

  • Und Platz drei hat man auch erfunden?

    Ich bin zwar kein Mathematikprofessor aber Platz 2 ist glaube ich besser als 3. Ausserdem ging es um das Sommermärchen, und da spielt das Drumherum eine grössere Rolle als das sportliche Abschneiden.

    Es ist eine politische und Mentalitätsfrage.

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