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Das Gedächtnis und seine Trigger - Eine mysteriöse Welt

  • Ein jeder von uns kennt es: Eine Person, die einen an jemanden Bekanntes erinnert, der eine Geruch, der einen wieder sechs Jahre alt werden lässt, der Song, bei dem man auf einmal wieder auf der Schulabschlussparty ist oder evtl. sogar die Zahl, bestimmte Daten oder Muster, die man im Alltag immer wieder erkennt.


    In zahlreichen Gesprächen mit Freunden und Bekannten konnte ich feststellen, dass nicht nur die verschiedenen Sinne auf Reize in unterschiedlicher Intensität reagieren, sondern auch die Art und Weise, wie wir uns erinnern sich sehr stark unterscheiden. Ich finde das generell sehr schwer in Worte zu fassen und kann nur versuchen, dies einmal für mich zu beschreiben: Generell habe ich ein sehr schlechtes biographisches Gedächtnis. Das bezieht sich nicht nur auf Erinnerungen der frühesten Kindheit, sondern erstreckt sich auch auf das gesamte Erwachsenenalter. Während gute Freunde von mir häufig detaillierte Beschreibungen aus unseren gemeinsamen Erlebnissen vor 20 Jahren liefern können, sitze ich dort (obwohl ich laut deren Aussage dabei war) jeweils nur dort und kann mich gar nicht erinnern. Maximal kommt dann bei den Erzählungen manchmal so ein kleines Bruchstück an Erinnerungen wie so ein Gedankenfetzen durch, aber das war es auch schon.


    Bei Kindheitserinnerungen ist es ganz ähnlich. Dort sind es dann eher alte Kindheitsspielzeuge oder Gegenstände, die zwar keine bewusste Erinnerung, aber ein Gefühl auslösen, von dem ich glaube, dass ich es damals genauso empfunden habe, während ich damit gespielt habe. Ähnlich verhält es sich mit Liedern von Bands, die meine Eltern früher viel gehört haben. Auch Filme, die ich früher gesehen habe, haben einen ähnlichen Effekt, genauso wie das Parfüm, das meine Oma immer trug ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt.


    So wenig ich sonst biographische Erinnerungen habe, kann ich mir jedoch umso besser Zahlen und Daten merken. Das fällt dann häufig in die Kategorie "unnützes Wissen", weil ich genau weiß, wann welches historische Ereignis stattgefunden hat, in welchem Jahr genau welcher Film erschienen ist oder wo in welchem Jahr eine Fußball WM stattgefunden hat, wer die Sieger und Finalisten waren usw. Auch Inhalte von Texten, die mich interessieren, kann ich noch lange fast detailgenau wiedergeben. Das alles funktioniert allerdings nur bei Informationen, die ich durch Lesen aufgenommen habe, auditiv wiedergegebene Inhalte kann ich mir hingegen wiederum wirklich schlecht merken.

    Dazu fallen mir im Alltag kurioserweise häufig Autokennzeichen auf, die mit dem "CK" eine Buchstabenkombination innehaben, die unser Familienauto damals hatte.


    Daher die Frage: Habt ihr viele oder wenige biographische Erinnerungen? Welcher Reiz löst bei euch die intensivsten Erinnerungen aus? Welche Informationen könnt ihr noch lange abrufen und welche Rolle spielt dabei die Art der Informationsaufnahme? Und habt ihr vielleicht selbst irgendwelche kuriosen "Erinnerungsmarotten"?

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  • Fußballspiele (vor allem Spiele von Schalke), wenn ich an manche Tage zurück denke kommt mir dann oft ein Spiel in den Sinn mit dem ich dann den kompletten Tag nacherzählen kann :) ^^

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