A N Z E I G E

Der Thread zum Hausbau - Erwerb von Eigentum

  • Da ich der derzeit in der Planungsphase zum Bau einer Doppelhaushälfte stehe, wollte ich einfach, vor dem Posten konkreter Fragen, mal erstmal aus Neugier eure Erfahrungen abfragen.


    Wer von euch hat schon ein Haus gekauft oder gebaut?

    Welche Erfahrungen habt ihr sammeln können?

    Welche Fehler würdet ihr nun nicht mehr machen wollen?

    Welche Schwierigkeiten haben sich während dem Bau ergeben?


    Ich dachte, wenn wir zu Autogrammkarten, stadionbesuche, Mittagessen einen Thread haben, dann gerne auch einen Thread zu eine der größten Emtscheidungen eines Lebens, ich baue / Kaufe ein Haus

  • A N Z E I G E
  • Gekauft/Geerbt in 2021.

    Grundsätzlich beste Entscheidung,da das Mietverhältnis vorher eine totale Katastrophe war.


    Grundsätzlicher Nachteil sind natürlich die Kosten die so nebenher dazu kommen. Carport ist marode und muss saniert werden, Fassade muss gestrichen werden usw. Also so ne Sachen muss man im Hinterkopf behalten. Beim Neubau fällt das natürlich raus.


    Aktuell bauen würde ich definitiv aber nicht.

  • Wir würden jetzt ein Grundstück zum Bauen (geschenkt) von der anderen Partei bekommen.

    Wir müssten aber jetzt anfangen und können nicht auf niedrige Zinsen warten, was ich ja gerne würde.

    Zunächst muss och ein altes Haus abgerissen werden

    Die Zinsen einfach pervers

  • Geht ja nicht nur um die Zinsen. Handwerker Preise sind extrem, Wartezeiten sind extrem, teilweise ist an das Material immer noch schwer ran zu kommen.


    Habe bei der Kernsanierung auch des öfteren auf "Nachbarschaftshilfe" zurück gegriffen.


    Und das Grundstück verkaufen und ne Bestandsimmobilie kaufen??

  • Wir müssten aber jetzt anfangen und können nicht auf niedrige Zinsen warten, was ich ja gerne würde.

    ...

    Die Zinsen einfach pervers

    Um das mal kurz aufzugreifen: die aktuellen Zinssätze sind historisch betrachtet überhaupt nicht pervers und nicht einmal sonderlich hoch. Man hat sich einfach sehr schnell an die historisch niedrigen Zinsen der letzten Jahre gewöhnt.

    Vor 20 - 25 Jahren waren Zinssätze von 6 - 10 % durchaus üblich und auch da wurden Immobilien gekauft. Von solchen Zinssätzen sind wir zum Glück noch weit entfernt.


    Das Problem ist eher, dass die Zinsen zwar gestiegen, die Kaufpreise aber noch nicht entsprechend gesunken sind.

    Aktuell würde ich jedenfalls nicht davon ausgehen, dass die Zinsen auf absehbare Zeit signifikant sinken werden.

  • Um das mal kurz aufzugreifen: die aktuellen Zinssätze sind historisch betrachtet überhaupt nicht pervers und nicht einmal sonderlich hoch. Man hat sich einfach sehr schnell an die historisch niedrigen Zinsen der letzten Jahre gewöhnt.

    Vor 20 - 25 Jahren waren Zinssätze von 6 - 10 % durchaus üblich und auch da wurden Immobilien gekauft. Von solchen Zinssätzen sind wir zum Glück noch weit entfernt.


    Das Problem ist eher, dass die Zinsen zwar gestiegen, die Kaufpreise aber noch nicht entsprechend gesunken sind.

    Aktuell würde ich jedenfalls nicht davon ausgehen, dass die Zinsen auf absehbare Zeit signifikant sinken werden.

    Hast du Recht.

    Mir sind die hohen Zinssätze Anfang der 90er bekannt.

    Es war einfach nur im Vergleich zu den letzten Jahren gemeint.

  • In den 90 ern war das Einkommensniveau ein anderes. Zudem kostete das restliche Leben auch nur die Hälfte.

    Dazu kommt das heutzutage viele ohne Eigenkapital finanzieren wollen. Ich meine die Banken geben einem recht flott mal eben 400.000-500.000€ Kredit. Das sind 1 Millionen DM. Dafür gibt's heute ein 1 Familienhaus mit Mini Grundstück auffem Lande.

    In den 90ern haste in der gleichen Stadt dafür eine Villa bekommen.

  • In den 90 ern war das Einkommensniveau ein anderes. Zudem kostete das restliche Leben auch nur die Hälfte.

    Dazu kommt das heutzutage viele ohne Eigenkapital finanzieren wollen. Ich meine die Banken geben einem recht flott mal eben 400.000-500.000€ Kredit. Das sind 1 Millionen DM. Dafür gibt's heute ein 1 Familienhaus mit Mini Grundstück auffem Lande.

    In den 90ern haste in der gleichen Stadt dafür eine Villa bekommen.

    So pauschal kann man man das meiner Meinung nach nicht sagen. Das restliche Leben war vor allem deswegen günstiger, weil die Ansprüche nicht so hoch waren.

    - Es gab keine Smartphones mit Handyverträgen, die monatlich kosten.

    - Man hatte in den Supermärkten und Restaurants nicht die riesige Auswahl wie heute.

    - Viele Menschen haben nicht (mehrfach) jährlich Urlaube und andere Flugreisen ins Ausland gemacht. Zudem hatte eine Familie im Zweifelsfall nicht mehrere Autos.


    Früher waren viele Menschen meiner Meinung nach eher dazu bereit, für die Immobilie auf andere Dinge zu verzichten. Da war es dann auch eher möglich, 50 % des Familieneinkommens für die Finanzierung zu nutzen.

  • Das und die Tatsache, dass man eben nur zu festen Geschäftsöffnungszeiten Geld ausgeben konnte und nicht 24/7.

  • Ich bin ein Kind der 90er.

    Wir hatten 2 Autos,sind 2*im Jahr nach Fuerteventura geflogen,und mein Vater hatte eines der ersten "Mobiltelefon" der Zeit. Geld ausgeben konntest du damals auch 24/7 und zwar mit Versandhäusern.


    Der Lebensstandard ist mir und meiner Familie, trotz höherem Einkommen, bei weitem nicht möglich.


    BtT: Nur mal als Eckdaten. Freunde von uns haben 2018 gebaut. 450qm Eckgrundstück,Haus mit 2 Stockwerken ohne Keller,gute Durchschnittliche Ausstattung. Inkl.Gartenanlage,Hof pflastern, Carport bauen und ohne Eigenleistung knapp 600.000 Euro. Und das in einem 50.000 Seelen Kaff. Bei der Inflation usw.wären das aktuell 700.000 € ohne Probleme.

  • A N Z E I G E
  • Wobei da auch vergessen wird, wie groß die Inflation über so einen Zeitraum ist. Wenn wir mal seit 1993 rechnen (also seit 30 Jahren) und eine ungefähre durchschnittliche Inflation von 2% pro Jahr annehmen (sollte grob hinkommen), dann ist das auf den Gesamtzeitraum gesehen eine Inflation von 100 * ((1,02^30) - 1) = ~80%.


    Heißt, dass ein Einkommen von 100k EUR heute ungefähr 55k im Jahre 1993 entspricht, oder 50k heute nur 27k damals. Da ist also klar, dass Du heute ein wesentlich höheres Einkommen haben kannst und Dir trotzdem weniger leisten kannst. Du musst schon fast das doppelte verdienen, um überhaupt nur die Inflation auszugleichen.


    Immobilien in guter Lage sind freilich heftiger gestiegen als "nur" 80% - trotzdem unteschätzen Leute, wie viel die Inflation über einen so langen Zeitraum ausmacht. Eine grobe Quelle die ich dazu finde sagt:

    Während eine Eigentumswohnung im Erstbezug 1993 dem Analysehaus Bulwiengesa zufolge umgerechnet noch 2225 Euro pro Quadratmeter kostete, waren es in diesem Jahr 5554 Euro

    Wäre also eine Steigerung von ~150%. Das ist natürlich nochmal deutlich mehr, zeigt aber auch, dass die Inflation schon mal einen sehr großen Teil davon einnimmt.


    Da Dein Beispiel auch Urlaubsreisen beinhaltet: Flugreisen sind z.B. inflationsbereinigt deutlich billiger geworden seit den 90ern:


    https://www.reise-preise.de/pd…eise_1988-2018_rp-119.pdf

    5 Mal editiert, zuletzt von Stingray ()

  • Passt das Thema nicht besser in den Geldanlagen-Thread im Deluxe?


    Da gibt es ja doch ein paar Hausbesitzer, Hausverfechter und auch diejenigen, die gute Argumente gegen einen Hauskauf auffahren.

  • Passt das Thema nicht besser in den Geldanlagen-Thread im Deluxe?


    Da gibt es ja doch ein paar Hausbesitzer, Hausverfechter und auch diejenigen, die gute Argumente gegen einen Hauskauf auffahren.

    Glaube da würde es untergehen.

    Hier sollte es ja nicht nur um die Geldanlage gehen, sondern auch um Probleme beim Bau, Erfahrungen etc.

    Sollte ich bauen, werde ich hier auch die Prozesse des Baus posten.

  • Da ich der derzeit in der Planungsphase zum Bau einer Doppelhaushälfte stehe, wollte ich einfach, vor dem Posten konkreter Fragen, mal erstmal aus Neugier eure Erfahrungen abfragen.

    Wer von euch hat schon ein Haus gekauft oder gebaut?

    Welche Erfahrungen habt ihr sammeln können?

    Welche Fehler würdet ihr nun nicht mehr machen wollen?

    Welche Schwierigkeiten haben sich während dem Bau ergeben?

    1. 2017 bauen lassen und auch manches selber gemacht.

    2. Niemals auf Aussagen und Termine von Bauunternehmen verlassen.

    3. Zu glauben, ein kalkuliertes Budget einhalten zu können.

    4. Alle.


    Schlussendlich bereue ich es aber dennoch nicht und werde es auch nie. Ich hasse wenige Dinge, aber ich habe es gehasst in Mehrfamilienhäuser zu leben. Ich empfand es irgendwann als unerträglich und das Leben auf eigenen Grundstück mit großer Grünanlage, Garten und viel Platz für das Viehzeug, ist für mich fast schon ein 2. Leben.

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