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Die deutsche Nationalmannschaft - Wie geht es weiter?

  • Ist er das nicht? Meiner Meinung nach ist Tuchel genau das. Tuchel ist ein Mensch, der extrem akribisch arbeitet, höchste Maßstäbe an sich selbst und alle anderen hat und der sehr wohl Spieler mitreißen kann. Guck dir bspw. mal die Aussagen von Thiago Silva nach der Entlassung bei Chelsea an. Auch hier in Mainz, auch wenn das schon etwas her ist, kann ich mich an kein geschlosseneres Team mehr erinnern als in der letzten Saison unter Tuchel. Das hat jetzt erst wieder Svensson ähnlich hinbekommen, wenn auch nicht auf diesem immens hohen Niveau. Tuchel eckt dann irgendwann mit Offiziellen an und vielleicht auch mit Spielern, die er inhaltlich und mit seiner Erwartungshaltung irgendwann verliert, bei der Geschwindigkeit innerhalb einer Nationalmannschaft mit den seltenen Lehrgängen würde ich diesen Zeitpunkt bis zu EM, und darum geht es jetzt, nicht sehen.

    Ich glaube schon, dass er gewisse Probleme im Zwischenmenschlichen hat, das ist ihm ja jetzt schon in mehreren Stationen auf die Füße gefallen. Ich halte auf fachlicher Ebene extrem viel von ihm, habe aber Zweifel, ob das mit der kurzen Zeit, die Nationalmannschaften zusammen sind reicht, um da sein volles Vermögen auszuschöpfen. Erst recht, wenn es auch darum geht, die verschiedenen Vereinsstile irgendwie zusammenzuführen. Tuchel wirkt mir wie jemand, der ungerne bei seinem Spiel Kompromisse eingeht und das kann schnell für Verstimmungen sorgen, wenn er Spieler ganz anders einsetzen will, als sie das die allermeiste Zeit im Verein gewohnt sind. Er ist einfach für mich mehr ein Vereinstrainer.

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  • Die Streich Idee gefällt mir.

    Es wäre der beste Schritt, weil er die Sympathie auch sofort wieder herstellen würde. Ohne Anlaufzeit.

    Streich ist da und man liebt das Team wieder.

    Das mein ich ernst. Aber er wird es nicht machen.

  • Im Jahr 2022 wird natürlich so ziemlich alles durchkommerzialisiert. Bierhoff war für mich aber immer das Sinnbild für jemanden, diese Kommerzialisierung deutlich über sportliche Aspekte stellt. Alleine diese Coca Cola-Fanclub Geschichten waren Cringe sein Vater, das Symbolbild für leblose Eventveranstaltungen.

    in gewisser Weise stimme ich dir da zwar zu. sehe aber nicht in der Kommerzialisierung das größte Problem des deutschen Fußballes bzw der Nationalmannschaft so wie es The Manelorian beschrieben hat.


    fehlende sehr gute defensive Spieler und eine nicht eingespielte Mannschaft sehe ich als deutliche größere Probleme an, als diese Kommerzialisierung die man zwar kritisieren kann aber meiner Meinung nach nur eines von vielen Problemen ist

  • Tuchel hingegen hat seine Klasse bereits mehrfach nachgewiesen und ich bin ein großer Fan von ihm - ob er aus menschlicher Sicht aber langfristig auf der Position bleiben würde, halte ich auch für fraglich.

    Tuchel und Watzke der ja derzeit DFB Vize Präsident ist und laut Medienberichten Stärker eingebunden werden soll

    ich glaube nicht das es lange mit beiden gut gehen würde

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    Wenn das alles stimmen sollte dann ist Flick eigentlich echt nicht mehr tragbar.

  • Kann man auch einfach mal jemanden holen, der Ahnung von Kaderplanung / Kadermanagement hat

    Wofür braucht eine Nationalmannschaft das denn? Die Spieler sind längstens 6 Wochen (Turnier) zusammen. Und dann sollte doch auch der Trainer den Kader zusammenstellen, nicht ein Sportdirektor/Manager was auch immer.


    Ich war generell immer der Meinung, dass die Nationalmannschaft keinen Manager braucht. Spieler nominiert der Trainer, den Vertrag mit dem Trainer macht der DFB und Spielerverträge gibt es nicht.


    Im Jahr 2022 wird natürlich so ziemlich alles durchkommerzialisiert. Bierhoff war für mich aber immer das Sinnbild für jemanden, diese Kommerzialisierung deutlich über sportliche Aspekte stellt. Alleine diese Coca Cola-Fanclub Geschichten waren Cringe sein Vater, das Symbolbild für leblose Eventveranstaltungen.

    Das größte Problem bei der Sache, waren für mich immer diese komplett sinnbefreiten Aktionen. Kein Mensch braucht eine Kaderverkündung auf der Zugspitze oder öffentliche Quartiersuchen (die dann aufgrund der Entfernung zum Pressezentrum noch in Strafen durch die FIFA münden). Das kann man alles auch zwei Nummern kleiner aufziehen.


    Generell bin ich der Meinung, wenn man den Posten neu besetzt (wobei ich mir nicht sicher bin, ob das überhaupt erforderlich ist, zumindest in dem Maße*), sollte es jemand sein, der unvorbelastet ist und demjenigen sollte auch die Möglichkeit gegeben werden wirklich etwas zu bewegen.


    Zum Thema Trainer: Es ist wohl unstrittig, dass sich der Job eines Vereinstrainers immens von dem eines Nationaltrainers unterscheidet. Klar gibt es Überschneidungen, ein gewisses Maß an Talent die Spieler zu führen und ihnen taktische Grundzüge nahezubringen brauchen sicher beide. Aber aufgrund der deutlich geringeren Zeiten, die ein Nationaltrainer mit der Mannschaft verbringt, können gewisse taktische Feinheiten einfach nicht so gut implementiert werden**. Andererseits nutzen sich emotionale Ansprachen und Motivationsreden vermutlich nicht so schnell ab, wenn die Spieler sie nicht wöchentlich hören.


    Zudem muss ein Nationaltrainer gezwungenermaßen mit dem Spielermaterial auskommen, dass es gibt. Wenn es keinen Linksverteidiger mit passender Nationalität und Qualität gibt, ist das nun mal so.


    Sollte Flick wirklich nicht weiter machen (dürfen), sehe ich Tuchel durchaus als sehr gut geeigneten Kandidaten. Zum einen hat er bei Chelsea bewiesen, dass er aus einem vorhandenen Spielermaterial das beste herausholen kann und zum anderen sollten die beschworenen zwischenmenschlichen Probleme aufgrund der "Autarkie" des Bundestrainers erstmal weniger im Vordergrund stehen. Aber wer weiß ob es nicht noch andere mögliche Kandidaten gibt. Die Lange gelebten DFB-internen Lösungen sehe ich aktuell nicht, aber es hätte auch niemand wissen können, dass ein Beckenbauer oder Völler den Posten ausfüllen können. Vielleicht wäre so eine Lösung, gerade in Bezug auf die zu entfachende Euphorie im Vorfeld der Heim-EM nicht mal die schlechteste.


    * Sicher braucht es jemand, der sich um Quartiere kümmert, der als Bindeglied zwischen Nationalelf und Verband agiert usw. aber muss dass ein bekannter Name sein, der die Öffentlichkeit sucht? Das kann sicher auch jemand im Hintergrund machen auch wenn eine gewisse Nähe zur Mannschaft kein Schaden wäre.


    ** Das wäre eventuell sogar möglich, wenn sich der Trainer jetzt bereits auf einen Kader für die EM festlegt und diesen gegen alle Widerstände durchzieht. Wenn immer die gleichen Spieler kommen würden, könnte man die Taktik natürlich wesentlich besser trainieren. Aber das kann ich mir bei der deutschen Medienlandschaft nicht vorstellen. Man stelle sich vor Lukas Petkov zerschießt 23/24 die Liga, nach dem er am 11. Spieltag sein erstes Bundesligator erzielt hat, aber der Trainer sagt nein, da er bis zur EM nicht mehr in die Taktik integrierbar wäre.

  • Nach dem Aus von DFB-Direktor Oliver Bierhoff steht auch Bundestrainer Hansi Flick zur Debatte. Wie die Sport Bild berichtet, soll der 57-Jährige aber im Amt bleiben dürfen, sofern er seine Teilschuld am WM-Debakel eingesteht.

    Demnach soll Flick trotz diverser personeller und taktischer Fehlentscheidungen als Bundestrainer weitermachen, sollte er seine Mitschuld am frühen Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft einräumen.

    In der Kritik steht angeblich unter anderem der zu weiche Umgang mit den Spielern. So durften die Ehefrauen und Freundinnen der DFB-Kicker gleich zweimal in der Vorrunde im Quartier übernachten, obwohl das DFB-Team mit einer 1:2-Niederlage gegen Japan denkbar ungünstig ins Turnier gestartet war.

    Auch die anfällige Defensive und der weitestgehende Verzicht auf einen klassischen Stürmer wie Niclas Füllkrug sollen dem 57-Jährigen angekreidet werden. Der Vorwurf: Die Nationalmannschaft habe ihren Spielern eine Wohlfühloase geschaffen, in der keine leistungsfördernde Atmosphäre herrschte.


    Spox

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