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Bürgergeld - geplante Einführung ab 2023

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  • Iich würde es sowieso eher begrüßen wenn man weniger Geld bar auszahlt und alternativ.

    Wertgutscheine für Grundnahrungsmittel und Kleidung ausgibt.

    Ich nicht, denn damit hast du eine soziale Stigmatisierung an den Kassen in den Geschäften a la "guck mal, der kriegt Gutscheine vom Amt, die faule Sau" etc. und damit ist bei unserer aktuellen Gesellschaft durchaus zu rechnen.

  • Iich würde es sowieso eher begrüßen wenn man weniger Geld bar auszahlt und alternativ.

    Wertgutscheine für Grundnahrungsmittel und Kleidung ausgibt.

    Du scheinst Menschen gerne beschämen zu wollen, oder? Hauptsache "hart" sein, richtig?

    Mit Gutscheinen einkaufen zu gehen, wer macht es nicht gerne.

  • Iich würde es sowieso eher begrüßen wenn man weniger Geld bar auszahlt und alternativ.

    Wertgutscheine für Grundnahrungsmittel und Kleidung ausgibt.

    Ja, die faulen Schweine sollen nicht auf den Trichter kommen und sich irgendwelche Luxusgüter vom Mund absparen. Wie muss man eigentlich drauf sein jemandem nicht mal den Hartzsatz oder meinetwegen das Bürgergeld zu gönnen, sondern weiter gängeln zu wollen?


    Geht einfach nicht in meinen Kopf charakterlich so drauf zu sein.

    Einmal editiert, zuletzt von Trey Lance () aus folgendem Grund: Beleidigung entfernt

  • damit ist bei unserer aktuellen Gesellschaft durchaus zu rechnen.

    Wieso? Wie ist denn unsere aktuelle Gesellschaft?


    Bei den Flüchtlingen war das bei uns doch auch nie ein Thema. Da wurde der Zettel von der Gemeinde hingehalten an der Kasse und gut war. Da gabs im Supermarkt keinerlei Gemauschel oder Ausbrüche mit Mistgabeln.

  • Habt ihr das schon mal selbst miterlebt, dass die Leute an der Kasse angefangen haben zu tuscheln, wenn wer mit Gutscheinen zahlt?


    (Andererseits, ja ich weiß natürlich, dass Gutscheine nur eine populistische Lösung für ein angebliches Sozialmissbrauchsproblem sind, das vielleicht 0.000001% mal auftritt.)

  • Wieso? Wie ist denn unsere aktuelle Gesellschaft?


    Bei den Flüchtlingen war das bei uns doch auch nie ein Thema. Da wurde der Zettel von der Gemeinde hingehalten an der Kasse und gut war. Da gabs im Supermarkt keinerlei Gemauschel oder Ausbrüche mit Mistgabeln.

    Also der Hass oder die Mistgunst auf Flüchtlinge wird u.a. auch damit „begründet“, dass diese in unserem Sozialstaat finanziell unterstützt werden.


    Stichwort „Sozialtourismus“

  • Habt ihr das schon mal selbst miterlebt, dass die Leute an der Kasse angefangen haben zu tuscheln, wenn wer mit Gutscheinen zahlt?

    Ich habe das selbst schon in einem sozialen Kaufhaus der Diakonie erlebt, wo ja eigentlich niemandem überraschen sollte, dass da auch Sozialleistungsempfänger mit Berechtigungsscheinen einkaufen gehen. Und auch im Elektrogeschäft hatte ich mal eine junge Mutter vor mir, die übel angepöbelt wurde, weil sie ihre Waschmaschine per Gutschein kaufen musste. Der standen tatsächlich die Tränen in den Augen und war ganz erleichtert, als ich den Pöbler zur Sau gemacht habe.

  • ist die Union jetzt eigentlich dann für einen höheren Mindestlohn, wenn sich Arbeit mehr lohnen soll als Bürgergeld? Ich mein, das wäre ja eigentlich die Konsequenz?


    Ich habe das selbst schon in einem sozialen Kaufhaus der Diakonie erlebt, wo ja eigentlich niemandem überraschen sollte, dass da auch Sozialleistungsempfänger mit Berechtigungsscheinen einkaufen gehen. Und auch im Elektrogeschäft hatte ich mal eine junge Mutter vor mir, die übel angepöbelt wurde, weil sie ihre Waschmaschine per Gutschein kaufen musste. Der standen tatsächlich die Tränen in den Augen und war ganz erleichtert, als ich den Pöbler zur Sau gemacht habe.

    So heftig selbst noch nicht erlebt, aber dieses leichte Getuschel auf jeden Fall.

  • Also der Hass oder die Mistgunst auf Flüchtlinge wird u.a. auch damit „begründet“, dass diese in unserem Sozialstaat finanziell unterstützt werden.


    Stichwort „Sozialtourismus“

    Ok Flüchtlinge war ein vielleicht nicht das beste Beispiel. Denke aber nicht ,dass es da großartig zur hier mehrfach genannten Stigmatisierung kommt. Vor allem dann, wenn es "normal" wäre mit Gutscheinen zu bezahlen.

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  • ist die Union jetzt eigentlich dann für einen höheren Mindestlohn, wenn sich Arbeit mehr lohnen soll als Bürgergeld? Ich mein, das wäre ja eigentlich die Konsequenz?

    Nein.


    Ich schlussfolgere, dass sich Arbeit im CDU/CSU-Verständnis nicht für alle lohnen soll, sondern nur für einige.

  • Also der Hass oder die Mistgunst auf Flüchtlinge wird u.a. auch damit „begründet“, dass diese in unserem Sozialstaat finanziell unterstützt werden.


    Stichwort „Sozialtourismus“

    Dazu möchte ich mich dann doch gerne mal äußern und das aus eigener Erfahrung. Wie hier vermutlich einigen bekannt ist, haben meine Familie und ich die Patenschaft für 2 ukrainische Flüchtlingsfamilien übernommen. Aller Anfang war schwer, vieles war neu, bei einigen Themen musste man sich auch erstmal durch unterschiedliche Leben und Kulturen beschnuppern, aber eine Sache ist mir im Gedächtnis geblieben, was mich merklich gestört hat und was meines Erachtens auch einfach ein Problem unseres Systems ist: Einer Familie ist relativ schnell aufgefallen, dass Sie besser zu Hause bleiben kann, als arbeiten zu gehen, da die Arbeitslosengelder recht ansprechend für sie waren. So schlugen sie einige Job-Vermittlungen unsererseits aus und irgendwann hab ich sie mir dann auch mal zur Brust genommen. Ich finde nämlich schon, dass man bei aller berechtigen Hilfe, irgendwann auch mal wieder den Hebel umlegen muss und dann wieder was für die Gesellschaft leisten sollte. Nur so kann unser System funktionieren. Natürlich ist allen klar, dass diese Familie keinen "Sozialtourismus" betrieben hat. Es ist aber auch klar, dass sie ziemlich schnell herausgefunden hat, dass die Hilfe des deutschen Staates durchaus attraktiver sein können, als einer geregelten Arbeit nachzugehen. Spätestens da sollten dann bei allen die Alarmsirenen anfangen zu klingeln.


    Ich finde daher die Einwände der Union am Bürgergeld richtig und wichtig. Keiner will das Bürgergeld zum Scheitern bringen, aber es muss hier und da noch nachjustiert werden, wie z.B. beim Schonvermögen und mit Sicherheit auch bei den Sanktionen. Finde es daher etwas interessant, wenn man hier Dinge wie "Blockade-Union" oder "soziale Kälte der Union" liest. Ach ja und das "Fordern und Fördern"-Prinzip findet ihren Ursprung bei der SPD - nur scheint sie das mit den Jahren leider vergessen zu haben..

  • Nein.


    Ich schlussfolgere, dass sich Arbeit im CDU/CSU-Verständnis nicht für alle lohnen soll, sondern nur für einige.

    Den Eindruck kann man schon haben. Nicht nur bei der Höhe vom Mindestlohn, auch beim Schonvermögen macht es ja durchaus Sinn, dies etwas höher anzusetzen, denn wo hat sich die Arbeit denn gelohnt, wenn man im Alter keinen neuen Job mehr findet und dadurch innerhalb weniger Jahre auf das finanzielle Niveau eines jungen Leistungsbeziehers zurück fällt, der noch nie gearbeitet hat? Selbst für diesen jungen Leistungsbezieher wäre es doch ein Anreiz, arbeiten zu gehen, wenn er davon ausgehen kann, dass er sein Erspartes im Falle eines erneuten Jobverlusts nicht eh gleich wieder aufbrauchen müsste. Oder anders gesagt: Da hätte ich von der CDU gerne mal erklärt, wo sich Arbeit denn lohnt, wenn man bei etwas längerer Arbeitslosigkeit gleich wieder sein verdientes "Vermögen" (selbst 60.000 € wären aus meiner Sicht kaum so zu bezeichnen) auf den Kopf hauen muss. Aus meiner Sicht ist die Politik der CDU ein großer Grund dafür, dass sich Arbeit in Deutschland für viele zu wenig rentiert.

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