A N Z E I G E

NFL Woche 8 - Das Steagles Duell

  • Welche(r) dieser Super Bowl Winning QBs darf in den Playoffs nur zuschauen? 33

    1. Wilson (Broncos) (30) 91%
    2. Rodgers (Packers) (18) 55%
    3. Brady (Tampa Bay) (11) 33%
    4. Stafford (LA Rams) (6) 18%

    Vergangene Woche fragte ich, ob die Oldies in der Krise stecken und naja, sie und ihre Teams haben diese Frage am vergangenen Wochenende beantwortet: Ja. So sehr, dass sowohl Tom Brady als auch Aaron Rodgers und Russell Wilson die Playoffs verpassen könnten. Und dann ist da ja auch noch Matt Stafford, für den es ebenfalls ein weiter Weg werden dürfte. Achja, Matt Ryan nicht zu vergessen – der darf nicht mal mehr aktiv um die Playoffs kämpfen…

    Bevor wir in den Spieltag gehen: Denkt an die Zeitverschiebung! Die Spiele vom Sonntag, Montag und das kommende TNG zwischen den Eagles und Texans fangen eine Stunde früher an!



    TNG:


    Ravens (4-3) @ Buccaneers (3-4) - 2:15 Uhr live auf DAZN (Flo Hauser & Chris Putz)

    Was ist los in Tampa Bay? Nach viel Kritik an den Bucs war der Auftritt gegen die Panthers ein einziger Offenbarungseid. Eine völlig leblose Offense die zahloser als eine 21-jährige alte Hauskatze auftritt. Da kann man sich dann auch nicht mit dem sicherlich sehr unglücklichen verpatzten Catch von Evans entschuldigen. Wenn man wie in Hälfte eins mit mit 7-8 Plays pro Drive kaum 30 Yards erreicht ist das einfach nicht gut und mit zwei Punts in gegnerischer Hälfte strahlt man auch reichlich wenig Gefahr aus. Auch die Bucs Defense setzte nach den ersten beiden Drives kaum noch einen Stich und wurde von PJ Walker, D'Onta Foreman und Chubba Hubbard ausgespielt. Die Bucs können sich ja nicht mal mehr mit einem dominierenden CMC rausquatschen...

    Baltimore kommt mit einem Sieg nach Florida und hatte die vielleicht schönste Story des Wochenendes. 24 Partien hatte Gus Edwards verletzungsbedingt verpasst, das Divisional Playoff zwischen Ravens und Browns am 16.1.2021 war sein letztes Spiel. Nach 21 Monaten feierte er gegen die Browns sein Comeback und hatte mit zwei Touchdowns einen gehörigen Anteil am Erfolg. Seine tolle Rückkehr widmete der Running Back dem im Sommer verstorbenen Ravens-Linebacker Jaylon Ferguson.



    London Game III: (14:30 Uhr!)


    Broncos (2-5) @ Jaguars (2-5) – 14:30 auf ProSieben (Spengemann & Motzkus) und DAZN (Chris Putz & Lukas Pietzsch)

    Die Jaguars schnupperten am Sieg, nur knapp ein einziges Yard fehlte im letzten Play um das Spiel gegen die Giants zu drehen. Immerhin konnte Travis Etienne nun seinen ersten NFL-Touchdown feiern. In den letzten beiden Wochen hatte er bereits angedeutet nun endlich bei 100 Prozent zu sein, jetzt kamen der Premierentouchdown und sein erstes Spiel mit 100 Rushing Yards. Jacksonville hat nun sein obligatorisches London Game, diesmal in Wembley, nicht Tottenham. Bisher ist deren London-Statistik 4-4.


    Die Broncos waren zuletzt 2010 in London, damals noch unter HC Josh McDaniels und mit Quarterback Kyle Orton. Das Spiel gegen die 49ers ging damals verloren. Wer 2022 als QB mitbekommt ist noch unklar. Russell Wilson ist – stand Donnerstag – noch day-to-day und mit Backup Brett Rypien sah die Broncos Offense auch nicht durchschlagskräftiger aus. Auch wenn Jerry Jeudy wesentlich involvierter wirkte, als in den vorherigen Wochen. Der Verlierer dieser Partie darf seine Post Season-Hoffnungen sicherlich begraben und das träfe die Broncos weit heftiger. Wohlmöglich so heftig, dass hier der nächste Trainerstuhl umkippt... Head Coach Nathaniel Hackett ist angezählt. Man darf nicht außer Acht lassen, dass es ja vor wenigen Monaten einen Besitzerwechsel gab. Neubesitzer Rob Walton hat Hackett nicht verpflichtet, ist nicht großartig mit ihm verbunden.



    Frühschicht um 18 Uhr:


    Steelers @ Eagles – live auf ProSieben (Jan Stecker & Patrick Esume)

    Angesichts der vergangenen Bye-Week und dem anstehenden Traditionsduell zwischen Eagles und Steelers, möchte ich auf eine Geschichte zurückblicken. Bis 1970 waren fanden Duelle zwischen den beiden Pennsylvania-Teams regelmäßig statt, erst durch den Wechsel der Steelers in die AFC nahm dies ab. Eagles und Steelers wurden 1933 gegründet, spielten lange in der gleichen Division.

    1943 kam es dann zu den Steagles. Eine Geschichte, die beide Teams miteinander verbindet. Die NFL litt damals unter einem Spielermangel. Viele Teams mussten ihre Spieler nach dem Kriegseintritt der USA ans Militär abgeben und auf Grund einer hochrassistischen Absprache gab es in der NFL keine schwarzen Spieler. Angetrieben durch den Besitzer der heutigen Commanders, George Preston Marshall, wurden schwarze Spieler ignoriert, die College Stars mussten in unterklassigen Ligen spielen.

    Eagles und Steelers hatten damals nicht ausreichend Spieler um daraus einen Saisonkader zu basteln, obwohl dieser nur etwa halb so groß war wie in der Gegenwart: Spieler mussten damals in der Regeln Offense und Defense spielen. Die Owner von Eagles (Alexis Thompson) und Steelers (Art Rooney) hatten bereits zuvor miteinander Geschäfte gemacht, als beide Franchises wenige Jahre zuvor in einer Off Season getauscht wurden, ein Deal durch das Team aus Pittsburgh bis 1945 als Philadelphia Eagles Football Club, Inc. operierte.

    Beide Teams wurden zu einem Team namens „Phil-Pitt“, bei Journalisten setzte sich aber schnell das Kofferwort „Steagles“ als Teambezeichnung durch. Beide Teams brachten ihre Head Coaches mit, die grundverschiedener kaum sein konnten und sich innig hassten. Greasy Neale war der HC der Eagles. Bei den Spielern beliebt und verfechter der „T-Formation“ als Grundtaktik. Eine ur-alte Formation aus dem 19. Jahrhundert, die am College bei Notre Dame ein Revival feierte und Grundlage des dortigen Erfolgs war. Steelers Coach Walt Kiesling war im Team eher unbeliebt, setzte auf die „Single Wing Back Formation“, bei der (meist) die rechte Seite stark überlagert wurde und der Quarterback wie in heutigen Wildcat Plays andere Aufgaben hatte. Am Ende setzte sich Neale durch und bekam die Offense, Kiesling wurde die Defense zugeschlagen.

    Die Spieler waren fast alle vom Militär ausgemustert. Manche hatten starke Einschränkungen im Hörvermögen, der spätere Leading Receiver Tony Bova war auf einem Auge blind. Andere wurden nicht eingezogen da sie gerade Vater geworden waren und/oder arbeiteten in wichtigen Berufen.

    Das Team spielte, da die Eagles den größten Spieleranteil stellten, vier seiner sechs Heimspiele in Philadelphia, zwei Mal ging es nach Pittsburgh. Dort trat das Team dann in den Eagles-Farben grün/weiß an und nicht in der bis heute klassischen schwarz/gelb-Kombi. Die Saison verlief mit 5-3-1 über dem Schnitt, für die Playoffs fehlte aber ein Sieg.

    1944 hatten die Eagles dann wieder genügend Spieler und lösten sich aus der Zweckgemeinschaft. Die Steelers fanden mit den Chicago Cardinals den nächsten Partner und traten erneut im Duett an. Das ging dort aber komplett in die Hose, alle 10 Spiele wurden verloren.

    Einen ausführlicheren Artikel zur Geschichte der Steelers habe ich auf lead-blogger.de veröffentlicht.


    Ansonsten sei noch der letzte Trade der Eagles erwähnt. Für einen Viertrundenpick hat man sich Robert Quinn von den Chicago Bears geholt. Quinn spielte 2021 eine herausragende Saison, stellte einen neuen Sack-Rekord der Bears-Franchise auf. Dieses Jahr fehlen ihm diese Zahlen, allerdings erhielt er auch via Double Team Blocks reichlich zuwendung der O-Line. Mit Spielern wie Haason Reddick sollte Quinn mehr Freiheiten haben. Die Bears tragen den größten Anteil an Quinns Restgehalt. Somit haben die Eagles nur den Pick investiert und könnten, wenn alles schief geht, am Saisonende easy aus dem Vertrag raus. Sportlich eine sinnige Verstärkung, denn durch die Verletzung von Derek Barnett fehlte dem Pass-Rush eine gewisse Tiefe.



    Patriots (3-4) @ Jets (5-2) – live auf DAZN (Flo Berrenberg)

    Die Jets sind schon die Glückspilze der Saison, was gegnerische Quarterbacks angeht. Bei den Steelers gab Rookie Kenny Pickett sein Debüt. Bei den Dolphins musste Rookie Skylar Thompson auf den Platz und im Spiel gegen die Broncos war nun Brett Rypien der gegnerische QB. Ein offensiv sehr dünnes Spiel auf beiden Seiten. Zach Wilson macht das minimalste für einen QB und den Rest macht das Laufspiel, welches auf einzelne Big Plays angewiesen ist. Nur 10 First Downs der Jets gegen die Broncos unterstreichen dies. Ein solches Big Play hatte Breece Hall dann auch, ehe er verletzungsbedingt früh aus dem Spiel musste.

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    Leider auch das einzige wirklich schöne Offense Play dieser Partie und da Breece Hall wegen eines Kreuzbandrisses für den Rest des Jahres raus ist haben die Jets reagiert und James Robinson von den Jaguars losgeeist. Zusätzlich müssen die Jets auf Alijah Vera-Tucker verzichten. Das schweizer Taschenmesser der O-Line war einer der Bausteine des erfolgreichen Laufspiels. Nun muss das Saleh-Team ohne den Mann auskommen, der gefühlt jede Woche eine andere Line-Position übernehmen musste.


    Die Patriots wollten wohl mit einem QB Tag-Team in das Spiel gehen, bei dem sich Jones und Zappe phasenweise abwechseln sollten? Belichick sagte jedenfalls, dass es kein Benching für Jones gewesen war als Zappe dann für den Rest des Spiels übernahm. Der war zwar mit zwei Interceptions keinesfalls fehlerfrei, hatte aber auch ein paar starke Würfe, die der Offense zumindest etwas Leben einhauchten. Wer darf nun gegen die Jets ran? Ein Sieg wäre hier dringend nötig... Für einen Sieg braucht es aber manchmal etwas Mut, den hatte Belichick nicht, als er tief im dritten Quarter bei 12 Punkten Rückstand und 4th&2 den Punt nahm.

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    Panthers (2-5) @ Falcons (3-4)

    Vermutlich wissen die Panthers selbst nicht, was da am Sonntag passiert ist. Ein erschreckend klarer Sieg gegen die Buccaneers – vielleicht der Sieg, der ihnen den First Overall Pick nimmt? Für QB PJ Walker war es der dritte Sieg im insgesamt vierten NFL-Start und man muss sagen, dass es auch das beste Saisonspiel eines Panthers-QB war. Fehlerarm und zielgenau, Walker warf einige tolle Pässe. Zur Belohnung hat ihm Interimstrainer Steve Wilks das Vertrauen ausgesprochen. Das Laufspiel rollte ebenfalls, trotz des Abgang von Christian McCaffrey. D'Onta Foreman und Chubba Hubbard übernahmen und waren gemeinsam für 218 Yards verantwortlich.

    Damit erreichten die beiden Panthers-RBs mehr als die gesamte Falcons Offense... Atlanta wurde vom Start weg zerlegt, die ersten vier Bengals-Drives endeten im Touchdown. Die Falcons Offense konnte in Hälfte eins noch halbwegs den Anschluss halten, doch nach der Pause funktionierte da gar nichts mehr, während die Bengals das Spiel verwalteten. Höchstens Tyler Allgeier hatte Grund zur Freude, der Rookie Running Back lief erstmals mit Ball in die Endzone.





    Bears (3-4) @ Cowboys (5-2)

    Respekt an die Bears, der Auftritt in New England war einer, mit dem vermutlich kühnste Optimisten nicht gerechnet hätten. Die Bears erwischten den perfekten Plan und auch der oft gescholtene Justin Fields machte darin oft eine gute Figur, nahm viele Runs zum richtigen Zeitpunkt. Der Lauf funktionierte fast nach belieben, ob über Fields, Montgomery oder Herbert. Da waren keine super-spektakulären Aktionen dabei, aber einfach viel funktionierendes, was die Patriots-Defense mürbe machte. Auch die Defense befindet sich auf dem aufsteigenden Ast, konnte gleich drei Interceptions abgreifen. Rookie Jaquan Brisker feierte seine erste, die er wunderbar herunterpflückte. Kurz nachdem Pats-QB Mac Jones Brisker bei einem Slide im Unterleib erwischt hatte...

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    Die Cowboys sind wieder mit Dak Prescott unterwegs und noch war das Offensiv etwas rostig. Aber die Defense meldete sich sich wieder zurück, nachdem sie gegen die Eagles keine großen Akzente setzen konnte. Diesmal präsentierte sie sich in Halbzeit zwei äußerst dominant. Sechs Drives hatten die Lions, Fünf davon endeten in Turnovern, darunter ein Goal Line Stand. Nur zwei Field Goals mussten die Cowboys im ganzen Spiel hinnehmen.



    Dolphins (4-3) @ Lions (1-5)

    What happened to the Lions Offense? Seit dem 93-Punkte Schlagabtausch gegen die Seahawks geht gar nichts mehr. Ja, D'Andre Swift fehlt und auch Amon-Ra St. Brown musste wieder früh das Spiel verlassen. Dennoch war das nun die zweite richtig schlechte Entscheidung in Folge, vor allem in Halbzeit zwei ging gar nichts mehr, als fünf von sechs Drives in Turnovern endeten.

    Die Dolphins haben ihre Talfahrt stoppen können und mit Rückkehrer Tua Tagovailoa die Steelers geschlagen. Am Ende war es Noah Igbinoghene, der mit seiner Interception den Sieg fest hielt. Für den 2020er Erstrundenpick war es die erste Interception in der NFL. Die vergangenen 2 ½ Saisons waren für ihn reichlich verkorkst und auch gegen die Steelers lief es nicht bestens. Aber vielleicht war diese Interception so ein Moment, mit dem er doch noch die Kurve bekommt.


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    Cardinals (3-4) @ Vikings (5-1)

    Tja, das war die fast perfekte Bye Week für die Vikings. Der (vermeintlich) größte Divisionsrivale lässt Punkte liegen und Minnesota hat sich jetzt kleines Polster angefüttert. Doch ist es ein längerer Weg, aber Urlaubsplanungen für den Januar sollten ad acta gelegt werden.

    Die Cardinals klammern sich an ihrem Saison-Strohhalm, gewannen ein Shootout gegen die Saints. Mit zwei Pick 6 half die Defense beim Punktesammeln mit, ließ aber selbst reichlich zu. Offensiv half den Cardinals die Rückkehr von DeAndre Hopkins natürlich sehr, der Superstar war mit über 100 Yards direkt ein Faktor. Was natürlich auch an der schweren Verletzung von Hollywood Brown liegt, der den Cardinals nicht mehr zur Verfügung stehen wird.



    Raiders (2-4) @ Saints (2-5)

    Die Raiders leben noch, auch wenn es nur ein Sieg gegen die Texans war. Vor allem Josh Jacobs dominierte die Partie. Drei Touchdowns, 155 Yards – der 2019er Erstrundenpick läuft gerade so richtig heiß, ist ja auch im Contract Year und muss sich empfehlen. In den letzten drei Spielen waren es nun gewaltige 453 Yards und 6 Touchdowns. Werden nun die Saints von ihm zerlegt?

    Im Donnerstagsspiel von Woche 7 wurde den die Saints jedenfalls zerlegt. Andy Dalton hatte mit vier Touchdowns und drei Interceptions ein Spiel im Winston-Stil, zwei der gepickten Würfe trug die Cardinals Defense in die Endzone zurück. Mit 2-5 droht die Saison der Saints früh zu enden, nur die extreme Schwäche der NFC South hält sie aktuell irgendwie im Rennen. Sie brauchen nun jeden Sieg, zumal man sich in New Orleans eventuell verzockt hat. Chris Olave ist ein sehr starker Receiver, aber er könnte zwei Erstrundenpicks gekostet haben. Erstrundenpicks, die nun in einer unguten QB-Situation fehlen.



    Spätschicht:

    Titans (4-2) @ Texans (1-4-1) - 21:05 Uhr

    Die Texans sahen ganz ordentlich aus ehe in der zweiten Hälfte alles implodiert ist. Drei Raiders TD in Folge gingen in die Endzone und der Pick Six setzte dann die Krone drauf. Angesichts des Records bin ich mal so mutig (haha) und beende die Season von Houston. Beendet wurde auch eine Streak von Ka'imi Fairbairn. Der Kicker der Texans vergab erstmals seit Dezember 2017 einen Field Goal Versuch innerhalb von 40 Yards.

    Die Titans gewannen eher in einem typischen Titans-Spiel gegen die Colts. Derrick Henry bekam in über 50% der Snaps den Ball in die Hand gedrückt und lief die nötigen Yards. Nicht überragend, aber ausreichend. Den Rest erledigte Kicker Randy Bullock und ein Pick Six von Andrew Adams. Im 90. Karrierespiel war es der erste Touchdown des Safeties, der seit 2016 in der Liga spielt und erst vor Woche 3 vom Practice Squad der Steelers verpflichtet wurde.

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    Was machen die Titans aber in der Causa Tannehill? Zum dritten Mal blieb der QB unter 150 Yards. Wird man Malik Willis im Laufe der Saison eine Chance geben? Aktuell hat man ja einen komfortablen Vorsprung. Andererseits macht man damit natürlich auch eine Baustelle auf, die man angesichts der Playoff-Chancen nicht haben möchte. Oder ist diese Baustelle nicht sowieso längst offen?



    Giants (6-1) @ Seahawks (4-3) - 21:25 Uhr live auf ProSieben (Mattis Oberbach & Andreas Nommensen)

    Und weiter geht der Siegeszug der Giants. 6-1 mittlerweile, nur ein Mal gab es seit 2014 mehr Siege in einer Saison – beim letzten Playoffbesuch 2016. Ein solcher Start gelang den Giants zuletzt 2008. Da gewann man am Ende mit 12-4 die Division, scheiterte aber in den Divisional Playoffs an Philadelphia. Momentan sind die Comeback Qualitäten des Daboll-Teams herausragend. Gegen die Packers, Ravens und Jaguars drehte man in Hälfte zwei die Partie. Wobei es vergangenen Sonntag schon knapp war als den Jaguars ein letztes Yard zum vermutlich entscheidenden Touchdown fehlte. Aber Spielglück gehört eben auch dazu.

    Auf Glück müssen sich die Seahawks nicht verlassen. Wobei Geno Smith bei dem ein oder anderen sehr riskanten Wurf schon das nötige etwas auf seiner Seite hat. Beim deutlichen Sieg in LA war es ein lang vergessener Name, der sich gegen die Chargers zurückmeldete: WR Marquise Goodwin. Der mittlerweile 31-jährige schaffte gleich zwei Touchdowns. Damit verdoppelte er seine Touchdowns seit 2019, wobei man erwähnen muss, dass er 2020 die Opt-Out-Klausel nutzte und nicht spielte. Der Olympiateilnehmer von 2012 (Weitsprung) hatte in seiner langen Karriere erst ein einziges Spiel mit zwei Touchdowns. Ebenfalls stark war RB Kenneth Walker. Mit 2 Touchdowns und 168 Yards kann man vom Breakout-Game des Rookies sprechen.

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    49ers (3-4) @ Rams (3-3) - 21:25 Uhr

    Die Rams kommen aus einer dringend benötigten Bye Week. Konnten die Line-Probleme ansatzweise gefixt werden? Mit den 49ers wartet jedenfalls eine harte Nuss und in der kuscheligen NFC West zählt jeder Sieg. Zumal das erste Spiel gegen die 49ers verloren ging.

    Die 49ers haben am Sonntag ihre vierte Niederlage kassiert. Gegen die Chiefs gab es eine deutliche 23-44 Klatsche. In der ersten Hälfte hielt man noch gut dagegen, aber nach der Pause und spätestens im letzten Viertel wurde San Francisco an die Wand gespielt. Christian McCaffrey konnte da noch kein großer Faktor sein, zumal die Chancen auf Laufspiel im zweiten Spielteil verschwand. Am Ende durfte sogar QB-Rookie Brock Purdy seine ersten richtigen Snaps bekommen, zuvor stand er nur mal zum Abknien auf dem Feld.





    Commanders (3-4) @ Colts (3-3-1) - 21:25 Uhr

    Matt Ryan is done. Ist es wirklich eine schwere Schulterverletzung oder doch eher eine „Schulterverletzung“, welche dazu führte, dass man den im Sommer verpflichteten QB nun bis Saisonende in die zweite Reihe verschiebt? Statt Ryan werden wir nun Sam Ehlinger erleben. Der ehemalige Quarterback der Texas Longhorns kam voriges Jahr in Runde 6 zu den Colts und hat sich im Training wohl ausreichend empfohlen. Spielpraxis kann es nicht gewesen sein, denn bisher hatte der 24-jährige nur einzelne Plays in denen er den Ball in der Regel Jonathan Taylor in die Hand drückte. Kann er sich nun als längerfristige Lösung etablieren? Mit 3-3-1 sind sie noch nicht gänzlich raus aus dem Rennen. Auch wenn sich die Titans – gerade durch beide Siege gegen Indy – an der AFC South Spitze manifestiert haben. Die Frage ist nun wer den Wechsel befohlen hat. Es klingt durch, dass Owner Jim Irsay seine Meinung deutlich zur Sprache gebracht hat...

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    Auf ihren alten QB werden die Commanders jedenfalls nicht treffen. Carson Wentz ist auf IR und Taylor Heinicke übernimmt mal wieder das Steuer. Er hatte früh einen bitteren Pick 6-Wurf, stabilisierte sich dann aber im Laufe des Spiels und führte Washington zu einem unerwarteten Sieg. Beide haben eine gewisse Chemistry miteinander, die Wentz fehlt.



    SNG:


    Packers (3-4) @ Bills (5-1) - 1:20 Uhr auf DAZN (Martin Pfanner & Filip Pawelka)

    Puh, wie soll das Enden? Die Bills kommen ausgeruht aus ihrer Bye Week und die Packers haben die dritte Schlappe in Folge kassiert. Gegen Teams aus New York und Washington – der Osten ist für die Packers offenbar ein rotes Tuch und nun geht es zum Super Bowl Favoriten Nummer Eins. Die Packers kamen gegen die Commanders nur träge ins Spiel, lange Zeit konnten nur Allen Lazard und Aaron Jones Pässe von Rodgers in Yards verwandeln. Romeo Dubbs blieb gar ohne Catch, konnte seine guten ersten Wochen nicht weiter bestätigen. Vielleicht hat sich nach Schreiben des Textes schon ein neuer Receiver in Green Bay angemeldet? Die Offensive könnte es brauchen.




    MNG:


    Bengals (4-3) @ Browns (2-5) - 1:15 Uhr auf DAZN (Günter Zapf & Wanja Müller)

    Joe Burrow war on fire! 481 Yards, 345 davon alleine in der ersten Hälfte ehe man den Sieg gegen die Falcons entspannt verwaltete. Vom starken Abend des Qbs profitierte u.a. Tyler Boyd, der im Schatten von Chase und Higgins manchmal vergessen wird. 155 Yards sind eine persönliche Bestleistung für den WR, der 2016 in Runde zwei von den Bengals ausgewählt wurde. Mit diesem Spiel durchbrach Boyd auch die kleine Schallmauer von 5000 Karriere-Yards!

    Haben die Bengals nun ihren Super Bowl Hangover überwunden? Es wäre zum richtigen Zeitpunkt. In der AFC North ist wohl mit einem Zweikampf gegen die Ravens zu rechnen, auf eine Wild Card darf man sich keinesfalls verlassen.

    Bei den Browns schwinden die Chancen derzeit auch auf ein Minimum. Vier Niederlagen am Stück und Vertretungs-QB Jacoby Brissett zeigt eben auch, dass er keine langfristige Lösung für NFL-Teams sein kann. Auch wenn TE David Njoku endlich mal so involviert ist, wie man es bei dem 2017er Erstrundenpick erhofft hatte. Viele Jahre war er nur selten ins Passspiel involviert, aktuell hat er mit 418 die zweitmeisten Receiving Yards im Team, nur vier Yards hinter Amari Cooper.



    Bye: Chiefs (5-2), Chargers (4-3)

  • A N Z E I G E
  • Der Buccs-Defense ging zum Glück in Halbzeit 2 komplett die Luft aus. Auch wenn es wieder nicht glanzvoll war, ein ganz wichtiger Sieg für die Ravens. Inklusive der üblichen Fehler natürlich, wie verkackte 4te Versuche und schlechter Passing D. Gegen uns kann sogar Brady mit 45 noch die richtig tiefen Pässe treffen :rolleyes:

  • Ich sehe da auch niemanden, der auf einen positiven Record kommen könnte. Saints haben zu viele Baustellen, Falcons & Panthers haben schon jetzt mehr als gedacht und die Bucs bekommen aus den noch besten Voraussetzungen (also innerhalb der Division) auch kaum was auf die Reihe. Eigentlich müsste man da Leftwich rauswerfen und Bowles wieder degradieren um die Saison vielleicht noch rumzureißen.

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    Mann. Den Burn von Tucker hab ich sogar hier noch gespürt. :lol:

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