A N Z E I G E

Wieso fühlt sich das Wrestling in der WWE so anders an?

  • Auch wenn die Frage etwas verwirrend klingen mag, so fällt mir doch immer wieder ein großer Unterschied zwischen dem Wrestling der WWE und der AEW bzw Indy Ligen auf. Immer wenn ich ein WWE PLE schaue, kommt es mir so vor, als wenn ich Wrestling in Zeitlupe sehe. In der WWE ist irgendwie alles so langsam und behäbig irgendwie. Woran liegt das?


    Wenn ich dagegen viele Matches aus der AEW sehe, dann wirkt das alles irgendwie viel schneller und spektakulärer. Letzte Woche bei Dynamite mit United Empire vs Bucks und Omega das war fantastisches Wrestling und ich habe danach wirklich überlegt, wann ich zuletzt solch ein Match in der WWE gesehen habe.


    Aber selbst bei den Big Guys die keine High Flyer sind verhält es sich nicht anders. Auch da wirken die Matches in diversen Ligen irgendwie schneller und besser.


    Gibt es dafür eine Erklärung oder empfinde ich das nur so? Meine Freundin meinte nämlich auch schon zu mir erst gestern wieder, dass das WWE Wrestling zwar nicht schlecht aber anders ist irgendwie .

  • A N Z E I G E
  • Ganz einfach ausgedrückt: Andere Philosophien wie man Matches worked & vom Spannungsbogen her aufbaut. Ausführlichere Antworten werden hiernach sicherlich folgen. ^^

    Kalenderjahr 2022: 8x La Liga | 16x Bundesliga | 7x Champions League | 2x Länderspiele | 33 Pflichtspieltore

    FC Barcelona: 8x La Liga | 3x Champions League | 11 Pflichtspieltore

    Bayern München: 238x Bundesliga | 69x Champions League | 29x DFB-Pokal | 6x DFL-Supercup | 2x FIFA Klub-WM | 344 Pflichtspieltore

    Karriere: 312x Bundesliga | 89x Champions League | 39x DFB-Pokal | 7x DFL-Supercup | 2x FIFA Klub-WM | 76x Länderspiele | 629 Pflichtspieltore

  • Ich hatte mal gehört/gelesen, dass die WWE tatsächlich einen langsameren Stil gehen lässt, damit die Aktionen dramatischer wirken. Und da ist was wahres dran.

    Wie kann man Plastikmüll vermeiden? - Warum nicht mal ne Hüpfburg aus Holz?

  • So langsam ist es bei WWE aber auch nicht mehr. Als es noch Triple H vs Batista gab um dne Titel da war es wirklich Zeitlupenwrestling aber spätestens seit den 2010ern ist auch das Wrestling bei WWE schneller geworden. Vor allem auch, weil man sich in dieser Zeit viele nahmhafte Independent Stars geholt hat.

    WRESTLEMANIA XXVIII in Miami, Florida - I was there! YES YES YES :)

  • Kommt drauf an, was man sich anschaut. Usos vs SP waren gute Matches und nicht langsam. Dagegen finde ich, dass so manche Matches bei aew gerne mal Pause machen, damit alle Spots passen. Fällt mir grade bei den Bucks auf, aber das ist ja generell so bei Spots nach draußen. Bei manches Moves, grade mit mehreren Wrestlern, die grade passend zusammen stehen, aber sehr auffällig - ebenso wie so manche Spots vom Hangman, die einfach nicht nötig sind und einfach nur da sind, um Spots zu zeigen, der matchstory dient das oft nicht.


    Matches von Reigns wirken für mich aber auch gerne mal langsam.


    Die wwe fährt halt einen ganz eigenen Stil. Es ist mehr Show, mehr Entertainment und weniger klassisches Wrestling. Wenn dann jemand länger braucht, soll das wohl wirken, als sei jemanden länger out.

    APW - AllPunkWrestling

    Augustus Cole, Bay Bay
    Cupcake Cody Rhodes

  • Diese Art des Wrestlings hat ja bereits Jahrzehnte Tradition in der WWE. Man sellt halt viel und teilweise sehr lange. Die Muskelberge und Steroidmonster früherer Jahre brauchten diese Pausen halt auch immer wieder, Muskelmassen brauchen halt viel Sauerstoff, japanisches Wrestling lief damals bereits anders.

    Die Philosophie ist einfach so geblieben, dass man mehr Dramatik durch längere Pausen kreieren will oder auch geringeres Pacing. Manche lieben es und beschweren sich über andere Ligen, weil die halt die Moves kaum sellen.

    Ich selber bin eher Fan von Daueraction, da halt im realen Kampfsport ein Boxer oder ein Ultimate Fighter halt auch keine Moves des Gegners als möglichst hart darstellen will.

    Da gibt es aber kein gut oder schlecht, jedem gefällt da was anderes. Komplettes No-Selling kann aber auch mich schon mal nerven, weil den Moves jeder Impact genommen wird. Dagegen hatte ich null Probleme damit, wenn schon früher Kobashi und Misawa sich so lange schlugen und beharkten bis einer vor Erschöpfung irgendwann nicht mehr auskicken konnte. War halt in Japan eine andere Philosophie, da blieben große Kämpfer nicht lange liegen, während in der WWE sich die Faces meistens verprügeln ließen, oft am Boden lagen und dann heroische Comebacks schafften.

  • Ich hatte mal gehört/gelesen, dass die WWE tatsächlich einen langsameren Stil gehen lässt, damit die Aktionen dramatischer wirken. Und da ist was wahres dran.


    Verfolgt man aber auch "andere Ligen" kommt einem das Wrestling in der WWE teilweise wie "Zeitlupen-Wrestling" vor.


    Deshalb verstehe ich auch nicht, warum man sich die WWE wegen dem Wrestling anschaut. Denn das ist bei AEW, ROH, Impact oder NJPW i.d.R. einfach etwas besser und schneller.


    Was nicht heißen soll, dass es nicht auch gute Matches bei der WWE gibt. Aber teilweise ist mir das Wrestling in der WWE inzwischen wirklich zu langsam geworden ... ^^

    Alles was einen Anfang hat, hat auch ein Ende.

  • Wie gesagt, war es früher noch langsamer. Heute hat sich die WWE auch teilweise angepasst obwohl man z.b mit Reigns den sehr sehr langsamen Stil wieder präsenter hat. Aber man hat auch viel mehr Matches wo es auch schneller zugeht. Aber ja, bei anderen Ligen wie AEW ist es insgesamt noch viel schneller. Aber ich habe dieses Wrestling lieben gelernt durch PWG z.b.


    Mittlerweile mag ich beide Stile wenn es gerade zum Match passt. Habe sowohl sehr schnelle wie auch sehr langsam geführte Matches schon abgefeiert.

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  • WWE ist halt daran gelegen ihr Pulver nicht in jedem Match auf einmal zu verfeuern, sondern es bedacht einzusetzen. Ich bin jetzt auch kein Fan von dem Indy-Style, wo in einem Match gefühlt 1001 Finisher abgefeuert werden bzw. quasi jeder Move als Finishing-Move verkauft wird.


    Es kommt auch auf die Frage an was Wrestling für einen ist. Wrestling ist auch nicht gleich Wrestling. Ich finde den WWE-Stil eigentlich ganz in Ordnung. Es muss nicht jedes Match wirken als wären die Akteure auf Speed.

    "Nichts, was Spaß macht, ist unnütz!" - der große Philosoph, Dichter & Denker Benjamin Blümchen

  • WWE ist halt daran gelegen ihr Pulver nicht in jedem Match auf einmal zu verfeuern, sondern es bedacht einzusetzen. Ich bin jetzt auch kein Fan von dem Indy-Style, wo in einem Match gefühlt 1001 Finisher abgefeuert werden bzw. quasi jeder Move als Finishing-Move verkauft wird.


    Es kommt auch auf die Frage an was Wrestling für einen ist. Wrestling ist auch nicht gleich Wrestling. Ich finde den WWE-Stil eigentlich ganz in Ordnung. Es muss nicht jedes Match wirken als wären die Akteure auf Speed.

    Also ich persönlich kann ja ohnehin nichts mit irgendwelchen Spotgewittern anfangen, bei denen im Schnellvorlauf die Spots ohne jegliche Matchstory aneinandergereiht werden und keiner was sellt. Da nehme ich lieber die langsameren Matches. Darf halt nur nicht zu einer Great Khali gegen Andre The Giant Simulation verkommen, das ist dann einfach nur zäh.

    Irgendwo in der Mitte ist man mMn immer ganz gut aufgehoben. Ein langsames Match bietet eben auch gute Möglichkeiten, einen Fluss aufzubauen und sich nach und nach zu steigern. Das funktioniert bei schnell geführten Spotfests mit den ohnehin immer gleichen Flip-Moves einfach nicht so gut (wenn überhaupt).


    Gestern Riddle gegen Rollins hatte bspw. ein schönes Tempo. Nicht zu langsam, damit immer was passiert, aber auch nicht zu schnell, damit es nicht wie ne Zirkusnummer wirkt.

    Alles was hier drüber steht, ist nur meine subjektive Meinung, also reg dich nicht zu sehr auf. Auch du darfst eine eigene Meinung haben und der Meinung sein, dass meine Meinung Müll ist.

  • Deshalb verstehe ich auch nicht, warum man sich die WWE wegen dem Wrestling anschaut. Denn das ist bei AEW, ROH, Impact oder NJPW i.d.R. einfach etwas besser und schneller.

    Wirkt auf mich dann einfach auch realistischer. Wenn irgendwelche Leute durch die Gegend springen und dann auch gleich wieder aufstehen als wäre nichts gewesen würde ich am liebsten oft abschalten und konnte deshalb mit vielen X-Division Matches nichts anfangen.

  • Wirkt auf mich dann einfach auch realistischer. Wenn irgendwelche Leute durch die Gegend springen und dann auch gleich wieder aufstehen als wäre nichts gewesen würde ich am liebsten oft abschalten und konnte deshalb mit vielen X-Division Matches nichts anfangen.


    Realistischer wirkt es schon. Auf der anderen Seite erwarte ich mir z.B. überhaupt kein "realistisches Wrestling", weil es ja kein realer Sport ist. Sonst könnte ich ja gleich MMA gucken. Werde nie den ersten MMA-Fight vergessen, den ich 2004 auf Premiere damals gesehen habe: Meine Güte, war das langweilig ^^


    Lieber ein unrealistisches Match der Young Bucks als zehn Zeitlupen-Matches mit Roman Reigns oder mit Brock Lesnar ;)

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  • United Empire vs Bucks und Omega das war fantastisches Wrestling

    Und hier sind wir beim Geschmack. Für die einen ist das "fantastisches Wrestling" und für die anderen ein Spotfest ohne jede Psychologie (Selling, Aufbau, Realismus). Die einen mögen einen Action Movie ohne Handlung und die anderen einen Thriller.

  • Ich habe auch das Gefühl, dass die Kameraarbeit und die tadellose, 100% saubere Atmosphäre einen großen Teil dazu beiträgt. Es wirkt dadurch oftmals auf mich einfach unecht, gerade im Vergleich zu anderen Ligen, obwohl es sich vom Wrestling oder vom Gesagten wenig unterscheidet.

  • Und hier sind wir beim Geschmack. Für die einen ist das "fantastisches Wrestling" und für die anderen ein Spotfest ohne jede Psychologie (Selling, Aufbau, Realismus). Die einen mögen einen Action Movie ohne Handlung und die anderen einen Thriller.

    Die Frage ist, ob jeder Film ein langsam aufbauender Thriller sein muss? Man kann ja auch mal etwas Abwechslung mit etwas Action und Comedy dabei haben.


    Zum Beispiel die Marvel Filme machen das ziemlich gut. Man hat da ernsthaftere Filme wie Captain America - aber auch Comedy wie Guardians of the Galaxy. Und die Avengers Filme selbst, waren eine Mischung. Da ist nicht jeder Film gleich. Und es sollte auch nicht jedes Match gleich sein.


    Das hat die WWF früher mal ausgemacht, dass du eben bei einem PPV unterschiedliche Matches hattest. Bestes Beispiel Wrestlemania 17: ernstes Wrestling mit Angle vs Benoit, Spotfest mit TLC, Comedy mit der Gimmick Battle Royal, Hirnlose Action mit dem Main Event. ;) Für jeden was dabei und alles auf seine Art unterhaltsam.

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