A N Z E I G E

P.O.W - Power of Wrestling am 09.07.2022 im Bürgerhaus Vegesack in Bremen

  • Live Wrestling kehrt zurück nach Bremen

    Power of Wrestling kehrt am 9. Juli zurück nach Bremen in das Bürgerhaus Vegesack


    Die Draufgänger, das beliebte Bremer Tag Team wird dabei zum erstenmal für Power of Wrestling antreten und die beiden sind hoch motiviert!


    "In unserer Stadt vor unseren Leuten anzutreten ist der Wahnsinn," so die Draufgänger, "Power of Wrestling hat weltweit ein sehr gutes Renommee, wenn man bedenkt welche Wrestlinggrößen dort schon gekämpft haben und jetzt, sind auch endlich wir mit dabei!


    Wir versprechen dem Publikum einen großartigen Kampf und werden alles geben um am Ende siegreich den Ring zu verlassen."


    Und auch Champion Chris Raaber meldet sich zu Wort.


    "Ich werde nach Bremen meinen guten Freund "Krampus" mitbringen, der feiert derzeit Europaweit Erfolge und gemeinsam werden wir dem Team "Projekt Justicia" zeigen aus welchem Holz die Österreicher geschnitzt sind."


    Power of Wrestling Präsident Jörg Vespermann verbinden besondere Moment mit Bremen.


    "Hier ist vor ein paar Jahren unser Ring im Hauptkampf kaputtgegangen. Das waren aufregende Minute, die ich immer mit Bremen verbinden werde. Hier im Bürgerhaus war es auch, wo wir die Ringlegende Sabu, der durch seine Zeit bei der WWE und ECW unsterblich wurde, im Kampf gegen Davies sahen. Das Bremer Publikum ist ein ganz besonderes und ich freue mich, nach der Corona Pause mit der gesmaten Crew endlich wieder vor Ort zu sein. Das wir ein spektakulärer Abend!"


    Die Fans können sich unter anderem auf folgende Wrestler freuen:


    - Chris "The Bambikiller" Raaber

    - Krampus

    - Team Turbulence

    - Davies

    - Projekt Justicia

    - Die Draufgänger

    - Andi Theque

    - Florenz de la Hunt

    - Leon van Gasteren


    Die Tickets sind bei Eventim erhältlich: https://www.eventim.de/event/p…erhaus-vegesack-12431688/


    Bereits zwei Kampfansetzungen wurden durch den P.O.W Präsidenten Jörg Vespermann bekannt gegeben: Die aus Bremen stammenden Draufgänger bekommen es mit dem östereichischen Team Turbulence zu tun und Publikumsliebling Chris "The Bambikiller" Raaber kämpft zusammen mit Krampus gegen das Team Justicia


  • A N Z E I G E
  • Vollständige Card:


    Intercontinental-Meisterschaft

    Leon van Gasteren vs. Hektor Invictus vs. Marius Al-Ani


    Chris "The Bambikiller" Raaber & Krampus vs. Project Justitia (Echo & Kilo)


    "Rock'n'Rolla" Philipp Ebner vs. Georg "Schorschi" Gwärch (in Begleitung von "Cannonbull" Dave Davies)


    Andi Theque vs. Lucifer Lohan


    Die Draufgänger (Cody Kidman & Joey Light) vs. Team Turbulence (Tommy Tornado & Tommy Torpedo)


    Vincent Heisenberg vs. Steve Kuningas

  • Ergebnisse via POW Facebook Gruppe


    Tag Team Match

    Chris Raaber & Rene Cardinal besiegen Projekt Justitia (Echo & Kilo)


    Singles Match

    Steve Kuningas besiegt Crowchester


    Singles Match

    Lucifer Lohan besiegt Andi Theque durch DQ


    Tag Team Match

    Team Turbulence (Tommy Tornado & Tommy Torpedo) besiegen Die Draufgänger (Joey Light & Cody Kidman)


    Singles Match

    Rockn Rolla besiegt Bruder Chaos (w/Dave Davies)


    POW Intercontinental Title Three Way Match

    Marius Al-Ani besiegt Leon van Gasteren (c) und Hektor - TITELWECHSEL !!!

  • Wie immer etwas spät, aber hier noch ein paar Eindrücke zur Show:


    Chris "The Bambikiller" Raaber & René Cardinal [Ersatz für Krampus] besiegen Projekt Justitia (Echo & Kilo), nach einem Neckbreaker von Bambi. René Cardinal hatte seinen Kontrahenten zuvor von draußen orientierungslos gemacht, indem er seine mitgebrachtet Konfettikanone unmittelbar vor dessen Gesicht gezündet hatte.

    Eines der üblichen Bambi-war-auch-da Tag-Team-Matches, allerdings sehr ordentlich geführt. Pojekt Justitia habe ich in dieser Form das erste mal gesehen und fand sowohl Gimmick als auch Ring-Skills sehr überzeugend. "Kilo" war eine Zeitlang als "Hans von Krupp" mit Bundeswehr-Gimmick solo unterwegs, was ich so vom Ergebnisse schauen aus der Ferne bis dato gar nicht zusammengebracht hatte. Schön, dass sich das neue Gimmick da nahtlos anschließt. Solange das, wie hier geschehen, eindeutig heelig angelegt ist, finde ich das Spiel mit den Bösen Deutschen sehr bereichernd. Zumal man beiden Blondgescheitelten selbst ohne Kombattanten-Ringkleidung sofort abnehmen würde, dass sie bei irgendeiner Wehrsportgruppe zusammengefunden haben müssen. Einzig die Schutzwesten sollte man ihnen während des Kampfes nicht durchgehen lassen. Wenn das unter ringtaugliche Kleidung fallen soll, sieht der Stiefelcheck vor dem Kampf ganz schön albern aus.


    Steve Kuningas besiegt Crowchester [Ersatz für Vincent Heisenberg] nach einer Sitout Powerbomb.

    Crowchester zeigt zu Beginn zwei sehr überzeugende Dives nach draußen. Ich bin ja nicht der größte Freund von allzu viel Highflying, aber Crow ist oftmals in der Lage, seine Spots so spontan und chaotisch aussehen zu lassen, dass ich mir das doch gerne anschaue. Das Publikum hat er zunächst auch hinter sich, aber hier zeigt sich zum ersten Mal, was sich über weite Teile des Abends hindurchziehen wird: Es braucht zwei zum Tangotanzen. Kuningas kann bei Crows schneller Offensive zu oft nicht Schritt halten, weswegen beide Kontrahenten dann doch öfter als nötig für einige Sekunden verloren im Ring herumstehen. Das killt leider den Enthusiasmus des Publikums streckenweise deutlich (wobei Bremen insgesamt außerordentlich gut aufgelegt war und jedem Match aufs Neue mit großer Begeisterung entgegenkam, auch wenn zwischendurch das ein oder andere mal absoff). Was man ausgerechnet mit Kuningas vorhat, dass man ihm hier den (einzigen!) klaren Sieg (des Abends) gab, mag den aufmerksamen Beobachter verwundern. Nun gut.


    Lucifer Lohan besiegt Andi Theque durch DQ, nachdem Theque durch seinen eigenen Airplane-Spin so orientierungslos wurde, dass er versehentlich den Ringrichter einrollte. Dieser zückte rot, kaum dass er wieder auf den Beinen war.

    Andi Theque wollte vom Bremer Publikum gegen einen ebenfalls freundlich agierenden Lohan nicht so recht gemocht werden und kämpfte denn auch sehr heelig. Abermals wirkte einer der beiden Kontrahenten zu oft hilflos, um das Publikum nicht zwischendurch zu verlieren. Lohan kann zwar einige hübsche Aktionen sauber zeigen, unter anderem auch hier nochmal einen schönen Dive nach draußen, aber an Ringübersicht scheint es bisweilen noch zu mangeln. Schwerwiegender noch: Der Mann kann nicht sellen und wenn sein Leben davon abhinge. Natürlich nicht so wie ein schwergewichtiger Superman-No-Sell, sondern ganz einfach wie jemand, der im Laientheater seine Bewegungen abspult und dazwischen abwartet, bis er wieder "dran" ist. Trauriger Höhepunkt, wie er im Aufgabegriff wie ein nasser Sack daliegt, so dass sich das Publikum zu fragen beginnt, wann Theque denn jetzt mal anziehen möchte.


    Nach der Pause besiegten Team Turbulence Die Draufgänger nach einem doppelten Lifting Side Slam.

    Team Turbulence funktionieren als nervtötendes Arschlochteam unglaublich gut und sind im Ring perfekt aufeinander eingespielt. Die Draufgänger kamen mir ein wenig so vor, als wären sie sehr begeisterte TV-Wrestling-Fans, die sich ein Best-Of ihrer Lieblings-Tag-Team-Bewegungsabläufe sehr detailliert abgeschaut haben. Das schien mir bisweilen etwas aufgesetzt. Insgesamt kam allerdings ein sehr ansehnlicher Kampf dabei herum. Besonders gut gefallen hat mir, dass Ringrichter Ben Boeseler (nicht nur) hier sehr streng aufs Regelwerk geachtet hat. Das machte die außerordentlich zahlreichen unsauberen Finishes des Abends fast schon wieder wett. Pinversuche nicht zu zählen, weil ihnen illegale Double-Team-Aktionen vorangegangen sind - sowas lässt mein Catch-Herz aufblühen. Konsequenterweise sollte man dann allerdings beim Finish darauf achten, dass der Ringrichter das Double-Team nicht mitbekommt, so viel Chaos ausbricht, dass er es schulterzuckend hinnimmt, oder man das Double-Teaming auf den Kampfverlauf beschränkt und eben noch eine letzte saubere Aktion stattfinden lässt. Hier hat Boeseler zuletzt dann ohne Grund sehenden Auges durchgezählt.

    "Rock'n'Rolla" Philipp Ebner nutzt Dissens zwischen seinem Gegner Bruder Chaos [Ersatz für Georg Gwärch] und dessen Ringbegleitung Dave Davies, um Chaos einen Springboard Superman Punch zu verpassen, der ihm zum Sieg verhilft.
    Bruder Chaos, den ich noch vergangenes Jahr in Steinhude für eine unbewegliche Vollkatastrophe gehalten habe, hat an sich gearbeitet und weiß sich im Ring immer mehr zu verkaufen (auch wenn wir vermutlich in näherer Zukunft weiterhin keine Fünf-Sterne-Kämpfe von ihm erwarten dürfen). Was das Gimmick soll, wird allerdings weiterhin nicht so recht klar. Will man ihn wirklich als Mönch verkaufen? Was soll dann das Team ausgerechnet mit dem Puppenkopfabreißer Davies? Soll es sich eher um ein blasphemisches Aneignen der Mönchskutte handeln? Dann müsste man den Charakter stärker brechen. Das Match ging in Ordnung, die unterhaltsamste Szene kam allerdings nach dem Kampf, als Davies im Begriff war, Chaos verbal etwas zurechtzustutzen, das Publikum ihn allerdings nicht zu Wort kommen lassen wollte. "Halt doch mal die Fresse, du behindertes A*schloch", schleuderte Davies einem besonders lautstarken Fan entgegen. Der so angesprochene ließ sich nicht lumpen, zog sich die Jacke aus, übergab seine Bierflasche seinem Sitznachbarn und - hielt Davies ungerührt seinen Behindertenausweis entgegen. Pop des Abends, Davies muss grinsen und der Zuschauer bekommt unter anhaltendem Beifall einen Handshake und eine Umarmung. Hier war die Welt genau so, wie sie sein soll. Der eine kann Derbheiten bringen, der andere kann mehr als souverän reagieren und das Publikum feiert das alles mit Wohlwollen. Schön.

    Im Hauptkampf um die Intercontinental-Meisterschaft staubte Marius Al-Ani den Titel mit einem Einroller an Hektor und Füßen auf den Seilen ab. Der bisherige Champion Leon van Gasteren war somit nicht am Finish beteiligt. Nach dem Kampf fühlte sich zunächst Hektor durch das unsaubere Finish ungerecht behandelt und forderte einen Rückkampf, woraufhin Leon auf seine Rückkampfklausel als bisheriger Titelträger verwies. Nach ein bisschen hin und her schlug er dann allerdings folgende Lösung vor: In Geesthacht soll zunächst Hektor gegen Al-Ani antreten und Leon schnappt sich dann in Hamburg den Gewinner. Präsident Jörg Vespermann stimmt zu und so stehen die Hauptkämpfe für die nächsten Shows.

    Ich bin wirklich kein Freund von 3-Way-Dances und erst recht nicht von solchen, die dazu dienen, den Titel ohne sauberen Pinfall hin und herzuschieben. Dass so Sports-Entertainment-haft bei jeder Stipulation automatisch auch immer gleich NoDQ dazu gelten soll, wie hier angekündigt, ärgert mich ebenso, auch wenn die Sequenzen außerhalb des Rings diesem Kampf sehr gutgetan haben (aber dann kann man ihn doch z.B. als No Countout 3-Way-Dance ankündigen, so dass jede Stipulation ihre Eigenheit behält). Dennoch muss man absolut anerkennen, wie viel Aufwand alle drei Kontrahenten hier betrieben haben, um keinen dieser typischen Dreieckskämpfe hervorzubringen, die lediglich abwechselnde Singles-Matches sind, bei denen die Nummer 3 im Bunde minutenlang unmotiviert draußen rumliegt, nur um dann zur Rechten Zeit mit einem Hechtsprung das Cover zu unterbrechen. Stattdessen hat nahezu jede Aktion einen kreativen Konter durch den jeweils dritten Gegner erhalten; immer und immer wieder. Auch wenn ein 3-Way niemals ganz so natürlich wird fließen können, wie ein Singles-Match - das hier kam so schon ziemlich nah dran. Alle drei Kontrahenten stehen jedenfalls absolut zurecht im Titelgeschehen und die Fans in Geesthacht und Hamburg sind um die - dann hoffentlich nicht zu sehr unter Sports-Entertainment-lastigen Finishes leidenden - Hauptkämpfe sehr zu beneiden (Ich selbst bin da leider schon beschäftigt; dieses Jahr läuft es für mich mit der Catch-Termingestaltung wirklich suboptimal).

    Insgesamt hat die Show durchaus Spaß gemacht, was vor allem auch am außerordentlich involvierten Bremer Publikum gelegen hat (Ich habe zum Beispiel schon lange keine entsetzten "Pass auf! Hinter Dir!"-Rufe mehr gehört). Die Aktiven hatten zudem alle sichtbaren Ehrgeiz, einen besonders gelungenen Kampfabend zu liefern. Wo das, wie oben beschrieben, nicht ganz geglückt ist, lag es definitiv nicht an Laziness. Die Halle war ordentlich gefüllt; ich würde von etwa 300 Besuchern ausgehen. Von der Größe her ist das Bürgerhaus gut wrestlingtauglich; die PA war aber deutlich zu gering dimensioniert. Außerdem eine in Sachen Alkoholika mit Bier, Rot- und Weißwein eine sehr übersichtliche Karte. Das dürfte das erste mal gewesen sein, dass ich bei einer Wrestling-Show nüchtern geblieben bin.

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