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Feel the Heat - Die Geschichte der SummerSlam Main Events

  • Inspiriert durch einige andere Projekte ähnlicher Art hier im Classic Bereich habe ich beschlossen ein eigenes auf die Beine zu stellen. Dieser Thread soll sich mit der Geschichte der wichtigsten Matches des zweitgrößten PPVs der World Wrestling Federation beschäftigen. Es geht um eine Aufarbeitung der Main Events des SummerSlam, von Anfang bis zum Jahr 2002 als die Liga den Namen änderte und durch den Wegfall der WCW und ECW eine neue Situation entstanden war. Posten werde ich immer in szs. 3er Blöcken, also 3 SummerSlam Ausgaben pro Beitrag behandeln. Heute geht es los mit den ersten 3 PPVs.




    SUMMERSLAM 1988 : "Macho Man" Randy Savage(c) & Hulk Hogan(w.Miss Elizabeth) vs. "Million $ Man" Ted DiBiase & Andre The Giant(w. Virgil/Bobby Heenan)

    - 29.August 1988, MSG New York -


    Das Motto der allerersten Veranstaltung die diesen Namen trägt lautet "Where The Mega Powers Meet The Mega Bucks". Dieses bezieht sich auf den Main Event des PPVs denn die Mega Powers sind natürlich niemand anders als Hulk Hogan und Randy Savage während die Mega Bucks gebildet werden von Ted DiBiase und Andre The Giant.

    Hulk Hogan war lange Zeit Champion und besiegte bei Wrestlemania 3 sogar Andre The Giant klar via Pin. Damit konnte und wollte sich der Riese, der bis dato unbesiegt war, nicht abfinden und er suchte zusammen mit Manager Bobby Heenan nach Wegen es Hogan heimzuzahlen. Da tauchte der Million $ Man auf und versprach Andre eine fürstliche Entlohnung wenn dieser es schaffen sollte Hogan den Titel abzunehmen um ihn dann an DiBiase weiterzureichen. Tatsächlich knobelten die 3 einen Plan aus wie dies funktionieren könnte. Bei The Main Event im Februar 1988 erhielt Andre nochmal eine Chance auf den Titel. Eigentlich sollte Dave Hebner dieses Match leiten aber Ted DiBiase trieb seinen Zwillingsbruder Earl auf und überredete ihn das Match zugunsten von Andre zu manipulieren, was dieser auch tatsächlich tat. Er zählte einen 3 Count durch obwohl Hogans Schulter deutlich sichtbar nicht auf der Matte lag, so verlor der Hulkster nach über 4 Jahren die WWF Championship.

    Andre übergab auch sofort den Gürtel an DiBiase, aber der WWF Präsident erkannte dies nicht an. Den Titelwechsel zu Andre konnte er nicht mehr rückgängig machen da Tatsachenentscheidungen unumkehrbar sind, aber es ist nicht möglich den Titel einfach so weiter zu reichen. Daher erklärte Jack Tunney den Titel für vakant und setzte für Wrestlemania IV ein Turnier an um den neuen Champion zu ermitteln.

    Hier betritt der letzte der 4 Protagonisten die Bühne denn jener Randy Savage sollte dieses Turnier gewinnen. Um dem ganzen noch mehr Brisanz zu verleihen besiegte er im Finale ausgerechnet Ted DiBiase. Hogan und Andre nahmen natürlich ebenfalls an diesem Turnier teil, eliminierten sich aber mit einer DDQ gegenseitig in der zweiten Runde nachdem beide in der ersten ein Freilos erhalten hatten. So gibt es also jede Menge brisanten Stoff der dieses Match umgibt, kommen wir nun zum Kampf selbst.


    Um sicherzustellen dass alles den Regeln nach abläuft hat man Jesse Ventura als Special Referee engagiert, was nur bedingt als vernünftig anzusehen ist da der gute Ventura eigentlich ausgesprochen Heel-mäßig orientiert war. Aber auch er konnte den Sieg der Mega Powers nicht verhindern auch wenn beim Durchzählen Savage nachhelfen musste. Das Match war vom wrestlerischen her ganz ok und die vorher angekündigte Geheimwaffe von Hogan und Savage entpuppte sich als Miss Elizabeth die ihm entscheidenden Augenblick ihre Reize einsetzte um so sowohl den Ringrichter als auch die beiden Heels abzulenken was Savage und Hogan für ein Comeback nutzen.


    In der Folgezeit bekamen sowohl Andre als auch DiBiase noch die ein oder andere Chance auf den WWF Title von Savage, konnten diese aber nicht nutzen. Nach der Survivor Series wurden dann beide endgültig in andere Fehden gesteckt während die Geschichte der Mega Powers noch sehr interessant werden sollte.



    SUMMERSLAM 1989 : Hulk Hogan(c) & Brutus "The Barber" Beefcake(w.Miss Elizabeth) vs. "Macho King" Randy Savage & Zeus(w."Sensational" Queen Sherri)

    - 28.August 1989, East Rutherford/New Jersey -


    Beim letzten SummerSlam noch die besten Freunde, jetzt erbittertste Feinde. Nachdem die Mega Bucks szs. erledigt waren suchten sich die Mega Powers neue Gegner und fanden diese in den von Slick gemanagten Twin Towers bestehend aus Akeem, dem früheren One Man Gang, und einem neuen Mann in der Federation, dem brutalen ex-Knastwärter Big Boss Man. Sowohl bei der Survivor Series als auch beim Royal Rumble 89 kam es zum Aufeinandertreffen der 4 und da sah man schon erste Risse in der Allianz zwischen Hogan und Savage denn die Zusammenarbeit klappte nicht mehr reibungslos. Bei der Series schafften es beide zwar zu "überleben", Savage hatte jedoch das Gefühl wesentlich mehr arbeiten und einstecken zu müssen als Hogan und das als Champion. Beim Rumble schieden dann sogar beide aus wobei der Hulkster, allerdings aus Versehen, den Macho Man eliminierte. Direkt danach erschienen auch beide Twin Towers und auch wenn Hogan und Savage sich wieder vertragen hatten konnte Hogan der Übermacht nicht mehr viel entgegensetzen und wurde ebenfalls eliminiert. Dass der Hulkster Miss Elizabeth, die ja eigentlich nur die Managerin von Randy Savage und nicht der Mega Powers war, mehrmals bat ihn als Valet zum Ring zu begleiten verbesserte die Situation nicht gerade. Das ganze kulminierte dann endgültig bei der zweiten Ausgabe von The Main Event im Februar 89. Wieder kam es zum Aufeinandertreffen der Mega Powers und der Twin Towers. Während des Matches fiel Savage aus dem Ring und traf dabei seine Managerin. Hogan kümmerte sich um Miss Elizabeth, trug sie Backstage und blieb solange bei ihr bis klar war dass nichts ernsthafteres passiert ist. Währenddessen musste Randy alleine das Match bestreiten. Etliche Minuten später kam Hogan dann zurück. Savage hatte aber endgültig die Nase voll, er wechselte auf eine ganze besondere Art und Wiese indem er seinen Partner ohrfeigte und verließ dann die Halle. Hogan konnte das Match zwar noch im Alleingang gewinnen, aber die Allianz mit dem Macho Man war Geschichte.

    Der Hulkster versuchte zwar noch zu retten was nicht mehr zu retten war und so kam es Backstage das erste mal zu handfesten Handgreiflichkeiten zwischen den beiden als Savage behauptete Hogan sei neidisch auf ihn und hätte es nur auf den WWF Title abgesehen.

    Damit war die Bühne vorbereitet für ein ganz großes Titelmatch welches bei Wrestlemania 5 stattfand und klar durch Pin von Hulk Hogan gewonnen wurde. Damit war der Hulkster nach über einem Jahr Pause wieder der World Champion der WWF. Savage konnte das nicht auf sich sitzen lassen und suchte nach Mitteln und Wegen sich zu rächen. Die Möglichkeit sollte er auch bald bekommen.

    Bei Saturday Night´s Main Event im Mai 89 sollte Hogan seinen neu gewonnen Titel gegen den Big Boss Man verteidigen, und zwar in einem Cage Match. Vor dem Käfig baute sich jedoch ein alter Bekannter von Hogan auf, Zeus, der der Filmpartner vom Hulkster in dem Streifen "No Hold Barred" war und der hier sein WWF Debüt gab. Er attackierte Hogan, zwar nur sehr kurz, setzte ihm dabei aber ganz ordentlich zu. Der Hulkster konnte zwar das Titelmatch tatsächlich noch gewinnen, aber ein neuer, gewaltiger Gegner war mit Zeus in der WWF aufgetaucht.

    Was war da natürlicher für Randy Savage, der inzwischen Sensational Sherri als Verstärkung engagierte, als sich mit Zeus zusammenzutun. Die Zusammenarbeit der beiden zeigte sich das erste mal bei Saturday Night´s Main Event Ende Juli als Randy Savage ein Match gegen Hogans guten Freund Brutus Beefcake bestritt. Um eine drohende Niederlage abzuwenden griff Zeus zugunsten von Savage ein, Hogan erschien zwar ebenfalls, konnte aber nichts ausrichten da Zeus unverwundbar schien. Damit ist alles angerichtet für den SummerSlam Main Event welcher interessanterweise wieder ein Tag Team Match ist und wieder mischt der WWF Champion mit was bedeutet es steht erneut kein World Title Match auf der Card.


    Das Match kann man ganz gut mit dem Main Event des Vorjahres vergleichen. Die Faces dominieren und bei den Heels steht ein Monster im Ring. So typisch verläuft auch das Match. Je länger es dauert desto verwundbarer erscheint Zeus und als Sherri versucht mit ihrer Handtasche, in der sich übrigens ein Ziegelstein befand, die Situation zu lösen geht das ganze natürlich nach hinten los. Hogan schnappt sich das Teil, haut es Zeus über, Slam - Legdrop und gute Nacht. Die 3 Faces feiern, die Fans sind glücklich, so musste das Im Jahr 1989 sein.


    Natürlich waren nicht alle glücklich, ganz im Gegenteil. Die Fehde mit Zeus hatte hier erst so richtig begonnen und so trafen er und Hogan, verstärkt durch ihre jeweiligen Teams, bei der Survivor Series aufeinander. Allerdings warf sich Zeus nach nur minimalem Einsatz selbst raus als er nicht aufhören wollte den Hulkster zu würgen und die Aufforderungen des Ringrichters den Griff zu lösen mit einem Angriff auf diesen beantwortete. Dafür wurde er prompt disqualifiziert. Savage hatte an diesem Abend was anderes zu tun, et tat sich aber nochmal mit Zeus zusammen und es kam zu einer Neuauflage des Matches vom SummerSlam, dieses mal allerdings im Käfig. Bei No Holds Barred : The Movie - The Match konnten Beefacke und Hogan erneut gewinnen, damit war diese Fehde endgültig vorbei und Zeus, der in seiner ganzen Karriere eh nur 5 Matches bestritten hatte, verschwand aus der WWF während Savage sich neue Gegner suchte.



    SUMMERSLAM 1990 - Double Main Event : WWF Championship : The Ultimate Warrior(c) vs. "Ravishing" Rick Rude(w.Bobby "The Brain" Heenan) / Hulk Hogan(w.Big Boss Man) vs. The Earthquake(w.Jimmy Hart & Dino Bravo)

    - 27.August 1990, Philadelphia -


    Dieses mal gibt es also zwei Main Events, und tatsächlich ein WWF Titlematch.

    Hulk Hogan verlor seinen Titel bei Wrestlemania VI an der Ultimate Warrior, wurde kurz darauf von Earthquake attackiert und so schwer verletzt dass er mehrere Monate pausieren musste. Pünktlich zum SummerSlam war er wieder da und da der mächtige Kanadier Dino Bravo und Jimmy Hart in seiner Ecke hatte suchte sich Hogan ebenfalls einen Verbündeten und fand diesen im Big Boss Man der kurz vor Wrestlemania VI gegen seinen Manager Slick samt ex-Tag Team Partner Akeem turnte. Eigentlich sollte Tugboat, Hogans neuer Kumpel in der Federation, in der Ecke vom Hulkster stehen aber dieser wurde von Earthquake kurz vor dem Event ausgeschaltet. Viel mehr gibt es hier eigentlich gar nicht zu schreiben, eine Standard Fehde vom Hulkster gegen einen großen Heel.


    Der dritte SummerSlam, das dritte mal sehen wir Hogan gegen einen mächtigen Gegner. Dies ist vielleicht das schwächste der 3 Matches weil auch die ganz große Spannung der Vorjahre fehlt. Hogan schafft es letztendlich natürlich zu siegen allerdings nur durch CO, daher ist diese Geschichte noch lange nicht beendet. Aber erstmal darf er mit dem Big Boss Man feiern und die Fans feiern natürlich kräftig mit denn der Hulkster ist wieder da und es ist wohl nur eine Frage der Zeit bis er Ansprüche geltend machen wird in Richtung WWF Title.


    Zuerst aber muss Earthquake aus dem Weg geräumt werden. Sowohl bei der Survivor Series als auch beim Royal Rumble gelingt Hogan dies. Bei der Series übersteht er nicht nur als einziger das Elimination Match seines Teams gegen die von Earthquake angeführten Natural Disasters, er schafft es auch später am Abend zusammen mit dem Ultimate Warrior das Survivor Series Finale zu gewinnen.

    Beim Royal Rumble schafft er es dann alleine zuerst Brian Knobbs und dann auch noch Earthquake zu eliminieren was ihm den Sieg bei Rumble Match bringt und ihn ganz klar als Herausforderer #1 positioniert. Earthquake hingegen sucht sich nach dem Rumble neue Gegner und versucht sich danach in der Tag Team Division.


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    Wie bereits erwähnt konnte sich der Ultimate Warrior bei Wrestlemania VI den WWF Titel holen womit er für kurze Zeit beide Einzeltitel inne hatte. Den IC Title musste er direkt danach abgeben und dieser wurde in einem Turnier neu vergeben, den World Title musste er natürlich verteidigen. Und da betrat Rick Rude samt Manager Bobby Heenan die Bühne.

    Bei Wrestlemania V schaffte Rude es schon mal den Ultimate Warrior in einem Titelmatch zu bezwingen, damals ging es um den Intercontinental Title, jetzt will er sich das große Gold gegen den gleichen Gegner holen.

    Bei der ersten Ausgabe von Saturday Night´s Main Event nach Wrestlemania VI konnte der Warrior seinen Titel erfolgreich gegen Haku verteidigen, ebenfalls ein Mitglied der Heenan Family. Bei der Ausgabe Mitte Juli bekam Rude dann schon seine Chance auf den Titel, das Match endete jedoch per Disqualifikation so das ein klares Ende noch auf sich warten lies. Um dies zu gewährleisten setze man das Match beim SummerSlam als Cage Match an was Rude und Heenan als ganz klaren Vorteil für sich werteten da Rude ein Spezialist für solche Art von Matches war während der Ultimate Warrior noch nie so eines bestritten hatte. Für die erste große Titelverteidigung war das eine sehr gute und interessante Geschichte, Rude war hier alles andere als chancenlos.


    Das ganz große Match ist es dann leider nicht geworden, ihre Auseinandersetzungen um den Intercontinental Title waren doch um einiges besser. Mit gut 10 Minuten war es auch nicht besonders lang und die Vorteile die Rick Rude und Bobb Heenan im Vorfeld so intensiv angesprochen hatten existierten nicht wirklich, der Ultimate Warrior verstand es ebenso gut den Käfig als Waffe zu benutzen wie Rude. Der Herausforderer hatte zwar während des Matches durchaus seine Chancen, konnte auch mit dem Rude Awakening seinen Finisher durchbringen, verbaute sich aber seine Chancen letztendlich selbst indem er statt einfach raus zu gehen noch nachsetzen wollte was aber daneben ging. Letztendlich gewann der Champion mit seiner bekannten Endsequenz und einem eleganten Rausklettern aus dem Käfig. Damit hatte der Warrior seine erste große Titelverteidigung geschafft, Rick Rude war erstmal aus dem Titelgeschehen raus.


    Und kurze Zeit später auch aus der Federation als er im Herbst 1990 zur WCW wechselte. Der Ultimate Warrior suchte sich neue Gegner um seinen Titel zu verteidigen. Eine zwar kurze aber sehr intensive und interessante Fehde die dem Main Event des SummerSlam 1990 als Basis diente.

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    ManCity verkündet bei Raw die Verpflichtung von Ronaldo, plötzlich erscheint im Simulcast bei Nitro ManU. Dank an A.Maximus!

  • A N Z E I G E
  • Noch ein Projekt, super! Finde es gut, dass du mehr auf das Drumherum eingehst und die Matches nicht Move für Move beschreibst, was mir persönlich einfach zu viel ist und mich eher vom Lesen abhält. Die erste Episode hat mir sehr gut gefallen.

    Die Matches ausführlich zu beschreiben ist ja eher was für den Classic Reviews Thread der im Moment leider etwas stagniert :( deswegen habe ich mich hauptsächlich auf die Vorgeschichte konzentriert.

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  • Finde es auch gut geschrieben. Vor allem die Storyentwicklung hin zu den jeweiligen Main Events.

    Früher gab es schon wenige PPVs und da finde ich es sehr unglücklich wenn der amtierende WWF World Champion in einem Tag Team Match eingesetzt wird und damit der Titel nicht auf dem Spiel steht. Dies haben wir bei den ersten beiden Auflagen und dann auch noch einmal 1991. Wobei mir der Aufbau 1988 gefallen hat.

    Rick Rude hatte nach Randy Savage die beste Chemie mit dem Ultimate Warrior, dessen Regentschaft im Nachhinein nicht so dolle war. Das Steel Cage Match war von der Matchqualität her wohl die beste Titelverteidigung des Warriors.

  • Früher gab es schon wenige PPVs und da finde ich es sehr unglücklich wenn der amtierende WWF World Champion in einem Tag Team Match eingesetzt wird und damit der Titel nicht auf dem Spiel steht.

    Absolut, besonders wenn man bedenkt dass bei der Survivor Series und dem Royal Rumble der Titel standardmäßig eigentlich nicht verteidigt wurde. Blieb tatsächlich im ganzen Jahr nur Wrestlemania. Und bei der ersten gab es nicht mal dort ein World Title Match. ^^

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  • Teil 2 folgt mir ein paar echten Juwelen.



    SUMMERSLAM 1991 : Hulk Hogan(c) & The Ultimate Warrior vs. The Triangle of Terror(Sgt.Slaughter/Col.Mustafa/Gen.Adnan)

    - 26.August 1991, MSG New York -


    Ein Jahr später haben wir wieder die gleichen Protagonisten im Main Event, dieses mal allerdings nicht auf 2 Matches verteilt sondern als Tag Team Partner zusammen die Irak freundliche Allianz bestehend aus Slaughter, Mustafa und Adnan bekämpfend. Damit haben wir zum dritten mal in 4 Jahren ein Tag Team Match als Main Event und kein World Title Match beim zweitgrößten PPV des Jahres.

    Der Ultimate Warrior verteidigte nach der erfolgreich abgeschlossenen Fehde gegen Rick Rude seinen Titel weiter in der WWF, nur dem Macho King wollte er keine Chance auf den Gürtel einräumen. Dieser rächte sich dafür beim Royal Rumble 91 als er in das Titelmatch eingriff in dem der WWF Champion seinen Gürtel gegen Sgt.Slaughter verteidigte. Dadurch verlor der Ultimate Warrior den Titel und Slaughter wurde neuer Champion. Dies machte den Warrior so wütend dass er ein Career Ending Match gegen Savage verlangte. Diese epische Schlacht fand bei Wrestlemania VII statt und wurde durch den Ultimate Warrior gewonnen. Beim gleichen PPV musste Sgt.Slaughter seinen WWF Titel gegen den Sieger des Rumble Matches, Hulk Hogan, verteidigen. Im Gegensatz zum vorherigen war dies kein wirklich großes Match, es wurde relativ unspektakulär vom Hulkster gewonnen der sich dadurch zum dritten mal zum Champion der WWF krönte.

    In der Zeit bis zum SummerSlam erhielt Slaughter noch mehrere Chancen sich den Titel wiederzuholen, konnte aber keine davon nutzen. So entschloss er sich Col.Mustafa, der eigentlich niemand anders ist als der Iron Sheik, als Verstärkung zu holen und zusammen mit seinem Manager Gen.Adnan forderte er Hulk Hogan und den Ultimate Warrior zu einem Handicap Match heraus. Das Match sollte eigentlich unter dem Motto "Match made in Hell" laufen, aber ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, es passierte absolut nichts ungewöhnliches, geschweige denn Höllen-mäßiges. Es wurde sogar Sid Justice, damals ganz neu in der Federation, als Special Referee engagiert, viel Arbeit oder gar Probleme das Match zu leiten hatte er aber nicht.


    Es wurde, wie von vielen vorhergesagt, um nicht zu sagen befürchtet, eine ziemliche Enttäuschung. Eine große oder wenigstens spannende Geschichte fehlte eigentlich komplett und so verlief dann auch das Match dass eh nur eine Seite gewinnen konnte. Adnan und Mustafa bemühten sich redlich, aber den Ringrost sah man ihnen deutlich an. Eigentlich hatten die Heels keine Chance, dafür verkauften sie sich ganz gut bzw. die Faces ließen sie viel zu gut aussehen was zeitweise ans lächerliche grenzte. Das Ende kam schon nach nicht mal 13min als nach kurzem Tumult der Warrior Adnan und Mustafa aus der Halle verjagte und Hogan dies ausnutze um Slaughter via Legdrop, nachdem er ihn zuvor mit Puder geblendet hatte, zu besiegen. Da der Warrior weg war feierte der Hulkster seinen Triumph mit dem neuen, großen Mann in der Federation, Sid Justice.


    Mit diesem Match war diese Geschichte auch schon wieder vorbei, es gab keine weiteren Konfrontationen mehr zwischen diesen 5. Der Hulkster nahm sich eine kleine Auszeit und kehrte dann zurück um sich mit Ric Flair und dem Undertaker 2 neuen Leuten zu stellen, während der Ultimate Warrior, der eigentlich zu dieser Zeit selbst eine Fehde gegen den Undertaker am laufen hatte, quasi direkt nach dem Match verschwand und erst bei Wrestlemania VIII wieder auftauchte. Adnan wurde wieder ein reiner Manager während Mustafa und Slaughter bald in der Bedeutungslosigkeit verschwanden. Auch der bald darauf eingeläutete Turn von Slaughter änderte nicht viel daran, diese 3 kamen nicht mal mehr in die Nähe des Main Event Bereichs.



    SUMMERSLAM 1992 : WWF Championship : "Macho Man" Randy Savage(c) vs. Ultimate Warrior / Intercontinetal Championship : Bret Hart(c) vs. "British Bulldog" Davey Boy Smith

    - 29.August 1992, London -


    Nach 1990 haben wir zum zweiten mal einen doppelten Main Event, und genau wie vor 2 Jahren auch ein WWF Title Match. Dieser PPV war etwas ganz besonderes denn es war der erste der außerhalb der USA stattfand, über 80.000 Fans pilgerten ins Wembley Stadion um sich die WWF anzusehen.


    Randy Savage war die #1 der Promotion geworden nachdem er bei Wrestlemania VIII Ric Flair in einem Titlematch bezwingen konnte. Eigentlich musste er ja nach Wrestlemania VII seine Karriere beenden aber sein Turn zum Face und die Angriffe von Jake Roberts brachten eine Vielzahl von Fans dazu bei WWF Präsident Jack Tunney darum zu bitten Savage wieder wresteln zu lassen. So kehrte der Macho Man Ende 91 in die Ringe der WWF zurück und mauserte sich, ich frage mich allerdings bis heute wie eigentlich, bis Wrestlemania VIII zum #1 Challenger. Bei der gleichen Veranstaltung bei der Randy den Titel holte kehrte der Ultimate Warrior nach einer mehrmonatigen Pause zurück und etablierte sich in der Zeit bis zum SummerSlam als Nr.1 Herausforderer. Da beide Protagonisten Faces waren gab es keine erbitterte Fehde, es sollte eine Titelverteidigung werden bei der der Champ seinen Gürtel gegen den legitimen Herausforderer verteidigt, aber einige Herrschaften waren damit nicht ganz einverstanden.

    Ric Flair wollte sich nicht mit der Tatsache abfinden den Titel verloren zu haben also haben er und sein Team bestehend aus Mr.Perfect und Bobby Heenan Gerüchte in Umlauf gebracht sie hätten einen der beiden Teilnehmer am WWF Titlematch anwerben können sprich Mr.Perfect behauptete dass einer der beiden ihn als Manager verpflichtet hätte und er beim SummerSlam in der Ecke des betreffenden stehen wird. Dies sorgte für einige Verwirrung und auch für einiges Misstrauen bei Savage und dem Warrior. Dennoch bestritten die beiden zusammen ein Tag Team Match gegen die Nasty Boys beim SummerSlam Spectacular welcher nur wenige Tage vor dem PPV stattfand. Flair und Perfect griffen in das Match ein und attackierten den Ultimate Warrior was diesen dazu brachte zu glauben Randy Savage hätte die beiden engagiert um seinen PPV Gegner im Vorfeld zu schwächen. Also ein bisschen Heat zwischen den beiden gab es schon, aber nichts wirklich gefährliches.


    Das Match sollte ganz gut werden und bekam mit über 25min auch genug Zeit. Das Geschehen wogte hin und her wodurch der Ausgang völlig offen war, bis Ric Flair und Mr.Perfect auftauchten. Die beiden attackierten abwechselnd beide Kontrahenten was noch mehr Verwirrung stiftete bis endlich klar wurde dass die ganzen Gerüchte eben auch nur Gerüchte waren und weder Savage noch der Warrior Mr.Perfect als Manager engagiert hatten. Das Match wurde vom Ultimate Warrior gewonnen, allerdings nur durch Auszählen, also behielt der Macho Man seinen Titel. Allerdings wurde er direkt nach dem Match von Perfect und Flair so hart attackiert dass die Rettungsaktion vom Ultimate Warrior zu spät kam um größere Schäden zu verhindern. Immerhin ließen sich Savage und der Warrior zusammen feiern und verließen auch gemeinsam die Halle.


    Sie arbeiteten auch nach dem SummerSlam weiter zusammen um Ric Flair, Mr.Perfect und Bobby Heenan zu bekämpfen die sich mit Razor Ramon einen neuen Mann als Unterstützung holten. Dieser war dann auch maßgeblich daran beteiligt dass Savage den Titel nur wenige Tage nach dem SummerSlam an Ric Flair verlor da er in das Match eingegriffen hatte. Die Ultimate Maniacs , wie sich Savage und der Warrior jetzt nannten, sollten bei der Survivor Series auf das Team Flair und Ramon treffen, aber der Ultimate Warrior wurde nur wenige Wochen vor dem Event entlassen so dass Randy sich einen neuen Partner suchen musste. Er fand diesen in Mr.Perfect der turnte da er es satt hatte im Schatten von Flair zu stehen. Ric Flair, der inzwischen seinen WWF Title an Bret Hart verloren hatte, machte das natürlich extrem sauer. Bei der Survivor Series gewannen die Faces via Dq und damit war das Kapitel Randy Savage vs. Ric Flair vorbei. Flair fehdete weiter gegen Perfect was in einem Looser leaves WWF Match endete welches Perfect Anfang 93 gewann so dass Flair seine Klamotten packte und wieder zur WCW ging, während sich Savage und Ramon anderen Sachen widmeten. Randy stieg nur noch sporadisch in den Ring und wurde Kommentator während Razor sich auf Titeljagd begab.


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    Vor einem Jahr stand Bret Hart zwar nicht im Main Event des SummerSlam, dennoch war dieser ein ganz besonderer PPV für ihn. Er besiegte im Intercontinental Title Match Mr.Perfect und holte sich so seinen ersten Einzeltitel in der WWF, und das vor den Augen seiner Eltern. Der Hitman war ein würdiger Champion und verteidigte seinen Titel sehr oft und gegen alle möglichen Gegner. Bis er 2 Tage vor dem Royal Rumble 92 auf den Mountie traf. Eigentlich war der Hitman krank und erhielt keine Freigabe zu wresteln, aber er trat dennoch an, und verlor.

    Der Mountie konnte sich jedoch nicht sehr lange des Titels erfreuen denn schon beim Royal Rumble musste er diesen gegen "Rowdy" Roddy Piper aufs Spiel setzen, und das ging prompt in die Hose. Der Schotte wurde neuer Intercontinental Champion und wie es seinem Charakter entspricht versprach er dem Hitman ein Titelmatch. Dieser großartige Kampf, den viele als den besten in der Karriere von Roddy Piper bezeichnen, fand bei Wrestlemania VIII statt. Der Hitman siegte und wurde so zum zweiten mal IC Champion der WWF.

    Er konnte in der Folgezeit den Titel gegen zahlreiche Herausforderer verteidigen und fährt nun also als Champion in Englands Hauptstadt um den IC Belt gegen einen ganz besonderen Gegner aufs Spiel zu setzen.

    Der British Bulldog tauchte nach einer Pause Ende 1990 erneut in der Federation auf nachdem er sich schon in den Achtzigern einen Namen in der Liga gemacht hatte. Nach einer längeren Fehde gegen den Warlord, die Davey Boy siegreich abschließen konnte, tingelte er so ein bisschen ohne konkretes Ziel durch die WWF, auf der Wrestlemania VIII Card fand sich z.b. kein Platz für ihn. Aber jetzt ist er bereit für den ganz großen Wurf, er will sich vor heimischer Kulisse und über 80.000 frenetischen Fans seinen ersten Einzeltitel in der World Wrestling Federation holen, und zwar gegen seinen Schwager.


    Das Match lieferte ab was es im Vorfeld versprach, und sogar noch etwas mehr, und ist mit Sicherheit das beste das bisher in diesem Thread behandelt wurde. Über 25.min lang wechselten sich bei beiden offensive und defensive Aktionen ab bis der Bulldog mit einem schnellen Konter Bret bis 3 auf der Matte festnageln konnte. Im Gegensatz zum vorherigen Match gab es hier keine Animositäten irgendeiner Art vor dem Match zwischen den bedien, dafür etwas Knatsch während des Matches da Bret die etwas härtere Gangart auspackte. Aber am Ende waren alle froh und glücklich und feierten zusammen, sogar die Ehefrau von Davey Boy und gleichzeitig Schwester von Bret, Diana Hart-Smith, stieg in den Ring und feierte mit. So schickte man die 80.000 Fans in der Wembley Arena mit einem richtig gutem Gefühl nachhause.


    Dieses sollte jedoch leider nicht sehr lange anhalten, zumindest nicht für den British Bulldog. Die WWF stellte sich zu diesem Zeitpunkt szs. neu auf, viele Altstars verabschiedeten sich und neue Kräfte rückten in den Vordergrund. Dazu kam auch noch ein Steroidskandal welcher dafür sorgte dass einige Leute eher unfreiwillig den Hut nehmen mussten. Einer von ihnen war Davey Boy Smith. So verlor er den Intercontinental Title schon 2 Monate später bei der letzten Ausgabe von Saturday Night´s Main Event an Shawn Michaels und verließ direkt danach die WWF in Richtung WCW. Er kam zwar später wieder aber das ist eine Geschichte für eine der nächsten Ausgaben.

    Bret Hart hingegen konnte von dieser Neuaufstellung deutlich profitieren. Während er noch dabei war den Verlust des IC Titles zu verdauen und sich neu zu orientieren bekam er Mitte Oktober bei einer Show in Saskatoon eine Chance auf den WWF Title. Bret konnte sensationeller Weise Ric Flair tatsächlich zur Aufgabe bringen und sich die WWF Championship holen. Das war der letzte Schritt für den Hitman zum absoluten Main Eventer und Bret sollte die nächsten Jahre eine der, wenn nicht sogar die, prägendste Persönlichkeit in der WWF werden.



    SUMMERSLAM 1993 : WWF Championship : Yokozuna(c/w.Mr.Fuji & Jim Cornette) vs. Lex Luger

    - 30.August 1993, Auburn Hills/Michigan -


    Der in der WWF vollzogene Umbruch zeigt sich sehr gut beim diesjährigem Main Event. Hatten wir bisher häufiger die selben Namen im wichtigsten Match der PPVs stehen, sind es dieses mal 2 ganz frische Namen, sogar 2 Wrestler die beim letzten SummerSlam noch gar nicht in der Federation waren.


    Ende 1992 tauchte Yokozuna in der WWF auf und Dank seiner körperlichen Attribute, und der Unterstützung durch Manager Mr.Fuji, entwickelte sich der Koloss aus Samoa ziemlich schnell zu einem Top-Herausforderer. Er schaffte es auch tatsächlich bei seiner ersten Teilnahme das Royal Rumble Match zu gewinnen was ihm einen WWF Championship Titleshot bei Wrestlemania IX garantierte.

    Amtierender Champion war zu diesem Zeitpunkt Bret Hart, ein vorbildlicher Champion der den Titel sehr oft gegen alle möglichen Gegner verteidigte, aber Yokozuna schaffte es auch diese Hürde zu nehmen, zwar nur mit Hilfe seines Managers, aber er gewann das Match durch Pin was ihm den Titel einbrachte. Allerdings beging Mr.Fuji, der durch einen Salzwurf Bret blendete und so überhaupt erst den Titelwechsel möglich machte, einen großen Fehler als er Hulk Hogan, der zum Ring stürmte um Bret zu helfen, direkt herausforderte. Der Hulkster nahm tatsächlich an, der zweite Salzwurf ging daneben, Mr.Fuji traf seinen eigenen Schützling, Clothesline - Legdrop und Hulk Hogan wurde zum fünften mal World Wrestling Federation Champion.

    So richtig wusste niemand ob diese Entscheidung auch stehen bleiben wird aber WWF Präsident Jack Tunney erklärte die mündlich ausgesprochene Herausforderung für legitim und Hulk Hogan damit zum amtierenden WWF Champion. Natürlich arbeiteten Mr.Fuji und Yokozuna mit Hochdruck an einem Rematch und dieses wurde ihnen auch prompt gewährt, schon beim nächsten PPV, dem King of the Ring 1993, trafen die beiden erneut aufeinander. Dieses mal ging es anders aus und Yokozuna krönte sich damit innerhalb kürzester Zeit zum zweiten mal zum World Champion der WWF, allerdings benötigte er auch dieses mal Unterstützung von außerhalb. Ein angeblicher Fotograf stieg auf den Ringrand und wollte ein Bild von Hogan knipsen, da explodierte die Kamera, blendete den Champ und damit war das Match entschieden. Yokozuna hatte jetzt keine Probleme mehr den Hulkster nach einem Legdrop zu pinen.

    Nach dem zweiten Gewinn des Titels entschied Mr.Fuji dass die Zeit gekommen ist sich nach neuen Herausforderern umzusehen, und so nebenbei die Amerikaner ein bisschen zu demütigen, also wurde eine ganz besondere PR Aktion ins Leben gerufen. Am Unabhängigkeitstag der USA wurde eine offene Herausforderung an alle Sportler in den Vereinigten Staaten ausgesprochen, sie sollten Versuchen an Bord eines Flugzeugträgers Yokozuna zu bodyslamen. Es meldeten sich auch viele Athleten an, aus allen möglichen Sportarten, aber lange Zeit gelang es keinem Yokozuna zu slamen.


    Da tauchte völlig überraschend Lex Luger auf. Er war ebenfalls im Jahre 1992 in die WWF gekommen, war also auch ein neuer Mann in der Federation, besaß allerdings schon einen großen Namen im Wrestling Business. In der NWA/WCW trug er diverse Titel, unter anderem auch den World Heavyweight Title. Überraschend war sein Auftauchen deswegen weil er sich bis dato als ausgesprochener Heel präsentierte. Er hatte das Image eines selbstverliebten, narzisstisch veranlagten Regelbrechers. Als solcher machte er sich einen Namen mit Siegen über Mr.Perfect bei Wrestlemania IX und einem Time Limit Draw gegen den bis zu diesem Zeitpunkt unbesiegten Tatanka beim King of the Ring. Sein besonderes Markenzeichen war der Forearm mit dem er regelmäßig Gegner ausknockte. Es wurde spekuliert dass die ihm nach einem Motorradunfall eingesetzte Stahlplatte für die durchschlagende Wirkung der Aktion verantwortlich sei. Dies konnte zwar nie bewiesen werden, dennoch musste er in jedem Match einen Armschoner über der Stelle tragen. Natürlich nahm er diesen nur allzu gerne ab.

    An diesem 4.Juli jedoch erschien Lex Luger auf der Intrepid um mit einer Aktion sein komplettes bisheriges Dasein umzukrempeln, und er schaffte das auch tatsächlich. Nach einem kurzen Scharmützel konnte er sensationeller Weise den damals ca. 550lbs schweren WWF Champion ausheben und auf den Boden werfen. Dies wurde von den anwesenden Sportlern entsprechend gefeiert und Lex Luger nutze die Aufmerksamkeit die er mit dem "Bodyslam der in der ganzen Welt gehört wurde" erregte um eine Aktion zu starten die ihm ein Titelmatch einbringen sollte.

    Er charterte einen in patriotischen Farben lackierten Bus und rief die "Call to Action" Campaign ins Leben. Luger bereiste die ganzen USA und sammelte bei Fans Unterstützung für ein Titelkampf gegen Yokozuna. Sein neues Image sollte das eines amerikanischen Helden werden der den Titel zurück in die Staaten holen will. Die Aktion war so erfolgreich dass den WWF Verantwortlichen keine Wahl blieb als Lex das gewünschte Match zu geben, allerdings gab es da eine bestimmte Bedingung. Yokozuna und Mr.Fuji verstärkten ihr Team durch die Hereinnahme von Jim Cornette der das amerikanische Sprachrohr des Champions werden sollte und der begab sich gleich an die Arbeit. Er fügte eine Klausel in den Vertrag hinzu den Luger und Yokozuna unterzeichnen sollten. Lex Luger würde zwar sein Match bekommen, aber es war seine einzige Chance. Sollte er es nicht schaffen Yokozuna den Titel zu entreißen, würde er kein Titelmatch mehr bekommen solange der mächtige Samoaner diesen inne hatte. Damit war die Bühne vorbereitet für eine sehr spannende Titelverteidigung beim großen Sommer PPV 1993.


    Natürlich konnte man bei dieser Ansetzung kein wrestlerisch hochklassiges Match, wie z.b. beim Main Event des letzten SummerSlam, erwarten, es lebte hauptsächlich von der Spannung. Trotz mehrerer Eingriffe von außen konnte Lex Luger die gegen ihn aufgefahrene Übermacht bezwingen und tatsächlich den Sieg erringen, nur eben nicht so dass er sich auch den Titel holte. Er schaffte es dem Bansai Drop zu entkommen, tatsächlich Yokozuna noch mal einen Bodyslam zu verpassen und haute ihn dann mit seinem berüchtigten Forearm, wobei erwähnt werden muss dass er vorher den Schoner entfernt hat, aus dem Ring. Yokozuna war K.O. und schaffte es nicht mehr in den Ring zurückzukommen, ein Sieg also durch Auszählen für Lex Luger. Trotz der Tatsache dass er den Titel nicht geholt hatte erschienen diverse Faces im Ring, nahmen Luger auf die Schultern und feierten den Ami Helden.


    Aufgrund der Tatsache dass es Lugers einzige Chance auf den Titel war könnte man meinen dass damit diese Geschichte vorüber war, war sie aber tatsächlich nicht ganz. Luger reitete weiter auf der Patriotismus Welle und suchte sich 3 Partner die ebenfalls sehr pro amerikanisch eingestellt waren um bei der Survivor Series das Team der bösen Amerika Feinde bestehend aus Yokozuna, Ludvig Borga, Crush und Quebecer Jacques zu bekämpfen. Lex überstand das Match als Sole Survivor und fuhr als einer der Favoriten zum Royal Rumble während es in dem Match selbst zur ersten Konfrontation zwischen Yokozuna und dem Undertaker kam. Der Deadman bekam dann beim Royal Rumble ein Einzelmatch und damit verbunden einen Titelchance gegen Yokozuna, konnte diese aber nicht nutzen da etliche Heels zu Gunsten von Yokozuna eingriffen was aber nicht geahndet werden konnte da es sich um ein Sarg Match handelte. So bliebt der große Samoaner tatsächlich bis zur Jubiläums Wrestlemania WWF Champion. Dort sollte er eigentlich auf den Sieger des Royal Rumble Matches treffen aber da gab es ein bzw. gleich 2 Probleme. Da Luger ja kein Titelmatch gegen Yokozuna mehr bestreiten durfte, hätte er eigentlich auch gar nicht am Rumble teilnehmen dürfen. Dies löste man so dass man Luger zwar die Teilnahme gestattete aber Mr.Fuji 2 Leute aussuchen durfte die ebenfalls am Match teilnehmen sollten natürlich mit dem primären Ziel Lex zu eliminieren. Fuji wähle The Great Kabuki und Genichiro Tenryu und das ganze erwies sich ehrlich gesagt als ziemlicher Flop denn die beiden spielten absolut keine Rolle und konnten Luger kaum bedrängen, geschweige denn eliminieren. Das zweite Problem betraf den Ausgang des Matches denn es gab tatsächlich 2 Sieger. Bret Hart und Lex Luger waren die letzten beiden im Ring und eliminierten sich gegenseitig und zwar so dass kein eindeutiger Sieger ermittelt werden konnte. So beschloss WWF Präsident Jack Tunney dass beide das Match gewonnen haben und demnach beiden auch ein Titelmatch bei Wrestlemania zusteht. Damit ging die Yokozuna/Lex Luger Geschichte in eine weitere Runde. Ein Münzwurf entschied dass Luger als erster ran darf, zum Ausgleich musste Bret ebenfalls ein weiteres Match an diesem Abend bestreiten, und zwar nicht mehr und nicht weniger als das beste WWF Match aller Zeiten gegen seinen Bruder Owen.

    Luger schaffte es erneut nicht sich den Titel zu holen und das war dann das endgültige Ende dieser Fehde. Yokozuna verlor noch am gleichen Abend seinen Gürtel an Bret Hart so dass Wrestlemania X für keinen der beiden ein großer Erfolg war. Nach diesem PPV gingen beide ähnliche Wege welche aber alles andere als nach oben führten. Beide verschwanden immer tiefer in den Midcard Regionen und beide wurden in irgendwelche, ziemlich sinnlosen, Tag Teams gesteckt. Zwar holte Yokozuna zusammen mit Owen Hart noch die Tag Team Titel, aber das war nicht mal annähernd so bedeutend wie zu seinen ganz großen Zeiten im Jahr 93. Luger hatte dann irgendwann die Nase endgültig voll, verließ 1995 die WWF und ging zurück zur WCW. Yokozuna wrestelte noch bis Ende 96 in Stamford wurde dann allerdings aufgrund immer größer werdender Gewichtsprobleme und der Tatsache dass man für ihn ganz einfach keine Verwendung mehr hatte, entlassen.

    R&S Kick A**

    ManCity verkündet bei Raw die Verpflichtung von Ronaldo, plötzlich erscheint im Simulcast bei Nitro ManU. Dank an A.Maximus!

  • Mal wieder Applaus für echt großartige Arbeit :thumbup:


    Das "Match made in Hell" ist aus heutiger Sicht natürlich übel an zu sehen.

    Mehr Patriotismus geht wohl kaum und ich fand das damals schon...naja...schwer erträglich.

    Dazu war das Match natürlich auch ne totale Gurke.


    Ähnliche Kerbe dann ja auch 1993.

    Glorreicher Ami gegen bösen Japaner (der gar keiner war)..platter ging es kaum :seenoevil:

    Allerdings muss ich zu meiner Schande zugeben, dass ich damals selbst ziemlich gehypt war auf diesen Main Event :seenoevil:


    Dagegen war 1992 natürlich alles Gold der Welt :thumbup:

    Da hat alles gepasst, dass war alles perfekt.

    Man kann sagen was man will, das hat damals die WWF richtig gut hinbekommen (wenn man auch heute natürlich mehr weis zu den Umständen damals).

  • Wobei ich 1992 "nur" Hart vs. Bulldog wirklich Klasse fand, beim Savage/Warrior Match war es für mich die falsche Zeit, die falsche Storyline und ganz einfach die falschen Umstände. Das Match war ok, wobei so überragend auch wieder nicht, aber der ganze Rest war absolut nicht meine Sache. Ich hätte den Titel direkt von Flair zu Hart wechseln lassen und das Intermezzo mit Randy einfach ersatzlos gestrichen und der Warrior war 92 eigentlich auch nicht wirklich notwendig. Mir hat auf jeden Fall ihr Duell im Frühjahr 91 wesentlich besser gefallen.

    R&S Kick A**

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  • Ich hätte den Titel direkt von Flair zu Hart wechseln lassen und das Intermezzo mit Randy einfach ersatzlos gestrichen und der Warrior war 92 eigentlich auch nicht wirklich notwendig.

    Ich meine mich zu erinnern das Flair sagte das er eigentlich den Titel bei WM hätte behalten sollten.

    Angeblich soll Savage aber erfolgreich darum gekämpft haben das er an dem Abend gewinnen würde.

    So sensationell und legendär Flairs erster Titelgewinn beim Rumble war, der Rest...naja...


    Luger vs Yoko mochte ich damals, allerdings fand ich es ein bisschen Schade das Luger nicht länger den Narcisisst gespielt hat.

    Die Rolle passte einfach besser zu ihm als der Über-Patriot.

  • Ich meine mich zu erinnern das Flair sagte das er eigentlich den Titel bei WM hätte behalten sollten.

    Angeblich soll Savage aber erfolgreich darum gekämpft haben das er an dem Abend gewinnen würde.

    So sensationell und legendär Flairs erster Titelgewinn beim Rumble war, der Rest...naja...

    Wäre auch wesentlich besser gewesen. So ein großer Rumble Sieg nur um dann 2 Monate später für einen sichtlich angeschlagenen Savage den Job zu machen via extrem billiger Aktion. Randy trägt den Titel den ganzen Sommer spazieren, das Match gegen den Warrior kommt kein Mensch weiß wie zustande, um dann den Titel wieder an Flair abzugeben bei einer B Sendung. Warrior wird eh gefeuert, Savage wird Kommentator. Das hatte schon Slaughter Qualitäten 91. Damals hätte man auch besser das Career Ending Match um den Titel erweitert während Hogan Slaughter ohne Titel plättet. Dann hätte man auch bei SummerSlam Warrior vs. Hogan II bringen können statt General Adnan in einen SummerSlam Main Event zu stecken.

    R&S Kick A**

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  • Teils 3. Es wird noch einen vierten Teil mit den Jahren 96-97 geben, danach mache ich Schluss da ich gemerkt habe dass mir zu den Jahren danach schlicht und ergreifend das Wissen fehlt. Ich könnte mich höchstens darüber nachträglich informieren oder Sachen abschreiben aber das würde keinem Spaß machen zu lesen und auch mir nicht wirklich zu schreiben. Wäre toll wenn jemand der die betreffende Zeit kennt weiter machen würde. :)



    SUMMERSLAM 1994 : WWF Championship Cage Match : Bret Hart(c) vs. Owen Hart / Undertaker(w.Ted DiBiase) vs. Undertaker(w.Paul Bearer)


    Gerade Jahreszahl, gerade Anzahl an Main Events. Der WWF scheint das irgendwie Spaß zu machen.


    Den Titel holte sich Bret Hart bei Wrestlemania X im Match gegen Yokozuna, also gegen den gleichen Gegner gegen den er ihn ein Jahr zuvor verloren hatte. Das nennt man dann wohl gelungene Revanche. Hitman typisch verteidigte Bret den Titel gegen jeden Herausforderer u.a. bei King of the Ring gegen den damals amtierenden Intercontinental Champion Diesel. Nun aber war es Zeit für ein ganz besonderes Aufeinandertreffen, ein Match dessen Geschichte so herausragend war dass sie den WWF Title fast schon überstrahlte denn niemand anderes als des Hitmans eigener Bruder Owen sollte beim großen Sommer PPV den Champ herausfordern.

    Ende 92, mit dem Gewinn der WWF Championship von Ric Flair, tat Bret den letzten Schritt zum Main Eventer und katapultierte sich damit für lange Zeit in die Main Event Regionen der WWF. Sein jüngerer Bruder Owen, der schon Ende der 80er als Blue Blazer in der WWF aktiv war, war zu diesem Zeitpunkt ziemlich weit entfernt vom Main Event. Nachdem 2 Versuche in der Tag Team Division Fuß zu fassen nicht wirklich von Erfolg gekrönt waren tingelte er etwas verloren in der Mid-Undercard rum und PPV Auftritte waren eher selten. Bis zur Survivor Series 1993. Eigentlich führte Bret gerade eine erbitterte Fehde gegen Jerry "The King" Lawler und das ganze sollte beim PPV in einem Familien Duell gipfeln. Bret holte sich 3 seiner Brüder : Keith, Bruce und Owen um ein Team zu formen, der King engagierte einfach 3 Ritter. Allerdings durfte Lawler aufgrund besonderer Umstände nicht am Match teilnehmen und wurde durch Shawn Michaels ersetzt was doch ein deutlicher Rückschlag für die ganze Geschichte war. Wie dem auch sei die Hart Brüder legten eine exzellente Performance hin und nach kurzer Zeit waren die 3 Ritter eliminiert so dass HBK ganz alleine 4 Mann gegenüber stand. Auch wenn er letztendlich verlor ereignete sich während der Endphase des Matches etwas was eine der größten Fehden in der WWF Geschichte einläutete. Bret war angeschlagen und lief langsam am Ringrand entlang als Michaels Owen mit voller Wucht in die Seile schickte, dieser prallte gegen Bret, Shawn rollte ihn schnell ein und eliminiert war der jüngste Hart Bruder. Das ganze wirkte umso unglücklicher da dies die einzige Eliminierung war die Michaels schaffte, die anderen Hart Brüder überstanden alle das Match als Shawn zum Schluss ausgezählt wurde. Sehr tragisch für Owen der neben Bret der einzige aktive Wrestler im Team der Harts war, Bruce und Keith hatten sich schon vor einiger Zeit aus dem Geschäft zurückgezogen. So eine Konstellation konnte ihn ganz einfach nicht kalt lassen, Owen tauchte unmittelbar nach dem Ende des Matches auf und konfrontierte Bret den er als den Hauptschuldigen für sein Ausscheiden betrachtete. Owen war zwar wütend aber das ganze beruhigte sich doch relativ schnell. Zwar verlangte er tatsächlich ein Match gegen Bret aber dieser lehnte es kategorisch ab gegen seinen eigenen Bruder anzutreten und wollte sich stattdessen mit Owen aussprechen. Dies geschah auch und zwar mit einem erfreulichen Nebeneffekt.

    Bret wollte Owen was gutes tun und willigte ein mit seinem Bruder zusammen ein Match um die Tag Team Titel gegen die Quebecers zu bestreiten. Dieses Titelmatch fand dann auch beim Royal Rumble statt aber erneut lief nicht alles reibungslos bzw. dieses mal gab es richtigen Krach zwischen den beiden. Während des Matches wurde Bret am Knie verletzt, ließ jedoch in der entscheidenden Phase eine Möglichkeit zum Wechsel sausen und versuchte selbst mit einem Konter das Match zu seinen bzw. zu Gunsten der Harts zu entscheiden. Aber sein Knie gab nach und der Ringrichter sah sich gezwungen das Match abzubrechen. Owen fühlte sich um eine große Chance betrogen, und ließ den Frust an seinem Bruder aus. Allerdings gab es keinen gewaltigen Beatdown, ein Tritt reichte Owen, der Rest bestand aus verballen Attacken bzw. Vorwürfen in Richtung Bret.

    Dieses mal nützen irgendwelche Aussprachen gar nichts, Owen beharrte auf sein Recht auf Wiedergutmachung und auch wenn Bret sich sträubte musste er letztendlich nachgeben und stimmte einem Match zu. Und was für einem Match.

    Dieser Kampf fand bei Wrestlemania X statt und sollte eines des besten Matches der WWF Geschichte werden. Über 20min. lang Wrestling und Storytelling vom feinsten bis Owen es durch einen schnellen und blitzsauberen Konter schaffte Brets Schultern bis 3 auf der Matte festzunageln. Ein großer Triumph für Owen, Bret war natürlich niedergeschlagen, hatte aber noch am gleichen Abend die Chance sich den WWF Title zurückzuholen.

    Wie eingangs bereits erwähnt schaffte Bret dies tatsächlich auch und was war da natürlicher für Owen als sich jetzt als der legitime Nr.1 Herausforderer zu fühlen. Noch mehr unterstrichen wurden diese Ansprüche durch seinen Triumph beim King of the Ring Turnier wo er an einem Abend gleich 3 Gegner(Tatanka, 1-2-3 Kid, Razor Ramon) bezwingen konnte, letzteren zwar nur mit Hilfe seines Schwagers Jim "The Anvil" Neidhart, aber so oder so wurde Owen der amtierende König der WWF und nannte sich ab diesem Zeitpunkt "King of Harts". Neidhart war übrigens nach einer längeren Pause beim PPV erschienen um Bret bei seinem Match gegen Diesel zu unterstützen. Dies tat The Anvil auch, mehr oder weniger erfolgreich, Bret verlor zwar durch Dq behielt aber den Titel, jedoch zeigte er dann während des Finals sein wahres Gesicht. Ab jetzt würde er Owen unterstützen bei seinem Versuch sich von seinem Bruder den WWF World Heavyweight Title zu holen.


    Und es war ein großer Versuch, das Match hielt alles was es versprach und vielleicht noch ein bisschen mehr. Über eine halbe Stunde lang lieferten sich die beiden eine hochklassige Schlacht im Käfig und zeigten dabei wie man die Regeln dieses Matches vernünftig miteinbezieht. Bret siegte, auch Dank seiner größeren Erfahrung und bewies damit dass er durchaus in der Lage ist Owen auch auf großer Bühne Stand zu halten. Zwar sind Cage Matches eigentlich dazu gedachte Fehden zu beenden, aber ein Sieg durch "einfaches" Rausklettern hinterlässt einen etwas faden Beigeschmack, besonders wenn es so knapp war wie in diesem Fall.

    Das sah auch Owen so und wartete gar nicht erst wie sich die Geschichte weiterentwickeln würde. Jim Neidhart der im Publikum saß verpasste erst dem Bulldog eine, den haben wir in unserem letzten Rückblick kennengelernt, hier war es das erste mal seit fast 2 Jahren wieder in der WWF, und schnappte sich dann seinen ehemaligen Tag Team Partner mit dem er 2x die Titel erringen konnte. Zusammen mit Owen drückte er Bret zurück in den Käfig und verschloss diesen, jetzt gab es Haue für den Hitman. Aber die Mitglieder seiner Familie, in erster Linie der British Bulldog, versuchten alles um ihn zu befreien. Dies gelang endlich als Davey Boy in den Käfig klettern konnte um Owen und Neidhart zu vertreiben. Bret blieb Champion, aber diese Geschichte war definitiv noch nicht vorbei.


    Wrestlerisch schaffte es Owen einfach nicht Bret den Titel abzunehmen, also musste eine andere Taktik her besonders da Bret auch langsam durchblicken ließ dass er nicht mehr gewillt sei Owen weitere Titelmatches zu gewähren. Da traf es sich ganz gut dass genau zu diesem Zeitpunkt Bob Backlund eine Portion Rindergulasch aß und leicht durchdrehte. Nach mehreren Attacken gegen Bret Hart kam es schließlich zu einem ganz besonderem Titelmatch zwischen den beiden. Bei der Survivor Series 94 willigte der Hitman ein Backlund ein Match zu geben bei dem der Sieger nur dadurch bestimmt werden kann dass ein ausgewählter Adjutant das Handtuch wirft. Das ganze hatte eine besondere Vorgeschichte, so verlor nämlich Bob Backlund Anfang der 80er Jahre, nach 6 Jahren als WWF Champion, seinen Titel. Der neue Backlund erkannte diese Niederlage nicht an und sah sich daher immer noch als amtierender Champion der World Wrestling Federation. Bret bestimmte Davey Boy als Adjutanten, eine liebe aber eher schlechte Wahl da Davey Boy wohl das Handtuch werfen würde wenn Bret ernste Gefahr droht. Bob bestimmte Owen um in seiner Ecke zu stehen was eine excellente Wahl war, Owen würde selbst dann das Handtuch nicht werfen wenn Bret Backlund alle Gliedmaßen einzeln ausreißen würde. Das Match wogte eine Zeit lang hin und her mit Vorteilen für den Champ, bis Owen eine schauspielerische Meisterleistung hinlegte. Einem kleinem Scharmützel zwischen Owen und dem Bulldog entsprang eine ernsthafte Verletzung als Davey Boy unglücklich ausrutschte und sich an der Ringtreppe ausknockte. Owen war völlig verzweifelt und in Tränen aufgelöst, auch in Anbetracht der Tatsache dass Bob Backlund das ganze Geschehen außerhalb und die dadurch entstandene Ablenkung bei Bret ausnutzte um seinen Chicken-Wing Crossface anzusetzen. Der Bulldog K.O., Bret in ernsten Schwierigkeiten. Da schaffte Owen es tatsächlich seine Eltern davon zu überzeugen die Rolle des British Bulldog einzunehmen und obwohl Stu dagegen war konnte Brets Mutter das ganze nicht mehr ertragen und warf das Handtuch in den Ring. Bob Backlund wurde nach 11 Jahren erneut, oder wie er behauptete immer noch, World Wrestling Federation Champion, courtesy of Owen Hart. Denn das ganze war nichts anderes als eine Farce und eine riesen Verlade. Owen schnappte sich das Handtuch und verschwand blitzschnell, Bob ließ sich, von wem auch immer, feiern und Bret konnte nur mit Hilfe von mehreren Leuten aufrecht die Halle verlassen, aber seine Stunde sollte noch kommen.

    Der Titel war weg, aber die Wut blieb, das bekamen Owen und Backlund schon beim nächsten PPV zu spüren. Bob, der den Titel schon wenige Tage später an Diesel verlor, und der King of Harts wurden beim Rumble Match 95 schon während ihres jeweiligen Einzugs von Bret attackiert und so zusammengefaltet dass ihre Eliminierungen nur Sekunden später reine Formsache waren. Dabei hatte Bret am Match selbst gar nicht teilgenommen, er versuchte bei diesem PPV sich seinen Titel von Diesel zurückzuholen was aber misslang und zwar Dank der Eingriffe von gleich mehreren Wrestlern, u.a. von Owen und Backlund. Damit war die Geschichte zwischen Bret und Owen eigentlich vorbei, es gab noch ein No Holds Barred Match bei Raw im März aber die Fehde war eigentlich durch. Bret beglich erstmal die Rechnung mit Backlund den er bei Wrestlemania 11 besiegte bevor er sich einem alten Rivalen widmete, Jerry Lawler. Als auch der erledigt war begab Bret sich erneut auf Titeljagd.

    Owen ebenfalls, und zwar auf eine ganz besondere. Er wollte alles erreichen was auch Bret in der WWF geschafft hatte, deswegen suchte er sich erstmal einen Tag Team Partner(Yokozuna) und die beiden konnten tatsächlich, und zwar bei ihrem ersten Match, das begehrte Tag Team Gold holen durch einen Sieg gegen die Smoking Gunns bei Wrestlemania 11.


    ---


    Der zweite Main Event des SummerSlam 94 ist wahrhaftig kein gewöhnliches Match, dafür ein umso schlechteres. Nachdem der Undertaker beschlossen hatte WWF Champion zu werden gab es nur noch einen Mann der ihm dabei ihm Weg stand, der amtierende Titelträger, das 550lbs Monster Yokozuna. Bei der Survivor Series 93, als der Undertaker für den verletzten Tatanka einsprang, kam es zum ersten Aufeinandertreffen der beiden. Endlich schien die WWF jemand gefunden zu haben der dem Champ Paroli bieten konnte. So kam es beim Royal Rumble zum Sarg Match um die WWF Championship zwischen dem Sumo Großmeister und dem Totengräber. Nur stellte sich im Laufe des Matches heraus dass Yokozuna doch nicht der einzige war der dem Undertaker im Weg stand, eine Vielzahl von Wrestlern griff in das Match ein und verhalf dem Schützling von Mr.Fuji zum Sieg. Auf spektakuläre Art und Weise verabschiedete sich der Deadman und kündigte an irgendwann zurückzukehren.

    Die Zeit verging, die Welt veränderte sich, der Eiserne Vorhang fiel, Sony brachte die Playstation heraus und Schalke schaffte es immer noch nicht Meister zu werden. Da begannen ganz gewöhnliche Menschen zu erzählen sie hätten den Undertaker gesehen. Diese Sichtungen häuften sich und im Frühjahr 94 hatte der Million $ Man eine sensationelle Ankündigung zu machen, er hat den Undertaker gekauft und wird ihn in die WWF zurückbringen, so wie er es schon 1990 getan hat. Und tatsächlich brachte Ted DiBiase den Undertaker zurück. Der zog eine Schneise der Verwüstung durch die WWF und plättete u.a. Tatanka. Allerdings begannen einige Leute zu zweifeln ob dies wirklich der echte Undertaker sei, zwar stimmte so gut wie alles, aber das Feeling war irgendwie anders als früher. Noch mehr begannen die Fans zu zweifeln als Paul Bearer klar zu verstehen gab dass das nicht der Undertaker sei und er den wahren Deadman der WWF in die Liga zurückbringen wird.

    Als Todd Pettengill bei einer Vorschau auch noch offiziell verkündete dass beim SummerSlam der Undertaker gegen den Undertaker antreten wird war das Chaos komplett, man wird wohl ganz einfach den PPV abwarten müssen um zu sehen was das für eine Geschichte werden wird.


    Endlich war er da, der Tag des SummerSlam, und Ted DiBiase brachte seinen Undertaker zum Ring. Nun warteten alle was passieren wird. Paul Bearer kam raus und nach einer kleinen Zeremonie erschien tatsächlich eine imposante Gestalt am Eingang zur Halle, es war der Undertaker, WTF?!?

    Nachdem er sich ordentlich Zeit gelassen hatte für seinen Einzug stellte sich der wahre Undertaker seiner Kopie gegenüber, und deutete direkt an dass das hier dessen Ende sein wird. Es war ein typisches Undertaker Match, oder besser gesagt typisch 2x Undertaker. Viel Gepanche und Gewürge, klassiche Taker Aktionen und alles andere als schwungvoll. Der Fake Undertaker schaffte tatsächlich einen Tombstone, aber das reichte nicht zum Sieg. Den zweiten Versuch kann das Original auskontern und selbst einen zeigen. Zur Sicherheit folgen 2 weitere, dann wird der Fake Undertaker eingetütet und verschwindet für immer in der Rumpelkammer der bescheuerten Wrestling Gimmicks.


    Das dürfte einer der extrem seltenen Fälle sein in denen ein Match eine Geschichte komplett und zu wirklich 100% beendet. Der Fake Undertaker, alias "Prime Time" Brian Lee, verschwand wieder in den kleineren Ligen, tauchte aber später nochmal in der WWF auf. Der echte Undertaker beglich direkt nach dieser Geschichte erstmal die Rechnung mit Yokozuna bevor eine, gefühlt ewig andauernde, Fehde gegen die Million $ Corporation begann. Es sollte eine ganze Weile dauern bis der Undertaker wieder um den Titel kämpfen durfte.



    SUMMERSLAM 1995 : WWF Championship : Diesel(c) vs. King Mabel(w.Sir Mo)


    Und schon haben wir es auch bis zum sagenhaften Jahr 1995 geschafft. Diesel ist der Champion und auch die unumstrittene Nr.1 der Promotion. Seit seinem Turn und dem schnellen Sieg gegen Bob Backlund bei dem er sich in 8 Sekunden den WWF Title geholt hat, herrscht der 2.10m Hühne über die World Wrestling Federation. Dabei hat er schon namhafte Gegner wie Bret Hart, Shawn Michaels oder Sid in die Schranken weisen können. Er hat sich sogar mit seinem Kumpel HBK versöhnt und reitet auf einer Sympathiewelle die es wahrlich in sich hat. Das einzige Problem was sich ergeben könnte, ihm gehen langsam aber sicher adäquate Gegner aus also muss die WWF sich was einfallen lassen für den größten PPV des Sommers. Und das hat man auch getan, man hat einen wahrlich großen Gegner für Diesel ins Auge gefasst.

    Mabel, obwohl mit diesem Körper ausgestattet, war eigentlich nie der Top Draw in der WWF, um es mal freundlich auszudrücken. Mit so einem Namen und solchen Klamotten kann man das vielleicht auch gar nicht werden. Um ihn als glaubwürdigen Gegner für Diesel aufzubrezeln bedarf es also einiges an Arbeit, zuerst weg mit der freundlichen Einstellung. Da es als Face nur zu einem, und zwar völlig unbemerkten, 2 Tages Run als Tag Team Champion gereicht hat, wieso es nicht auf der Seite der Regelbrecher versuchen. Kurzentschlossen machte Mabel zusammen mit seinem Partner Mo Kleinholz aus den Smoking Gunns und dem eigenen rapenden Manager Oscar, die Geburt des neuen Mabel. Als nächstes musste ein zumindest teilweise neuer Name her. Und was böte sich da besser an als das King of the Ring Turnier dessen Sieger eh einen Titleshot bekommt. Also lies man Mabel das Turnier gewinnen und damit er nicht zu viel arbeiten muss reichten 2 Siege, einer davon allerdings gegen niemand geringeren als den Undertaker, natürlich nicht wirklich 100% sauber aber Sieg ist Sieg. Im Finale durfte dann Savio Vega, der als Nachzügler schon 3 Matches in den Knochen hatte, den Job machen. So entstand King Mabel, und Sir Mo gleich mit. Der Champ hatte übrigens an diesem Abend nicht wirklich was wichtiges zu tun, zusammen mit dem frisch geturnten Bam-Bam Bigelow besiegten die beiden die Million $ Corporation Kombo bestehend aus Sid und Tatanka, wird also höchste Zeit einen neuen, aufregenden Herausforderer, der Big Daddy Cool den Titel abspenstig machen soll, vorzustellen.

    Es wurde einiges in Szene gesetzt um Mabel glaubwürdiger darzustellen und Diesel zu schwächen. Bei In Your House 2 "The Lumberjacks", diese phantasievolle Name bezieht sich auf den Main Event, verteidigte Diesel seinen Titel gegen Sid. Mabel war einer der Lumberjacks und griff während des Matches Diesel mehrmals an. Der Champ konnte seinen Titel zwar noch verteidigen weil Sid zu diesem Zeitpunkt in der WWF, so unglaublich das bei diesem Wrestler klingen mag, der reinste Lappen war, aber Mabel hatte schon mal eine Duftmarke gesetzt. Noch mehr als er zusammen mit Mo gegen Diesel und den British Bulldog ein Tag Team Match bestritt und letzterer gegen den Champion turnte. So gab es für Diesel nur eine Woche vor dem PPV noch mal eine ordentliche Tracht Prügel von gleich 3 Mann, also man hat einiges in Bewegung gesetzt um Mabel als ernsthaften Herausforderer zu etablieren, oder es zumindest zu versuchen. Wenn man ganz ehrlich ist hat es nicht wirklich geklappt und viele Fans betrachteten diese Ansetzung am ehesten als einen schlechten Scherz, da war weder storylinetechnisch noch wrestlerisch wirklich viel zu erwarten. Es werden wohl Leute wie Shawn Michaels, Razor Ramon oder gar Hakushi den PPV retten müssen denn bei aller Vorbereitung, Diesel gegen Mabel gewinnt nicht mal in einer Highschool Turnhalle einen Blumentopf.


    So kam es dann auch. Der Main Event des großen Sommer PPVs im Jahre 1995 dauerte keine 10min. und langweilte trotzdem alle zu Tode. An sich kann ein Match zweier solcher verschiedener Brocken eine sehr interessante Angelegenheit sein, das war hier aber absolut nicht der Fall. Das ganze sah aus als würden sich 2 Nilpferde auf dem Lidl Parkplatz hin und her schieben. Diesel versuchte zwar etwas Tempo und Schwung reinzubringen, gelungen ist ihm das nur mittelmäßig. Selbst die Eingriffe von Mo und Lex Luger sahen pampig aus, hätte man sich auch schenken können auch wenn dadurch ein zusätzliches Element reingebracht wurde welches für Mabel sprach. Es glaubte aber trotzdem niemand dass der Titel wechseln wird. So durfte Big Daddy Cool dann auch via Forearm vom 2. Seil seinen Titel verteidigen. Und dafür die ganze Aufbauarbeit.


    Mabel mischte noch eine Weile oben mit, fiel dann dafür umso tiefer. Mit dem Undertaker, Diesel und Yokozuna, diese Rivalität entstand aufgrund eines Missverständnisses, wurde daher auch schnell wieder bereinigt, hatte er es gleich mit 3 prominenten Namen zu tun. Diesel wurde anderweitig gebraucht also folgte noch ein Tag Team Match Diesel/Michales vs. M.O.M. und das war es dann. Yokozuna ebenfalls also wurde auch diese Geschichte ziemlich schnell fallen gelassen und der Undertaker löschte im Alleingang bei der Survivor Series King Mabel´s ganzes Team aus. Beim letzten In Your House des Jahres stopfte der Deadman Mabel dann in einen Sarg, eine durchaus symbolische Geste. Seinen letzten, halbwegs großen Auftritt, hatte der schwergewichtige König beim Royal Rumble 1996. Zwar schaffte er es nicht irgendjemanden zu eliminieren, hielt aber immerhin 12min. durch und bekam einen schönen Einzug. Nach dem Rumble verschwand Mabel aus der WWF was bedeutete dass die Stamforder keinen König mehr hatten, auch eine interessante Geschichte. Muss mal nachsehen ob es das schon mal gab.

    Diesel hatte mit dem Sieg gegen Mabel seinen Höhepunkt erreicht, er war seit knapp einem Jahr Champion als es bei der Survivor Series erneut gegen den Hitman ging. Gegen Bret Hart hatte Diesel den Titel schon mal im Januar beim Rumble verteidigt, allerdings endete das Match sehr kontrovers da einige Wrestler gleich mehrmals ins Match eingegriffen hatten. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen das ganze endgültig zu klären. Geklärt wurde es indem Diesel den Titel verlor, Bret holte sich zum dritten mal die WWF Championship. Diesels Stern begann langsam zu sinken, auch wenn er immer noch ein absoluter Main Eventer war. Das Rumble Match konnte er nur knapp nicht gewinnen, er wurde als letzter von HBK eliminiert. Die Fehde und das Match bei Wrestlemania 12 gegen den Undertaker gingen ebenfalls verloren. Diesel, inzwischen Heel, bekam dennoch eine Chance sich den WWF Titel von Shawn Michaels zu holen, aber auch das misslang. So dachte sich der gute es wäre Zeit für eine Luftveränderung, also packte er seinen Krempel und verließ die WWF Richtung Süden wo die WCW wohnt bzw. damals wohnte. Dadurch wurde er zu einem der Väter einer der größten Storylines in der Geschichte des Wrestlings, und das nur ein Jahr nach diesem legendären SummerSlam Main Event.

    R&S Kick A**

    ManCity verkündet bei Raw die Verpflichtung von Ronaldo, plötzlich erscheint im Simulcast bei Nitro ManU. Dank an A.Maximus!

  • Noch zu deinem 2. Teil:


    1991 stand erneut nicht der World Title auf dem Spiel. Ein ziemlich schwacher Schlusspunkt dieser kontroversen Fehde. Da wäre es mir lieber, du hättest ein Review über die anschließende Hochzeit gemacht. ^^


    Bret Hart vs. British Bulldog ist mein Lieblingsmatch und wird es auch immer bleiben. Einen großen Aufbau war hierfür nicht notwendig. Ein Engländer im Londoner Wembley Stadium im größten Match seiner Karriere gegen seinen Schwager um die Intercontinental Championship. Reicht!

    Der 2. Main Event dagegen erhielt einen sehr tollen Aufbau und das Match selbst wurde spannend gebookt.


    Der Aufbau zum Main Event 1993 fand ich sehr stark inszeniert - auch die Geschichte rund um den Lex Express. Dass dieser am Ende ein Flop war, konnte man ja als TV-Zuschauer nicht erahnen. Vor dem Bildschirm sah dies wie ein voller Erfolg aus, aber am Ende hat sich wohl kein Schwein dafür interessiert, dass Luger auf "Wahlkampftour" war. Idee Top - Umsetzung Flop. Möchte unbedingt die Icons-Doku über Lex Luger auf dem WWE Network sehen. Hier erfahren wir bestimmt mehr über den Lex Express. Ob wir dieses Jahr noch die Möglichkeit bekommen oder die Doku laut Gerüchten auf einer anderen Plattform landet?

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