A N Z E I G E

Trouble in Paradise oder auch: wann kommen die ersten Hürden für AEW?

  • AEW is on a honeymoon right know (dt.: AEW befindet sich gerade in den Flitterwochen).



    Dieser Kommentar unter einem YouTube-Video hat mich zum Nachdenken gebracht. Seit 2019 begeistert All Elite Wrestling die eigenen Fans und sorgt für Furore in der Wrestling Welt.

    Binnen kürzester Zeit konnte die junge Liga von Tony Khan Schlagzeilen machen und Erfolge verbuchen.

    Ob es der TV-Deal mit TNT ist oder ausverkaufte Pay Per Views, die Elite lies nichts anbrennen.


    Nicht nur das Interesse der Fans sondern auch die der Performer wurde geweckt.

    Egal ob Legenden oder Newcomer, Indy-Darlings oder WWE-Alumni; jeder wollte / will bei der neuen aufregenden Promotion dabei sein.



    Kurz gesagt: AEW is on a honeymoon. Es könnte für Khan, Omega und Co. nicht besser laufen. Aber für wie lange noch?



    Ich möchte hier nicht den kommenden Untergang prophezeien. Aber irgendwann sieht man nicht mehr durch die rosarote Brille. Der Zeitpunkt wird kommen, an dem man die ersten Hürden erscheinen werden und die Euphorie nachlassen wird.

    Diese (logische) Folge kennt man von Beziehungen, Glückssträhnen und sämtlichen anderen Erfolgsstorys.

    Und ich bin mir sicher, dass AEW keine Ausnahme bilden wird.



    Nun die Frage, welche Herausforderungen auf AEW zukommen werden. Welche Hürden wird die frische Promotion überwinden müssen? Wann werden sie sich bemerkbar machen?

    Oder hat man schon längst Proben meistern können?



    Ein Konflikt wird (meiner Meinung nach) das Roster darstellen.

    Der Kader ist voll mit Talenten aus jeder Generation und mittlerweile so gefüllt, dass man bald eine zweite TV-Show starten wird.

    Das Wachstum macht keine Pause und Woche für Woche entstehen neue Gerüchte über potentielle Neuverpflichtungen.



    Das ist aufregend, macht Spaß und sorgt für Frische aber birgt Konfliktpotential.

    Wenn man immer weitere namenhafte Talente verpflichtet, wird nicht für jede*n Platz im Main Event sein. Nicht jede*r wird eine wichtige Story bekommen und vielleicht unter den eigenen Erwartungen eingesetzt.


    Paradebeispiel meinerseits ist Shawn Spears, einer meiner Favoriten bei AEW. Der Mann wurde hoffnungsvoll empfangen bis er mit neuem Look eindrucksvoll bei AEW debütierte und direkt in ein Programm mit Cody gesteckt wurde. Die Erwartungen waren hoch und persönlich hoffte ich auf einen Titlerun. Doch bis auf einzelne kleinere Highlights gab es nicht viel für den Chairman.


    Ich denke, dass dieses Szenario noch andere treffen wird in größerem Ausmaß. Die Wahrscheinlichkeit, dass das ein oder andere Ego unzufrieden wird, ist groß.

    Dieser potentielle Konflikt kann (kann, nicht muss) dafür sorgen, dass man nicht mehr länger der „Place to be“ ist. Dass man Wrestler und vielleicht auch einzelne Fans enttäuschen wird.



    Ein weiteres Konfliktpotential, welches in Teilen mit dem Kader zusammenhängt, bringen die Dark Shows mit sich. Mir ist das Prinzip der Shows klar und es macht durchaus Sinn, so etwas zu bringen. Aber es kann für Übersättigung bei den Fans sorgen und letztlich dafür, dass man Geld für unnötige Produkte investiert.



    Damit kommen wir zu (meinem) letzten Punkt; das Geld.

    Ja, mir ist bewusst, dass die Familie Khan monetär sehr stark / sehr sicher ist. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass Papa Khan irgendwann genug von Sohnemann's Hobby hat und die Ressourcen limitieren wird.


    Ähnlich wie es bei Familie Carter und TNA war. Sicherlich haben die Khans mehr Moneten als die Carters. Dennoch konnte man an TNA’s damaliger Situation sehen, wie viel die Großzügigkeit des Geldgebers ausmacht.

    Durch das Geld von Panda Energy (Unternehmen der Carters) war TNA in der Lage, iMPACT! hochwertig zu produzieren und große Namen zu verpflichten.

    Als Bob & Janice Carter kein Geld in TNA stecken wollten, brachte es die Promotion in Engpässe. Wie sich das ganze entwickelte, wurde zahlreich dokumentiert.

    Nochmal; mir ist bewusst, dass es Unterschiede gibt zwischen Tony Khan/ AEW und Dixie Carter/ TNA.

    Genauso wie ich mir auch sicher bin, dass man durchdacht und strukturiert innerhalb der Elite arbeitet.



    Aber es werden Hürden und Herausforderungen kommen. Und die Fragen die ich mir stelle sind die, welche Herausforderungen kommen werden und wann.


    Was meint ihr? Wie seht ihr die Zukunft? Wird man in den nächsten Jahren weiterhin erfolgreich bestehen oder verblasst die (Erfolgs-)Euphorie bald?


    Ich freue mich auf eure Impulse und Prognosen. :) :thumbup:

  • A N Z E I G E
  • Um das finanzielle braucht man sich keine Sorgen machen. AEW arbeitet schon profitabel, hat gute TV Deals und steht auf eigenen Beinen. Ohne die Pandemie würde es noch besser aussehen.


    Was unzufriedene Worker angeht, habe ich ja in einem anderen Thread schon mal angeschnitten. Wenn jeder seine Rolle kennt, glaube ich, wird es keine Probleme geben. Dein Beispiel mit Shawn Spears finde ich aber interessant. In meinen Augen ein Durchschnittswrestler, der mich nicht abholt und nicht mal sonderlich hohes Charisma hat. Würde er von heute auf morgen verschwinden, es würde vermutlich kaum jemanden auffallen oder stören. Seine Rolle in Pinnacle ist noch mehr useless, wie zB ein Hager beim IC.

  • Warum muss man eigentlich immer nach etwas negativen suchen wo nichts ist? Warum nicht einfach die Zeit genießen und sich keine Sorgen um irgendwelche negativen Dinge machen?

    Im Wrestling wird irgendwie immer nach dem Schlechten gesucht und selten wirklich einfach mal genossen mMn.

  • Was den Teil mit dem vollen roster angeht und das der ein oder andere nicht so viel tv Zeit bekommt oder halt unzufrieden wird, sehe ich nur gering. Denn viele Wrestler haben ja bestimmte Verträge um auch woanders immer wieder auf Greten zu dürfen/ können. Mehr oder weniger bei Indy Shows. Oder aber sei es bei AAA oder NJPW. Und diese Typen wie Shawn Spears haben ja auch neben AEW noch ihre eigenen Sachen am laufen, wie in seinem Fall die Trainings Schule. Denke da alle iwo mitsprache recht haben was deren Charakter angeht und eigene Ideen pitchen dürfen gut bezahlt werden solange wird der Großteil des rosters immer zufrieden sein. Da mach ich mir tatsächlich am wenigsten sorgen.


    Am Geld wird es wohl auch lange lange nicht scheitern.


    Meine größte Sorge ist das man iwann denkt man ist ein dicker Fisch und verwaltet denn vieles einfach nur noch macht Zuviele dumme booking Entscheidungen aufeinmal, insbesondere setz nicht mehr auf die jungen Wilden.


    Auch sehe ich es problematisch auf Dauer für die Fans in der Halle die Zuviel kriegen, mit Dynamite und den beiden YouTube Shows. Da ist ganz einfach Iwan der Ofen aus, noch ist es für alle cool und spannend endlich wieder volle Halle man kriegt durch die vielen Dark Matches fast alle seine Favoriten zu sehen. Aber nach dem 3 oder vierten Mal, puhh denke da muss man noch mal dran arbeiten.


    Aber im Grunde vertrau ich den jungs das sie jede Hürde iwie meistern. Bisher haben sie es ja ganz gut hinbekommen, allein die ganze corona Geschichte.

  • Warum muss man eigentlich immer nach etwas negativen suchen wo nichts ist? Warum nicht einfach die Zeit genießen und sich keine Sorgen um irgendwelche negativen Dinge machen?

    Im Wrestling wird irgendwie immer nach dem Schlechten gesucht und selten wirklich einfach mal genossen mMn.

    Es geht nicht darum, nach etwas negativem zu suchen sondern sich mit realistischen Herausforderungen auseinanderzusetzen.


    Es ist richtig, die Zeit zu genießen. Da stimme ich dir zu.

    Aber man kann ja trotzdem über Hürden sprechen, die zu 100% kommen werden anstatt naiv mit rosaroter Brille in die Zukunft zu blicken.

  • Wie schon andere sagten, mache ich mir um das finanzielle keine Sorgen. Bisher gab es nur positives zu hören und die Entwicklung spricht deutlich dafür, dass es weiter in diese Richtun gehen wird.


    Die Unzufriedenheit könnte irgendwann mal eintreten. Hier sehe ich es aber auch so, dass die Zusammenarbeiten mit anderen Ligen wichtig sind. Es ist wichtig seinen Leuten Indy Auftritte zu ermöglichen. Es ist wichtig mit anderen Promotions zusammen zu arbeiten. So kann man auch diesen Effekten entgegen wirken. Ich habe einfach das Vertrauen, dass der Führungsstil von Tony Khan dazu führen wird, dass man diese positive Grundstimmung nicht verlieren wird. Die Zusammenarbeit mit NJPW ist hier insbesondere wichtig. Sie haben so viele Turniere, dass man hoffentlich immer mal wieder Leute rüberschicken kann, um an diesen teilzunehmen und dort auch zu lernen. Ob nun die größeren Namen zum G1 Climax, die Junior Heavyweights im Best of Super Juniors oder das ein oder andere Tag Team mal zur World Tag League. AEW hat in allen Bereichen interessante Leute für NJPW zu bieten, deren man sich mMn aus Sicht von NJPW auch bedienen sollte, denn insbesondere die World Tag League und das Best of Super Juniors Turnier kann Abwechslung auch mal gut tun.


    Die Übersättigungsgefahr sehe ich auch nicht. Niemand ist gezwungen Dark oder Elevation zu sehen. Das tue ich auch nicht und picke mir höchstens mal einzelne Matches / Segmente raus. Ansonsten schätze ich 3 Stunden verteilt auf 2 Wochentagen im TV allemal nicht als Gefahr für eine Übersättigung ein.

  • Das kommt doch jetzt mit Bryan, Punk und Wyatt erst richtig ins rollen. Ich schätze, das wird wohl noch eine ganze Weile gut gehen. Aber irgendwann kommen dann sicher auch mal Skandälchen. Und es kann gut sein, dass man sich dafür die falschen Fans zugelegt hat, um das durchzustehen. Und wenn Papa Shahid dann den Hahn abdreht, könnte der Spuk natürlich schnell vorbei sein. Also, solange genießen, wie es anhält :)

  • Das kommt doch jetzt mit Bryan, Punk und Wyatt erst richtig ins rollen. Ich schätze, das wird wohl noch eine ganze Weile gut gehen. Aber irgendwann kommen dann sicher auch mal Skandälchen. Und es kann gut sein, dass man sich dafür die falschen Fans zugelegt hat, um das durchzustehen. Und wenn Papa Shahid dann den Hahn abdreht, könnte der Spuk natürlich schnell vorbei sein. Also, solange genießen, wie es anhält :)

    Ah ok, können Sie mir Mal Quellen geben das Khan nur vom Geld seines Vaters die Liga aufrecht erhält. Könnte mich natürlich irren, mir kam aber nur gegenteiliges zu Ohren.

  • was klar für AEWspricht:sie haben nicht nur erfahrene worker im Ring sondern auch hinter den Kulissen. Leute die jahrzehnte lange Erfahrung haben. Die Fehler andere Promotions mit erlebt haben und eine Wiederholung dieser hoffentlich zu verhindern wissen. Ehemalige Worker ,welche sich auch in die Situation der jungen Talente hinein versetzen können.

    Das sind zu unterschätzende Punkte.

    Kahn und co haben viel auf Erfahrung hinter den kulissen gesetzt.

    Ich selbst lehn mich derzeit gern zurück und geniesse das Programm solange es dauert. Seh da aber derzeit auch noch keine Probleme,die einst andere Ligen hatten.

    Wer rechtschreib, -grammatik oder -
    zeichenfehler findet, darf sie behalten. Hab
    halt kleine tasten(oder evtl dicke finger)

  • Ah ok, können Sie mir Mal Quellen geben das Khan nur vom Geld seines Vaters die Liga aufrecht erhält. Könnte mich natürlich irren, mir kam aber nur gegenteiliges zu Ohren.

    Das Unternehmen läuft halt auf Shahid Khan bzw. auf seine Trusts. Wenn er dem Ganzen nicht mehr zustimmt und den Laden loswerden möchte, dann kann AEW noch so lukrativ sein, dann ist eben finis.

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